{"version":"https:\/\/jsonfeed.org\/version\/1","title":"e-fundresearch.com News Feed","home_page_url":"https:\/\/e-fundresearch.com","feed_url":"https:\/\/fundresearch.com\/feed\/json","icon":"https:\/\/fundresearch.com\/img\/favicons\/apple-touch-icon-152x152.png","favicon":"https:\/\/fundresearch.com\/img\/favicons\/favicon.ico","items":[{"id":59829,"title":"Die KI-Gegenbewegung: Ein untersch\u00e4tztes Risiko","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/199-pgim\/artikel\/59829-die-ki-gegenbewegung-ein-unterschaetztes-risiko","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/89cgdGtaeRjdd7mVelMZvoxvyDCn4fu0.png?s=16589618cf5d6799416b06f9edd8bb9e","content_html":"<p>Die Marktentwicklung im ersten Halbjahr 2026 best&auml;tigt erneut die makro&ouml;konomisch positiven Rahmenbedingungen, auf die wir in unserem Halbjahresausblick hingewiesen haben. Der Teil der Wahrscheinlichkeitsverteilung, der in erster Linie durch den KI-Investitionsboom getrieben wird, gibt<s>&nbsp;<\/s>weiterhin den Ton an. Diese g&uuml;nstigen Bedingungen sind jedoch auch mit Risiken verbunden, von denen zwei der bedeutendsten das Konzentrationsrisiko und das Risiko einer Gegenreaktion sind. KI-bezogene Investitionen machen&nbsp;zwischen 50 und 75 % des Wachstumsimpulses f&uuml;r das US-BIP aus, der durch Investitionsausgaben und die nachgelagerten Auswirkungen auf den Konsum entsteht.<\/p><p>Ein weiterer zu beobachtender Faktor sind KI-getriebene&nbsp;Inflationseffekte. Die Komponente &bdquo;Software und Zubeh&ouml;r&ldquo; im PCE-Inflationsbericht ist zwar klein, hat jedoch einen deutlichen Preisanstieg verzeichnet und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Kerninflation des Preisindex f&uuml;r private Konsumausgaben (PCE).<\/p><p>Dennoch betrachten wir die Gegenreaktion gegen KI als das vielleicht am meisten untersch&auml;tzte Risiko. Tats&auml;chlich lehnen mehr als 70 % der Amerikaner, die k&uuml;rzlich im Rahmen einer Gallup-Umfrage befragt wurden, den Bau eines Rechenzentrums in ihrer Gemeinde ab. Allein im ersten Quartal 2026 Rechenzentrumsprojekte im Wert von 130 Mrd. US-Dollar blockiert oder auf Eis gelegt.&nbsp;<\/p><p>KI wird bei den bevorstehenden Zwischenwahlen ein zentrales Thema sein, da in 40 von 69 umk&auml;mpften Wahlkreisen des Repr&auml;sentantenhauses Rechenzentren geplant sind oder bereits gebaut werden. Eine weitere wichtige Entscheidung steht in New York bevor: Ein Gesetzentwurf sieht ein einj&auml;hriges Moratorium f&uuml;r den Bau von Rechenzentren vor &ndash; das erste seiner Art in den USA &ndash;, und Gouverneurin Hochul wird voraussichtlich bis zum 31. Dezember 2026 eine Entscheidung treffen.&nbsp;<\/p><p>Neben m&ouml;glichen Entwicklungen im Zusammenhang mit den Zwischenwahlen und in New York besteht zudem die M&ouml;glichkeit, dass kartellrechtliche oder aufsichtsrechtliche Ma&szlig;nahmen gegen gro&szlig;e Unternehmen im Bereich der k&uuml;nstlichen Intelligenz ergriffen werden. In deren Berichten zu Q3 werden wir zudem darauf achten, ob die Hyperscaler bei ihren Investitionsausgaben Zur&uuml;ckhaltung &uuml;ben<\/p><p><strong><em>Von Daleep Singh, Chief Global Economist und Head of Global Macroeconomic Research bei PGIM Fixed Income <br><\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"59829\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-07-02T11:03:29+02:00","date_modified":"2026-07-03T06:32:41+02:00"},{"id":59825,"title":"Carmignac Investissement: Drei Wege zu strukturellem Wachstum","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/172-carmignac\/artikel\/59825-carmignac-investissement-drei-wege-zu-strukturellem-wachstum","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/W4YU5m2Z4HnSMoc3eoyedKqDCC9JLnJf.png?s=8c079bb96703a1061bafab2b61ac1944","content_html":"<p>Die Aktienm&auml;rkte konzentrieren sich zunehmend auf eine kleine Gruppe von Gewinnern aus dem Bereich der K&uuml;nstlichen Intelligenz (KI). Doch der durch den Strukturwandel geschaffene Mehrwert kommt selten nur den Unternehmen zugute, die Schlagzeilen machen. Unter den derzeitigen Marktbedingungen besteht die Herausforderung darin, sicherzustellen, dass die Marktdynamik nicht das Portfolio bestimmt. In diesem Zusammenhang verbindet der Carmignac Investissement das Engagement in einige der weltweit vielversprechendsten Wachstumsgeschichten mit einer disziplinierten Bewertungsstrategie, einer echten Diversifikation &uuml;ber Regionen und Sektoren hinweg sowie der aktiven Suche nach weniger &uuml;berlaufenen Alpha-Quellen jenseits der Index-Schwergewichte.<\/p><p>Drei Beteiligungen veranschaulichen diese Philosophie besonders gut: das japanische Unternehmen <strong>Nitto Boseki<\/strong>, das franz&ouml;sische <strong>Safran<\/strong> und die in den USA b&ouml;rsennotierte Marktinfrastrukturplattform <strong>Tradeweb.<\/strong> Obwohl sie in sehr unterschiedlichen Branchen t&auml;tig sind, nimmt jedes dieser Unternehmen eine strategisch wichtige Position innerhalb seines &Ouml;kosystems ein und bietet Zugang zu starken langfristigen Wachstumsfaktoren, ohne dabei im Mittelpunkt des Anlegerinteresses zu stehen.<\/p><p><strong>Nitto Boseki: Ein heimlicher Marktf&uuml;hrer im Bereich Werkstoffe f&uuml;r bahnbrechende KI-Chips<\/strong><\/p><p>Die Rallye im Halbleitersektor hat sich weit &uuml;ber Nvidia hinaus ausgeweitet. Die Logik ist einfach: Die Nachfrage nach Rechenleistung explodiert, das Angebot ist weiterhin begrenzt, und die Engp&auml;sse beschr&auml;nken sich nicht mehr nur auf den Chip selbst. An dieser Stelle wird Nitto Boseki, kurz Nittobo, interessant. Auf den ersten Blick sieht es nicht wie ein KI-Unternehmen aus. Urspr&uuml;nglich ein japanisches Textilunternehmen, ist Nitto inzwischen zu einem wichtigen Zulieferer in der hochmodernen Halbleiter-Lieferkette geworden.<\/p><p>Sein Hauptprodukt, bekannt als T-Glas, ist ein hochspezialisiertes Glasgewebe, das in Substraten f&uuml;r die Halbleiterverpackung zum Einsatz kommt. Diese Werkstoffe verst&auml;rken und stabilisieren die Tr&auml;gerplatten, auf denen hochmoderne Chips montiert werden. Sie tragen dazu bei, die W&auml;rmeausdehnung zu kontrollieren, Signalverluste zu verringern und die Zuverl&auml;ssigkeit bei sehr hoher Rechenintensit&auml;t zu verbessern. Einfach ausgedr&uuml;ckt: Da Chips immer schneller, hei&szlig;er und komplexer werden, sind die umgebenden Materialien f&uuml;r Performance und Zuverl&auml;ssigkeit mittlerweile genauso entscheidend wie das Silizium selbst. Dies ist kein Allerweltsprodukt; die Herstellung erfordert jahrzehntelanges Know-how in den Bereichen Glasrezeptur, Faserspinnerei, chemische Zusammensetzung und Fertigungspr&auml;zision. Das Ergebnis ist ein Nischenmarkt, in dem Nittobo eine sehr starke Position einnimmt und in den neue Wettbewerber nicht einfach durch h&ouml;here Investitionen vordringen k&ouml;nnen.<\/p><p>Die j&uuml;ngsten Gesch&auml;ftszahlen des Unternehmens haben dieses Bild best&auml;tigt. Die Unternehmensleitung hat eine Prognose abgegeben, die auf ein Wachstum des Betriebsgewinns von mehr als 70 % &uuml;ber einen Zeitraum von zwei Jahren<sup>1<\/sup> hindeutet. Noch wichtiger ist, dass sich die Produktionskapazit&auml;t f&uuml;r T-Glas zwischen M&auml;rz 2024 und M&auml;rz 2028 voraussichtlich<sup>2<\/sup> verdreifachen wird. Doch selbst diese Investitionen reichen m&ouml;glicherweise nicht aus, um die Versorgungsengp&auml;sse vollst&auml;ndig zu beheben. Die Nachfrage nach hochmodernen Halbleitermaterialien ist nach wie vor so gro&szlig;, dass Vertreter von Apple und Nvidia Berichten zufolge nach Japan gereist sind, um sich direkt zus&auml;tzliche Produktionskapazit&auml;ten zu sichern.<\/p><p>Dies erkl&auml;rt zum Teil die bereits in diesem Jahr verzeichnete starke Performance der Aktie, doch wir sind der Ansicht, dass das Unternehmen mittelfristig weiterhin von einem deutlichen Mangel an Hochleistungswerkstoffen profitieren kann, die f&uuml;r Halbleiter der n&auml;chsten Generation unverzichtbar werden, sowie von der steigenden Nachfrage nach seinem Spezialglas, da Elektronikger&auml;te immer kleiner, leistungsf&auml;higer und in der zuverl&auml;ssigen Herstellung zunehmend komplexer werden.<\/p><p>Nittobo ist daher ein gutes Beispiel f&uuml;r einen &bdquo;etwas abseits der ausgetretenen Pfade&ldquo; liegenden Nutznie&szlig;er der KI: Im Vergleich zu den Giganten des Halbleiter-&Ouml;kosystems ist das Unternehmen zwar relativ klein, strategisch jedoch in einer der am st&auml;rksten begrenzten und wertvollsten Schichten dieses &Ouml;kosystems verankert.<\/p><p><strong>Safran: Synergien auf Basis der erreichten Marktstellung<\/strong><\/p><p>Safran verfolgt einen ganz anderen Weg zum strukturellen Wachstum: Nicht auf dem Gebiet der KI-Infrastruktur, sondern &uuml;ber die langfristige Wirtschaftlichkeit bestehender Luftfahrtflotten.&nbsp;<\/p><p>Das Unternehmen hat k&uuml;rzlich au&szlig;ergew&ouml;hnliche Ergebnisse f&uuml;r das erste Quartal vorgelegt, mit einem organischen Umsatzwachstum von 23 %, das deutlich &uuml;ber den Erwartungen lag. Die Unternehmensleitung wies zudem darauf hin, dass sie nun das obere Ende ihrer Prognose f&uuml;r das Betriebsergebnis anstrebt. Dennoch steht die Aktie weiterhin unter Druck, da die Anleger ihr Augenmerk auf die geopolitischen Spannungen im Iran und die m&ouml;glichen Auswirkungen auf die Kapazit&auml;ten der Fluggesellschaften sowie die Reisenachfrage richten.<\/p><p>Die entscheidende Frage ist, ob der Konflikt zu einer dauerhaften Verschlechterung der Flugzeugauslastung und bei der Wartungs- und Ausr&uuml;stungs-Nachfrage f&uuml;hren k&ouml;nnte. Die unmittelbaren Auswirkungen scheinen begrenzt zu sein. Die Zahl der Ausmusterungen hat im Nahen Osten zugenommen, doch die Auswirkungen bleiben auf die Region beschr&auml;nkt. Weltweit sind die Ausmusterungsraten von Flugzeugflotten nach wie vor auf einem historisch niedrigen Niveau, was darauf hindeutet, dass es bislang keine eindeutigen Anzeichen f&uuml;r eine allgemeine Verschlechterung der weltweiten Flugzeugauslastung gibt.<\/p><p>Das gr&ouml;&szlig;ere Risiko w&uuml;rde von einer l&auml;ngeren Phase hoher &Ouml;lpreise ausgehen. Anhaltend hohe Treibstoffkosten k&ouml;nnten Fluggesellschaften dazu veranlassen, den Einsatz ihrer Flugzeuge zu reduzieren und die Ausmusterung &auml;lterer Schmalrumpfflugzeuge voranzutreiben. Dies h&auml;tte negative Auswirkungen auf den Ersatzteilmarkt f&uuml;r das CFM56 &ndash; die von CFM International, dem Joint Venture zwischen Safran Aircraft Engines und GE Aerospace, hergestellte Triebwerksfamilie f&uuml;r Verkehrsflugzeuge der &auml;lteren Generation. Selbst unter ung&uuml;nstigeren Annahmen gehen wir jedoch davon aus, dass die Auswirkungen auf das Ergebnis &uuml;berschaubar bleiben w&uuml;rden, zumal der Markt den Erfolg von LEAP, dem Nachfolger der neueren Generation des CFM56, m&ouml;glicherweise noch untersch&auml;tzt.<\/p><p>Abgesehen von diesem kurzfristigen Risiko bleibt das langfristige Investitionspotenzial weiterhin &uuml;berzeugend. Safran geh&ouml;rt zu den f&uuml;hrenden Industrieunternehmen Europas und profitiert vom strukturellen Wachstum des weltweiten Luftverkehrs, das f&uuml;r die kommenden Jahrzehnte allgemein auf 4 bis 6 %<sup>2<\/sup> pro Jahr gesch&auml;tzt wird. Die gesamte Luftfahrt-Wertsch&ouml;pfungskette profitiert von der Erholung nach der Corona-Krise, doch die Triebwerkshersteller sichern sich einen immer gr&ouml;&szlig;eren Anteil am Wertsch&ouml;pfungsvolumen. Im Jahr 2024 erwirtschafteten sie rund 42 % der weltweiten Gewinne in der zivilen Luftfahrt &ndash; etwa doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren<sup>3<\/sup>.<\/p><p>In diesem Zusammenhang nimmt Safran aufgrund von CFM International eine Sonderstellung ein. CFM dominiert den Markt der Triebwerke f&uuml;r Schmalrumpfflugzeuge mit dem CFM56 und zunehmend auch mit dem LEAP-Triebwerk des Airbus A320neo und der Boeing 737 MAX. Die anhaltenden Zuverl&auml;ssigkeitsprobleme beim GTF-Triebwerk von Pratt &amp; Whitney st&auml;rken die Wettbewerbsposition des LEAP-Triebwerks weiter.<\/p><p>Die Markteintrittsbarrieren sind fast un&uuml;berwindbar. Die Entwicklung eines neuen Flugzeugtriebwerks erfordert f&uuml;nf bis 15 Jahre, Investitionen in zweistelliger Milliardenh&ouml;he, seltene technische Kompetenz und langwierige Zulassungsverfahren. Das erkl&auml;rt, warum es in dieser Branche so wenige ernstzunehmende Wettbewerber gibt. Selbst China d&uuml;rfte vor Beginn des n&auml;chsten Jahrzehnts kaum eine wirklich wettbewerbsf&auml;hige Alternative bieten.<\/p><p>Safran profitiert zudem von seiner hervorragenden Marktposition. Sowohl Airbus als auch Boeing verf&uuml;gen &uuml;ber einen Rekordauftragsbestand, der bei den derzeitigen Produktionsraten Lieferungen f&uuml;r mehr als zehn Jahre abdeckt. F&uuml;r Safran ist jede Auslieferung eines neuen Flugzeugs nicht nur ein einmaliger Triebwerksverkauf, sondern erweitert den Bestand an installierten Anlagen, was &uuml;ber Jahrzehnte hinweg Einnahmen aus Wartung, Reparatur und Ersatzteilen generieren wird. Der Kern des Modells ist, dass Motorenhersteller beim Erstverkauf in der Regel nur geringe Gewinne erzielen. Die eigentlichen wirtschaftlichen Vorteile zeigen sich erst sp&auml;ter, &uuml;ber Wartung und Inspektion, &uuml;ber einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren, mit hohen Margen und wiederkehrenden cash flows. Jeder heute ausgelieferte Motor stellt daher eine langfristige Umsatzsicherung dar.<\/p><p>Die derzeitigen Einschr&auml;nkungen in der Luftfahrt k&ouml;nnten diese Entwicklung sogar noch verst&auml;rken. Produktionsverz&ouml;gerungen bei Boeing, Belastungen in der Lieferkette und Arbeitskr&auml;ftemangel zwingen die Fluggesellschaften dazu, ihre Flugzeuge l&auml;nger im Einsatz zu halten. Diese Flottendynamik, bei der Flugzeuge &bdquo;l&auml;nger im Einsatz bleiben&ldquo;, erh&ouml;ht den Bedarf an umfangreichen Wartungsarbeiten und beg&uuml;nstigt einen Superzyklus im Wartungsgesch&auml;ft, der f&uuml;r Safran &auml;u&szlig;erst vorteilhaft ist.<\/p><p>Auch im Verteidigungsbereich ist Safran t&auml;tig, dieser Bereich macht etwa 12 bis 13 % des Umsatzes aus. Safran liefert Triebwerke f&uuml;r das franz&ouml;sische Rafale-Jet, Triebwerke f&uuml;r Milit&auml;rhubschrauber von Airbus sowie Antriebs-, Lenk- und Navigationssysteme f&uuml;r europ&auml;ische Raketenprogramme. Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage stellt dies eine zus&auml;tzliche Quelle f&uuml;r eine stabile Nachfrage dar.<\/p><p>Kurz gesagt: Safran sollte daher nicht lediglich als eine Investition im Zusammenhang mit der Erholung des Flugverkehrs betrachtet werden. Es handelt sich um einen strategischen Industriebereich, der auf einer enormen Basis verkaufter Einheiten, hohen technologischen Eintrittsbarrieren und einem Gesch&auml;ftsmodell beruht, dessen Rentabilit&auml;t mit der Zeit zunimmt.<\/p><p><strong>Tradeweb: Die stille Digitalisierung der Anleihenm&auml;rkte<\/strong><\/p><p>Das dritte Beispiel ist Tradeweb, ein in den USA notiertes Unternehmen f&uuml;r elektronische B&ouml;rsenhandelsinfrastruktur. Das Unternehmen wurde 1998 als elektronischer Handelsplatz f&uuml;r US-Staatsanleihen gegr&uuml;ndet und hat sein Angebot seitdem auf Zins-, Credit- und Geldmarktprodukte sowie ETFs und Aktien ausgeweitet. Anleihen stehen nach wie vor im Mittelpunkt des Gesch&auml;fts und sind weiterhin die wichtigste Ertragsquelle. Die Argumente f&uuml;r eine Investition liegen auf der Hand: Der Anleihenmarkt ist nach wie vor deutlich unterrepr&auml;sentiert. Der telefonische Handel verliert gegen&uuml;ber elektronischen Plattformen zunehmend an Boden, insbesondere bei Zinss&auml;tzen, Swaps, liquiden Credit- und Geldm&auml;rkten. Heute werden rund 60 % des Zinshandels und 45 % des Credit-Handels elektronisch abgewickelt, was insbesondere bei weniger standardisierten Produkten noch viel Spielraum f&uuml;r eine weitere Umstellung l&auml;sst<sup>2<\/sup>. Das Unternehmen erzielt Provisionen auf das ausgef&uuml;hrte Handelsvolumen, generiert aber auch Einnahmen aus Daten, Abonnements, Analyse- und Workflow-Tools. Es ist also mehr als nur ein zyklischer Broker, es handelt sich um eine Plattform, deren Kerngesch&auml;ft auf Transaktionsums&auml;tzen basiert und die durch eine wiederkehrende, langfristige, software&auml;hnliche Komponente erg&auml;nzt wird.<\/p><p>Sein Wettbewerbsvorteil beruht auf Netzwerkeffekten. Tradeweb bedient ein breites Spektrum an Kunden, darunter Verm&ouml;gensverwalter, Hedgefonds, Banken, Vertriebe, Privatkundenkan&auml;le und &ndash; seit dem Kauf von Institutional Cash Distributors &ndash; auch Finanzabteilungen von Unternehmen. Je mehr verschiedene Liquidit&auml;tspools (institutionelle Anleger, Vertriebe, Privatkunden und Unternehmensfinanzabteilungen) miteinander verbunden werden, desto st&auml;rker werden Liquidit&auml;t und Ausf&uuml;hrungsqualit&auml;t. Dies ist besonders im Anleihenbereich von Bedeutung, wo die Liquidit&auml;t nach wie vor stark fragmentiert ist.<\/p><p>Sobald Kunden in dieses Handels-&Ouml;kosystem eingebunden sind, f&auml;llt es ihnen schwer, zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Das Multi-Asset-Angebot von Tradeweb, das US-Staatsanleihen, Swaps, Credit-Produkte, ETFs und Geldmarktinstrumente umfasst, er&ouml;ffnet zudem erhebliche Cross-Selling-M&ouml;glichkeiten, st&auml;rkt die Kundenbindung und festigt die Rolle der Plattform im t&auml;glichen Marktgeschehen.<\/p><p>Das Unternehmen zeichnet sich durch eine ausgepr&auml;gte Innovationskultur aus, wobei die Produktpalette von der automatisierten Orderausf&uuml;hrung und dem Multi-Asset-Handel bis hin zu Algorithmen f&uuml;r Treasury-Dealer, Swaps f&uuml;r Schwellenl&auml;nderm&auml;rkte und neuen Datenpartnerschaften reicht. Der Innovationsschwerpunkt liegt in Bereichen, in denen Tradeweb seinen Kunden einzigartige, eigens entwickelte L&ouml;sungen anbieten kann, anstatt lediglich Produkte zu kopieren, die bereits anderswo erh&auml;ltlich sind.<\/p><p>Das Unternehmen weist zudem defensive Eigenschaften auf. B&ouml;rsen und elektronische Handelspl&auml;tze profitieren oft von Phasen hoher Volatilit&auml;t, da diese in der Regel zu einer Zunahme von Absicherungsgesch&auml;ften, Umschichtungen und Handelsaktivit&auml;ten f&uuml;hren.<\/p><p>Die Aktien von Tradeweb haben in den letzten Monaten aus zwei Hauptgr&uuml;nden eine Korrektur erfahren. Zun&auml;chst hat sich der Markt stark auf die Unternehmen verlagert, die am unmittelbarsten vom Thema KI profitieren, sodass selbst hochwertige Finanzinfrastruktur-Anbieter ins Hintertreffen geraten sind. Zweitens war die Bewertung anspruchsvoll geworden: Tradeweb wurde zuvor als nahezu perfekter &bdquo;Compounder&ldquo; bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verh&auml;ltnis ist inzwischen deutlich gesunken, wodurch der Fokus wieder auf die Fundamentaldaten gerichtet ist.<\/p><p>Tradeweb ist somit ein Infrastrukturanbieter: weniger spektakul&auml;r als die Vorreiter im KI-Bereich, profitiert das Unternehmen jedoch von einem dauerhaften Wandel in der Funktionsweise der Kapitalm&auml;rkte.<\/p><p>Nitto Boseki, Safran und Tradeweb sind in sehr unterschiedlichen M&auml;rkten t&auml;tig, haben jedoch eine Gemeinsamkeit: Jedes dieser Unternehmen ist in einem Abschnitt einer Wertsch&ouml;pfungskette positioniert, in dem strukturelles Wachstum zu persistenten Gewinnquellen f&uuml;hren kann.<\/p><p>Zusammen verdeutlichen sie den Ansatz des Carmignac Investissement beim globalen Investieren in Wachstum: &uuml;ber die offensichtlichsten Gewinner hinausblicken, Engagements in langfristige Themen mit Bewertungsdisziplin verbinden und f&uuml;r Diversifikation &uuml;ber Sektoren, Regionen und Quellen der Rendite sorgen. In einem Markt, der sich zunehmend auf eine kleine Gruppe von Marktf&uuml;hrern konzentriert, halten wir diesen differenzierten Ansatz nach wie vor f&uuml;r unerl&auml;sslich, um strukturelles Wachstum zu nutzen, ohne sich ausschlie&szlig;lich auf die aktuelle Dynamik zu verlassen.