Zweimal pro Woche - Kostenlos per E-Mail. Jeden Werktag neu - Kostenlos per E-Mail.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

COMINVEST ADIG Investment Fonds: Marktrück/-ausblick KW 07/08

Die Politik regiert die Aktienmärkte in den USA; Kursfeuerwerk nach Blix-Rede in Europa; Beste Wochenperformance seit Jahresbeginn in Japan Economics |

USA: Die Politik regiert die Aktienmärkte

Zum ersten Mal seit vier Wochen schloss der amerikanische Markt auf Wochenbasis wieder im Plus. Die lang erwartete Rede der UN-Chefinspektoren brachte jedoch keine wirklich neuen Erkenntnisse mit sich. Die Waffeninspektoren haben jetzt 14 weitere Tage Zeit, bis  am 1. März ein neuer Bericht vorgelegt wird. „Die Märkte werteten dies als Zeichen, dass ein Krieg nicht unmittelbar bevorsteht“, sagt ADIG-Fondsmanager Klaus Breil. „Die Kurse schossen nach oben.“ Zusätzlich gabs am Montag vor dem President´s Day zahlreiche Short-Eindeckungen.
Die Berichtssaison neigt sich langsam dem Ende zu. Von den S&P500-Werten haben bisher 435 Unternehmen ihre Ergebnisse präsentiert, davon sind 60 Prozent besser und 19 Prozent schlechter als erwartet ausgefallen. Das Highlight waren die Zahlen von Dell: Der Umsatz des Computerherstellers stieg in Q4 deutlich um 18 Prozent, der Ertrag sogar um 33 Prozent. Der Ausblick fiel ebenfalls positiv aus und die Befürchtungen, dass Dell aufgrund der Irak-Krise sowie der starken Konkurrenz durch HP Abstriche machen müsse, bestätigte sich nicht.
FED-Chef Alan Greenspan hielt sein halbjährliches „Humphrey-Hawkins-Testimony“ vor dem Senat und dem Repräsentantenhaus ab. Dort gab er seine relativ optimistische Einschätzung zur konjunkturellen Lage der Nation ab. „Die aktuellen geopolitischen Risiken machten es ihm jedoch schwer, eine Konjunkturprognose zu wagen“, so Breil. „Greenspan machte diese Risiken auch für die Investitionsschwäche der Unternehmen verantwortlich.“ Die US-Konjunktur wird weiterhin vom privaten Konsum getragen. Der FED-Chef warnte vor einem zu schnell wachsenden Defizit und mahnte Haushaltsdisziplin an. Von den Investoren wurde dies als ein Hieb auf die Bush-Administration gewertet.
Die guten makroökonomischen Daten verblassten vor dem Hintergrund des Berichts der Waffeninspektoren. Besonders gut sind die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion ausgefallen. Lediglich Konsumentenvertrauen der Universität Michigan fiel schlechter aus.

Europa: Kursfeuerwerk nach Blix-Rede

Auch in Europa hielten sich die Anleger - vor der mit Spannung erwarteten Rede der Waffenkontrolleure – zurück. Folge: Zu Beginn der Woche näherte sich der Markt den sechs-Jahres-Tiefständen. Nach der Blix-Rede gab es auch an den Börsen in Europa ein Kursfeuerwerk, das den europäischen Indizes ein Plus von circa zwei Prozent bescherte. Deutschland wurde seinem Ruf als sehr schwankungsanfälliger Markt gerecht und zeigte eine Wochenperformance von vier Prozent.
Auf Sektorebene waren Banken und Versicherungen besonders gefragt. Grund waren die überraschend positiven  Quartalszahlen der europäischen Banken, wie ABN Amro, Barclays, SocGen und SEB. Die operativen Ergebnisse waren sogar besser als im Vorjahr, da jetzt die eingeleiteten Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen bei den Kreditinstituten greifen. Getrübt wurden die Zahlen von den hohen Wertberichtigungen aufgrund der Aktienmarktkrise.
Industrie- und Medienwerte wurden in der vergangenen Woche links liegen gelassen. Die Risikoneigung der Anleger war weiterhin eher gering: Sie suchten die sicheren Häfen wie Gold und Rentenwerte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank deshalb auf unter vier Prozent. Zusätzlich stiegen der Euro sowie der Ölpreis. Letzterer notierte mit über 32 US-Dollar je Barrel Brent auf einem neuen 26-Monats-Hoch. Gründe waren weiterhin die Streiks in Venezuela sowie niedrige Rohöllagerbestände in den USA. Nach Angaben der US-Energiebehörde lagen die US-Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche rund 52 Millionen Barrel unter dem Vorjahreswert und damit so niedrig wie zuletzt 1975. Zudem gab es Anzeichen dafür, dass der Irak bei einem Angriff seine  eigenen Ölfelder anzünden könnte.
Im EZB-Monatsbericht gibt es keine Anzeichen für eine Inflationsgefahr im Euro-Raum. Falls die Ölpreise weiterhin auf hohem Niveau verharren, könnten sich negative Folgen für die Weltwirtschaft und die Beschäftigung im Euroraum ergeben. Die EZB sieht im gestiegenen Außenwert des Euro wenig Risiko für die Exportwirtschaft. Insgesamt deutet aber der Bericht auf eine Leitzinssenkung in den nächsten Monaten hin. Die gemeldeten makroökonomischen Daten - besonders die schlechten Produktionszahlen für Deutschland, Frankreich und Italien - wurden vor dem Hintergrund geopolitischer Risiken vom Markt kaum wahrgenommen.


