{"version":"https:\/\/jsonfeed.org\/version\/1","title":"e-fundresearch.com News Feed","home_page_url":"https:\/\/e-fundresearch.com","feed_url":"https:\/\/fundresearch.com\/feed\/json","icon":"https:\/\/fundresearch.com\/img\/favicons\/apple-touch-icon-152x152.png","favicon":"https:\/\/fundresearch.com\/img\/favicons\/favicon.ico","items":[{"id":60266,"title":"Der KI-Boom erreicht die Anleihem\u00e4rkte \u2013 sollte Anleger das interessieren?","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/157-aberdeen-investments\/artikel\/60266-der-ki-boom-erreicht-die-anleihemaerkte-sollte-anleger-das-interessieren","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/oZ6H2w0EiseYvND9yMJKDOWHVvLlYBsf.png?s=491490092e4a90b9863fb6cf3a5b52aa","content_html":"<p>In den vergangenen zwei Jahren wurde das Thema k&uuml;nstliche Intelligenz (KI) fast ausschlie&szlig;lich als Erfolgsgeschichte der Aktienm&auml;rkte erz&auml;hlt &ndash; mit stark steigenden Kursen, ambitionierten Bewertungen und einer Handvoll Technologiekonzerne an der Spitze der Entwicklung. Hinter den Schlagzeilen vollzieht sich jedoch ein leiser, aber bedeutender Wandel, der insbesondere f&uuml;r Investoren relevant ist, die auf regelm&auml;&szlig;ige Ertr&auml;ge aus ihren Anlagen angewiesen sind.<\/p><p>Der physische Ausbau der KI-Infrastruktur &ndash; also Rechenzentren, Stromanschl&uuml;sse und Netzwerke &ndash; erfordert enorme Investitionen. Ein immer gr&ouml;&szlig;erer Teil dieser Ausgaben wird mittlerweile &uuml;ber Fremdkapital finanziert. Dadurch wird KI zunehmend auch zu einem Thema f&uuml;r Anleiheinvestoren.<\/p><p><strong>Von Eigen- zu Fremdkapital<\/strong><\/p><p>Das Ausma&szlig; ist beeindruckend: Laut CreditSights werden die f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten US-Technologiekonzerne, die massiv in KI investieren (&bdquo;Hyperscaler&ldquo;) &ndash; Amazon, Microsoft, Alphabet, Meta und Oracle &ndash; in diesem Jahr rund 600 Milliarden US-Dollar in Infrastruktur investieren, wobei der Gro&szlig;teil auf KI-bezogene Projekte entf&auml;llt.<\/p><p>Bis vor Kurzem finanzierten diese Unternehmen ihr Wachstum gr&ouml;&szlig;tenteils aus eigener Kraft. Das hat sich ge&auml;ndert. Nach Angaben von S&amp;P Global Market Intelligence hat sich das Volumen der emissionsbezogenen Verschuldung f&uuml;r Rechenzentren 2025 auf rund 180 Milliarden US-Dollar verdoppelt. Allein die Hyperscaler begaben Anleihen im Wert von 121 Milliarden US-Dollar &ndash; mehr als das Vierfache des Durchschnitts der vergangenen f&uuml;nf Jahre.<\/p><p>Alphabet (Muttergesellschaft von Google) emittierte sogar eine seltene 100-j&auml;hrige Anleihe in britischen Pfund. Das verdeutlicht, dass es sich nicht nur um ein US-amerikanisches, sondern auch um ein europ&auml;isches bzw. britisches Thema handelt.<\/p><p>F&uuml;r Anleihegl&auml;ubiger bedeutet dies sowohl eine Chance als auch eine Ver&auml;nderung der Spielregeln. Jahrelang wurden diese mit AA- bzw. A-Ratings ausgestatteten Unternehmen als eine Art &bdquo;Cash-plus&ldquo;-Investment betrachtet &ndash; mit &auml;u&szlig;erst soliden Bilanzen und geringem Finanzierungsbedarf. Heute emittieren sie Schulden in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung, die Investoren dazu zwingt, genauer hinzusehen: Wie nachhaltig ist die R&uuml;ckzahlungsf&auml;higkeit? Wie wirkt sich die Flut neuer Anleiheemissionen auf den Markt aus? Und wann werden sich die enormen Investitionen tats&auml;chlich auszahlen?<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/5835036b63505f6318bb4bc850ff6d6d.png?s=0c9a39d6c858029d61392e491098278c\" style=\"width: 841px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p><em><small><sub>Abbildung 1: Investitionsausgaben (Capex) der f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten Hyperscaler (in Mrd. US-Dollar); Prognose f&uuml;r 2026. Das durchschnittliche j&auml;hrliche Anleiheemissionsvolumen lag vor 2025 bei etwa 28 Mrd. US-Dollar. Quellen: Unternehmensberichte, BofA Securities und Analystensch&auml;tzungen.<\/sub><\/small><\/em><\/p><p><strong>Worauf Anleiheinvestoren tats&auml;chlich achten<\/strong><\/p><p>Der Kauf einer Anleihe zur Finanzierung eines Rechenzentrums unterscheidet sich grundlegend vom Kauf einer Technologieaktie.<\/p><p>[webinar id=\"60266\" blank=\"0\"]<\/p><p>Wer Aktien h&auml;lt, setzt darauf, dass KI die Unternehmensgewinne deutlich steigert. Wer Anleihen h&auml;lt, hofft in erster Linie auf regelm&auml;&szlig;ige Zinszahlungen und die R&uuml;ckzahlung des Kapitals am Laufzeitende. Man tr&auml;gt Risiken, ohne in gleichem Ma&szlig;e an m&ouml;glichen Kurssteigerungen zu partizipieren. Entsprechend unterscheiden sich die entscheidenden Fragestellungen:<\/p><ul><li><p><strong>Woher kommt die Energie?&nbsp;<\/strong><\/p><p>Rechenzentren ben&ouml;tigen enorme Mengen an Strom. Der Zugang zum Stromnetz kann &uuml;ber den Erfolg oder Misserfolg eines Projekts entscheiden.<\/p><\/li><li><p><strong>Wer ist der Mieter und wie bonit&auml;tsstark ist er?<\/strong><\/p><p>Ein Gro&szlig;teil der Schulden wird &uuml;ber langfristige Vertr&auml;ge zur Nutzung von Rechen- und Speicherkapazit&auml;ten bedient. Der Wert der Anleihe h&auml;ngt daher ma&szlig;geblich von der Kreditw&uuml;rdigkeit der Nutzer und der Qualit&auml;t der Mietvertr&auml;ge ab.<\/p><\/li><li><p><strong>Was passiert, wenn die Technologie sich weiterentwickelt?<\/strong><\/p><p>Falls heutige Chip-Technologien innerhalb weniger Jahre &uuml;berholt werden, k&ouml;nnte ein Geb&auml;ude, dessen Finanzierung &uuml;ber acht oder zehn Jahre l&auml;uft, seinen Zweck verlieren, lange bevor die Schulden zur&uuml;ckgezahlt sind.<\/p><\/li><\/ul><p>Diese Risiken unterscheiden sich deutlich von klassischen Unternehmensanleihen. Im Mittelpunkt stehen Aspekte wie die termingerechte und budgetkonforme Fertigstellung eines Projekts, die Qualit&auml;t der Mieter sowie die Stabilit&auml;t der vertraglichen Vereinbarungen. Die Fragestellungen &auml;hneln eher denen bei Mautstra&szlig;en oder Kraftwerken als denen eines traditionellen Unternehmensfinanzierers.<\/p><p>Genau darin liegt der entscheidende Punkt: Ein gro&szlig;er Teil dieser Finanzierungen &auml;hnelt Infrastrukturinvestitionen. Die R&uuml;ckzahlung basiert auf langfristigen Vertr&auml;gen und physischen Verm&ouml;genswerten &ndash; nicht prim&auml;r auf dem laufenden Gesch&auml;ftsbetrieb eines Unternehmens.<\/p><p><strong>&Ouml;ffentliche und private M&auml;rkte &ndash; zwei Zug&auml;nge zum gleichen Thema<\/strong><\/p><p>Es gibt im Wesentlichen zwei Wege, in diesen Markt zu investieren, und aktive Fondsmanager nutzen beide:<\/p><h5><strong>1.&nbsp;&Ouml;ffentliche Anleihem&auml;rkte<br><\/strong><\/h5><p>Die Investment-Grade-Anleihen der Hyperscaler z&auml;hlen mittlerweile zu den gr&ouml;&szlig;ten Quellen neuer Emissionen am Markt.<\/p><h5><strong>2. Private Credit<br><\/strong><\/h5><p>Zunehmend werden Rechenzentren &uuml;ber spezielle Finanzierungsstrukturen im privaten Kreditmarkt finanziert. Diese Vehikel erhalten Kapital von privaten Kreditgebern und Versicherungen und sind durch die Geb&auml;ude selbst sowie durch die Vertr&auml;ge mit den Technologieunternehmen abgesichert.<\/p><p>Bei Aberdeen investieren wir sowohl in b&ouml;rsengehandelte Anleihen als auch in Private Credit. Aus unserer Sicht ist diese Breite entscheidend. Die M&ouml;glichkeit, eine b&ouml;rsennotierte Anleihe eines Hyperscalers direkt mit einer privat finanzierten Rechenzentrumsstruktur zu vergleichen und das attraktivere Risiko-Rendite-Verh&auml;ltnis zu identifizieren, geh&ouml;rt zum Kern aktiven Managements.<\/p><p>Ein passiver Anleihefonds besitzt typischerweise mehr von den Emittenten, die die gr&ouml;&szlig;ten Schuldenvolumina ausgeben. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass er die attraktivsten Anleihen h&auml;lt.<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/6cbd7af31ca89512b2f1020cc05a00a0.png?s=b283635544150a0f5bcebf4aa343330e\" style=\"width: 841px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p><em><small><sub>Abbildung 2: Gesch&auml;tzter Anteil der einzelnen Kreditm&auml;rkte mit Bezug zu Rechenzentren und Software-Risiken (oberes Szenario). Quelle: Aberdeen Global Macro Research, Szenarioanalyse Q2 2026 (Daten: UBS). Darstellung eines m&ouml;glichen Negativszenarios.<\/sub><\/small><\/em><\/p><p><strong>Wo KI auf unseren Investmentprozess trifft<\/strong><\/p><p>Interessanterweise ver&auml;ndert dieselbe Technologie, die die Anleihem&auml;rkte umgestaltet, auch die Art und Weise, wie wir sie analysieren.<\/p><p>Wir nutzen KI-Werkzeuge, um deutlich mehr Forschungs- und Marktdaten auszuwerten, als ein Team allein verarbeiten k&ouml;nnte. Dadurch k&ouml;nnen wir Muster erkennen, die eine n&auml;here Untersuchung verdienen, und zugleich unsere eigenen Anlageideen kritisch hinterfragen. Richtig eingesetzt ersetzt KI nicht menschliches Urteilsverm&ouml;gen &ndash; sie schafft Freiraum f&uuml;r Analysen und Entscheidungen, die tats&auml;chlich Mehrwert generieren.<\/p><p>In der Praxis unterst&uuml;tzt KI uns bei allt&auml;glichen Aufgaben, beispielsweise indem sie:<\/p><ul><li>vor B&ouml;rsenbeginn Anleihen identifiziert, die im Verh&auml;ltnis zu ihrem Risiko zu g&uuml;nstig oder zu teuer erscheinen,<\/li><li>Einsch&auml;tzungen von Brokern innerhalb von Minuten statt Stunden anhand eigener Daten &uuml;berpr&uuml;ft,<\/li><li>Risiko- und Positionsdaten &uuml;ber zahlreiche Portfolios hinweg zusammenf&uuml;hrt,<\/li><li>erste Entw&uuml;rfe standardisierter Research-Dokumente erstellt.<\/li><\/ul><p>Vereinfacht gesagt &uuml;bernimmt KI einen Gro&szlig;teil der r&uuml;ckblickenden Analyse historischer Daten, sodass sich unsere Analysten st&auml;rker auf zuk&uuml;nftige Entwicklungen konzentrieren k&ouml;nnen. Das Urteil bleibt jedoch stets beim Menschen &ndash; die Analyse wird lediglich effizienter.<\/p><p><strong>Abschlie&szlig;ender Gedanke<\/strong><\/p><p>KI ist l&auml;ngst nicht mehr ausschlie&szlig;lich eine Aktiengeschichte. Da der Ausbau der Infrastruktur zunehmend &uuml;ber Fremdkapital finanziert wird, entstehen neue Chancen &ndash; aber auch neue Risiken &ndash; f&uuml;r Anleiheinvestoren.<\/p><p>Die Gewinner werden nicht unbedingt diejenigen sein, die das gr&ouml;&szlig;te KI-Engagement aufweisen. Erfolgreich werden vielmehr diejenigen sein, die zwischen einer gut strukturierten, solide besicherten Anleihe und einer anf&auml;lligen Finanzierung unterscheiden k&ouml;nnen.<\/p><p>Daf&uuml;r braucht es sorgf&auml;ltige, aktive Analyse &ndash; und zunehmend auch den intelligenten Einsatz von Technologie auf beiden Seiten des Investmentprozesses.<\/p><p><strong><em>Von Luke Hickmore, Investment Director Fixed Income bei Aberdeen Investments<\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"60266\" blank=\"0\"]<\/p><p><sub>1 <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/uX1XR5sBYH\" target=\"_blank\">https:\/\/introl.com\/blog\/data-center-deals-61-billion-record-december-2025<\/a><br>2 <\/sub><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/FRbWovysPi\" target=\"_blank\"><sub>https:\/\/www.cnbc.com\/2026\/02\/23\/big-techs-ai-bond-binge-shatters-unspoken-contract-with-investors.html<\/sub><\/a><\/p>","date_created":"2026-08-04T15:06:53+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:14:53+02:00"},{"id":60265,"title":"Beeindruckende Unternehmensgewinne \u2013 aber warum fallen die Kurse?","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/112-bnp-paribas-asset-management\/artikel\/60265-beeindruckende-unternehmensgewinne-aber-warum-fallen-die-kurse","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/zVD4GTubtpTroNZEZaJMNA0a3tyqe8Ez.png?s=a89eea5bea8af62b45f30c8d1feee1fe","content_html":"<p>Etwa die H&auml;lfte der S&amp;P-500-Unternehmen haben ihre Zweitquartalszahlen vorgelegt. Dazu f&auml;llt mir nur ein Wort ein: sensationell. Im Vorjahresvergleich sind die Gewinne um 26% gestiegen &ndash; und wegen der hohen KI-Investitionen im Technologiesektor noch sehr viel st&auml;rker. Beim NASDAQ 100 war das Gewinnwachstum fast doppelt so hoch wie beim S&amp;P 500. Im Vergleich zu Emerging-Market-Technologiewerten ist aber auch das noch wenig. Hier haben sich die Gewinne mehr als verdoppelt (Abbildung 1).<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/34ccdae534387cdde34282dd44bae5f6.png?s=9046573e99f642ec3cbf2551b7c2c23c\" style=\"width: 841px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p>Deutlich &uuml;bertroffen wurden auch die Erwartungen: Meist liegen die Quartalszahlen um 3% bis 4% &uuml;ber den Konsenssch&auml;tzungen. Dieses Mal waren es zwischen 5% und &uuml;ber 30%.<\/p><p>Und dann sind da noch die Ausblicke der Unternehmen selbst. Der Anteil derer, die sich optimistisch &auml;u&szlig;ern, ist hoch und steigt weiter. Schon seit einem Jahr liegt er &uuml;ber seinem Langfristdurchschnitt, aber in den letzten Wochen hat er sich noch einmal verbessert (Abbildung 2). Diese Berichtssaison ist wirklich au&szlig;ergew&ouml;hnlich.<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/cc92a86db0805c2e38046b5b391eeda9.png?s=834a4f3e6944b3c5370ece49d3216397\" style=\"width: 841px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p><strong>Marktreaktion<\/strong><\/p><p>Bei solchen Nachrichten h&auml;tten die Kurse eigentlich kr&auml;ftig steigen m&uuml;ssen. Aber seit Ende Juni liegen viele Indizes im Minus.<\/p><p>Daf&uuml;r gibt es mehrere Gr&uuml;nde, von denen manche wohl nur vor&uuml;bergehend sind. Da ist zun&auml;chst das teure &Ouml;l. Im Juli haben die &Ouml;lpreise um etwa 20% zugelegt, weil Anleger eine erneute Eskalation im Nahen Osten f&uuml;rchteten. Die Staatsanleihenrenditen folgten; die h&ouml;heren Inflationserwartungen wogen schwerer als ein m&ouml;glicher Wachstumsr&uuml;ckgang.<\/p><p>[webinar id=\"60265\" blank=\"0\"]<\/p><p>Die j&uuml;ngste Offenmarktausschusssitzung der Fed machte es nicht besser. Die Notenbank verzichtete zwar auf Zinserh&ouml;hungen, und auch die anschlie&szlig;ende Pressekonferenz schien eher f&uuml;r eine lockere Geldpolitik zu sprechen. Beobachtern fiel aber auf, wie viel von Preisstabilit&auml;t die Rede war. Weniger klar war hingegen, mit welchen Mitteln sie erreicht werden soll.<\/p><p>Nach der Pressekonferenz fielen die amerikanischen 2-Jahres-Renditen, da eine rasche Zinserh&ouml;hung jetzt als weniger wahrscheinlich galt. Die Langfristrenditen legten aber parallel zum &Ouml;lpreis zu. Dabei stiegen sie in den USA st&auml;rker als in Deutschland&nbsp;&ndash; vielleicht wegen des Inflationsausblicks und weil die Intransparenz der Fed h&ouml;here Laufzeitpr&auml;mien zur Folge haben k&ouml;nnte.<\/p><p>Bei Emerging-Market-Technologieaktien kam es unterdessen zu einer starken Korrektur. Seit ihrem Junihoch haben koreanische Hardware- und Halbleiterwerte 47% verloren (Stand 30.&nbsp;Juli 2026), auch wenn sie sich zuletzt kr&auml;ftig erholten. Die Verluste griffen auch auf taiwanesische und amerikanische Technologieindizes &uuml;ber. Dennoch: Trotz des Ausverkaufs sind koreanische Technologieaktien dieses Jahr noch immer um 79% und taiwanesische um 49% gestiegen.<\/p><p>Andere M&auml;rkte hielten sich zuletzt besser. Der MSCI Europe Index liegt im Plus, und der Russell 1000&reg; Value Index hat im Juli um mehr als 3% zugelegt, vor allem wegen der hohen Unternehmensgewinne (Abbildung 3).<\/p><p><strong><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/f9b586d0359ab1979b69278f0ebde1bd.png?s=106b11cf5f09b861cdca477669dfc002\" style=\"width: 841px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/strong><\/p><p>Angesichts der guten Zahlen der Technologieunternehmen d&uuml;rften die j&uuml;ngsten Verluste von Emerging-Market-Aktien eher etwas mit einem &uuml;berkauften Markt und einer Neubewertung des Ausblicks zu tun haben als mit pessimistischeren Gewinnerwartungen. Da die Bewertungen jetzt sehr viel attraktiver sind und auch f&uuml;r die n&auml;chsten Quartale ein kr&auml;ftiges Gewinnwachstum erwartet wird, d&uuml;rften sich die Kurse am Ende wieder erholen.