<\/p>[infoBox]<p style=\"text-align: center;\"><strong>Weitreichende Perspektive, &uuml;berzeugende Selektion<\/strong><\/p><p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/skA7KmqANZ\" target=\"_blank\"><strong>Carmignac Investissement<\/strong><\/a><\/p>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"59825\" blank=\"0\"]<\/p><p><sub>1 Quelle: Carmignac, 29.05.2026.<br>2 Quelle: Carmignac, 29.05.2026.<br>3 Quelle: Carmignac, Bloomberg, 29.05.2026.<\/sub><\/p><p><sub><strong>Carmignac Investissement A EUR Acc<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>ISIN:&nbsp;FR0010148981<\/sub><\/p><p><sub>Empfohlene Mindestanlagedauer: <strong>5 Jahre<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>Risikoskala*: <strong>4\/7<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>SFDR-Klassifizierung**: <strong>Artikel 8<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>*Die Definition der Risikoskala finden Sie im KID\/BIB (Basisinformationsblatt). Das Risiko 1 ist nicht eine risikolose Investition. Dieser Indikator kann sich im Laufe der Zeit ver&auml;ndern. **Die Offenlegungsverordnung (Sustainable Finance Disclosure Regulation - SFDR) 2019\/2088. Die SFDR-Klassifizierung der Fonds kann sich im Laufe der Zeit &auml;ndern.<\/sub><\/p><p><sub><strong>Hauptrisiken des Fonds<\/strong><\/sub><\/p><p><sub><strong>Aktienrisiko:<\/strong> Der Fonds kann von Aktienkursschwankungen betroffen sein, deren Ausma&szlig; vom Handelsvolumen der Aktien, der Marktkapitalisierung oder anderen externen Faktoren abh&auml;ngt.<\/sub><\/p><p><sub><strong>W&auml;hrungsrisiko:<\/strong> Das W&auml;hrungsrisiko ist mit dem Engagement in einer W&auml;hrung durch Direktanlagen oder Derivate verbunden, die nicht die Bewertungsw&auml;hrung des Fonds ist.<\/sub><\/p><p><sub><strong>Risiko durch aktive allokations-entscheidungen des portfoliomanagements:<\/strong> Die von der Verwaltungsgesellschaft erwartete Entwicklung der Finanzm&auml;rkte wirkt sich direkt auf die Performance des Fonds aus, die von den ausgew&auml;hlten Titeln abh&auml;ngt.<\/sub><\/p><p><sub><strong>Der Fonds ist mit dem Risiko eines Kapitalverlusts verbunden.<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>**Marketing-Anzeige. Bitte lesen Sie den KID \/Prospekt bevor Sie eine endg&uuml;ltige Anlageentscheidung treffen. Dieses Dokument ist f&uuml;r professionelle Kunden bestimmt.**<\/sub><\/p><p><sub>Diese Unterlagen d&uuml;rfen ohne die vorherige Genehmigung der Verwaltungsgesellschaft weder ganz noch in Ausz&uuml;gen reproduziert werden. Diese Unterlagen stellen weder ein Zeichnungsangebot noch eine Anlageberatung dar. Diese Unterlagen stellen keine buchhalterische, rechtliche oder steuerliche Beratung dar und sollten nicht als solche herangezogen werden. Diese Unterlagen dienen ausschlie&szlig;lich zu Informationszwecken und d&uuml;rfen nicht zur Beurteilung der Vorz&uuml;ge einer Anlage in Wertpapieren oder Anteilen, die in diesen Unterlagen genannt werden, oder zu anderen Zwecken herangezogen werden. Die in diesen Unterlagen enthaltenen Informationen k&ouml;nnen unvollst&auml;ndig sein und ohne vorherige Mitteilung ge&auml;ndert werden. Sie entsprechen dem Stand der Informationen zum Erstellungsdatum der Unterlagen, stammen aus internen sowie externen, von Carmignac als zuverl&auml;ssig erachteten Quellen und sind unter Umst&auml;nden unvollst&auml;ndig. Dar&uuml;ber hinaus besteht keine Garantie f&uuml;r die Richtigkeit dieser Informationen. Dementsprechend wird die Richtigkeit und Zuverl&auml;ssigkeit dieser Informationen nicht gew&auml;hrleistet und jegliche Haftung im Zusammenhang mit Fehlern und Auslassungen (einschlie&szlig;lich der Haftung gegen&uuml;ber Personen aufgrund von Nachl&auml;ssigkeit) wird von Carmignac, dessen Niederlassungen, Mitarbeitern und Vertretern abgelehnt.<\/sub><\/p><p><sub>Wertentwicklungen der Vergangenheit lassen keine R&uuml;ckschl&uuml;sse auf zuk&uuml;nftige Wertverl&auml;ufe zu. Wertentwicklung nach Geb&uuml;hren (keine Ber&uuml;cksichtigung von Ausgabeaufschl&auml;gen die durch die Vertriebsstelle erhoben werden k&ouml;nnen). Die Rendite von Anteilen, die nicht gegen das W&auml;hrungsrisiko abgesichert sind, kann infolge von W&auml;hrungsschwankungen steigen oder fallen.<\/sub><\/p><p><sub>Die Bezugnahme auf bestimmte Werte oder Finanzinstrumente dient als Beispiel, um bestimmte Werte, die in den Portfolios der Carmignac-Fondspalette enthalten sind bzw. waren, vorzustellen. Hierdurch soll keine Werbung f&uuml;r eine Direktanlage in diesen Instrumenten gemacht werden, und es handelt sich nicht um eine Anlageberatung. Die Verwaltungsgesellschaft unterliegt nicht dem Verbot einer Durchf&uuml;hrung von Transaktionen in diesen Instrumenten vor Ver&ouml;ffentlichung der Mitteilung. Die Portfolios der Carmignac-Fondspalette k&ouml;nnen ohne Vorank&uuml;ndigung ge&auml;ndert werden.<\/sub><\/p><p><sub>Der Verweis auf ein Ranking oder eine Auszeichnung, ist keine Garantie f&uuml;r die zuk&uuml;nftigen Ergebnisse des&nbsp;OGAW&nbsp;oder des Managers. Risiko Skala von KID (Basisinformationsblatt). Das Risiko 1 ist nicht eine risikolose Investition. Dieser Indikator kann sich im Laufe der Zeit ver&auml;ndern. Die empfohlene Anlagedauer stellt eine Mindestanlagedauer dar und keine Empfehlung, die Anlage am Ende dieses Zeitraums zu verkaufen.<\/sub><\/p><p><sub>Bei der Entscheidung, in den beworbenen Fonds zu investieren, alle Eigenschaften oder Ziele des beworbenen Fonds ber&uuml;cksichtigt werden sollten, wie sie in seinem Prospekt oder in den Informationen beschrieben sind. Der Zugang zu den Fonds kann f&uuml;r bestimmte Personen oder L&auml;nder Einschr&auml;nkungen unterliegen. Diese Unterlagen sind nicht f&uuml;r Personen in L&auml;ndern bestimmt, in denen die Unterlagen oder die Bereitstellung dieser Unterlagen (aufgrund der Nationalit&auml;t oder des Wohnsitzes dieser Person oder aus anderen Gr&uuml;nden) verboten sind. Personen, f&uuml;r die solche Verbote gelten, d&uuml;rfen nicht auf diese Unterlagen zugreifen. Die Besteuerung ist von den jeweiligen Umst&auml;nden der betreffenden Person abh&auml;ngig. Die Fonds sind in Asien, Japan und Nordamerika nicht zum Vertrieb an Privatanleger registriert und sind nicht in S&uuml;damerika registriert. Carmignac-Fonds sind in Singapur als eingeschr&auml;nkte ausl&auml;ndische Fonds registriert (nur f&uuml;r professionelle Anleger). Die Fonds wurden nicht gem&auml;&szlig; dem &bdquo;US Securities Act&ldquo; von 1933 registriert. Gem&auml;&szlig; der Definition der US-amerikanischen Verordnung &bdquo;US Regulation S&ldquo; und FATCA d&uuml;rfen die Fonds weder direkt noch indirekt zugunsten oder im Namen einer &bdquo;US-Person&ldquo; angeboten oder verkauft werden. Die Risiken, Geb&uuml;hren und laufenden Kosten sind in den wesentlichen Anlegerinformationen (Basisinformationsblatt, KID) beschrieben. Die wesentlichen Anlegerinformationen m&uuml;ssen dem Zeichner vor der Zeichnung ausgeh&auml;ndigt werden. Der Zeichner muss die wesentlichen Anlegerinformationen lesen. Anleger k&ouml;nnen einen teilweisen oder vollst&auml;ndigen Verlust ihres Kapitals erleiden, da das Kapital der Fonds nicht garantiert ist. Die Fonds sind mit dem Risiko eines Kapitalverlusts verbunden. Die Verwaltungsgesellschaft kann den Vertrieb in Ihrem Land jederzeit einstellen.<\/sub><\/p><p><sub>Carmignac Portfolio bezieht sich auf die Teilfonds der Carmignac Portfolio SICAV, einer Investmentgesellschaft luxemburgischen Rechts, die der OGAW-Richtlinie oder AIFM- Richtlinie entspricht.Bei den Fonds handelt es sich um Investmentfonds in der Form von vertraglich geregeltem Gesamthandseigentum (FCP), die der OGAW-Richtlinie nach franz&ouml;sischem Recht entsprechen.&nbsp;<\/sub><\/p><p><sub><strong>F&uuml;r Deutschland<\/strong>: Die Prospekte, KID und Jahresberichte des Fonds stehen auf der Website <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/rpM3UlX0VA\" target=\"_blank\">www.carmignac.com\/de-de<\/a> zur Verf&uuml;gung und sind auf Anforderung bei der Verwaltungsgesellschaft erh&auml;ltlich. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/3TIBls9VbR\" target=\"_blank\">Die Anleger k&ouml;nnen eine Zusammenfassung ihrer Rechte auf Deutsch unter dem folgenden Link abrufen Absatz 5<\/a>.<\/sub><\/p><p><sub><strong>F&uuml;r Osterreich<\/strong>: Die Prospekte, KID und Jahresberichte des Fonds stehen auf der Website <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/w4TkRa2fJR\" target=\"_blank\">www.carmignac.com\/de-at<\/a> zur Verf&uuml;gung. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/ZWxhpvZmTM\" target=\"_blank\">Die Anleger k&ouml;nnen eine Zusammenfassung ihrer Rechte auf Deutsch unter dem folgenden Link abrufen Absatz<\/a>.<\/sub><\/p><p><sub><strong>In der Schweiz<\/strong>: Die Prospekte, KID und Jahresberichte stehen auf der Website <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/2aCmPZJmI1\" target=\"_blank\">www.carmignac.com\/de-ch<\/a> zur Verf&uuml;gung und sind bei unserem Vertreter in der Schweiz erh&auml;ltlich, CACEIS (Switzerland), S.A., Route de Signy 35, CH-1260 Nyon. Die Zahlungsdienst ist die CACEIS Bank, Montrouge, Zweigniederlassung Nyon \/ Schweiz Route de Signy 35, 1260 Nyon. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/F85wlqNETc\" target=\"_blank\">Die Anleger k&ouml;nnen eine Zusammenfassung ihrer Rechte auf Deutsch unter dem folgenden Link abrufen Absatz 5<\/a>.<\/sub><\/p>","date_created":"2026-07-02T09:34:59+02:00","date_modified":"2026-07-03T06:55:15+02:00"},{"id":59824,"title":"Bellevue Asset Management regelt Nachfolge bei den Bellevue Medtech & Services und Digital Health Strategien","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/154-bellevue-asset-management\/artikel\/59824-bellevue-asset-management-regelt-nachfolge-bei-den-bellevue-medtech-services-und-digital-health-strategien","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/yOJxv3570TtlAdEmxqvYglhET8Dpbo5h.png?s=045b95b540a597b5820f6a3edf36278c","content_html":"<p>Catharina Claes ist seit &uuml;ber drei Jahren Senior Analystin im Healthcare Funds &amp; Mandates Team von Bellevue und verf&uuml;gt &uuml;ber ausgewiesene Expertise in den Bereichen Medizintechnik, Healthcare Services und Digital Health. W&auml;hrend dieser Zeit war sie eng in den Investmentprozess der Strategien Medtech &amp; Services und Digital Health eingebunden. Zuvor war sie mehrere Jahre als Aktienanalystin in London t&auml;tig. In ihrer neuen Funktion wird sie ihre Erfahrung und Branchenkenntnisse in die Weiterf&uuml;hrung der beiden Strategien einbringen.<\/p><p>Die langfristig vorbereitete Nachfolgel&ouml;sung stellt Kontinuit&auml;t im Portfolio Management sicher. Marcel Fritsch verantwortet die Strategien wie bisher als Lead Portfolio Manager. Investmentprozess, Anlagephilosophie und Kundenbetreuung bleiben unver&auml;ndert.<\/p><p>Stefan Blum wird seine operative Verantwortung per Ende 2026 abgeben. Gemeinsam mit Marcel Fritsch hat er die beiden Strategien &uuml;ber viele Jahre ma&szlig;geblich mitgestaltet und durch unterschiedliche Marktphasen begleitet. Er bleibt mit Bellevue als Advisor verbunden und wird das Team auch in Zukunft mit seiner Erfahrung und seinem Branchenwissen unterst&uuml;tzen.<\/p><p>[webinar id=\"59824\" blank=\"0\"]<\/p><p>Zudem plant Bellevue, das Healthcare Funds &amp; Mandates Team mit einer erfahrenen Investment-Pers&ouml;nlichkeit mit ausgewiesener Medtech-Expertise zu erg&auml;nzen.<\/p><p>Marcel Fritsch, Head Healthcare Funds &amp; Mandates und Lead Portfolio Manager bei Bellevue Asset Management, kommentiert: &laquo;Mit Catharina Claes &uuml;bernimmt eine ausgewiesene Healthcare-Spezialistin aus den eigenen Reihen zus&auml;tzliche Verantwortung im Portfolio Management. Sie ist seit Jahren ein integraler Bestandteil unseres Investmentprozesses. Gemeinsam werden wir unsere Strategien auf Basis unseres bew&auml;hrten Investmentprozesses erfolgreich weiterf&uuml;hren und neue Chancen f&uuml;r unsere Kunden nutzen. Ich freue mich zudem, dass wir auch k&uuml;nftig auf die Erfahrung und den Rat von Stefan Blum z&auml;hlen d&uuml;rfen.&raquo;<\/p><p>Stefan Blum kommentiert: &laquo;Es war mir eine gro&szlig;e Freude, die Strategien gemeinsam mit Marcel Fritsch und dem gesamten Team &uuml;ber viele Jahre mitzugestalten. Mit Catharina Claes &uuml;bernimmt eine hervorragend qualifizierte Kollegin zus&auml;tzliche Verantwortung. Ich freue mich, Bellevue auch k&uuml;nftig als Advisor verbunden zu bleiben.&raquo;<\/p><p>Catharina Claes erg&auml;nzt: &laquo;Innovation, demografischer Wandel und der steigende Bedarf an effizienter Gesundheitsversorgung bieten langfristig attraktive Investmentchancen. Ich freue mich darauf, diese gemeinsam mit Marcel Fritsch und dem gesamten Team f&uuml;r unsere Kunden zu nutzen.&raquo;<\/p><p>[topArticles id=\"59824\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-07-02T09:23:18+02:00","date_modified":"2026-07-03T06:20:33+02:00"},{"id":59823,"title":"Deutsche Aktien: Drei erfolgreiche Fondsmanager \u00fcber Chancen, Risiken und Hidden Champions","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/funds\/artikel\/59823-deutsche-aktien-drei-erfolgreiche-fondsmanager-ueber-chancen-risiken-und-hidden-champions","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/9mapMHjEBQ9wRHVcXhpBt9gNO67WiSTG.png?s=34d8b724d847677ae3bb85bdb7e17a8b","content_html":"<p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/07a97f34f0921977458c1d1818bf1ae5.png?s=bb5d32c22b68f588461d49077be3be6d\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p>Wenn wir im Rahmen von Analysen Fonds unter die Lupe nehmen, sprechen wir oft pers&ouml;nlich mit Fondsmanagern &uuml;ber deren Anlagestrategien. Dabei interessieren wir uns nicht nur f&uuml;r Auswahlprozesse oder Investmentphilosophien, sondern auch f&uuml;r allgemeinere Themen, und die pers&ouml;nliche Note darf ebenfalls nicht fehlen. Nun haben wir uns mit zwei Fondsmanagern unterhalten, deren Aktienfonds seit Jahren zu den besten ihrer Peergroup z&auml;hlen. Wir begleiten die Fonds und deren Macher bereits seit vielen Jahren redaktionell.<\/p><p>Unsere Interviewpartner:<\/p><p><strong>Roger Peeters und Christoph Frank<\/strong><\/p><p>Christoph Frank ist gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Gesellschafter der pfp Advisory GmbH und ber&auml;t die beiden Fonds DWS Concept Platow und pfp Advisory Aktien Mittelstand Premium. Seit der Auflage im Jahr 2006 verwaltet er den DWS Concept Platow, und im Jahr 2016 kam sein Gesch&auml;ftspartner Roger Peeters hinzu. Beide Fonds werden mit einem von Christoph Frank entwickelten Ansatz gesteuert.<\/p><p>Roger Peeters ist seit Gr&uuml;ndung der pfp Advisory GmbH im Jahre 2016 gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Gesellschafter und ber&auml;t die beiden zuvor genannten Aktienfonds. Peeters verf&uuml;gt &uuml;ber mehr als 25 Jahre Berufserfahrung, sein Fokus lag seit jeher auf deutschen Aktien.<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke<\/strong><\/p><p>Dr. Christian Funke ist Gr&uuml;nder, Vorstand und Fondsmanager von Source For Alpha (S4A). Er ist verantwortlich f&uuml;r Presse, Marketing und Kommunikation, Vertrieb Private Verm&ouml;gensverwaltung sowie Personal, Finanzen und Recht. Einer der Fonds, die Source For Alpha anbietet, ist der auf deutsche Aktien fokussierte S4A Pure Equity Germany.<\/p><p>Das Besondere an den Anlagestrategien, die Source For Alpha anbietet, formuliert S4A wie folgt: &bdquo;Weltweit versuchen Wissenschaftler, die M&auml;rkte zu entschl&uuml;sseln. Tausende Studien liefern wertvolle Erkenntnisse. Gleichzeitig forschen wir auch selbst. Aus diesem enormen Wissensschatz lassen sich konkrete Empfehlungen f&uuml;r wesentliche Anlageentscheidungen ableiten. Wissenschaft wird zur Investmentstrategie &ndash; und zur Grundlage unserer Entscheidungen.&ldquo;<\/p><p>Beginnen wir nun mit dem Interview:<\/p>[infoBox]<p>Wie w&uuml;rden Sie die Anlagestrategie Ihres Fonds in einem Satz beschreiben?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Christoph Frank:<\/strong> &bdquo;Der Fonds enth&auml;lt Aktien deutscher Unternehmen, die mithilfe eines eigenentwickelten und seit 30 Jahren bew&auml;hrten Screening-Prozesses ausgew&auml;hlt werden, der vor allem fundamentalanalytische Kennzahlen verwendet und zudem bilanzielle und technische Indikatoren sowie Erkenntnisse aus Gespr&auml;chen mit Unternehmensvorst&auml;nden einbindet.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:<\/strong> &bdquo;Systematisch und regelgebunden zum Erfolg mit deutschen Aktien &ndash; sowohl die Nebenwerte des MDAX als auch die Standardwerte des DAX mit dynamischer Gewichtung in einem langfristig erfolgreichen Fonds.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Was unterscheidet die Strategie von anderen Deutschland-Aktienfonds?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Roger Peeters:<\/strong> &bdquo;Die Antwort ist nicht ganz leicht, weil wir bei den anderen nur sehr begrenzt &sbquo;unter die Motorhaube&lsquo; schauen k&ouml;nnen. Ich finde bei uns die Kombination eines schon vor 30 Jahren von Christoph entworfenen regelbasierten Systems mit viel direktem Austausch mit Unternehmen vergleichsweise unique. Die meisten Akteure sind entweder strikt regelbasiert oder sehr diskretion&auml;r.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Wir setzen auf eine systematische, regelgebundene Anlagestrategie &ndash; dadurch sind die Entscheidungen im Fondsmanagement im Rahmen des Investmentprozesses objektiv nachvollziehbar und h&auml;ngen nicht von subjektiven Eindr&uuml;cken eines individuellen Fondsmanagers ab.&ldquo;<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/0d713202a265b0ffb97579ee1d27fcb7.png?s=c87739d34d385e4dc419dec468a482a9\" style=\"width: 841px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p>[infoBox]<p>Welche klar definierten Rollen spielen Value-, Quality- und Growth-Kriterien bei Ihrer Titelauswahl?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Christoph Frank:<\/strong> &bdquo;Es gibt nicht die eine goldene Kennzahl, die alles erkl&auml;rt oder f&uuml;r uns ma&szlig;geblich w&auml;re. Vielmehr hat es sich in der Strategieentwicklung vor rund 30 Jahren und in 20 Jahren realer Fondsperformance klar gezeigt, dass eine ausgewogene Gewichtung der drei genannten Kennzahlengruppen optimal ist, auch um unterschiedlichen Marktumfeldern gerecht zu werden. Historisch war der Fonds 2006 bis 2008 und seit 2022 eher value-dominiert, ohne dass wir das bewusst angestrebt h&auml;tten, wogegen 2009 bis 2021 eher Growth den Ton angab.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Wir setzen im Rahmen des Investmentprozesses eine Vielzahl von quantitativen Faktoren ein, wie Bewertung, Risiko, Momentum in verschiedenen Auspr&auml;gungen: Diese k&ouml;nnen negative Renditen deutlich besser prognostizieren als positive Renditen, da Kapitalm&auml;rkte Informationen auf der Short-Seite deutlich schlechter verarbeiten &ndash; insofern sind sie im Prozess als Filterkriterien relevant, um die Underperformance schlechter Aktien zu vermeiden. Wir gehen quasi &sbquo;anders herum&lsquo; an Portfolioentscheidungen heran: Es geht nicht darum, welche Aktien wir kaufen sollten, sondern vielmehr darum, welche wir nicht kaufen sollten. Daraus ergibt sich f&uuml;r diesen Fonds der Leitspruch: &sbquo;Anders denken, anders performen!&lsquo;&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Gibt es Kennzahlen und qualitative Kriterien, nach denen Sie den Erfolg Ihrer Investmententscheidungen messen &ndash; jenseits der reinen Rendite?