Japan: Beste Wochenperformance seit Jahresbeginn

In der abgelaufenen Handelswoche verzeichneten Japans Börsen die beste Wochenperformance seit Beginn des Jahres: Während der marktbreite Topix um 2,3 Prozent stieg, schoss der Nikkei 225 um circa drei Prozent nach oben. Besonders überraschten die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal: Das reale BIP ist im Vergleich zum Vorquartal überraschend stark um 0,5 Prozent gestiegen – auf das Jahr gerechnet sind das zwei Prozent. Die Exporte haben dieses Ergebnis maßgeblich beeinflusst.
Die Bank of Japan hat auf der am Freitag stattfindenden, Sitzung ihre Geldpolitik, trotz politischen Drucks, unverändert gelassen. Weiterhin herrscht Ungewissheit über den Nachfolger des am 19. März scheidenden Notenbank-Gouverneurs Masaru Hayami.
Besonders gefragt waren renditestarke Papiere. Dieser Trend hielt im Vorfeld der Revision des Steuergesetzes an, da die Steuern auf Dividenden auf zehn Prozent gesenkt werden sollen. Vom schwachen Yen profitierten insbesondere die Exporteure. Bankwerte waren - als Folge von Zeitungsberichten über eine mögliche Beteiligung von Merril Lynch an der weltweit größten Bank Mizuho Holdings - besonders gefragt. Zusätzlich erhielt die Branche Unterstützung von der BoJ: Diese deckte sich wiederum mit Bankaktien ein und stockte damit ihre Beteiligung in den ersten zehn Februartagen massiv um 38 Prozent auf. Damit will die Notenbank die Abhängigkeit der Banken vom Aktienmarkt reduzieren, denn die Kreditinstitute müssen ihre Bestände seit April 2002 zu Marktpreisen bewerten. Besonders wichtig ist dieser Faktor im Bezug auf das nahende Ende des Fiskaljahres am 31. März.

Der Ausblick auf die Woche vom 17. bis 21. Februar 2003 (KW 08)

Die Tendenz an den Weltbörsen wird in dieser Woche weiterhin von politischer Natur sein und sich volatil seitwärts bewegen. Durch die Verlängerung der Waffeninspektionen bleibt weiterhin die Unsicherheit auf den Märkten bestehen. Es scheint, als könne diese nur noch durch einen Ausbruch des Krieges beendet werden. „Das Abwarten geht also weiter und nach dem Bericht ist wieder vor dem Bericht“, meint US-Experte Klaus Breil.
Der makroökonomische Datenkranz sowie die Unternehmensberichterstattungen dürften angesichts der geopolitischen Krise kaum den Trend bestimmen.
„Die erwarteten Zahlen des weltgrößten Einzelhändlers Wal Mart werden weiteren Aufschluss über das Konsumverhalten der Amerikaner geben“, sagt Breil. „Darüberhinaus werden Zahlen von Ciena, El Paso und Halliburton erwartet.“
Von konjunktureller Seite stehen Daten zum Wohnungsbau an. Diese werden nach dem Rekordwert im Dezember etwas niedriger erwartet. Der gestiegene Ölpreis dürfte sich in den Erzeuger- und Verbraucherpreisen bemerkbar machen. Das Handelsbilanzdefizit sollte sich kaum verändert im Vergleich zum Vormonat zeigen. Der Frühindikator wird voraussichtlich stabil bleiben. Grund für diese Einschätzung: Die Eintrübung des Verbrauchervertrauens sollte von den positiven Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung ausgeglichen werden. Der Philadelphia FED Index wird mit plus elf erwartet, was weiterhin auf Expansion hin deutet. Am 21./22. Februar steht das Treffen der G7-Finanzminister im Vordergrund.
In Europa gibt es Bilanzpressekonferenzen bei Sanofi Synthelabo, Daimler Chrysler, L´Oréal, Total Fina und ING. Nur wenige Konjunktur-Kennzahlen stehen auf der Tagesordnung. Von Interesse wird das BIP in Frankreich und Deutschland sein. In Frankreich wird mit einer kleinen Steigerung und in Deutschland mit einem leichten Rückgang gerechnet. Besonderes Augenmerk wird heute auf der Industrieproduktion in Euroland liegen. Diese wird mit minus 1,7 Prozent deutlich niedriger als im Dezember erwartet. In Großbritannien wird die Veröffentlichung des Protokolls der Notenbanksitzung vom 5./6. Februar weiteren Aufschluss über das Abstimmungsverhalten zur Zinssenkung geben.
Am wichtigsten wird am Donnerstag der Tertiary Industry Index sein. Die Analysten erwarten einen Wert von minus 0,2 Prozent im Vergleich zu minus 0,7 Prozent im Vormonat.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Für diesen Suchebgriff konnten wir leider keine Ergebnisse finden!
Fonds auf e-fundresearch.com

Weitere Informationen zu diesem Fonds Kennzahlen per 31.05.2021 / © Morningstar Direct
Bereiche auf e-fundresearch.com
NewsCenter auf e-fundresearch.com
Kontakte auf e-fundresearch.com

{{ contact.email }}

{{ contact.phonenumber }}

{{ contact.secondary_phonenumber }}

{{ contact.address }}

Weitere Informationen im {{ contact.newscenter.title }} Newscenter
Artikel auf e-fundresearch.com