{"version":"https:\/\/jsonfeed.org\/version\/1","title":"e-fundresearch.com News Feed","home_page_url":"https:\/\/e-fundresearch.com","feed_url":"https:\/\/fundresearch.com\/feed\/json","icon":"https:\/\/fundresearch.com\/img\/favicons\/apple-touch-icon-152x152.png","favicon":"https:\/\/fundresearch.com\/img\/favicons\/favicon.ico","items":[{"id":60702,"title":"Ein neues Paradigma f\u00fcr Schwellenl\u00e4nder-Aktien?","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/112-bnp-paribas-asset-management\/artikel\/60702-ein-neues-paradigma-fuer-schwellenlaender-aktien","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/3ZFpPfy7koffv7ioLYlDR3oNadnyrLva.png?s=546cf437fadf27ee6da58ce5175b3908","content_html":"<main><article><p>Schwellenl&auml;nder-Aktien haben sich zunehmend zu einer technologie- und fertigungsgetriebenen Anlageklasse entwickelt, im Zuge eines starken Anstiegs der KI-bezogenen Investitionsausgaben der Hyperscaler.<\/p><p>Einige Unternehmen aus Schwellenl&auml;ndern &ndash; oft die Anbieter der &bdquo;Schaufeln und Spitzhacken&rdquo; (picks and shovels) in dieser Transformation &ndash; wandeln diese Ausgaben in starke freie Cashflows um. Halbleiterfirmen haben beispielsweise dank der steigenden Nachfrage nach Speichern mit hoher Bandbreite deutlich h&ouml;here Gewinne verzeichnet.<\/p><p>Zhikai Chen, Global Head of Emerging Market Equities bei BNP Paribas Asset Management, und Daniel Morris, Chief Market Strategist, diskutieren, wie Schwellenl&auml;nder-Aktien sowohl vom strukturellen Wirtschaftswachstum als auch von der Wettbewerbsf&auml;higkeit der Fertigungs- und wissensbasierten Sektoren profitieren. Zhikai merkt an, dass die Performance-Treiber nicht nur von den Technologief&uuml;hrern Nordasiens, sondern auch aus Lateinamerika kommen.<\/p><p>H&ouml;ren Sie sich diesen Podcast an, um zu erfahren, wie die Verlagerung von Cashflows von US-Hyperscalern zu asiatischen Halbleiter- und Hardware-Herstellern potenziell ein reiches Jagdgebiet f&uuml;r aktive Aktienauswahl schafft.<\/p><\/article><\/main><p><iframe name=\"Ausha Podcast Player\" frameborder=\"0\" id=\"ausha-fvOa\" height=\"220\" style=\" width:100%;\" src=\"https:\/\/player.ausha.co\/?playerId=ausha-SBEZ&amp;podcastId=brqkGT3aAR2x&amp;v=3\"><\/iframe><\/p><p>[topArticles id=\"60702\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-11T13:33:36+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:12+02:00"},{"id":60699,"title":"Was macht systematisches Anleihen-Alpha wiederholbar?","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/180-alliancebernstein\/artikel\/60699-was-macht-systematisches-anleihen-alpha-wiederholbar","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/RdkiqphVXdpssO0AmyzHZ2L9ilsF3nI0.png?s=7d7e58af7b742b36dce31e02764d2d5e","content_html":"<p>Viele systematische Anleihestrategien beginnen mit einem &auml;hnlichen Versprechen: Daten, Modelle und pr&auml;diktive Faktoren zu nutzen, um attraktive Wertpapiere zu identifizieren. Doch Anleger stehen vor einer schwierigeren Frage: Welche Ans&auml;tze k&ouml;nnen diese Signale in wiederholbares Alpha verwandeln? Unserer Ansicht nach h&auml;ngt die Antwort weniger von einem einzelnen Faktor ab, sondern vielmehr vom gesamten Anlagemotor, der dahintersteht.<\/p><p>Die Identifizierung attraktiver Wertpapiere ist nur der Anfang. Auf den Anleihenm&auml;rkten besteht die Herausforderung darin, dies best&auml;ndig &uuml;ber gro&szlig;e, fragmentierte M&auml;rkte hinweg zu tun, in denen Preisgestaltung, Liquidit&auml;t und Handelskosten stark variieren k&ouml;nnen. Unserer Meinung nach h&auml;ngt wiederholbares Alpha nicht nur von der Qualit&auml;t der Signale eines Managers ab, sondern auch von der Disziplin, mit der diese Signale in Portfolioergebnisse umgesetzt werden (<em>Abbildung<\/em>).<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/9c88ea8f7d30aa9bb04233a96bcfe4da.png?s=7658544ffa2128d0650eb4fa9d9d668d\" style=\"width: 839px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p><strong>Signale sind nur der Ausgangspunkt<\/strong><\/p><p>Viele systematische Anleihenstrategien nutzen bekannte Kategorien von <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/DA5D1oARxU\" target=\"_blank\">pr&auml;diktiven Faktoren<\/a>, wie Substanz, Momentum und Qualit&auml;t. Diese Faktoren, einschlie&szlig;lich propriet&auml;rer Faktoren, k&ouml;nnen dabei helfen, Wertpapiere zu identifizieren, die mit einer h&ouml;heren Wahrscheinlichkeit eine Benchmark &uuml;bertreffen. Faktorbezeichnungen allein verraten Anlegern jedoch nur sehr wenig &uuml;ber die St&auml;rke einer Strategie.&nbsp;<\/p><p>Unserer Ansicht nach h&auml;ngt erfolgreiches systematisches Investieren davon ab, wie diese Faktoren erforscht, getestet, kombiniert und implementiert werden. Ein Substanz (oder Value)-Signal kann beispielsweise isoliert betrachtet &uuml;berzeugend wirken. Wenn es jedoch auf schwachen Daten basiert, sich mit anderen Risiken &uuml;berschneidet oder nicht kosteneffizient gehandelt werden kann, schafft es in der Praxis m&ouml;glicherweise keinen gro&szlig;en Mehrwert.<\/p><p>Deshalb sind wir der Ansicht, dass Anleger &uuml;ber das blo&szlig;e Vorhandensein von Faktoren hinausblicken und kritischere Fragen stellen sollten: Wie weit reicht die Datenhistorie des Managers zur&uuml;ck? Wie oft werden Faktoren getestet? Wie werden neue Faktoren hinzugef&uuml;gt? Wie werden veraltete Faktoren entfernt? Und wie vermeidet es der Manager, sich zu stark auf Signale zu verlassen, die in der Vergangenheit funktioniert haben, in der Zukunft aber m&ouml;glicherweise nicht mehr funktionieren?<\/p><p><strong>&Auml;nderungen der Faktorwirksamkeit<\/strong><\/p><p>Ein Grund, warum Wiederholbarkeit schwierig ist, besteht darin, dass sich M&auml;rkte ver&auml;ndern. Die Wirksamkeit von Faktoren kann sich im Laufe der Zeit ebenfalls ver&auml;ndern. Ein systematischer Prozess, der sich nicht anpasst, kann an veralteten Zusammenh&auml;ngen verhaftet bleiben.<\/p><p>Unserer Ansicht nach macht das <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/mGNCbA7hmt\" target=\"_blank\">dynamisches Faktor-Research<\/a> unerl&auml;sslich. Eine starke systematische Plattform sollte in der Lage sein, zu bewerten, ob sich die Faktorwirksamkeit &auml;ndert, Faktorgewichte bei Bedarf anzupassen, potenzielle neue Alpha-Quellen zu testen und kontinuierlich neue Forschungsergebnisse in ihre Faktorenpalette aufzunehmen. Das Ziel ist nicht, jeder kurzfristigen Marktverschiebung hinterherzujagen, sondern einen disziplinierten Prozess aufrechtzuerhalten, der sich weiterentwickeln kann, wenn sich Datenbeziehungen &auml;ndern.<\/p><p><strong>Eine Rangliste ist kein Portfolio<\/strong><\/p><p>Selbst starke Signale schaffen nicht automatisch ein starkes Portfolio. Bei systematischen festverzinslichen Anlagen kann das Modell Anleihen nach ihrer erwarteten Attraktivit&auml;t einstufen, aber die Portfoliokonstruktion bestimmt, wie diese Ideen in tats&auml;chliche Positionen umgesetzt werden.<\/p><p>Dieser Schritt ist entscheidend. Ein Portfolio muss das Engagement in Bezug auf Duration, Spreadrisiko, Emittentenrisiko, Branchenrisiko und Umschlagh&auml;ufigkeit steuern. Es muss zudem unbeabsichtigte Konzentrationen vermeiden, die aus der fundamentalen Titelauswahl entstehen. Ohne diese Kontrollen k&ouml;nnte eine Strategie, die scheinbar Alpha durch Titelauswahl generiert, in Wirklichkeit versteckte Faktor- oder Beta-Risiken eingehen.<\/p><p>Aus unserer Sicht ist dies einer der gr&ouml;&szlig;ten Unterschiede zwischen systematischen Managern. Die Frage ist nicht nur, ob Manager attraktive Wertpapiere identifizieren k&ouml;nnen, sondern ob sie &nbsp;Portfolios aufbauen k&ouml;nnen, die diese Erkenntnisse nutzen und gleichzeitig im Einklang mit den Risikobudgets ihrer Strategien und den Zielen der Kunden bleiben.<\/p><p><strong>Die Umsetzung kann Alpha schaffen oder zunichtemachen<\/strong><\/p><p>Anleihenm&auml;rkte funktionieren nicht reibungslos. Anleihen werden nicht wie Standardaktien gehandelt. Die Kurssbildung kann weniger transparent sein, die Liquidit&auml;t kann ungleichm&auml;&szlig;ig sein und Transaktionskosten k&ouml;nnen kleine Vorteile beim erwarteten Ertrag aufzehren.<\/p><p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/mGNCbA7hmt\" target=\"_blank\">Das macht die Umsetzung zentral<\/a> f&uuml;r systematische Anleihenstrategien. Ein Faktor mag vor Ber&uuml;cksichtigung der Handelskosten stark erscheinen. Wenn jedoch die Wertpapiere schwer zu beschaffen oder teuer zu handeln sind oder voraussichtlich einen &uuml;berm&auml;&szlig;igen Umschlag erfordern, kann das erwartete Alpha verschwinden, bevor es das Portfolio erreicht.<\/p><p>Unserer Ansicht nach ben&ouml;tigen effektive systematische Manager starke F&auml;higkeiten bei der Liquidit&auml;tsfindung, der Modellierung von Transaktionskosten und der Ausf&uuml;hrung. Diese F&auml;higkeiten helfen nicht nur dabei zu bestimmen, welche Anleihen attraktiv erscheinen, sondern auch, welche Anleihen effizient genug gehandelt werden k&ouml;nnen, um die Position zu rechtfertigen.&nbsp;<\/p><p>Beispielsweise hilft unsere propriet&auml;re Handelssimulationsplattform abSimulator bei der Bewertung, wie sich Transaktionskosten auf die Anlageergebnisse auswirken k&ouml;nnen, bevor Anlageentscheidungen getroffen werden. Das kann eine realistischere Einsch&auml;tzung dar&uuml;ber liefern, ob eine Alpha-Quelle den Kontakt mit realen M&auml;rkten voraussichtlich &uuml;berstehen wird.<\/p><p>Dieser Punkt ist bei festverzinslichen Wertpapieren besonders wichtig, da viele systematische Alphas inkrementell sind. Die St&auml;rke der Strategie resultiert aus <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/jXIMVPQw5P\" target=\"_blank\">vielen kleinen Entscheidungen, die sich aufsummieren<\/a>, &uuml;ber ein breites Chancenspektrum hinweg. Die Qualit&auml;t der Umsetzung kann dar&uuml;ber entscheiden, wie viel von diesem Potenzial erhalten bleibt.<\/p><p><strong>Plausibilit&auml;tspr&uuml;fung trennt Disziplin von Data-Mining<\/strong><\/p><p>Systematisches Investieren kann mechanisch klingen, aber eine starke Plausibilit&auml;tspr&uuml;fung ist unerl&auml;sslich. Modelle ben&ouml;tigen &Uuml;berwachung. Daten erfordern Qualit&auml;tskontrollen. Das Faktor-Research ben&ouml;tigt einen Prozess, um zu pr&uuml;fen, ob Zusammenh&auml;nge robust, wirtschaftlich sinnvoll und umsetzbar sind.<\/p><p>Unserer Ansicht nach hilft diese Stringenz dabei, einen disziplinierten, systematischen Prozess von einer Sammlung backgetesteter Signale zu unterscheiden. Anleger sollten verstehen, wer die Modellergebnisse &uuml;berpr&uuml;ft, wie &Auml;nderungen genehmigt werden, wie die Faktorperformance &uuml;berwacht wird und wie der Manager pr&uuml;ft, ob die Ergebnisse aus den beabsichtigten Quellen stammen.<\/p><p>Das ist wichtig, da systematische Strategien anf&auml;llig f&uuml;r &Uuml;beranpassung, veraltete Datenbeziehungen und unbeabsichtigte Exponierungen sein k&ouml;nnen, wenn der Researchprozess nicht gut kontrolliert wird. Ein durchdachtes Governance-Rahmenwerk kann dazu beitragen, dass die Strategie auf wiederholbare, erkl&auml;rbare Alpha-Quellen ausgerichtet bleibt, anstatt auf kurzfristige Muster, die m&ouml;glicherweise keinen Bestand haben.<\/p><p><strong>Was Anleger fragen sollten<\/strong><\/p><p>Bei der <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/Nxp2fAPpcB\" target=\"_blank\">Bewertung systematischer Anleihemanager<\/a> sollten Anleger m&ouml;glicherweise &uuml;ber die Performance oder Faktorlisten hinausblicken. Unserer Ansicht nach lautet die bessere Frage, ob der Manager die vollst&auml;ndige Alpha-Produktionskette etabliert hat.<\/p><p>Das bedeutet, zu fragen:<\/p><ul><li>Werden die Faktoren durch robuste Daten und Research gest&uuml;tzt?<\/li><li>Kann sich das Modell anpassen, wenn sich die Wirksamkeit der Faktoren &auml;ndert?<\/li><li>Kontrolliert die Portfoliokonstruktion unbeabsichtigte Risiken?<\/li><li>Sind Liquidit&auml;ts- und Transaktionskosten in den Prozess integriert?<\/li><li>Gibt es eine klare Plausibilit&auml;tspr&uuml;fung f&uuml;r Modell&auml;nderungen und Faktorbewertungen?<\/li><li>Kann der Manager erkl&auml;ren, woher das Alpha stammt und ob es aus den beabsichtigten Quellen kommt?<\/li><\/ul><p>Diese Fragen sind f&uuml;r eine breite Palette systematischer Anleihenstrategien relevant. Auch wenn sich die Mandate unterscheiden k&ouml;nnen, bleibt die zugrunde liegende Herausforderung dieselbe: Signale best&auml;ndig in Portfolioergebnisse umzusetzen.<\/p><p>Unserer Ansicht nach erfordert ein wiederholbares Anleihe-Alpha mehr als nur gute Signale. Es erfordert Datentiefe, Research-Disziplin, Stringenz bei der Portfoliokonstruktion, Umsetzungsgeschick und Governance. F&uuml;r Anleger kann das Verst&auml;ndnis dieses gesamten Motors der beste Weg sein, um best&auml;ndige systematische Strategien von solchen zu unterscheiden, die Schwierigkeiten haben, ihr Versprechen einzul&ouml;sen.<\/p><p><strong><em>Von Bernd Wuebben, Director&mdash;Systematic Investing and Quantitative Research bei AllianceBernstein<\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"60699\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-11T12:44:39+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:19+02:00"},{"id":60697,"title":"B\u00f6rsenbarometer | Relativ gut und trotzdem schlecht","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/markets\/artikel\/60697-boersenbarometer-relativ-gut-und-trotzdem-schlecht","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/21wJI8gmzx3qZ9sNUlR5ePlUyY0BCqX2.png?s=12bf6ab1ee0adb6a521967ee9ab50aa3","content_html":"<p>Der Sommer und die etwas entspannteren, ruhigeren Wochen sind nun endg&uuml;ltig vorbei, und unser Leben nimmt wieder so richtig Fahrt auf. In der fr&uuml;hen Morgenstund ist es auch wieder zappend&uuml;ster. Aber ich kann Sie beruhigen, mit meinem Espresso erlebe ich auch dieser Tage ein St&uuml;ck weit italienische Leichtigkeit. Im September werden auch wieder die Schultaschen gepackt, und irgendwie passend dazu hat die OECD die neuen PISA-Ergebnisse vorgelegt.<\/p><p>Das Gute einmal vorneweg: &Ouml;sterreichs Gesamtergebnis hat mich doch etwas &uuml;berrascht. Erstmals seit Einf&uuml;hrung der Studie liegen wir in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften signifikant &uuml;ber dem OECD-Schnitt. Aber als Fondsmanager habe ich gelernt, dass ein Ergebnis &uuml;ber der Benchmark f&uuml;r den Investor trotzdem ein richtig mieses Ergebnis sein kann. Und der OECD-Durchschnitt war 2025 in allen drei Bereichen der niedrigste je gemessene Wert.<\/p><p>Sie fragen sich jetzt vielleicht, was das mit der B&ouml;rse zu tun hat. Und da kommen wir zur Kehrseite der Medaille. Irgendwie konnte ich es gar nicht glauben, dass 28 % der 15-J&auml;hrigen im Lesen und in Mathematik nicht einmal die Mindestkompetenz erreichen. Und genau jene werden in ein paar Jahren ins Arbeitsleben einsteigen und damit auch einen betr&auml;chtlichen Teil unseres Wirtschaftskreislaufes mitgestalten. Dass das Folgen f&uuml;r den Wirtschaftsstandort haben wird, halte ich f&uuml;r alles andere als unwahrscheinlich.<\/p><p>Mit der Frage der Auswirkung hat sich auch das deutsche ifo-Institut besch&auml;ftigt und den Wert der Bildung in einer Studie in Zahlen dargestellt. W&uuml;rde Deutschland seine Bildungsziele bis 2035 erreichen, w&auml;ren alle zus&auml;tzlichen Ertr&auml;ge bis zum Jahr 2105 aus heutiger Sicht 20,9 Billionen Euro wert. Damit l&auml;ge der Wert in etwa beim Vier- bis F&uuml;nffachen der deutschen Jahreswirtschaftsleistung. Das ist mehr als die gesamte Wirtschaftsleistung Chinas in einem Jahr, immerhin der hinter den USA zweitgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der Welt. F&uuml;r &Ouml;sterreich gibt es keine vergleichbare Rechnung, das Ergebnis d&uuml;rfte aber in Relation zur Wirtschaftsleistung &auml;hnlich ausfallen. Bildung ist vermutlich immer noch eine der besten Zukunftsinvestitionen.<\/p><p>Am Donnerstag war die Sommerpause f&uuml;r die Europ&auml;ische Zentralbank vorbei. Der EZB-Rat hat die Leitzinsen um einen Viertelprozentpunkt angehoben. F&uuml;r Sparer z&auml;hlt der Einlagenzins, und der liegt jetzt bei 2,50 %. F&uuml;r alle, die Geld auf der Seite haben, ist das eine gute Nachricht, allerdings eine kleine. In &Ouml;sterreich sind die Preise im August um 3,2 % gestiegen. Der Zins liegt damit trotz des Anstiegs noch immer deutlich unter der Inflation.<\/p><p>Sommer, Hitze und Inflation h&auml;ngen offenbar enger zusammen, als man vermuten w&uuml;rde. Laut einer &Ouml;konomin der Nationalbank ist rund ein Drittel unseres Warenkorbs temperaturabh&auml;ngig. Nach &uuml;ber gemessenen 41 Grad in Ost&ouml;sterreich w&uuml;rde man erwarten, dass ein solcher Sommer die Preise nach oben treibt. Bei den Nahrungsmitteln stimmt das auch, am deutlichsten bei Fruchts&auml;ften und Milchprodukten. Die Studie zeigt aber auch eine Gegenbewegung: Nach einem hei&szlig;en Sommer werden Heiz&ouml;l und Sprit erfahrungsgem&auml;&szlig; billiger, nur zeigt sich das erst Monate sp&auml;ter. Unterm Strich gleicht sich das nahezu aus.<\/p><p>Blenden wir kurz zur&uuml;ck in den Februar 2012, als Griechenland f&uuml;r zehnj&auml;hrige Staatsanleihen 29 % bieten musste und halb Europa dar&uuml;ber diskutierte, ob das Land im Euro bleiben kann. Bis zum Juli 2026 ist dieser Wert auf 3,8 % gefallen. Vor ein paar Jahren h&auml;tte ich mir nicht vorstellen k&ouml;nnen, dass Griechenland eines Tages weniger f&uuml;r seine Schulden zahlen muss als Frankreich. Die Franzosen zahlen derzeit die h&ouml;chsten Zinsen seit November 2008, bei einer Staatsverschuldung von 120 % der Wirtschaftsleistung. Der Zinssatz ist f&uuml;r Investoren eine wichtige Referenzgr&ouml;&szlig;e, denn je schlechter die Lage eingesch&auml;tzt wird, desto mehr wird gefordert. Und das sagt in diesem Fall schon einiges.<\/p><p>N&auml;chste Woche ist dann die US-Notenbank an der Reihe, und f&uuml;r Fed-Chef Kevin Warsh wird es die heikelste Sitzung seit seinem Amtsantritt im Mai. Der Markt preist derzeit knapp 60 % Wahrscheinlichkeit f&uuml;r eine Zinserh&ouml;hung ein, eine Senkung wird gar nicht mehr gehandelt. Ich bin gespannt, ob die Notenbank das wirklich durchzieht, denn ins Amt geholt wurde Warsh von einem Pr&auml;sidenten, der seit Monaten das genaue Gegenteil verlangt.<\/p><p>Gegenwind kommt f&uuml;r US-Staatsanleihen auch aus Norwegen. Der norwegische Staatsfonds hat dem Finanzministerium vorgeschlagen, den Anteil von Staatsanleihen deutlich zu reduzieren. Ein gro&szlig;er Brocken w&uuml;rde dabei auch US-Treasuries betreffen, und das wiederum k&ouml;nnte den Druck auf die Renditen amerikanischer Staatsanleihen erh&ouml;hen. Mir stellt sich aber auch unweigerlich die Frage, ob anstelle dessen Anleihen von OpenAI (ChatGPT) oder Anthropic (Claude) dem Portfolio beigemischt werden k&ouml;nnten. Diese scheinen ja etwas zu planen, denn irgendwie m&uuml;ssen die gro&szlig;en KI-Investitionen in den n&auml;chsten Jahren auch finanziert werden. Ich k&ouml;nnte dazu ja einmal meine KI befragen, w&auml;hrend ich mir noch einen Espresso hole.<\/p><p><em><strong>Dr. Josef Obergantschnig, Gr&uuml;nder, Obergantschnig Management GmbH &amp; <em><strong>e-fundresearch.com<\/strong><\/em><em>&nbsp;<\/em><em><strong>Gastkolumnist<\/strong><\/em><\/strong><\/em><\/p>[infoBox]<p><strong>B&ouml;rse kannst auch du\" f&uuml;r Unternehmer:innen &mdash; das 4-Wochen-Programm<\/strong><\/p><p>Du arbeitest hart. Dein Geld auch? Die meisten Unternehmer:innen bauen ihr Business systematisch auf und lassen ihr Kapital nebenbei laufen. Das Programm dreht diese Logik um.<\/p><p><strong>Phase 1 &middot; Woche 1-2 &middot; Vom Bauchgef&uuml;hl zur Bewertungslogik:<\/strong> Das 1&times;1 der B&ouml;rse. Chancen und Risiken einordnen, bevor du investierst. Das Mindset f&uuml;r H&ouml;hen und Tiefen.