<\/p><p>Aktien aus anderen Sektoren sind hingegen weiter gestiegen, vor allem wegen der Zweitrundeneffekte der KI-Ausgaben und des stabilen Konsums in den USA. Hier rechnen wir kurzfristig nicht mit R&uuml;ckschl&auml;gen.<\/p><p><em><strong>Von Daniel Morris, Chief Market Strategist und Co-Head des Investment Insight Centre bei BNP Paribas Asset Management<\/strong><\/em><\/p><p>[topArticles id=\"60265\" blank=\"0\"]<\/p><p><em><sub><em><em><em>Performancedaten\/Quellen: FactSet, Bloomberg, BNP Paribas Asset Management, Stand 30. Juli 2026, falls nicht anders angegeben. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf k&uuml;nftige Ertr&auml;ge.<\/em><\/em><\/em><\/sub><\/em><\/p>","date_created":"2026-08-04T14:40:44+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:09:12+02:00"},{"id":60264,"title":"4 Gr\u00fcnde, warum es sich lohnt, f\u00fcr die n\u00e4chsten 5 Jahre in den Carmignac Portfolio Tech Solutions zu investieren","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/172-carmignac\/artikel\/60264-4-gruende-warum-es-sich-lohnt-fuer-die-naechsten-5-jahre-in-den-carmignac-portfolio-tech-solutions-zu-investieren","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/AwQCX9tIIYlpaIe6nVu34V2ZL1R2ejRi.png?s=d6b74f3886a0ea5e66a51c7a85d1256a","content_html":"<section><p><strong>1. Ein disziplinierter Ansatz f&uuml;r einen von Dynamik gestalteten Tech-Markt<\/strong><\/p><p>Am 2. Juni 2026 stiegen die Aktien von Marvell Technology innerhalb eines einzigen Handelstages um rund 33 %<sup>1<\/sup>, nachdem Jensen Huang, CEO von Nvidia, das Unternehmen als potenzielles &bdquo;n&auml;chstes Billionen-Dollar-Unternehmen&ldquo; bezeichnet hatte. Dieses Beispiel &ndash; neben vielen anderen &ndash; mag wie eine einfache Anekdote erscheinen; unserer Ansicht nach ist es jedoch bezeichnend f&uuml;r den aktuellen, von Momentum getriebenen Technologiemarkt: Eine einzige Meldung, eine Empfehlung oder ein einzelner Datenpunkt kann eine unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Bewegung der Aktienkurse ausl&ouml;sen.<\/p><p>Unter der Oberfl&auml;che verl&auml;uft die Rallye im Halbleitersektor zunehmend unberechenbar: W&auml;hrend einige Unternehmen wie Micron, Intel, Arm und Marvell im zweiten Quartal 2026 Kursgewinne von mehreren hundert Prozent verzeichneten, blieben Aktien wie Nvidia hinter den Indizes zur&uuml;ck. Dies verdeutlicht sowohl die St&auml;rke als auch die Anf&auml;lligkeit des aktuellen Marktumfelds. Die Kursrallye konzentriert sich nach wie vor stark auf KI-bezogene Themen, doch die f&uuml;hrenden Titel k&ouml;nnen sich schlagartig &auml;ndern, und eine disziplinierte Bewertungspolitik gewinnt zunehmend an Bedeutung.<\/p><p>Die Strategie des Carmignac Portfolio Tech Solutions auf diesem vom Momentum gepr&auml;gten Markt besteht darin, auf erfolgreiche Technologieunternehmen zu setzen, ohne sich dabei vom Momentum in die Enge treiben zu lassen. Um dies zu erreichen, liegt ein erheblicher Teil des Portfolios au&szlig;erhalb der g&auml;ngigen globalen Indizes: Rund 50 %<sup>2<\/sup> der Best&auml;nde sind nicht im MSCI ACWI Information Technology Index enthalten. Dies spiegelt unsere Bereitschaft wider, &uuml;ber die etablierten Technologieunternehmen hinauszuschauen, um nach differenzierten Renditetreibern zu suchen.<\/p><p>Ein weiteres charakteristisches Merkmal der Strategie ist das Schwellenl&auml;nder-Engagement, das Ende Juni 2026 bei 36 %<sup>3<\/sup> lag. Unserer Ansicht nach erweitert dies das Spektrum an Anlagem&ouml;glichkeiten, verringert die Abh&auml;ngigkeit von &uuml;berlaufenen Marktf&uuml;hrern in den Industriel&auml;ndern und er&ouml;ffnet den Zugang zu Wachstumsfaktoren, die von unterschiedlichen makro&ouml;konomischen, geopolitischen und unternehmensspezifischen Dynamiken gepr&auml;gt sind.<\/p><p>[webinar id=\"60264\" blank=\"0\"]<\/p><p>In einem Markt, der zunehmend von Technologieaktien mit hoher&nbsp;Marktkapitalisierung&nbsp;dominiert wird, sind wir zudem der Ansicht, dass weniger gut analysierte und weniger stark umworbene Small- und Mid-Cap-Unternehmen ein chancenreiches Umfeld f&uuml;r aktives Management bieten k&ouml;nnen. Indem wir uns auf Unternehmen mit einem nachhaltigen Wettbewerbsvorteil, attraktiven Wachstumsaussichten und einer disziplinierten Kapitalallokation konzentrieren, streben wir den Aufbau eines Portfolios an, das sowohl flexibel als auch diversifiziert bleibt.<\/p><p>Zudem wird die Portfoliozusammensetzung durch den Einfluss verschiedener Faktoren aktiv gesteuert. Insbesondere m&ouml;chten wir sicherstellen, dass die Bewertung des Portfolios unter der des Referenzindexes<sup>4<\/sup> bleibt, was uns dabei hilft, am langfristigen Technologiewachstum teilzuhaben und gleichzeitig das Engagement in den spekulativsten Bereichen des Marktes zu begrenzen.<\/p><p><strong>2. Ein erfahrener Fondsmanager in einer sich rasch wandelnden Branche<\/strong><\/p><\/section><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/afc8a7ab7abbbff8318ecb0e21fcbd07.png?s=84a8826ccc304b9b1361e0f00e789883\" style=\"width: 841px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p><sub>Quelle: Carmignac, 30.06.2026. Carmignac Portfolio Tech Solutions, Tranche: F EUR Acc. (1) MSCI ACWI IT 10\/40 NR (2) Morningstar-Kategorie: EAA Fund Sector Equity Technology. Morningstar Rating&trade; : &nbsp;&copy; Morningstar, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Die hierin enthaltenen Informationen sind durch Morningstar und\/oder ihre Inhalte-Anbieter urheberrechtlich gesch&uuml;tzt. Sie d&uuml;rfen nicht vervielf&auml;ltigt oder verbreitet werden und deren Richtigkeit, Vollst&auml;ndigkeit oder Aktualit&auml;t wird nicht garantiert. Weder Morningstar noch deren Inhalte-Anbieter sind verantwortlich f&uuml;r etwaige Sch&auml;den oder Verluste, die aus der Verwendung dieser Informationen entstehen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verl&auml;sslicher Indikator f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Wertentwicklung. Die Wertentwicklung versteht sich abz&uuml;glich Geb&uuml;hren mit Ausnahme etwaiger von der Vertriebsstelle erhobener Ausgabeaufschl&auml;ge. Bei nicht w&auml;hrungsgesicherten Investitionen kann sich die Wertentwicklung aufgrund von W&auml;hrungsschwankungen erh&ouml;hen oder verringern.<br><\/sub><\/p><p>Bevor er im April 2024 zu Carmignac kam, war Kristofer Barrett, der Fondsmanager dieser Strategie, fast 18 Jahre lang bei Swedbank Robur t&auml;tig, wo er Aktienfonds f&uuml;r Industrie- und Schwellenl&auml;nder verwaltete. Im Jahr 2020 &uuml;bernahm er den Technologiefonds von Swedbank Robur, der zum Zeitpunkt seines Ausscheidens<sup>5<\/sup> ein verwaltetes Verm&ouml;gen von 12,8 Mrd. &euro; aufwies.<\/p><p>Um Kristofers Erfahrung im Technologiesektor zu nutzen, hat Carmignac im Juni 2024 eine spezielle Techno-Strategie aufgelegt. Kristofer wird von drei Analysten unterst&uuml;tzt: Somesh Batra, ein Technologieexperte; Yunfan Bao, der &uuml;ber die asiatische Technologie-Wertsch&ouml;pfungskette berichtet; und Eirik Fladmark, der sich auf Software spezialisiert hat.<\/p><p><strong>3. Wachstum, aber nicht um jeden Preis<\/strong><\/p><p>Angesichts der wiederaufkommenden Sorgen hinsichtlich des Zinsniveaus und der Stagflation k&ouml;nnten Anleger zu Recht die Frage stellen, wie sich eine Strategie f&uuml;r Technologieaktien wie dem Carmignac Portfolio Tech Solutions bei starken Sektorrotationen, die f&uuml;r klassische Wachstumsfonds ung&uuml;nstig sein k&ouml;nnen, verhalten w&uuml;rde.<\/p><p>Unsere wichtigste Ma&szlig;nahme zur Begrenzung der potenziellen Auswirkungen von Marktumfeldver&auml;nderungen besteht darin, die Bewertung in den Mittelpunkt unseres Analyseprozesses f&uuml;r Anlagechancen zu stellen.<\/p><p>Auf Aktienebene konzentrieren wir uns in erster Linie auf das EV\/FCF-Verh&auml;ltnis (Enterprise Value zu Free Cashflow), das durch die Einbeziehung der Bilanzstruktur, der Finanzierungskosten und der Kapitalintensit&auml;t eine umfassendere Perspektive bietet als einfache Gewinnmultiplikatoren. Dies spiegelt unsere allgemeine Philosophie wider: die Verbindung einer traditionellen Wertorientierung mit einer auf Qualit&auml;t und Wachstum ausgerichteten Denkweise.<\/p><p>Auf Portfolioebene sorgt dieser disziplinierte Ansatz f&uuml;r einen Ausgleich zwischen wachstumsstarken Unternehmen mit geringeren free Cashflow-Renditen und Unternehmen mit geringerem Wachstum, die einen moderateren freien Cashflow erwirtschaften.<\/p><p>&Uuml;ber die Bewertungsdisziplin hinaus sind wir auch bereit, eine wirklich kontr&auml;re Haltung einzunehmen, wenn die aus den Bewertungen abgeleiteten Markterwartungen von unserer Einsch&auml;tzung des inneren Werts abweichen. &bdquo;Auf der anderen Seite&ldquo; zu stehen ist keine dauerhafte Haltung, sondern eine situationsabh&auml;ngige Reaktion auf durch Marktstimmungen bedingte Fehlbewertungen &ndash; ein n&uuml;tzliches Instrument zur Portfoliogestaltung, insbesondere im aktuellen Umfeld, in dem das Marktregime stark vom Momentum beeinflusst wird.<\/p><p><strong>4. Warum gerade jetzt?<\/strong>&nbsp;<\/p><p>Die zentrale Herausforderung f&uuml;r den Carmignac Portfolio Tech Solutions besteht darin, sich in einem Markt zu bew&auml;hren, in dem Technologie sowohl zur wichtigsten Quelle f&uuml;r Optimismus als auch zur wichtigsten Quelle f&uuml;r Konzentrationsrisiken geworden ist.<\/p><p>Die M&auml;rkte sind nach wie vor stark Momentum-getrieben, wobei die ausschlaggebenden Aktien nur einen begrenzten Kreis bilden und in Teilen der KI-Branche Anzeichen f&uuml;r &Uuml;berbewertung zu erkennen sind. Sowohl in den USA als auch in Asien wurden die Aktienindizes von einem dominierenden Thema getragen: Halbleiter. Was als Begeisterung f&uuml;r die f&uuml;hrenden KI-Gewinner begann, hat sich zunehmend auf kleinere und weniger hochwertige Halbleiterunternehmen ausgeweitet, von denen sich einige in den letzten Monaten verdoppelt oder verdreifacht haben. In mehreren F&auml;llen scheinen die Bewertungen nun das jahrelange aggressive Wachstum bereits einzupreisen, obwohl die Fundamentaldaten nur begrenzt prognostizierbar sind.<\/p><p>In den kommenden Monaten d&uuml;rfte sich die KI-Debatte verschieben. Investoren stellen zunehmend die Frage, ob Hardware-Unternehmen einen zu gro&szlig;en Teil des durch KI geschaffenen Werts f&uuml;r sich beanspruchen. Halbleiter- und Hardware-Anbieter profitieren derzeit von Lieferengp&auml;ssen und ihrer Preissetzungsmacht, doch steigende Infrastrukturkosten k&ouml;nnten die Nachfrage letztendlich belasten. Auch das Thema Effizienz gewinnt zunehmend an Bedeutung, wobei der Fokus immer mehr auf kosteng&uuml;nstigeren Modellen, Open-Source-Alternativen und einer besseren Verteilung von KI-Workloads liegt, um den Token-Verbrauch und die Infrastrukturkosten zu senken.<\/p><p>Aus taktischer Sicht hat dies bei uns zu einer geringeren Gewichtung von Hyperscalern und einer Abkehr von den spekulativsten Halbleiterwerten gef&uuml;hrt. Stattdessen konzentrieren wir uns auf qualitativ hochwertigere Unternehmen, deren Bewertungen nach wie vor attraktiver sind, wie beispielsweise Nvidia.<\/p><p>Bei Software-Anbietern sind wir sehr w&auml;hlerisch. Da KI zunehmend den Sprung vom Experimentierstadium in den produktiven Einsatz schafft, k&ouml;nnte sich der Mehrwert in bestimmten Software-Ebenen ergeben, die den Einsatz in gro&szlig;em Ma&szlig;stab erm&ouml;glichen: Orchestrierung, Berechtigungen, Tests, Sicherheit, Bereitstellungs-Pipelines und die Integration in Unternehmenssysteme. Dies gilt insbesondere f&uuml;r Entwickler-Software. Sollten Programmieragenten zu einem der ersten gro&szlig; angelegten Anwendungsf&auml;lle f&uuml;r agentenbasierte KI in Unternehmen werden, ben&ouml;tigen die Unternehmen leistungsf&auml;higere Tools zur Verwaltung von KI-generiertem Code. Dies spricht f&uuml;r ein schrittweises Engagement bei Atlassian und GitLab, die fest in die Arbeitsabl&auml;ufe von Entwicklern integriert sind und von einem h&ouml;heren Volumen an Code-&Auml;nderungen sowie einem gestiegenen Bedarf an Governance profitieren k&ouml;nnen.<\/p><p>Abgesehen von dieser kurzfristigen Vorsicht sind wir der Ansicht, dass die mittelfristigen Aussichten f&uuml;r die KI-Infrastruktur weiterhin solide sind. Der Zyklus scheint sich eher zu verl&auml;ngern als seinen H&ouml;hepunkt zu erreichen, was durch das anhaltende Wachstum der KI-bezogenen Investitionsausgaben der gr&ouml;&szlig;ten Cloud-Plattformen sowie durch l&auml;ngerfristige Infrastrukturverpflichtungen gro&szlig;er KI-Kunden gest&uuml;tzt wird. Wichtig ist, dass sich die Nachfrage &uuml;ber das Training mit High End-Modellen hinaus ausweitet. Agentische KI h&auml;lt Einzug in die Unternehmenssoftware, Edge-KI schafft neue Endpunkte f&uuml;r die Inferenz, und physische KI sorgt durch Robotik, Simulation und Automatisierung in der realen Welt f&uuml;r einen zus&auml;tzlichen Bedarf an Rechenleistung.<\/p><p>Dies deutet darauf hin, dass sich die Nachfrage nicht einfach von einer Chip-Generation zur n&auml;chsten verlagert. Jede neue Generation wird voraussichtlich ein breiteres Spektrum an Workloads, Kunden und Bereitstellungsumgebungen abdecken. So k&ouml;nnte beispielsweise die Nachfrage nach der aktuellen Blackwell-Plattform von Nvidia l&auml;nger als ein typischer Produktzyklus anhalten, selbst wenn sich die Kunden bereits auf die Rubin-Plattform der n&auml;chsten Generation vorbereiten. Der entscheidende Punkt ist, dass Blackwell und Rubin m&ouml;glicherweise keinen einfachen Ersatzzyklus darstellen, sondern vielmehr aufeinanderfolgende Kapazit&auml;tsschichten, die von einem expandierenden Markt f&uuml;r KI-Infrastruktur absorbiert werden.<\/p>[infoBox]<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/fQXGVNZfAF\" target=\"_blank\"><strong>Carmignac Portfolio Tech Solutions<\/strong><\/a><\/p><p style=\"text-align: center;\">Ein Aktienfonds, der weltweit das Potenzial von Technologieunternehmen erschlie&szlig;t<\/p><p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/fQXGVNZfAF\" target=\"_blank\"><strong>Besuchen Sie das Fondsprofil<\/strong><\/a><\/p>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"60264\" blank=\"0\"]<\/p><p><sub>1 Quelle: Bloomberg, 30.06.2026.<br>2 Quelle: Carmignac, 30.06.2026.<br>3 Quelle: Carmignac, 30.06.2026.<br>4 MSCI AC World.<br>5 Quelle: Morningstar.<\/sub><\/p><p><sub><strong>Carmignac Portfolio Tech Solutions F EUR ACC<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>ISIN:&nbsp;<a class=\"underline hint--rounded hint--top\" target=\"_blank\" aria-label=\"Weitere Details zu diesem Fonds\" href=\"\/insights\/efundinfo\/LU2809794576\/carmignac-pf-tech-solutions-f-eur-acc\">LU2809794576<\/a><\/sub><\/p><p><sub>Empfohlene Mindestanlagedauer: <strong>5 Jahre<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>Risikoskala*: <strong>5\/7<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>SFDR-Klassifizierung**: <strong>Artikel 9<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>*Die Definition der Risikoskala finden Sie im KID\/BIB (Basisinformationsblatt). Das Risiko 1 ist nicht eine risikolose Investition. Dieser Indikator kann sich im Laufe der Zeit ver&auml;ndern. **Die Offenlegungsverordnung (Sustainable Finance Disclosure Regulation - SFDR) 2019\/2088. Die SFDR-Klassifizierung der Fonds kann sich im Laufe der Zeit &auml;ndern.<\/sub><\/p><p><sub><strong>Hauptrisiken des Fonds<\/strong><\/sub><\/p><p><sub><strong>Aktienrisiko:<\/strong> Der Fonds kann von Aktienkursschwankungen betroffen sein, deren Ausma&szlig; vom Handelsvolumen der Aktien, der Marktkapitalisierung oder anderen externen Faktoren abh&auml;ngt. <strong>W&auml;hrungsrisiko:<\/strong> Das Engagement in einer W&auml;hrung durch Direktanlagen oder Derivate, die nicht die Bewertungsw&auml;hrung des Fonds ist, kann zu Schwankungen oder Verlusten f&uuml;hren. <strong>Schwellenl&auml;nderrisiko:<\/strong> Die Rahmenbedingungen und die Aufsicht in aufstrebenden M&auml;rkten k&ouml;nnen von den Standards der etablierten internationalen B&ouml;rsen abweichen und sich auf die Preise der b&ouml;rsennotierten Instrumente auswirken, in die der Fonds investieren kann. <strong>Risiko durch aktive Allokationsentscheidungen des Portfoliomanagements:<\/strong> Die von der Verwaltungsgesellschaft erwartete Entwicklung der Finanzm&auml;rkte wirkt sich direkt auf die Performance des Fonds aus, die von den ausgew&auml;hlten Titeln abh&auml;ngt.