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Christoph Frank:<\/strong> &bdquo;Wichtig in der realen Welt ist nach meiner Erfahrung, dass der Investmentansatz in m&ouml;glichst vielen Marktumfeldern funktioniert, nicht nur in einem. Den Fonds gibt es jetzt seit 20 Jahren, er hat in Baissen wie 2008 oder 2011 performt, ebenso in Haussen wie 2012 bis 2015, und sich auch in Seitw&auml;rtsphasen wie 2016 zumindest behauptet. Da k&ouml;nnen wir also einen Haken dran machen. Fair aus Investorensicht ist der Vergleich mit dem SDAX, weil der Fonds seit seiner Auflage mit diesem Index die gr&ouml;&szlig;ten &Uuml;berschneidungen hatte.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Erfahren Sie mehr in der aktuellen<a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/58x4rOIoda\" target=\"_blank\">&nbsp;DFA Sonderausgabe.<\/a><\/p>[\/infoBox]<p><strong>Dr. Christian Funke:<\/strong> &bdquo;Nein, unsere regelgebunden, systematischen Investmentprozesse basieren komplett emotionslos allein auf Zahlen, Daten und Fakten &ndash; insofern geht es bei der Erfolgsmessung auch immer nur um die reine Rendite relativ zum jeweils relevanten Marktindex. Was aber nat&uuml;rlich nie fehlen darf, ist die Kehrseite der Medaille, das Risiko.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Welche Lehren haben Sie aus den letzten gr&ouml;&szlig;eren Marktverwerfungen, zum Beispiel Corona-Crash oder Energiekrise, f&uuml;r Ihr heutiges Portfoliomanagement gezogen?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Roger Peeters:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Man soll zwar t&auml;glich dazulernen, aber ganz sicher nicht permanent seine Strategie anpassen. Ich behaupte, wir arbeiten im Wesentlichen genauso wie &sbquo;vor Corona&lsquo; und sind auch davon &uuml;berzeugt, dass es richtig ist.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:<\/strong> &bdquo;Auch diese Krisen haben wieder gezeigt &ndash; genau wie in der Vergangenheit &ndash;, dass antizyklisches Investieren belohnt wird. Es geht darum, systematisch investiert zu sein, sich nicht durch &sbquo;Angst&lsquo; oder &sbquo;Gier&lsquo; anderer Marktteilnehmer anstecken zu lassen und diszipliniert den eigenen Investmentprozess umzusetzen. Hier hilft uns der regelgebundene, systematische Investmentansatz enorm, alle Emotionen zu eliminieren.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Ab welcher Fondsgr&ouml;&szlig;e wird das Volumen f&uuml;r Sie zu einer Einschr&auml;nkung &ndash; etwa bei Nebenwerten oder bei der Geschwindigkeit von Anpassungen?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Roger Peeters:<\/strong> &bdquo;Seit etwa 10 Jahren sagen wir mit Bezug auf den DWS Concept Platow Fonds, dass wir bei 500 Mio. Euro &uuml;berlegen w&uuml;rden, ob es noch passt. Das ist immer noch ein ordentlicher Abstand. Beim pfp Advisory Aktien Mittelstand Premium liegt die Grenze deutlich niedriger, ist aber auch nicht in Sichtweite.&ldquo;<\/p><p>[advertorial]<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:<\/strong> &bdquo;Wir legen sehr viel Wert auf die Optimierung unserer Ausf&uuml;hrungsqualit&auml;t &ndash; &sbquo;Best Execution&lsquo; im Aktienhandel &ndash; und f&uuml;hren unsere Transaktionen vollst&auml;ndig selbst aus. Insofern schauen wir auch immer, ab welcher Gr&ouml;&szlig;enordnung sich bei den Umschichtungen in den illiquideren Titeln des MDAX Restriktionen ergeben &ndash; gegeben die aktuelle Liquidit&auml;tssituation w&uuml;rden wir ab einem Fondsvolumen von ca. 1 Mrd. Mio. Euro die maximale Kapazit&auml;t erreichen.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Verraten Sie uns bitte: Was ist das Geheimnis Ihres langj&auml;hrigen Erfolgs?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Christoph Frank:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Dass wir uns nach einer klaren Aktienselektionsstrategie richten und diese sowohl bei K&auml;ufen als auch bei Verk&auml;ufen konsequent und ohne R&uuml;cksicht auf pers&ouml;nliche Eitelkeiten umsetzen. Wir versuchen nicht, schlauer zu sein als diese ausgefeilte und in 30 Jahren bew&auml;hrte Strategie oder uns einzureden, diesmal w&auml;re aber wirklich alles anders.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Das schlecht geh&uuml;tete Erfolgsgeheimnis von Source For Alpha ist die wissenschaftliche Fundierung unseres Investmentansatzes. Wir bauen unsere systematischen, regelgebundenen Investmentprozesse auf den Erkenntnissen der empirischen Kapitalmarktforschung auf &ndash; also bildlich gesprochen auf den Schultern der gr&ouml;&szlig;ten Wissenschaftler, die sich mit den Mechanismen der Finanzm&auml;rkte besch&auml;ftigt haben. Wie werden Rendite und Risiko bestimmt? Welche Faktoren sind relevant? Wie kann man das in praktische Anlageentscheidungen umsetzen? Diese Fragen bewegen uns t&auml;glich.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Was machen Sie in Ihrer Freizeit, um mental Abstand von M&auml;rkten und Kursen zu bekommen &ndash; haben Sie Hobbys, die gar nichts mit Finanzen zu tun haben?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Christoph Frank:<\/strong> &bdquo;Ich bin von Kindesbeinen an Fan des FC Bayern M&uuml;nchen und schaue m&ouml;glichst jedes Spiel live an, vorzugsweise im Stadion. Ferner gehe ich gerne auf Musikkonzerte. Den gr&ouml;&szlig;ten mentalen Abstand zu den M&auml;rkten habe ich wohl im Sommer, wenn ich in Badeseen meine Runden drehe. Da bekomme ich schnell den Kopf frei.&ldquo;<\/p><p><strong>Roger Peeters:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Auch ich bin Fu&szlig;ballfan wie Christoph, nur ist mein Verein, der 1. FC K&ouml;ln, in puncto sportlichem Erfolg etwas weniger Spa&szlig;garant. Mein gr&ouml;&szlig;tes und meist erf&uuml;llendes Thema &uuml;berhaupt sind aber meine Frau und unsere sechs Kinder. Das verschafft mir jede Menge Ausgleich zur B&ouml;rse. Beides zusammen l&auml;sst dann keine zeitintensiven weiteren Hobbys mehr zu, die vermisse ich aber auch nicht.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:<\/strong> &bdquo;Ich lese sehr viel &ndash; nat&uuml;rlich sind dann auf meinem Nachttisch auch Fachb&uuml;cher zu finden, aber es geh&ouml;ren auch viele B&uuml;cher aus anderen Fachbereichen dazu &ndash; beispielsweise Werke zu Unternehmertum oder Biographien beeindruckender Pers&ouml;nlichkeiten &ndash; oder spannende Belletristik wie von John Grisham, Dan Brown oder Conn Iggulden. Weiterhin bin ich gerne sportlich unterwegs &ndash; die Ballsportarten Fu&szlig;ball, Golf, Tennis oder Padel sind meine Favoriten, aber auch Joggen oder die w&ouml;chentliche Session im Fitnessstudio geh&ouml;ren dazu. Und nicht zu vergessen: Ich bin von Kindesbeinen an passionierter Anh&auml;nger und lebenslanges Mitglied von Eintracht Frankfurt, insofern nat&uuml;rlich regelm&auml;&szlig;ig im Stadion im Frankfurter Stadtwald anzutreffen.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Welche Werte m&ouml;chten Sie Ihren Kindern oder Ihrem Umfeld in Bezug auf Geld, Risiko und Verantwortung vermitteln?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Roger Peeters:<\/strong> &bdquo;Sehr kurz geantwortet: Selbst erarbeitetes Geld wertzusch&auml;tzen, Risiken zu kennen und zu quantifizieren und Verantwortung zu &uuml;bernehmen. Und ich m&ouml;chte voller Stolz anmerken, dass ich bei meinen Kindern bereits ein ordentliches Bewusstsein f&uuml;r diese Punkte sehe.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Ich versp&uuml;re eine sehr hohe fiduziarische Verantwortung f&uuml;r die uns anvertrauten Gelder und m&ouml;chte genau diese Werte an meine Kinder weitergeben: Es geht beim Anlegen an der B&ouml;rse nicht um &sbquo;Spekulieren&lsquo;, sondern um die langfristige, systematische Anlage von unternehmerischem Kapital und damit eine Teilhabe am Wirtschaftswachstum. Insofern ist es aber auch wichtig zu vermitteln, dass man bereit sein muss, ein gewisses Risiko zu tragen &ndash; denn ohne unternehmerisches Risiko gibt es keinen unternehmerischen Ertrag: Um es wissenschaftlich zu sagen, die Aktienrisikopr&auml;mie!&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Wie sind Sie pers&ouml;nlich &uuml;berhaupt zur B&ouml;rse und sp&auml;ter zum Beruf des Fondsmanagers gekommen &ndash; gab es ein Schl&uuml;sselerlebnis? Und was w&auml;ren Sie vermutlich geworden, wenn es mit dem Fondsmanager nicht geklappt h&auml;tte?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Christoph Frank:<\/strong> &bdquo;Ich hatte 1992 erstmals in meinem Leben signifikant mehr als 0 Euro auf dem Konto und begann daher, mich f&uuml;r Geldanlage zu interessieren. Schnell stellte ich fest, dass die erfolgreichen Leute systematisch vorgingen und Aktien dabei die Hauptrolle spielten. Das Systematische passte gut zu meinen Neigungen und meinem &sbquo;Forscherdrang&lsquo;. Ich verschlang sehr viele B&uuml;cher &uuml;ber Aktien. Ab 1995 entwickelte ich mehrere Anlagestrategien und wandte sie systematisch an, darunter auch die Aktienselektionsstrategie, die f&uuml;r den Fonds noch heute im Einsatz ist. Es dauerte allerdings bis 2006, ehe ich sie erstmals auch als Fondsberater f&uuml;r den DWS Concept Platow einsetzen konnte.&ldquo;<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/10bffce888e248757ec060cfea50f2a9.png?s=3e4f5bab122325412999d8f3e3305c40\" style=\"width: 841px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p><strong>Roger Peeters:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Gute Frage. Der Weg ging schon fr&uuml;h in die Richtung, ich habe auch als Student in den 90er-Jahren schon im Broking-Bereich einer Bank gearbeitet. Ich sehe ehrlicherweise nichts, was mich so erf&uuml;llen w&uuml;rde wie die Arbeit mit Christoph und unserer Kollegin Simone bei pfp, aber wenn es wirklich was anderes gewesen w&auml;re, dann ebenfalls eine Sache, wo man mit Unternehmenszahlen arbeitet und mit Menschen zusammenkommt, so wie es jetzt ist.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Der Schl&uuml;ssel war die Promotionszeit am Stiftungslehrstuhl Asset Management bei Prof. Dr. Lutz Johanning, vor 20 Jahren in Oestrich-Winkel im Finance Department an der EBS Universit&auml;t f&uuml;r Wirtschaft und Recht. Dort ist mein Interesse f&uuml;r empirische Kapitalmarktforschung und B&ouml;rsenph&auml;nomene entstanden &ndash; oder um es genau zu nehmen: die praktische Anwendung von Statistik, Programmierung und Daten. Wenn ich mit Source For Alpha nicht meine eigene Fondsboutique gegr&uuml;ndet h&auml;tte, dann w&auml;re ich Investmentbanker geworden &ndash; der Einstieg bei Goldman Sachs in die Welt von Mergers &amp; Acquisitions war die konkrete Alternative.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Welche strukturellen St&auml;rken und Schw&auml;chen sehen Sie aktuell f&uuml;r den Wirtschaftsstandort Deutschland aus Investorensicht?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Roger Peeters:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Deutschland verf&uuml;gt &uuml;ber eine vern&uuml;nftige Infrastruktur, eine breit ausgebildete Bev&ouml;lkerung und sehr viel spezialisierte mittelst&auml;ndische Unternehmen, auch die sogenannten &sbquo;Hidden Champions&lsquo;. Der Standort, der nicht mit &sbquo;deutschen Aktien&lsquo; gleichzusetzen ist, leidet unter &uuml;berbordender B&uuml;rokratie, zu hohen Energiepreisen und zu teuren Sozialsystemen.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Deutschland hat seine St&auml;rken in der industriellen Basis und den Hidden Champions des deutschen Mittelstands. Diese bilden auch eine gute Basis f&uuml;r das KI-Zeitalter &ndash; hier k&ouml;nnen wir unsere St&auml;rken in den Bereichen Ingenieurwesen und Hochtechnologie ausspielen, es ergeben sich viele Chancen bei der Prozessautomatisierung und in der Robotik. Auch eine der Schw&auml;chen unserer Wirtschaft, die hohe Energieabh&auml;ngigkeit und Energieintensit&auml;t, k&ouml;nnen wir &uuml;ber Zukunftsthemen wie &sbquo;Green Tech&lsquo; durchaus in eine St&auml;rke umwandeln. Allgemein geht es darum, wieder etwas mehr Optimismus f&uuml;r die Zukunft von Deutschland zu finden und sich nicht an der Vergangenheit festzuklammern.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>In welchen Sektoren des deutschen Aktienmarkts sind Sie derzeit besonders vorsichtig und warum? Zum Beispiel bei Themen wie Energieintensit&auml;t, Exportabh&auml;ngigkeit, Regulierung?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Christoph Frank:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Unser Ansatz ist Bottom-up, d. h. wir w&auml;hlen Aktien nach ihren Chancen und Risiken auf Einzelwertebene aus. Derzeit ist es so, dass unsere Investmentfilter nur selten Aktien aus den Bereichen Auto und Chemie passieren lassen. Interessanterweise ist seit etwa drei Jahren auch der Bereich Software\/IT, einst unser mit Abstand gewichtigster Bereich, dramatisch geschrumpft, lange vor den j&uuml;ngsten KI-Angstverk&auml;ufen.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:<\/strong> &bdquo;Im Rahmen unseres systematischen, regelgebundenen Investmentansatzes spielen sektorale Abh&auml;ngigkeiten oder diesbez&uuml;gliche Wetten bzw. eine thematische Fokussierung keine Rolle. Sicherlich sind die Themen Energieintensit&auml;t, Exportabh&auml;ngigkeit sowie Regulierung und &uuml;berbordende B&uuml;rokratie aktuell die gr&ouml;&szlig;ten Hemmschuhe f&uuml;r die deutsche Wirtschaft &ndash; gleichzeitig k&ouml;nnen sich aber auch daraus Chancen ergeben, wenn man beispielsweise das Thema B&uuml;rokratieabbau wirklich einmal angehen w&uuml;rde.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Wo sehen Sie die gr&ouml;&szlig;ten Opportunit&auml;ten im deutschen Markt in den n&auml;chsten f&uuml;nf bis zehn Jahren? Stichworte w&auml;ren hier vermutlich Technologie, Green Tech, Hidden Champions im Mittelstand &hellip;<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Christoph Frank:<\/strong> &bdquo;Eine Aktie, die unsere Investmentfilter passiert, kommt sehr wahrscheinlich ins Portfolio. Die Branche spielt dabei kaum eine Rolle, ebenso wenig wie die Gr&ouml;&szlig;enklasse oder eine m&ouml;gliche Indexzugeh&ouml;rigkeit.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:<\/strong> &bdquo;Deutschland ist ein Land der Techniker und Ingenieure &ndash; wir m&uuml;ssen es nur schaffen, die deutschen St&auml;rken wieder mehr zum Einsatz zu bringen. Es wird zwar nicht m&ouml;glich sein, die Dominanz der US-Tech-Giganten zu erreichen, aber in gewissen Nischen wie beispielsweise Robotik in Kombination mit K&uuml;nstlicher Intelligenz oder auch im Bereich der Umwelttechnologie sollte es durchaus m&ouml;glich sein, neue &sbquo;Hidden Champions&lsquo; f&uuml;r die Zukunft zu bauen.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Welche Rolle spielen standortpolitische Faktoren wie Energiepreise, B&uuml;rokratie und Steuern in Ihrer Beurteilung deutscher Unternehmen?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Roger Peeters:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Wir sind da als Anleger ganz agnostisch: Es soll laufen, gleich ob die Basis daf&uuml;r im Inland oder Ausland ist oder durch eine Verlagerung ins Ausland erreicht wird. Letzteres ist als Staatsb&uuml;rger zu bedauern, aber da ist die Politik in der Pflicht, nicht die B&ouml;rse.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:<\/strong> &bdquo;Diese Faktoren spielen aus der makro&ouml;konomischen Perspektive f&uuml;r uns keine Rolle &ndash; h&ouml;chstens in der Form, wie sie sich in der relativen Bewertung der Unternehmen untereinander widerspiegeln und einen Einfluss auf die f&uuml;r uns relevanten Selektionsfaktoren haben.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Wie sch&auml;tzen Sie die Gewinnentwicklung deutscher Unternehmen im Vergleich zu europ&auml;ischen und US-Peers in den kommenden Jahren ein?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Christoph Frank:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Das l&auml;sst sich &uuml;ber die gesamte Marktbreite nicht seri&ouml;s beantworten, hier muss man st&auml;rker differenzieren. Aus heutiger Sicht k&ouml;nnten es Unternehmen aus Problembranchen wie der Automobilindustrie und deren Zulieferer schwer haben, ihre Gewinne in dem f&uuml;r uns n&ouml;tigen Ausma&szlig; zu steigern. Letztlich wird die Gewinnentwicklung aber auf Unternehmensebene entschieden und nicht auf Branchenebene.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Angesichts der makro&ouml;konomischen Rahmenbedingungen ist es f&uuml;r die deutschen Firmen schwierig, bei der Gewinnentwicklung mit den Wachstumsraten der US-Konkurrenz mitzuhalten. Dies spiegelt sich aber nat&uuml;rlich auch in der niedrigeren Bewertung im internationalen Vergleich wider.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Was w&uuml;rden Sie der deutschen Politik ins Hausaufgabenheft schreiben, um den Standort Deutschland wieder flott zu machen?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Roger Peeters:<\/strong> &bdquo;Ganz einfach: H&ouml;rt auf die Unternehmen, schaut, warum diese so stark ins Ausland investieren, und arbeitet an der Wettbewerbsf&auml;higkeit, etwa mit weniger B&uuml;rokratie und Steuern. Solange Politiker es als Erfolg feiern, dass nach einer Verlagerung der CO2-Aussto&szlig; sinkt, werden sie ihrer Verantwortung schlicht nicht gerecht und haben dem Klima in der globalen Sicht &uuml;berhaupt nicht gedient.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:<\/strong> &bdquo;Die wichtigsten Themen f&uuml;r die Wirtschaft sind: Entb&uuml;rokratisierung, Deregulierung und eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes &ndash; egal ob beim K&uuml;ndigungsschutz oder bei der Einwanderung internationaler Fachkr&auml;fte.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Wo sind wir noch Weltmarktf&uuml;hrer und welche Unternehmen sind das?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Christoph Frank:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Deutschland hat noch einige Firmen, sowohl bei Gro&szlig;unternehmen als auch im Mittelstand, die Weltmarktf&uuml;hrer oder zumindest weltweit die Nummer 2 oder 3 sind, wie z. B. SAP, Siemens, Linde. Wichtiger als die Frage, ob ein einzelnes Unternehmen wirklich Weltmarktf&uuml;hrer ist, und zwar nicht nur laut Eigenwerbung, ist f&uuml;r uns, ob es auch in puncto Bewertung und Wachstumsaussichten &uuml;berzeugt. Sonst ist es f&uuml;r uns trotz tats&auml;chlichem oder nur behauptetem Weltmarktf&uuml;hrerstatus kein Kauf.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:<\/strong> &bdquo;In vielen Nischen ist der deutsche Mittelstand durchaus noch Weltmarktf&uuml;hrer. Allerdings k&ouml;nnen die gro&szlig;en b&ouml;rsennotierten Firmen oft nicht mit der internationalen Konkurrenz mithalten &ndash; SAP ist sicherlich hier eine der wenigen Ausnahmen mit der Dominanz des Markts f&uuml;r Enterprise-Standardsoftware. Aber auch Siemens ist als Lichtblick zu nennen und steht sicherlich sehr exemplarisch f&uuml;r die St&auml;rken von Deutschland im Ingenieurwesen. Schlie&szlig;lich ist die Deutsche Telekom aufzuf&uuml;hren, die insbesondere durch den Erfolg in den USA ein weltweit f&uuml;hrendes Telekommunikationsunternehmen ist.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Wie steht es um den Ausverkauf des deutschen Mittelstandes? Billig bewertet und von ausl&auml;ndischen Investoren &uuml;bernommen. Wie k&ouml;nnen wir den Ausverkauf stoppen?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Roger Peeters:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Der beste Schutz gegen unerw&uuml;nschte &Uuml;bernahmen ist eine angemessene bis hohe Bewertung. Davon abgesehen bin ich auch als &uuml;berzeugter Freund der M&auml;rkte der Ansicht, dass kritische Industrien protektionistisch gesch&uuml;tzt werden m&uuml;ssen. Der Staat greift sehr oft unn&ouml;tig ins Getriebe, wo es sch&auml;dlich ist und er es besser lassen sollte. Hier hingegen sehe ich durchaus Sinn und Zweck.