<\/p><p><strong>Phase 2 &middot; Woche 3 &middot; Vom Produktdenken zur Portfolio-Logik:<\/strong> Wie institutionelle Investoren denken. Analyse des norwegischen Staatsfonds und des Yale-Portfolios. Erfolgsparameter, die sich &uuml;ber Jahrzehnte bew&auml;hrt haben.<\/p><p><strong>Phase 3 &middot; Woche 4 &middot; Vom Wissen zur eigenen Strategie:<\/strong> Deine individuelle Investmentstrategie. Cashflow-Portfolio f&uuml;r Stabilit&auml;t. Freiheitsportfolio f&uuml;r Wachstum. Umsetzung mit minimalem Zeitaufwand.<\/p><p>Kein Trading. Keine Produktvermittlung. Kein Schnell-Reich-Versprechen.<\/p><p><strong>Mehr Infos zum Programm:<\/strong> <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/zvATLspYp4\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/www.josefobergantschnig.at\/boerse-kannst-auch-du-fuer-unternehmerinnen\/\">https:\/\/www.josefobergantschnig.at\/boerse-kannst-auch-du-fuer-unternehmerinnen\/<\/a><\/p><p><strong>Oder in unseren Interviews:&nbsp;<\/strong><\/p><ul><li><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/managers\/artikel\/57126-exklusiv-ex-cio-entwickelt-investment-programm-fuer-unternehmer\">https:\/\/e-fundresearch.com\/managers\/artikel\/57126-exklusiv-ex-cio-entwickelt-investment-programm-fuer-unternehmer<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/markets\/artikel\/57703-warum-unternehmer-an-der-boerse-oft-falsch-starten-und-wie-sie-es-besser-machen-koennen\">https:\/\/e-fundresearch.com\/markets\/artikel\/57703-warum-unternehmer-an-der-boerse-oft-falsch-starten-und-wie-sie-es-besser-machen-koennen<\/a><\/li><\/ul><p>[\/infoBox][infoBox]<\/p><p><strong>Josef Obergantschnig<\/strong> ist Unternehmer und Gr&uuml;nder von &bdquo;B&ouml;rse kannst auch du&ldquo;. &Uuml;ber zehn Jahre war er Chief Investment Officer mit Investmentverantwortung im Milliardenbereich und entwickelte Strategien f&uuml;r Banken, Versicherungen und Pensionskassen; au&szlig;erdem Chief Impact Officer bei NIXDORF Kapital (Deutschland). Obergantschnig lehrt seit mehr als 15 Jahren an Universit&auml;ten und Fachhochschulen und hat als Buch- und Studienautor &uuml;ber 500 Fachartikel, Kolumnen und Videos ver&ouml;ffentlicht.<\/p><p>Sein neuer Doppelband &bdquo;B&ouml;rse kannst auch du&ldquo; macht Finanzbildung verst&auml;ndlich und sofort umsetzbar. Sein Antrieb: Finanzbildung in die Breite &ndash; f&uuml;r Freiheit und Selbstbestimmung. Im &bdquo;Logbuch eines B&ouml;rsianers&ldquo; berichtet er w&ouml;chentlich und zieht Bilanz.<\/p><p>LinkedIn: <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/FLmGDv0If6\" target=\"_blank\">http:\/\/www.linkedin.com\/in\/josef-obergantschnig-boerse-kannst-auch-du<\/a><\/p><p>Mehr Infos zum Doppelband: <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/pzpJ0ktwsn\" target=\"_blank\">https:\/\/www.josefobergantschnig.at\/boerse-kannst-auch-du\/<\/a><\/p>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"60533\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-11T11:31:15+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:18+02:00"},{"id":60696,"title":"Bessents Milliarden-R\u00fcckk\u00e4ufe verpuffen: Vier Gr\u00fcnde f\u00fcr den Renditeanstieg am langen Ende","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/managers\/artikel\/60696-bessents-milliarden-rueckkaeufe-verpuffen-vier-gruende-fuer-den-renditeanstieg-am-langen-ende","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/GMSlwaBgztsvIvqLhUtulAanPX3JQ4Gp.png?s=a0c187dc3467b65ca0a815f2fb647d2f","content_html":"<p>Am 10. September kaufte das US-Finanzministerium langlaufende Staatsanleihen im Volumen von 5,187 Milliarden US-Dollar zur&uuml;ck, das Dreifache der vorherigen Operation und dennoch weniger als das ausgeschriebene Maximum von sechs Milliarden. Die Marktreaktion fiel aus, wie sie f&uuml;r eine St&uuml;tzungsma&szlig;nahme nicht ausfallen soll: Die zehnj&auml;hrige Rendite stieg auf 4,95 Prozent, den h&ouml;chsten Stand seit 2023, die 30-j&auml;hrige auf 5,34 Prozent, ein Niveau, das zuletzt 2004 erreicht wurde. Vorausgegangen war die Ank&uuml;ndigung vom 19. August, die R&uuml;ckk&auml;ufe langlaufender Treasuries mindestens zu verdoppeln. Das Finanzministerium begr&uuml;ndet die Ma&szlig;nahme offiziell mit Liquidit&auml;tsst&uuml;tzung, nicht mit einem Renditeziel. Finanzminister Scott Bessent selbst hat erkl&auml;rt, die aktuellen Renditen spiegelten die Fundamentaldaten nicht wider, und weitere Aufstockungen in Aussicht gestellt.<\/p><p>&Uuml;berraschend kommt das f&uuml;r die Teilnehmenden unserer Umfrage nicht. e-fundresearch.com hat bereits Ende August im Rahmen der Serie #EconomicsForum, 28 Chefvolkswirte, Strategen und Rentenmanager befragt. Die Reaktion dieser Woche haben sie damit weitgehend vorweggenommen:<\/p><p>[article id=\"60558\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60603\" blank=\"1\"]<\/p><p>Aus dem Material lassen sich vier Ursachenstr&auml;nge herausl&ouml;sen, die erkl&auml;ren, warum eine markttechnische Ma&szlig;nahme gegen sie kaum ankommt.&nbsp;<\/p><p><strong>Grund 1: Die Fiskaldefizite sind kein Zyklusph&auml;nomen mehr<\/strong><\/p><p>Die US-Staatsverschuldung hat die Marke von 40 Billionen US-Dollar &uuml;berschritten, die laufenden Defizite bewegen sich nach den Angaben der Teilnehmenden in einer Spanne von etwas &uuml;ber f&uuml;nf bis sieben Prozent. Anja Hochberg, Chief Investment Officer der Z&uuml;rcher Kantonalbank, verortet die Zinslast Ende des zweiten Quartals bei &uuml;ber 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, dem h&ouml;chsten Wert seit den 1990er-Jahren. Dr. Benjamin Karner, Senior Portfoliomanager Anleihen bei der Kepler Fonds KAG, rechnet die Zinszahlungen auf deutlich &uuml;ber zehn Prozent der gesamten j&auml;hrlichen Fiskalausgaben hoch.<\/p><p>Vor diesem Gr&ouml;&szlig;enverh&auml;ltnis wirken R&uuml;ckk&auml;ufe im einstelligen Milliardenbereich klein. Michael Klawitter, Chefvolkswirt und Portfoliomanager der ICM Investmentbank AG, hat das schon vor der j&uuml;ngsten Operation so eingeordnet: &bdquo;Interventionen wie die von US-Finanzminister Bessent avisierten Treasury-R&uuml;ckk&auml;ufe sind in diesem Umfeld nur markttechnische Kosmetik, vor allem wenn sie mit steigenden Neuemissionen langlaufender Anleihen der US-Hyperscaler zusammenfallen.&ldquo; Christophe Herpet, CIO von Ofi Invest AM, fasst die Konsequenz f&uuml;r die Bewertung in einem Satz: &bdquo;Das fiskalische Risiko wird zum Marktrisiko.&ldquo;<\/p><p>[advertorial]<\/p><p><strong>Grund 2: Die preisunelastischen K&auml;ufer fallen weg<\/strong><\/p><p>Jahrelang stand hinter jeder Emission eine Nachfrage, die kaum auf den Preis reagierte: Notenbanken im Rahmen ihrer Ankaufprogramme und ausl&auml;ndische Halter. Beide Gruppen treten zur&uuml;ck. Dr. Viktoria-Sophie Wendt, Leiterin Rentenmanagement bei der Warburg Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH, beschreibt den Effekt pr&auml;zise: &bdquo;Auf der Nachfrageseite fehlen preisunelastische K&auml;ufer, da Notenbanken restriktiver vorgehen und die Auslandsnachfrage politisch fragiler geworden ist.&ldquo; Die Aufstockung der R&uuml;ckk&auml;ufe lindere Symptome, &auml;ndere aber nichts an der fiskalischen Grundproblematik.<\/p><p>Ralph M. Gasser, Head Fixed Income Investment Specialists bei GAM Investments, datiert die Gegenbewegung: &Uuml;ber 13 Jahre h&auml;tten die Notenbanken die Renditen mit QE-Programmen nach unten gedr&uuml;ckt, inzwischen sei ein Teil davon zur&uuml;ckgenommen. Michael Dvorak, Director und Head of Advisory bei Black Manta Capital Partners, verweist auf die Flussrichtung: Die EZB nehme j&auml;hrlich rund 300 bis 400 Milliarden Euro Restlaufzeit vom Markt, w&auml;hrend die Fed zwar wieder kaufe, aber kurzlaufende Geldmarktpapiere. Die Entlastung kommt damit nicht dort an, wo der Angebotsdruck entsteht.<\/p><p><strong>Grund 3: KI-Emissionen konkurrieren um dieselbe Duration<\/strong><\/p><p>Die Tech-Konzerne finanzieren ihre Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur &uuml;ber den Anleihemarkt und treten als Nachfrager um dasselbe Anlegerkapital auf. Dvorak beziffert die Verschiebung: Der Anteil KI-bezogener Anleihen an weltweiten Investment-Grade-Emissionen stieg nach seinen Angaben von unter einem Prozent im Jahr 2024 auf 18 Prozent im ersten Halbjahr 2026. Enguerrand Artaz, Stratege bei LFDE, sieht die Hauptursachen des Renditeanstiegs in der wachsenden Staatsverschuldung und der steigenden Emissionst&auml;tigkeit zur Finanzierung von KI-Investitionen und erwartet, dass beide Entwicklungen nicht so schnell zum Stillstand kommen. Harry Richards, Investmentmanager Fixed Income bei Jupiter Asset Management, bevorzugt daher, abgesehen von Ausnahmen wie Australien, den mittleren Laufzeitenbereich der Industriel&auml;nder-Kurven.<\/p><p>Martin Hochstein, Senior Investment Strategist bei der Allianz Global Investors GmbH, hebt den Punkt auf die Regimeebene: &bdquo;Wir sehen darin weniger eine Summe einzelner Faktoren als vielmehr den Ausdruck eines &uuml;bergeordneten Regimewechsels &hellip; An ihre Stelle tritt ein Umfeld intensiveren Wettbewerbs um Kapital: Private Kapitalnachfrage und staatlicher Finanzierungsbedarf steigen.&ldquo; Genau hier liegt die Grenze einer Liquidit&auml;tsma&szlig;nahme: Sie adressiert die Handelbarkeit einzelner Papiere, nicht die Konkurrenz um lange Duration.<\/p><p><strong>Grund 4: Der politische Zugriff auf die Zinsstruktur<\/strong><\/p><p>Der vierte Strang ist der, den die j&uuml;ngsten R&uuml;ckk&auml;ufe direkt ber&uuml;hren. Axel D. Angermann, Head of Economics und Chief Economist der FERI AG, hat die Erwartung im Korpus deutlich formuliert: &bdquo;Zu erwarten sind aber vermehrt Versuche der Regierungen, die Zinsstruktur zu beeinflussen, um sich Erleichterungen im Schuldendienst zu verschaffen. Konflikte zwischen Fiskal- und Geldpolitik sind damit vorprogrammiert, die Unabh&auml;ngigkeit der Notenbanken in Gefahr.&ldquo; Die verdreifachte Operation vom 10. September ist genau der Typ Ma&szlig;nahme, den diese Erwartung beschreibt, unabh&auml;ngig von ihrer offiziellen Liquidit&auml;tsbegr&uuml;ndung. Die FERI AG h&auml;lt an einer unterdurchschnittlichen Duration fest.<\/p><p>F&uuml;r Stefan Wolpert, Portfoliomanager bei Habbel, Pohlig &amp; Partner, ist dieselbe Unsicherheit ein Steuerungsproblem: Er halte eine niedrige Zinssensitivit&auml;t f&uuml;r angemessen und steuere die Duration mit kurzem Zeithorizont, da nicht klar sei, welche weiteren Ma&szlig;nahmen zur Zinskurvensteuerung die US-Administration erw&auml;ge. Bessents Bereitschaft, weiter aufzustocken, macht das zur laufenden Positionierungsfrage. R. J. Gallo, CIO Global Fixed Income bei Federated Hermes, erg&auml;nzt, dass eine immer st&auml;rker unter politischem Druck stehende Fed diese Mischung aus Marktsicht nicht attraktiver mache. Dr. Jens Bies, Abteilungsleiter Kapitalmarktresearch und Asset Management RentenFX bei der Helaba Invest, liest aus der Ma&szlig;nahme dagegen ein starkes Signal: Die USA reagierten sensibel auf den Renditeanstieg, er spricht von einem &bdquo;Treasury Put&ldquo;.<\/p><p><strong>Fazit: Vier Treiber, unterschiedliche Haltbarkeit<\/strong><\/p><p>Die Marktreaktion vom 10. September l&auml;sst sich mit den vier Str&auml;ngen erkl&auml;ren. Eine Liquidit&auml;tsma&szlig;nahme kann die Handelbarkeit einzelner Laufzeitpunkte verbessern. Sie ver&auml;ndert weder das Emissionsvolumen, noch bringt sie preisunelastische K&auml;ufer zur&uuml;ck, noch reduziert sie die Konkurrenz um lange Duration. Den vierten Punkt, den politischen Zugriff auf die Zinsstruktur, ber&uuml;hrt sie eher verst&auml;rkend als beruhigend.<\/p><p>Dabei unterscheiden sich die Treiber in ihrer Reichweite: Wegfallende K&auml;ufer und die KI-Emissionswelle sind Angebots- und Nachfrageeffekte, die sich prinzipiell wieder drehen k&ouml;nnen, Fiskaldefizite und politischer Zugriff wirken l&auml;nger und sind schlechter absicherbar. Genau deshalb f&auml;llt die Bewertung des aktuellen Renditeniveaus im Korpus unterschiedlich aus. Was daraus f&uuml;r Duration, Kurvenpositionierung und die Rolle von Staatsanleihen folgt, beantworten die Teilnehmenden im Detail sehr verschieden.&nbsp;<\/p><p><u>Alle 28 Statements lesen Sie hier:<\/u><\/p><p>[article id=\"60558\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60603\" blank=\"1\"]<\/p><p>[topArticles id=\"60696\" blank=\"0\"][webinar id=\"60696\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-11T10:44:35+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:20+02:00"},{"id":60695,"title":"e-fundresearch.com Fixed Income Outlook Forum: Vier Wege durch ein neues Zinsregime","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/managers\/artikel\/60695-e-fundresearchcom-fixed-income-outlook-forum-vier-wege-durch-ein-neues-zinsregime","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/2vLKyevXc9Hc4R4X8jT02NdDtAPVDCaO.png?s=f628b8f9c502e6e676c0d28783b7af1d","content_html":"<p>Das Forum fiel auf den Tag, an dem die EZB ihren Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent anhob, die zweite Erh&ouml;hung in diesem Jahr. Simon Weiler von e-fundresearch.com ordnete das Umfeld so ein: &bdquo;Higher for longer wird zur Realit&auml;t, passend zum Tag, an dem die EZB die Zinsen erneut erh&ouml;ht hat. Gleichzeitig versch&auml;rft sich der Kampf um die Gunst der Fixed-Income-Anleger, von KI-Emissionen bis zum Anstieg der Staatsschulden. Dieser Konkurrenzkampf schafft neue Opportunit&auml;ten f&uuml;r Anleger.\"<\/p><p>&Uuml;ber das Programm hinweg zeigten sich zwei Grundmuster, wie professionelle Investoren darauf reagieren k&ouml;nnen: entweder eine Risikopr&auml;mie erschlie&szlig;en, die nicht am Zins- und Kreditzyklus h&auml;ngt, oder innerhalb des Kreditspektrums deutlich selektiver werden. In einem Punkt waren sich alle vier Referenten einig: Zinsduration ist in diesem Umfeld kein Ertragstreiber, den man geschenkt bekommt. Jedes der vorgestellten Portfolios h&auml;lt sie bewusst kurz.<\/p><p><strong>Alpinum Investment Management: Rendite jenseits des Marktbeta<\/strong><\/p><p>Reto Ineichen, CIO und Partner der Alpinum Investment Management AG, setzte den makro&ouml;konomischen Rahmen: Der Wettbewerb der Gro&szlig;m&auml;chte, steigende Staatsverschuldung und die Investitionszyklen in Verteidigung und Digitalisierung sprechen daf&uuml;r, dass das h&ouml;here Zinsniveau l&auml;nger Bestand hat. F&uuml;r Anleiheninvestoren bedeutet das attraktivere Renditeziele als im vergangenen Jahrzehnt, zugleich aber eine erheblich gr&ouml;&szlig;ere Dispersion zwischen Segmenten und Emittenten. Das Selbstverst&auml;ndnis des Hauses beschrieb Ineichen als Absolute-Return-Denken ohne Silos: Alpinum ist sowohl direkt im Kreditmarkt aktiv als auch als Selektor spezialisierter Manager und bewertet jede Idee zuerst aus der Risikoperspektive. Der vorgestellte High-Income-Ansatz &uuml;bertr&auml;gt das in eine liquide Fondsl&ouml;sung, die statt der Marktverzinsung mehrere unabh&auml;ngige Ertragsquellen kombiniert, darunter einen europ&auml;ischen High-Yield-Spezialisten mit Wurzeln in der Hedgefondswelt, den skandinavischen Anleihenmarkt als seit Jahren beobachtete Nische und einen intern verwalteten opportunistischen Teil, der in schwierigen Marktphasen auch defensiv aufgestellt werden kann. Die Duration bleibt kurz, die Einzelpositionen klein.<\/p><p>[advertorial]<\/p><p><strong>BANTLEON Convertible Experts: Asymmetrie als Portfoliobaustein<\/strong><\/p><p>Oliver Gasser, CEO der BANTLEON Convertible Experts AG, stellte Wandelanleihen als das strukturell asymmetrische Instrument im Fixed-Income-Universum vor: Die Anleihenkomponente begrenzt das Verlustpotenzial, das Wandlungsrecht erh&auml;lt die Teilnahme an steigenden Aktienkursen. Damit eignen sich Convertibles laut Gasser als Beimischung, die ein Rentenportfolio um eine Ertragsquelle erg&auml;nzt, die anders reagiert als klassische Unternehmensanleihen. Das Profil des Hauses liegt in der Ausrichtung auf Investment-Grade-Qualit&auml;t, eine Spezialisierung, f&uuml;r die der Schweizer Markt bekannt ist und die das Unternehmen seit vielen Jahren mit demselben Kernteam verfolgt. Umgesetzt wird bewusst mit klassischen, liquiden Wandelanleihen statt mit synthetischen Strukturen, Fremdw&auml;hrungsrisiken werden systematisch abgesichert. Als aktives Element nutzt das Team den derzeit lebhaften Neuemissionsmarkt, um gut gelaufene Positionen laufend gegen ausgewogen bewertete Titel zu tauschen.<\/p><p><strong>Euler ILS Partners: Eine Pr&auml;mie au&szlig;erhalb der Finanzmarktzyklen<\/strong><\/p><p>Anton Commissaris und Stefan Wattinger, beide Direktor und Partner bei Euler ILS Partners AG, f&uuml;hrten in eine Anlageklasse ein, die im Publikum bislang wenig verbreitet war. Cat Bonds &uuml;bertragen Naturkatastrophenrisiken aus der R&uuml;ckversicherung an den Kapitalmarkt, Investoren erhalten daf&uuml;r eine vertraglich vereinbarte Risikopr&auml;mie zus&auml;tzlich zur Verzinsung des am Geldmarkt gehaltenen Kollaterals. Weil die Ertragsquelle an Naturereignissen und nicht an Konjunktur, Notenbankpolitik oder Aktienm&auml;rkten h&auml;ngt, ergibt sich ein Diversifikationsprofil, das sich mit traditionellen Rentenbausteinen kaum abbilden l&auml;sst, verbunden mit einer strukturell niedrigen Zinsduration. Das Team ist seit &uuml;ber zwei Jahrzehnten in diesem Segment aktiv und nach Stationen innerhalb gro&szlig;er Schweizer Banken seit Ende 2024 eigenst&auml;ndig. Zum Aufbau geh&ouml;ren eine eigene R&uuml;ckversicherungsgesellschaft, die Versicherungsrisiken erst investierbar macht, und ein Investmentteam aus Naturwissenschaftlern, Meteorologen und Mathematikern. Den eigenen Anspruch beschrieben Commissaris und Wattinger als selektives Underwriting: Das Haus kauft nicht den Gesamtmarkt, sondern pr&uuml;ft die Qualit&auml;t der Gegenparteien und die Angemessenheit der Bepreisung, bevor ein Risiko ins Portfolio kommt. Wo Pr&auml;mien die &uuml;bernommenen Risiken nach eigener Einsch&auml;tzung nicht angemessen entsch&auml;digen, wurde das Engagement reduziert.<\/p><p><strong>BNY Investments und Insight: Das gesamte Kreditspektrum aus einer Hand<\/strong><\/p><p>Jill Hirzel, Senior Investment Specialist bei Insight innerhalb von BNY Investments, stellte einen Multi-Sector-Credit-Ansatz vor, dessen Anspruch sie selbst als ambitioniert bezeichnete: Ertr&auml;ge im Stil von High Yield bei einer Volatilit&auml;t auf Investment-Grade-Niveau. Erreicht werden soll das nicht &uuml;ber eine Aufladung mit Kreditrisiko, sondern &uuml;ber den Zugriff auf unterschiedliche Risikopr&auml;mien &uuml;ber den Zyklus, von Investment Grade und High Yield &uuml;ber Loans und Emerging Markets bis zu forderungsbesicherten Anleihen. Der USP liegt nach Darstellung des Hauses in der Kombination von Breite und Spezialisierung: Insight ist innerhalb von BNY Investments die auf Anleihen fokussierte Boutique und deckt jedes dieser Segmente mit eigenen Teams und etablierten Strategien ab, mit Investmentprofessionals in den USA und in Europa. Die Allokation erfolgt benchmarkagnostisch, die Titelauswahl darunter durch die jeweiligen Spezialistenteams. Hirzel argumentierte, dass sich die Rangfolge der Kreditsegmente von Jahr zu Jahr verschiebe und viele Anleger diese Rotation in ihrer eigenen Asset Allocation nur mit Verz&ouml;gerung nachvollziehen k&ouml;nnten. Genau diese Entscheidung dynamisch abzugeben, sei der Kern des Angebots.<\/p><p><strong>Wo die Vortr&auml;ge sich trafen und wo nicht<\/strong><\/p><p>Alle vier Strategien halten die Zinsduration kurz. Auseinander gehen die Einsch&auml;tzungen zur Volatilit&auml;t, die f&uuml;r Hirzel das eigentliche Produktversprechen ist und die Wattinger f&uuml;r Cat Bonds ausdr&uuml;cklich als sekund&auml;r bezeichnete, sowie zur KI-Finanzierungswelle: Gasser &auml;u&szlig;erte sich besorgt und positioniert defensiver, Hirzel sieht Opportunit&auml;ten bei hoch gerateten Emittenten, verbindet das aber mit erh&ouml;hter Selektivit&auml;t. Gemeinsam ist allen vier H&auml;usern die Absage an das Indexdenken. Ob sich daraus tragf&auml;hige Zusatzrenditen ergeben, bleibt die Frage, die Selektoren an den vorgestellten Bausteinen zu pr&uuml;fen haben.