<\/sub><\/p><p><sub><strong>Der Fonds ist mit dem Risiko eines Kapitalverlusts verbunden.<\/strong><\/sub><\/p><p><sub><strong>Kosten<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>ISIN: <a class=\"underline hint--rounded hint--top\" target=\"_blank\" aria-label=\"Weitere Details zu diesem Fonds\" href=\"\/insights\/efundinfo\/LU2809794576\/carmignac-pf-tech-solutions-f-eur-acc\">LU2809794576<\/a><\/sub><\/p><p><sub><strong>Einstiegskosten<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>Wir berechnen keine Einstiegsgeb&uuml;hr.<\/sub><\/p><p><sub><strong>Ausstiegskosten<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>Wir berechnen keine Ausstiegsgeb&uuml;hr f&uuml;r dieses Produkt.<\/sub><\/p><p><sub><strong>Verwaltungsgeb&uuml;hren und sonstige Verwaltungs- oder Betriebskosten<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>1,15&nbsp;% des Werts Ihrer Anlage pro Jahr. Hierbei handelt es sich um eine Sch&auml;tzung auf der Grundlage der tats&auml;chlichen Kosten des letzten Jahres.<\/sub><\/p><p><sub><strong>Erfolgsgeb&uuml;hren<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>20,00&nbsp;% wenn die Anteilsklasse w&auml;hrend des Performancezeitraums den Referenzindikator &uuml;bertrifft. Sie ist auch dann zahlbar, wenn die Anteilsklasse den Referenzindikator &uuml;bertroffen, aber eine negative Performance verzeichnet hat. Minderleistung wird f&uuml;r 5 Jahre zur&uuml;ckgefordert. Der tats&auml;chliche Betrag h&auml;ngt davon ab, wie gut sich Ihre Investition entwickelt. Die obige aggregierte Kostensch&auml;tzung enth&auml;lt den Durchschnitt der letzten 5 Jahre oder seit der Produkterstellung, wenn es weniger als 5 Jahre sind.<\/sub><\/p><p><sub><strong>Transaktionskosten<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>0,35&nbsp;% des Werts Ihrer Anlage pro Jahr. Hierbei handelt es sich um eine Sch&auml;tzung der Kosten, die anfallen, wenn wir die Basiswerte f&uuml;r das Produkt kaufen oder verkaufen. Der tats&auml;chliche Betrag h&auml;ngt davon ab, wie viel wir kaufen und verkaufen.<\/sub><\/p><p><sub><strong>Performance<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>ISIN: <a class=\"underline hint--rounded hint--top\" target=\"_blank\" aria-label=\"Weitere Details zu diesem Fonds\" href=\"\/insights\/efundinfo\/LU2809794576\/carmignac-pf-tech-solutions-f-eur-acc\">LU2809794576<\/a><\/sub><\/p><div class=\"bg-gray-100 border border-b-0 rounded-sm shadow mb-4 overflow-hidden\"><scrollable-table><table class=\"table\"><thead><tr><td><p><sub><strong>Performance nach Kalenderjahr (in %)<\/strong><\/sub><\/p><\/td><td><p><sub><strong>2026<\/strong><\/sub><\/p><\/td><td><p><sub><strong>2025<\/strong><\/sub><\/p><\/td><td><p><sub><strong>2024<\/strong><\/sub><\/p><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><p><sub><strong>Carmignac Portfolio Tech Solutions<\/strong><\/sub><\/p><\/td><td><p><sub>+40,4<\/sub><\/p><\/td><td><p><sub>+29,4<\/sub><\/p><\/td><td><p><sub>+6,5<\/sub><\/p><\/td><\/tr><tr><td><p><sub>Referenzindikator<\/sub><\/p><\/td><td><p><sub>+44,1<\/sub><\/p><\/td><td><p><sub>+14,8<\/sub><\/p><\/td><td><p><sub>+7,5<\/sub><\/p><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/scrollable-table><\/div><p><sub><br><\/sub><\/p><div class=\"bg-gray-100 border border-b-0 rounded-sm shadow mb-4 overflow-hidden\"><scrollable-table><table class=\"table\"><thead><tr><td><p><sub><strong>Performance annualisiert<\/strong><\/sub><\/p><\/td><td><p><sub><strong>1 Jahr<\/strong><\/sub><\/p><\/td><td><p><sub><strong>3 Jahre<\/strong><\/sub><\/p><\/td><td><p><sub><strong>seit Auflage<\/strong><\/sub><\/p><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><p><sub><strong>Carmignac Portfolio Tech Solutions<\/strong><\/sub><\/p><\/td><td><p><sub>+74,9&nbsp;%<\/sub><\/p><\/td><td><p><sub>+0,0&nbsp;%<\/sub><\/p><\/td><td><p><sub>+38,5&nbsp;%<\/sub><\/p><\/td><\/tr><tr><td><p><sub>Referenzindikator<\/sub><\/p><\/td><td><p><sub>+67,8&nbsp;%<\/sub><\/p><\/td><td><p><sub>+0,0&nbsp;%<\/sub><\/p><\/td><td><p><sub>+32,9&nbsp;%<\/sub><\/p><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/scrollable-table><\/div><p><sub>Quelle: Carmignac Stand 30. Jun 2026.<\/sub><\/p><p><sub>Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Wertentwicklung. Sie verstehen sich nach Abzug von Geb&uuml;hren (au&szlig;er eventuellen Ausgabeaufschl&auml;gen, die von der Vertriebsstelle erhoben werden).<\/sub><\/p><p><sub>Referenzindikator: MSCI AC World Information Technology 10\/40 Capped NR index&nbsp;<\/sub><\/p><p><sub><strong>Dies ist eine Marketingmitteilung, die sich an professionelle Kunden richtet und von Carmignac Gestion, Carmignac Gestion Luxembourg oder Carmignac UK Ltd. erstellt wurde. Bitte lesen Sie das Dokument mit den wesentlichen Informationen (KID) \/ das Dokument mit den wesentlichen Informationen f&uuml;r Anleger (KIID) \/ den Prospekt des Fonds, bevor Sie eine endg&uuml;ltige Anlageentscheidung treffen. Bei der Entscheidung &uuml;ber eine Anlage sollten alle in dem Prospekt beschriebenen Merkmale und Ziele ber&uuml;cksichtigt werden.<\/strong><\/sub><\/p><p><sub>Dieses Dokument stellt kein Zeichnungsangebot dar und darf ohne vorherige Genehmigung der Verwaltungsgesellschaft weder ganz noch teilweise vervielf&auml;ltigt werden. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen und Meinungen beziehen sich auf den Zeitpunkt der Erstellung, stellen m&ouml;glicherweise nur unvollst&auml;ndige Informationen dar und k&ouml;nnen ohne vorherige Ank&uuml;ndigung ge&auml;ndert werden. Sie ber&uuml;cksichtigen nicht die spezifischen individuellen Umst&auml;nde der Anleger und sollten daher nicht als Grundlage f&uuml;r eine buchhalterische, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung herangezogen werden. Diese Informationen stammen aus eigenen und fremden Quellen, die Carmignac als zuverl&auml;ssig erachtet; sie sind nicht unbedingt vollst&auml;ndig, und f&uuml;r ihre Richtigkeit wird keine Gew&auml;hr &uuml;bernommen. Daher wird keine Gew&auml;hr f&uuml;r die Richtigkeit und\/oder Zuverl&auml;ssigkeit &uuml;bernommen, und Carmignac, seine F&uuml;hrungskr&auml;fte, Mitarbeiter oder Beauftragten &uuml;bernehmen keinerlei Haftung f&uuml;r Fehler und Auslassungen (einschlie&szlig;lich der Haftung gegen&uuml;ber Dritten aufgrund von Fahrl&auml;ssigkeit).<\/sub><\/p><p><sub>Die Nennung bestimmter Wertpapiere und Finanzinstrumente dient lediglich der Veranschaulichung, um Aktien hervorzuheben, die in den Portfolios der Carmignac-Fonds enthalten sind oder waren, und stellt weder eine Aufforderung zur direkten Anlage in diese Instrumente dar noch eine Anlageberatung. Die Portfolios der Carmignac-Fondspalette k&ouml;nnen ohne Vorank&uuml;ndigung ge&auml;ndert werden. Die Verwaltungsgesellschaft unterliegt nicht dem Verbot einer Durchf&uuml;hrung von Transaktionen in diesen Instrumenten vor Ver&ouml;ffentlichung der Mitteilung.<\/sub><\/p><p><sub>Risikoskala&nbsp;aus dem KID\/KIID. Das Risiko 1 ist nicht eine risikolose Investition. Dieser Indikator kann sich im Laufe der Zeit ver&auml;ndern. Anleger k&ouml;nnen ihr Kapital ganz oder teilweise verlieren, da das Kapital in den Fonds nicht garantiert ist. Der empfohlene Anlagehorizont stellt ein Minimum dar und ist keine Empfehlung, am Ende dieses Zeitraums zu verkaufen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist nicht unbedingt ein Indikator f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Wertentwicklung. Die Leistungen verstehen sich abz&uuml;glich der Geb&uuml;hren (mit Ausnahme etwaiger Ausgabeaufschl&auml;ge der Vertriebsstelle). Bei Aktien, die nicht w&auml;hrungsgesichert sind, kann die Rendite aufgrund von W&auml;hrungsschwankungen steigen oder sinken. Der Verweis auf ein Ranking oder einen Preis ist keine Garantie f&uuml;r die zuk&uuml;nftigen Ergebnisse der OGA oder des Managers. Die Besteuerung h&auml;ngt von der individuellen Situation ab.<\/sub><\/p><p><sub>Der Zugang zu den Fonds kann in Bezug auf bestimmte Personen oder L&auml;nder Beschr&auml;nkungen unterworfen sein. Die Inhalte sind nicht f&uuml;r Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, in der (aufgrund ihrer Staatsangeh&ouml;rigkeit, ihres Wohnsitzes oder aus anderen Gr&uuml;nden) der Inhalt oder die Verf&uuml;gbarkeit dieses Materials verboten ist. Personen, f&uuml;r die solche Verbote gelten, d&uuml;rfen nicht auf dieses Material zugreifen. Die Besteuerung h&auml;ngt von der individuellen Situation ab. Die Fonds sind weder in Asien, Japan, Nordamerika noch in S&uuml;damerika f&uuml;r den Einzelhandel registriert. Carmignac-Fonds sind in Singapur als eingeschr&auml;nktes ausl&auml;ndisches System registriert (nur f&uuml;r professionelle Kunden). Die Fonds wurden nicht gem&auml;&szlig; dem US Securities Act von 1933 registriert. Die Fonds d&uuml;rfen weder direkt noch indirekt zugunsten oder im Namen einer US-Person im Sinne der Definition der US-Verordnung S und des FATCA angeboten oder verkauft werden. Unternehmen. Die Risiken, Geb&uuml;hren und laufenden Kosten sind im KID\/KIID beschrieben &ndash; dieses muss dem Zeichner vor der Zeichnung zur Verf&uuml;gung gestellt und von ihm gelesen werden.<\/sub><\/p><p><sub>&bdquo;Carmignac Portfolio&ldquo; bezeichnet die Teilfonds der Carmignac Portfolio SICAV, einer Investmentgesellschaft nach luxemburgischem Recht, die der OGAW-Richtlinie entspricht. Der Prospekt der Fonds, die KIDs\/KIIDs, der Nettoinventarwert und die Jahresberichte sind unter <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/G9J7SYzXfQ\" target=\"_blank\">www.carmignac.com<\/a> oder auf Anfrage bei der Verwaltungsgesellschaft erh&auml;ltlich. Anleger k&ouml;nnen eine Zusammenfassung ihrer Rechte auf Franz&ouml;sisch, Englisch, Deutsch, Niederl&auml;ndisch, Spanisch und Italienisch unter Abschnitt 5 der &bdquo;Seite mit den aufsichtsrechtlichen Informationen&ldquo; unter folgendem Link einsehen: <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/hPg26dwoLv\" target=\"_blank\">https:\/\/www.carmignac.com\/en_US\/regulatory-information<\/a>. Copyright: Die hier ver&ouml;ffentlichten Daten sind, wie auf jeder Seite angegeben, das ausschlie&szlig;liche Eigentum ihrer jeweiligen Eigent&uuml;mer. Carmignac ist eine eingetragene Marke. \"Investing win your Interest\" ist ein mit der Marke Carmignac verbundener Slogan.<\/sub><\/p><p><sub>Morningstar Rating&trade;: &copy; 2026 Morningstar, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Die hierin enthaltenen Informationen sind Eigentum von Morningstar und\/oder seinen Inhaltsanbietern, d&uuml;rfen nicht kopiert oder verbreitet werden und es wird keine Gew&auml;hr f&uuml;r ihre Richtigkeit, Vollst&auml;ndigkeit oder Aktualit&auml;t &uuml;bernommen. Weder Morningstar noch seine Inhaltsanbieter sind f&uuml;r Sch&auml;den oder Verluste verantwortlich, die sich aus der Nutzung dieser Informationen ergeben. Die Citywire-Fondsmanager-Bewertungen und Citywire-Rankings sind urheberrechtlich gesch&uuml;tztes Eigentum von Citywire Financial Publishers Ltd (&bdquo;Citywire&ldquo;) und &copy; Citywire 2026. Alle Rechte vorbehalten. 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Aktiengesellschaft mit einem Grundkapital von 13.500.000 &euro; &ndash; RCS Paris B 349 501 676.<\/sub><\/p><p><sub>CARMIGNAC GESTION Luxembourg &ndash; City Link &ndash; 7, rue de la Chapelle &ndash; L-1325 Luxemburg &ndash; Tel.: (+352) 46 70 60 1 Tochtergesellschaft von Carmignac Gestion &ndash; Von der CSSF zugelassene Investmentfondsverwaltungsgesellschaft Aktiengesellschaft<\/sub> <sub>mit einem Grundkapital von 23.000.000 &euro; &ndash; RCS Luxemburg B 67 549.<\/sub><\/p>","date_created":"2026-08-04T14:16:00+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:22:18+02:00"},{"id":60263,"title":"Asiens Tech-Rally kippt: Die Top- & Flop-Aktienfondskategorien im Juli","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/research\/artikel\/60263-asiens-tech-rally-kippt-die-top-flop-aktienfondskategorien-im-juli","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/9m8LJVfFrWjjejnExbBgpfyY3T7L3yRb.png?s=44afc6cb945cacd45803560fb1b184cc","content_html":"<p>Nach sieben Monaten bleibt 2026 ein gutes Aktienjahr. Nach den Daten des e-fundresearch.com Assetklassen-Monitors (Morningstar-Kategorien, Wertentwicklung in EUR, Stichtag 31. Juli 2026) liegen 81 der 86 ausgewerteten Kategorien im Plus, im Durchschnitt bei +11,2 %. Der Juli f&auml;llt mit &ndash;0,4 % nur leicht negativ aus, doch dieser Durchschnitt verdeckt die eigentliche Bewegung: Zwischen der besten und der schw&auml;chsten Monatsrendite liegen knapp 29 Prozentpunkte, und die Verluste konzentrieren sich fast vollst&auml;ndig auf den asiatischen Halbleiterkomplex.<\/p><p><strong>Korea und Taiwan: Der Chip-Komplex gibt nach<\/strong><\/p><p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/korea-equity\" target=\"_blank\">Kategorie Korea Equity<\/a> und <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/taiwan-large-cap-equity\" target=\"_blank\">Taiwan Large-Cap Equity<\/a> f&uuml;hren die Jahrestabelle mit +55,6 % und +48,3 % weiter souver&auml;n an. Im Juli stellten dieselben beiden Kategorien mit &ndash;19,5 % und &ndash;12,4 % aber auch die schw&auml;chsten Monatswerte des gesamten Universums. Acht der zehn Jahresbesten schlossen den Monat im Minus, darunter <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/sector-equity-technology\">Sector Equity Technology<\/a> mit &ndash;8,6 %. Die beiden Ausnahmen kommen aus dem Energiekomplex: <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/sector-equity-energy\">Sector Equity Energy<\/a> klettert mit einem Monatsplus von 8,1 % auf Rang drei der Jahrestabelle, <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/norway-equity\">Norway Equity<\/a> liefert 8,3 %.<\/p><p>Dass es dabei nicht um Asien als Region ging, zeigt die Abstufung innerhalb des Kontinents. Je breiter das Mandat, desto milder der R&uuml;ckschlag: <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/asia-ex-japan-equity\">Asia ex-Japan Equity<\/a> verlor 6,6 %, <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/asia-pacific-equity\">Asia-Pacific Equity<\/a> 3,2 %, und <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/asia-pacific-ex-japan-equity-income\">Asia-Pacific ex-Japan Equity Income<\/a> kam mit &ndash;0,2 % nahezu unver&auml;ndert durch den Monat. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/hong-kong-equity\">Hong Kong Equity<\/a> legte sogar 6,7 % zu. Getroffen wurden also nicht asiatische Aktien, sondern Halbleiter- und Technologiepositionen. Bemerkenswert bleibt zudem das Mengenverh&auml;ltnis: <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/korea-equity\">Korea Equity<\/a> ist mit 33 Fonds die kleinste Kategorie des Universums und liefert gleichzeitig die h&ouml;chste Jahresrendite.