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:<\/strong> &bdquo;Das geht nur &uuml;ber eine St&auml;rkung des heimischen Kapitalmarktes &ndash; hier bedarf es einer F&ouml;rderung der Beteiligung der gesamten Gesellschaft am Produktivkapital des Landes. Sprich: Wir ben&ouml;tigen mehr Aktienkultur, es muss f&uuml;r junge Menschen ganz selbstverst&auml;ndlich sein, an der B&ouml;rse zu investieren, und dies sollte auch staatlich gef&ouml;rdert werden. Die begonnene Reform der Altersvorsorge muss entsprechend fortgesetzt werden &ndash; es m&uuml;ssen mehr Gelder in Aktien flie&szlig;en, statt in Spareinlagen und Anleihen! Und dies gilt nicht nur f&uuml;r Privatanleger, sondern insbesondere auch f&uuml;r die gro&szlig;en Kapitalsammelstellen, also viele institutionelle Anleger.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Welcher Sektor wird re&uuml;ssieren und warum?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Christoph Frank:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Wir allokieren keine Sektoren, sondern einzelne Aktien. Derzeit sind in unseren beiden Fonds die Sektoren Industrie, Versicherungen und Konsum relativ hoch gewichtet. Das kann in ein paar Quartalen aber schon wieder ganz anders aussehen.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:<\/strong> &bdquo;Der Blick in die ber&uuml;hmte Glaskugel passt nicht zu unserem systematischen, regelgebundenen Investmentansatz. Ich habe dennoch zum Spa&szlig; eine echte Glaskugel auf meinem Schreibtisch stehen und schaue da immer mal wieder rein &ndash; leider sieht man da nicht viel mehr als ein verzerrtes Abbild der eigenen Wirklichkeit.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Welche Bedeutung messen Sie den aktuellen Zinsniveaus und der Geldpolitik f&uuml;r den deutschen Aktienmarkt bei?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Roger Peeters:<\/strong> &bdquo;Wir als Bottom-up ausgerichtetes Haus handeln nicht direkt nach Makro-Faktoren. Aber das genannte Beispiel illustriert gut, wie wir indirekt reagieren. In der Phase der Zinswende stieg bei uns die Gewichtung des profitierenden Finanzsektors sehr deutlich, was im Nachhinein richtig war. Abgeleitet hei&szlig;t das: Wir wissen nicht, wie sich die Zinsen entwickeln und wir spekulieren auch nicht darauf, aber am langen Ende wird man immer die Auswirkungen auch in unseren Portfolios sehen.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Wie f&uuml;r alle B&ouml;rsen ist die Zinsentwicklung und die Geldpolitik enorm wichtig. Hier ist die EZB mit dem Einlagenzins von 2 % seit Mitte 2025 im &sbquo;Wartemodus&lsquo; und die weitere Entwicklung wird ganz stark von der Inflationsentwicklung abh&auml;ngen. Diese erscheint nach dem enormen Inflationsschub von 2022\/23 wieder stabil mit etwas &uuml;ber 2 % p. a., insofern ist hier keine kurzfristige Ver&auml;nderung absehbar.&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Wie sehen Sie die Bewertung deutscher Aktien aktuell &ndash; eher als Value-Chance oder Ausdruck struktureller Probleme?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Christoph Frank:<\/strong> &bdquo;Sowohl als auch, je nach Einzelfall. Beispielsweise sind die deutschen Autobauer sehr wahrscheinlich deshalb so g&uuml;nstig bewertet, weil sie gro&szlig;e strukturelle Probleme haben. Einige Unternehmen aus diesem Sektor k&ouml;nnten ein Value-Schn&auml;ppchen sein, einige aber auch abgeh&auml;ngt werden bzw. bleiben. Wir entscheiden auch hier strikt je nach Einzelfall, ob wir eine Aktie eher als Value-Chance oder als Value-Trap sehen. Im Zweifelsfall sind wir lieber nicht dabei und verpassen Gewinne, als dass wir das Geld der Investoren unn&ouml;tigen Risiken aussetzen. Es gibt genug Aktien gesunder deutscher Unternehmen, die wir stattdessen kaufen k&ouml;nnen.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Ich sehe die im historischen wie auch internationalen Vergleich eher durchschnittliche Bewertung deutscher Aktien als Chance &ndash; wie schon Anfang 2025 besteht auch aktuell unver&auml;ndert die M&ouml;glichkeit, durch beherzte Reformen und entsprechende Wachstumsimpulse eine positive Stimmung zu entfachen und gute Renditen zu erzielen. Sehr oft w&uuml;nsche ich mir hierf&uuml;r mehr Optimismus in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft!&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Welche kleine Eigenart oder Angewohnheit von Ihnen w&uuml;rden Freunde sofort nennen?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Roger Peeters:<\/strong> &bdquo;Redet schnell, schreibt unleserlich, kommt auf den Punkt.&ldquo;<\/p><p><strong>Christoph Frank:<\/strong> &bdquo;Wenn es um den FC Bayern geht, kann der rationale Christoph auch mal irrational werden.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Ich bin ein ziemlicher Besserwisser oder, wie es auf Englisch etwas freundlicher hei&szlig;t: ein Mr. Know It All. Insofern gebe ich gerne bei jeder Gelegenheit mein Wissen zum Besten, gefragt oder ungefragt. F&uuml;r irgendwas muss meine Leidenschaft f&uuml;r B&uuml;cher, Lesen und Geschichte ja gut sein!&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Welche Sache begeistert Sie so sehr, dass Sie dar&uuml;ber 10 Minuten reden k&ouml;nnten, auch wenn sie nichts mit Ihrem Job zu tun hat?<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Roger Peeters:&nbsp;<\/strong>&bdquo;Meine Frau und ich sind stolze Eltern sechs toller Kinder, deren Leben uns so bewegt, dass ich da auch 10 Stunden dr&uuml;ber reden kann, wenn man mich nicht bremst.&ldquo;<\/p><p><strong>Christoph Frank:<\/strong> &bdquo;Richtig begeistern kann mich tolle Musik, am besten live, aber auch als gelungene Aufzeichnung.&ldquo;<\/p><p><strong>Dr. Christian Funke:<\/strong> &bdquo;Ich bin von Kindesbeinen an ein Fu&szlig;ballfan &ndash; mein Vater ist Frankfurter und hat mich als Kind mit ins Stadion genommen. In den 90ern ist daraus eine wirkliche Leidenschaft geworden, der Beginn war meine erste Stehplatz-Dauerkarte im damaligen G-Block von Eintracht Frankfurt. In der Folge hat mich das Thema Fu&szlig;ball bis heute nicht losgelassen, ich habe 2005 mit Freunden einen Fu&szlig;ballverein mitgegr&uuml;ndet und war 12 Jahre dessen Pr&auml;sident. Heute bin ich als Mitglied des Fanclubs EFC Business Eagles und lebenslanges Mitglied der Eintracht dauernd rund um unsere &sbquo;Adler&lsquo; unterwegs.<\/p><p>Aber auch der Nachwuchs hat es mir angetan, ich bin seit sechs Jahren Jugendtrainer beim EFC Kronberg und habe dort in den letzten Jahren auch den M&auml;dchenfu&szlig;ball mit aufgebaut. Es ist gro&szlig;artig zu sehen, wieviel Dynamik da entfacht wurde! Man sieht: Diese Leidenschaft l&auml;sst mich nicht los, es macht immer Spa&szlig;, mit anderen Fu&szlig;ballfanatikern &uuml;ber das Thema Fu&szlig;ball zu reden! Was k&ouml;nnte es Sch&ouml;neres geben als die bevorstehende Weltmeisterschaft?&ldquo;<\/p>[infoBox]<p>Wir bedanken uns bei unseren Interviewpartnern f&uuml;r ihre Geduld, mit der sie unsere Fragen beantworteten.<\/p><p>[\/infoBox][infoBox]<\/p><p>Erfahren Sie mehr in der aktuellen<a class=\"fr-file\" href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/58x4rOIoda\" target=\"_blank\">&nbsp;DFA Sonderausgabe.<\/a><\/p>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"59823\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-07-01T16:18:39+02:00","date_modified":"2026-07-03T06:18:39+02:00"},{"id":59821,"title":"KI: In immer luftigere H\u00f6hen","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/149-natixis-investment-managers\/artikel\/59821-ki-in-immer-luftigere-hoehen","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/p7ENQYaX9rELU191agUn3QFjNKA3pC6y.png?s=fe138a6d2dba5114f0f4c672336d9a55","content_html":"<p>Pincemaille: &bdquo;Nach der Symbolwirkung des gr&ouml;&szlig;ten B&ouml;rsengangs aller Zeiten scheint der Weg frei f&uuml;r weitere gro&szlig;angelegte Kapitaltransaktionen im Technologiesektor. Schon ist das Wettrennen zwischen OpenAI und Anthropic um den n&auml;chsten IPO<sup>1<\/sup> er&ouml;ffnet. Beide Unternehmen haben mit nur wenigen Tagen Abstand Unterlagen bei der US-B&ouml;rsen&shy;aufsicht SEC<sup>2<\/sup> eingereicht. Somit lautet die Preisfrage, welches von ihnen als erstes seinen B&ouml;rseneinstand geben und dabei Presseberichten zufolge Kapital in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 50 Milliarden Dollar einwerben wird.<\/p><p>Als neuer Anlegerliebling hat Anthropic j&uuml;ngst bei einer Finanzierungsrunde 65 Milliarden Dollar aufgenommen, sodass das von Dario Amodei gef&uuml;hrte Unter&shy;nehmen nun mit 965 Milliarden Dollar bewertet ist. Zur Erinnerung: Die Finanzierungs&shy;runde davor hatte Anthropic auf 380 Milliarden Dollar taxiert, wobei Claude Cowork und Claude Code damals noch nicht am Markt waren. Dieser Erfolg hat den derzeit mit 860 Milliarden Dollar bewerteten Rivalen OpenAI dazu inspiriert, mit seiner L&ouml;sung Codex den Schwerpunkt seiner Angebotspalette auf das lukrative Programmiergesch&auml;ft zu verlagern.&nbsp;<\/p><p>Bereits b&ouml;rsennotierte KI-Akteure ben&ouml;tigen ebenfalls frisches Geld, um ihre Expansion zu finanzieren. So strebt etwa Google erstmals seit zwanzig Jahren eine Kapitalerh&ouml;hung an. Der Konzern aus Mountain View denkt in gro&szlig;en Ma&szlig;st&auml;ben und plant den Verkauf neuer Aktien im Wert von rund 80&nbsp;Milliarden Dollar. 10&nbsp;Milliarden davon hat bereits die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway zugesagt, deren neuer CEO Greg Abel in die gro&szlig;en Fu&szlig;stapfen von Warren Buffett tritt.<\/p><p>Ein weiterer Finanzierungskanal der Branche sind die Anleihem&auml;rkte. Die Schuldtitel der <em>Hyperscaler<\/em> sind unter Anlegern weiterhin hei&szlig; begehrt, wie die j&uuml;ngste Transaktion von Nvidia beweist: Der Chip-Hersteller, der zuletzt 2021 den Fremdkapitalmarkt angezapft hatte, entschied sich bei seiner j&uuml;ngsten Emission angesichts der hohen Nachfrage auf eine Volumenaufstockung von 20 auf 25 Milliarden Dollar.<\/p><p>Dank ihres Zugangs zu den Finanzm&auml;rkten k&ouml;nnen die Amazon, Google, Meta, Microsoft und Oracle dieser Welt dem Motto &bdquo;Klotzen statt kleckern&ldquo; treu bleiben: Die Konsens&shy;sch&auml;tzung liegt nunmehr bei einer Investitionsh&ouml;he von 757 Milliarden Dollar im laufenden Jahr (+85 % gegen&uuml;ber 2025) sowie bei 920 Milliarden Dollar im Jahr 2027 (+22 %). J&uuml;ngstes Beispiel f&uuml;r eine Anhebung des <em>CapEx<\/em>-Ausblicks ist Oracle. Der einst auf Software spezialisierte Konzern hat sein Ausgabenziel abermals angepasst und setzt nun 90 bis 95&nbsp;Milliarden Dollar im Jahr 2027 an (w&auml;hrend der Konsens von 85&nbsp;Milliarden ausgeht). Sein Aktienkurs sackte am Tag dieser Ank&uuml;ndigung prompt um 10&nbsp;% ab und notiert nun bei der H&auml;lfte seines Hochs vom September 2025. Die Strategie der Gruppe scheint dies bislang nicht infrage zu stellen.<\/p><p>W&auml;hrend sich noch nicht absch&auml;tzen l&auml;sst, ob und wann sich die Investitionsausgaben stabilisieren werden, sprudeln entlang der gesamten Wertsch&ouml;pfungskette und insbesondere bei Halbleitern weiterhin die Auftr&auml;ge. Einer rasant steigenden Chip-Nachfrage seitens der Tech-Giganten steht ein frappierendes Unterangebot gegen&uuml;ber. Die Hersteller m&uuml;ssen gar ein Kontingentsystem einf&uuml;hren und k&ouml;nnen ihre Preise deutlich anheben, sodass Marktbeobachter bereits von einer <em>&sbquo;chipflation&lsquo;<\/em> sprechen. Diese Situation schl&auml;gt sich in der operativen Performance von Micron nieder, das seinen Quartalsgewinn innerhalb eines Jahres um das F&uuml;nfzehnfache steigern konnte. Und sie ist auch den Besch&auml;ftigten der gro&szlig;en asiatischen Konzerne wie Samsung Electronics nicht entgangen: Nach einem z&auml;hen Ringen zwischen den Gewerkschaften und der Konzernleitung hat diese in eine &Auml;nderung des Sonderverg&uuml;tungspakets f&uuml;r Mitarbeiter der Halbleitersparte eingewilligt, die sich nun jeweils &uuml;ber Aktien im Wert von 600 Millionen Won (340.000 Euro) freuen k&ouml;nnen.<\/p><p>Dass die Fr&uuml;chte der Wertsch&ouml;pfung nun anders verteilt werden, hat die Anleger nicht daran gehindert, das neue Paradigma dieser Branche zur Kenntnis zu nehmen. Dies liegt auch daran, dass das starke Geschwindigkeitsgef&auml;lle zwischen dem Kapazit&auml;tsausbau bei der Speicherproduktion und der explodierenden Nachfrage der Rechenzentren diesem Sektor eine beispiellose Prominenz beschert. Der hieraus resultierende Bewertungszuwachs hat einer Reihe an Akteuren Zugang zum sehr exklusiven Club der Unternehmen mit einem B&ouml;rsenwert von &uuml;ber einer Billion Dollar verschafft (Samsung, Micron und SK Hynix). Insgesamt vereint der Halbleitersektor mittlerweile rund 12&nbsp;% der weltweiten Marktkapitalisierung auf sich, w&auml;hrend es 2022 lediglich 2,7&nbsp;% waren!<\/p><p>Angesichts dieser Beobachtung sind verschiedene Punkte anzumerken: Der beispiellose Anstieg des Gewichts von Halbleiterwerten in den B&ouml;rsenindizes geht mit einem au&szlig;erordentlich hohen Anlegerkonsens<sup>3<\/sup> wie auch mit einem wahren Hype unter Kleinanlegern einher. In der zweiten Juniwoche haben die beiden gr&ouml;&szlig;ten Halbleiter-ETFs Kapital in einer noch nie dagewesenen H&ouml;he von insgesamt 4,5 Milliarden Dollar eingesammelt.&ldquo;<\/p><p>Patrick Sobotta, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Natixis IM f&uuml;r Mittel- und Osteuropa. erg&auml;nzt: &bdquo;Generell erh&ouml;ht sich mit der j&uuml;ngsten Entwicklung des b&ouml;rsennotierten KI-&Ouml;kosystems, der zunehmenden Indexkonzentration und der Positionierung unweigerlich die Gefahr, dass die Volatilit&auml;t ansteigt und das <em>momentum<\/em> in die Gegenrichtung umschl&auml;gt. Unter diesen Vorzeichen stellt die goldene Regel der Diversifizierung einen guten Kompass dar, um als Anleger unfallfrei durch den Sommer zu kommen.&ldquo;<\/p><p>[topArticles id=\"59755\" blank=\"0\"]<\/p><p><sub>1 Initial Public Offering.<\/sub><\/p><p><sub>2 Securities and Exchange Commission<\/sub><\/p><p><sub>3 Laut der j&uuml;ngsten Umfrage der Bank of America.<\/sub><\/p>","date_created":"2026-07-01T16:07:17+02:00","date_modified":"2026-07-03T06:20:28+02:00"},{"id":59820,"title":"Stabilit\u00e4t und Glaubw\u00fcrdigkeit: Die Weiterentwicklung von Schwellenl\u00e4nderanleihen","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/53-mg-investments\/artikel\/59820-stabilitaet-und-glaubwuerdigkeit-die-weiterentwicklung-von-schwellenlaenderanleihen","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/vPgeUEe9kvDkaaa8SOWM8PDxxsoEnpA0.png?s=6e3cfd935b7d4f98bfc814c107e7f966","content_html":"<p>Dank stabileren Wachstums, robuster Arbeitsm&auml;rkte und gr&ouml;&szlig;erer Haushaltsdisziplin haben sich Schwellenlandanleihen w&auml;hrend der j&uuml;ngsten geopolitischen Risiken und Kursschwankungen als widerstandsf&auml;hig erwiesen. Erfahren Sie, warum die Schwellenl&auml;nder unseres Erachtens f&uuml;r ein Stagflationsumfeld gut gewappnet sind.<\/p><p>[infoBox][region region=\"de\"]<\/p><p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/hVSTmYJPl0\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/link.mandg.com\/w7jmip\">Lesen Sie mehr.<\/a><\/p><p>[\/region][region region=\"at\"]<\/p><p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/UMcKCdjEse\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/link.mandg.com\/o2r895\">Lesen Sie mehr.<\/a><\/p><p>[\/region][region region=\"ch\"]<\/p><p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/Uz1J04IAva\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/link.mandg.com\/gotam5\">Lesen Sie mehr.<\/a><\/p><p>[\/region][\/infoBox]<\/p><p>[topArticles id=\"59820\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-07-01T15:28:57+02:00","date_modified":"2026-07-03T06:20:31+02:00"},{"id":59819,"title":"Von Cordoba 2.0 bis Sommerliquidit\u00e4t | Gr\u00f6schls Mittwochskommentar 27\/2026","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/markets\/artikel\/59819-von-cordoba-20-bis-sommerliquiditaet-groeschls-mittwochskommentar-272026","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/unkUtSUxzDaIbq8jvdPEo4aYdNqbMNB5.png?s=5c48e450af94a9de0f81aa43b8ae9ba0","content_html":"<p>Bitte nicht, dass das noch niemand festgestellt hat, aber wir sind l&auml;nger im (Fu&szlig;ball WM) Bewerb als die Deutschen, also quasi Cordoba 2.0 Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass es nicht zu Valencia 2.0 kommt&hellip; *<strong>lol<\/strong>* Zu jung f&uuml;r Cordoba, war ich 1999 live dabei im Club Berlin. Was f&uuml;r ein Match. Historisch m&ouml;glicherweise nur vom 0:1 gegen die F&auml;r&ouml;er-Inseln &uuml;bertroffen. &nbsp;Wir wissen also aus der Geschichte: im &ouml;sterreichischen Fu&szlig;ball gibt&acute;s nichts, was es nicht gibt bzw. geben kann. Umso mehr ist es zu sch&auml;tzen, dass wir diesmal so weit gekommen sind! Vielleicht f&auml;llt dem Trump ja noch ein, dass er den Kurz doch lieber mag als die Spanier, die ihm die Benutzung der Luftwaffenbasen f&uuml;r seinen v&ouml;llig unn&ouml;tig vom Zaun gebrochenen Angriffskrieg gegen den Iran verweigert haben und weist ein paar spanische Spieler aus. Das w&uuml;rde uns nat&uuml;rlich helfen&hellip; ;-)<\/p><p>So, und wer jetzt nicht dr&uuml;ber nachgedacht hat, ob Letzteres nicht vielleicht doch m&ouml;glich w&auml;re, der hat die letzten Jahre wahrscheinlich mehr am Fu&szlig;ballplatz verbracht als sich mit der Politik der Administration Trump II und verbunden Katastrophen zu besch&auml;ftigen.&nbsp;<em>Lucky You!<\/em> :-) F&uuml;r uns andere stirbt, wie immer, die Hoffnung zum Schluss! Also: Gl&uuml;ck auf Burschen!!!<\/p><p>Die Welt dreht sich derweil, auch wie immer, weiter. Das &Ouml;.Reich der Mitte st&ouml;hnt unter der Hitze und beginnt ein bisserl mit der Trockenheit zu k&auml;mpfen, vielleicht tut sich da ja doch was mit der Klimaver&auml;nderung und es sind nicht nur die b&ouml;sen Weltenlenker, die hier die Temperaturkarten in r&ouml;teren T&ouml;nen als fr&uuml;her einf&auml;rben&hellip; ;-) Da werden wir uns wohl noch ein bisserl intensiver besch&auml;ftigen m&uuml;ssen mit, und zwar nicht nur auf der Meta-Ebene der&nbsp;<em>Investment Opportunities<\/em> sondern ganz konkret in unsere Lebensrealit&auml;t. Was wir jedenfalls aus der j&uuml;ngeren Vergangenheit gelernt haben, ist, dass es nicht ganz leicht ist breite Teile der Bev&ouml;lkerung auf eine intellektuelle Reise des akuten aber auch des pr&auml;ventiven Krisenmanagements mitzunehmen. Leider hat die M&ouml;glichkeit alles zu wissen, dazu gef&uuml;hrt, dass immer weniger gewusst wird und man sich die Wahrheit dort sucht, wo sie einem am besten gef&auml;llt. Wie sagt der Erdgeist:&nbsp;<em>Du gleichst dem Geist den Du begreifts<\/em>&hellip;. K&ouml;nnte schwierig werden, das Ganze. ;-)<\/p><p>Immer komplizierter wird es indes auch auf den M&auml;rkten, jenseits der KI und liquidit&auml;ts-getriebenen Phantasien Dinge zu finden, die man wirklich haben muss bzw. wo man auf den Zug nach raufspringen kann ohne an der&nbsp;<em>TGV&nbsp;<\/em>T&uuml;r bei 220 km\/h(oder hakt dem chinesischen &Auml;quivalent bei 400+ km\/h ;-)) zu zerschellen. Versuch ich das Top zu<em>&nbsp;callen<\/em>? Nein, sicher nicht, daf&uuml;r ist die Lage viel zu uneinheitlich, wobei die Inhomogenit&auml;ten von der Politik der Notenbanken &uuml;ber chinesische Chipentwicklungen bis hin zum eventuell noch immer nicht ganz gel&ouml;sten Irankonflikts reichen. Was going forward aber ein bisserl fehlen k&ouml;nnte, sind die guten, Markt unterst&uuml;tzenden Nachrichten. Eigentlich f&auml;llt mir da bis auf ein potentielles Ende des Ukraine Kriegs aktuell kaum etwas ein und selbst da ist die Frage, ob das dann zu neuen Kaufr&auml;uschen f&uuml;hrt.<\/p><p><em>Are we priced to perfection?