<\/p>[infoBox]<p><strong>Deep Dives im Fixed Income Channel<\/strong><\/p><p>In den kommenden Tagen ver&ouml;ffentlicht e-fundresearch.com zu jedem der vier Vortr&auml;ge einen eigenen Deep Dive mit den Details zu Assetklasse, Strategie und Risikoprofil.&nbsp;<\/p><p>Alle Beitr&auml;ge erscheinen im <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/fixed-income\">Fixed Income Channel<\/a> von e-fundresearch.com, der laufend Analysen, Managergespr&auml;che und Marktausblicke zu Anleihenstrategien b&uuml;ndelt: <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/fixed-income\">Zum Fixed Income Channel<\/a>&nbsp;<\/p>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"60695\" blank=\"0\"][webinar id=\"60695\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-11T10:11:33+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:13+02:00"},{"id":60694,"title":"KEPLER B\u00f6rsenminute: Staatsanleihen, Warsh und die Inflation","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/131-kepler-fonds\/artikel\/60694-kepler-boersenminute-staatsanleihen-warsh-und-die-inflation","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/GdsWVqAoosncOoQrYP4TTAgIodqTQqwM.png?s=5d1ef9c5bb3fa27ddb9331bba56c0cf5","content_html":"<p>[video type=\"youtube\" id=\"uOJqCc_eOhE\" image=\"https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/uOJqCc_eOhE\/maxresdefault.jpg\"]<\/p><p>[topArticles id=\"60694\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-11T08:58:20+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:16+02:00"},{"id":60691,"title":"Bulle oder B\u00e4r? Immobilienaktien zwischen NAV-Rabatten und Zinsrisiko","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/managers\/artikel\/60691-bulle-oder-baer-immobilienaktien-zwischen-nav-rabatten-und-zinsrisiko","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/qJqF1T126Jdx9L1ddDieBHG9Vu037xB3.png?s=35151fbc435d12c9ec39fefaeb6fb449","content_html":"<p>Die Zinswende hat den gelisteten Immobiliensektor h&auml;rter getroffen als andere Segmente, und die Divergenz zwischen Regionen und Nutzungsarten hat sich zuletzt weiter ge&ouml;ffnet. Hoher Capex-Bedarf, strukturelle Leerst&auml;nde im B&uuml;ro und wieder anziehende Langfristzinsen stehen einem Bewertungsniveau gegen&uuml;ber, das viele Investoren als historisch niedrig einstufen. e-fundresearch.com hat Portfoliomanager und Immobilienexperten detailliert zu ihren Bull- und Bear-Szenarien f&uuml;r b&ouml;rsennotierte Immobilienanlagen befragt.<\/p><p><strong>Mit den Pfeiltasten (&larr; \/ &rarr;) oder per Wischgeste auf Mobilger&auml;ten k&ouml;nnen Sie durch die Antworten der Expertinnen und Experten navigieren.<\/strong><\/p><p>[contentCarousel survey=\"1\" id=\"a2a671ab-6f35-4865-85ff-f25b165656b7\" start=\"1\" end=\"5\"]<\/p><h2>Bull-Case: Die Bewertung tr&auml;gt das Argument<\/h2><p>Im Bull-Case verweisen die Befragten weitgehend einig auf das Bewertungsniveau, nicht auf eine baldige Zinswende nach unten. &bdquo;F&uuml;r eine positive Wertentwicklung von Immobilienaktien spricht vor allem deren Bewertung\", sagt Florian Rainer, Asset Manager bei Matejka &amp; Partner Asset Management, und untermauert das mit Zahlen: Auf Kurs-Buchwert-Basis notiere der Sektor fast ein Viertel unter seinem 20-Jahres-Median, das erwartete KGV liege bei 6,5x gegen&uuml;ber einem langj&auml;hrigen Durchschnitt von 16,2x. Am ausgepr&auml;gtesten seien die Abschl&auml;ge bei deutschen Wohnimmobilienwerten mit rund 60 bis 65 Prozent unter NTA. &bdquo;Die Aktien k&ouml;nnten sich verdoppeln und w&auml;ren immer noch g&uuml;nstiger bewertet als die Wohnungen in ihren Best&auml;nden\", so Rainer. F&uuml;r G&ouml;khan Kula, Vorstand und Partner der ALPS Family Office AG, ist der Sektor &bdquo;derzeit vor allem eine Bewertungs- und Selektionsstory\", in der viel Negatives bereits eingepreist sei, w&auml;hrend die operativen Fundamentaldaten in einzelnen Segmenten robuster ausfielen, als die Bewertungen vermuten lie&szlig;en.<\/p><p>Bemerkenswert ist der Konsens, dass es daf&uuml;r kein Zinsniveau von null braucht. &bdquo;F&uuml;r eine weitere Erholung von Immobilienaktien und REITs sind keine extrem niedrigen Zinsen notwendig\", betont Alexander Sikora-Sickl, Head of Desk Global Strategies &amp; Research bei der Erste Asset Management. Wichtiger sei eine Stabilisierung der langfristigen Zinsen, da sie die Unsicherheit &uuml;ber Finanzierungskosten und Immobilienbewertungen reduziere. Zugleich begrenzten hohe Bau- und Finanzierungskosten das Neubauangebot, was Auslastung und Mietwachstum bei gefragten Objekten st&uuml;tze. Todd Kellenberger, Director und Client Portfolio Manager bei Principal Asset Management, erg&auml;nzt die Kapitalmarktperspektive: Verbesserte Fundamentaldaten, beschleunigtes Gewinnwachstum, langfristige Mietvertr&auml;ge sowie die Abschl&auml;ge gelisteter REITs gegen&uuml;ber den Bewertungen an den privaten M&auml;rkten b&ouml;ten Aufw&auml;rtspotenzial.<\/p><h2>Sektoren und Regionen: Data Center und Logistik als kleinster gemeinsamer Nenner<\/h2><p>Bei der Sektorauswahl zeigt sich &uuml;ber alle H&auml;user hinweg ein klarer Schwerpunkt auf strukturelle Wachstumsthemen. Kula favorisiert selektiv Wohnen, Logistik, Senior Housing und Data Center und verweist zus&auml;tzlich auf den ausgepr&auml;gten Long-Duration-Charakter vieler Immobilienaktien, der bei wieder sinkenden Langfristzinsen &uuml;berproportional wirken w&uuml;rde. Sikora-Sickl differenziert regional: In den USA bevorzugt er finanziell solide Unternehmen aus den Segmenten Gesundheitsimmobilien, Rechenzentren, Logistik und nichtzyklischer Einzelhandel, in Europa Wohn- und Studentenimmobilien, moderne Logistikobjekte sowie hochwertige Einzelhandels- und B&uuml;roimmobilien in guten Lagen. Kellenberger nennt Rechenzentren, US-Seniorenimmobilien und Mobilfunkmasten sowie ausgew&auml;hlte europ&auml;ische Einzelhandelsimmobilien und bestimmte hochwertige B&uuml;rom&auml;rkte in Asien und den USA. &Uuml;ber die Titelauswahl herrscht dabei Einigkeit: &bdquo;Die Auswahl bleibt dabei entscheidend\", so Kellenberger.<\/p><h2>Bear-Case: Die Langfristzinsen als gemeinsamer Risikofaktor<\/h2><p>Im Bear-Case f&auml;llt die Antwort nahezu unisono aus. &bdquo;Das gr&ouml;&szlig;te Risiko bleibt f&uuml;r uns ein erneuter Anstieg der langfristigen Zinsen\", sagt Kula, da Immobilienaktien aufgrund ihres Long-Duration-Charakters besonders sensibel auf h&ouml;here Diskontierungs- und Refinanzierungss&auml;tze reagierten. Sikora-Sickl nennt als m&ouml;glichen Ausl&ouml;ser eine anhaltend hohe Inflation und erg&auml;nzt eine schw&auml;chere Konjunktur sowie steigende Kosten f&uuml;r Instandhaltung, Energieeffizienz und Versicherungen als zus&auml;tzliche Belastungsfaktoren. Kellenberger verweist auf die Transaktionsseite: &bdquo;Verwerfungen an den Kapitalm&auml;rkten w&uuml;rden Akquisitionen und Projektentwicklungen bremsen und das Gewinnwachstum der REITs beeintr&auml;chtigen.\"<\/p><p>Auch bei den Schwachstellen ist der Befund deckungsgleich. Hoch verschuldete Gesellschaften mit kurzfristigem Refinanzierungsbedarf und B&uuml;roimmobilien mit strukturellem Leerstand, hohem Capex-Bedarf und schwachen Vermietungsm&auml;rkten werden von mehreren Befragten zuerst genannt, ebenso Objekte in schw&auml;cheren Lagen. Sikora-Sickl f&uuml;hrt zus&auml;tzlich Hotels, zyklische Einzelhandelsimmobilien und &auml;ltere B&uuml;roobjekte an und konkretisiert geografisch: &bdquo;Die gr&ouml;&szlig;ten Risiken sehen wir bei kleineren europ&auml;ischen und nordischen Unternehmen mit angespannten Bilanzen.\" Kellenberger sieht die h&ouml;chste Anf&auml;lligkeit bei REITs, die mit schwacher Nachfrage oder einem &Uuml;berangebot konfrontiert sind.<\/p><h2>US-REITs versus Europa: Zweifel an der blo&szlig;en Fortschreibung<\/h2><p>In der Frage nach der Nachhaltigkeit der US-Outperformance zeigt sich die deutlichste gemeinsame Positionierung. Rainer beziffert den Vorsprung auf rund f&uuml;nf Prozent pro Jahr &uuml;ber die vergangenen zehn Jahre, vergleichbar mit dem Abstand des S&amp;P 500 zum STOXX 600, und f&uuml;hrt die Schw&auml;che europ&auml;ischer REITs ma&szlig;geblich auf die Abkehr von der Nullzinspolitik in Europa zur&uuml;ck, die zuvor als Magnet f&uuml;r Immobilieninvestments gewirkt habe. Als Beleg f&uuml;r die relative Attraktivit&auml;t europ&auml;ischer Titel verweist er auf das j&uuml;ngste &Uuml;bernahmeangebot eines US-Logistikimmobilienwerts f&uuml;r Segro. Kula rechnet ebenfalls nicht mit einer einfachen Fortschreibung: &bdquo;Ein Teil ist durch den g&uuml;nstigeren Sektormix erkl&auml;rbar\", bewertungsseitig sehe er in Europa das gr&ouml;&szlig;ere Aufholpotenzial. Kellenberger formuliert die Bedingung von der anderen Seite: Damit US-REITs eine Outperformance erzielen k&ouml;nnten, ben&ouml;tigten sie weiterhin starke Fundamentaldaten in Sektoren mit strukturellem Wachstum sowie ein unterst&uuml;tzendes makro&ouml;konomisches Umfeld.<\/p><p>F&uuml;r Investoren ergibt sich daraus ein klarer Grundtenor: Der Sektor ist kein Zinswetten-Vehikel, sondern eine Selektionsaufgabe. Wer die Bewertungschance nutzen will, sollte sie in Europa und in strukturell wachsenden Nutzungsarten suchen und dabei konsequent auf Bilanzqualit&auml;t, Refinanzierungsprofil und Lagequalit&auml;t der Best&auml;nde achten.<\/p>[infoBox]<p><strong>Die Teilnehmer der e-fundresearch.com Survey:<\/strong><\/p><ul><li>Florian Rainer &ndash; Matejka &amp; Partner Asset Management<\/li><li>G&ouml;khan Kula &ndash; ALPS Family Office AG<\/li><li>Alexander Sikora-Sickl &ndash; Erste Asset Management<\/li><li>Todd Kellenberger &ndash; Principal Asset Management<\/li><\/ul>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"60691\" blank=\"0\"][webinar id=\"60691\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-11T07:46:51+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:14+02:00"},{"id":60690,"title":"Personalkarussell: Die wichtigsten Wechsel, die Sie im Sommer verpasst haben","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/managers\/artikel\/60690-personalkarussell-die-wichtigsten-wechsel-die-sie-im-sommer-verpasst-haben","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/YkCAZkki1kALuWQbdcXB1KeZlf28FvtU.png?s=658f524bf963f406246207ca5dedc465","content_html":"<h2>Neu auf dem Chefsessel<\/h2><p>Die weitreichendste Personalie des Sommers kam aus Wien: Heinz Bednar &uuml;bergibt nach 20 Jahren an der Spitze der Erste Asset Management mit 1. Dezember 2026 an Robert Kubin, der von Amundi kommt. Der neue Chef der 111,7 Milliarden Euro schweren Gesellschaft bringt Vertriebserfahrung aus Zentral- und Osteuropa mit, konkret aus Polen, Tschechien und der Slowakei. Bednar bleibt bis August 2027 beratend an Bord.<\/p><p>F&uuml;r den deutschen Markt fiel die wichtigste Weichenstellung bei J.P. Morgan Asset Management: Felix Germann &uuml;bernimmt als Country Head f&uuml;r Deutschland, &Ouml;sterreich sowie Zentral- und Osteuropa. Der bisherige McKinsey-Partner leitete dort die Wealth and Asset Management Practice f&uuml;r Deutschland und &Ouml;sterreich. Einen Wechsel in der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung meldete zudem Warburg Invest: Matthias Mansel beendete seine T&auml;tigkeit zum 30. Juni 2026, Nachfolger wurde Martin Hattwig, bisher Leiter Fixed Income und stellvertretender Leiter Portfoliomanagement.<\/p><p>Auf der institutionellen Seite in &Ouml;sterreich gab es ebenfalls einen Wechsel an der Spitze: Christian Reiss &uuml;bernahm zum 1. Juli die F&uuml;hrung der VBV, &Ouml;sterreichs gr&ouml;&szlig;ter &uuml;berbetrieblicher Pensionskasse. Zwei weitere Vorst&auml;nde r&uuml;ckten nach, G&uuml;nther Schiendl schied aus. In Wien stellte zudem die MFC Service GmbH ihre Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung neu auf, seit 15. Juli f&uuml;hren Manuel Schuster als Vorsitzender und Alexander Stroj das Unternehmen.<\/p><p>International verzeichneten zwei H&auml;user CEO-Wechsel: Beim Multi-Manager-Haus Anthos Fund &amp; Asset Management &uuml;bernahm Ronald Wuijster, vorbehaltlich der Zustimmung der niederl&auml;ndischen Aufsicht AFM, mit 10. August. Und Natixis Investment Managers berief ESG-Expertin L&eacute;a Dunand-Chatellet an die Spitze der Nachhaltigkeitstochter Mirova, die in Paris 34,2 Milliarden Euro verwaltet.<\/p><p>[article id=\"60487\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60583\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"59533\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"59868\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60088\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60117\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"59789\" blank=\"1\"]<\/p><h2>DACH-Vertrieb: Abg&auml;nge, Zug&auml;nge und ein Duo f&uuml;r Deutschland<\/h2><p>Bei M&amp;G Investments verl&auml;sst Head of DACH Werner Kolitsch das Haus nach elf Jahren. Die Kundenbetreuung &uuml;bernehmen &uuml;bergangsweise drei F&uuml;hrungskr&auml;fte aus Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz.<\/p><p>Der britische Asset Manager Artemis setzt beim Aufbau seines deutschen Vertriebs gleich auf ein Duo: Alexander Patz startete im August, Fabian Strube folgt im Oktober, beide &uuml;bernehmen die Rolle als Co-Head of Germany. Bei Raiffeisen Capital Management leitet Michael Cizek seit Juni den Wholesale-Vertrieb DACH, im Fokus stehen Partnerschaften mit Banken, Verm&ouml;gensverwaltern und Fondsplattformen sowie digitale und KI-gest&uuml;tzte Vertriebsprozesse.<\/p><p>Verst&auml;rkung gab es au&szlig;erdem im Drittvertrieb: Bei Lazard Asset Management erg&auml;nzt Ren&eacute; Frick seit 3. August als Senior Vice President das TPD-Team um Andreas Rau, er bringt rund 17 Jahre Erfahrung aus LAIQON, FENTHUM, MainFirst und Deutscher Bank mit. Bellevue Asset Management gewann Michael J&ouml;hr als Senior Sales f&uuml;r die Schweiz und &Ouml;sterreich, und BNP Paribas Asset Management holte Ljupche Petrovski von der DekaBank als Senior Sales Manager f&uuml;r ETF &amp; Index Solutions nach Deutschland.<\/p><p>[article id=\"60522\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60535\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"59460\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60234\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"59906\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60145\" blank=\"1\"]<\/p><h2>Europa-Strukturen und ETF-Ausbau<\/h2><p>State Street Investment Management ordnete sein europ&auml;isches Kundengesch&auml;ft neu: Alistair Byrne &uuml;bernimmt UK und Irland, Gerben Lagerwaard f&uuml;hrt Nordeuropa inklusive DACH, Francesco Lomartire verantwortet S&uuml;deuropa. Parallel besetzte das Haus mit Henry MacLeod, zuvor Co-Head of Digital Distribution EMEA bei BlackRock, eine zentrale Position im internationalen Digital-Wealth-Gesch&auml;ft.<\/p><p>Der ETF-Ausbau pr&auml;gte den Sommer auch bei T. Rowe Price: Andrew Brickman, ebenfalls von BlackRock kommend, leitet k&uuml;nftig von London aus die ETF-L&ouml;sungen f&uuml;r die EMEA-Region und soll die Position des Hauses bei aktiven ETFs st&auml;rken.<\/p><p>[article id=\"60099\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60147\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60155\" blank=\"1\"]<\/p><h2>Portfoliomanagement: Nachfolgen und neue Mandate<\/h2><p>Bellevue Asset Management regelte fr&uuml;hzeitig die Nachfolge f&uuml;r die Strategien Medtech &amp; Services sowie Digital Health: Catharina Claes &uuml;bernimmt Anfang 2027 als Portfolio Managerin zus&auml;tzliche Verantwortung f&uuml;r beide Strategien, Marcel Fritsch bleibt eingebunden. Carmignac berief Frederic Jeanmaire in sein Londoner Investmentteam, der Fondsmanager f&uuml;r europ&auml;ische Aktien wird mehrere Strategien mitverantworten und an der geplanten Auflegung eines neuen europ&auml;ischen Aktienfonds mitarbeiten.<\/p><p>Im &ouml;sterreichischen Dachfondsmarkt verst&auml;rkt Markus Jandrisevits, zuvor &uuml;ber zwei Jahrzehnte bei der Erste AM, das Dachfonds- und FLV-Management der UNIQA Capital Markets, gemeinsam mit Horst Kuch. Er folgt auf Bernhard Haas, der zur Wiener Boutique MKP Invest gewechselt ist. Bei William Blair Investment Management &uuml;bernimmt Chandan Khanna das Co-Portfoliomanagement der neuen Strategie &bdquo;Global Leaders Select&ldquo; an der Seite von Hugo Scott-Gall.<\/p><p>Ausgebaut wurde auch die Makro- und Kapitalmarktexpertise: DNCA Finance ernannte Florent Wabont zum Chefvolkswirt in einer neu geschaffenen Position, und die BKS Bank verst&auml;rkte ihr Group Asset Management mit Daniel Kupfner, der gemeinsam mit Sandro Colazzo Investmentstrategien und nachhaltige Anlagel&ouml;sungen weiterentwickeln soll.<\/p><p>[article id=\"59824\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"59520\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60092\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60081\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60642\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60016\" blank=\"1\"]<\/p><h2>Private Markets und Beratung<\/h2><p>Im Private-Credit-Gesch&auml;ft holte PGIM Robert Scheer als Head of Direct Lending DACH nach Frankfurt, der fr&uuml;here M&amp;G-Manager soll das sponsor-led Gesch&auml;ft und die Origination-Plattform in Kontinentaleuropa ausbauen. Zus&auml;tzlich verst&auml;rkte das Haus seine Secondaries-Plattform Montana Capital Partners im Nahen Osten: Lucas Radal verantwortet vom Standort Abu Dhabi aus als Head of Secondary Investments Middle East die Beziehungen zu institutionellen Investoren in der Region.<\/p><p>Die auf Rohstoffaktien spezialisierte Fondsboutique Earth Resource Investments b&uuml;ndelte ihren europ&auml;ischen Vertrieb zum 1. Juli in einer eigenen Gesellschaft in Liechtenstein, deren Aufbau Thomas Justen als Head of Distribution verantwortet. Und die alpha portfolio advisors GmbH erweiterte ihren Partner- und Beraterkreis, mit Fokus auf Managerselektion, Asset Allocation und Kapitalanlageberatung f&uuml;r Family Offices, Corporates und institutionelle Investoren.<\/p><p>Auf Konzernebene besetzte die First Sentier Group per 31. August die Position der Chief People Officer mit Belinda Webber, die von Sydney aus die globale Personalstrategie verantwortet.<\/p><p>[article id=\"60628\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60513\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"60118\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"59546\" blank=\"1\"]<\/p><p>[article id=\"59725\" blank=\"1\"]<\/p>[infoBox]<p><strong>Sie haben eine Personalie f&uuml;r uns?<\/strong><\/p><p>Neuzug&auml;nge, Bef&ouml;rderungen, Nachfolgeregelungen oder Abg&auml;nge in der Fonds- und Asset-Management-Branche: Wir nehmen Ihre Karrieremeldung gerne in unsere Berichterstattung auf. Senden Sie uns die Meldung samt Portraitfoto einfach an redaktion@e-fundresearch.com oder nutzen Sie unser <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/kontakt\">Kontaktformular<\/a> mit dem Anfragegrund &bdquo;Redaktionell&ldquo;.<\/p>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"60690\" blank=\"0\"][webinar id=\"60690\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-10T15:41:16+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:15+02:00"},{"id":60689,"title":"CoCos bleiben stabil: Was den Markt f\u00fcr Nachranganleihen derzeit bewegt","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/206-la-francaise-systematic-asset-management\/artikel\/60689-cocos-bleiben-stabil-was-den-markt-fuer-nachranganleihen-derzeit-bewegt","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/ho65xPuuQ9cSKzYRmCpV6sbyJsACByjK.png?s=e79434702bc4aa76a27eaac843b154e2","content_html":"<p>Bei nachrangigen Anleihen verlief der August hinsichtlich Handelsaktivit&auml;t und Spread-Schwankungen eher ruhig, trotz eines erneuten Anstiegs der Staatsanleihezinsen. Gegen Monatsende kam es jedoch zu einer h&ouml;heren Volatilit&auml;t, wobei sich die Spreads f&uuml;r franz&ouml;sische Nachrang-Anleihen, insbesondere AT1- und RT1-Anleihen, ausweiteten.