<\/p><p><strong>Top 10 &ndash; Aktienfonds-Kategorien YTD 2026<\/strong><\/p><div class=\"bg-gray-100 border border-b-0 rounded-sm shadow mb-4 overflow-hidden\"><scrollable-table><table class=\"table\"><thead><tr><td><p><strong>#<\/strong><\/p><\/td><td><p><strong>Kategorie<\/strong><\/p><\/td><td><p><strong>YTD 2026 (EUR)<\/strong><\/p><\/td><td><p><strong>Juli 2026 (EUR)&nbsp;<\/strong><\/p><\/td><td><p><strong>Fonds im Universum<\/strong><\/p><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><p>1<\/p><\/td><td><p>Korea Equity<\/p><\/td><td><p>+55,6 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;19,5 %<\/p><\/td><td><p>33<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>2<\/p><\/td><td><p>Taiwan Large-Cap Equity<\/p><\/td><td><p>+48,3 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;12,4 %<\/p><\/td><td><p>153<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>3<\/p><\/td><td><p>Sector Equity Energy<\/p><\/td><td><p>+33,9 %<\/p><\/td><td><p>+8,1 %<\/p><\/td><td><p>118<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>4<\/p><\/td><td><p>Asia-Pacific ex-Japan Equity<\/p><\/td><td><p>+23,7 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;4,3 %<\/p><\/td><td><p>459<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>5<\/p><\/td><td><p>Asia-Pacific ex-Japan Equity Income<\/p><\/td><td><p>+23,4 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;0,2 %<\/p><\/td><td><p>282<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>6<\/p><\/td><td><p>Asia ex-Japan Equity<\/p><\/td><td><p>+22,5 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;6,6 %<\/p><\/td><td><p>985<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>7<\/p><\/td><td><p>Sector Equity Technology<\/p><\/td><td><p>+21,5 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;8,6 %<\/p><\/td><td><p>1.834<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>8<\/p><\/td><td><p>Norway Equity<\/p><\/td><td><p>+21,3 %<\/p><\/td><td><p>+8,3 %<\/p><\/td><td><p>222<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>9<\/p><\/td><td><p>Global Emerging Markets Equity<\/p><\/td><td><p>+20,2 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;5,2 %<\/p><\/td><td><p>3.751<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>10<\/p><\/td><td><p>Asia-Pacific Equity<\/p><\/td><td><p>+19,8 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;3,2 %<\/p><\/td><td><p>310<\/p><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/scrollable-table><\/div><p><strong>Das untere Tabellenende: Indonesien dreht, Edelmetalle und Vietnam bleiben zur&uuml;ck <br><\/strong><\/p><p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/indonesia-equity\">Indonesia Equity<\/a> bleibt mit &ndash;20,8 % einsam auf dem letzten Platz des Jahres, war im Juli mit +9,4 % aber die st&auml;rkste Kategorie &uuml;berhaupt. Sechs der zehn Jahresschlusslichter schlossen den Monat im Plus, der Juli hat das untere Tabellenende also entlastet. Nur zwei Kategorien liegen auf beiden Zeitr&auml;umen im Minus: die <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/sector-equity-precious-metals\">Edelmetall-Aktien<\/a> mit &ndash;8,8 % im Jahr und <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/vietnam-equity\">Vietnam Equity<\/a>, das mit &ndash;8,0 % auch im Monat deutlich nachgab. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/india-equity\">India Equity<\/a> stabilisiert sich bei &ndash;5,0 % im Jahr immerhin leicht.<\/p><p>Die Botschaft f&uuml;r Allokatoren ist dieselbe wie zur Jahresmitte, nur mit umgekehrten Vorzeichen: Wer pauschal auf Asien setzt, fand im Juli innerhalb einer einzigen Region das gesamte Spektrum von &ndash;19,5 % bis +9,4 %.<\/p><p><strong>Flop 10 &ndash; Aktienfonds-Kategorien YTD 2026<\/strong><\/p><div class=\"bg-gray-100 border border-b-0 rounded-sm shadow mb-4 overflow-hidden\"><scrollable-table><table class=\"table\"><thead><tr><td><p><strong>#<\/strong><\/p><\/td><td><p><strong>Kategorie<\/strong><\/p><\/td><td><p><strong>YTD 2026 (EUR)<\/strong><\/p><\/td><td><p><strong>Juli 2026 (EUR)&nbsp;<\/strong><\/p><\/td><td><p><strong>Fonds im Universum<\/strong><\/p><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><p>1<\/p><\/td><td><p>Indonesia Equity<\/p><\/td><td><p>&ndash;20,8 %<\/p><\/td><td><p>+9,4 %<\/p><\/td><td><p>164<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>2<\/p><\/td><td><p>Sector Equity Precious Metals (Edelmetalle)<\/p><\/td><td><p>&ndash;8,8 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;1,6 %<\/p><\/td><td><p>285<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>3<\/p><\/td><td><p>Vietnam Equity<\/p><\/td><td><p>&ndash;6,8 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;8,0 %<\/p><\/td><td><p>68<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>4<\/p><\/td><td><p>India Equity<\/p><\/td><td><p>&ndash;5,0 %<\/p><\/td><td><p>+0,7 %<\/p><\/td><td><p>694<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>5<\/p><\/td><td><p>Nordic Small\/Mid-Cap Equity<\/p><\/td><td><p>&ndash;1,0 %<\/p><\/td><td><p>+3,4 %<\/p><\/td><td><p>151<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>6<\/p><\/td><td><p>China Equity<\/p><\/td><td><p>+0,6 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;0,5 %<\/p><\/td><td><p>906<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>7<\/p><\/td><td><p>Sector Equity Consumer Goods &amp; Services<\/p><\/td><td><p>+1,8 %<\/p><\/td><td><p>+0,5 %<\/p><\/td><td><p>341<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>8<\/p><\/td><td><p>Africa &amp; Middle East Equity<\/p><\/td><td><p>+1,9 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;1,9 %<\/p><\/td><td><p>75<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>9<\/p><\/td><td><p>Property &ndash; Indirect Asia<\/p><\/td><td><p>+2,0 %<\/p><\/td><td><p>+2,8 %<\/p><\/td><td><p>62<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>10<\/p><\/td><td><p>Hong Kong Equity<\/p><\/td><td><p>+2,2 %<\/p><\/td><td><p>+6,7 %<\/p><\/td><td><p>116<\/p><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/scrollable-table><\/div><p><strong>Wo das Kapital liegt: Die Breite bleibt unbesch&auml;digt<\/strong><\/p><p>Wie selektiv der R&uuml;ckschlag war, zeigt der Blick auf die zehn gr&ouml;&szlig;ten Kategorien, die zusammen mehr als die H&auml;lfte aller erfassten Fonds stellen. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/global-large-cap-blend-equity\">Global Large-Cap Blend Equity,<\/a> mit 7.648 Fonds das Schwergewicht des Universums, verlor im Juli lediglich 0,4 % und liegt mit +10,5 % im Jahr im Mittelfeld. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/europe-large-cap-blend-equity\">Europe Large-Cap Blend Equity<\/a> und <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/global-equity-income\">Global Equity Income<\/a> schlossen den Monat sogar im Plus. Der Verlust dieser Gruppe geht fast vollst&auml;ndig auf zwei Positionen zur&uuml;ck: <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/global-emerging-markets-equity\">Global Emerging Markets Equity<\/a> mit &ndash;5,2 % und <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/sector-equity-technology\">Sector Equity Technology<\/a> mit &ndash;8,6 %.<\/p><p><strong>Big 10 &ndash; die Kategorien mit den meisten Fonds<\/strong><\/p><div class=\"bg-gray-100 border border-b-0 rounded-sm shadow mb-4 overflow-hidden\"><scrollable-table><table class=\"table\"><thead><tr><td><p><strong>#<\/strong><\/p><\/td><td><p><strong>Kategorie<\/strong><\/p><\/td><td><p><strong>YTD 2026 (EUR)<\/strong><\/p><\/td><td><p><strong>Juli 2026 (EUR)&nbsp;<\/strong><\/p><\/td><td><p><strong>Fonds im Universum<\/strong><\/p><\/td><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><p>1<\/p><\/td><td><p>Global Large-Cap Blend Equity<\/p><\/td><td><p>+10,5 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;0,4 %<\/p><\/td><td><p>7.648<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>2<\/p><\/td><td><p>Global Emerging Markets Equity<\/p><\/td><td><p>+20,2 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;5,2 %<\/p><\/td><td><p>3.751<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>3<\/p><\/td><td><p>Global Large-Cap Growth Equity<\/p><\/td><td><p>+7,3 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;2,4 %<\/p><\/td><td><p>3.003<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>4<\/p><\/td><td><p>US Large-Cap Blend Equity<\/p><\/td><td><p>+11,2 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;0,9 %<\/p><\/td><td><p>2.740<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>5<\/p><\/td><td><p>Europe Large-Cap Blend Equity<\/p><\/td><td><p>+10,1 %<\/p><\/td><td><p>+0,4 %<\/p><\/td><td><p>2.270<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>6<\/p><\/td><td><p>Sector Equity Technology<\/p><\/td><td><p>+21,5 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;8,6 %<\/p><\/td><td><p>1.834<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>7<\/p><\/td><td><p>Global Equity Income<\/p><\/td><td><p>+13,3 %<\/p><\/td><td><p>+2,1 %<\/p><\/td><td><p>1.546<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>8<\/p><\/td><td><p>Eurozone Large-Cap Equity<\/p><\/td><td><p>+10,5 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;0,2 %<\/p><\/td><td><p>1.445<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>9<\/p><\/td><td><p>Sector Equity Ecology<\/p><\/td><td><p>+11,8 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;4,0 %<\/p><\/td><td><p>1.281<\/p><\/td><\/tr><tr><td><p>10<\/p><\/td><td><p>Global Flex-Cap Equity<\/p><\/td><td><p>+11,3 %<\/p><\/td><td><p>&ndash;0,2 %<\/p><\/td><td><p>1.203<\/p><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/scrollable-table><\/div><p><strong>Was der Juli f&uuml;r das zweite Halbjahr andeutet<\/strong><\/p><p>Auff&auml;llig ist die Systematik der Gegenbewegung. Dort, wo Morningstar Large-Cap-Kategorien nach Anlagestil trennt, also in den USA, global und in Europa, liegt Value im Juli in allen drei F&auml;llen vor Blend und Blend vor Growth. Der Abstand ist erheblich: <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/global-large-cap-value-equity\">Global Large-Cap Value Equity<\/a> gewann 2,5 %, w&auml;hrend <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/insights\/fundranking\/aktienfonds\/global-large-cap-growth-equity\">Global Large-Cap Growth Equity<\/a> 2,4 % abgab. Auf Jahressicht gilt dieselbe Ordnung. Zusammen mit der St&auml;rke der Energie- und Dividendenkategorien deutet das auf eine Rotation aus den Gewinnern des ersten Halbjahres hin, die sich in der Jahresbetrachtung noch kaum niederschl&auml;gt. Ob sie sich fortsetzt, ist die eigentliche Beobachtungsaufgabe f&uuml;r das zweite Halbjahr.<\/p>[infoBox]<p><em>Datengrundlage: e-fundresearch.com Assetklassen-Monitor, Morningstar-Kategorien (EAA Fund Universe), Wertentwicklung Day-to-Day in EUR, Zeitraum 1. Januar bis 31. Juli 2026, Stichtag 31. Juli 2026. &bdquo;Fonds im Universum&ldquo; bezeichnet die Zahl der in der Kategorie erfassten Investments (YTD, Monatsende).<\/em><\/p>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"60263\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-08-04T12:26:52+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:09:15+02:00"},{"id":60262,"title":"El Ni\u00f1o: Vom Wetterschock zum Emerging-Markets-Risiko","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/213-generali-investments\/artikel\/60262-el-nino-vom-wetterschock-zum-emerging-markets-risiko","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/JJFfWNzvraaJzzvR5HooZ90rM1Tb2HoS.png?s=07f4cd114dfecde99549664e9e1ea059","content_html":"<p>Ein El Ni&ntilde;o, der durch einen Temperaturanstieg von 2&deg;C im Pazifik gekennzeichnet ist, k&ouml;nnte die weltweiten Lebensmittelpreise bis zum ersten Quartal 2028 um bis zu 20% in die H&ouml;he treiben. Dies k&ouml;nnte die Inflation im Euroraum und in den USA um bis zu 0,4 Prozentpunkte und in den Schwellenl&auml;ndern um bis zu 3 Prozentpunkte erh&ouml;hen, wobei es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen L&auml;ndern gibt. Unser Anf&auml;lligkeitsindex deutet darauf hin, dass S&uuml;dasien und Subsahara-Afrika den gr&ouml;&szlig;ten Risiken ausgesetzt sind.<\/p><p>W&auml;hrend die Zentralbanken der Schwellenl&auml;nder den anf&auml;nglichen Schock bei den Lebensmittelpreisen wahrscheinlich ignorieren w&uuml;rden, k&ouml;nnten anhaltende Zweitrundeneffekte und Inflationserwartungen die Lockerungszyklen verz&ouml;gern, insbesondere in Lateinamerika. In mehreren Hochzinsl&auml;ndern k&ouml;nnte dies die Haushaltskonsolidierung durch Subventionskosten und Notfallausgaben im Zusammenhang mit Naturkatastrophen erschweren.<\/p><p>[webinar id=\"60262\" blank=\"0\"]<\/p><p>Angesichts des vor&uuml;bergehenden Charakters des Schocks behalten wir unsere positive Einsch&auml;tzung von festverzinslichen Wertpapieren aus Schwellenl&auml;ndern bei, gest&uuml;tzt durch sich verbessernde makro&ouml;konomische Fundamentaldaten und positive technische Faktoren. Die mit El Ni&ntilde;o verbundenen Risiken best&auml;rken uns jedoch in unserer Pr&auml;ferenz f&uuml;r Staatsanleihen h&ouml;herer Qualit&auml;t und in unserer vorsichtigen Haltung gegen&uuml;ber schwachen und in Schwierigkeiten geratenen Hochzinsemittenten. &nbsp;&nbsp;<\/p><p><em><strong>Von Guillaume Tresca, Senior Emerging Market Strategist bei Generali Investments<\/strong><\/em><\/p><p>[topArticles id=\"60262\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-08-04T12:03:44+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:14:22+02:00"},{"id":60260,"title":"Frank Fischer: KI-Monetarisierung - Wellenbrecher Microsoft","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/175-shareholder-value-management-ag\/artikel\/60260-frank-fischer-ki-monetarisierung-wellenbrecher-microsoft","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/pxWZ78bBl5pertLPJZoqjl82puKhCBSi.png?s=b0b0b7966c39ed319e6f50903cb9eece","content_html":"<p>Die Skepsis der Anleger ist nach wie vor hoch, doch sie br&ouml;ckelt langsam: Die Rede ist von den US-Hyperscalern und der Frage, ob sich ihre KI-Investitionen in absehbarer Zeit monetarisieren oder nicht.<\/p><p><strong>Microsoft als Vorreiter einer klaren Monetarisierung&nbsp;<\/strong><\/p><p>Die gro&szlig;en Anbieter von Cloud-Diensten, die riesige Rechenzentren und weltweite Netzwerke betreiben, wie etwa <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/TOTn9L94eK\" target=\"_blank\">Amazon&nbsp;<\/a>Web Services (AWS), <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/t5eNYHU2ja\" target=\"_blank\">Microsoft<\/a> Azure oder <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/SzsMG1jlSI\" target=\"_blank\">Google&nbsp;<\/a>Cloud werden nach wie vor skeptisch be&auml;ugt. Immerhin investieren sie jedes Jahr Hunderte von Milliarden Dollar in ihre KI-Infrastruktur. Doch einer der Gro&szlig;en hat jetzt gezeigt, dass sich diese Investitionen lohnt: Microsoft, ein Wert aus unseren Mandaten wie dem <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/8TQM9j3A2u\" target=\"_blank\">Frankfurter Aktienfonds f&uuml;r Stiftungen<\/a> und dem <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/AuQQqVGnH1\" target=\"_blank\">Frankfurter UCITS-ETF &ndash; Modern Value<\/a>. Die Azure-Sparte wuchs mit 43 Prozent st&auml;rker als die Markterwartungen von 40 Prozent Dazu kommt ein Rekordergebnis: Der Jahresumsatz &uuml;bersteigt mit 331 Milliarden US-Dollar die Erwartungen und das getrieben durch eine hohe Dynamik im Cloud-Gesch&auml;ft Und was besonders imponiert ist die Investitionsdisziplin, denn trotz massiver Infrastrukturausgaben von 145 Milliarden US-Dollar im abgelaufenen Gesch&auml;ftsjahr bleibt der Free Cashflow robust. Damit zerstreute Microsoft die Sorgen vieler Anleger vor einer unzureichenden Monetarisierung. Die Aktie stieg zeitweise um mehr als 10 Prozent.<\/p>[infoBox]<h2>H&auml;ufige Fragen zu KI und der Monetarisierung<\/h2><p><strong>Wie stark ist Microsofts Cloud-Sparte Azure zuletzt gewachsen?<\/strong><\/p><p>Azure wuchs im abgelaufenen Quartal um 43 Prozent und &uuml;bertraf damit die Markterwartung von 40 Prozent. Der Jahresumsatz von Microsoft stieg auf 331 Milliarden US-Dollar und lag damit &uuml;ber den Analystensch&auml;tzungen, getrieben durch die hohe Dynamik im Cloud-Gesch&auml;ft.<\/p><p><strong>Warum gilt Microsoft als Vorreiter bei der Monetarisierung von KI-Investitionen?<\/strong><\/p><p>Microsoft hat als einer der gro&szlig;en Hyperscaler gezeigt, dass sich massive KI-Investitionen konkret auszahlen: starkes Azure-Wachstum, Rekordumsatz und trotz 145 Milliarden US-Dollar Infrastrukturausgaben ein stabiler Free Cashflow. Die Aktie stieg nach den Zahlen zeitweise um mehr als 10 Prozent.<\/p><p><strong>Ab wann sollen sich die hohen KI-Investitionen der Hyperscaler auszahlen?<\/strong><\/p><p>Analysten erwarten ab 2028 wieder steigende Nettomittelzufl&uuml;sse bei den US-Hyperscalern. Die Deutsche Bank prognostiziert bis 2030 ein durchschnittliches j&auml;hrliches Umsatzwachstum von rund 17 Prozent sowie eine Nettomarge von &uuml;ber 25 Prozent, verglichen mit rund 20 Prozent im F&uuml;nfjahresdurchschnitt.