<\/em> Wer kann das schon sagen. :-) Fehlen uns aber bei abnehmender Sommerliquidit&auml;t die guten News und die&nbsp;<em>Marginal<\/em> oder&nbsp;<em>Dip-Buyer Community<\/em> begibt sich lieber auf ihre Yachten an der franz&ouml;sischen Riviera &ndash; sorry v&ouml;llig falsches Jahrzehnt, jetzt wohl eher ins Backyard Pool in SunCity &ndash; dann k&ouml;nnte uns schon ein bisserl die Luft ausgehen. Ein selektives, &uuml;berlegtes Vorgehen abseits der &uuml;blichen Trampelpfade ist zur Stunde m&ouml;glicherweise deutlich angezeigter als in den letzten 15 Jahren. Einen, zwei vielleicht drei gr&ouml;&szlig;ere (Default)Zyklen kann man wegdrucken und durch die Beteiligung neuer Investorengruppen verschleiern, aber ganz weg damit, wird&acute;s wohl nicht spielen.<\/p><p>Ab hier ist das dann eine Chance\/Risiko &Uuml;berlegung bzw. eine Preis\/Wert Betrachtung. Leider hat der Ambros Woiferl schon 74 f&uuml;r - unsere Industrie! &ndash; ned recht ghabt, alles was an Wert hat&nbsp;<em>muss<\/em> an Preis ham&prime;n, zumindest an den&nbsp;<em>Public Markets<\/em>, aber die Relation der beiden hat historisch irgendwann immer zum fairen Mittelwert konvergiert. Nicht nur einmal unter mittel gro&szlig;en Schmerzen&hellip;. ;-)<\/p><p>In diesem Sinne:&nbsp;<a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/mePzP6IOtv\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=O2C1FDRSbNk\">A Mensch m&ouml;cht i bleiben<\/a>!<\/p><p>Alles Liebe!<\/p><p><strong>Florian Gr&ouml;schl, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und Miteigent&uuml;mer der Absolute Return Consulting GmbH<\/strong><\/p>[infoBox]<p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/suche\/Mittwochskommentar\" target=\"_blank\">Verpasste Mittwochskommentare k&ouml;nnen Sie hier nachlesen<\/a><\/p>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"59374\" blank=\"0\"]<\/p><p><small>Gastkommentare werden von anerkannten Experten verfasst, deren Meinungen nicht mit jener der e-fundresearch.com Redaktion &uuml;bereinstimmen m&uuml;ssen.<\/small><\/p><p><small>Florian Gr&ouml;schls obiger Kommentar stellt eine Markteinsch&auml;tzung aufgrund von selbstentwickelten Systemen und pers&ouml;nlichen Erfahrung dar. Keinesfalls ist obiger Kommentar eine Empfehlung oder Meinung der ARC und\/oder Florian Gr&ouml;schl, Positionen welcher Art auch immer einzugehen.<\/small><\/p>","date_created":"2026-07-01T15:06:23+02:00","date_modified":"2026-07-03T04:45:12+02:00"},{"id":59812,"title":"Janus Henderson schlie\u00dft Take-private-Transaktion mit Trian, General Catalyst und QIA ab","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/21-janus-henderson-investors\/artikel\/59812-janus-henderson-schliesst-take-private-transaktion-mit-trian-general-catalyst-und-qia-ab","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/FwP7IQztuFYIS3RB0wyqNtNJw6jcOyN9.png?s=bc743569bba994da05962f718586da0e","content_html":"<p>Janus Henderson Group Ltd., Trian Fund Management, L.P. und ihre verbundenen Fonds, General Catalyst Group Management, LLC und ihre verbundenen Fonds sowie die Qatar Investment Authority gaben den Abschluss der zuvor angek&uuml;ndigten Take-private-Transaktion bekannt.<\/p><p>Mit Abschluss der Take-private-Transaktion gem&auml;&szlig; der ma&szlig;geblichen Transaktionsvereinbarung vom 21. Dezember 2025 wurden alle Janus-Henderson-Aktien, die sich nicht bereits im Besitz oder unter der Kontrolle von Trian befanden, in einen Anspruch auf Barzahlung in H&ouml;he von 52,00 USD je Aktie umgewandelt. Die Stammaktien von Janus Henderson wurden von der New York Stock Exchange dekotiert.<\/p><p>Als innovatives Privatunternehmen wird Janus Henderson in enger Zusammenarbeit mit Trian und General Catalyst hervorragend aufgestellt sein, um das Kundenerlebnis weiter zu verbessern und seine Strategie durch langfristige Investitionen in Anlagel&ouml;sungen, Kundenservice-Kompetenzen, KI-Technologie und Talente auszubauen &mdash; zum Nutzen der Kunden und anderer Stakeholder.<\/p><p>Wie bereits angek&uuml;ndigt, wird Janus Henderson weiterhin vom derzeitigen Managementteam unter der Leitung von CEO Ali Dibadj gef&uuml;hrt und seine Hauptniederlassungen sowohl in London, England, als auch in Denver, Colorado, beibehalten.<\/p><p>Ali Dibadj, Chief Executive Officer von Janus Henderson, erkl&auml;rt: &bdquo;Der heutige Abschluss markiert den Beginn eines spannenden neuen Kapitels in der 92-j&auml;hrigen Geschichte von Janus Henderson. Wir freuen uns sehr &uuml;ber die Partnerschaft mit Trian, General Catalyst und unseren strategischen Investoren, um auf dem beeindruckenden Erbe des Unternehmens aufzubauen. Wir sehen dabei Chancen der Transformation, die Messlatte daf&uuml;r, wie wir unseren Kunden differenzierte Erkenntnisse, disziplinierte Anlagestrategien und erstklassigen Service bieten, weiter anzuheben. Wir sind besonders dankbar f&uuml;r die enorme Unterst&uuml;tzung, die wir w&auml;hrend des gesamten Transaktionsprozesses von unseren Kunden, Partnern, Aktion&auml;ren und Kolleginnen und Kollegen erhalten haben. Wir freuen wir uns darauf, gemeinsam mit ihnen in eine erfolgreichere Zukunft zu investieren.&ldquo;&nbsp;<\/p><p>Nelson Peltz, Chief Executive Officer und Founding Partner von Trian, kommentiert: &bdquo;Seit unserer urspr&uuml;nglichen Investition im Jahr 2020 haben wir gesehen, wie Janus Henderson unter der F&uuml;hrung von Ali und seinem talentierten Team beeindruckende Fortschritte bei der Kundenbetreuung erzielt hat. Wir befinden uns nun auf einem einzigartigen Weg, diese Fortschritte durch Investitionen voranzutreiben, die das Kundenerlebnis weiter verbessern werden. Dabei profitieren wir von der Expertise von Trian und General Catalyst in den Bereichen Wachstumsbeschleunigung und KI-Transformation. Wir freuen uns darauf, eng mit den Teams von Janus Henderson und General Catalyst sowie unserer Gruppe strategischer Investoren zusammenzuarbeiten, um unsere gemeinsame Vision f&uuml;r die traditionsreiche Marke Janus Henderson zu verwirklichen.&ldquo;<\/p><p>[webinar id=\"59812\" blank=\"0\"]<\/p><p>Hemant Taneja, Chief Executive Officer von General Catalyst, f&uuml;gt hinzu: &bdquo;Wir sind stolz darauf, mit dem herausragenden Team von Janus Henderson zusammenzuarbeiten, um auf der Erfolgsbilanz und dem Vertrauen aufzubauen, das das Unternehmen bei seinen Kunden aufgebaut hat, und dazu beizutragen, sein Ziel, der technologisch fortschrittlichste Verm&ouml;gensverwalter der Welt zu werden, schneller zu verwirklichen. &nbsp;Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Partnerschaft mit Janus Henderson und Trian, um die Wachstumsstrategie des Unternehmens weiter voranzutreiben, echten Mehrwert f&uuml;r das Unternehmen und seine gesch&auml;tzten Kunden zu schaffen und einen neuen Ma&szlig;stab daf&uuml;r zu setzen, was ein moderner Verm&ouml;gensverwalter sein kann.&ldquo;<\/p><p>Mohammed Saif Al-Sowaidi, CEO der QIA,&nbsp;erkl&auml;rt: &bdquo;Janus Henderson blickt auf eine lange traditionsreiche Geschichte als weltweit f&uuml;hrendes Unternehmen im Asset Management zur&uuml;ck. Als langfristig orientierter Finanzinvestor freut sich die QIA, gemeinsam mit dem Management und unseren Investitionspartnern eine f&uuml;hrende Rolle bei der n&auml;chsten Wachstumsphase des Unternehmens zu &uuml;bernehmen.&ldquo;<\/p><p>Seng Huang Lee, Group Executive Chairman von Sun Hung Kai &amp; Co., erkl&auml;rt: &bdquo;Wir freuen uns, Janus Henderson an diesem entscheidenden Wendepunkt gemeinsam mit Trian, General Catalyst und einer renommierten Gruppe globaler Partner zu unterst&uuml;tzen. F&uuml;r SHK festigt diese Transaktion unsere neu geschlossene strategische Partnerschaft mit Janus Henderson und erm&ouml;glicht eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Co-Development, Vertrieb und Kapitall&ouml;sungen &uuml;ber &ouml;ffentliche und private M&auml;rkte hinweg. Aufbauend auf der Expertise von Trian im Bereich Wachstumsbeschleunigung, der KI-Transformationskompetenz von General Catalyst und der herausragenden F&uuml;hrung von Ali sind wir &uuml;berzeugt, dass Janus Henderson seine n&auml;chste Erfolgsphase an der Spitze des globalen Asset Management erreichen wird.&ldquo;<\/p><p>Die Transaktion wurde teilweise durch Anlagevehikel finanziert, die von Trian und General Catalyst verwaltet werden, unterst&uuml;tzt durch Finanzierungszusagen globaler Investoren, darunter MassMutual sowie &ndash; wie bereits erw&auml;hnt &ndash; QIA, Sun Hung Kai &amp; Co. Limited, Lunate Capital Limited und weitere, sowie durch die Einbringung der von Trian und verbundenen Parteien gehaltenen Janus-Henderson-Aktien. Die vollst&auml;ndig zugesagte Fremdfinanzierung wurde bereitgestellt von JPMorgan Chase Bank, N.A., Citigroup Global Markets Inc., Bank of America, N.A., Jefferies Finance LLC, MUFG Bank, Ltd., Sumitomo Mitsui Banking Corporation, UBS Securities LLC und Morgan Stanley Senior Funding, Inc.<\/p><p>[topArticles id=\"59812\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-07-01T11:04:41+02:00","date_modified":"2026-07-03T06:20:29+02:00"},{"id":59810,"title":"BNP Paribas Asset Management listet eine neue Generation aktiver ETFs","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/112-bnp-paribas-asset-management\/artikel\/59810-bnp-paribas-asset-management-listet-eine-neue-generation-aktiver-etfs","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/ZAb9VWsqhRnF9hcdA0Dfbji0sMLpLfiY.png?s=e6eb2e5c7dfcd0e7ffc526d903bda230","content_html":"<p>BNP Paribas Asset Management erweitert sein ETF-Angebot und listet heute vier aktiv verwaltete Strategien: BNP Paribas Easy Equity Premium Income, BNP Paribas Easy European Equity Buffer, BNP Paribas Easy Global Equity Long Short und BNP Paribas Easy Managed Futures.<\/p><p>Die beiden Gesch&auml;ftsbereiche BNP Paribas Asset Management und BNP Paribas Global Markets b&uuml;ndeln ihre Kompetenzen, um Anlegern Zugang zu dieser neuen Generation von ETFs zu erm&ouml;glichen. Global Markets bringt Expertise in quantitativen Anlagestrategien, eigenentwickelte Modelle sowie ein tiefgreifendes Verst&auml;ndnis der Derivate-M&auml;rkte mit ein. Asset Management erg&auml;nzt dies durch eine leistungsf&auml;hige Infrastruktur, seine herausragende Kompetenz im Bereich Strukturierung und eine umfassende Expertise im Portfoliomanagement.<\/p><p>Adrian Steiner, Head ETF Sales Switzerland bei BNP Paribas AM, kommentiert: &bdquo;Mit unserer systematischen Anlageexpertise und unseren eigenentwickelten Modellen erweitern wir den Zugang zu Strategien, die bisher nur &uuml;ber strukturierte Finanzprodukte verf&uuml;gbar waren. Diese Markteinf&uuml;hrung spiegelt die F&auml;higkeit der Gruppe wider, Fachwissen zu b&uuml;ndeln und skalierbare L&ouml;sungen f&uuml;r alle Anlegertypen anzubieten.&ldquo;<\/p><p>[webinar id=\"59810\" blank=\"0\"]<\/p><p><strong>Das sind die vier neuen aktiv verwalteten ETFs:<\/strong><\/p><p>Zwei ETF-Strategien setzen auf einen &bdquo;Absolute-Return&ldquo;-Ansatz und streben Renditen an, die weitgehend unabh&auml;ngig von der Entwicklung der traditionellen Aktienm&auml;rkte sind:<\/p><ul><li><strong>Der BNP Paribas Easy Global Equity Long\/Short<\/strong> verfolgt eine modellgesteuerte Strategie mit dem Ziel, absolute Renditen zu erzielen. Gleichzeitig h&auml;lt er durch synthetische Long- und Short-Aktienpositionen ein moderates Engagement an den globalen Aktienm&auml;rkten aufrecht. Die Strategie basiert auf dem MSCI Barra Multi-Faktor-Framework und alloziert Long-Positionen mit starken sowie Short-Positionen mit schwachen Faktorscores. So wird Alpha von beiden Seiten des Marktes generiert und das Aktienmarktexposure begrenzt. Der ETF eignet sich besonders dazu, das risikobereinigte Portfolioprofil in volatilen Marktphasen oder bei stagnierender Aktienperformance zu verbessern.<\/li><li><strong>Der BNP Paribas Easy Managed Futures<\/strong> strebt mittelfristig positive Renditen bei moderater Volatilit&auml;t an. Dazu investiert er mithilfe einer systematischen Allokationsmethode in einen diversifizierten Long- und Short-Korb aus Terminkontrakten und Forward-Instrumenten verschiedener Anlageklassen. Durch kontinuierliche Neugewichtung der Positionen nutzt der Fonds anhaltende Preistrends. Gleichzeitig bietet er die geringe Korrelation und Konvexit&auml;t, die historisch mit CTA-Strategien (Commodity Trading Advisor) verbunden sind. Der systematische CTA-Ansatz eignet sich besonders dazu, ein klassisches Aktien-Anleihen-Portfolio zu diversifizieren.<\/li><\/ul><p>Zwei ETF-Strategien verfolgen einen ertragsorientierten Ansatz:<\/p><ul><li><strong>Der BNP Paribas Easy Equity Premium Income<\/strong> zielt auf Ertr&auml;ge und Kapitalwachstum ab. Die Strategie baut ein Portfolio aus Optionen auf wichtige Aktienindizes auf, das Pr&auml;mien in steigenden, stabilen oder leicht r&uuml;ckl&auml;ufigen M&auml;rkten generiert. Die eingenommenen Pr&auml;mien bieten eine aktiengebundene Ertragsquelle. Diese reagiert weniger empfindlich auf Zinsschwankungen als festverzinsliche Anlagen und weist in der Regel eine geringere Volatilit&auml;t auf als eine reine Aktienrendite.<\/li><li><strong>Der BNP Paribas Easy European Equity Buffer June<\/strong> bietet ein Long-Engagement im Euro Stoxx 50-Index. Die Strategie kombiniert ein vordefiniertes Absicherungsniveau gegen Kursverluste mit einer Obergrenze f&uuml;r potenzielle Kursgewinne. Beide Parameter werden f&uuml;r einen Zeitraum von einem Jahr festgelegt.<\/li><\/ul><p>Trotz unterschiedlicher Investmentans&auml;tze verbindet die vier ETFs ein gemeinsames Ziel: Sie st&auml;rken die Diversifizierung und schlie&szlig;en bestehende Angebotsl&uuml;cken. Anleger erhalten damit Instrumente, um effizientere, langfristig ausgerichtete Portfolios mit verbesserter risikobereinigter Performance und konsequenterer Kontrolle von Kursr&uuml;ckg&auml;ngen aufzubauen.<\/p><p>Die vier ETFs sind ab sofort in US-Dollar und Euro an der Euronext Paris, der Deutschen B&ouml;rse Xetra und der SIX Swiss Exchange notiert.<\/p><p>[topArticles id=\"59810\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-07-01T10:30:11+02:00","date_modified":"2026-07-03T06:20:31+02:00"},{"id":59809,"title":"Schwellenl\u00e4nderanleihen: Gute Unternehmen in \u201eschlechten\u201c L\u00e4ndern","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/213-generali-investments\/artikel\/59809-schwellenlaenderanleihen-gute-unternehmen-in-schlechten-laendern","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/8aQVwgjEePhflUd1w2K9gPGwaofARGHE.png?s=e8e2cfef10ebe7a83ac7c1f879139228","content_html":"<p>Viele Anleger setzen Anleihen aus Schwellenl&auml;ndern mit einem h&ouml;heren Risiko gleich: Die Ratings sind niedriger, die Volatilit&auml;t h&ouml;her, und oft dominieren politische Unsicherheiten die Schlagzeilen.<strong>&nbsp;<\/strong>Diese Wahrnehmung wird der weitaus differenzierteren Realit&auml;t nicht gerecht: Schwellenl&auml;nder sind keine homogene Anlageklasse, und Bonit&auml;tsratings spiegeln nicht immer das tats&auml;chliche zugrunde liegende Risiko einer Anlage wider.<strong>&nbsp;<\/strong>Viele Unternehmen verf&uuml;gen &uuml;ber st&auml;rkere Fundamentaldaten als ihre Heimatl&auml;nder vermuten lassen. Da Unternehmensratings h&auml;ufig durch das L&auml;nderrating begrenzt werden, entstehen Bewertungsdiskrepanzen zwischen wahrgenommenem und tats&auml;chlichem Risiko.<\/p><ul><li><strong>&Auml;gypten<\/strong> liefert hierf&uuml;r ein anschauliches Beispiel. Eine rein makro&ouml;konomische Bewertung k&ouml;nnte auf eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Umschuldung hindeuten. Eine umfassendere geopolitische Analyse verdeutlicht jedoch die strategische Bedeutung des Landes f&uuml;r die regionale Stabilit&auml;t und die starken Anreize f&uuml;r die Golfstaaten, finanzielle Unterst&uuml;tzung zu leisten.<\/li><li>Im Energiesektor sehen wir weiterhin Wertpotenzial bei ausgew&auml;hlten &Ouml;lfelddienstleistern, Raffinerie- und Infrastrukturunternehmen in <strong>S&uuml;damerika<\/strong> und <strong>Ostafrika<\/strong> &ndash; Regionen, die von wachsenden Investitionsstr&ouml;men profitieren und gleichzeitig weniger direktem Wettbewerb durch Produzenten aus dem Nahen Osten und Russland ausgesetzt sind.<\/li><li><strong>Lateinamerika&nbsp;<\/strong>bleibt im Fokus:<strong>&nbsp;<\/strong>Chancen bestehen unter anderem durch anlaufende Umschuldungen in <strong>Venezuela<\/strong>, <strong>Brasilien<\/strong> und <strong>Mexiko<\/strong>, auch <strong>Argentinien<\/strong> und <strong>Kolumbien&nbsp;<\/strong>bieten ausgew&auml;hlte Chancen.<\/li><li>In der <strong>Ukraine<\/strong> arbeiten trotz des anhaltenden Krieges viele Unternehmen weiterhin erfolgreich, kommen ihren finanziellen Verpflichtungen nach und erzielen solide Cashflows. Der Pessimismus einzelner Bewertungen steht in keinem Verh&auml;ltnis zur betrieblichen Realit&auml;t.<\/li><li><strong>Senegal<\/strong> steht vor erheblichen finanzpolitischen Herausforderungen. Angesichts der strategischen Bedeutung des Landes in Westafrika ist jedoch davon auszugehen, dass ein etwaiger Umschuldungsprozess so gestaltet werden k&ouml;nnte, dass die finanzielle Stabilit&auml;t und der soziale Zusammenhalt gewahrt bleiben &ndash; mit m&ouml;glicherweise g&uuml;nstigeren Ergebnissen, als es der aktuelle Marktpreis vermuten l&auml;sst.<\/li><li><strong>Brasilien&nbsp;<\/strong>steht exemplarisch f&uuml;r die Komplexit&auml;t der Schwellenl&auml;nder: Das Land profitiert vom aktuellen Rohstoffzyklus und einem vergleichsweise gro&szlig;en heimischen Kapitalmarkt. Gleichzeitig belasten hohe Realzinsen, steigende Staatsverschuldung und politische Fragmentierung das Wachstum. Entscheidend f&uuml;r Anleger ist vor allem die F&auml;higkeit der n&auml;chsten Regierung, Reformen umzusetzen.<\/li><\/ul><p>Die zunehmende wirtschaftliche und politische Divergenz zwischen den Schwellenl&auml;ndern spricht gegen passive Anlagestrategien. F&uuml;r aktive Fondsmanager bieten Marktineffizienzen und differenzierte Fundamentalanalysen weiterhin attraktive Renditechancen.<\/p><p><strong><em>Von Stefan Benedetti, Senior Portfolio Manager Distressed, High Yield Debt, bei Plenisfer Investments, Teil von Generali Investments <br><\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"59809\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-07-01T09:55:28+02:00","date_modified":"2026-07-03T06:20:32+02:00"},{"id":59808,"title":"Frontier Markets- Anleihen: Die n\u00e4chste Stufe der Diversifizierung","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/157-aberdeen-investments\/artikel\/59808-frontier-markets-anleihen-die-naechste-stufe-der-diversifizierung","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/dNBw2gD0b13hLhTVDXlouGszgndX4i5w.png?s=c7ef3e05fc6e61bb7b0e612f42d3923d","content_html":"<p>Anleihen aus Frontier Markets r&uuml;cken zunehmend aus den Randbereichen der Portfolios in den Fokus. Mit der fortschreitenden Entwicklung der Schwellenl&auml;nderanleihen blicken Anleger weiter entlang der Entwicklungskurve &ndash; hin zu Volkswirtschaften, die ein h&ouml;heres Rendite- und Ertragspotenzial bieten und weniger von globalen makro&ouml;konomischen Faktoren als vielmehr von l&auml;nderspezifischen Fundamentaldaten bestimmt werden.<\/p><p>Dieser letzte Punkt ist entscheidend: In den letzten zehn Jahren wiesen Anleihen aus den Frontier Markets eine Korrelation von nur 0,03 zu US-Staatsanleihen auf, was verdeutlicht, wie unabh&auml;ngig dieses Segment ist.<sup>1<\/sup> In einem Umfeld, in dem Diversifikation immer schwerer zu erreichen ist, ist diese Art von Unabh&auml;ngigkeit selten und wertvoll.<\/p><p>Doch hier geht es nicht nur um Diversifizierung. Die Frontier-M&auml;rkte selbst ver&auml;ndern sich &ndash; strukturell, wirtschaftlich und finanziell &ndash; auf eine Weise, die die Grundlage f&uuml;r Investitionsentscheidungen sp&uuml;rbar ver&auml;ndert.