&nbsp;Diese folgten damit den Bankaktien, die unter erneuten Bef&uuml;rchtungen angesichts der franz&ouml;sischen Haushaltsdefizitentwicklung und des bevorstehenden Pr&auml;sidentschaftswahlkampfs 2027 litten. Im August entwickelten sich die Tier-2-Anleihen europ&auml;ischer Versicherer aufgrund ihrer h&ouml;heren Anleihensensitivit&auml;t unterdurchschnittlich (-0,4 % im Monatsverlauf), w&auml;hrend CoCos mit +0,2 % stabil blieben und erneut besser abschnitten als andere Nachrangsegmente (Bloomberg-Indizes).<\/p><p>Die Aktivit&auml;ten am Sekund&auml;rmarkt waren vor der letzten Woche des Monats sehr begrenzt, w&auml;hrend der Prim&auml;rmarkt haupts&auml;chlich von Emissionen hybrider Unternehmensanleihen gepr&auml;gt war. Dieses Segment zieht weiterhin neue Unternehmen an, darunter den Schweizer Chemiekonzern Sika, der zwei Tranchen emittierte, den Telekommunikationsanbieter Swisscom sowie Tennet Deutschland, das ebenfalls zwei Tranchen emittierte (ein vom niederl&auml;ndischen Teil des Versorgungskonzerns getrennter Emittent). Auch die Deutsche B&ouml;rse emittierte ein neues Wertpapier, insgesamt war die Nachfrage sehr stark, insbesondere bei Sika, wo das Orderbuch f&uuml;r die im Mai 2035 f&auml;llige Tranche um das Zehnfache &uuml;berzeichnet war. Mit einem Emissionsvolumen von &uuml;ber 44 Milliarden Euro seit Jahresbeginn haben die Hybridemissionen bereits das gesamte Emissionsvolumen des gesamten Jahres 2025 &uuml;bertroffen. Im Bereich der nachrangigen Finanztitel war es ruhiger, wobei wir jedoch einige franz&ouml;sische Emissionen erw&auml;hnen m&ouml;chten (Tier-2-Anleihen von BFCM und La Mondiale, USD-AT1-Anleihen von BNP Paribas).<\/p><p><strong>Die rechtliche Auseinandersetzung um die Kapitalanforderungen der UBS geht weiter<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend der Schweizer Bundesrat von der UBS verlangt, ihre Auslandsbeteiligungen zu 100 % mit CET1-Kapital zu decken, fordert eine Kommission, dass 50 % dieses Bedarfs durch AT1-Kapital gedeckt werden, was einem zus&auml;tzlichen Emissionsbedarf von 13 Milliarden US-Dollar (verteilt &uuml;ber 7 Jahre) entspr&auml;che. Die Kommission m&ouml;chte zudem die Vorschriften hinsichtlich K&uuml;ndigungen, Kuponzahlungen und Verlustr&uuml;cklagen im Falle der Nichteinhaltung aufsichtsrechtlicher Anforderungen versch&auml;rfen. Diese Vorschl&auml;ge werden in den kommenden Monaten weiter diskutiert und sicherlich noch modifiziert werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass es f&uuml;r die UBS schwierig sein wird, eine Versch&auml;rfung einiger dieser Vorschriften zu vermeiden. Diese &Auml;nderungen werden keine Auswirkungen auf andere AT1-Anleihen als die der UBS haben, und wir sehen keine &bdquo;&Uuml;bertragbarkeit&ldquo; auf die Anlageklasse insgesamt.<\/p><p><em><strong>Von Paul Gurzal, Co-Head of Fixed Income und J&eacute;r&eacute;mie Boudinet, Head of Financial and Subordinated Debt, Cr&eacute;dit Mutuel Asset Management<\/strong><\/em><\/p><p>[topArticles id=\"60324\" blank=\"0\"]<\/p><p><em><sub><em><em>Quelle: Bloomberg, Zahlen Stand Ende August 2026<\/em>&nbsp;<\/em><\/sub><\/em><\/p>","date_created":"2026-09-10T14:38:10+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:17+02:00"},{"id":60686,"title":"Raiffeisen KAG CIO Kunrath: M\u00e4rkte trotzen \u00d6lpreisen, Inflation und geopolitischen Risiken","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/34-raiffeisen-capital-management\/artikel\/60686-raiffeisen-kag-cio-kunrath-maerkte-trotzen-oelpreisen-inflation-und-geopolitischen-risiken","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/Rd3uq6sqkqkPcGv2SUVhqr3Gysbcb0Gl.png?s=b1e2a503d257adfea57fd87172ce5ff1","content_html":"<p>Der neue Chef der amerikanischen Notenbank Fed war offenkundig die erste Wahl des amtierenden US-Pr&auml;sidenten Trump und er wird auch von Beobachtern durchwegs positiv als ausgewiesener Experte mit einschl&auml;giger Erfahrung beurteilt. Doch kaum im Amt und inmitten der weiter bestehenden Krise am Persischen Golf (damit verbunden ein h&ouml;herer &Ouml;lpreis und Inflationsdruck), scheint sich f&uuml;r Kevin Warsh die zweifelsohne schwierige Aufgabe, mithilfe klarer Kommunikation &uuml;berzeugende Souver&auml;nit&auml;t und Entschlossenheit in der Zinspolitik zu vermitteln, komplexer zu gestalten als urspr&uuml;nglich gedacht. Denn zum einen dr&auml;ngt die schon l&auml;nger bestehende Inflation weit &uuml;ber dem angepeilten Ziel von 2 % zum Handeln, zum anderen ist sie jedoch vor allem Ergebnis einer konfliktbedingten Angebotsverknappung, insbesondere am &Ouml;lmarkt, mit ungewissem Zeithorizont.<\/p><p>Aber auch die US-Wirtschaft zeigt sich trotz der geopolitischen Einflussfaktoren weiterhin robust und der Arbeitsmarkt &ndash; die zweite Komponente des Dual-Mandats der Fed &ndash; weist keine Anzeichen von Schw&auml;che auf. Der Markt hat die Aussagen des neuen Fed-Chefs, wonach die Inflation wieder in Richtung der Zielsetzung gebracht werden soll, als &bdquo;behind the curve&ldquo;, also als zu z&ouml;gerlich, ausgelegt, da diesem Ansinnen bislang keine Aktionen gefolgt sind.<\/p><p>Dementsprechend waren weitere Renditeanstiege bei US-Staatsanleihen die Folge, womit der Markt die Notenbank schon die l&auml;ngste Zeit vor sich hertreibt. Eine wohl nicht w&uuml;nschenswerte Konstellation, die sich fr&uuml;her oder sp&auml;ter aufl&ouml;sen muss, indem entweder die Inflation bald wieder abk&uuml;hlt und damit den bisherigen Wait-and-see-Modus der Fed best&auml;tigt. Oder die Notenbank muss andernfalls erst nachholen, was der Markt &uuml;ber die Renditeentwicklungen bereits vorweggenommen hat.<\/p><p>Sowohl die Entscheidung als auch die Kommunikation haben Auswirkungen auf die Kredibilit&auml;t der Notenbank und k&ouml;nnte unter Umst&auml;nden zu Verwerfungen f&uuml;hren. Diese w&uuml;rden sich wohl auch am Euro-Rentenmarkt niederschlagen, wo die Renditen infolge erh&ouml;hter Inflation und gem&auml;&szlig; dem Zinspfad der EZB ebenfalls schon geraume Zeit nach oben tendieren. Beim j&uuml;ngsten Economic Symposium in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming war die Rede von Fed-Chef Warsh zwar neuerlich ein klares Bekenntnis zur Inflationsbek&auml;mpfung, sie hat aber erwartungsgem&auml;&szlig; keine konkreten zinspolitischen Ank&uuml;ndigungen hervorgebracht. Unserer taktischen Markteinsch&auml;tzung folgend bleibt unsere Pr&auml;ferenz f&uuml;r Aktien gegen&uuml;ber Anleihen bestehen.&nbsp;<\/p><p><strong>Staatsanleihen: Weiterhin positive Einsch&auml;tzung bei deutschen und franz&ouml;sischen Papieren<\/strong><em><br><\/em><\/p><p>Wir schlie&szlig;en mit Ausnahme deutscher und franz&ouml;sischer Papiere s&auml;mtliche Staatsanleihen-Positionen, insbesondere das Untergewicht von US-Staatsanleihen gegen&uuml;ber deutschen und australischen Papieren. Bei franz&ouml;sischen Staatsanleihen mussten wir zuletzt Spread-Ausweitungen hinnehmen, eine weitere signifikante Ausweitung scheint aus unserer Sicht jedoch unwahrscheinlich, trotz der Schwierigkeiten des franz&ouml;sischen Staatshaushalts.<\/p><p><strong>Unternehmensanleihen: USD High Yield-Unternehmensanleihen bleiben widerstandsf&auml;hig<\/strong><\/p><p>Vor allem Spreads von USD-High-Yield-Unternehmensanleihen scheinen &ndash; entgegen unserer Erwartung &ndash; unersch&uuml;tterlich. Die wirtschaftliche Situation pr&auml;sentiert sich nach wie vor gut; Credit-Spread-Tiefst&auml;nde wie zuletzt 2007 rechtfertigt diese unserer Meinung nach trotzdem nicht. Etwaige Trigger-Events f&uuml;r ein Repricing (Z&ouml;lle, Stra&szlig;e von Hormus, Energiepreise etc.) zeigen de facto keine Wirkung. Wir bleiben bis auf Weiteres abwartend.<\/p><p><strong>Emerging-Markets-Anleihen: Gelassenheit trotz globaler Unsicherheiten<\/strong><\/p><p>Emerging Markets-Anleiherenditen aber auch Emerging-Markets-Risikopr&auml;mien haben sich zuletzt kaum bewegt. Wir waren bei Emerging-Markets-Hartw&auml;hrungsanleihen lange vorsichtig positioniert. Nun heben wir diese Position auf und positionieren uns neutral. &Auml;hnlich wie bei anderen Spread-Assets gibt es bei dieser Assetklasse de facto kaum eine Reaktionswirkung auf makro&ouml;konomische oder geopolitische Events.<\/p><p><strong>Entwickelte Aktienm&auml;rkte: Gewinndynamik &uuml;berstrahlt &Ouml;lpreissorgen<\/strong><\/p><p>Die internationalen Aktienm&auml;rkte pr&auml;sentierten sich unver&auml;ndert in den letzten Wochen sehr freundlich. St&auml;rkster Unterst&uuml;tzungsfaktor bleibt der Blick auf die sehr gute Gewinnentwicklung der Unternehmen. Selbst der erneute Anstieg beim &Ouml;lpreis hat die Stimmung nur leicht getr&uuml;bt, hat aber auf die Notenbankpolitik in den n&auml;chsten Monaten unver&auml;ndert Auswirkungen. Kurzfristig scheint die Stimmung etwas optimistisch zu sein, angesichts der Unterst&uuml;tzung von der Gewinnseite bleiben wir in Aktien&nbsp;moderat positiv gestimmt.<s><br><\/s><\/p><p><strong>Emerging-Markets-Aktien:&nbsp;<\/strong><strong>Technologie-Sektor h&auml;lt den Vorsprung<\/strong><strong><br><\/strong><\/p><p>Weiterhin k&ouml;nnen sich Emerging-Markets-Aktienm&auml;rkte dieses Jahr besser behaupten als entwickelte M&auml;rkte. Stark getrieben wird das vom Technologiesektor, der performanceseitig heraussticht. Interessant ist, dass die Bewertung trotz guter Wertentwicklung leicht zur&uuml;ckgeht. Dies ist auf die starke Gewinnentwicklung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, insbesondere im asiatischen Raum, der die gesamte Emerging-Markets-Region dominiert.<\/p><p><strong>Rohstoffe: Edelmetalle zur&uuml;ck auf Kurs<\/strong><\/p><p>Die internationalen Rohstoffm&auml;rkte pr&auml;sentierten sich zuletzt durch die Bank st&auml;rker. Edelmetalle hatten nach der starken Phase zu Beginn des Jahres und einer anschlie&szlig;enden Konsolidierung zuletzt wieder einen starken Lauf. Energierohstoffe bleiben weiter sehr volatil aufgrund des USA\/Iran-Hickhacks. Aktuell halten wir in der Taktischen Asset Allokation keine Rohstoffposition.<\/p><p><strong><em>Von Karin Kunrath, Chief Investment Officer von Raiffeisen Capital Management<\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"60686\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-10T12:49:04+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:18+02:00"},{"id":60684,"title":"\u201eKI trifft Value\u201c: Greiff Research analysiert den GAF - Lingohr Global Small Cap Value","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/funds\/artikel\/60684-ki-trifft-value-greiff-research-analysiert-den-gaf-lingohr-global-small-cap-value","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/ujTjPQTybdjSb4Ow4VrkDf7fP6RP8pLe.png?s=b35a7d9b25aafafe9a27a5bb7b8a0a43","content_html":"<p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/07a97f34f0921977458c1d1818bf1ae5.png?s=bb5d32c22b68f588461d49077be3be6d\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><h2>Kleine Unternehmen, gro&szlig;e Chancen<\/h2><p>W&auml;hrend sich die Aufmerksamkeit vieler Anleger in den vergangenen Jahren fast ausschlie&szlig;lich auf die gro&szlig;en US-Technologiekonzerne richtete, f&uuml;hrte ein Segment, das langfristig immer wieder attraktive Renditechancen bot, eher ein Schattendasein: globale Small-Caps. Weltweit existieren tausende b&ouml;rsennotierte kleinere Unternehmen, die h&auml;ufig deutlich weniger im Fokus von Analysten und institutionellen Investoren stehen als die bekannten Blue Chips. Gerade diese geringere Markteffizienz er&ouml;ffnet aktiven Stockpickern die M&ouml;glichkeit, Fehlbewertungen aufzusp&uuml;ren und Mehrwert gegen&uuml;ber passiven Indizes zu generieren. Nach Einsch&auml;tzung von Lingohr Asset Management gewinnt dieses Marktsegment insbesondere in einem Umfeld steigender Kapitalkosten, h&ouml;herer Marktfragmentierung und historisch hoher Konzentration auf wenige Mega-Caps wieder an Attraktivit&auml;t.<\/p><h2>Value-Investing mit Datenanalyse und KI<\/h2><p>Der GAF - Lingohr Global Small Cap Value (WKN A2AR4A) verfolgt genau diesen Ansatz. Der Fonds investiert weltweit in kleinere Unternehmen (investierbares Universum ~6.000 Titel) und kombiniert klassisches Value Investing mit einem systematischen, datenbasierten Investmentprozess. Im Mittelpunkt steht die Identifikation qualitativ hochwertiger Unternehmen, deren B&ouml;rsenbewertung aus Sicht des Fondsmanagements nicht ihrem inneren Wert entspricht. Die Besonderheit besteht darin, dass moderne Datenanalyse und Verfahren der K&uuml;nstlichen Intelligenz den Investmentprozess unterst&uuml;tzen, ohne die finale Entscheidung des Fondsmanagements zu ersetzen.<\/p><h2>&Uuml;ber 30 Jahre Erfahrung<\/h2><p>Hinter dem Fonds steht die 1993 gegr&uuml;ndete Lingohr Asset Management GmbH, eine unabh&auml;ngige Investmentboutique mit Sitz in D&uuml;sseldorf. Das Unternehmen z&auml;hlt zu den fr&uuml;hen Vertretern des systematischen Value Investing in Deutschland und konzentriert sich seit der Gr&uuml;ndung nahezu ausschlie&szlig;lich auf wertorientierte Aktienstrategien.<\/p><p>Anders als breit aufgestellte Fondsgesellschaften versteht sich Lingohr als spezialisierter Aktienmanager mit klarem Fokus auf fundamentale Unternehmensanalyse und regelgebundene Investmentprozesse. Das verwaltete Verm&ouml;gen bel&auml;uft sich auf rund 1,1 Milliarden Euro. Neben Publikumsfonds betreut Lingohr &uuml;berwiegend institutionelle Mandate und entwickelt systematische Aktienstrategien f&uuml;r professionelle Investoren. Charakteristisch f&uuml;r das Haus ist dabei die konsequente Verbindung klassischer Value-Prinzipien mit moderner Datenanalyse.<\/p><h2>Die handelnden Personen<\/h2><p>Verantwortet wird der Fonds seit November 2023 von Tim Wehlmann, der als Lead-Portfoliomanager fungiert. Wehlmann wechselte von Paladin Asset Management zu Lingohr und bringt mehrere Jahre Erfahrung in der Analyse internationaler Small- und Mid-Cap-Unternehmen mit. Dort besch&auml;ftigte er sich unter anderem mit quantitativen Modellen, ESG-Themen sowie der Entwicklung neuer Investmentstrategien.<\/p><p>Unterst&uuml;tzt wird er von Harald Sporleder, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und Chief Investment Officer von Lingohr Asset Management. Sporleder verf&uuml;gt &uuml;ber mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung im Asset Management und war zuvor viele Jahre in leitenden Funktionen t&auml;tig. Seine Aufgabe besteht nicht nur in der Stellvertretung des Fondsmanagements, sondern insbesondere in der Weiterentwicklung des Investmentprozesses und der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft.<\/p><p>Zwar liegt die finale Verantwortung eindeutig beim Lead-Portfoliomanager, s&auml;mtliche Anlageentscheidungen werden jedoch innerhalb eines Investmentteams vorbereitet und diskutiert. Die moderne Datenanalyse und K&uuml;nstliche Intelligenz sollen nicht als Ersatz f&uuml;r menschliche Entscheidungen dienen, sondern den Investmentprozess sinnvoll erg&auml;nzen.<\/p><h2>Alle in einem Boot<\/h2><p>Positiv hervorzuheben ist au&szlig;erdem das sogenannte &bdquo;Skin in the Game&ldquo;. Die verantwortlichen Manager sind selbst im Fonds investiert. Dadurch besteht eine weitgehende Interessengleichheit zwischen Fondsmanagement und Anlegern, da beide gleicherma&szlig;en von einer erfolgreichen langfristigen Entwicklung profitieren.<\/p><h2>Investmentphilosophie<\/h2><p>Der GAF - Lingohr Global Small Cap Value verfolgt einen Bottom-up-Ansatz. Makro&ouml;konomische Einsch&auml;tzungen oder L&auml;nderprognosen spielen bei der Titelauswahl lediglich eine unterst&uuml;tzende Rolle. Entscheidend bleibt die Attraktivit&auml;t des einzelnen Unternehmens. Das Portfolio umfasst &uuml;blicherweise 120 bis 140 nahezu gleichgewichtete Positionen.<\/p><p>Dadurch entsteht eine sehr breite Diversifikation, ohne dass einzelne Titel einen &uuml;berm&auml;&szlig;igen Einfluss auf die Wertentwicklung besitzen. Gleichzeitig existieren keine festen Bandbreiten beim L&auml;nder- oder Sektor-Exposure. Die regionale und sektorale Allokation ergibt sich ausschlie&szlig;lich aus der Aktienauswahl und nicht aus den Gewichtungen eines Vergleichsindex.<\/p><p>Auf eine strategische bzw. taktische Kassenhaltung verzichtet das Management weitgehend. Ebenso werden Fremdw&auml;hrungen grunds&auml;tzlich nicht abgesichert, da sie als Bestandteil des jeweiligen Aktieninvestments angesehen werden. Der Fokus liegt ganz klar auf der langfristigen Aktienselektion.<\/p><h2>CHICCO+ als das Herzst&uuml;ck<\/h2><p>W&auml;hrend viele Value-Manager ihren Investmentstil &uuml;ber Jahrzehnte kaum ver&auml;ndert haben, verfolgt Lingohr den Anspruch, den bestehenden Prozess kontinuierlich weiterzuentwickeln und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Aktienselektion einflie&szlig;en zu lassen. Diese Weiterentwicklung m&uuml;ndet im sogenannten CHICCO+-System, dem propriet&auml;ren Investmentprozess des Hauses. Er verbindet quantitative Bewertungsmodelle, sektorrelative Analysen, makro&ouml;konomische Faktoren und den gezielten Einsatz K&uuml;nstlicher Intelligenz mit der Erfahrung der Portfoliomanager.<\/p><p>Konkreter: Im Rahmen des propriet&auml;ren CHICCO+-Investmentprozesses werden Unternehmen anhand fundamentaler Faktoren systematisch analysiert. Erg&auml;nzend flie&szlig;en zahlreiche Makrofaktoren in ein Attraktivit&auml;tsscoring ein, um die Aktien im aktuellen Marktumfeld richtig einzuordnen. Diese Mehrdimensionalit&auml;t soll helfen, Value Traps zu vermeiden. Moderne Datenanalyse und K&uuml;nstliche Intelligenz unterst&uuml;tzen die kontinuierliche Weiterentwicklung des Investmentprozesses sowie die w&ouml;chentliche Neubewertung des Anlageuniversums, um Ver&auml;nderungen fr&uuml;h zu erkennen. Die finale Investmententscheidung erfolgt diskretion&auml;r durch den Lead-Portfoliomanager.<\/p><p>Kurzer Schwenk: Der Name &bdquo;CHICCO&ldquo; stammt aus dem Italienischen und bedeutet &bdquo;Perle&ldquo;. Dahinter steht die Idee, unter tausenden b&ouml;rsennotierten Unternehmen diejenigen &bdquo;Aktienperlen&ldquo; zu identifizieren, deren B&ouml;rsenkurs den fundamentalen Unternehmenswert nicht angemessen widerspiegelt.<\/p><h2>Bisherige Auszeichnungen<\/h2><p>Die zahlreichen Auszeichnungen &ndash; darunter f&uuml;nf Morningstar-Sterne, ein Scope-Rating von A sowie mehrere Spitzenplatzierungen bei unabh&auml;ngigen Researchh&auml;usern &ndash; unterstreichen, dass der Ansatz in den vergangenen Jahren erfolgreich umgesetzt wurde. Das Problem f&uuml;r diejenigen, die noch nicht investiert sind: Als Anleger kann man bekanntlich nicht in die Vergangenheit investieren, somit n&uuml;tzen diese Auszeichnungen nur wenig. Warum der Ansatz durchaus das Zeug hat, auch zuk&uuml;nftig &uuml;berdurchschnittliche Ergebnisse zu liefern, werden wir nun n&auml;her beleuchten.<\/p><h2>Drei H&uuml;rden auf dem Weg ins Portfolio<\/h2><p>Der Investmentprozess besteht aus drei aufeinander aufbauenden Selektionsstufen.<\/p><h3>1. Value Screening<\/h3><p>Zun&auml;chst werden die Unternehmen aus dem Anlageuniversum innerhalb von 42 einzelnen Sektoren miteinander verglichen. Dieser sektorrelative Ansatz verhindert, dass Unternehmen unterschiedlicher Branchen anhand identischer Bewertungsma&szlig;st&auml;be beurteilt werden.<\/p><p>In die Bewertung flie&szlig;en unter anderem Kennzahlen zu Cashflows, Profitabilit&auml;t, Bilanzqualit&auml;t, Aussch&uuml;ttungen sowie klassische Value-Faktoren ein. Zus&auml;tzlich ber&uuml;cksichtigt das Modell Ver&auml;nderungen von Gewinn- und Bilanzkennzahlen, um die fundamentale Entwicklung eines Unternehmens besser abzubilden.<\/p><p>Lingohr setzt dabei auf modernere Bewertungsgr&ouml;&szlig;en. So spielt beispielsweise der Cash Flow Return on Investment (CFROI) eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle als klassische Kennzahlen wie Kurs-Gewinn-Verh&auml;ltnis oder Eigenkapitalrendite. Erg&auml;nzend ber&uuml;cksichtigt das Modell den sogenannten Total Shareholder Yield. Nur diejenigen Unternehmen, die zu den attraktivsten 30 % ihres jeweiligen Sektors geh&ouml;ren, bestehen diese erste H&uuml;rde und gelangen in die n&auml;chste Analysephase.