<\/p>[\/infoBox]<p><strong>Hohe Investitionen sollen sich ab 2028 bezahlt machen<\/strong><\/p><p>Da k&ouml;nnen die anderen Big-Techs noch nicht ganz mithalten. Dies sollte sich aber in absehbarer Zeit &auml;ndern.&nbsp;So erwarten die meisten Analysten ab 2028 wieder steigende Nettomittelzufl&uuml;sse und zeigen sich zuversichtlich, dass die derzeit hohen Investitionsausgaben sich mittelfristig in h&ouml;heren Ums&auml;tzen und st&auml;rkeren Margen auszahlen d&uuml;rften. Die Analysten der Deutschen Bank erwarten bis 2030 ein durchschnittliches j&auml;hrliches Umsatzwachstum von etwa 17 Prozent, nach rund 15 Prozent in den vergangenen f&uuml;nf Jahren. Die Nettomarge d&uuml;rfte mit mehr als 25 Prozent &uuml;ber dem F&uuml;nfjahresdurchschnitt von rund 20 Prozent liegen. Zudem erscheinen nach ihrer Einsch&auml;tzung die US-Hyperscaler attraktiv bewertet: Mit einem Kurs-Gewinn-Verh&auml;ltnis auf Basis der erwarteten Gewinne der n&auml;chsten zw&ouml;lf Monate von knapp 22 werden sie nahe ihrem Zehnjahrestief von knapp 21 sowie rund 23 Prozent unter ihrem Zehnjahresdurchschnitt gehandelt. Wir denken, Microsoft &amp; Co. bleiben daher mittelfristig attraktiv. Deshalb bleiben wir auch weiterhin in Microsoft und Alphabet investiert.<\/p><p>[webinar id=\"60260\" blank=\"0\"]<\/p><p><strong>Fed mit neuer Kommunikationsstrategie<\/strong><\/p><p>Derweil haben sowohl die europ&auml;ische Notenbank wie auch die Fed in den USA ihre Zinss&auml;tze beibehalten. Und dass, obwohl die Inflationszahlen beiderseits des Atlantiks nach wie vor hoch ausfallen, wie zuletzt in Deutschland mit 2,8 Prozent und den USA mit 3,5 Prozent. Trotzdem hat die US-Notenbank ihren Leitzins bei 3,5 bis 3,75 Prozent belassen. Dabei war interessant, wie Fed-Chef Kevin Warsh bei der Pressekonferenz auf die sogenannte &bdquo;Lucas-Kritik&ldquo; hinwies. Der US-&Ouml;konom Robert Lucas hatte schon in den 70er Jahren erkannt, dass Menschen ihr Verhalten anpassen, sobald sich die Politik &auml;ndert. Das ist dann auch der Grund, warum die Fed keine Voraussagen mehr zu k&uuml;nftigen Handlungen oder Entscheidungen machen wird. Aber: Nach diesen Voraussagen richten sich normalerweise die Finanzm&auml;rkte. Kevin Warsh will jedoch die Preise an den M&auml;rkten als Signal &ndash; nicht perfekt, aber ohne Beeinflussung durch die Fed &ndash; beobachten. Das ist eine Situation, auf die sich die M&auml;rkte erst noch einstellen m&uuml;ssen. Das wird nicht einfach werden.<\/p><p><strong>Europas Banken &uuml;berzeugen mit guten Q-Zahlen<\/strong><\/p><p>Aber zur&uuml;ck zur B&ouml;rse. Die ersten Ergebnisse der europ&auml;ischen Berichtssaison sind bisher unter dem Strich durchaus positiv ausgefallen. Nachdem gut ein Drittel der Marktkapitalisierung des STOXX 600 berichtet hat, zeichnet sich ein Gewinnwachstum von mehr als 17 Prozent ab &ndash; gut zwei Prozentpunkte &uuml;ber den Erwartungen der Analysten. Zwar wurden negative &Uuml;berraschungen wie etwa Adidas, oder LVMH &uuml;berdurchschnittlich stark abgestraft. Dies ist zu Beginn einer Berichtssaison jedoch nicht untypisch und verdeutlicht die hohe Bedeutung der Unternehmenszahlen f&uuml;r die M&auml;rkte. Besonders positiv pr&auml;sentieren sich bislang die Banken wie etwa die Deutsche Bank, aber auch die ING Group oder die franz&ouml;sische Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale. Aber aus unseren Portfolios hat auch SAP &uuml;berzeugt. Der Cloud-Umsatz stieg w&auml;hrungsbereinigt um 24 Prozent auf 6,28 Milliarden Euro. Das hatte kaum ein Analyst erwartet. Und auch das laufende Zehn-Milliarden-Euro-Aktienr&uuml;ckkaufprogramm wird mit einer weiteren Tranche fortgesetzt. Zahlen und Ma&szlig;nahmen, die uns als Aktion&auml;ren zugute kommen.<\/p><p><strong><em>Von Frank Fischer, Vorstandsvorsitzender und CIO bei Shareholder Value Management AG<\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"60260\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-08-04T11:49:52+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:09:15+02:00"},{"id":60258,"title":"Zwischen \u00dcberschwang und Disziplin: Nachhaltige Renditen auf dem umk\u00e4mpften asiatischen Markt  erzielen","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/54-first-sentier-group\/artikel\/60258-zwischen-ueberschwang-und-disziplin-nachhaltige-renditen-auf-dem-umkaempften-asiatischen-markt-erzielen","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/NfJP6EY34gUOEez6TA6DYn8aXWz13t9Q.png?s=d16744ef6b9916e2f7828c93d4ba208f","content_html":"<p>[infoBox]<\/p><p><strong>Wichtige Erkenntnisse:<\/strong><\/p><p>&bull;&nbsp;Zwar wird im Zuge des Booms der k&uuml;nstlichen Intelligenz (KI) wahrscheinlich Wert geschaffen, doch die zunehmende Marktkonzentration unterstreicht die Bedeutung von Diversifizierung und Bewertungsdisziplin.<\/p><p>&bull;&nbsp;Wir sehen attraktive Chancen bei wenig beachteten und wenig analysierten asiatischen Unternehmen, die au&szlig;erhalb des dominanten KI-Trends stehen.<\/p><p>&bull; Dazu geh&ouml;ren innovative Industrie- und Fertigungsunternehmen in China, die auf globaler Ebene zunehmend im Wettbewerb stehen &ndash; und Marktanteile gewinnen.<\/p>[\/infoBox]<blockquote><p>&bdquo;Die Geschichte wiederholt sich nie. Der Mensch dagegen tut es immer.&ldquo;<em><sub>&nbsp;-<\/sub><\/em><sub><em>Voltaire<\/em><\/sub><\/p><\/blockquote><p>Im Sommer 2026 konnte man junge Menschen in den Stra&szlig;en von Hongkong sehen, die schwarze Westen mit einem markanten Logo trugen. Um welches Produkt handelte es sich? Ein b&ouml;rsengehandelter Fonds (ETF), der den Kurs des koreanischen Speicherchip-Herstellers SK Hynix nachbildet.<\/p><p>Im Juni &uuml;berholte dieser vom Verm&ouml;gensverwalter CSOP verwaltete ETF den legend&auml;ren Tracker Fund of Hong Kong und wurde damit zum gr&ouml;&szlig;ten Fonds des Marktes.<sup>1&nbsp;<\/sup>Der Tracker Fund blickt auf eine vierteljahrhundert lange Geschichte zur&uuml;ck und bietet ein Engagement in einer Reihe von Blue-Chip-Aktien, die im Hang-Seng-Index gelistet sind. Im Gegensatz dazu bildet der CSOP-ETF ausschlie&szlig;lich Hynix ab und nutzt Hebelwirkung, um die Renditen zu steigern &ndash; eine Strategie, die bei Kursr&uuml;ckg&auml;ngen auch die Verluste vergr&ouml;&szlig;ern kann.<\/p><p>Von einem diversifizierten Portfolio zu einer risikoreichen Wette auf einen einzelnen Technologiewert: Diese Entwicklung spiegelt den allgemeinen Verlauf der asiatischen M&auml;rkte in den letzten 12 Monaten wider. Die Begeisterung f&uuml;r k&uuml;nstliche Intelligenz (KI) hat dazu gef&uuml;hrt, dass sich die Renditen auf eine kleine Gruppe von Unternehmen konzentrieren, die als Nutznie&szlig;er h&ouml;herer Ausgaben f&uuml;r Rechenzentren und Ausr&uuml;stung f&uuml;r die KI-Lieferkette gelten, wobei Chiphersteller wie SK Hynix eine Vorreiterrolle einnehmen.<\/p><p>Wir und unsere Leser sind uns zweifellos einig, dass KI einer der gr&ouml;&szlig;ten &ndash; wenn nicht sogar der gr&ouml;&szlig;te &ndash; technologische Wandel unserer Zeit ist. Wir stellen fest, dass KI-Anwendungen (mit klaren Rahmenbedingungen) in Teilen unseres Anlageprozesses zunehmend an Bedeutung gewinnen. Von Verbrauchern bis hin zu Unternehmen entstehen immer neue Anwendungsf&auml;lle, und Experten sind sich einig, dass wir uns noch in der Anfangsphase befinden.<\/p><p>Inmitten des Anstiegs der Investitionsausgaben (Capex) der &bdquo;Big Tech&ldquo;-Unternehmen wird wahrscheinlich echter Mehrwert geschaffen. Doch w&auml;hrend die Aktienkurse steigen und immer mehr Kapital in dieses Thema flie&szlig;t, zeichnen sich erhebliche Risiken ab. KI ist ein revolution&auml;rer technologischer Sprung, aber sie ist nicht immun gegen den Kapitalzyklus &ndash; oder gegen Herdenverhalten, das von Gier und Angst gepr&auml;gt ist. Wir behalten die oben zitierte Weisheit Voltaires stets im Hinterkopf, was sich in der Dimensionierung der Positionen innerhalb der Strategie widerspiegelt.<\/p><p><strong>Konzentrationsrisiko<\/strong><\/p><p>Man bedenke, wie der KI-Boom zu einer extremen Marktkonzentration gef&uuml;hrt hat. S&uuml;dkorea und Taiwan, Heimat von Halbleiterriesen und anderen KI-bezogenen Herstellern, machen mittlerweile 23,4 % bzw. 26,9 % des Referenzindex MSCI Asia Pacific ex Japan aus. Ihre Gewichtung ist h&ouml;her als die Chinas (18,8 %) und Indiens (10,9 %), obwohl es sich um weitaus kleinere Volkswirtschaften handelt.<sup>2&nbsp;<\/sup>Die Renditen wurden verzerrt: Seit Jahresbeginn ist der Index um ca. 24 % gestiegen, ohne Korea und Taiwan w&auml;re er jedoch um ca. 3 % gefallen.<sup>3<\/sup><\/p><p>Als Anleger in die gro&szlig;en Chiphersteller hat unsere Asien-Strategie von deren Aufschwung in den vergangenen 12 Monaten profitiert. Dennoch stimmt uns zunehmende Marktverengung vorsichtig.<\/p><p>[webinar id=\"60258\" blank=\"0\"]<\/p><p>Die Zinsen k&ouml;nnten steigen, und die Fremdfinanzierung k&ouml;nnte deutlich teurer werden. Aktienanleger k&ouml;nnten die potenzielle Rendite von Investitionen in Rechenzentren in Frage stellen. Der Investitionszyklus k&ouml;nnte sich umkehren. Oder er k&ouml;nnte einfach weitergehen. Wir geben nicht vor, dies zu wissen, obwohl wir als Team diese Themen ausf&uuml;hrlich diskutieren und debattieren.<\/p><p>Sollten sich die Rahmenbedingungen jedoch &auml;ndern, werden Disziplin und Diversifizierung entscheidend sein. Dar&uuml;ber hinaus sind Qualit&auml;tsunternehmen in vielen &bdquo;Nicht-KI&ldquo;-Bereichen des Marktes derzeit untergewichtet und unzureichend analysiert, was den Zeitpunkt g&uuml;nstig macht f&uuml;r aktive, bottom-up orientierte Aktienselektoren, &uuml;ber die vorherrschende Erz&auml;hlung hinauszuschauen und attraktive Chancen mit guten absoluten Renditen zu finden.<\/p><p>In diesem Beitrag werden wir die j&uuml;ngsten Performance-Treiber hervorheben, die &Uuml;berlegungen hinter unserer aktuellen Positionierung darlegen und andere Positionen im Portfolio beleuchten, wie beispielsweise eine Auswahl f&uuml;hrender Unternehmen aus Chinas Industrie- und Hightech-Fertigungssektoren. Auch wenn sie weniger Aufmerksamkeit auf sich ziehen als die Chiphersteller der Region, gewinnen diese innovativen Unternehmen auf der globalen B&uuml;hne zunehmend an Einfluss.<\/p><p><strong>Analyse der &bdquo;Gewinner&ldquo; im Bereich KI<\/strong><\/p><p>Es &uuml;berrascht nicht, dass in den letzten 12 Monaten <strong>SK Hynix<\/strong>, <strong>Samsung Electronics<\/strong> und <strong>Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC)<\/strong> die Liste der Unternehmen anf&uuml;hren, die positiv zur Wertentwicklung der Strategie beigetragen haben. Zusammen machen diese drei Titel und ihre Muttergesellschaften mittlerweile fast ein Drittel des MSCI Asia Pacific ex Japan Index aus und haben 2026 einen &uuml;berproportionalen Anteil zur Gesamtrendite des Marktes beigetragen.<\/p><p>TSMC bleibt, wie schon seit Jahren, unsere gr&ouml;&szlig;te Position im Portfolio; seine unangefochtene Position bei den fortschrittlichsten Prozessknoten macht das Unternehmen zu einem nat&uuml;rlichen Nutznie&szlig;er der erwarteten Entwicklung der &bdquo;Produktisierung&ldquo; von KI in Endger&auml;ten, was auch bei einer Normalisierung der Ausgaben f&uuml;r Rechenzentren f&uuml;r langfristigen strukturellen R&uuml;ckenwind sorgen d&uuml;rfte.<\/p><p>Im Gegensatz dazu haben wir unsere Gewichtung sowohl bei SK Hynix als auch bei Samsung reduziert; beide koreanischen Unternehmen haben ihre Kapazit&auml;ten auf HBM-Chips (High-Bandwidth Memory) f&uuml;r KI-Anwendungen verlagert, was zu einem Preisanstieg bei herk&ouml;mmlichen DRAM- und NAND-Speichern gef&uuml;hrt und zu einem kurzfristigen Gewinnanstieg beigetragen hat.<\/p><p>Die drei Speicherhersteller &ndash; Hynix, Samsung und Micron in den USA &ndash; werden bis 2027 voraussichtlich einen Nettogewinn von rund 675 Mrd. US-Dollar erzielen. Dies &uuml;bersteigt bei weitem den Gewinn (wir sprechen hier nicht von Cashflows!), den ihre &bdquo;Big Four&ldquo;-Hyperscaler-Kunden zusammen voraussichtlich erzielen werden &ndash; oder sogar die kombinierten Gewinne der gr&ouml;&szlig;ten Hersteller von Rechenchips (Nvidia, TSMC, Intel, AMD und Broadcom). Die Margen waren noch nie so hoch.Dies k&ouml;nnte sich jedoch &auml;ndern, wenn das Angebot schneller verf&uuml;gbar wird oder die Nachfrage nach Speicherchips aufgrund steigender Preise f&uuml;r Unterhaltungselektronik nachl&auml;sst.<\/p><p><strong>Kontr&auml;re Positionierung<\/strong><\/p><p>Da wir unsere Positionierung in einigen der wachstumsst&auml;rksten Titel zur&uuml;ckhaltend gestaltet haben, sind wir in letzter Zeit hinter der Benchmark zur&uuml;ckgeblieben. Auch wenn dies unangenehm ist, sind wir seit langem davon &uuml;berzeugt, dass es wichtig ist, Marktannahmen zu hinterfragen.<\/p><p>Dieser Ansatz hat uns dazu veranlasst, bereits vor dem KI-Boom in andere, weniger bekannte taiwanesische Technologieunternehmen zu investieren. Ein Beispiel hierf&uuml;r ist <strong>Realtek<\/strong>, ein Entwickler von Konnektivit&auml;tschips. Fr&uuml;her wegen seiner Verbindungen zu den reifen M&auml;rkten f&uuml;r Personalcomputer (PC) und andere Unterhaltungselektronikprodukte wenig beachtet, hat das Unternehmen inzwischen an Attraktivit&auml;t gewonnen, da der Ausbau der KI-Infrastruktur die Nachfrage nach Konnektivit&auml;tskomponenten ankurbelt. Wir haben unsere Position reduziert, da der Aktienkurs gestiegen ist.<\/p><p>Ein weiteres Beispiel ist der Chip-Entwickler <strong>MediaTek<\/strong>. Wir sind seit vielen Jahren Aktion&auml;re des Unternehmens und haben miterlebt, wie es verschiedene Konjunkturzyklen gemeistert hat. Unter der F&uuml;hrung von CEO Rick Tsai (ehemals bei TSMC) hat sich MediaTek geschickt neu positioniert, indem es seine Kostenstruktur angepasst, engere Beziehungen zu Kunden aufgebaut und die Forschung und Entwicklung (F&amp;E) &uuml;ber den Smartphone-Bereich hinaus ausgebaut hat, um sein Gesch&auml;ft zu diversifizieren. Wir hielten an unserer &Uuml;berzeugung auch in den Jahren 2022&ndash;2023 fest, als der Aktienkurs aufgrund r&uuml;ckl&auml;ufiger Ausgaben f&uuml;r Smartphones fiel.<\/p><p>In j&uuml;ngerer Zeit haben wir jedoch unsere Beteiligung reduziert, da die Aktien dank der Fortschritte des Unternehmens bei anwendungsspezifischen integrierten Schaltkreisen (ASICs) oder ma&szlig;geschneiderten KI-Chips neu bewertet wurden. Zwar sorgt das ASIC-Gesch&auml;ft f&uuml;r ein schnelleres Umsatzwachstum, und das Kerngesch&auml;ft von MediaTek mit Smartphones d&uuml;rfte k&uuml;nftig einen Anteil an der Produktisierung gewinnen, doch spiegelt sich die Begeisterung f&uuml;r KI zunehmend in der Bewertung des Unternehmens wider.<\/p><p>Angesichts der starken Fokussierung auf Hardware-Unternehmen in Taiwan und anderswo glauben wir, dass Anleger m&ouml;glicherweise untersch&auml;tzen, wo die Technologie wirklich nachhaltigen Wert schaffen kann. In dieser Hinsicht stellt unsere langj&auml;hrige Position in <strong>Tencent<\/strong> eine eher kontr&auml;re M&ouml;glichkeit dar, von den gro&szlig;z&uuml;gigen KI-Investitionen zu profitieren.<\/p><p>Der Wettbewerbsvorteil von Tencent liegt in seinem starken &Ouml;kosystem, das einen beeindruckenden Wettbewerbsvorteil bietet und tief im Alltag Chinas verankert ist: die Social-Media-Plattformen von WeChat, integrierte Zahlungsdienste, Inhalte und Spiele. Der Markt zeigte sich entt&auml;uscht &uuml;ber die vermeintliche Verz&ouml;gerung bei der Einf&uuml;hrung gro&szlig;er Sprachmodelle (LLMs) durch Tencent, doch die j&uuml;ngsten Gespr&auml;che mit dem Management haben uns von dem besonnenen Ansatz des Unternehmens &uuml;berzeugt. Tencent hat Fachkr&auml;fte eingestellt, um ein hochmodernes LLM zu entwickeln und gleichzeitig KI einzusetzen, um seine bestehenden Produkte zu monetarisieren. Dies hat dazu beigetragen, die Zielgenauigkeit und Effizienz der Werbung zu verbessern und sowohl die Produktion als auch das Engagement im gesamten Gaming-Portfolio zu steigern.