<\/p><p><strong>&Ouml;ffnung der M&auml;rkte<\/strong><\/p><p>Frontier-Volkswirtschaften waren in der Vergangenheit durch einen begrenzten Marktzugang und die Abh&auml;ngigkeit von staatlicher Finanzierung gekennzeichnet. Das &auml;ndert sich. Im Laufe der Zeit hat die Emission von Eurobonds zugenommen, die politischen Rahmenbedingungen haben sich verbessert und das Engagement ausl&auml;ndischer Investoren hat sich ausgeweitet.<\/p><p>J&uuml;ngste Entwicklungen unterstreichen diesen Wandel. Im M&auml;rz 2026 brachte die Demokratische Republik Kongo sechs- und elfj&auml;hrige Anleihen auf den Markt, die rund vierfach &uuml;berzeichnet waren. Dies deutet auf eine starke Nachfrage selbst in weniger etablierten M&auml;rkten hin. Auch anderswo untermauern wiederholte Emissionen von L&auml;ndern wie Kenia, Nigeria, Ghana und Sambia das Potenzial dieser Anlagem&ouml;glichkeit.<\/p><p>Auch die M&auml;rkte f&uuml;r lokale W&auml;hrungen wachsen rasant. Nach der Pandemie haben mehrere L&auml;nder ihre Devisenregulierungen liberalisiert, die Geldpolitik gestrafft und ihre Staatshaushalte konsolidiert, was wieder verst&auml;rkt ausl&auml;ndische Kapitalzufl&uuml;sse angezogen hat. M&auml;rkte wie Nigeria, &Auml;gypten und Kasachstan werden f&uuml;r globale Investoren zunehmend zug&auml;nglich und relevant.<\/p><p><strong>Die Triebkr&auml;fte des Wachstums<\/strong><\/p><p>&Uuml;ber die Kapitalm&auml;rkte hinaus profitieren die Frontier-Volkswirtschaften von starken langfristigen Trends.<\/p><p>Die Demografie ist einer davon. In den n&auml;chsten zwei Jahrzehnten werden Hunderte Millionen Menschen in den Frontier Markets in den Arbeitsmarkt eintreten und damit das Konsum-, Investitions- und Produktivit&auml;tswachstum st&uuml;tzen. Diese sogenannte &bdquo;demografische Dividende&ldquo; ist noch weitgehend ungenutzt.<\/p><p>Die Technologie ist ein weiterer. Im Jahr 2010 gab es weltweit nur 13 Millionen Mobile-Money-Konten, &uuml;ber die Nutzer Geld &uuml;ber ihre Handys verwalten und &uuml;bertragen k&ouml;nnen. Bis 2024 war diese Zahl auf fast 800 Millionen gestiegen, wobei sich ein Gro&szlig;teil des Wachstums auf Subsahara-Afrika konzentrierte.<sup>2<\/sup> Die finanzielle Inklusion verbessert sich rasch, wodurch mehr Menschen in die formelle Wirtschaft integriert werden und die Entwicklung beschleunigt wird.<\/p><p>Auch nat&uuml;rliche Ressourcen spielen eine entscheidende Rolle. Frontier Markets haben einen bedeutenden Anteil an der weltweiten Produktion mehrerer wichtiger Rohstoffe. Gabun produziert fast ein Viertel der weltweiten Manganproduktion, Marokko rund ein Achtel des Phosphatgesteins und Nigeria und Ruanda liefern zusammen mehr als ein Drittel des Tantals &ndash; allesamt wesentliche Rohstoffe f&uuml;r Batterien, D&uuml;ngemittel und digitale Technologien.<\/p><p>Gleichzeitig st&uuml;tzen die Bem&uuml;hungen der Industrie- und Schwellenl&auml;nder zur Diversifizierung der Energiequellen die Handelsbilanzen vieler Frontier Markets, st&auml;rken deren Au&szlig;enbilanzlage und erh&ouml;hen ihre Widerstandskraft.<\/p><p><strong>Unterschiedliche Renditeverl&auml;ufe<\/strong><\/p><p>F&uuml;r Anleger f&uuml;hren diese strukturellen Ver&auml;nderungen zu einem eigenst&auml;ndigen Renditeprofil. Staatsanleihen aus Frontier-M&auml;rkten erzielten in den letzten zehn Jahren annualisierte Renditen von 8,22 % und lagen damit in etwa auf dem Niveau von Schwellenl&auml;nderaktien - jedoch bei deutlich geringerer Volatilit&auml;t.<sup>3<\/sup><\/p><p>Diese Kombination spiegelt die Besonderheiten der Frontier-M&auml;rkte wider. Die Renditen werden oft weniger von globalen makro&ouml;konomischen Faktoren als vielmehr von l&auml;nderspezifischen Entwicklungen wie Reformma&szlig;nahmen, Rohstoffdynamiken oder politischen Ver&auml;nderungen bestimmt.<\/p><p>Dies kann sowohl Chancen als auch Fehlbewertungen mit sich bringen. L&auml;nder, die sich in einer Reform- oder Erholungsphase befinden, k&ouml;nnen schnell neu bewertet werden, w&auml;hrend andere, die unter Druck stehen, attraktive Einstiegsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Anleger bieten k&ouml;nnen, die &uuml;ber das Fachwissen verf&uuml;gen, den langfristigen Wert einzusch&auml;tzen.<\/p><p>Das j&uuml;ngste Marktverhalten veranschaulicht diese Dynamik. Nach dem Ausverkauf im Zuge des &bdquo;Liberation Day&ldquo; im Jahr 2025 erholten sich Frontier-Anleihen deutlich und erzielten im Laufe des Jahres 2025 eine Gesamtrendite von fast 20 %.<sup>4<\/sup><\/p><p><strong>Risiken bleiben &ndash; aber der Fortschritt auch<\/strong><\/p><p>Damit sollen die Risiken keineswegs heruntergespielt werden. Frontier Markets stehen nach wie vor vor Herausforderungen in Bezug auf Liquidit&auml;t, W&auml;hrungsvolatilit&auml;t und Governance. In den letzten sechs Jahren sind 10 L&auml;nder bei ihren Auslandsschulden in Zahlungsverzug geraten&nbsp;-&nbsp;ein deutlicher Hinweis auf das weiterhin bestehende Stresspotenzial f&uuml;r Investoren.<\/p><p>Insbesondere die Liquidit&auml;t bleibt ein entscheidendes Merkmal. Frontier Markets sind im Allgemeinen weniger liquide und werden weniger aktiv gehandelt als ihre Pendants in den Schwellenl&auml;ndern, was in volatilen Phasen zu h&ouml;heren Spreads und st&auml;rkeren Kursschwankungen f&uuml;hrt.<\/p><p>Gleichwohl zeigt die Entwicklung in die richtige Richtung. Die Glaubw&uuml;rdigkeit der Politik hat in vielen L&auml;ndern zugenommen und die Reaktionen auf Schocks werden orthodoxer. So entschied sich &Auml;gypten nach Ausbruch des Konflikts im Iran daf&uuml;r, seine W&auml;hrung als Anpassungsmechanismus abwerten zu lassen, statt die W&auml;hrungsreserven aufzubrauchen &ndash; ein Beispiel f&uuml;r einen disziplinierteren Ansatz.<\/p><p>Gleichzeitig verbessern sich die Haushalts- und Schuldenkennzahlen in mehreren M&auml;rkten. Angola ist ein deutliches Beispiel daf&uuml;r: Die Schuldenquote des Landes ist in den letzten Jahren von H&ouml;chstst&auml;nden w&auml;hrend der Pandemie von rund 120 % auf etwa 50 % stark gesunken - unterst&uuml;tzt durch h&ouml;here &Ouml;lpreise und politische Reformen.<sup>5<\/sup><\/p><p><strong>Abschlie&szlig;ende Gedanken&hellip;<\/strong><\/p><p>Anleihen aus Frontier Markets bleiben ein Spezialsegment und sind nicht f&uuml;r jeden Investor geeignet. Doch mit sich verbesserndem Marktzugang, zunehmender Tiefe der Lokalw&auml;hrungsm&auml;rkte und steigenden Herausforderungen bei der globalen Diversifizierung w&auml;chst ihre Bedeutung.<\/p><p>F&uuml;r diejenigen, die sich in dieser Komplexit&auml;t zurechtfinden, liegt die Chance auf der Hand: ein Segment des Anleiheuniversums mit tats&auml;chlich differenzierten Renditen, Zugang zu strukturellem Wachstumspotenzial und einem Risikoprofil, das zunehmend besser verstanden und besser gesteuert wird.<\/p><p>Diese Kombination macht Anleihen aus Frontier Markets immer weniger zu einer Nische und zunehmend zu einem logischen n&auml;chsten Schritt f&uuml;r Anleger in einem sich wandelnden Fixed-Income-Umfeld.<\/p><p><strong><em>Von Kevin Daly, Investment Director, Emerging Market Debt bei Aberdeen Investments<\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"59808\" blank=\"0\"]<\/p><p><sub>1 Quelle: Bloomberg, 31. Dezember 2025.<\/sub><\/p><p><sub>2 Quelle: Weltbank, Februar 2026.<\/sub><\/p><p><sub>3 Quelle: J.P. Morgan, Januar 2026.<\/sub><\/p><p><sub>4 Aberdeen Investments, Dezember 2025.<\/sub><\/p><p><sub>5 Aberdeen Investments\/IWF, 2026.<\/sub><\/p>","date_created":"2026-07-01T09:48:18+02:00","date_modified":"2026-07-03T05:21:30+02:00"},{"id":59805,"title":"Konsumsektor unter Druck: Chancen zeigen sich nur noch selektiv","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/208-dje-kapital-ag\/artikel\/59805-konsumsektor-unter-druck-chancen-zeigen-sich-nur-noch-selektiv","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/YJdhEuBvlFGpkHSociA4xmRPGvg8HCOe.png?s=3c4ed162697894536280d3e454912258","content_html":"<p>Anfang Juni pr&auml;sentieren sich die gro&szlig;en Konsumg&uuml;terunternehmen traditionell in Paris ihren Investoren &ndash; so auch 2026. Auf der in der Branche stark beachteten Konferenz haben die Manager die M&ouml;glichkeit, den Investoren die j&uuml;ngsten Nachfragetrends und Innovationen n&auml;herzubringen. In diesem Jahr war jedoch Vorsicht das vorherrschende Thema. Der anhaltende Iran-Krieg, h&ouml;here Benzinpreise und mehr Unternehmensinsolvenzen d&auml;mpfen die Konsumlaune. Viele Verbraucher greifen zur g&uuml;nstigeren Handelsmarke, um ihr Budget zu schonen. Das zeigt sich vor allem bei niedrigeren Einkommensgruppen. Besserverdienende mussten ihre Ausgaben bislang oft noch nicht sp&uuml;rbar einschr&auml;nken, auch weil sie von der guten Entwicklung ihrer Aktienanlagen profitiert haben.<\/p><p><strong>Reinigungsmittel unter Druck, Kosmetik bleibt robuster<\/strong><\/p><p>Mit Blick auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung &auml;u&szlig;erten sich die meisten Reinigungsmittelhersteller besonders vorsichtig. Neben der erstarkten Konkurrenz durch Handelsmarken belasten sie steigende Rohstoff- und Verpackungskosten, die unter anderem eine Folge des Nahostkonflikts sind. Deutlich zuversichtlicher blickt dagegen die Kosmetikindustrie nach vorn. Zwar leiden auch Hersteller von Beauty-Produkten unter h&ouml;heren Verpackungskosten. Ihnen f&auml;llt es jedoch generell leichter, diese Belastungen &uuml;ber Preisanpassungen und Ver&auml;nderungen im Produktmix auszugleichen. Zudem ist ihr Anteil am Gesamtkostenblock angesichts der h&ouml;heren Preispositionierung von Premium-Kosmetikprodukten ohnehin geringer. Hilfreich ist dabei auch die vorteilhaftere Kundenstruktur. Zu den Kunden f&uuml;hrender Kosmetikmarken z&auml;hlen sowohl &auml;ltere, zahlungskr&auml;ftigere als auch j&uuml;ngere, modisch orientierte K&auml;ufer. Es &uuml;berrascht daher nicht, dass das Online-Segment in der Kosmetikindustrie zu einem wichtigen Wachstumstreiber geworden ist. So erzielt einer der Marktf&uuml;hrer im Beautybereich inzwischen mehr als 30 Prozent seines Umsatzes &uuml;ber sogenannte E-Commerce-Vertriebskan&auml;le wie gro&szlig;e Social-Media-Plattformen, Online-Marktpl&auml;tze, spezialisierte Beauty-Plattformen oder chinesische Live-Streaming-Angebote.<\/p><p>Damit l&auml;sst der Konzern nicht nur online viele Wettbewerber hinter sich, sondern &uuml;berzeugt auch mit seiner Innovationskraft. Mit j&auml;hrlichen Investitionen von mehr als 1,3 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung gelingt es dem Unternehmen, die Zahl der Produkteinf&uuml;hrungen hochzuhalten und teilweise weiter zu steigern. Themen wie Longevity und Hautdiagnostik sind dabei nur zwei Bausteine unter vielen. Entsprechend geht das Management davon aus, auch 2026 besser abzuschneiden als der Gesamtmarkt.<\/p><p><strong>Energy-Drinks bleiben ein Wachstumsthema<\/strong><\/p><p>Eine hohe Widerstandskraft zeigt in dem aktuell schwierigen Konsumumfeld auch die Softdrink-Branche, vor allem das Segment der Energy-Drinks. Einerseits st&uuml;tzt die attraktive Preispositionierung die Nachfrage. Dies gilt nicht nur f&uuml;r die etablierten M&auml;rkte in den USA und Europa, sondern auch f&uuml;r viele Schwellenl&auml;nder. F&uuml;hrende Energy-Drink-Anbieter setzen beispielsweise auf preisg&uuml;nstigere Zweitmarken, die nun auch von Einkommensgruppen mit niedrigeren Budgets gekauft werden k&ouml;nnen. Die enge Zusammenarbeit im Vertrieb mit verschiedenen Abf&uuml;llpartnern unterst&uuml;tzt den Roll-out der Marken in den Schwellenl&auml;ndern zus&auml;tzlich.<\/p><p>[webinar id=\"59805\" blank=\"0\"]<\/p><p>Ein weiterer Faktor, der die Widerstandskraft der Getr&auml;nkekategorie st&uuml;tzt, ist die fortlaufende Erschlie&szlig;ung neuer Kundengruppen. Die Anbieter richten ihr Portfolio zunehmend auf Lifestyle-Konsumenten aus, die funktionelle Getr&auml;nke ohne Kalorien oder Zucker nachfragen. Der Fokus liegt hier auf fruchtigen Sorten, die neben Koffein zus&auml;tzliche Inhaltsstoffe wie Kollagen und immununterst&uuml;tzende Vitamine enthalten.<\/p><p><strong>Getr&auml;nkehersteller sind heute besser abgesichert<\/strong><\/p><p>Mit Blick auf die h&ouml;heren Rohstoff- und Verpackungskosten, unter anderem f&uuml;r Aluminium, f&auml;llt auf, dass die meisten Getr&auml;nkehersteller aus der Covid-Pandemie offenbar Lehren gezogen haben und heute deutlich besser gegen steigende Rohstoffpreise abgesichert sind als damals. Sollte die Nahostkrise jedoch bis weit ins kommende Jahr andauern, d&uuml;rften auch diese vorteilhaften Hedging-Kontrakte an Wirkung verlieren.<\/p><p><strong>Die Modebranche sp&uuml;rt den Kostenschub erst sp&auml;ter<\/strong><\/p><p>Ein &auml;hnliches Bild zeigt sich in der Textilindustrie. Seit Beginn des Iran-Krieges sind die unmittelbaren Kosten f&uuml;r Textilhersteller in S&uuml;d- und S&uuml;dostasien, unter anderem in Bangladesch, Indien und Vietnam, um 20 bis 30 Prozent gestiegen. Vor allem die Preise f&uuml;r Kunstfasern wie Polyester zogen infolge der zeitweisen &Ouml;lknappheit deutlich an. Auch Baumwolle verteuerte sich im Zuge der Nahostkrise. Die asiatischen Produzenten k&ouml;nnen diese h&ouml;heren Kosten jedoch in der Regel erst ab Herbst im Rahmen der Neuverhandlungen f&uuml;r die Fr&uuml;hjahrskollektion 2027 weitergeben. Das hei&szlig;t, die hiesigen Modekunden und die hiesige Modeindustrie werden die Teuerung erst mit deutlichem Zeitverzug zu sp&uuml;ren bekommen.<\/p><p>Wie gro&szlig; der jeweilige Anpassungsbedarf bei den Preisen ausf&auml;llt, h&auml;ngt zudem von der Produktionsstruktur der Anbieter ab. Unternehmen mit h&ouml;heren Beschaffungsanteilen in Nordafrika und Osteuropa d&uuml;rften deutlich weniger von den Turbulenzen betroffen sein als preisaggressivere Filialformate. Steigende Frachtkosten d&uuml;rften die Entwicklung der Bruttomarge im sp&auml;teren Jahresverlauf trotzdem d&auml;mpfen.<\/p><p>Auch im Modebereich gewinnen Zweitmarken weiter an Bedeutung. So erzielt einer der europ&auml;ischen Marktf&uuml;hrer mit einer Zweitmarke, die auf hochwertige Sport- und Freizeitmode spezialisiert ist, in vielen L&auml;ndern kontinuierlich Marktanteilsgewinne.<\/p><p><strong>Offprice-H&auml;ndler profitieren vom Spardruck<\/strong><\/p><p>Als krisenerprobt gilt in der Handelslandschaft au&szlig;erdem das sogenannte &bdquo;Offprice&ldquo;-Segment. Da preisbewusste Konsumenten in Zeiten knapper Budgets gezielt nach Rabatten suchen, k&ouml;nnen &bdquo;Offprice&ldquo;-Anbieter in diesem Umfeld auch in diesen Zeiten solide Erl&ouml;szuw&auml;chse vermelden.<\/p><p>Offprice-H&auml;ndler kaufen Restbest&auml;nde und &uuml;bersch&uuml;ssige Luxusartikel zu sehr g&uuml;nstigen Preisen auf und bieten sie anschlie&szlig;end den eigenen Kunden an. Der Vorteil dieser &auml;u&szlig;erst agilen Einkaufsstrategie liegt auch darin, dass der Anbieter nicht direkt von nennenswerten Produktionskostensteigerungen in Asien betroffen ist. Allein durch den Fokus auf einen optimierten Preisabstand zum regul&auml;ren Handel ergeben sich f&uuml;r den Anbieter zahlreiche M&ouml;glichkeiten, die eigene Rohertragsmarge zu steigern.<\/p><p><strong>Im Konsumsektor z&auml;hlt die richtige Auswahl<\/strong><\/p><p>Angesichts des eher schwierigen Umfelds bleibt die Einzeltitel-Selektion im Konsumsektor wichtig. Vor dem Hintergrund der teils astronomisch anmutenden Bewertungen mancher Technologiewerte d&uuml;rften einige Investoren nach Diversifikationsm&ouml;glichkeiten suchen. Der Konsumsektor bietet hier einige aussichtsreiche Chancen. Unter Risikoaspekten ist eine sorgf&auml;ltige Titelselektion jedoch wichtiger denn je. Der Fokus sollte klar auf Segmenten liegen, die der inflationsbedingten Konsumschw&auml;che trotzen k&ouml;nnen. Sollte es zu einer tragf&auml;higen L&ouml;sung in der Nahostkrise kommen, bieten Konsumwerte zudem ein gewisses Erholungspotenzial.<\/p><p><em><strong>Von<\/strong><strong>&nbsp;<\/strong><strong>J&ouml;rg Dehning, Analyst f&uuml;r die Konsumg&uuml;terbranche, bei der DJE Kapital AG<\/strong><\/em><\/p><p>[topArticles id=\"59805\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-07-01T09:26:34+02:00","date_modified":"2026-07-03T06:14:39+02:00"},{"id":59802,"title":"Die Wende kommt: Qualit\u00e4tsaktien sind jetzt die bessere Wahl","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/175-shareholder-value-management-ag\/artikel\/59802-die-wende-kommt-qualitaetsaktien-sind-jetzt-die-bessere-wahl","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/cbcKuvAiTvAYT8s1bgu3vwoOZjUcJSVV.png?s=9324a87dc2776436a5283f97d46b4ad1","content_html":"<p>Manchmal braucht es eine Zahl, um einen ganzen Trend zu verstehen. Hier ist sie: 2027 werden die 493 Unternehmen im S&amp;P 500 &mdash; all jene, die nicht zu den Magnificent 7 geh&ouml;ren &mdash; ein Gewinnwachstum von 23 Prozent erzielen. Die Mag 7 selbst? 20 Prozent. Die Underdogs &uuml;berholen das Spitzenfeld.<\/p><p>Das ist keine Prognose aus dem Bauch heraus &mdash; das sind die aktuellen Konsenssch&auml;tzungen, zusammengetragen von Apollo-Chefvolkswirt Torsten Slok. Und diese eine Zahl erz&auml;hlt eine Geschichte, die vielen Anlegern noch nicht bewusst ist: Die &Auml;ra der ungefragten Mag-7-Dominanz geht zu Ende. Was jetzt folgt, ist eine Marktrotation &mdash; weg von Wachstumsfantasie, hin zu echter Qualit&auml;t.<\/p><p><strong>Wie die Magnificent 7 ihren Vorsprung verspielen&nbsp;<\/strong><\/p><p>Noch 2023 war das Bild eindeutig: Die Mag 7 wuchsen mit 47 Prozent &mdash; der Rest des S&amp;P 500 schrumpfte um 16 Prozent. Ein Abstand von 63 Prozentpunkten. Das rechtfertigte Bewertungsaufschl&auml;ge, dominierte die Schlagzeilen, zog das Kapital an. Verst&auml;ndlich.<\/p><p>Seitdem schrumpft dieser Vorsprung mit jedem Quartal. 2026: 19 Prozent f&uuml;r die Mag 7, 15 Prozent f&uuml;r den Rest. Noch ein Unterschied &mdash; aber kein Graben mehr. Und 2027 dreht sich das Bild nach aktuellem Stand um. Das liegt nicht daran, dass der Rest pl&ouml;tzlich so viel besser wird. Es liegt daran, dass die Mag 7 ein strukturelles Problem haben: ihren eigenen Erfolg.<\/p>[infoBox]<h2>Fragen zu den Magnificent 7<\/h2><p><strong>Welche Titel stehen f&uuml;r die Magnificent 7?<\/strong><\/p><p>Die Magnificent 7 sind Apple, Microsoft, Alphabet (Google), Amazon, Meta, Nvidia und Tesla &ndash; die sieben gr&ouml;&szlig;ten US-Technologiekonzerne, die seit 2023 die Wertentwicklung des S&amp;P 500 ma&szlig;geblich gepr&auml;gt haben.<\/p><p><strong>Warum sollen die Gewinne au&szlig;erhalb der Magnificent 7 ab 2027 st&auml;rker wachsen?<\/strong><\/p><p>Weil die Hyperscaler unter den Mag 7 (Amazon, Google, Microsoft, Meta, Oracle) einen wachsenden Teil ihres operativen Cashflows in KI-Rechenzentren investieren. Das senkt ihren freien Cashflow, aus dem Dividenden, Aktienr&uuml;ckk&auml;ufe und Wachstum finanziert werden. Die &uuml;brigen 493 Unternehmen im S&amp;P 500 sollen laut aktuellen Konsenssch&auml;tzungen 2027 mit 23 Prozent wachsen; die Mag 7 nur mit 20 Prozent.<\/p>[\/infoBox]<p>Gemeint ist das KI-Capex. Die gro&szlig;en Hyperscaler &mdash; Amazon, Google, Microsoft, Meta, Oracle &mdash; investieren derzeit einen immer gr&ouml;&szlig;eren Teil ihres operativen Cashflows in Rechenzentren. Die Folge ist mathematisch schlicht: Weniger Free Cashflow. Und Free Cashflow ist das, woraus am Ende Dividenden, Aktienr&uuml;ckk&auml;ufe und Wachstum finanziert werden. Das Fundament br&ouml;ckelt &mdash; auch wenn der Aktienkurs das noch nicht vollst&auml;ndig widerspiegelt.<\/p><p>Das Bewertungsniveau des Gesamtmarkts liegt nahe Allzeithochs beim konjunkturbereinigten KGV. Gleichzeitig notieren Software-Aktien jenseits der gro&szlig;en Hyperscaler auf dem niedrigsten relativen Bewertungsniveau seit Jahren. Der Markt ignoriert systematisch alles, was kein KI-Etikett tr&auml;gt. Genau das schafft die Gelegenheiten, die wir suchen.