<\/p><h3>2. KI bewertet das Marktumfeld<\/h3><p>W&auml;hrend viele Value-Strategien ausschlie&szlig;lich auf Unternehmenskennzahlen setzen, erg&auml;nzt Lingohr den Prozess um eine zweite Ebene. Hier analysiert ein neuronales Netzwerk das aktuelle Kapitalmarktumfeld und beurteilt, welche Investmentfaktoren in der jeweiligen Marktphase statistisch besonders erfolgversprechend erscheinen. Ber&uuml;cksichtigt werden unter anderem Zinsentwicklung, Inflation, Konjunktur, Marktstimmung (Sentiment), Kreditspreads und Momentum.<\/p><p>Aus diesen Informationen errechnet das Modell einen Attraktivit&auml;tsscore f&uuml;r jede einzelne Aktie. Gleichzeitig gewichtet die KI die acht unterschiedlichen Investmentfaktoren (Deep Value, Wachstum, Qualit&auml;t, Sentiment, Size, Technik\/Momentum, Verschuldung, Volatilit&auml;t) abh&auml;ngig von der jeweiligen Marktphase unterschiedlich stark.<\/p><p>Dadurch soll verhindert werden, dass der Fonds zwar g&uuml;nstig bewertete Unternehmen kauft, deren Gesch&auml;ftsmodell oder Marktumfeld jedoch momentan strukturelle Nachteile aufweist. Wichtig: Die KI dient ausdr&uuml;cklich nicht dazu, Aktienkurse vorherzusagen. Vielmehr unterst&uuml;tzt sie die Einsch&auml;tzung, welche fundamentalen Eigenschaften in unterschiedlichen Marktphasen historisch besonders erfolgreich waren.<\/p><h3>3. Der Mensch<\/h3><p>Die dritte H&uuml;rde bleibt menschlich, die finale Entscheidung wird im Investmentteam getroffen. Erst nachdem eine Aktie sowohl das sektorrelative Screening als auch den KI-gest&uuml;tzten Marktphasen-Score erfolgreich bestanden hat, erfolgt die qualitative Analyse durch die zust&auml;ndigen Sektorspezialisten.<\/p><p>Dabei werden Aspekte ber&uuml;cksichtigt, die sich ggf. nur eingeschr&auml;nkt quantitativ erfassen lassen: Qualit&auml;t des Gesch&auml;ftsmodells, Wettbewerbsvorteile, Managementqualit&auml;t, m&ouml;gliche Kurstreiber, Risiken, Identifikation m&ouml;glicher Value Traps. Erst wenn s&auml;mtliche Pr&uuml;fschritte positiv verlaufen, wird eine Aktie auf die Kaufliste genommen.<\/p>[infoBox]<p>Erfahren Sie mehr in der aktuellen<a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/Jf6VAr2rjm\" target=\"_blank\">&nbsp;DFA Ausgabe.<\/a><\/p>[\/infoBox]<h2>Konsequente Verkaufsregeln<\/h2><p>Der Prozess definiert nicht nur den zuvor beschriebenen Einstieg, sondern auch den Ausstieg, sprich Verkauf eines Titels. Es werden keine fest definierten Kursziele gesetzt. Stattdessen gelten drei klare Verkaufsregeln, die spiegelbildlich zu den drei Kaufh&uuml;rden stehen.<\/p><p>Eine Aktie wird verkauft, wenn diese nicht mehr zu den attraktivsten 50 % ihres Sektors z&auml;hlt, die Aktie auf Basis des KI-gest&uuml;tzten Scorings nicht mehr zum aktuellen Marktumfeld passt oder der zust&auml;ndige Sektorspezialist seine Beurteilung &auml;ndert, weil der Titel nicht mehr signifikant unter dem fairen Wert notiert oder keine realistische Chance mehr hat, diesen zu erreichen.<\/p><p>Dadurch entsteht ein disziplinierter Investmentstil, bei dem emotionale Entscheidungen m&ouml;glichst vermieden werden sollen. Gleichzeitig erkl&auml;rt diese Vorgehensweise die vergleichsweise hohe Portfolioumschlagsh&auml;ufigkeit des Fonds: Im Gesch&auml;ftsjahr 2025 betrug die bereinigte Portfolio Turnover Ratio 155,8 %.<\/p><h2>Risikomanagement<\/h2><p>Das Risikomanagement beginnt bereits bei der Titelauswahl. Die breite Diversifikation, die nahezu gleichgewichtete Gewichtung s&auml;mtlicher Positionen sowie die laufende Kontrolle von L&auml;nder-, Branchen- und Faktor-Exposures sollen verhindern, dass einzelne Risiken das Portfolio dominieren. Erg&auml;nzend wird das gesamte Anlageuniversum w&ouml;chentlich neu bewertet, sodass Ver&auml;nderungen der relativen Attraktivit&auml;t einzelner Unternehmen zeitnah ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen.<\/p><h2>Einordnung des Fonds<\/h2><p>Mit dem GAF - Lingohr Global Small Cap Value verfolgt Lingohr Asset Management einen Ansatz, der sich bewusst von passiven Small-Cap-ETFs abgrenzt. W&auml;hrend viele Wettbewerber ihre Portfolios eng an einer Benchmark ausrichten oder sich ausschlie&szlig;lich auf quantitative Modelle verlassen, kombiniert Lingohr eine systematische Titelselektion mit fundamentaler Analyse und einem klar definierten Entscheidungsprozess. Dadurch entsteht ein Fonds, der weder ein reiner Quant-Fonds noch ein klassischer Stock-Picking-Fonds ist, sondern beide Welten miteinander verbindet.<\/p><h2>Die St&auml;rken des Investmentansatzes<\/h2><p>Eine der gr&ouml;&szlig;ten St&auml;rken liegt sicherlich in der breiten Diversifikation. Mit rund 140 nahezu gleichgewichteten Positionen unterscheidet sich das Portfolio von vielen globalen Aktienfonds, bei denen einzelne Titel zum Teil einen erheblichen Einfluss auf die Wertentwicklung besitzen. Im GAF - Lingohr Global Small Cap Value gibt es keine dominierenden Einzeltitel, wodurch das sogenannte Klumpenrisiko eliminiert wird. Gleichzeitig erfolgt die Diversifikation nicht nur &uuml;ber L&auml;nder und Branchen, sondern auch &uuml;ber unterschiedliche Faktoren und Gesch&auml;ftsmodelle.<\/p><p>Hinzu kommt die konsequente Benchmark-Unabh&auml;ngigkeit. Das Fondsmanagement orientiert sich nicht an den Gewichtungen des MSCI AC World Small Cap Index, sondern ausschlie&szlig;lich an der Attraktivit&auml;t einzelner Unternehmen. Die Abweichungen zur Benchmark auf Sektor- und L&auml;nder-Ebene sind das Ergebnis der fundamentalen Titelauswahl.<\/p><p>Ein weiterer Pluspunkt ist die Disziplin des Investmentprozesses. Kauf- und Verkaufsentscheidungen folgen klar definierten Regeln. Dadurch sinkt das Risiko emotionaler Fehlentscheidungen. Gleichzeitig sorgt die Kombination aus quantitativer Analyse und menschlicher Beurteilung daf&uuml;r, dass sowohl harte Finanzkennzahlen als auch qualitative Faktoren ber&uuml;cksichtigt werden.<\/p><p>Dann w&auml;re da noch der Einsatz der K&uuml;nstlichen Intelligenz. Anders als bei vielen modernen Investmentstrategien dient die KI nicht dazu, kurzfristige Kursentwicklungen vorherzusagen. Vielmehr unterst&uuml;tzt sie das Fondsmanagement dabei, unterschiedliche Marktphasen einzuordnen und die verschiedenen Investmentfaktoren dynamisch anzupassen. Dadurch soll verhindert werden, dass der Fonds dauerhaft an Faktoren festh&auml;lt, die im aktuellen Marktumfeld strukturell im Nachteil sind.<\/p><p>Der Investmentansatz profitiert insbesondere von Marktphasen, in denen Fundamentaldaten und Bewertungen wieder st&auml;rker in den Fokus der Investoren r&uuml;cken und sich die Marktperformance auf eine breitere Anzahl von Unternehmen verteilt. Hiervon profitieren insbesondere unterbewertete Small-Caps, deren Kurspotenzial sich sukzessive entfalten kann. Zudem sind typischerweise Marktphasen mit fallenden Zinsen f&uuml;r den weltweiten Small Cap Sektor sehr attraktiv.<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/3b096aba6c0e0e26b94898f35e5663f0.png?s=2eef664c69e62b986c8533aae3025a80\" style=\"width: 839px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><h2>Die Herausforderungen<\/h2><p>Trotz der &uuml;berzeugenden Systematik existieren auch Herausforderungen, die Anleger ber&uuml;cksichtigen sollten: Der Fonds investiert ausschlie&szlig;lich in globale Small-Caps. Diese Unternehmen verf&uuml;gen langfristig h&auml;ufig &uuml;ber h&ouml;here Wachstumspotenziale als etablierte Gro&szlig;konzerne, reagieren kurzfristig jedoch oftmals empfindlicher auf konjunkturelle Abschw&uuml;nge, steigende Finanzierungskosten oder sinkende Liquidit&auml;t an den Kapitalm&auml;rkten. Insbesondere in Phasen ausgepr&auml;gter Risikoaversion k&ouml;nnen Small-Caps deutlich st&auml;rker unter Druck geraten als Standardwerte.<\/p><p>Hinzu kommt der konsequente Value-Ansatz. In Marktphasen, in denen wachstumsstarke Technologieunternehmen oder andere Momentum-Titel den Markt dominieren, kann der Fonds zeitweise hinter breiten Aktienindizes zur&uuml;ckbleiben. Anleger sollten deshalb bereit sein, auch l&auml;ngere Phasen relativer Underperformance auszuhalten.<\/p><p>Schlie&szlig;lich erfordert der Investmentprozess ein hohes Vertrauen in die Methodik des Fondsmanagements. Die Kombination aus quantitativen Modellen, KI-gest&uuml;tzter Analyse und qualitativer Beurteilung ist komplex und f&uuml;r Au&szlig;enstehende nur eingeschr&auml;nkt nachvollziehbar. Anleger investieren nicht nur in einzelne Unternehmen, sondern auch in die F&auml;higkeit des Investmentteams, diesen Prozess dauerhaft erfolgreich weiterzuentwickeln. Bis dato hat das reibungslos funktioniert, wie man sieht:<\/p><h2>Die Zahlen<\/h2><p>Seit Jahresbeginn legt der Fonds um knapp 18 % zu, &uuml;ber die letzten 12 Monate +24 %, &uuml;ber 3 Jahre +61,6 %, &uuml;ber 5 Jahre +74 % und seit Auflage steht ein Plus in H&ouml;he von ca. 74 % bei einer Volatilit&auml;t in H&ouml;he von knapp 16,5 % (1 Jahr), 12,5 % (3 Jahre) bzw. knapp 13 % &uuml;ber 5 Jahre. Das Fondsvolumen liegt bei 27,4 Mio. Euro, was steigerungsf&auml;hig ist, und es gibt drei verschiedene Tranchen (R, I und S).<\/p><h2>Holpriger Start<\/h2><p>Im Gegensatz zu den letzten 5 Jahren verlief der Start nach Fondsauflage sehr schleppend. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r hat uns das Portfoliomanagement erl&auml;utert:<\/p><p>Der schwache Start war vor allem dem Auflagezeitpunkt geschuldet. Denn das vierte Quartal 2018 war eines der schw&auml;chsten Quartale seit Jahrzehnten (S&amp;P 500 &minus;14 %, Nasdaq &minus;17 %, Russell 2000 &minus;20 %), und nahezu alle Anlageklassen verloren gleichzeitig (u. a. &Ouml;l &minus;40 %, weitere Zinssignale der Fed unter Jerome Powell, eskalierender US-China-Handelskonflikt) &ndash; also ein sehr ung&uuml;nstiges Makroumfeld direkt nach Auflage. Zudem ist ein konzentrierter Fonds gegen&uuml;ber einer Benchmark mit &uuml;ber 4.000 Titeln in solchen Phasen strukturell im Nachteil.<\/p><p>Der Investmentprozess (CHICCO+) blieb im Kern unver&auml;ndert und wurde laufend weiterentwickelt. Die Schw&auml;che war marktbedingt, es handelte sich nicht um ein Prozessdefizit. Im Anschluss hat der Fonds seine Strategie nachhaltig best&auml;tigt und die Peergroup nahezu durchgehend &uuml;bertroffen &ndash; wie die letzten f&uuml;nf Jahre zeigen.<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/a0a8f401ca4f555c62c022f36af65e85.png?s=010ce0abb41c54cc69cbcc6b9cd09f96\" style=\"width: 839px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><h2>Das Interview<\/h2><p>Wie es unsere Leser mittlerweile gewohnt sind, haben wir uns auch in dem Fall pers&ouml;nlich mit dem Portfoliomanagement ausgetauscht.<\/p><p><strong>DFA:<\/strong> Der Value-Stil erlebt seit Jahren ein Wechselbad der Gef&uuml;hle. Welche Marktbedingungen m&uuml;ssen aus Ihrer Sicht gegeben sein, damit globale Small-Caps ihren historischen Renditevorsprung gegen&uuml;ber Large-Caps wieder nachhaltig ausspielen k&ouml;nnen?<\/p><p><strong>Tim Wehlmann:<\/strong> Entscheidend ist meiner Einsch&auml;tzung nach vor allem, ob Bewertung und Fundamentaldaten wieder st&auml;rker in den Vordergrund r&uuml;cken. In den vergangenen Jahren war das zeitweise nicht der Fall; die Performance der globalen Aktienm&auml;rkte wurde stark von Momentum und wenigen Mega-Caps gepr&auml;gt. Das war sowohl f&uuml;r Value als auch f&uuml;r globale Small-Caps ein schwieriges Umfeld.<\/p><p>F&uuml;r eine nachhaltige relative St&auml;rke von Small Caps braucht es aus meiner Sicht vor allem wieder mehr Marktbreite und einen st&auml;rkeren Fokus auf Fundamentaldaten und Bewertungen. Gerade im globalen Small-Cap-Universum sehe ich weiterhin viele Unternehmen, deren operative Entwicklung aus meiner Sicht nicht ausreichend im Kurs reflektiert ist und die gleichzeitig attraktiv bewertet sind. Wenn der Markt diese Unterschiede wieder st&auml;rker honoriert, sollte das sowohl Value als auch Small-Caps unterst&uuml;tzen. Entscheidend ist f&uuml;r mich, schon heute die Unternehmen zu identifizieren, bei denen Bewertung und fundamentale Entwicklung auseinanderlaufen. Ein weiterer Aspekt ist sicherlich auch, ob und wann die passive Industrie den Mid-\/Small-Cap-Markt st&auml;rker entdeckt, denn die Erfahrung zeigt, dass sich durch diese Aktivit&auml;ten der Fokus komplett verschieben kann, was auch gleichzeitig zu einer Multiple Expansion f&uuml;hren w&uuml;rde. Denn genau das beobachten wir seit 10 bis 15 Jahren im Large-Cap-Bereich.<\/p><p><strong>DFA:<\/strong> CHICCO+ kombiniert klassische Value-Kriterien mit einem KI-gest&uuml;tzten Marktphasenmodell. K&ouml;nnen Sie ein konkretes Beispiel nennen, bei dem der KI-Score in den vergangenen Jahren zu einer anderen Investmententscheidung gef&uuml;hrt hat, als es ein traditioneller Value-Ansatz getan h&auml;tte?<\/p><p><strong>Tim Wehlmann:<\/strong> Wichtig ist zun&auml;chst: Der KI-Score trifft bei uns keine Investmententscheidungen, sondern ist ein zus&auml;tzlicher Bestandteil des CHICCO+-Prozesses. Das Modell hilft uns dabei zu beurteilen, welche Faktoren in der jeweiligen Marktphase besonders relevant sind. Ein gutes Beispiel ist Creotech Instruments, ein polnischer Hersteller und Integrator von Satelliten und Satellitensystemen, unter anderem f&uuml;r Erdbeobachtungs- und Verteidigungsanwendungen. Als ich den Titel im Oktober 2025 aufgenommen habe, war das Unternehmen innerhalb der klassischen Value- und Multifaktorbetrachtung weniger auff&auml;llig. Die Kombination seiner Faktorauspr&auml;gungen wurde durch das KI-Modell im damaligen Marktumfeld aber deutlich attraktiver bewertet.<\/p><p>F&uuml;r mich zeigt das sehr gut, welchen zus&auml;tzlichen Blickwinkel die KI in CHICCO+ einbringen kann. Die KI betrachtet nicht nur die klassische Value-Auspr&auml;gung eines Unternehmens, sondern ber&uuml;cksichtigt, welche Faktoren im jeweiligen Marktumfeld besonders relevant sind. Dadurch k&ouml;nnen Titel innerhalb unseres Value-Universums anders priorisiert werden als in einem rein statischen Value-Ansatz.<\/p><p><strong>DFA:<\/strong> Ihr Portfolio umfasst rund 140 nahezu gleichgewichtete Positionen. Gibt es dennoch Unternehmen oder Branchen, bei denen Sie bewusst bereit w&auml;ren, von diesem Grundsatz abzuweichen &ndash; oder ist die Gleichgewichtung ein unverr&uuml;ckbarer Bestandteil Ihres Risikomanagements?<\/p><p><strong>Tim Wehlmann:<\/strong> Die nahezu gleichgewichtete Portfoliokonstruktion ist ein wichtiger Grundsatz des Ansatzes, aber kein mathematisches Dogma. Bei Unternehmen mit einem h&ouml;heren spezifischen Risiko oder bei Investmentthemen, die ich &uuml;ber mehrere Titel als Basket abbilden m&ouml;chte, setze ich bewusst geringere Positionsgr&ouml;&szlig;en ein. Entscheidend ist f&uuml;r mich, dass Abweichungen von der Gleichgewichtung gezielt erfolgen und der Risikosteuerung dienen. Wir benutzen gern den Begriff der Wiederholbarkeit der Performance und glauben, dass es gerade im ineffizienten, globalen Small-Cap-Bereich besser ist, dass Portfolio breiter aufzustellen, denn eine hohe Konzentration auf wenige Titel f&uuml;hrt gleichzeitig auch zu einer h&ouml;heren Standardabweichung, die wir bewusst niedrig zu halten versuchen.<\/p><p><strong>DFA:<\/strong> Viele Anleger verbinden Small-Caps mit h&ouml;herem Risiko und st&auml;rkeren Kursschwankungen. Sie argumentieren dagegen, dass gerade Ihr Investmentprozess das Risiko reduziert. Wo sehen Sie den gr&ouml;&szlig;ten Unterschied zu einem passiven globalen Small-Cap-ETF?<\/p><p><strong>Tim Wehlmann:<\/strong> F&uuml;r mich liegt der gr&ouml;&szlig;te Unterschied darin, dass ein passiver ETF das Risiko- und Renditeprofil seines Index regelbasiert abbildet. Ich entscheide dagegen bewusst, welche Einzelrisiken ich &uuml;berhaupt ins Portfolio aufnehme. F&uuml;r mich beginnt Risikosteuerung demnach bereits bei der Auswahl der einzelnen Unternehmen. Ich m&ouml;chte nicht erst im fertigen Portfolio reagieren, sondern schon vorher entscheiden, welche Risiken ich &uuml;berhaupt eingehen will.<\/p><p>Zus&auml;tzlich begrenze ich Konzentrationsrisiken &uuml;ber die breite, &uuml;berwiegend gleichgewichtete Aufstellung und steuere L&auml;nder-, Sektor- und Faktorexposures gezielt.<\/p><p>Dass der Fonds dabei sehr aktiv positioniert ist, ohne automatisch mehr Marktrisiko einzugehen, zeigen auch die Kennzahlen: Der Active Share liegt bei 96,6 %, gleichzeitig liegt das Beta unter 1. Auch die langfristige Volatilit&auml;t lag bislang unter der Benchmark. F&uuml;r mich ist genau das der entscheidende Punkt: aktive Titelselektion und gleichzeitig bewusste Kontrolle der eingegangenen Risiken. Gerade f&uuml;r institutionelle Investoren kann der Fonds damit eine interessante Erg&auml;nzung zur bestehenden globalen Aktien- und ETF-Allokation darstellen und zur zus&auml;tzlichen Diversifikation beitragen.<\/p><p><strong>DFA:<\/strong> Die Marktbreite hat sich in den vergangenen Monaten verbessert und Small-Caps konnten aufholen. Befinden wir uns erst am Anfang einer l&auml;ngerfristigen Nebenwerte-Renaissance oder wurden die attraktivsten Bewertungsabschl&auml;ge bereits abgebaut?<\/p><p><strong>Tim Wehlmann:<\/strong> Ich sehe die Entwicklungen der vergangenen Monate grunds&auml;tzlich positiv, w&uuml;rde aber noch nicht von einer nachhaltigen Small-Cap-Renaissance sprechen. Die Marktbreite hat sich verbessert, f&uuml;r einen wirklichen Regimewechsel m&uuml;sste sich die Entwicklung allerdings &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum fortsetzen und vor allem Fundamentaldaten sowie Bewertungen wieder st&auml;rker honoriert werden.<\/p><p>Gleichzeitig sind die Bewertungsabschl&auml;ge aus meiner Sicht nicht fl&auml;chendeckend verschwunden. Einige Bereiche haben bereits aufgeholt, innerhalb des globalen Small-Cap-Universums sehe ich aber weiterhin deutliche Unterschiede darin, wie stark die operative Entwicklung einzelner Unternehmen bereits in den Bewertungen reflektiert ist &ndash; und genau darin liegt die Chance f&uuml;r aktives Management: Gezielt dort zu investieren, wo Bewertung und operative Entwicklung noch nicht zusammenpassen.<\/p><p><strong>DFA:<\/strong> Wenn wir dieses Gespr&auml;ch in f&uuml;nf Jahren noch einmal f&uuml;hren w&uuml;rden: Woran w&uuml;rden Sie den Erfolg des Fonds messen? An einer Outperformance gegen&uuml;ber der Benchmark, an einer besseren risikoadjustierten Rendite oder daran, dass sich CHICCO+ als dauerhaft &uuml;berlegener Investmentprozess etabliert hat?<\/p><p><strong>Tim Wehlmann:<\/strong> F&uuml;r mich w&auml;re der Fonds erfolgreich, wenn ich &uuml;ber unterschiedliche Marktphasen hinweg nachhaltig eine Outperformance gegen&uuml;ber Benchmark und Peergroup erziele und dabei das Risikoprofil kontrolliert bleibt. Outperformance und risikoadjustierte Rendite geh&ouml;ren f&uuml;r mich deshalb eindeutig zusammen. CHICCO+ bildet daf&uuml;r die Grundlage. Entscheidend ist, den Prozess kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Aussagekraft der Faktoren und Modelle laufend zu &uuml;berpr&uuml;fen.<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/e7f1eb932fafee2b67c76549d441f8d4.png?s=fc0d3119bce7b19c2812e8acde4bb4c9\" style=\"width: 839px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p><strong>DFA:<\/strong> Was waren die gr&ouml;&szlig;ten Erfolge des Fonds in den letzten Jahren?<\/p><p><strong>Tim Wehlmann:<\/strong> Zu den gr&ouml;&szlig;ten Erfolgen des Fonds z&auml;hlen die &uuml;ber mehrere Jahre hinweg erzielte Outperformance gegen&uuml;ber der Benchmark und Peergroup sowie die kontinuierliche Best&auml;tigung der Strategie &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum hinweg.<\/p><p>Im Kalenderjahr 2025 belegte der Fonds mit einer Wertentwicklung von 15,92 % den ersten Platz von 62 Fonds der Absolut Research-Vergleichsgruppe &bdquo;Equity Global Small Cap&ldquo;. Bereits im schwierigen Marktjahr 2022 geh&ouml;rte der Fonds mit Rang 2 von 55 zu den besten Strategien seiner Vergleichsgruppe.