<\/p><p>Langfristig sieht Tencent gro&szlig;es Potenzial in der Integration von KI-Agenten in WeChat: Das Unternehmen hat damit begonnen, einen KI-Assistenten zu testen, der mit der Reihe von &bdquo;Mini-Programmen&ldquo; von WeChat interagieren kann. Man sollte nicht vergessen, dass das Unternehmen bereits in der Vergangenheit nach einem R&uuml;ckstand bei neuen Technologien wie E-Payments wieder aufholen konnte, und wir w&uuml;rden darauf setzen, dass das Managementteam dies auch im Bereich der KI wieder schafft.<\/p><p><strong>Was geholfen hat<\/strong><\/p><p>In einer Zeit, in der eine Handvoll KI-bezogener Titel die Indexrenditen dominiert haben, hat es uns zuversichtlich gestimmt, solide Beitr&auml;ge von Positionen in anderen Sektoren zu sehen.&nbsp;<\/p><p>Ein gutes Beispiel ist die <strong>Midea Group<\/strong>, ein chinesischer Hersteller von Haushaltsger&auml;ten. In einem Markt, der sich fast ausschlie&szlig;lich auf Rechenzentren konzentriert, mag die Welt der Klimaanlagen und K&uuml;chenger&auml;te banal erscheinen, doch Midea zeichnet sich durch technisches Know-how, Marketing- und Markenkompetenz sowie ein Managementteam mit einer starken Erfolgsbilanz aus.<\/p><p>Midea baut zudem sein Business-to-Business-Gesch&auml;ft aus. Nachdem das Unternehmen die Entwicklung weltweit f&uuml;hrender Wettbewerber wie Siemens genau untersucht hat, entwickelt es sich zunehmend zu einem hochspezialisierten Anbieter von Automatisierungs- und Energiemanagementsystemen sowie zu einem Hersteller fortschrittlicher Industriekomponenten wie Kompressoren, Motoren und Teilen f&uuml;r Elektrofahrzeuge (EV). Damit ist das Unternehmen auf breitere strukturelle Wachstumsfaktoren wie die Importsubstitution in China ausgerichtet (siehe &bdquo;Investitionen in Chinas industrielle Innovation&ldquo;, weiter unten).<\/p><p>Das Ergebnis ist ein &auml;u&szlig;erst cash-generatives Gesch&auml;ft: Midea erzielt eine Eigenkapitalrendite (ROE) von 20 % und wandelt durchweg &uuml;ber 100 % des Gewinns in freien Cashflow um, wobei das Unternehmen mit negativem Betriebskapital und minimalem Bedarf an Anlageverm&ouml;gen arbeitet.Das Management von Midea achtet auf den Shareholder Value und sch&uuml;ttete allein im Jahr 2025 44 Mrd. RMB (6 Mrd. US-Dollar) in Form von Dividenden und Aktienr&uuml;ckk&auml;ufen an die Aktion&auml;re aus.<sup>4<\/sup><\/p><p>Ein weiterer solider &bdquo;Compounder&ldquo; im Portfolio ist die <strong>OCBC<\/strong> aus Singapur. Die Bank hat in den letzten Jahren von h&ouml;heren, normalisierten Zinss&auml;tzen profitiert, die ihre Nettozinsmargen und ihre Eigenkapitalrendite strukturell gest&auml;rkt haben. Gleichzeitig profitiert die OCBC von ihren zwei Jahrzehnte langen Investitionen in den Aufbau eines Verm&ouml;gensverwaltungsgesch&auml;fts, das die Geb&uuml;hreneinnahmen ankurbelt. Wie Midea nutzt auch die Bank ihre starke Cash-Generierung, um Anleger direkt zu belohnen: Sie hat einen Kapitalr&uuml;ckflussplan in H&ouml;he von 2,5 Mrd. S$ (1,9 Mrd. US$) aufgelegt, der Sonderdividenden und Aktienr&uuml;ckk&auml;ufe &uuml;ber einen Zeitraum von zwei Jahren kombiniert.<\/p><p>Midea und OCBC sind genau die Art von gut gef&uuml;hrten, widerstandsf&auml;higen und aktion&auml;rsorientierten Unternehmen, die wir in unseren Portfolios halten m&ouml;chten. Sie verzeichnen vielleicht kein explosives Wachstum, aber sie vermehren das Verm&ouml;gen stetig und sorgen f&uuml;r Diversifizierung und Ausgewogenheit in einer Zeit, in der zyklische Trends zu Marktverzerrungen beitragen.<\/p><p><strong>Was die Performance belastet hat<\/strong><\/p><p>Ein Blick auf die Faktoren, die die Wertentwicklung in den letzten 12 Monaten beeintr&auml;chtigt haben, macht deutlich, dass es jenseits der Welt der Algorithmen und Rechenzentren bedeutende Entwicklungen gegeben hat. Vor allem der Krieg im Iran hat den Transport von &Ouml;l und Fl&uuml;ssigerdgas (LNG) durch die Stra&szlig;e von Hormus unterbrochen, eine wichtige Transportroute f&uuml;r globale Energiefl&uuml;sse.<\/p><p>Netto-Energieimporteure in S&uuml;d- und S&uuml;dostasien wurden besonders hart getroffen. Als drittgr&ouml;&szlig;ter Roh&ouml;labnehmer der Welt sah sich Indien mit steigender Inflation, Kapitalflucht ins Ausland und W&auml;hrungsdruck konfrontiert. Unsere Best&auml;nde an der <strong>ICICI Bank<\/strong>, der <strong>HDFC Bank<\/strong> und der <strong>Kotak Mahindra Bank<\/strong> wurden herabgestuft, da der Markt &uuml;ber m&ouml;gliche Folgewirkungen auf den Finanzsektor besorgt ist.<\/p><p>Die j&uuml;ngsten Gesch&auml;ftszahlen dieser Banken zeigten kaum Anzeichen f&uuml;r Probleme: Notleidende Kredite (NPL) sind weiterhin gut unter Kontrolle und gingen im ersten Quartal 2026 weiter zur&uuml;ck. Wir beobachten die Lage auf Anzeichen einer Verschlechterung der Verm&ouml;gensqualit&auml;t oder einer Abschw&auml;chung der Kreditnachfrage, gehen jedoch davon aus, dass alle drei Banken widerstandsf&auml;hig bleiben d&uuml;rften.Dank ihres konservativen Managementansatzes und ihrer gut gef&uuml;hrten Kreditportfolios sind sie aus einer Position der St&auml;rke in die Krise gestartet und k&ouml;nnten Marktanteile gewinnen, wenn schw&auml;chere Konkurrenten unter Druck geraten.<\/p><p>Die HDFC Bank stand vor einer zus&auml;tzlichen, spezifischen Herausforderung. Ihre Aktien gaben im M&auml;rz deutlich nach, nachdem der Vorstandsvorsitzende Atanu Chakraborty &uuml;berraschend zur&uuml;ckgetreten war und dabei Praktiken anf&uuml;hrte, die &bdquo;nicht mit [seinen] pers&ouml;nlichen Werten und ethischen Grunds&auml;tzen im Einklang stehen&ldquo;.<\/p><p>Unsere anschlie&szlig;enden Untersuchungen der Umst&auml;nde haben uns beruhigt. Der Vorfall scheint eher auf Reibereien auf Vorstandsebene hinsichtlich der Grenzen einer nicht-exekutiven Rolle sowie auf andere strategische Meinungsverschiedenheiten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren zu sein als auf tiefgreifendere operative Probleme oder ein Versagen der zentralen Unternehmensf&uuml;hrung. Eine gewisse Unsicherheit bleibt zwar unvermeidlich bestehen, doch wir begr&uuml;&szlig;en die Ernennung von Keki Mistry zum Interimsvorsitzenden, der auf eine langj&auml;hrige F&uuml;hrungserfahrung im indischen Finanzdienstleistungssektor zur&uuml;ckblicken kann.<\/p><p>Insgesamt sind wir weiterhin von der Qualit&auml;t des Gesch&auml;ftsmodells von HDFC &uuml;berzeugt. Die F&auml;higkeit des Unternehmens, Einlagen zu akquirieren, und seine Kreditvergabekultur heben sich weiterhin von denen regionaler Wettbewerber ab, und die Kennzahlen zur Verm&ouml;gensqualit&auml;t geh&ouml;ren nach wie vor zu den st&auml;rksten der Branche. Die Bewertungen sind auf ein Niveau zur&uuml;ckgegangen, das auf Basis des Kurs-Buchwert-Verh&auml;ltnisses selbst im Vergleich zu den Tiefstst&auml;nden w&auml;hrend der globalen Finanzkrise und der Covid-19-Pandemie g&uuml;nstig ausf&auml;llt.<\/p><p>Angesichts des Potenzials der Bank, den Buchwert mit Raten im mittleren Zehnerbereich oder dar&uuml;ber zu steigern, sowie des weiteren Spielraums f&uuml;r eine Verbesserung der Eigenkapitalrendite (ROE) und der Gesamtkapitalrendite (ROA), sehen wir hier eine attraktive Gelegenheit und haben unsere Position aufgestockt.<\/p><p><strong>In Chinas industrielle Innovation investieren<\/strong><\/p><p>Die lohnendsten Chancen finden sich selten dort, wo sich die Aufmerksamkeit konzentriert. W&auml;hrend sich die M&auml;rkte auf KI-Hardware konzentriert haben, vollzieht sich in Chinas hochentwickelten Industrie- und Fertigungssektoren derzeit ein Wandel von vergleichbarem Ausma&szlig;.<\/p><p>Im Jahr 2000 betrug Chinas Anteil an den weltweiten F&amp;E-Ausgaben gerade einmal 4 %; inzwischen ist er auf &uuml;ber 27 % gestiegen (siehe Abbildung 1). Dies spiegelt sowohl das anhaltende nationale Engagement f&uuml;r den Aufstieg in der industriellen Wertsch&ouml;pfungskette wider als auch Bottom-up-Innovationen bei einer Reihe unternehmerischer und &ndash; zunehmend &ndash; global relevanter chinesischer Unternehmen. Dazu geh&ouml;ren unsere Beteiligungen <strong>Shenzhen Inovance<\/strong>, ein Automatisierungsspezialist; <strong>Contemporary Amperex Technology (CATL)<\/strong>, der weltweit f&uuml;hrende Hersteller von EV-Batterien; sowie <strong>XCMG<\/strong>, Chinas f&uuml;hrender Hersteller von Baumaschinen.<\/p><p>Zwar haben sie in unterschiedlichem Ma&szlig;e von regulatorischen Rahmenbedingungen und staatlicher Unterst&uuml;tzung profitiert, doch haben sich diese Unternehmen durch ihre eigenen nachhaltigen Investitionen in technische Kompetenzen und eine fast schon obsessive Aufmerksamkeit f&uuml;r die praktischen Bed&uuml;rfnisse ihrer Kunden ausgezeichnet. Aus unserer Sicht ebenso wichtig ist, dass sie &uuml;ber F&uuml;hrungsteams verf&uuml;gen, deren Interessen gut mit unseren eigenen &uuml;bereinstimmen.<\/p><p>Bei Inovance spiegelt sich die Fokussierung auf die Menschen im chinesischen Namen des Unternehmens, &bdquo;Huichuan&ldquo;, wider, was grob &uuml;bersetzt &bdquo;zusammenflie&szlig;ende Fl&uuml;sse&ldquo; bedeutet. Die Gr&uuml;nder, ein Team, das zuvor beim Technologieriesen Huawei t&auml;tig war, w&auml;hlten diesen Namen, um ihren Wunsch zum Ausdruck zu bringen, Chinas beste junge Ingenieurtalente zusammenzubringen. Bis heute ist jede Produktionslinie von Inovance nach einem anderen Wasserlauf benannt, was das anhaltende Bekenntnis zu diesem Ziel signalisiert.<\/p><p><strong><em><u>Abbildung 1: L&auml;nder mit den gr&ouml;&szlig;ten Zuw&auml;chsen und R&uuml;ckg&auml;ngen beim weltweiten F&amp;E-Anteil, 2000&ndash;2024<\/u><\/em><\/strong><\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/cbcccd0f062707e824521290382438e6.png?s=e848e2ab4ada92197e161284c8711f7f\" style=\"width: 741px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p><sub>Quelle: Weltorganisation f&uuml;r geistiges Eigentum, Eurostat, OECD, RICYT und UNESCO UIS, Dezember 2025.<br><\/sub><\/p><p>Inovance startete 2003 als kleiner Hersteller von elektrischen Wechselrichtern und gewann Marktanteile bei Aufzugswechselrichtern, bevor das Unternehmen in andere Bereiche expandierte (diese Strategie erwies sich nach dem Zusammenbruch des chinesischen Immobiliensektors im Jahr 2021 als klug, der die Nachfrage nach Aufzugskomponenten stark beeintr&auml;chtigte). Dank konsequenter Investitionen in Forschung und Entwicklung hat sich Inovance seitdem zur dominierenden Kraft auf dem chinesischen Markt f&uuml;r Industrieautomation entwickelt, wo das Unternehmen zunehmend globale Schwergewichte wie Siemens, ABB und Schneider Electric &uuml;berholt. So h&auml;lt das Unternehmen beispielsweise mittlerweile einen Marktanteil von 28 % im Inland bei Servosystemen (hochpr&auml;zise Bewegungssteuerungsl&ouml;sungen) &ndash; fast dreimal so viel wie sein n&auml;chster globaler Konkurrent.<\/p><p>Der Weg dorthin verlief nicht immer reibungslos. Das Management r&auml;umt ein, dass es zu Beginn zu einer &uuml;berm&auml;&szlig;igen Expansion gekommen ist &ndash; etwa im Jahr 2012, als man eine Nachfrageverschiebung aus Japan erwartete, die nie eintrat &ndash;, doch das Team hat seitdem mehr Disziplin bei der Kapitalallokation an den Tag gelegt. Insgesamt ist es Inovance gelungen, angrenzende M&auml;rkte zu erschlie&szlig;en und Technologien in neuen Segmenten zu beherrschen, in denen das Unternehmen sowohl in puncto Qualit&auml;t als auch Kosten wettbewerbsf&auml;hig ist.<\/p><p>In den vergangenen f&uuml;nf Jahren wuchs der Umsatz von Inovance mit einer durchschnittlichen j&auml;hrlichen Wachstumsrate von &uuml;ber 31 %, w&auml;hrend die Eigenkapitalrendite (ROE) im gleichen Zeitraum durchschnittlich 21 % betrug.<sup>5<\/sup> Mit einem Kurs-Gewinn-Verh&auml;ltnis von fast 25 ist das Unternehmen nicht gerade g&uuml;nstig bewertet, doch wir halten diesen Aufschlag f&uuml;r gerechtfertigt angesichts der hervorragenden Umsetzung, der soliden Netto-Cash-Bilanz und des langfristigen Wachstumspotenzials in der Robotik sowie in anderen Bereichen wie dem digitalen Energiemanagement.<\/p><p><strong>CATL und XCMG: Gewinnung globaler Marktanteile<\/strong><\/p><p>Wie bei Inovance beginnt auch das Investitionsargument f&uuml;r CATL mit der Qualit&auml;t des Managements. Das Unternehmen wird von CEO Robin Zeng geleitet, der zuvor Amperex Technology gegr&uuml;ndet hatte, einen Zulieferer von Batterien f&uuml;r Unterhaltungselektronik. CATL ging 2012 aus der EV-Sparte von Amperex hervor.<\/p><p>Bei einem Treffen im vergangenen Jahr fragten wir Zeng nach seiner Philosophie, die er in einer Reihe von Kernprinzipien zusammenfasste: gesunder Menschenverstand, Weitblick, Einsicht, Mut und Wertsch&auml;tzung der Wettbewerber. Diese Denkweise ist im gesamten Unternehmen sp&uuml;rbar und tr&auml;gt dazu bei, dass sich CATL in den letzten zehn Jahren zum weltweit f&uuml;hrenden Anbieter von Elektrofahrzeugbatterien entwickelt hat &ndash; mit einem Marktanteil von &uuml;ber 40 % im Inland und einer wachsenden Pr&auml;senz in Europa. CATL verzeichnet zudem ein wachsendes Gesch&auml;ft im Bereich der Energiespeicherl&ouml;sungen (ESS).<\/p><p>Ein zentraler Bestandteil dieser Entwicklung ist der technologische Vorsprung von CATL, den das Unternehmen durch ein betr&auml;chtliches j&auml;hrliches F&amp;E-Budget von rund 20 Mrd. RMB (2,9 Mrd. US-Dollar) und eine Belegschaft von mehr als 20.000 Ingenieuren aufrechterh&auml;lt. Ein k&uuml;rzlich erfolgter Besuch im Werk in Ningde gab uns einen Einblick in die Fertigungskapazit&auml;ten des Unternehmens, die auf ma&szlig;geschneiderten und hochautomatisierten Anlagen basieren. Diese hauseigenen Kapazit&auml;ten, kombiniert mit der Gr&ouml;&szlig;e von CATL und der Kontrolle &uuml;ber die Lieferkette, f&uuml;hren zu einem klaren Kostenvorteil gegen&uuml;ber Wettbewerbern und durchweg &uuml;berdurchschnittlichen Margen.<\/p><p>Zwar verf&uuml;gt CATL derzeit &uuml;ber einen erheblichen technischen Vorsprung, doch die zyklische Natur der Batterieindustrie kann sich als Herausforderung erweisen. Die Branche war in der Vergangenheit immer wieder von Preisschwankungen bei Rohstoffen betroffen. CATL hat sich jedoch bei fr&uuml;heren Branchenabschw&uuml;ngen gut behauptet. Als beispielsweise die Lithiumpreise in den Jahren 2023&ndash;2024 einbrachen &ndash; was zu einem starken R&uuml;ckgang der Batteriepreise und zu Margenverengungen bei vielen Wettbewerbern f&uuml;hrte &ndash;, blieb der St&uuml;ckgewinn von CATL stabil, was die Kostenkontrolle und den Premium-Produktmix des Unternehmens widerspiegelte.<\/p><p>Diese Erfolgsbilanz best&auml;rkt uns in unserer &Uuml;berzeugung von der langfristigen Widerstandsf&auml;higkeit von CATL, ebenso wie der anhaltende Erfolg des Unternehmens beim Ausbau seines Marktanteils auf internationaler Ebene. Der Auslandsumsatz stieg 2025 um 17,5 % auf &uuml;ber 129 Mrd. RMB (18 Mrd. US-Dollar) und macht nun mehr als 30 % des Gesamtumsatzes aus.<sup>6&nbsp;<\/sup>Geopolitische Bedenken hinsichtlich der Einbindung Chinas in Lieferketten k&ouml;nnten die Chancen des Unternehmens in den USA und einigen anderen M&auml;rkten einschr&auml;nken, doch in anderen Regionen d&uuml;rften diese Bedenken durch die Kostenvorteile, die CATL bietet, aufgewogen werden. Das Unternehmen baut seine Produktionspr&auml;senz im Ausland aus: Neue Batterieproduktionsst&auml;tten in Ungarn und Spanien sollen CATL n&auml;her an seine Kunden in Europa bringen.<\/p><p>Wie CATL und Inovance gewinnt auch XCMG dank seiner technischen Kompetenz und seiner Kostenwettbewerbsf&auml;higkeit im Bereich Baumaschinen zunehmend Marktanteile auf der globalen B&uuml;hne. Das Unternehmen hat sich zu einem Vorreiter bei der Elektrifizierung von Baumaschinen entwickelt und profitiert vom direkten Zugang zu Chinas gut ausgebauter Lieferkette f&uuml;r Batterien und andere Komponenten.