<\/p><p><strong>Qualit&auml;t zum Schn&auml;ppchenpreis<\/strong><\/p><p>Nehmen wir Microsoft. Das Unternehmen hat seinen operativen Gewinn in vier Gesch&auml;ftsjahren beinahe verdoppelt. Das Cloudgesch&auml;ft w&auml;chst, die Azure-Plattform gewinnt Marktanteile, das Gesch&auml;ftsmodell wird breiter. Und der Aktienkurs? Steht im laufenden Jahr mehr als 20 Prozent im Minus. Das ist das Paradox, das wir gerade an den M&auml;rkten erleben: operative St&auml;rke m&uuml;ndet in einer Kursschw&auml;che.<\/p><p>Das gleiche Bild bei der M&uuml;nchener R&uuml;ck: eines der profitabelsten Versicherungsunternehmen der Welt, stabile Dividende, starke Zeichnungsqualit&auml;t &mdash; unter Druck, weil es kein KI-Label gibt. Oder Scout24: wirtschaftlicher Burggraben im Immobiliengesch&auml;ft, kaum zu ersetzen &mdash; abgestraft, weil jemand fragt, ob man in drei Jahren noch ein Immobilienportal braucht. Die Antwort lautet: ja, sehr wahrscheinlich auch in zehn Jahren noch.<\/p><p>Warren Buffett hat es pr&auml;zise formuliert:<\/p><blockquote><p><em>\"It's far better to buy a wonderful company at a fair price than a fair company at a wonderful price.\"<\/em><\/p><\/blockquote><p>Wunderbare Unternehmen zu fairen &mdash; manchmal sogar sehr g&uuml;nstigen &mdash; Preisen: Das ist genau das, was der Markt gerade anbietet. Au&szlig;erhalb der Mag 7.<\/p><p><strong>Podcast: Frankfurter Aktientalk<\/strong><\/p><p>[video type=\"youtube\" id=\"MDtLjK_yIko\" image=\"https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/MDtLjK_yIko\/maxresdefault.jpg\"]<\/p><p><strong>Was bedeutet das f&uuml;r Ihr Depot?&nbsp;<\/strong><\/p><p>Der Modern Value-Ansatz sucht genau diese Konstellation: Qualit&auml;tsunternehmen mit echtem Burggraben, hohen Kapitalrenditen und stabilen Cashflows &mdash; und kauft sie dann, wenn der Markt sie gerade links liegen l&auml;sst. Klassisches Value Investing reicht nicht: Ein g&uuml;nstiges Unternehmen ohne Wachstumsperspektive bleibt g&uuml;nstig. Modern Value kombiniert Qualit&auml;t mit Bewertungsabschlag.<\/p><p>Unsere Watchlist mit rund 100 Qualit&auml;tstiteln sendet derzeit ein klares Signal: Die Renditeerwartungen steigen &mdash; nicht weil die Unternehmen schlechter werden, sondern weil die Kurse gefallen sind, w&auml;hrend die operativen Ergebnisse stark bleiben. Das ist die Sicherheitsmarge, auf die Value-Investoren warten.<\/p><p>Die Frage ist nicht, ob Qualit&auml;tsaktien sich erholen werden. Die Frage ist nur, wann. Und wer dann nicht investiert ist, hat die Gelegenheit verpasst.<\/p><p>Qualit&auml;tsaktien nach dem Modern Value-Ansatz geh&ouml;ren somit in jedes Depot. Nicht als Wette auf den n&auml;chsten Hype &mdash; sondern als strukturelles Fundament f&uuml;r langfristigen Verm&ouml;gensaufbau.<\/p><p><strong><em>Von Heiko B&ouml;hmer, Kapitalmarktstratege bei Shareholder Value Management<\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"59802\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-07-01T08:17:23+02:00","date_modified":"2026-07-03T06:23:55+02:00"},{"id":59797,"title":"Erh\u00f6hte Widerstandsf\u00e4higkeit in Stressphasen: Schwellenl\u00e4nderanleihen in Lokalw\u00e4hrung","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/193-dpam\/artikel\/59797-erhoehte-widerstandsfaehigkeit-in-stressphasen-schwellenlaenderanleihen-in-lokalwaehrung","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/8HwAGQJUgzdFSY8GsJpzkEpWXTqdIVjD.png?s=65dc55e321979a30a606911b534e9ff6","content_html":"<p>F&uuml;r die Renditen von EM-Hartw&auml;hrungsanleihen spielen Bewegungen der US-Treasury-Renditen aufgrund der Dollar-Denominierung der Anlageklasse eine entscheidende Rolle. Fallende Kernzinsen unterst&uuml;tzen typischerweise die Performance durch Durationseffekte. Dar&uuml;ber hinaus wird die Performance erheblich durch Ver&auml;nderungen der Kreditspreads beeinflusst.<\/p><p>Die Spreads von Schwellenl&auml;nder-Hartw&auml;hrungsanleihen befinden sich derzeit auf Mehrjahrestiefs. Betrachtet man den Index, haben sich die Spreads von 450 Basispunkten Ende 2022 auf rund 230 Basispunkte &uuml;ber US-Treasuries Ende Juni verengt &ndash; ein Niveau, das seit der globalen Finanzkrise nicht mehr erreicht wurde.<\/p><p>In den ersten Monaten des Jahres 2026 kennzeichnet eine Dynamik in Richtung &bdquo;Ent-Dollarisierung&ldquo; eine allm&auml;hliche, aber zunehmend sichtbare Verschiebung im globalen W&auml;hrungssystem. Zentralbanken diversifizieren ihre Reservebest&auml;nde weg vom US-Dollar und hin zu alternativen W&auml;hrungen und Gold. W&auml;hrend wir keinen unmittelbaren Ausl&ouml;ser daf&uuml;r sehen, dass der US-Dollar seine Safe-Haven-Eigenschaften vollst&auml;ndig verliert, glauben wir, dass diese Gegenwinde die zuk&uuml;nftige US-Dollar-Performance belasten k&ouml;nnten.<\/p><p>[webinar id=\"59797\" blank=\"0\"]<\/p><p>Im Gegensatz bieten Schwellenl&auml;nder-Lokalw&auml;hrungsanleihen mehrere Elemente, die in anderen festverzinslichen Anlageklassen nicht vorhanden sind. Erstens kompensiert der attraktive Renditeaufschlag gegen&uuml;ber entwickelten M&auml;rkten Anleger f&uuml;r die &Uuml;bernahme zus&auml;tzlicher Risiken und bietet eine stabile Renditequelle, die sich im Laufe der Zeit aufzinst. Zweitens diversifizieren Anleger weg von traditionellen Eurozone- und US-orientierten Investitionen.<\/p><p>Lokale Schwellenl&auml;nderanleihen werden von einem eigenst&auml;ndigen Faktorenset getrieben. &nbsp;Infolgedessen k&ouml;nnen diese idiosynkratischen Treiber die Diversifikation verbessern und helfen, die Portfoliovolatilit&auml;t zu reduzieren, insbesondere in Phasen regionaler oder sektorspezifischer Belastungen. Als solche k&ouml;nnen lokale EM-Anleihen als wertvolle Portfoliokomponente f&uuml;r Anleger dienen, die sich gegen Dollar-Schw&auml;che absichern und gleichzeitig die risikoadjustierten Gesamtrenditen verbessern m&ouml;chten.<\/p><p>Die steigende globale Nachfrage nach lokalen EM-Anleihen bietet eine starke Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Anlageklasse. Lokalw&auml;hrungsm&auml;rkte bieten ein breiteres und dynamischeres Chancenset, das attraktive Renditen, erh&ouml;hte Realzinspuffer und das Potenzial f&uuml;r W&auml;hrungsaufwertung kombiniert. Ihre Abh&auml;ngigkeit von inl&auml;ndischen Anlegern und inl&auml;ndischen Fundamentaldaten bietet gr&ouml;&szlig;ere Widerstandsf&auml;higkeit und Diversifikation, insbesondere in Phasen erh&ouml;hter globaler Unsicherheit.<\/p><p><strong><em>Von Thomas Timmerman, Fund Manager bei DPAM <br><\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"59797\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-06-30T13:00:08+02:00","date_modified":"2026-07-03T05:26:10+02:00"},{"id":59795,"title":"J.P. Morgan EM-Expertin: \u201eDie Welt war zu sehr auf die USA fixiert\u201c","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/managers\/artikel\/59795-jp-morgan-em-expertin-die-welt-war-zu-sehr-auf-die-usa-fixiert","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/gKxop5flsDdqAB0InCdGt4CXRr8EiWW3.png?s=7d1f1e55c8116b1189617b04f559d865","content_html":"<p>Im Rahmen des European Media Summit von J.P. Morgan Asset Management spricht e-fundresearch.com mit Emily Whiting, Head of APAC Equity Specialists, &uuml;ber die Wiederentdeckung der Diversifikationsqualit&auml;t von Emerging Markets, strukturelle Wachstumsthemen wie Technologie und Energie, die Herausforderungen der Indexkonzentration sowie ihre aktuelle Sicht auf China.<\/p><h2><strong>Schwellenl&auml;nder als Diversifikator<\/strong><\/h2><p><strong>e-fundresearch.com:<\/strong> Viele Anleger &uuml;berdenken derzeit ihre regionale Diversifikation, weg von US-Aktien. Welche Rolle sollten Emerging Markets in diesem Kontext heute spielen, und wie sollten Investoren EM-Aktien in einer Welt einordnen, die jahrelang vom US-Exzeptionalismus gepr&auml;gt war?<\/p><p><strong>Emily Whiting:<\/strong> Die Schwellenl&auml;nder haben in diesem Jahr daran erinnert, was sie zur Diversifikation in einem Portfolio beitragen k&ouml;nnen. In den vergangenen rund zehn Jahren war die Welt sehr stark auf die USA fokussiert und entsprechend stark sind die Portfolios der Anleger inzwischen dort &uuml;bergewichtet. Zu Jahresbeginn sahen wir eine Rotation aus den USA in Schwellenl&auml;nder, als Anleger erkannten, dass sie in den USA &uuml;bergewichtet und in EMs untergewichtet waren. Der Konflikt im Nahen Osten hat zus&auml;tzlich die Bedeutung der breiten Diversifikation innerhalb der Anlageklasse verdeutlicht: Asien spielt eine wichtige Rolle, Lateinamerika ist reich an Rohstoffen, EMEA und S&uuml;dafrika bringen ebenfalls Stabilit&auml;t ein. Letztlich leben, arbeiten und konsumieren 85 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung, rund sechs Milliarden Menschen, in diesen M&auml;rkten. Wenn die meisten Portfolios trotzdem nur einstellige Prozentpunkte in Schwellenl&auml;ndern investiert haben, passt das nicht zusammen. Ich hoffe daher, dass dieses Jahr f&uuml;r viele Anleger eine gute Erinnerung war, geografisch breiter aufgestellt zu sein.<\/p><h2><strong>Strukturelle Themen: Tech, Bewertung und Wachstum<\/strong><\/h2><p><strong>e-fundresearch.com:<\/strong> Welche strukturellen Themen sind aus Ihrer Sicht in den Schwellenl&auml;ndern derzeit am &uuml;berzeugendsten, mit Blick auf Wachstum, Bewertung und Politik?<\/p><p><strong>Whiting:<\/strong> Sehr deutlich steht das Thema Technologie im Zentrum der Emerging-Markets-Story. Wenn man an KI denkt, landen rund 40 Prozent der Ausgaben eines NVIDIA-Datacenters letztlich in den Schwellenl&auml;ndern: &uuml;ber Halbleiter, Speicher, Testing, Packaging und Design.<\/p><p>Aus Bewertungssicht erscheinen mir Mexiko, M&auml;rkte in Osteuropa und Teile von ASEAN derzeit attraktiv, oft, weil bereits viele schlechte Nachrichten eingepreist sind.<\/p><p>Auf der Wachstumsseite geh&ouml;rt Indien trotz der j&uuml;ngsten Underperformance auf das Radar. Der Markt hat aufgrund einer geringeren Tech-Quote und der Belastung durch hohe Energieimporte zuletzt hinterhergehinkt; dennoch liefert Indien Jahr f&uuml;r Jahr eine der h&ouml;chsten BIP-Wachstumsraten weltweit, gest&uuml;tzt von einer Bev&ouml;lkerung von mehr als 1,4 Milliarden Menschen. Indien sehe ich als Multi-Dekaden-Story. Den richtigen Einstiegszeitpunkt findet man bei keinem dieser M&auml;rkte zuverl&auml;ssig, aber je nach Stil und Portfolio bieten Schwellenl&auml;nder eine breite Palette an Ankn&uuml;pfungspunkten.<\/p><h2><strong>Geldpolitik: Zinssenkungen aus einer Position der St&auml;rke<\/strong><\/h2><p><strong>e-fundresearch.com:<\/strong> Viele Notenbanken in Schwellenl&auml;ndern haben ihre Zinssenkungszyklen fr&uuml;her begonnen als die Notenbanken der entwickelten M&auml;rkte. Was bedeutet das f&uuml;r Banken, Konsum, Unternehmensgewinne und lokale Aktienm&auml;rkte?<\/p><p><strong>Whiting:<\/strong> Vor 15 oder 20 Jahren w&auml;ren EM-Notenbanken nicht vorausgegangen, heute schon. Sie haben ihre Geldpolitik aus einer wesentlich robusteren Position heraus und mit deutlich mehr Glaubw&uuml;rdigkeit gestaltet. Ein gutes Beispiel ist Brasilien: Der Leitzins Selic wurde in diesem Jahr mehrfach gesenkt. Langfristige Daten zeigen, dass sinkende Zinsen in Brasilien das Kreditwachstum unterst&uuml;tzen, weil Kredite billiger werden und Konsumenten und Unternehmen eher Kredite aufnehmen. Das ist auch positiv f&uuml;r Aktien, weil Anleger geringere Ertr&auml;ge auf Geldmarktprodukte erhalten, und vermehrt in den Aktienmarkt investieren. Wichtig ist, dass Brasilien aus einer Position der St&auml;rke und mit Augenma&szlig; senkt. Wir haben daher einen positiven Blick auf den brasilianischen Markt, denn die Wirtschafts- und Geldpolitik wirken insgesamt sehr besonnen.<\/p><h2><strong>Indexkonzentration und Portfoliokonstruktion<\/strong><\/h2><p><strong>e-fundresearch.com:<\/strong> Die EM-Indizes sind zunehmend konzentriert, wenige Schwergewichte machen einen gro&szlig;en Teil aus. Welche Risiken sollten Anleger im Auge behalten, und wie gehen Portfoliomanager mit Benchmark und Diversifikation um?<\/p><p><strong>Whiting:<\/strong> Das ist tats&auml;chlich eine wachsende Herausforderung, vor allem in UCITS-Strukturen. Im MSCI Emerging Markets Index ist beispielsweiseTSMC inzwischen mit knapp 15 Prozent gewichtet. Das ist eine Konzentration, die wir in einem regulierten UCITS-Vehikel aufgrund der 5\/10\/40-Regel nicht abbilden k&ouml;nnen. Taiwan ist heute in manchen Indizes gr&ouml;&szlig;er als China, wobei etwa die H&auml;lfte des taiwanesischen Marktes praktisch auf TSMC entf&auml;llt. In Korea kommen Samsung und SK Hynix zusammen auf rund 40 Prozent des Lokalindex. Das ist keine J.P. Morgan-spezifische Frage, sondern ein Branchenthema.<\/p><p>Wir konzentrieren uns auf risikoadjustiertes Exposure und unsere treuh&auml;nderische Verantwortung. TSMC ist ein gro&szlig;artiges Unternehmen, aber etwas, das nicht TSMC ist, kann TSMC nun einmal nicht vollst&auml;ndig ersetzen. Wir achten daher sehr darauf, die Architektur des Portfolios zu sch&uuml;tzen und wollen vermeiden, es durch ein oder zwei Positionen destabilisieren zu lassen.<\/p><h2><strong>China: Vorsichtig optimistisch und sehr selektiv<\/strong><\/h2><p><strong>e-fundresearch.com:<\/strong> J.P. Morgan Asset Management beschreibt seine Sicht auf China als vorsichtig optimistisch. Welche fundamentalen Faktoren sprechen f&uuml;r chinesische Aktien nach der j&uuml;ngsten Erholung und wo liegen die wesentlichen Risiken?<\/p><p><strong>Whiting:<\/strong> China ist zu gro&szlig;, um es zu ignorieren. Aber die Story hat sich ver&auml;ndert: Es geht nicht mehr darum, einfach in China breit investiert zu sein, sondern selektiv vorzugehen. Inl&auml;ndische Anleger investieren wegen der Dividendenrendite verst&auml;rkt in Banken und Financials. Das spiegelt nicht unsere Strategie wider, ist aber wichtig zu wissen. Wir setzen Akzente in Industrials, im Internetsektor und im Konsum. Beim Konsum zeigt sich ein klarer Value-Trend: Die Menschen wollen weiter ausgehen, suchen aber nach einem besseren Preis-Leistungs-Verh&auml;ltnis. Das klassische Beispiel: Statt zwei Premiumbieren werden lieber g&uuml;nstigere Biere bestellt. Wir wollen also Konsumtitel mit flexiblen Preispunkten. Ein erg&auml;nzender Bereich sind Reisen und Erlebnisse. Hotels und Online-Reiseb&uuml;ros profitieren von steigenden Reisendenzahlen, auch wenn das durchschnittliche Reisebudget pro Person sinkt. Im Internet- und E-Commerce-Segment sehen wir Schwergewichte wie Alibaba und Tencent zur&uuml;ckkommen; Alibaba hat zuletzt mit starken Zahlen, vor allem im Cloud-Gesch&auml;ft, &uuml;berzeugt.<\/p><h2><strong>Tech in China: Bewertung, Power und der DeepSeek-Moment<\/strong><\/h2><p><strong>e-fundresearch.com:<\/strong> Technologie und Internet sind zentrale Treiber f&uuml;r die Gewinnentwicklung in China. Wie unterscheidet sich diese Chance von US-Tech?<\/p><p><strong>Whiting:<\/strong> Aus Bewertungssicht erscheinen die chinesischen Werte g&uuml;nstig, was h&auml;ufig daran liegt, dass sie unter anderen Rahmenbedingungen operieren. Bewertungen sind wichtig, aber sie sollten einen nie zum Kauf verleiten, sondern h&ouml;chstens dabei helfen, sich mit dem Preis wohlzuf&uuml;hlen, den man zahlt. Die Chance in China sehe ich vor allem in der St&auml;rkung der Selbstversorgung und China-f&uuml;r-China-Strategien. Schwieriger ist die globale Wahrnehmung: Chinesische Tech-Werte profitieren nicht so unmittelbar von der KI-Welle wie ihre US-Pendants. Wir haben Teams in Shanghai, Taipeh und Hongkong, die sich genau diesem Universum widmen, auch entlang der Wertsch&ouml;pfungskette von Halbleiterdesign, Fertigung und Packaging. Ein Aspekt, der h&auml;ufig &uuml;bersehen wird, ist die Stromversorgung. KI braucht enorme Energiemengen, und in den USA werden bereits Auflagen erlassen, dass neue Datacenter eigene Versorgungsl&ouml;sungen mitbringen m&uuml;ssen. Hier ist China sehr weit ; das Netz wurde fr&uuml;hzeitig auf diesen Bedarf vorbereitet. Anleger k&ouml;nnen also nicht nur direkt in KI-Themen investieren, sondern auch in Stromerzeuger und erneuerbare Energien als entscheidende Enabler. China hatte seinen DeepSeek-Moment, der gezeigt hat, dass das Land weiterhin im KI-Spiel ist. In den Randbereichen rund um den eigentlichen KI-Stack macht China aus meiner Sicht inzwischen vieles sogar besser.<\/p><p><strong>e-fundresearch.com:&nbsp;<\/strong>Vielen Dank f&uuml;r das Gespr&auml;ch, Frau Whiting!<\/p><p>[topArticles id=\"59795\" blank=\"0\"][webinar id=\"59795\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-06-30T11:05:54+02:00","date_modified":"2026-07-03T06:00:24+02:00"},{"id":59794,"title":"Multi-Asset-Umfrage: Wie sind Asset Manager f\u00fcr das zweite Halbjahr positioniert? (Teil 1\/2)","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/funds\/artikel\/59794-multi-asset-umfrage-wie-sind-asset-manager-fuer-das-zweite-halbjahr-positioniert-teil-12","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/tGfV7fAXfj6GZFFwuDL3YWk8miWr8VBz.png?s=804a8e7b02f865ba52858e92c700dfe9","content_html":"<p>Das erste Halbjahr 2026 hat Multi-Asset-Investoren ein widerspr&uuml;chliches Bild geliefert: robuste Aktienm&auml;rkte trotz ambitionierter Bewertungen und geopolitischen Spannungen. Wo liegen vor diesem Hintergrund im zweiten Halbjahr die attraktivsten Chancen, wo die gr&ouml;&szlig;ten Risiken? In der neuen Ausgabe des e-fundresearch.com #AssetAllocationForum haben wir die Branche um ihren Ausblick f&uuml;r H2 2026 gebeten.<\/p><p><strong>Mit den Pfeiltasten (&larr; \/ &rarr;) oder per Wischgeste auf Mobilger&auml;ten k&ouml;nnen Sie durch die Antworten der Expertinnen und Experten navigieren.<\/strong><\/p><p>[contentCarousel survey=\"1\" id=\"a2159f3d-438f-461a-b8de-be17ba976d57\" start=\"1\" end=\"11\"]<\/p>[infoBox]<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Dies ist Teil 1 von 2 unserer Multi-Asset-Umfrage. Teil 2 mit weiteren Experteneinsch&auml;tzungen, unter anderem von den H&auml;usern Assenagon, Carmignac und Edmond de Rothschild, folgt am Freitag den 3. Juli.<\/em><\/p>[\/infoBox]<p><strong>Der Grundtenor der Expertenkommentare<\/strong><\/p><p>&Uuml;ber alle Antworten hinweg &uuml;berwiegt ein vorsichtiger Optimismus. Die Mehrheit der Befragten bleibt in Aktien moderat &uuml;bergewichtet, getragen von einem Thema, das praktisch jeden Kommentar pr&auml;gt: k&uuml;nstliche Intelligenz. &bdquo;Ein dominanter KI-Trade pr&auml;gt den Markt\", bringt es Christoph von Scheurl (Helaba Invest) auf den Punkt; bei Roger R&uuml;egg (ZKB\/Swisscanto) hat &bdquo;das Gewinnwachstum im Halbleitersektor die &Ouml;lschock-Sorgen schnell verdr&auml;ngt\". Ulrich Urbahn (Berenberg) verweist auf &bdquo;robuste Kapitalm&auml;rkte dank KI-Booms und trotz geopolitischer Spannungen\" und h&auml;lt weiterhin Aktien und Gold f&uuml;r bevorzugt. Als zus&auml;tzlicher R&uuml;ckenwind werden vielfach die zuletzt nachgebenden &Ouml;lpreise und die Anzeichen einer Entspannung im Nahen Osten genannt, die nach Einsch&auml;tzung mehrerer H&auml;user ein Extremrisiko aus dem Markt nehmen.<\/p><blockquote><p>&bdquo;Nicht defensiv, aber deutlich selektiver\"<\/p><\/blockquote><p>Bedingungslos ist dieser Optimismus jedoch nicht. Mehrere Strategen betonen, dass nicht die H&ouml;he, sondern die Struktur des Risikos entscheidend sei. &bdquo;Entscheidend ist f&uuml;r uns weniger die H&ouml;he des Gesamtrisikos als dessen Struktur\", schreibt Dr. Sebastian Wenz (First Private); Gregor M.A. Hirt (Allianz Global Investors) fasst das Umfeld mit den Worten &bdquo;Globale Konjunktur biegt sich, bricht aber nicht &ndash; Risiken bleiben hoch\" zusammen. Gaelle Mallejac (Ostrum Asset Management) geht mit &bdquo;moderatem Risikoappetit\" ins zweite Halbjahr: &bdquo;nicht defensiv, aber deutlich selektiver\". Gewarnt wird vor allem vor ambitionierten Bewertungen, vor Konzentrations- und Crowding-Risiken im KI-Segment sowie vor der gestiegenen Aktien-Anleihen-Korrelation, die die stabilisierende Wirkung von Staatsanleihen schw&auml;cht. Lange Durationen und enge Spreads im High-Yield-Bereich werden entsprechend h&auml;ufig gemieden, Qualit&auml;t auf der Aktien- wie der Anleihenseite wird betont.