<\/p><p>Die Qualit&auml;t unseres Investmentansatzes wird zudem durch unabh&auml;ngige Auszeichnungen best&auml;tigt. Der Fonds verf&uuml;gt &uuml;ber ein Morningstar 5-Sterne-Rating &uuml;ber s&auml;mtliche bewertete Anlagezeitr&auml;ume und belegt seit nahezu zwei Jahren den ersten Platz im Scope-Rating seiner Vergleichsgruppe. Dar&uuml;ber hinaus wurde der Fonds mit dem Lipper Fund Award 2024 sowie 2025 von Capital in Zusammenarbeit mit dem Institut f&uuml;r Verm&ouml;gensaufbau (IVA) ausgezeichnet.<\/p><p><strong>DFA:<\/strong> Was waren die wichtigsten Lehren aus den letzten Jahren?<\/p><p><strong>Tim Wehlmann:<\/strong> Die vergangenen Jahre haben best&auml;tigt, dass langfristiger Anlageerfolg auf einem disziplinierten Investmentprozess und dessen konsequenter Umsetzung basiert. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass die kontinuierliche Weiterentwicklung des CHICCO+-Prozesses &ndash; insbesondere durch moderne Datenanalyse und den gezielten Einsatz K&uuml;nstlicher Intelligenz &ndash; einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Aktienselektion leisten kann, ohne die fundamentale Analyse zu ersetzen.<\/p><h2>F&uuml;r wen geeignet?<\/h2><p>Der GAF - Lingohr Global Small Cap Value richtet sich vor allem an langfristig orientierte Aktienanleger, die ihr Portfolio um internationale Nebenwerte erg&auml;nzen m&ouml;chten. Besonders geeignet ist der Fonds f&uuml;r Investoren, die bewusst auf aktives Management setzen, das Renditepotenzial globaler Small-Caps nutzen m&ouml;chten, einen regelbasierten Investmentprozess gegen&uuml;ber rein subjektivem Stockpicking bevorzugen und die bereit sind, kurzfristige Schwankungen zugunsten langfristiger Renditechancen in Kauf zu nehmen.<\/p><h2>Fazit<\/h2><p>Mit dem GAF - Lingohr Global Small Cap Value pr&auml;sentiert Lingohr Asset Management einen Fonds, der traditionelle Value-Prinzipien in die heutige Zeit &uuml;bertr&auml;gt. Die Kombination aus dem beschriebenen sektorrelativen Screening, datengetriebenen Modellen, KI-gest&uuml;tzter Marktphasenanalyse und fundamentaler Einzeltitelauswahl unterscheidet sich von vielen Wettbewerbern. Der Ansatz ber&uuml;cksichtigt sowohl die St&auml;rken regelbasierter Modelle als auch die Vorteile menschlicher Analyse. Wer einen langfristigen Anlagehorizont mitbringt und aktives Stockpicking als Mehrwert betrachtet, wird hier f&uuml;ndig.<\/p>[infoBox]<p>Erfahren Sie mehr in der aktuellen<a class=\"fr-file\" href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/Jf6VAr2rjm\" target=\"_blank\">&nbsp;DFA Ausgabe.<\/a><\/p>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"60684\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-10T12:37:36+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:14+02:00"},{"id":60681,"title":"Reform: \u00d6sterreich \u00f6ffnet die betriebliche Vorsorge f\u00fcr Veranlagung ohne Kapitalgarantie","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/markets\/artikel\/60681-reform-oesterreich-oeffnet-die-betriebliche-vorsorge-fuer-veranlagung-ohne-kapitalgarantie","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/7SOd68O1uigG8nkIrjc7zkE3Zjm9fyvL.png?s=2d31bbba84ee5cde57f42d3885d07dea","content_html":"<p>[infoBox]<\/p><p><em><sub>AI-generierte Zusammenfassung<\/sub><\/em><\/p><p><strong>&#9749; e-fundresearch.com Espresso, die Meldung in 30 Sekunden:<\/strong><\/p><p>Der Sozialausschuss des &ouml;sterreichischen Parlaments hat am 9. September 2026 ein Ma&szlig;nahmenpaket zur betrieblichen Altersvorsorge beschlossen, der Beschluss im Nationalratsplenum steht noch aus. F&uuml;r die Asset-Management-Branche ist die zentrale Neuerung ein zweites Veranlagungsmodell in den betrieblichen Vorsorgekassen: Es kommt ohne Kapitalgarantie und ohne Zinsgarantie, veranlagt nach den Veranlagungsgrunds&auml;tzen des Pensionskassengesetzes und darf als Lebenszyklusmodell ausgestaltet werden. Daf&uuml;r ist das Kapital bis zum Pensionsanfallsalter gebunden. Zweiter Baustein ist ein Standardprodukt der Pensionskassen: Besch&auml;ftigte erhalten einen Rechtsanspruch, ihre Anspr&uuml;che aus der &bdquo;Abfertigung Neu&ldquo; kostenfrei zu &uuml;bertragen und in eine lebenslange Zusatzpension umzuwandeln, auch wenn ihr Arbeitgeber keinen Pensionskassenvertrag hat. Das Aktienforum begr&uuml;&szlig;t den Beschluss als Entlastung des staatlichen Systems und verlangt nun auch Ma&szlig;nahmen zur Weiterentwicklung der dritten S&auml;ule.<\/p>[\/infoBox]<p>Der Sozialausschuss des &ouml;sterreichischen Parlaments hat am 9. September 2026 die Reform der betrieblichen Altersvorsorge beschlossen. Besch&auml;ftigte erhalten damit zwei neue Wege f&uuml;r ihre Anspr&uuml;che aus der &bdquo;Abfertigung Neu&ldquo;: eine Veranlagung ohne Kapitalgarantie in der Ansparphase und die &Uuml;bertragung in eine lebenslange Zusatzpension, unabh&auml;ngig davon, was der Arbeitgeber anbietet. Der Beschluss im Nationalratsplenum steht noch aus.<\/p><p>[advertorial]<\/p><p><strong>Zweites Modell in den Vorsorgekassen: Ertragschance statt Garantie<\/strong><\/p><p>F&uuml;r die Veranlagungsseite ist der wichtigste Punkt des Pakets ein neues Modell in den betrieblichen Vorsorgekassen, das ohne Kapitalgarantie arbeitet. Jede Kasse muss es einrichten, die Entscheidung dar&uuml;ber, ob sie es nutzen, liegt bei den Besch&auml;ftigten selbst. Kapitalgarantie, Zinsgarantie und Garantier&uuml;cklage kommen nicht zur Anwendung. Veranlagt wird stattdessen nach den Veranlagungsgrunds&auml;tzen des Pensionskassengesetzes, und die Kassen d&uuml;rfen das Modell als Lebenszyklusmodell mit mehreren Sub-Veranlagungsgemeinschaften ausgestalten. Damit entsteht innerhalb der Abfertigung Neu erstmals eine Veranlagungsoption ohne Kapital- und Zinsgarantie.<\/p><p>Der Preis f&uuml;r die Ertragschance ist eine deutlich st&auml;rkere Bindung des Kapitals. Die bei der klassischen Abfertigung Neu bestehenden vorzeitigen Verf&uuml;gungsm&ouml;glichkeiten etwa nach einer arbeitgeberseitigen oder einvernehmlichen K&uuml;ndigung entfallen. W&auml;hrend der Erwerbsphase ist eine Auszahlung grunds&auml;tzlich nur in drei gesetzlich definierten H&auml;rtef&auml;llen vorgesehen: bei l&auml;ngerer Arbeitslosigkeit, nach Aussch&ouml;pfung des Krankengeldanspruchs oder bei Pflegegeld ab Stufe 3. Ein Verf&uuml;gungsanspruch besteht jedenfalls bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsanfallsalters sowie grunds&auml;tzlich auch dann, wenn der Anwartschaftsberechtigte zumindest f&uuml;nf Jahre nicht mehr dem BMSVG unterliegt. Auch der Wechsel selbst ist eine Einbahnstra&szlig;e: Die &Uuml;bertragung ist kostenfrei und ganz oder teilweise m&ouml;glich, eine R&uuml;ck&uuml;bertragung laut Gesetzestext nicht, widerrufen l&auml;sst sich nur die Zuleitung k&uuml;nftiger Beitr&auml;ge. Vor einer &Uuml;bertragung m&uuml;ssen die Kassen nachweislich &uuml;ber Vorteile und Nachteile informieren, dazu kommt ein standardisiertes Informationsblatt, dessen Mindestinhalte die FMA per Verordnung festlegt.<\/p><p>Weniger beachtet, f&uuml;r die Branche aber unmittelbar relevant: Die Vorlage senkt auch die Kostenobergrenzen der Vorsorgekassen. Beim Verwaltungskostensatz entf&auml;llt die bisherige Bandbreite von 1 bis 3,5 Prozent, es gilt nur noch die Obergrenze von 3,5 Prozent. Die Verg&uuml;tung f&uuml;r die Verm&ouml;gensverwaltung wird von 0,8 auf 0,6 Prozent pro Gesch&auml;ftsjahr gek&uuml;rzt.<\/p><p><strong>Standardprodukt &ouml;ffnet die Pensionskasse f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten<\/strong><\/p><p>Der zweite Baustein ist ein neues Standardprodukt der Pensionskassen. Besch&auml;ftigte erhalten bei Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses einen Rechtsanspruch, ihre Anspr&uuml;che aus der &bdquo;Abfertigung Neu&ldquo; ganz oder teilweise kostenfrei in dieses Produkt zu &uuml;bertragen und f&uuml;r eine lebenslange Zusatzpension zu nutzen, unabh&auml;ngig davon, ob der Arbeitgeber eine Pensionskassenl&ouml;sung anbietet. Die &Uuml;bertragung ist freiwillig.<\/p><p>Genau dieser Punkt war bislang die entscheidende H&uuml;rde: Eine &Uuml;bertragung von Abfertigungsanwartschaften setzte einen bestehenden Pensionskassenvertrag des Arbeitgebers voraus, was nur einen Teil der Besch&auml;ftigten betrifft.<\/p><p><strong>&bdquo;Massives Umdenken erforderlich&ldquo;<\/strong><\/p><p>Angelika Sommer-Hemetsberger, Pr&auml;sidentin des Aktienforums, nutzt den Beschluss f&uuml;r eine grunds&auml;tzliche Positionierung in der Pensionsdebatte. &bdquo;Bei der Pensionsthematik ist ein massives Umdenken erforderlich. Ausschlie&szlig;lich &uuml;ber die H&ouml;he des Pensionsantrittsalters zu diskutieren, reicht nicht aus&ldquo;, so Sommer-Hemetsberger. Das staatliche System geh&ouml;re entlastet, die zweite und dritte S&auml;ule gest&auml;rkt. Beide S&auml;ulen seien in &Ouml;sterreich dramatisch unterentwickelt.<\/p><p>Dem Kapitalmarkt weist die Interessenvertretung dabei eine tragende Rolle zu. &bdquo;Der Kapitalmarkt kann hier den wesentlichen Beitrag leisten und das staatliche System entlasten&ldquo;, erkl&auml;rt Sommer-Hemetsberger. Sie verweist auf die eigenen Erhebungen: Im Aktienbarometer 2026 nennen 81 Prozent der Befragten den Verm&ouml;gensaufbau und 62 Prozent die Pensionsvorsorge als zentrale Motive f&uuml;r Investitionen in Wertpapiere. Die Studie wird gemeinsam von Industriellenvereinigung, Aktienforum und Wiener B&ouml;rse in Auftrag gegeben; in der Erhebung Anfang 2026 gaben 31 Prozent der Befragten an, in Aktien, Anleihen, Fonds oder ETFs investiert zu sein.<\/p><p><strong>N&auml;chster Punkt auf der Agenda: die dritte S&auml;ule<\/strong><\/p><p>Das Aktienforum verbindet die Zustimmung zum Beschluss mit einer klaren Forderung: Nach dem Ausbau der zweiten S&auml;ule sollen nun auch Ma&szlig;nahmen zur Weiterentwicklung der dritten S&auml;ule folgen, also der privaten Vorsorge. Konkrete Ausgestaltungsvorschl&auml;ge nennt die Interessenvertretung in ihrer Stellungnahme nicht.<\/p><p>[topArticles id=\"60681\" blank=\"0\"][webinar id=\"60681\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-10T12:23:27+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:13+02:00"},{"id":60678,"title":"Chinas Biotech-Sektor: Innovation trifft auf niedrige Bewertungen","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/154-bellevue-asset-management\/artikel\/60678-chinas-biotech-sektor-innovation-trifft-auf-niedrige-bewertungen","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/gLOla1iF0kTClxzuxuHOjfOYooY6GqxW.png?s=7ba42a7921d3d7d2b95a1b09ba5c4b8e","content_html":"<p><strong>Wie gro&szlig; sind der chinesische Biotech-Markt und sein Potenzial?<\/strong><\/p><p>Der chinesische Biotech-Markt hat heute ein Volumen von rund USD 130 Mrd. und d&uuml;rfte bis 2036 auf etwa USD 250 Mrd. anwachsen. Dies entspricht einer j&auml;hrlichen Wachstumsrate von rund 6 %. Damit w&auml;chst der Markt deutlich schneller als der US-amerikanische Biotech-Markt, der heute mit rund USD 250 Mrd. ein vergleichbares Volumen aufweist, jedoch lediglich im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich w&auml;chst.<\/p><p>China hat sich von einem Hersteller von Nachahmerpr&auml;paraten und Generika zu einem bedeutenden Innovationsstandort entwickelt: Rund 30% aller neuen Wirkstoffe in globalen klinischen Studien stammen inzwischen von chinesischen Unternehmen, gegen&uuml;ber einem Anteil von nahezu null vor zehn Jahren. Derzeit befinden sich mehr als 1200 neue Wirkstoffkandidaten chinesischer Biotech-Unternehmen in der klinischen Entwicklung.<\/p><p>Ein deutlicher Beleg f&uuml;r diesen Qualit&auml;tssprung ist das wachsende Interesse globaler Pharmaunternehmen an der Einlizenzierung chinesischer Wirkstoffe. Das Gesamtvolumen der Out-Licensing-Transaktionen &uuml;berstieg 2026 USD 135 Mrd., wobei das durchschnittliche Transaktionsvolumen USD 1.3 Mrd. erreichte &ndash; ein Anstieg von 76 % gegen&uuml;ber dem Vorjahr und rund das Sechsfache des Niveaus von 2021. Parallel dazu stieg die Zahl der grenz&uuml;berschreitenden Out-Licensing-Transaktionen von Unternehmen aus Greater China von 65 im Jahr 2021 auf 186 im Jahr 2025, was einem Anstieg um etwa das 2,9-Fache entspricht.<\/p><p>[webinar id=\"60678\" blank=\"0\"]<\/p><p><strong>Warum ist die Performance so volatil und weshalb spiegeln die Aktienkurse die St&auml;rke des Sektors nicht wider?<\/strong><\/p><p>Biotech-Aktien sind weltweit volatil, da ihre Kursentwicklung h&auml;ufig von bin&auml;ren Ereignissen abh&auml;ngt: Eine klinische Studie erreicht ihre Endpunkte oder nicht, ein Medikament wird zugelassen oder abgelehnt. Dies ist ein Merkmal der gesamten Branche und keine China-spezifische Besonderheit. In China kommen jedoch zus&auml;tzliche makro&ouml;konomische und regulatorische Unsicherheiten hinzu.<\/p><p>Entscheidend ist weniger eine Schw&auml;che des chinesischen Biotech-Sektors als vielmehr die Tatsache, dass die Aktienm&auml;rkte die Verbesserung der Fundamentaldaten bislang nicht vollst&auml;ndig widerspiegeln. Daf&uuml;r gibt es mehrere Gr&uuml;nde:<\/p><ul><li><u>Alte Wahrnehmung, neue Realit&auml;t:<\/u> Viele westliche Investoren verbinden chinesische Medikamente weiterhin mit kosteng&uuml;nstigen Nachahmerpr&auml;paraten. Die Tatsache, dass globale Pharmaunternehmen Milliardenbetr&auml;ge f&uuml;r die Einlizenzierung chinesischer Wirkstoffe aufwenden, zeichnet jedoch ein anderes Bild.<\/li><li><u>Divergenz zwischen privaten und &ouml;ffentlichen M&auml;rkten:<\/u> Globale Pharmaunternehmen bewerten chinesische Wirkstoffe individuell. Investoren an den &ouml;ffentlichen Aktienm&auml;rkten wenden dagegen h&auml;ufig einen breiten &laquo;China-Abschlag&raquo; auf den gesamten Sektor an, wodurch Unternehmen unterschiedlicher Qualit&auml;t teilweise &auml;hnlich bewertet werden.<\/li><li><u>Kapital flie&szlig;t in andere Bereiche:<\/u> Chinesische Unternehmen aus den Bereichen k&uuml;nstliche Intelligenz und Robotik haben zuletzt erhebliche Aufmerksamkeit und Kapital von Investoren auf sich gezogen, w&auml;hrend der Biotech-Sektor vergleichsweise weniger Beachtung fand.<\/li><\/ul><p><strong>Im Ergebnis kann sich daraus eine attraktive Anlagechance ergeben.<\/strong> Die Fundamentaldaten haben sich verbessert. Dies zeigt sich unter anderem beim Wachstum, bei der Transaktionsaktivit&auml;t und bei der Qualit&auml;t der Entwicklungspipelines, w&auml;hrend die Aktienkurse stagnierten oder zur&uuml;ckgingen. Eine Ann&auml;herung von Bewertungen und Fundamentaldaten k&ouml;nnte entsprechend Chancen f&uuml;r fr&uuml;hzeitig positionierte Investoren er&ouml;ffnen.<\/p><p><strong>Welche Katalysatoren k&ouml;nnten die Aktienkurse unterst&uuml;tzen?<\/strong><\/p><ul><li><u>Bevorstehende Ergebnisse klinischer Studien:<\/u> Zwei der wichtigsten Onkologie-Kongresse des Jahres stehen bevor &ndash; die World Conference on Lung Cancer (12.&ndash;15. September, Seoul) und der ESMO-Kongress (23.&ndash;27. Oktober, Madrid). Beide sind f&uuml;r die Pr&auml;sentation potenziell kursrelevanter Studiendaten bekannt. Bei mehreren bedeutenden chinesischen Unternehmen stehen Ergebnisse mit potenziell hoher klinischer Relevanz an. Im Fokus: Innovent, Akeso, Kelun.<\/li><li><u>Anhaltende Dynamik bei Lizenztransaktionen:<\/u> Das Volumen der Out-Licensing-Transaktionen d&uuml;rfte 2026 den Rekordwert von 2025 &uuml;bertreffen. Jede weitere bedeutende Transaktion kann die Qualit&auml;t der zugrunde liegenden Wirkstoffe best&auml;tigen und eine Neubewertung des Sektors unterst&uuml;tzen. Im Fokus: Hansoh.<\/li><li><u>Wendepunkt bei Profitabilit&auml;t und Margenentwicklung:<\/u> Chinesische Unternehmen in den Bereichen KI-gest&uuml;tzte Wirkstoffentwicklung und pharmazeutische Auftragsentwicklung und -produktion bewegen sich zunehmend &uuml;ber die fr&uuml;he Aufbauphase hinaus. Umfangreiche Auftragsbest&auml;nde schlagen sich verst&auml;rkt in steigender Profitabilit&auml;t nieder. Im Fokus: GenScript sowie die WuXi-Unternehmen AppTec, Biologics und XDC.<\/li><li><u>Medtech-Unternehmen erholen sich von regulatorischem Gegenwind:<\/u> Nach mehreren Jahren ausgepr&auml;gter staatlicher Preissenkungen im Rahmen des volumenbasierten Beschaffungsmodells (Volume-Based Procurement, VBP) kehren ausgew&auml;hlte Medizintechnikunternehmen auf den Wachstumspfad zur&uuml;ck. Der Effekt der Preisanpassungen nimmt ab, w&auml;hrend h&ouml;here Absatzvolumen zunehmend zum Wachstum beitragen. Im Fokus: Mindray.<\/li><li><u>G&uuml;nstigeres regulatorisches Umfeld:<\/u> Die chinesische Regierung lockert die Preissenkungen im Rahmen der National Reimbursement Drug List (NRDL) und f&ouml;rdert eine breitere Nutzung kommerzieller Krankenversicherungen. Beides k&ouml;nnte den f&uuml;r Pharmaunternehmen wirtschaftlich erreichbaren Patientenkreis erweitern.<\/li><li><u>Potenzial f&uuml;r eine Rotation der Kapitalfl&uuml;sse:<\/u> Sollte die Dynamik rund um die Themen KI und Robotik nachlassen, k&ouml;nnten bereits moderate Kapitalzufl&uuml;sse in den derzeit vergleichsweise gering gewichteten Gesundheitssektor dazu beitragen, die bestehende Bewertungsl&uuml;cke zu verringern.<\/li><\/ul><p>[topArticles id=\"60678\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-10T10:56:10+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:33+02:00"},{"id":60676,"title":"M&G ernennt Jen Braswell zur Global Head of Impact im Bereich Private Markets","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/53-mg-investments\/artikel\/60676-mg-ernennt-jen-braswell-zur-global-head-of-impact-im-bereich-private-markets","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/L7IseFKE2K7sL63ol4EQY25hNMRPnxex.png?s=4dc801e318c7781c2ec35fd29ddbd1ed","content_html":"<p>M&amp;G Investments gibt heute die Ernennung von Jen Braswell zur Global Head of Impact f&uuml;r den 83 Milliarden Pfund schweren Private-Markets-Bereich bekannt. Die neu geschaffene Position soll das Wachstum der Impact-Plattform von M&amp;G beschleunigen. Die 13,8 Milliarden Pfund&sup1; umfassende Impact-Plattform von M&amp;G b&uuml;ndelt spezialisierte Kompetenzen, darunter responsAbility, Catalyst und P Capital Partners.<\/p><p>Jen Braswell berichtet an Emmanuel Deblanc, Chief Investment Officer, Private Markets, und wird k&uuml;nftig die Zusammenarbeit weiter intensivieren sowie die F&auml;higkeit von M&amp;G st&auml;rken, Impact Investments f&uuml;r institutionelle Investoren zu erschlie&szlig;en, zu managen und zu skalieren. Gemeinsam mit den Investmentteams wird sie die Produktinnovation und strategische Partnerschaften vorantreiben und zugleich den Ansatz von M&amp;G bei der Bewertung und Messung von Impact sowie im Bereich Governance weiterentwickeln.<\/p><p>Vor ihrem Wechsel zu M&amp;G war Jen Braswell Managing Director of Global Impact bei EQT. Dort verantwortete sie die Entwicklung von Impact-Investing-Strategien in den Bereichen Private Equity, Infrastruktur, Growth und Venture Capital. Zuvor hatte sie verschiedene leitende Positionen bei British International Investment inne, wo sie unter anderem Initiativen zur Wertsch&ouml;pfung innerhalb der Impact Group leitete. Braswell verf&uuml;gt &uuml;ber fast 30 Jahre Erfahrung in den Bereichen Private Capital, Impact Investing und Sustainable Finance in Industrie- und Schwellenl&auml;ndern.<\/p><p>[webinar id=\"60676\" blank=\"0\"]<\/p><p>Seit Januar 2026 ist Jen Braswell als Senior Impact Advisor f&uuml;r responsAbility t&auml;tig. In dieser Funktion hat sie dazu beigetragen, die spezialisierten Kompetenzen von responsAbility innerhalb der Private-Markets-Plattform von M&amp;G weiterzuentwickeln und das Impact-Angebot von M&amp;G f&uuml;r Kunden auszubauen. In ihrer neuen Rolle wird sie das Executive Management Team von responsAbility weiterhin zu Impact-Themen beraten.