<\/p><p>In den letzten Jahren hat es den Einstieg in den Bereich hochwertiger Bergbaumaschinen vollzogen und damit einen lukrativen Markt erschlossen, der einst von Caterpillar und Komatsu dominiert wurde. Seine Fortschritte werden durch j&uuml;ngste Vereinbarungen unterstrichen, darunter eine bedeutende strategische Partnerschaft mit einem weiteren Unternehmen aus unserem Portfolio, dem australischen Bergbaukonzern <strong>BHP<\/strong>, zur Entwicklung von L&ouml;sungen der n&auml;chsten Generation f&uuml;r dessen weltweite Aktivit&auml;ten &ndash; ein Beleg f&uuml;r seine technische Kompetenz.<\/p><p>XCMG ist ein staatliches Unternehmen (SOE). Wir stehen staatlichen Unternehmen in der Regel skeptisch gegen&uuml;ber, da ihre Struktur dazu f&uuml;hren kann, dass die Kapitalallokation eher von politischen Priorit&auml;ten als von der Rendite f&uuml;r die Aktion&auml;re bestimmt wird. XCMG hat jedoch in den letzten Jahren umfassende Reformen der Unternehmensf&uuml;hrung durchlaufen, die die Umsetzung, die operative Effizienz und die Risikokontrolle verbessert haben. Das Unternehmen hat zudem einen Mitarbeiterbeteiligungsplan (ESOP) eingef&uuml;hrt, um sicherzustellen, dass die Anreize f&uuml;r das Management mit den Interessen der Minderheitsaktion&auml;re im Einklang stehen.<\/p><p>Gleichzeitig hat sich die Ertragsqualit&auml;t verbessert; w&auml;hrend sich die ausgewiesenen Gewinne zuvor nicht in Barmittel umwandeln lie&szlig;en, liegt das Verh&auml;ltnis von freiem Cashflow (FCF) zum Jahres&uuml;berschuss nun bei 152 %. Zudem hat sich das Unternehmen zur Kapitalr&uuml;ckf&uuml;hrung an die Aktion&auml;re verpflichtet und plant f&uuml;r 2026 Aktienr&uuml;ckk&auml;ufe im Umfang von 300&ndash;600 Mio. RMB (40&ndash;80 Mio. US-Dollar).<sup>7<\/sup><\/p><p>Wie bei allen drei Unternehmen stellt die geopolitische Lage das Hauptrisiko dar: Handelsz&ouml;lle und protektionistische Politik k&ouml;nnten XCMG daran hindern, seine Expansion in Europa und Lateinamerika fortzusetzen. Andererseits k&ouml;nnten dieselben St&ouml;rungen auch die langfristigen Investitionsargumente st&auml;rken. H&ouml;here Energiepreise machen batteriebetriebene Fahrzeuge gegen&uuml;ber Dieselalternativen kosteng&uuml;nstiger und k&ouml;nnten die Nachfrage nach energieeffizienter Industrieautomation beschleunigen.<\/p><p><strong>Fazit und Ausblick<\/strong><\/p><p>Mit Blick auf die Zukunft sind wir der Ansicht, dass diese chinesischen Unternehmen repr&auml;sentativ f&uuml;r ein breiteres Spektrum an Chancen unter den Qualit&auml;tsunternehmen in Asien sind, da der Kursanstieg bei KI-bezogenen Aktien dazu f&uuml;hrt, dass starke Unternehmen in anderen Bereichen aus Bewertungssicht zunehmend attraktiv werden.&nbsp;<\/p><p>Dies spiegelt sich in den Daten auf Portfolioebene wider. Die Gewinnerwartungen f&uuml;r die Positionen in unserer Asien-Strategie sind weitgehend mit denen des Index vergleichbar, und die Bilanzen festigen sich weiter. Die Rentabilit&auml;t bleibt robust, wobei die Eigenkapitalrendite (ROE) dem Referenzindex entspricht und die Finanzbeteiligungen eine h&ouml;here Gesamtkapitalrendite (ROA) erzielen. Dennoch ist das erwartete Kurs-Gewinn-Verh&auml;ltnis (KGV) des Portfolios im Einklang mit dem Index gesunken, w&auml;hrend es bei einem deutlich niedrigeren Kurs-Freier-Cashflow-Verh&auml;ltnis gehandelt wird.<sup>8<\/sup><\/p><p>Dies ist ungew&ouml;hnlich &ndash; Qualit&auml;tsstrategien werden in der Regel mit einem erheblichen Bewertungsaufschlag gegen&uuml;ber der Benchmark gehandelt &ndash; und untermauert unsere &Uuml;berzeugung, dass das Portfolio im Verh&auml;ltnis zur Qualit&auml;t der von uns gehaltenen Unternehmen weiterhin attraktiv bewertet ist.<\/p><p>Wir danken Ihnen wie immer f&uuml;r Ihre anhaltende Unterst&uuml;tzung und Ihr Feedback.<\/p><p>[topArticles id=\"60258\" blank=\"0\"]<\/p><p><strong><sub>Fu&szlig;noten<\/sub><\/strong><\/p><p><sub><sup>1<\/sup> &bdquo;CSOP&rsquo;s SK Hynix leveraged product overtakes Tracker Fund as Hong Kong&rsquo;s largest ETF&ldquo;, The Standard, 23. Juni 2026.<\/sub><\/p><p><sub><sup>2<\/sup> FactSet, Stand: 30. Juni 2026.<\/sub><\/p><p><sub><sup>3<\/sup> FactSet, Stand: 30. Juni 2026.<\/sub><\/p><p><sub><sup>4<\/sup> Midea, Stand: April 2026.<\/sub><\/p><p><sub><sup>5<\/sup> FactSet, Stand: 30. Juni 2026.<\/sub><\/p><p><sub><sup>6<\/sup> CATL, Stand: M&auml;rz 2026.<\/sub><\/p><p><sub><sup>7<\/sup> XCMG, Stand: April 2026.<\/sub><\/p><p><sub><sup>8<\/sup> FactSet, Stand: 30. Juni 2026.<\/sub><\/p><p><sub>Verweise auf bestimmte Wertpapiere (sofern vorhanden) dienen lediglich der Veranschaulichung und sind nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dieser Wertpapiere zu verstehen.<\/sub><\/p><p><sub>Alle hier genannten Wertpapiere k&ouml;nnen zu einem bestimmten Zeitpunkt Teil der Best&auml;nde der Portfolios der First Sentier Group sein oder auch nicht, und die Best&auml;nde k&ouml;nnen sich im Laufe der Zeit &auml;ndern.<\/sub><\/p>","date_created":"2026-08-04T09:29:34+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:09:28+02:00"},{"id":60256,"title":"Adipositas wird zum Massenmarkt: Neue Wirkstoffe und sinkende Preise ver\u00e4ndern die Therapie","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/208-dje-kapital-ag\/artikel\/60256-adipositas-wird-zum-massenmarkt-neue-wirkstoffe-und-sinkende-preise-veraendern-die-therapie","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/95wkSI36tPh9IHTCRL5ESxX8K5Tzbvoi.png?s=30585d1b9acac89d52d016519eea627e","content_html":"<p>Der Markt f&uuml;r Medikamente zur Gewichtsreduktion, auch &bdquo;Abnehmspritzen&ldquo; genannt, hat sich innerhalb kurzer Zeit grundlegend gewandelt. Aus dem anf&auml;nglichen Hype ist ein gefestigtes Duopol entstanden. Auf der einen Seite steht der europ&auml;ische Anbieter der Semaglutid-basierten Pr&auml;parate Wegovy und Ozempic, auf der anderen Eli Lilly mit dem wirksameren Wirkstoff Tirzepatid, der unter den Namen Mounjaro und Zepbound vermarktet wird. Eli Lilly hat seinem Wettbewerber kontinuierlich Marktanteile abgenommen und sich als f&uuml;hrender Anbieter etabliert. Zugleich machten die hohen Bewertungen beide Titel anf&auml;llig f&uuml;r R&uuml;ckschl&auml;ge. Parallel dazu setzte ein Preisverfall ein: Der Listenpreis sank von 1.350 US-Dollar auf einen Selbstzahlerpreis von 450 US-Dollar. Zudem ist der Patentschutz f&uuml;r Semaglutid in Kanada und Brasilien ausgelaufen. Offen blieben Fragen zu neuen Konkurrenten, zur langfristigen Kosten&uuml;bernahme durch Versicherer und zur weiteren Ausweitung des Marktes. Vor diesem Hintergrund haben die Entwicklungen der vergangenen Monate das Bild an einigen Stellen best&auml;tigt, an anderen jedoch deutlich ver&auml;ndert.<\/p><p><strong>Tabletten erweitern den Markt<\/strong><\/p><p>Die wichtigste Neuerung ist die Einf&uuml;hrung oraler Medikamente. Der Anbieter von Wegovy hat mit der Wegovy Pill eine Tablettenversion auf den Markt gebracht, Eli Lilly folgte mit Foundayo. Zun&auml;chst liegt der Vorteil bei der Wegovy Pill: Sie baut auf einer etablierten Marke auf und war als erstes Pr&auml;parat erh&auml;ltlich. Auch beim Wirkprofil schneidet sie besser ab. So betrug der Gewichtsverlust nach 64 Wochen rund 13,5 Prozent, nach 72 Wochen mit Foundayo hingegen nur 11,5 Prozent. Unterschiede gibt es jedoch bei der Einnahme. Nach der Einnahme der Wegovy Pill d&uuml;rfen Patienten 30 Minuten lang weder essen noch trinken, wobei Wasser ausgenommen ist. Foundayo kann dagegen unabh&auml;ngig von Tageszeit und Mahlzeiten eingenommen werden. Das erleichtert die Anwendung im Alltag und d&uuml;rfte die Therapietreue f&ouml;rdern.<\/p><p>Beide Tabletten sind stark nachgefragt, ohne die Nachfrage nach den Injektionen bislang zu verdr&auml;ngen. Der Markt w&auml;chst somit insgesamt, statt sich lediglich zugunsten der oralen Pr&auml;parate zu verschieben. Das zeigt, wie gro&szlig; die Nachfrage nach diesen Medikamenten inzwischen ist.<\/p><p><strong>Sinkende Preise und staatliche Erstattung erweitern den Zugang<\/strong><\/p><p>Parallel dazu hat der Preisdruck weiter zugenommen. In den USA kosten die Injektionen inzwischen 299 US-Dollar und die orale Starterdosis 149 US-Dollar. Ma&szlig;geblich daf&uuml;r ist die im November 2025 geschlossene Vereinbarung mit der Trump-Regierung. Der ausgelaufene Patentschutz f&uuml;r Semaglutid in Kanada und Brasilien zeigt, wie sich die Preise nach dem Ende des Patentschutzes auch in den USA und anderen M&auml;rkten entwickeln k&ouml;nnten. Dr. Reddy&rsquo;s Laboratories rechnet f&uuml;r Kanada bis Ende 2027 mit einem Preis von rund 25 US-Dollar.<br><br>Bei einem solchen Preisniveau k&ouml;nnten Patienten durch einen geringeren Lebensmittelkonsum oder weniger Restaurantbesuche mehr sparen, als sie f&uuml;r das Pr&auml;parat ausgeben. Damit ist auch denkbar, dass Menschen mit geringerem Einkommen die Medikamente nutzen, um ihre Ausgaben f&uuml;r Lebensmittel zu senken &ndash; ein Szenario, das vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar war.<\/p><p>Zus&auml;tzlich erweitert die staatliche Kosten&uuml;bernahme den Zugang in den USA. Im Zuge der Vereinbarung von Eli Lilly und dem Anbieter der Semaglutid-Pr&auml;parate mit der US-Regierung hat die zust&auml;ndige US-Gesundheitsbeh&ouml;rde CMS die Aufnahme der GLP-1-Pr&auml;parate in Medicare und Medicaid beschlossen. &Uuml;ber eine ab dem 1. Juli 2026 geltende &bdquo;Medicare-Br&uuml;cke&ldquo; erhalten berechtigte Versicherte mit Adipositas und mindestens einer Begleiterkrankung die Medikamente f&uuml;r eine monatliche Zuzahlung von 50 US-Dollar. Der Staat &uuml;bernimmt rund 245 US-Dollar je Injektion. Abgedeckt sind Wegovy als Injektion und Tablette sowie Zepbound und Foundayo. Die Bundesstaaten k&ouml;nnen ihre Medicaid-Programme ab Mitte 2026 anschlie&szlig;en. Damit erhalten Millionen Patienten Zugang zu den Medikamenten, nachdem sie die Kosten bislang selbst tragen mussten. Das steigende Volumen k&ouml;nnte den Preisr&uuml;ckgang zumindest teilweise ausgleichen.<\/p><p><strong>Weitere Einsatzfelder und strengere Regeln f&uuml;r Spezialapotheken<\/strong><\/p><p>Eine weitere Entwicklung betrifft die m&ouml;gliche Anwendung der Pr&auml;parate &uuml;ber die reine Gewichtsabnahme hinaus. So k&ouml;nnten GLP-1-Agonisten das Belohnungssystem des Gehirns d&auml;mpfen und dadurch Suchtverhalten, etwa bei Gl&uuml;cksspiel, Zigaretten oder Alkohol, abschw&auml;chen. Bei Suchterkrankungen werden die Wirkstoffe bislang nur selten au&szlig;erhalb ihrer zugelassenen Anwendungsgebiete eingesetzt. Auch dies zeigt die vielseitigen Einsatzm&ouml;glichkeiten der Pr&auml;parate.<\/p><p>Zugleich ist die Grauzone der sogenannten Compounding Pharmacies deutlich kleiner geworden. Diese spezialisierten Apotheken traten auf den Plan, als die US-Arzneimittelbeh&ouml;rde FDA die Medikamente auf ihre Liste knapper Arzneimittel setzte. Hims &amp; Hers, einer der f&uuml;hrenden Anbieter in diesem Segment, vertrieb die Wegovy Pill kurz nach deren Markteinf&uuml;hrung als eigene, nachgeahmte Version. Daraufhin schritt die FDA ein und versch&auml;rfte die Regeln deutlich. Andernfalls w&auml;re das patentbasierte Gesch&auml;ftsmodell der Pharmabranche gef&auml;hrdet gewesen.<br>Compounding Pharmacies d&uuml;rfen ihre Produkte nun nur noch in Ausnahmef&auml;llen anbieten, wenn eine nachweisbare und &auml;rztlich best&auml;tigte Unvertr&auml;glichkeit vorliegt. Inzwischen vertreibt Hims &amp; Hers die Markenprodukte von Eli Lilly und des Anbieters der Semaglutid-Pr&auml;parate. Damit hat sich das Unternehmen vom Wettbewerber zum Vertriebspartner gewandelt.<\/p><p><strong>Neue Wirkstoffe erweitern die Behandlungsm&ouml;glichkeiten<\/strong><\/p><p>Auch bei den Wirkstoffen selbst gibt es Fortschritte. In der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie TRIUMPH-1 vom Mai 2026 f&uuml;hrte die Einnahme von Retatrutid nach 80 Wochen zu einem Gewichtsverlust von rund 28 Prozent und nach 104 Wochen zu einem Gewichtsverlust von mehr als 30 Prozent. Diese Werte kommen den Ergebnissen bariatrischer Eingriffe nahe. In der Studie wurde zudem eine niedrige Dosis von vier Milligramm verwendet, die ein sehr gutes Nebenwirkungsprofil aufwies. Damit k&ouml;nnte der bislang eher f&uuml;r Menschen mit extremer Adipositas vorgesehene Wirkstoff f&uuml;r einen breiteren Patientenkreis infrage kommen. Der Zusatz von Glukagon scheint gezielt viszerales Bauch- und Leberfett zu reduzieren und somit &uuml;ber den reinen Gewichtsverlust hinaus zu wirken. Die Einreichung bei der US-Arzneimittelbeh&ouml;rde FDA wird zum Jahreswechsel 2026\/2027 erwartet.<\/p><p>Die Entwicklungspipeline reicht jedoch weiter. Als n&auml;chste Wirkstoffklasse r&uuml;cken die sogenannten Amyline in den Fokus. Diese k&ouml;rpereigenen Hormone steuern das S&auml;ttigungsgef&uuml;hl. Bei einem Treffen in Miami zeigte sich Eli Lilly von seinem Amylin-Wirkstoff Eloralintide &uuml;berzeugt und best&auml;tigte zugleich die gr&ouml;&szlig;te Phase-3-Studie der Unternehmensgeschichte. Amyline zeichnen sich durch ein gutes Vertr&auml;glichkeitsprofil und ihre Kombinierbarkeit aus. Damit kommen sie auch f&uuml;r Patienten infrage, die GLP-1-Wirkstoffe nicht gut vertragen.<\/p><p>Neben Eli Lilly arbeiten auch der Anbieter der Semaglutid-Pr&auml;parate sowie Roche &uuml;ber Zealand an Amylin-Wirkstoffen. Bislang erscheint Eloralintide als der vielversprechendste Kandidat und st&auml;rkt damit die Position von Eli Lilly. Das Unternehmen k&ouml;nnte perspektivisch die gesamte Bandbreite abdecken &ndash; von der kosmetischen Gewichtsreduktion &uuml;ber die klassische Adipositas-Behandlung bis hin zur Therapie extremer F&auml;lle.<\/p><p><strong>Schneller Gewichtsverlust bleibt ein wichtiges Verkaufsargument<\/strong><\/p><p>Ein Dauerthema ist die sogenannte &bdquo;Quality of Weight Loss&ldquo;, also der Erhalt der Muskelmasse w&auml;hrend der Gewichtsabnahme. Im Lifestyle-Segment steht f&uuml;r viele Patienten jedoch weniger ein langfristiger Verlust von zehn Prozent K&ouml;rperfett im Vordergrund als eine sp&uuml;rbare Gewichtsabnahme innerhalb kurzer Zeit, beispielsweise vor einer Hochzeit, einem Urlaub oder Weihnachten. F&uuml;r die Hersteller bleiben daher hohe absolute Gewichtsverluste in kurzer Zeit ein wichtiges Verkaufsargument. Die medizinische Fachwelt richtet ihren Blick dagegen zunehmend auf die Zusammensetzung des K&ouml;rpers aus Fett, Muskeln und Knochen.<\/p><p><strong>Pharmabranche im Umbruch?<\/strong><\/p><p>Das &bdquo;Most Favored Nation&ldquo;-Dekret (MFN) f&auml;llt bislang milder aus als bef&uuml;rchtet. Inzwischen haben alle 17 angeschriebenen Pharmakonzerne Vereinbarungen mit der Trump-Regierung geschlossen, zuletzt Regeneron im April 2026. Im Gegenzug erhalten die Unternehmen eine dreij&auml;hrige Zollpause. Die Vereinbarungen betreffen vor allem Medicaid und den Selbstzahlermarkt, w&auml;hrend die tats&auml;chlichen Nettopreise im kommerziellen Gesch&auml;ft weitgehend unver&auml;ndert bleiben. Zudem erhielten viele Unternehmen einen sogenannten &bdquo;Fast Pass&ldquo; der US-Arzneimittelbeh&ouml;rde FDA. Der neue &bdquo;Commissioner&rsquo;s National Priority Voucher&ldquo; beschleunigt die Zulassungsverfahren. Davon profitierte auch Foundayo.<\/p><p>Der Preisdruck verlagert sich damit zunehmend nach Europa. Die Vereinbarung zwischen den USA und dem Vereinigten K&ouml;nigreich hat die britischen Nettopreise bereits um rund 25 Prozent erh&ouml;ht. Einzelne Hersteller erw&auml;gen, ihre Produkte in Europa sp&auml;ter oder gar nicht einzuf&uuml;hren, um ihr Preisniveau in den USA zu sch&uuml;tzen. F&uuml;r die europ&auml;ischen Gesundheitsbudgets k&ouml;nnte dies zu einer wachsenden Belastung werden.<\/p><p><strong>Fazit: Ein intakter Megatrend rechtfertigt nicht jede Bewertung<\/strong><\/p><p>Ein intakter Megatrend und eine attraktive Aktie sind zweierlei. Eli Lilly hat sich als klarer Qualit&auml;tsf&uuml;hrer positioniert. Das Unternehmen verf&uuml;gt &uuml;ber die breiteste Entwicklungspipeline, den st&auml;rksten Wirkstoff und laut Experten die &uuml;berzeugendste Perspektive bei Amylinen. Auf dem aktuellen Bewertungsniveau d&uuml;rfte diese Qualit&auml;t jedoch bereits weitgehend eingepreist sein.