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p>Weil die klassische Diversifikation an Verl&auml;sslichkeit eingeb&uuml;&szlig;t hat, r&uuml;ckt ein breiterer Werkzeugkasten in den Fokus. Gold bleibt, trotz zwischenzeitlicher Korrektur und einzelner Gewinnmitnahmen, f&uuml;r viele ein zentraler Baustein, gest&uuml;tzt von anhaltenden Notenbankk&auml;ufen. Daneben nennen die Befragten Industriemetalle und Rohstoffe, inflationsindexierte Anleihen, Katastrophenanleihen (Cat Bonds) sowie liquide Alternatives wie Global-Macro-, Trendfolge- und Absicherungsstrategien. Matthias Scheiber (Allspring Global Investments) bringt die &uuml;bergeordnete Fragestellung auf den Punkt: &bdquo;Der globale Zielkonflikt zwischen Wachstum und Inflation muss neu bewertet werden.\" Der gemeinsame Nenner: In einem Umfeld h&ouml;herer Volatilit&auml;t entscheidet weniger die grobe Risikoquote als die saubere Selektion &ndash; &uuml;ber Regionen, Sektoren und Anlageklassen hinweg.<\/p><p>[webinar id=\"59794\" blank=\"0\"]<\/p>[infoBox]<p><strong>Die Teilnehmer der e-fundresearch.com Survey <strong><strong>(Teil 1 von 2)<\/strong><\/strong>:<\/strong><\/p><ul><li><p><strong>Ulrich Urbahn<\/strong> &ndash; Berenberg<\/p><\/li><li><p><strong>Gregor MA Hirt<\/strong> &ndash; Allianz Global Investors GmbH<\/p><\/li><li><p><strong>Michael Walsh<\/strong> &ndash; T. Rowe Price<\/p><\/li><li><p><strong>Marcio Costa<\/strong> &ndash; BANTLEON<\/p><\/li><li><p><strong>Daniel Kerbach<\/strong> &ndash; BayernInvest<\/p><\/li><li><p><strong>Dr. Sebastian Wenz<\/strong> &ndash; First Private Investment Management<\/p><\/li><li><p><strong>J&ouml;rg Held<\/strong> &ndash; ETHENEA Independent Investors S.A.<\/p><\/li><li><p><strong>Christoph von Scheurl<\/strong> &ndash; Helaba Invest<\/p><\/li><li><p><strong>Gaelle Mallejac<\/strong> &ndash; Ostrum Asset Management<\/p><\/li><li><p><strong>Roger R&uuml;egg<\/strong> &ndash; ZKB\/Swisscanto<\/p><\/li><li><p><strong>Matthias Scheiber<\/strong> &ndash; Allspring Global Investments<\/p><\/li><\/ul>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"59794\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-06-30T10:03:52+02:00","date_modified":"2026-07-03T05:21:24+02:00"},{"id":59791,"title":"Banken- und Versicherungsaktien: Mehr Substanz als die Bewertungen zeigen","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/170-dnb-asset-management\/artikel\/59791-banken-und-versicherungsaktien-mehr-substanz-als-die-bewertungen-zeigen","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/t6XxkLOjNfOKA4iUhvV4qQVT4MWVQ6FA.png?s=473adae7e1962298a3716e37ab805689","content_html":"<p>Finanzwerte werden von vielen Anlegern noch immer durch die Brille der globalen Finanzkrise betrachtet. Banken gelten als zyklisch, regulierungsanf&auml;llig und riskant; Versicherer als schwerf&auml;llig; Zahlungsdienstleister werden oft eher dem Technologiesektor zugerechnet. Diese Sicht greift zunehmend zu kurz. Der Finanzsektor von heute ist nicht mehr der Finanzsektor von 2008. Der Sektor ist deutlich widerstandsf&auml;higer geworden. Banken und Versicherer haben seit der Finanzkrise Kapital aufgebaut, ihre Liquidit&auml;t verbessert, das Risikomanagement gest&auml;rkt und ihre Gesch&auml;ftsmodelle unter strengeren aufsichtsrechtlichen Vorgaben angepasst. Banken verf&uuml;gen heute &uuml;ber Kapital von h&ouml;herer Qualit&auml;t, unterliegen Stresstests, Liquidit&auml;tsquoten, Verschuldungsgrenzen und einer st&auml;rker vorausschauenden Risikovorsorge. Versicherer arbeiten unter risikosensitiveren Solvabilit&auml;tsregeln, mit st&auml;rkerer Unternehmensf&uuml;hrung, gr&ouml;&szlig;erer Transparenz und strengerer Aufsicht. Damit tritt der Sektor mit einer deutlich gr&ouml;&szlig;eren F&auml;higkeit, Schocks abzufedern, in den aktuellen Konjunkturzyklus ein als vor 2008. Banken und Versicherer sind weniger verschuldet, liquider, besser beaufsichtigt und transparenter. In einem Abschwung d&uuml;rften sie daher eher als Stabilisatoren denn als Verst&auml;rker wirken. Robustheit sollte allerdings nicht mit Immunit&auml;t verwechselt werden.<\/p><p>Genau hier liegt die Anlagechance. Trotz der starken Branchenentwicklung der vergangenen Jahre bleiben die Erwartungen vieler Anleger verhalten. Die Bewertungen sind weiterhin attraktiv, und solide Kapitalpositionen st&uuml;tzen hohe Kapitalrenditen. Aus unserer Sicht haben sich die Fundamentaldaten des Sektors nachhaltiger verbessert, als es die aktuellen Markterwartungen widerspiegeln. Anleger haben daher Spielraum, das langfristige Wertsch&ouml;pfungspotenzial von Finanzwerten neu zu bewerten.<\/p><p><strong>Europ&auml;ische Banken werden weiter untersch&auml;tzt<\/strong><\/p><p>Besonders deutlich zeigt sich das bei europ&auml;ischen Banken. Ein gewisser Bewertungsabschlag gegen&uuml;ber US-Instituten ist weiterhin gerechtfertigt. Europa w&auml;chst strukturell langsamer, die Banken- und Kapitalm&auml;rkte sind fragmentierter, politische und regulatorische Risiken sind h&ouml;her, und die Kapitalmarktinfrastruktur ist weniger entwickelt. Doch das Ausma&szlig; und die Dauerhaftigkeit dieses Abschlags erscheinen &uuml;berzogen. Die M&auml;rkte untersch&auml;tzen, wie nachhaltig sich die Rentabilit&auml;t vieler europ&auml;ischer Banken verbessert hat, wie stark ihre Kapitalausstattung heute ist und mit welcher Disziplin &uuml;bersch&uuml;ssiges Kapital inzwischen verwaltet und ausgesch&uuml;ttet wird.<\/p><p>Die besten europ&auml;ischen Institute sollten deshalb nicht l&auml;nger als angeschlagene Altbanken betrachtet werden, sondern als ausgereifte, gut kapitalisierte Unternehmen, die Kapitalrenditen steigern und &uuml;ber die Zeit attraktiven Shareholder Value schaffen k&ouml;nnen. Das gilt umso mehr, als Europa vor enormen Investitionsaufgaben steht. Der Draghi-Bericht beziffert den zus&auml;tzlichen Investitionsbedarf auf rund 750 bis 800 Milliarden Euro pro Jahr, um Innovationsl&uuml;cken zu schlie&szlig;en, die Wettbewerbsf&auml;higkeit im Energiebereich zu verbessern, die Industrie zu dekarbonisieren sowie Sicherheit und Widerstandsf&auml;higkeit zu st&auml;rken. Ein fragmentiertes Finanzsystem wird Schwierigkeiten haben, Kapital in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung zu mobilisieren. Europa braucht deshalb st&auml;rkere Banken, tiefere Kapitalm&auml;rkte und eine funktionierende Spar- und Investitionsunion.<\/p><p>[webinar id=\"59791\" blank=\"0\"]<\/p><p><strong>Zahlungsdienstleister sind die Technologiegewinner des Sektors<\/strong><\/p><p>Neben klassischen Banken bieten auch andere Segmente des Finanzsektors strukturelle Chancen. Zahlungsnetzwerke wie Visa und Mastercard sind l&auml;ngst nicht mehr nur klassische Finanzwerte. Sie entwickeln sich zunehmend zu technologiegest&uuml;tzten Infrastrukturunternehmen. Ihr Wert liegt nicht mehr allein in der Kartenakzeptanz, sondern in sicheren, tokenisierten, datenreichen und weltweit interoperablen Zahlungsfunktionen &ndash; f&uuml;r Karten, digitale Wallets, E-Commerce, B2B-Zahlungen, Stablecoins und neue digitale Gesch&auml;ftsmodelle. Damit weisen diese Unternehmen technologie&auml;hnliche Merkmale auf: Netzwerkeffekte, hohe Skalierbarkeit, starke Datenvorteile und wiederkehrende Transaktionsaktivit&auml;ten. Gleichzeitig bleiben sie tief im regulierten Finanzsystem verankert und sind politischen sowie regulatorischen Risiken ausgesetzt. Gerade diese Mischung macht sie interessant: Sie verbinden strukturelles Wachstum mit einer zentralen Rolle in der globalen Finanzinfrastruktur.<\/p><p><strong>KI kann Produktivit&auml;t und Effizienz deutlich verbessern<\/strong><\/p><p>Auch k&uuml;nstliche Intelligenz wird den Finanzsektor ver&auml;ndern. Kurzfristig d&uuml;rften die gr&ouml;&szlig;ten Effekte bei Produktivit&auml;t und operativer Effizienz liegen. Finanzunternehmen sind prozess- und datenintensiv und haben hohe Kostenbasen in Technologie, Compliance, Kundenservice, Kreditpr&uuml;fung und Backoffice. KI kann Routineaufgaben automatisieren, die Dokumentenbearbeitung verbessern, Softwareentwicklung beschleunigen und Mitarbeiter produktiver machen. Besonders konkrete Anwendungsf&auml;lle zeichnen sich im Risikomanagement und in der Betrugspr&auml;vention ab.&nbsp;<\/p><p>Davon k&ouml;nnen sowohl etablierte Institute als auch Fintechs profitieren. Gro&szlig;e Anbieter verf&uuml;gen &uuml;ber vertrauensvolle Kundenbeziehungen, umfangreiche Datens&auml;tze, Compliance-Kapazit&auml;ten und die M&ouml;glichkeit, Technologie- und Regulierungskosten auf eine breite Kundenbasis zu verteilen. Fintechs wiederum k&ouml;nnen neue L&ouml;sungen ohne Altlasten entwickeln und dort Marktanteile gewinnen, wo KI bessere Nutzererlebnisse oder effizientere Prozesse erm&ouml;glicht.<\/p><p>Entscheidend ist aber: In KI zu investieren ist nicht dasselbe wie einen KI-Vorteil zu haben. Gewinner werden jene Unternehmen sein, die Daten, Gr&ouml;&szlig;e, Regulierungskompetenz und Umsetzungsdisziplin verbinden.<\/p><p><strong>Die Risiken bleiben beherrschbar, aber real<\/strong><\/p><p>Die Risiken bleiben dennoch real. Das wichtigste klassische Risiko ist die Kreditqualit&auml;t. Ein schw&auml;cheres makro&ouml;konomisches Umfeld k&ouml;nnte in Teilen des Sektors zu h&ouml;heren Kreditausf&auml;llen f&uuml;hren. Die Ausgangslage ist jedoch besser als in fr&uuml;heren Zyklen: Das Kreditwachstum war insgesamt disziplinierter, die Kapitalausstattung robuster, die Kreditvergabestandards haben sich verbessert, und die Rechnungslegung verlangt eine fr&uuml;hzeitigere Erfassung m&ouml;glicher Verluste.<\/p><p>Das zweite gro&szlig;e Risiko ist die operative Widerstandsf&auml;higkeit, insbesondere Cybersicherheit. Finanzunternehmen sind immer st&auml;rker digitalisiert und vernetzt. Damit steigen auch die potenziellen Folgen von Cyberangriffen, Betrug und Betriebsst&ouml;rungen. F&uuml;r Anleger ist deshalb entscheidend, nicht nur auf Bewertung und Kapitalrenditen zu achten, sondern auch auf Bilanzst&auml;rke, Risikokultur, Technologieinvestitionen und die Qualit&auml;t des Managements.<\/p><p><strong>Anleger sollten das Wertsch&ouml;pfungspotenzial neu bewerten<\/strong><\/p><p>F&uuml;r die kommenden zw&ouml;lf Monate d&uuml;rfte der Markt vor allem die Nachhaltigkeit der Wertsch&ouml;pfung im Finanzsektor untersch&auml;tzen. Viele Finanzunternehmen sind besser kapitalisiert, disziplinierter und st&auml;rker auf Renditen ausgerichtet als in fr&uuml;heren Zyklen. Sie verf&uuml;gen &uuml;ber die Bilanzst&auml;rke, um von der Sanierungsphase in eine Phase aktiver Wertsch&ouml;pfung &uuml;berzugehen &ndash; sei es durch organisches Wachstum, Dividenden, Aktienr&uuml;ckk&auml;ufe oder Akquisitionen.<\/p><p>F&uuml;r Anleger sind deshalb jene Finanzunternehmen besonders attraktiv, die nachhaltige Wettbewerbsvorteile, disziplinierte Kapitalallokation und robuste langfristige Wertsch&ouml;pfungsprofile verbinden. Dazu z&auml;hlen gut kapitalisierte Banken, Versicherer mit Preissetzungsmacht, technologie&auml;hnliche Zahlungsdienstleister sowie Investmentbanken und Banken mit starken Investmentbanking-Sparten.<\/p><p>Der Finanzsektor ist heute besser kapitalisiert, widerstandsf&auml;higer, technologisch anspruchsvoller und strategisch wichtiger f&uuml;r die Finanzierung von Wachstum und Transformation als vor der Finanzkrise. Genau deshalb sollten Anleger Finanzwerte nicht l&auml;nger untersch&auml;tzen.<\/p><p><strong><em>Von Kjell Morten, Portfoliomanager bei DNB Asset Management <br><\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"59791\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-06-30T09:43:55+02:00","date_modified":"2026-07-03T05:21:32+02:00"},{"id":59789,"title":"Natixis IM ernennt L\u00e9a Dunand-Chatellet zur neuen Mirova-CEO","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/149-natixis-investment-managers\/artikel\/59789-natixis-im-ernennt-lea-dunand-chatellet-zur-neuen-mirova-ceo","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/P9AZImeIFvzzCN153KhcB9B2tAKAsFWA.png?s=fa16a69b0081e5818fbad9f0e6b22a9b","content_html":"<p>Natixis Investment Managers ernennt L&eacute;a Dunand-Chatellet zur CEO der auf nachhaltiges Investieren spezialisierten Tochtergesellschaft Mirova, die mit Sitz in Paris 34,2 Milliarden Euro verwaltet.<sup>1<\/sup> Sie wird am 1. Juli die Nachfolge von Philippe Zaouati antreten.<\/p><p>Mit &uuml;ber zwanzig Jahren Erfahrung im Bereich nachhaltiger Investitionen war L&eacute;a Dunand-Chatellet f&uuml;r f&uuml;hrende Verm&ouml;gensverwalter t&auml;tig, darunter mehr als ein Jahrzehnt im Konzern Natixis IM, zun&auml;chst bei Mirova und anschlie&szlig;end bei DNCA Finance, wo sie derzeit den Bereichs Responsible Investment leitet und ein ESG-Portfolio managt. Die anerkannte ESG-Expertin ist in zahlreichen Gremien f&uuml;r nachhaltiges Investieren engagiert, darunter bei der AMF (franz&ouml;sische Finanzmarktaufsicht), der AFG (franz&ouml;sischer Verband der Verm&ouml;gensverwalter) sowie beim franz&ouml;sischen Wirtschaftsministerium. Zudem ist sie Mitautorin des Standardwerks &bdquo;ISR et Finance responsable&ldquo; (SRI und verantwortungsbewusste Finanzwirtschaft), das 2014 und 2022 erschien.<\/p><p>[webinar id=\"59789\" blank=\"0\"]<\/p><p>L&eacute;a Dunand-Chatellet ist Absolventin der &Eacute;cole Normale Sup&eacute;rieure (ENS) und verf&uuml;gt &uuml;ber einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und Management. Sie begann ihre Karriere 2005 bei Oddo Securities im Bereich der nichtfinanziellen Analyse, bevor sie zu Sycomore Asset Management wechselte, wo sie das ESG-Management leitete und ein Modell zur Integration nachhaltiger Entwicklung entwickelte.<\/p><p>Philippe Setbon, Vorstandsvorsitzender von Natixis Investment Managers: &bdquo;L&eacute;a Dunant-Chatellets Anerkennung in der Branche und ihre fundierten Kenntnisse der Gruppe werden wichtige St&auml;rken sein, um das Wachstum und die Expansion von Mirova voranzutreiben. Seit ihrer Gr&uuml;ndung vor vierzehn Jahren hat sich Mirova als f&uuml;hrender internationaler Akteur im Bereich der nachhaltigen Finanzwirtschaft und als strategische S&auml;ule f&uuml;r Natixis IM und die Groupe BPCE im Bereich des verantwortungsvollen Investierens etabliert.&ldquo;<\/p><p>[topArticles id=\"59789\" blank=\"0\"]<\/p><p><sub>1 Stand 31. M&auml;rz 2026<\/sub><\/p>","date_created":"2026-06-30T09:07:50+02:00","date_modified":"2026-07-03T06:20:33+02:00"},{"id":59785,"title":"T. Rowe Price Portfoliomanager: Die Fed pr\u00e4gt die neue Zinswelt am kurzen Ende","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/220-t-rowe-price\/artikel\/59785-t-rowe-price-portfoliomanager-die-fed-praegt-die-neue-zinswelt-am-kurzen-ende","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/FHBGusOq0sTcM9jOSi2MhyRvV6g534jT.png?s=ce6c3d9a215fb38c6d6639c716e67908","content_html":"<p>Ein Gro&szlig;teil der j&uuml;ngsten Zinsbewegungen scheint durch Marktpositionierungen getrieben worden zu sein, da der Markt relativ stark auf &bdquo;short&ldquo; gestellt ist. F&uuml;r die Zinsentwicklung ist allerdings nicht der n&auml;chste Verbraucherpreisindex-Wert entscheidend, sondern vielmehr der Konjunkturzyklus im verarbeitenden Gewerbe und dessen Auswirkungen auf das nominale Wachstum.<\/p><p>Unserer Ansicht nach agiert die Fed in einem Umfeld, das eher den 1990er-Jahren und den fr&uuml;hen 2000er-Jahren &auml;hnelt als der Zeit nach der globalen Finanzkrise. Angesichts des im Jahresvergleich beschleunigten realen Wachstums und der steigenden Inflation muss die Fed deutlich reaktionsf&auml;higer sein. Eine reduzierte Forward Guidance und eine st&auml;rker datenabh&auml;ngige Fed d&uuml;rften zu einer h&ouml;heren Zinsvolatilit&auml;t f&uuml;hren. Letztendlich wird die Volatilit&auml;t zunehmen, da das nominale Wachstum steigt.<\/p><p>Das kurze Ende der Treasury-Kurve ist dabei besonders wichtig. Die Bilanzdynamik und die Deregulierung der Bilanzen der Gesch&auml;ftsbanken sind f&uuml;r die Refinanzierungsm&auml;rkte relevant, doch wir gehen davon aus, dass es l&auml;nger dauern wird, bis sich ihre Auswirkungen auf die gesamte Kurve auswirken, als viele Anleger vielleicht erwarten.<\/p><p>Wir rechnen mit einer h&ouml;heren Volatilit&auml;t am kurzen Ende, auch wenn dieser Prozess wahrscheinlich schrittweise verlaufen wird. Die j&uuml;ngsten Entwicklungen an den Refinanzierungsm&auml;rkten deuten darauf hin, dass die Fed weiterhin sensibel auf das Marktgeschehen reagiert und m&ouml;glicherweise eingreifen wird, sollten die Spannungen zunehmen.<\/p><p>Der Investitionszyklus im Bereich der k&uuml;nstlichen Intelligenz (KI) ist von betr&auml;chtlichem Ausma&szlig;; unserer Ansicht nach handelt es sich hierbei nicht um ein Nischenthema. Das Volumen der KI-bezogenen Investitionen ist, gemessen am Anteil am globalen BIP, gr&ouml;&szlig;er als der chinesische Rohstoff-Superzyklus.<\/p><p>Dieser Anstieg der Kapitalintensit&auml;t in der gesamten Wirtschaft d&uuml;rfte langfristig produktivit&auml;tssteigernd wirken. An den Zinsm&auml;rkten k&ouml;nnte diese Dynamik das vordere und mittlere Ende der Kurve nach oben treiben, w&auml;hrend das lange Ende relativ stabil bleibt.<\/p><p>Da die Kapitalintensit&auml;t parallel zu einem st&auml;rkeren Konjunkturzyklus im verarbeitenden Gewerbe zunimmt, verst&auml;rkt dies ein Umfeld mit h&ouml;herem nominalem Wachstum und st&uuml;tzt im Laufe der Zeit h&ouml;here Renditen am kurzen Ende der Kurve. Solange die Fed ihre Glaubw&uuml;rdigkeit bewahrt &ndash; wovon wir ausgehen &ndash;, k&ouml;nnten das kurze und mittlere Ende der Kurve in den n&auml;chsten zwei bis drei Jahren auf einem h&ouml;heren Niveau bleiben, was die st&auml;rkere Dynamik des Konjunkturzyklus im verarbeitenden Gewerbe und ein reaktionsf&auml;higeres geldpolitisches Umfeld widerspiegelt.<\/p><p><strong><em>Von Adam Marden, Portfoliomanager Fixed Income bei T. Rowe Price<br><\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"59785\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-06-30T08:46:30+02:00","date_modified":"2026-07-03T05:21:29+02:00"},{"id":59783,"title":"Warum globale Value-Aktien jetzt interessant sind \u2013 M&G (Lux) Global Strategic Value Fund","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/53-mg-investments\/artikel\/59783-warum-globale-value-aktien-jetzt-interessant-sind-mg-lux-global-strategic-value-fund","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/SHq7PEihLmUO7VMsjAqCbsYy62zK2dYh.png?s=a785ad81a603201f34018477187d4c59","content_html":"<p>Die aktuelle Marktsituation stellt Investoren vor eine grundlegende Frage: Ist die aktuelle Portfolio-Allokation noch zeitgem&auml;&szlig;? Value war lange unpopul&auml;r &ndash; und genau das kann es jetzt spannend machen. Denn M&auml;rkte drehen nicht, wenn etwas offensichtlich attraktiv ist, sondern wenn sich Wahrnehmung und Realit&auml;t verschieben.<\/p><p>[infoBox][region region=\"de\"]<\/p><p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/t1IkhlqJ85\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/link.mandg.com\/wb6dyh\">Lesen Sie mehr.<\/a><\/p><p>[\/region][region region=\"at\"]<\/p><p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/8z9EXAot1B\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/link.mandg.com\/48iyn2\">Lesen Sie mehr.<\/a><\/p><p>[\/region][region region=\"ch\"]<\/p><p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/7AUpoWxtds\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/link.mandg.com\/i5mx3d\">Lesen Sie mehr.<\/a><\/p><p>[\/region][\/infoBox]<\/p><p>[topArticles id=\"59783\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-06-29T14:08:22+02:00","date_modified":"2026-07-03T06:29:52+02:00"}]}