<\/p><p>Die Ernennung unterstreicht den Anspruch von M&amp;G, ein marktf&uuml;hrendes Angebot f&uuml;r Impact Investing im Bereich Private Markets aufzubauen. Daf&uuml;r verbindet M&amp;G seine institutionelle Gr&ouml;&szlig;e mit der umfassenden Impact-Investing-Expertise, der etablierten Erfolgsbilanz und den spezialisierten Ressourcen von responsAbility. Als auf Impact Investments in Schwellenl&auml;ndern spezialisierter Investmentbereich von M&amp;G wird responsAbility auch k&uuml;nftig eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der Impact-Kompetenzen und der Innovationsagenda von M&amp;G spielen.<\/p><p>Durch die Kombination dieser St&auml;rken erhalten Kunden Zugang zu Anlagem&ouml;glichkeiten in den Bereichen Private Credit, Infrastruktur, Real Assets und Private Equity in Industrie- und Schwellenl&auml;ndern. Im Fokus stehen dabei die Themen Klima, finanzielle Inklusion, nachhaltige Lebensmittelsysteme und soziale Infrastruktur.<\/p><p>Emmanuel Deblanc, Chief Investment Officer, Private Markets bei M&amp;G Investments, sagte: &bdquo;Institutionelle Investoren suchen zunehmend nach Private-Markets-Strategien, die finanzielle Performance mit einer klaren, messbaren Wirkung verbinden. Mit der Ernennung von Jen sch&auml;rfen wir unseren strategischen Fokus in diesem Bereich. Gleichzeitig treiben wir die Produktinnovation voran, vertiefen Partnerschaften und st&auml;rken unsere F&auml;higkeit, f&uuml;r unsere Kunden Impact in gro&szlig;em Ma&szlig;stab zu erzielen.&ldquo;<\/p><p>Jen Braswell, k&uuml;nftige Global Head of Impact, Private Markets, sagte: &bdquo;Impact Investing hat sich f&uuml;r viele institutionelle Investoren und Private-Wealth-Anleger von einer spezialisierten Allokation zu einer strategischen Priorit&auml;t entwickelt. In der n&auml;chsten Phase geht es um klare Zielsetzungen, Messbarkeit und die Entwicklung von Investmentangeboten. M&amp;G verf&uuml;gt &uuml;ber die Gr&ouml;&szlig;e, Expertise und Breite im Bereich Private Markets, um hier weiterhin eine f&uuml;hrende Rolle einzunehmen. Ich freue mich darauf, mit den Teams im gesamten Unternehmen zusammenzuarbeiten, um dieses Potenzial in messbare Ergebnisse f&uuml;r unsere Kunden sowie f&uuml;r die Gemeinschaften und Sektoren, in die wir investieren, zu &uuml;berf&uuml;hren.&ldquo;<\/p><p>[topArticles id=\"60676\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-10T10:37:59+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:30+02:00"},{"id":60675,"title":"Die Chancen und Risiken der KI-Investoren in den Schwellenl\u00e4ndern","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/180-alliancebernstein\/artikel\/60675-die-chancen-und-risiken-der-ki-investoren-in-den-schwellenlaendern","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/bJNUBgI7RHQWVpU2me8CVlDEPAzzQlMs.png?s=d8a632be4ef04bcd9a52dd27cfda595a","content_html":"<p>Nach einer langen Phase der Underperformance haben Schwellenl&auml;nderaktien seit Anfang 2025 hohe Ertr&auml;ge erzielt. Diese Dynamik setzte sich bis Juli 2026 fort. Die Ertr&auml;ge wurden durch wenige gro&szlig;e Unternehmen in Taiwan und S&uuml;dkorea generiert, die im Zentrum der KI-Lieferkette stehen. Diese Unternehmen sind in den Bereichen Speicher, Halbleiterfertigung, Verpackung und Pr&uuml;fung, Stromversorgungssysteme, K&uuml;hltechnologien, Netzwerke und KI-Serverinfrastruktur t&auml;tig. Die robuste Nachfrage seitens der Hyperskalierer &ndash; gro&szlig;er Anbieter von Cloud-Diensten und Infrastruktur &ndash; hat bei diesen asiatischen KI-Spitzenunternehmen zu einem au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Gewinnwachstum und h&ouml;heren Gewinnprognosen gef&uuml;hrt.<\/p><p><strong>Eine Marktkonzentration wie in den USA<\/strong><\/p><p>Tats&auml;chlich machen nur drei Titel &ndash; Taiwan Semiconductor Manufacturing, Samsung und SK Hynix &ndash; fast ein Drittel des MSCI Emerging Markets Index aus. Allein im zweiten Quartal 2026 trugen diese drei Titel mehr als 60 Prozent zum Indexertrag bei. Dieses Ausma&szlig; an Konzentration d&uuml;rfte Anlegern bekannt vorkommen, die sich in den vergangenen Jahren auf den US-Aktienm&auml;rkten zurechtfinden mussten. Genau wie ihre Pendants in den USA haben sich die asiatischen KI-Gr&ouml;&szlig;en ihre F&uuml;hrungspositionen redlich verdient. Insbesondere die Chiphersteller in Korea und Taiwan verzeichneten weltweit einige der st&auml;rksten Gewinnspr&uuml;nge, gest&uuml;tzt durch ein robustes Exportwachstum und eine anhaltende Nachfrage nach KI-bezogener Hardware.<\/p><p><strong>Das Klumpenrisiko ist offensichtlich<\/strong><\/p><p>Eine gesunde Gesch&auml;ftsdynamik beseitigt jedoch nicht die Anf&auml;lligkeit, die durch eine hohe Marktkonzentration entsteht &ndash; besonders bei passiven Anlagen. Wenn sich die Marktf&uuml;hrerschaft verengt, sind passive Portfolios an optimistische Annahmen gebunden, die einer kleinen Zahl von Unternehmen zugrunde liegen. Jede Verschiebung der Nachfrage, jeder R&uuml;ckgang der KI-Investitionen und jede St&ouml;rung der Lieferkette kann sich &uuml;berproportional negativ auf die Ertr&auml;ge auswirken. Mit anderen Worten: Viele Anleger gehen m&ouml;glicherweise mehr Risiken ein, als ihnen bewusst ist. Das gilt besonders in Schwellenl&auml;ndern, in denen viele passiv verwaltete Strategien, die sich eng an den Referenzindex halten, oft f&uuml;r eine gute Diversifizierung gehalten werden. Da die KI-Unternehmen aber eine &uuml;bergro&szlig;e Rolle spielen, bieten die heutigen Schwellenl&auml;nder-Referenzindizes nur eine begrenzte Breite. Zwar haben KI-getriebene Aktien durchaus ihre Berechtigung in einem Depot. Allerdings sollten Anleger vermeiden, ihr Portfolio von den gr&ouml;&szlig;ten Namen dominieren zu lassen. Das Klumpenrisiko ist offensichtlich.<\/p><p>Stattdessen sollten sie nach weniger bekannten Wegbereitern und Nutznie&szlig;ern Ausschau halten &ndash; nach sogenannten &bdquo;Backdoor&ldquo;-KI-Trades. Asiens Technologiesektor bietet eine besonders vielf&auml;ltige Palette solcher Chancen, die von Unternehmen aus den Bereichen Speicher und Halbleiter bis hin zu Leiterplatten, elektronischen Bauteilen und K&uuml;hlsystemen reichen. Jedes dieser Segmente hat seine eigene Angebots- und Nachfragedynamik, Wettbewerbsstruktur und seinen eigenen Branchenzyklus. F&uuml;r aktive Anleger mit fundierten lokalen Research-Kapazit&auml;ten schafft diese Vielfalt die M&ouml;glichkeit, sich flexibel entlang der KI-Wertsch&ouml;pfungskette zu bewegen &ndash; und das Engagement entsprechend der Entwicklung von Bewertungen, Fundamentaldaten und individuellen Produktzyklen anzupassen.<\/p><p><strong>Die Schwellenl&auml;nder haben mehr zu bieten als nur KI<\/strong><\/p><p>Gl&uuml;cklicherweise aber reichen die Anlagechancen in den Schwellenl&auml;ndern weit &uuml;ber den Bereich der KI hinaus. Auch wenn KI-bezogene Unternehmen derzeit f&uuml;r Schlagzeilen sorgen, stellen sie nur einen Teil des EM-Anlageuniversums dar. Zus&auml;tzlich zum KI-Bereich gibt es Chancen bei Industriezulieferern, bei Unternehmen, die Verbesserungen in der Unternehmensf&uuml;hrung umsetzen, sowie bei lokal ausgerichteten Unternehmen, die besser vor globalen Schwankungen gesch&uuml;tzt sind.<\/p><p>In China beispielsweise sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen uneinheitlich. Jedoch haben sich in Bereichen, die mit der industriellen und technologischen Modernisierung sowie der fortschrittlichen Fertigung verbunden sind, attraktive Chancen ergeben. Investoren unterscheiden zunehmend zwischen chinesischen Exporteuren, die von einer robusten Nachfrage profitieren, und Unternehmen, die enger mit dem Inlandsverbrauch und Inlandsinvestitionen verkn&uuml;pft sind. Unter dem Strich gilt f&uuml;r China, dass ein Programm zur Bek&auml;mpfung der Stagnation ein wichtiger Wachstumsmotor w&auml;re. Das gilt besonders f&uuml;r &uuml;bersehene Value-Aktien.<\/p><p>In anderen Teilen Asiens profitiert Vietnam von der Neuausrichtung globaler Lieferketten, da multinationale Unternehmen ihre Produktionsstandorte diversifizieren. Und in S&uuml;dkorea wurden dringend notwendige Reformen der Unternehmensf&uuml;hrung durchgef&uuml;hrt, die den Shareholder Value mehr in den Mittelpunkt ger&uuml;ckt und die Kapitaldisziplin verbessert haben. Auch Indien bietet Chancen, die nicht an das KI-Thema gebunden sind, sondern vielmehr von einer robusten Binnennachfrage, steigenden Einkommen und einer wachsenden Mittelschicht getragen werden.<\/p><p><strong>Die Bedeutung der geografischen Diversifizierung<\/strong><\/p><p>&Uuml;ber Asien hinaus gibt es f&uuml;r Anleger Chancen in Lateinamerika, Mittel- und Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika. Viele dieser Regionen sind reich an nat&uuml;rlichen Ressourcen und d&uuml;rften von g&uuml;nstigen Fundamentaldaten bei Rohstoffen profitieren. Gleichzeitig nutzen einige Schwellenl&auml;nder kosteng&uuml;nstige erneuerbare Energien, um ihre Energiesicherheit zu verbessern &ndash; wodurch sich die Schwellenl&auml;nder als Wachstumsmotor der Energiewende positionieren.<\/p><p>Auch das Bestreben vieler Unternehmen, ihre zuvor nach Asien ausgelagerte Produktion wieder zur&uuml;ckzuverlegen, k&ouml;nnte den Schwellenl&auml;ndern zugutekommen. In Mitteleuropa profitieren L&auml;nder wie Polen, Tschechien, Ungarn und Rum&auml;nien von den wachsenden Trends des &bdquo;Nearshoring&ldquo; und &bdquo;Friendshoring&ldquo;, mit denen westeurop&auml;ische Hersteller ihre Produktion in nahegelegene, geopolitisch verb&uuml;ndete M&auml;rkte verlagern.<\/p><p>Das Thema KI wird noch einige Zeit im Mittelpunkt stehen. Selbstverst&auml;ndlich k&ouml;nnen es Anleger sich nicht leisten, das zu ignorieren. Dennoch sollten Investitionen in Schwellenl&auml;nder sich nicht ausschlie&szlig;lich auf dieses Thema konzentrieren. Vielmehr bieten Schwellenl&auml;nder ein gro&szlig;es Ertragspotenzial durch Aktien aus L&auml;ndern in unterschiedlichen Entwicklungsstadien mit variierenden Rahmenbedingungen und Wachstumskurven. Genau diese Vielfalt kann dazu beitragen, die Volatilit&auml;t des Gesamtportfolios zu verringern und die Wachstumsaussichten &uuml;ber l&auml;ngere Zeithorizonte hinweg zu verbessern &ndash; besonders, wenn der KI-Trend ins Stocken ger&auml;t. Die Chip- und Speicherriesen m&ouml;gen heute die Ertr&auml;ge antreiben, doch eine umfassendere Betrachtung der Schwellenl&auml;nder k&ouml;nnte dabei helfen, die Gewinner von morgen zu identifizieren.<\/p><p><em><strong>Von Sammy Suzuki, Head of Emerging Markets bei AllianceBernstein<\/strong><\/em><\/p><p>[topArticles id=\"60675\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-10T10:22:11+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:35+02:00"},{"id":60668,"title":"Die kurzfristige Zinserh\u00f6hung. Die mittelfristige Debatte. Die langfristige Fehlbewertung.","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/172-carmignac\/artikel\/60668-die-kurzfristige-zinserhoehung-die-mittelfristige-debatte-die-langfristige-fehlbewertung","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/NuaydOiNFRdLXYDolWYI3H1UtVqBxDVe.png?s=0acd2164227bb49c015f91d98889d5d1","content_html":"<section><section><p>Die Europ&auml;ische Zentralbank d&uuml;rfte ihren Einlagensatz erwartungsgem&auml;&szlig; einstimmig um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent anheben.<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/765942522d48938cf25354348aca4234.png?s=18987e47d08675d1afeccb418036d078\" style=\"width: 841px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p>Die Reaktionsfunktion der Notenbank ist zunehmend von der Entwicklung der Energiepreise abh&auml;ngig, und die M&auml;rkte haben dies klar erkannt. Die Rendite zweij&auml;hriger deutscher Staatsanleihen, ein Indikator daf&uuml;r, wo Anleger letztlich den Zielbereich f&uuml;r die EZB-Leitzinsen sehen, hat sich in den vergangenen Monaten auffallend eng an den &Ouml;l- und Gaspreisen bewegt.<\/p><p>Nach der Pause im Juli, sowohl bei den Leitzinsen als auch bei den &Ouml;lpreisen, erscheint der Fall f&uuml;r eine weitere Zinserh&ouml;hung nun eindeutiger. Die Gesamtinflation liegt weiterhin &uuml;ber 3 Prozent, die Kerninflation liegt nach wie vor &uuml;ber dem Zielwert und erneute Belastungen durch Energiepreise und Lieferketten sorgen weiterhin f&uuml;r Aufw&auml;rtsrisiken. Die Frankfurter Institution f&uuml;rchtet Zweitrundeneffekte.<\/p><p>Dies gilt umso mehr, als die Eurozone sowohl den Schock durch den Krieg im Iran als auch den chinesischen Industrieschock deutlich besser verkraftet hat als bef&uuml;rchtet.<\/p><p>Dies d&uuml;rfte sich in den neuen Prognosen der EZB niederschlagen. Die Wachstumsprognosen d&uuml;rften leicht nach oben korrigiert werden &ndash; auf rund 0,9 Prozent f&uuml;r 2026 und rund 1,4 Prozent f&uuml;r 2027. Schwieriger wird hingegen das Inflationsprofil: 2026 d&uuml;rfte es mit 2,9 Prozent etwas g&uuml;nstiger ausfallen, w&auml;hrend die Inflation danach hartn&auml;ckiger bleiben d&uuml;rfte, da h&ouml;here Gaspreise und Gas-Futures-Preise in die zugrunde liegenden Annahmen einflie&szlig;en.<\/p><p>Die Entscheidung in dieser Woche ist an den M&auml;rkten weitgehend eingepreist. Auch Christine Lagarde d&uuml;rfte an ihrer bisherigen Linie festhalten und auf eine Entscheidung Sitzung f&uuml;r Sitzung, Datenabh&auml;ngigkeit und die Beobachtung von Zweitrundeneffekten verweisen. Bei 2,25 Prozent ist der Einlagensatz weiterhin leicht akkommodierend und liegt unter dem Mittelpunkt der meisten Sch&auml;tzungen f&uuml;r den neutralen Zinssatz, der bei rund 2,5 Prozent gesehen wird.<\/p><p>Bei 2,50 Prozent ver&auml;ndert sich die Debatte jedoch. Bislang hat sich die EZB vor allem darauf konzentriert, den akkommodierenden Charakter ihrer Geldpolitik zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Ab diesem Niveau bedeutet jede weitere Zinserh&ouml;hung zunehmend, dass die Geldpolitik tats&auml;chlich in restriktives Terrain vordringt. Ab diesem Punkt k&ouml;nnten die unterschiedlichen Positionen im EZB-Rat deutlicher zutage treten. Die Vertreter einer lockereren Geldpolitik h&auml;tten dann deutlich mehr Grund, ihre Stimme zu erheben.<\/p><p><strong>Auswirkungen auf die Anleihem&auml;rkte: Der Markt extrapoliert m&ouml;glicherweise zu weit<\/strong><\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/7228c3e3bb9e97e6e74938fc7ee7fe01.png?s=26e037c279e0407540b56eaca66024b4\" style=\"width: 841px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p>Die M&auml;rkte preisen derzeit ein, dass die EZB ihre Leitzinsen bis zum kommenden Fr&uuml;hjahr auf 3 Prozent anhebt. Noch wichtiger ist, dass sie offenbar davon ausgehen, dass die Zinsen auf diesem Niveau auf absehbare Zeit bleiben. Unserer Ansicht nach geht diese Extrapolation des aktuellen Zinserh&ouml;hungszyklus zu weit.<\/p><p>Anstatt zu versuchen, exakt vorherzusagen, wie weit und wie schnell die EZB die Zinsen anheben wird &ndash; ein Ergebnis, das weiterhin stark von der Entwicklung der &Ouml;l- und Gaspreise sowie der Geopolitik abh&auml;ngt &ndash;, liegt unsere st&auml;rkere &Uuml;berzeugung an anderer Stelle: Der kurze Teil der Euro-Zinskurve ist zu steil.<\/p><p>Anders ausgedr&uuml;ckt: 3 Prozent sind m&ouml;glich. Dass die Zinsen dauerhaft bei 3 Prozent bleiben, ist hingegen schwerer zu begr&uuml;nden.<\/p><p>Gleichzeitig sprechen die Widerstandsf&auml;higkeit der Eurozonen-Wirtschaft und die weiterhin hartn&auml;ckige Inflation f&uuml;r h&ouml;here Breakeven-Raten, insbesondere bei mittleren Laufzeiten. Daher stehen wir inflationsindexierten italienischen Anleihen mit Laufzeiten von zwei bis f&uuml;nf Jahren positiv gegen&uuml;ber. Bei Realrenditen von &uuml;ber 1 Prozent bieten sie zus&auml;tzlich zur realisierten Inflation weiterhin eine attraktive Verg&uuml;tung.<\/p><p>Unser Fazit ist daher bewusst asymmetrisch: Wir setzen auf eine Normalisierung der Markterwartungen f&uuml;r ein dauerhaftes Zinsniveau von 3 Prozent, aber nicht auf eine Normalisierung der Inflation.<\/p><\/section><\/section><section><p><strong><em>Von Kevin Thozet, Mitglied des Investment-Komitees bei Carmignac<br><\/em><\/strong><\/p><\/section><p>[topArticles id=\"60668\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-10T07:42:11+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:39:25+02:00"},{"id":60666,"title":"Preisanker 0,1 Prozent: Deka legt im Kostenwettbewerb um die neue Altersvorsorge vor","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/markets\/artikel\/60666-preisanker-01-prozent-deka-legt-im-kostenwettbewerb-um-die-neue-altersvorsorge-vor","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/6r9yAG0kSF4ivD6SIGmWWWcoXgqVZL9S.png?s=26718b2d2fb70ffb561cee17fd913a65","content_html":"<p>[infoBox]<\/p><p><em><sub>AI-generierte Zusammenfassung<\/sub><\/em><\/p><p><strong>&#9749; e-fundresearch.com Espresso, die Meldung in 30 Sekunden:<\/strong><\/p><p>Die Deka hat die Konditionen f&uuml;r das staatlich gef&ouml;rderte Altersvorsorgedepot ver&ouml;ffentlicht, das ab Anfang 2027 &uuml;ber die Sparkassen und die Sparkassen-App vertrieben wird. Das ETF-basierte Standardangebot kostet 0,1 Prozent pro Jahr, Depotf&uuml;hrung und Zulagenverwaltung sind kostenlos. Das aktiv gemanagte Individualdepot liegt je nach Vertragslaufzeit bei 1,0 bis 1,5 Prozent. Damit steht fr&uuml;h eine Preismarke im Raum, w&auml;hrend andere Anbieter ihre Konditionen noch nicht offengelegt haben. Offen bleibt, wie viel aktives Management sich im gef&ouml;rderten Segment k&uuml;nftig &uuml;berhaupt bepreisen l&auml;sst. Die Konditionen stehen unter dem Vorbehalt einer f&uuml;r November erwarteten BaFin-Genehmigung.<\/p>[\/infoBox]<p>Der Vertriebsstart des staatlich gef&ouml;rderten Altersvorsorgedepots ist f&uuml;r Anfang 2027 angesetzt, und die Deka geht fr&uuml;h mit Zahlen in den Markt. Das Standardangebot investiert in zwei passiv gemanagte Deka-ETFs, einen weltweit anlegenden Aktienfonds und einen europ&auml;ischen Rentenfonds, und kostet 0,1 Prozent pro Jahr. Depotf&uuml;hrung und Zulagenverwaltung sind in allen Varianten kostenfrei. Zu denselben Konditionen soll die Fr&uuml;hstart-Rente f&uuml;r Kinder und Jugendliche angeboten werden. S&auml;mtliche Angaben stehen noch unter dem Vorbehalt der BaFin-Genehmigung, die die Deka f&uuml;r November erwartet.<\/p><p>[advertorial]<\/p><p><strong>Zehn bis f&uuml;nfzehn Mal teurer: die Spreizung im eigenen Haus<\/strong><\/p><p>Neben dem Standarddepot bietet die Deka ein individuell verwaltetes Depot aus bis zu drei aktiv gemanagten Fondsbausteinen an, gesteuert entlang eines Lebenszyklusmodells von Aktien &uuml;ber Renten bis in einen Geldmarktfonds. W&auml;hlbar sind eine chancenorientierte und eine balanceorientierte Auspr&auml;gung. Die Effektivkosten liegen je nach Vertragslaufzeit zwischen 1,0 und 1,5 Prozent pro Jahr. Damit muss das aktive Management &uuml;ber eine typische Ansparphase hinweg rund einen Prozentpunkt Mehrertrag pro Jahr erwirtschaften, nur um mit der hauseigenen ETF-L&ouml;sung gleichzuziehen.<\/p><p><strong>Was der Gleitpfad kostet und was er bringt<\/strong><\/p><p>Auch das g&uuml;nstige Standardangebot ist nicht statisch. In der klassischen Variante l&auml;uft es zun&auml;chst vollst&auml;ndig im Aktien-ETF, f&uuml;nf Jahre vor dem geplanten Rentenbeginn sinkt der Aktienanteil auf 50 Prozent zugunsten europ&auml;ischer Unternehmensanleihen, zwei Jahre vor Rentenbeginn folgt eine weitere Reduktion um 20 Prozent. Wer das nicht will, kann den Aktienanteil &uuml;ber die gesamte Ansparzeit selbst in der Sparkassen-App steuern, ohne Aufpreis. Damit bietet die Deka im Standardsegment eine Flexibilit&auml;t an, die bislang eher dem beratungsintensiven Gesch&auml;ft vorbehalten war.<\/p><p>Fest steht schon jetzt: Mit 0,1 Prozent auf ein gef&ouml;rdertes Standardprodukt mit kostenloser Depotf&uuml;hrung geht die Deka aggressiv in den Preiswettbewerb.<\/p><p>[topArticles id=\"60666\" blank=\"0\"][webinar id=\"60666\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-09T16:42:55+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:36+02:00"},{"id":60664,"title":"KI im Fondsvertrieb: 3 rote Linien","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/managers\/artikel\/60664-ki-im-fondsvertrieb-3-rote-linien","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/dHrub7vr2RDKkXtertTsI6nY542cggQu.png?s=20a208efd5fc9496af3534b44925e76b","content_html":"<p>[infoBox]<\/p><p><em><sub>AI-generierte Zusammenfassung<\/sub><\/em><\/p><p>&#9749;<strong>&nbsp;e-fundresearch.com Espresso, die Meldung in 30 Sekunden:<\/strong><\/p><p>F&uuml;r die exklusive Umfrageserie #Nachgefragt hat e-fundresearch.com sechs Vertriebsverantwortliche nach den Grenzen des KI-Einsatzes im Fondsvertrieb gefragt. Drei rote Linien zeichnen sich klar ab: Automatisch erzeugte Zahlen gelten als nicht belastbar und werden durchg&auml;ngig manuell validiert. Kundendaten bleiben au&szlig;erhalb externer Modelle, teils ohne jede Ausnahme. Vollautomatische Vertriebsentscheidungen und Produktempfehlungen sind ausdr&uuml;cklich nicht gew&uuml;nscht. Als vierter, leiserer Kritikpunkt l&auml;uft die Flut austauschbarer KI-Inhalte mit.<\/p>[\/infoBox]<p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/markets\/artikel\/60018-kundendaten-sind-heilig-wie-asset-manager-ki-im-fondsvertrieb-einsetzen-und-wo-schluss-ist\">Teil eins dieser Serie zeigte<\/a>, wo KI im Fondsvertrieb bereits messbar Zeit spart. F&uuml;r die exklusive Umfrageserie #Nachgefragt hat e-fundresearch.com dieselben H&auml;user aber auch nach Entt&auml;uschungen und bewussten Verzichtsentscheidungen gefragt. Auff&auml;llig ist die &Uuml;bereinstimmung: Drei Themen tauchen unabh&auml;ngig voneinander und in vergleichbarer Sch&auml;rfe auf.<\/p><p><strong>1. Zahlen: Wo grunds&auml;tzlich nachgepr&uuml;ft wird<\/strong><\/p><p>Stephan Lipfert, gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Gesellschafter von PUNICA Invest, formuliert die Grenze als Haftungsfrage: Automatisch generierte Fondskennzahlen und Performance-Aussagen w&uuml;rden immer h&auml;ndisch gepr&uuml;ft und meist korrigiert, denn &bdquo;das Haftungsrisiko im regulierten Fondsvertrieb ist zu hoch f&uuml;r &sbquo;ungef&auml;hr richtig&lsquo;&ldquo;.<\/p><p>Karen Sands, Chief Operating Officer Private Equity bei Federated Hermes, differenziert nach Aufgabentyp: Beim Entwerfen, Zusammenfassen und Recherchieren sei KI leistungsf&auml;hig, bei komplexen numerischen Analysen und der Finanzmodellierung dagegen weniger zuverl&auml;ssig. Ihr zweiter Einwand wiegt institutionell schwerer: KI-generierten Modellen fehle h&auml;ufig die Transparenz in der zugrunde liegenden Logik, was Abstimmung, Stresstests und Pr&uuml;fbarkeit erschwere. F&uuml;r Mirko Ranno, Head of Germany &amp; Austria Distribution bei GAM Investments, ist die Konsequenz eindeutig: &bdquo;Unpr&auml;zise oder &sbquo;halluzinierte&lsquo; Aussagen sind im regulierten Asset Management nicht akzeptabel.&ldquo;<\/p><p>[advertorial]<\/p><p><strong>2. Kundendaten: die h&auml;rteste Grenze im Feld<\/strong><\/p><p>Die sch&auml;rfste Formulierung der Umfrage betrifft Kundeninformationen. Sie &bdquo;sind f&uuml;r uns heilig und werden in keinem Fall mit externen KI-Modellen geteilt&ldquo;, sagt Lipfert. Ausgeschlossen sind damit CRM-Auswertungen, Lead-Priorisierung und personalisierte Kundenansprache. Bemerkenswert ist das, weil genau diese Anwendungen andernorts zu den produktivsten z&auml;hlen: Aberdeen Investments nutzt KI, um Leads mit hoher Abschlusswahrscheinlichkeit zu identifizieren und Vertriebsaktivit&auml;ten zu priorisieren. Die Bandbreite in der Branche ist an diesem Punkt erheblich.<\/p><p>Ranno benennt Datenschutz, Compliance und vertrauliche Informationen ebenfalls als klare Grenzen. Wie ernst das Thema genommen wird, zeigt der L&ouml;sungsweg, den Lipfert gegen&uuml;ber e-fundresearch.com skizziert: eine selbst gehostete KI-Infrastruktur f&uuml;r Compliance-konforme Anwendungen mit sensiblen Daten. Er selbst nennt das Zukunftsmusik.<\/p><p><strong>3. Entscheidungen: Verantwortung bleibt beim Menschen<\/strong><\/p><p>Die dritte Linie verl&auml;uft dort, wo aus Unterst&uuml;tzung Delegation w&uuml;rde. &bdquo;Vollautomatische Vertriebsentscheidungen oder Produktempfehlungen sind bei uns derzeit bewusst nicht gew&uuml;nscht&ldquo;, sagt Marcus Brunner, COO der FERI AG, die Verantwortung m&uuml;sse beim Menschen bleiben. Karsten-Dirk Steffens, Managing Director und Country Head Switzerland bei Aberdeen Investments, formuliert denselben Befund als Erwartungsmanagement: &bdquo;Meines Erachtens ist die gr&ouml;&szlig;te Entt&auml;uschung nicht die Technologie selbst, sondern oft die Erwartung, dass KI den Vertrieb automatisieren kann.&ldquo; Andreas Willenbacher, Managing Partner der Willenbacher Advisory GmbH, kommt aus anderer Richtung zum selben Schluss: Im Sales Support sieht er erhebliches Einsparpotenzial, die direkte Kundeninteraktion scheut er, weil die pers&ouml;nliche Note verloren gehen k&ouml;nnte.<\/p><p><strong>Der vierte, leisere Einwand<\/strong><\/p><p>Neben den drei operativen Grenzen l&auml;uft ein qualitativer Kritikpunkt mit. Ranno verweist auf die Flut KI-generierter Inhalte: Texte, Pr&auml;sentationen und Bilder wirkten austauschbar, oft auf Kosten von Originalit&auml;t, Expertise und Pers&ouml;nlichkeit. Sein Fazit: KI ersetze weder Fachwissen noch Urteilsverm&ouml;gen, fundierte Marktmeinungen und Authentizit&auml;t blieben die entscheidenden Differenzierungsmerkmale.<\/p><p>Wohin sich der KI-Einsatz in den kommenden 12 bis 24 Monaten entwickelt, ist Thema des dritten Teils dieser Serie.<\/p>[infoBox]<p><strong>Die exklusive e-fundresearch.com Umfrage im Original<\/strong><\/p><p>Alle Statements der sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Aberdeen Investments, GAM Investments, FERI, Federated Hermes, PUNICA Invest und Willenbacher Advisory finden Sie im vollst&auml;ndigen #Nachgefragt-Beitrag: <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/markets\/artikel\/60018-kundendaten-sind-heilig-wie-asset-manager-ki-im-fondsvertrieb-einsetzen-und-wo-schluss-ist\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/markets\/artikel\/60018-kundendaten-sind-heilig-wie-asset-manager-ki-im-fondsvertrieb-einsetzen-und-wo-schluss-ist\">&bdquo;Kundendaten sind heilig&ldquo;: Wie Asset Manager KI im Fondsvertrieb einsetzen und wo Schluss ist<\/a><\/p><p><strong>Mehr Research auf e-fundresearch.com<\/strong><\/p><p>Fondsdaten, Kategorienvergleiche und Peer-Group-Analysen f&uuml;r Ihre n&auml;chste Managerselektion finden Sie in unseren <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\">Insights<\/a><\/p>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"60664\" blank=\"0\"][webinar id=\"60664\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-09-09T11:47:46+02:00","date_modified":"2026-09-14T02:38:37+02:00"},{"id":60663,"title":"Anleihenausverkauf, Inflation und EZB: Das bewegt die M\u00e4rkte diese Woche","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/112-bnp-paribas-asset-management\/artikel\/60663-anleihenausverkauf-inflation-und-ezb-das-bewegt-die-maerkte-diese-woche","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/JcflpND04TYuzV9T9hKQGyR8yjosekgC.png?s=cd19ecd8e9485e0fba2533e43302bcbd","content_html":"<p><strong>Alles Wichtige auf einen Blick<\/strong><\/p><p>Der weltweite Anleihenausverkauf h&auml;lt an, sodass die M&auml;rkte volatil in den September gestartet sind. Die Renditen &ndash; unter anderem von US-amerikanischen, britischen und japanischen Staatsanleihen mit langer Laufzeit &ndash; stiegen auf so hohe Niveaus wie seit Jahren oder gar Jahrzehnten nicht mehr. Ausgel&ouml;st wurde die Verunsicherung sowohl von der Eskalation der Kampfhandlungen im Nahen Osten als auch von Bedenken wegen m&ouml;glicher Zinserh&ouml;hungen, zu denen sich die Zentralbanken angesichts des Inflationsanstiegs gezwungen sehen k&ouml;nnten. An den Aktienm&auml;rkten entwickelten sich der MSCI World und der S&amp;P 500 in der Woche bis zum B&ouml;rsenschluss am Donnerstag seitw&auml;rts. Der europ&auml;ische Stoxx 600 gab um 1% nach.*<\/p><p><strong>Nachrichten aus aller Welt<\/strong><\/p><p>Die Euroraum-Jahresinflation hat sich laut einer vorl&auml;ufigen amtlichen Sch&auml;tzung von 2,9% im Juli auf 3,3% im August beschleunigt. Wichtigster Ausl&ouml;ser des Anstiegs waren Energiekosten, die auf das Jahr hochgerechnet um 14,3% anzogen &ndash; gegen&uuml;ber 10,3% im Vormonat. Die Kerninflation, bei der die besonders schwankungsanf&auml;lligen Energie-, Lebensmittel-, Alkohol- und Tabakpreise nicht ber&uuml;cksichtigt werden, ging im August von 2,5% auf 2,4% zur&uuml;ck. Angesichts der aktuellen Daten spricht nun noch mehr daf&uuml;r, dass die Europ&auml;ische Zentralbank ihre Zinsen auf ihrer in dieser Woche anstehenden geldpolitischen Sitzung anheben wird.<\/p><p>[webinar id=\"60663\" blank=\"0\"]<\/p><p><strong>Zahl im Fokus: 1.286 Gigawatt<\/strong><\/p><p>Sonnenenergie hat erstmals Kohle als Chinas wichtigste Stromquelle abgel&ouml;st.&nbsp;Wie unter Verweis auf amtliche Regierungsangaben berichtet wurde, erreichte die Solarstromkapazit&auml;t Ende Juli 1.286&nbsp;Gigawatt &ndash;&nbsp;was rund 31,5% der gesamten Stromerzeugung entspricht. Damit lag sie vor Kohle mit 1.285&nbsp;Gigawatt. Die Solarstromleistung erh&ouml;hte sich in den ersten sieben Monaten 2026 um 15,5% gegen&uuml;ber dem entsprechenden Zeitraum 2025 und deckte 13% des gesamten Stromverbrauchs der Volksrepublik. China verursacht den weltweit gr&ouml;ssten Ausstoss von Treibhausgasen. Das Land will bis 2030 den H&ouml;hepunkt seiner Emissionen &uuml;berschritten haben und bis 2060 klimaneutral sein.<\/p><p><strong>Grafik der Woche<\/strong><\/p><p>Zwar stellen manche Unternehmen dank Investitionen in k&uuml;nstliche Intelligenz einen Effizienzschub in bestimmten Bereichen fest, aber bislang schlagen sich die Verbesserungen insgesamt noch nicht in einem Anstieg des Produktivit&auml;tswachstums in den USA nieder. Trotz rekordhoher KI-Investitionsausgaben bel&auml;uft sich der landesweite Produktivit&auml;tszuwachs auf nur 2,2%. Anders verhielt es sich in der Dotcom-&Auml;ra von etwa 1996 bis 2000: Damals stieg der Produktivit&auml;tsgewinn parallel zu den Investitionsausgaben. Bislang zeigt sich, dass auch bei rasanten technologischen Durchbr&uuml;chen die Vorteile manchmal erst nach einer gewissen Zeit zum Tragen kommen &ndash; falls &uuml;berhaupt.<\/p><figure><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/kqJSwvbOLw\" target=\"_blank\"><\/a><\/figure><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/dfc38dfab9bcb84c63da041498b0ff75.png?s=cee9ff7387a06469149eb1a08c531a42\" style=\"width: 839px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><figure><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/jz3RLiDU4J\" target=\"_blank\"><\/a><\/figure><p><strong>Wissenswert<\/strong><\/p><p><u>Innovationsministertreffen:<\/u> Eine zweit&auml;gige Tagung der G20-Mitglieder, auf der ein neuer Rahmen zur Erschliessung des Potenzials neuer Technologien beschlossen wurde. Auf dem von den USA in North Carolina ausgerichteten Treffen verabschiedeten die Teilnehmer die &bdquo;Carolina-Grunds&auml;tze f&uuml;r aufkommende Technologien&ldquo;. Ziele sind die Innovationsf&ouml;rderung und die Erm&ouml;glichung der Umsetzung neuer Technologien. Zudem riefen die G20-Minister die Regierungen auf, Massnahmen zu treffen, um Menschen zur Nutzung aufkommender Technologien zu bef&auml;higen, und innovationsfreundliche politische Rahmenbedingungen zu schaffen.<\/p><p><strong>Das bringt die Woche<\/strong><\/p><p>Am Mittwoch kommen in China aktuelle Inflationsdaten heraus, und am Donnerstag tagt die EZB zum Zinsentscheid. Auf ihrer letzten Sitzung hatte sie ihre Leitzinss&auml;tze konstant gehalten. Am Freitag werden Zahlen zum britischen BIP im Juli sowie US-Inflationsdaten erwartet.<\/p><p>[topArticles id=\"60663\" blank=\"0\"]<\/p><p><sub>*In US-Dollar gerechnet. Quelle: FactSet, Daten per 3. September 2026.<\/sub><\/p>","date_created":"2026-09-09T11:21:48+02:00","date_modified":"2026-09-14T01:51:29+02:00"},{"id":60662,"title":"Von VW bis Sachsen-Anhalt: Europa unter Ver\u00e4nderungsdruck | Gr\u00f6schls Mittwochskommentar 37\/2026","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/markets\/artikel\/60662-von-vw-bis-sachsen-anhalt-europa-unter-veraenderungsdruck-groeschls-mittwochskommentar-372026","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/mlLlMC5CieIESqp4KlhcztuDF0qd4uB7.png?s=e0fb9a81331137ff4dbd896ef0df8f4b","content_html":"<p>Es hei&szlig;t zwar&nbsp;<em>Good News, are no News<\/em>, aber bitte, jetzt w&auml;r&lsquo;s dann doch wieder einmal an der Zeit f&uuml;r ein paar gute News, oder? Diese Woche leider wieder nicht. Na wenigstens gibt&acute;s heute einen wunderbaren Soundtrack zur Situation von&nbsp;<a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/HeImPz3aEo\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/eu-west-1.protection.sophos.com?d=youtube.com&amp;u=aHR0cHM6Ly93d3cueW91dHViZS5jb20vd2F0Y2g_dj1yblBWNkNOZEczTQ==&amp;i=NjAxZmUxODk2YjE4MGYyNjY4ZDFmYzZm&amp;t=cEFlcWIzQkYzZGlGWlY1dVU1V2czMi9NeCtOdjlDUnI0d1VTMkdhOUs3Zz0=&amp;h=98643e394d484487baeddfb2afc12c3b&amp;s=AVNPUEhUT0NFTkNSWVBUSVa2xBniTdwwYNClSWsdvc8JDKYnrkgbOaX7833Y5rxybw\">Powderfinger - My Kind of Scene<\/a> gefeatured im jedenfalls hochklassigen zweiten Teil der Mission Impossible Reihe aus dem Jahr 2000, mit dem nach Bruce Willis wohl pr&auml;gendsten Schauspieler meiner Generation, Tom Cruise. :-)<\/p><p>Will man aber auf Biegen und Brechen was finden, dass positive Erw&auml;hnung finden sollte, dann vielleicht, dass es den Netanjahu dann doch noch erwischen k&ouml;nnte. Der ist ja nicht nur wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt, sondern hat scheinbar sein Volk, seinen Sicherheitsapparat und seine Regierungsmitglieder nicht nur konsequent belogen, sondern ist &ndash; so sich der Verdacht, der ja schon l&auml;nger im Raum steht, erh&auml;rtet &ndash; f&uuml;r den Tod unz&auml;hliger seiner Landsleute verantwortlich. Von den zivilen Opfern im Gazastreifen reden wir dabei noch gar nicht. Wobei zugegebenerma&szlig;en, das Positive hier wohl eher nur dem, der juristische Gerechtigkeit sucht, als solches auff&auml;llt.<\/p><p>Ebenfalls, diesmal auf der Mikroebene, Hoffnung gebend, zumindest f&uuml;r die Aktion&auml;re, entwickelt sich die Situation bei VW. Hier scheint man &uuml;berein gekommen zu sein, dass man endlich schmerzhafte Reformschritte einleiten muss, damit man als Unternehmen nicht weiter den Weg in Richtung allen Endlichen findet. Warum schreib ich &uuml;ber eine einzelne deutsche Aktien, wird sich die eine oder der andere fragen. Zurecht! Nun zum einen freut sich das Depot ;-), aber zum anderen k&ouml;nnte VW das Role Model f&uuml;r zuk&uuml;nftige Entwicklungen auch auf gesamtstaatlicher Ebene in Deutschland, aber auch in anderen europ&auml;ischen Staaten werden. Mit der Kommunikation des argentinischen F&uuml;hrers, k&ouml;nnen wir uns hierzulande ja scheinbar (noch?) nicht so ganz anfreunden.<\/p><p>Was bedeutet es, wenn der gr&ouml;&szlig;te deutsche Vorzeigebetrieb 50.000 Arbeitskr&auml;fte freisetzt (Euphemismus?! ;-))? Na, es wird die Fl&auml;che der vergessenen Regionen nicht verkleinern und die Anzahl derer, die einer vermeintlichen Alternative f&uuml;r Deutschland anheimfallen, weiter vergr&ouml;&szlig;ern. Weil das Feindbild ist ein eindeutiges: der Ausl&auml;nder. Im Kern stimmt das diesfalls ja sogar, weil w&uuml;rden die Chinesen nicht billigere und bessere (?) Autos bauen, w&auml;re ja alles noch in Ordnung. Dass hier die deutsche bzw. die europ&auml;ische Politik nicht unwesentlich Schuld tr&auml;gt &ndash; ich erspar uns hier die taxative Aufz&auml;hlung der Verfehlungen, die bitte f&uuml;r &Ouml;sterreich genauso gelten! - , ist evident.<\/p><p>Womit wir finalmente in Sachsen-Anhalt oder vielleicht Sachsen-EINhalt ;-) angekommen w&auml;ren. Wird die Welt untergehen, wenn Bundesl&auml;nder von rechts au&szlig;en regiert werden? Wahrscheinlich nicht, die St. Eiermark gr&uuml;nt ja auch noch munter vor sich hin. Aber Zeit ein bisserl Ursachenforschung oder vielleicht sogar ein paar Richtungsanpassungen vorzunehmen, ist es wahrscheinlich schon. Demokratie im Sinne der Aufrechterhaltung der administrativen Strukturen unter Mitnahmen diverser Randgruppen und Minderheiten funktioniert scheinbar nur so lange, wie eh alles passt. Leider haben wir im post-historischen LaLa-Land in dem wir in Europa bis 2022 gelebt haben, scheinbar verpasst auch die mitzunehmen, die mit den rasanten Entwicklungen weniger gut Schritthalten konnten und sich zumindest f&uuml;r eine Zeit lang Stillstand und Ruhe w&uuml;nschen, um sich gedanklich und wirtschaftlich zu konsolidieren.<\/p><p>Nicht unproblematisch ist hier wohl auch das Medien-Nutzungsgef&auml;lle zischen Jung, Alt, Stadt, Land, h&ouml;her und weniger gebildeten Personen und das m&ouml;glicherweise oft zu laute Geschrei aus der einen oder anderen Ecke. Wie der Poper Karl schon Seinerzeit bemerkt hat, f&uuml;hrt&nbsp;<em>uneingeschr&auml;nkte Toleranz mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz&nbsp;<\/em>(vgl Poper, 1945). Eventuell hat der Liessmann &ndash; h&ouml;r schon wieder auf mit den Philosophen! &ndash; recht und die Toleranz ist etwas, dass sich die Mehrheit gegen&uuml;ber der Minderheit leistet, weil sie die Macht bes&auml;&szlig;e die Duldung zu unterdr&uuml;cken&hellip;. Verlieren wir also in der Breite die intellektuelle M&ouml;glichkeit zu verstehen, dass<em>&nbsp;anders<\/em> nicht zwangsl&auml;ufig&nbsp;<em>gef&auml;hrlich<\/em> bedeutet, dann wird die Sache unter Umst&auml;nden h&ouml;chst unangenehm&hellip;<\/p><p>Ui, ganz wenig zum Markt heute. Aber wohl wurscht, der freut sich eh, egal, ob das &Ouml;l bei 70 oder bei 100 ist, die Kanadier gegen die Amis einen Handelskrieg f&uuml;hren, der JPY bei 185 oder bei 155 ist, usw.. Das wohl so lange bis die 10-j&auml;hrigen US-Zinsen die 5% Marke nicht nachhaltig &uuml;berschreiten. Dann red mer noch einmal, w&uuml;rd ich meinen.<\/p><p>Alles Liebe!<\/p><p><strong>Florian Gr&ouml;schl, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und Miteigent&uuml;mer der Absolute Return Consulting GmbH<\/strong><\/p>[infoBox]<p><strong>&Uuml;ber den Autor:&nbsp;<\/strong>Florian <strong>Gr&ouml;schl<\/strong>&nbsp; kam 2011 zur ARC - Absolute Return Consulting GmbH, lancierte den Fund of Fund mahi546 im Oktober 2012. Im J&auml;nner 2013 wurde er neben Herrn Dr. Alkier als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bestellt. Vor der ARC war er als Investment Manager und Mitglied des Investment Komitees bei der LGT Bank (&Ouml;sterreich) AG besch&auml;ftigt. Er war f&uuml;r die Gestionierung diverser Mandate und Fonds haupts&auml;chlich im Absolute Return Bereich zust&auml;ndig. Bis Ende 2008 war Florian Fondsmanager f&uuml;r Absolute Return und Fixed Income in der Bawag PSK Invest Gmbh. Seine Karriere begann im Familienunternehmen in dem er seit 1997 f&uuml;r Assetmanagement Fragen zust&auml;ndig war. Er hat einen Abschluss der WU-Wien (Handelswissenschaften) und ist seit 2005 Certified Portfoliomanager.<\/p><p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/JEtdeoVvik\" target=\"_blank\">Mit Florian Gr&ouml;schl auf LinkedIn vernetzen<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/suche\/Mittwochskommentar\" target=\"_blank\">Verpasste Mittwochskommentare k&ouml;nnen Sie hier nachlesen<\/a><\/p>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"59897\" blank=\"0\"]<\/p><p><small>Gastkommentare werden von anerkannten Experten verfasst, deren Meinungen nicht mit jener der e-fundresearch.com Redaktion &uuml;bereinstimmen m&uuml;ssen.<\/small><\/p><p><small>Florian Gr&ouml;schls obiger Kommentar stellt eine Markteinsch&auml;tzung aufgrund von selbstentwickelten Systemen und pers&ouml;nlichen Erfahrung dar. Keinesfalls ist obiger Kommentar eine Empfehlung oder Meinung der ARC und\/oder Florian Gr&ouml;schl, Positionen welcher Art auch immer einzugehen.<\/small><\/p>","date_created":"2026-09-09T11:08:35+02:00","date_modified":"2026-09-13T17:53:31+02:00"}]}