<\/p><p><br>Der Anbieter der Semaglutid-Pr&auml;parate hat den Markt fr&uuml;h gepr&auml;gt, steht jedoch vor einer strukturellen Belastung. Die auslaufenden Patente f&uuml;r Semaglutid sind keine abstrakte Zukunftsgefahr mehr. Kanada und Brasilien zeigen bereits, wie stark die Preise nach dem Ende des Patentschutzes fallen k&ouml;nnen. Dieses Risiko spiegelt sich in der aktuellen Bewertung des Unternehmens m&ouml;glicherweise noch nicht vollst&auml;ndig wider.<\/p><p><em><strong>Von<\/strong><strong>&nbsp;<\/strong><strong>Michael Hannig, Analyst f&uuml;r den Gesundheitssektor bei der DJE Kapital AG<\/strong><\/em><\/p><p>[topArticles id=\"60256\" blank=\"0\"][webinar id=\"60256\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-08-04T08:58:56+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:09:17+02:00"},{"id":60255,"title":"US-Dollar: Kurzfristige R\u00fcckenwindfaktoren, langfristige Gegenwindfaktoren","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/220-t-rowe-price\/artikel\/60255-us-dollar-kurzfristige-rueckenwindfaktoren-langfristige-gegenwindfaktoren","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/AvW77H04SmUfmkDzJzNgBqFr9PNwivPv.png?s=bfac3fb31e110363e268e354cfbb99cd","content_html":"<p>Wenn ich auf meinen Ausblick f&uuml;r 2026 von vor etwa sechs Monaten zur&uuml;ckblicke, ist meine weitgehend positive Einsch&auml;tzung der US-Wirtschaft unver&auml;ndert. Es gab zwar ein gro&szlig;es unerwartetes Ereignis &ndash; der Krieg im Nahen Osten &ndash;, das die M&auml;rkte beeinflusst hat, aber die Nachfrage in den USA nicht nennenswert ged&auml;mpft hat. Im Januar hatte ich einen negativen langfristigen Ausblick f&uuml;r den US-Dollar ge&auml;u&szlig;ert. Diese These beruhte in erster Linie darauf, dass die zunehmend isolationistische Ausrichtung der Wirtschaftspolitik der US-Regierung die Dominanz des US-Dollars als globale Reservew&auml;hrung untergr&auml;bt.<\/p><p><strong>Die Markteinsch&auml;tzung zum neuen Fed-Vorsitzenden st&uuml;tzt den US-Dollar<\/strong><\/p><p>Meine langfristige Einsch&auml;tzung des US-Dollars bleibt negativ, auch wenn kurzfristige Faktoren die US-W&auml;hrung in den n&auml;chsten Monaten st&uuml;tzen k&ouml;nnten. Erstens hat sich die Amtszeit von Kevin Warsh als Vorsitzender der Fed bislang positiv auf den US-Dollar ausgewirkt. Die M&auml;rkte haben seine Haltung weitgehend als restriktiv interpretiert und haben begonnen, Zinserh&ouml;hungen im weiteren Verlauf dieses Jahres einzupreisen, was den Dollar bei ansonsten gleichen Bedingungen st&uuml;tzen w&uuml;rde.&nbsp;<\/p><p>Ich teile nicht unbedingt die restriktive Interpretation von Warsh durch den Markt. Zwar hat er keine expansive Botschaft vermittelt, doch ist das nicht gleichbedeutend mit einem restriktiven Signal. Ich bin zudem der Ansicht, dass die Abstimmungen des Offenmarktausschusses der Fed (FOMC) insgesamt aussagekr&auml;ftiger sind als die Haltung des Vorsitzenden. Dennoch hat sich der Markt auf die restriktive Interpretation gest&uuml;rzt. In einer Welt mit weniger Forward Guidance gehe ich davon aus, dass die Erwartungen an die Fed volatiler sein werden und sich an den Datenver&ouml;ffentlichungen orientieren &ndash; die leider selbst volatiler und m&ouml;glicherweise von geringerer Qualit&auml;t sind.<\/p><p>Zweitens war die anhaltende fiskalische Expansion in den USA ein weiterer entscheidender Faktor f&uuml;r die St&auml;rke sowohl der US-Wirtschaft als auch des Dollars. Die US-Regierung m&ouml;chte die Wirtschaft bis zu den Zwischenwahlen im November auf Hochtouren halten, doch ich gehe davon aus, dass der Schwung irgendwann nachlassen wird. K&ouml;nnen Investitionen diese L&uuml;cke f&uuml;llen?<\/p><p>Ein Blick auf den Zinsmarkt k&ouml;nnte reichen, um einen positiven Ausblick auf die USA zu gewinnen.<\/p><p>In der Zwischenzeit gibt es meiner Meinung nach bessere M&ouml;glichkeiten, eine positive kurzfristige Einsch&auml;tzung der US-Wirtschaft zum Ausdruck zu bringen, als ein &uuml;bergewichtetes Engagement im US-Dollar. Am Zinsmarkt beispielsweise gehe ich davon aus, dass die Kombination aus gesundem Wachstum in den USA und anhaltender fiskalischer Gro&szlig;z&uuml;gigkeit die Renditen l&auml;ngerfristiger Anleihen nach oben treiben wird, wovon insbesondere Short-Positionen in 10-j&auml;hrigen und 30-j&auml;hrigen US-Staatsanleihen profitieren d&uuml;rften.<\/p><p>Nach den Zwischenwahlen d&uuml;rften langfristig negative Faktoren f&uuml;r den US-Dollar &uuml;berwiegen<\/p><p>Mit Blick auf Ende 2026 und dar&uuml;ber hinaus gehe ich davon aus, dass die starke Entwicklung des US-Dollars &ndash; die etwa im Januar 2026 einsetzte &ndash; nachlassen wird, wenn die fiskalischen Anreize in den USA nachlassen. Einige meiner Kollegen aus unserem Fixed-Income-Team sind hinsichtlich des US-Dollars auf l&auml;ngere Sicht positiver gestimmt, was vor allem auf ihre Erwartung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, dass der vorwiegend auf die USA konzentrierte Investitionsboom im Bereich der k&uuml;nstlichen Intelligenz weiterhin Kapital in die USA ziehen wird.&nbsp;<\/p><p>Meiner Ansicht nach hat jedoch die fiskalische Offensive im Vorfeld der Zwischenwahlen die l&auml;ngerfristigen Gegenwinde f&uuml;r den Dollar verschleiert, darunter den globalen Trend zur Diversifizierung weg vom US-Dollar als Reservew&auml;hrung. So haben beispielsweise einige Zentralbanken au&szlig;erhalb der USA Gold gekauft, um ihre Reserven zu diversifizieren.&nbsp;<\/p><p>Auch die Ausrichtung der aktuellen US-Politik beeinflusst meinen l&auml;ngerfristigen Ausblick f&uuml;r den US-Dollar. Eine anhaltende Versch&auml;rfung der Einwanderungs- und Handelspolitik k&ouml;nnte die F&auml;higkeit des Landes, hochqualifizierte Fachkr&auml;fte anzuziehen und unternehmerische Aktivit&auml;ten zu f&ouml;rdern, im Laufe der Zeit beeintr&auml;chtigen. Sollte dies die langfristige Produktivit&auml;t und das Wachstum belasten, k&ouml;nnte dies auch allm&auml;hlich die Attraktivit&auml;t von US-Anlagen f&uuml;r globale Anleger beeintr&auml;chtigen und m&ouml;glicherweise Gegenwind f&uuml;r den US-Dollar erzeugen.<\/p><p><strong><em>Von Arif Husain, Leiter Fixed Income und CIO, Fixed Income bei T. Rowe Price<\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"60255\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-08-04T08:02:51+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:09:29+02:00"},{"id":60245,"title":"New Issue Premium fast halbiert: Warum Anleihen-Zeichner 2026 kaum noch Aufschlag bekommen","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/managers\/artikel\/60245-new-issue-premium-fast-halbiert-warum-anleihen-zeichner-2026-kaum-noch-aufschlag-bekommen","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/UnXacs9Od0HqN5lU5t09EH62Bw36nsy9.png?s=9a64194f9eeacc0b58fe49dba02a1f57","content_html":"<p>[infoBox]<\/p><p><em><sub>AI-generierte Zusammenfassung<\/sub><\/em><\/p><p><strong>&#9749; e-fundresearch.com Espresso, die Meldung in 30 Sekunden:<\/strong><\/p><p>Die New Issue Premium, also der Zeichnungsaufschlag bei Anleihen-Neuemissionen, schrumpft deutlich. Eine Auswertung von rund 3.600 EUR-Senior-Neuemissionen mit Fixkupon, die seit 2023 in den ICE BofA Global Broad Market Index aufgenommen wurden, zeigt einen R&uuml;ckgang des ungewichteten Medians von 4 Basispunkten im Jahr 2023 auf 2,4 Basispunkte im laufenden Jahr 2026. Der Trend zieht sich durch alle Assetklassen und Ratingkategorien: Corporates zahlen weiterhin h&ouml;here Pr&auml;mien als Agencies, Covered Bonds, Regionen und Staaten, ein Greenium bei Green Bonds l&auml;sst sich in den Daten dagegen nicht belegen. Bei BBB-Unternehmensanleihen sank nicht nur der Median, sondern vor allem die Streuung, Neuemissionen werden also h&auml;ufiger fair auf der Kurve bepreist. Als Haupttreiber gilt der Nachfragedruck im Fixed-Income-Markt: Weil einzelne Bonds am Sekund&auml;rmarkt kaum erwerbbar sind, verlagert sich das Nachfragevolumen in den Prim&auml;rmarkt und dr&uuml;ckt die f&uuml;r die Zeichnung n&ouml;tige Pr&auml;mie.<\/p>[\/infoBox]<p>Am Aktienmarkt werden &bdquo;Neuerscheinungen&ldquo;, sogenannte IPOs, wie zuletzt bei SpaceX im Juni 2026, oder Kapitalerh&ouml;hungen meist mit gro&szlig;er medialer Aufmerksamkeit verfolgt. Der Anleihenmarkt verzeichnet solche Neuemissionen fast t&auml;glich mit geringerem Volumen, jedoch ohne medialen Trubel. Auslaufende oder fr&uuml;hzeitig getilgte Bonds f&uuml;hren dazu, dass der Markt st&auml;ndig im Wandel ist und die Refinanzierung bekannter oder neuer Marktteilnehmer t&auml;glich bepreisen muss. Um einen gewissen Anreiz f&uuml;r die Investoren zu bieten, neue Anleihen zu zeichnen, bietet der Markt eine sogenannte New Issue Premium (NIP), also eine etwas h&ouml;here Yield bei der Ausgabe der Bonds im Prim&auml;rmarkt gegen&uuml;ber den dann gehandelten Preisen am Sekund&auml;rmarkt. Mit immer mehr Kapital und dem dadurch wachsenden Nachfragedruck auf dem Anleihenmarkt wird diese NIP f&uuml;r Investoren immer geringer. Ob es in diesem Trend unterschiedliche Auspr&auml;gungen gibt, oder ob dieser f&uuml;r alle Anleihen gleicherma&szlig;en gilt, wollen wir in diesem Beitrag genauer analysieren. F&uuml;r Investoren wie Emittenten ist diese Entwicklung von erheblicher praktischer Relevanz, da sie unmittelbar die Kosten der Fremdkapitalaufnahme beziehungsweise die erzielbare Mehrrendite bei der Zeichnung beeinflusst.<\/p><p>[advertorial]<\/p><p>Dazu verwenden wir alle EUR-Neuemissionen, die im ICE BofA Global Broad Market Index seit 2023 hinzugekommen sind. Dieser bildet den globalen Investment-Grade-Anleihenmarkt mit einem Mindestvolumen von 500 Mio. Euro je Emission ab. Um die NIP berechnen und vergleichen zu k&ouml;nnen, werden au&szlig;erdem nur Senior-Anleihen mit Fixkupon betrachtet, wodurch sich das Betrachtungsuniversum auf rund 3.600 Anleihen bel&auml;uft. Die New Issue Premium berechnet sich aus dem marktbewegungsbereinigten Spreadunterschied zwischen Ausgabespread und dem Spread am n&auml;chsten Business Day.<\/p><p>[webinar id=\"60245\" blank=\"0\"]<\/p><p>Betrachtet man den ungewichteten Median des Gesamtuniversums je Jahr, abgebildet in der Grafik unten, l&auml;sst sich ein deutlicher Trend zu einer schwindenden NIP beobachten. W&auml;hrend die mittlere NIP 2023 noch bei 4 Basispunkten (BPs) lag, verringerte sich diese im laufenden Gesch&auml;ftsjahr 2026 auf 2,4 BPs.<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/f07cf824cb27c9b5b07b2f32217ccf81.png?s=7f2beec3805ccdee09b16484da4e0974\" style=\"width: 806px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p>Insgesamt zeichnet sich ein deutlicher Unterschied der absoluten NIP je Assetklasse ab. Unternehmensanleihen verzeichnen im Schnitt eine deutlich h&ouml;here NIP als Neuemissionen von Agencies, Covered Bonds, Regionen und Staaten. Letztgenannte Assetklasse verzeichnete zwar im Jahr 2023 eine vergleichsweise hohe Pr&auml;mie, jedoch verzerrt eine Grundgesamtheit von lediglich 30 Anleihen hier etwas das Ergebnis. So k&ouml;nnen ein paar &bdquo;gut gelaufene&ldquo; Emissionen den Median etwas nach oben treiben. Aber auch hier ist ein klarer Trend in Richtung einer geringeren NIP erkennbar.<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/9baf24ce1e1209778981388358f89093.png?s=39722edfe3ce7d659bddac6c1e8de599\" style=\"width: 782px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p>Immer wieder f&auml;llt in Diskussionen &uuml;ber ESG das Wort &bdquo;Greenium&ldquo;. In Bezug auf Neuemissionen am Anleihenmarkt m&uuml;sste eine solche Greenium bedeuten, dass gr&uuml;ne Emissionen wie Green Bonds eine geringere NIP bieten m&uuml;ssten, somit einen geringeren Aufschlag bei der Zeichnung zahlen und damit eine g&uuml;nstigere Emission f&uuml;r den Emittenten erm&ouml;glichen. In den Daten der EUR-Bond-Emissionen der letzten Jahre spiegelt sich diese Theorie jedoch nicht wider. So gibt es, wie unten erkennbar, keine wesentlichen Unterschiede in den einzelnen Jahren zwischen Green und Non-Green Bonds, unabh&auml;ngig von der Assetklasse.&nbsp;<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/2026a31320f1308c1e55afdb39f8c489.png?s=b2c202b512bdec64780f99393eede055\" style=\"width: 787px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p>Zu guter Letzt werfen wir noch einen kurzen Blick auf ein weiteres wichtiges Anleihemerkmal, n&auml;mlich das Rating. Wie auch schon in den obigen Beobachtungen zeichnet sich hier erneut das gleiche Bild ab. &Uuml;ber die Jahre verringerte sich die New Issue Premium &uuml;ber alle Ratingkategorien hinweg. Auch wenig &uuml;berraschend ist die Tendenz, dass je schlechter das Rating der Anleihe ist, desto h&ouml;her die mittlere Pr&auml;mie bei der Emission.<\/p><p>Betrachtet man jedoch die Verteilung der BBB-gerateten Unternehmensanleihen genauer, f&auml;llt einem schnell ein interessantes Detail auf. Es hat sich nicht nur der Median bzw. Mittelwert &uuml;ber die Jahre verringert, sondern vor allem die Streuung reduziert. Demnach gibt es deutlich mehr Anleihen, die bei der Emission fair auf der Kurve oder nur mit geringer Pr&auml;mie bepreist werden. Gro&szlig;e Unterschiede bei den Emissionen sind also deutlich seltener geworden.<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/c4c546eb0fc8b095a833d3a16528a5b8.png?s=35bee338d858916220928a694484f719\" style=\"width: 752px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/27c32803732e7c86fde76c6d37800bcb.png?s=b16a3218242671dcd81122c58bcb8e29\" style=\"width: 753px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p>Zusammenfassend l&auml;sst sich sagen, dass am Markt gezahlte New Issue Premiums f&uuml;r EUR-Bonds sich &uuml;ber die letzten Jahre unabh&auml;ngig von Assetklasse, Rating oder Nachhaltigkeit deutlich verringert haben. Gleichzeitig sind extreme Ausrei&szlig;er nach oben und unten seltener geworden. Ein Grund f&uuml;r die niedrigeren Pr&auml;mien kann vor allem die steigende Nachfrage am Fixed-Income-Markt sein. Durch das aktuell h&ouml;here Zinsniveau befindet sich der Markt im Betrachtungszeitraum eher auf der &bdquo;Buy-Side&ldquo;, wodurch gewisse Anleihen am Sekund&auml;rmarkt nur schwer erwerbbar sind. Als Resultat ist das nachgefragte Volumen bei Prim&auml;remissionen deutlich gestiegen und reduziert somit die n&ouml;tige New Issue Premium f&uuml;r die Zeichnung der Investoren.<\/p><p><strong><em>Von Lukas Obersteiner, Anleihenfondsmanager bei der Security KAG<\/em><\/strong><\/p>[infoBox]<p><strong>&Uuml;ber den Autor:<\/strong> Lukas Obersteiner ist Anleihenfondsmanager bei der Security Kapitalanlage AG in Graz. Der Absolvent der Universit&auml;t Graz verantwortet Fixed-Income-Mandate und publiziert regelm&auml;&szlig;ig zu Credit-M&auml;rkten, Zinsentwicklung und Nachhaltigkeitsthemen wie ESG-Ratings und CSRD.<\/p>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"60245\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-08-03T12:57:28+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:09:14+02:00"},{"id":60238,"title":"Barings gewinnt Ulrich Cord als Head of Wealth Management & Family Offices Deutschland","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/121-barings\/artikel\/60238-barings-gewinnt-ulrich-cord-als-head-of-wealth-management-family-offices-deutschland","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/OhAhpLGz9tc4X0KgRzs3P2kULe9IV0Uf.png?s=f4e794380f66c95b6f950a8039932feb","content_html":"<p>Barings gibt heute die Ernennung von Ulrich Cord zum Leiter des Bereichs Wealth Management &amp; Family Offices Deutschland innerhalb seiner globalen Global-Client-Group bekannt.<\/p><p>Mit Sitz in M&uuml;nchen ist Cord ab dem 01.08.2026 verantwortlich f&uuml;r den weiteren Ausbau des Deutschlandgesch&auml;fts von Barings. Dabei wird er sich insbesondere auf Banken, Family Offices und Verm&ouml;gensverwalter konzentrieren. In enger Zusammenarbeit mit der Global Client Group und den Investmentteams von Barings wird er bestehende Kundenbeziehungen vertiefen und den Zugang zu den Anlagekompetenzen des Unternehmens in den &ouml;ffentlichen und privaten M&auml;rkten erweitern. Zudem soll er das weitere Wachstum von Barings in Deutschland unterst&uuml;tzen.<\/p><p>Mit der Ernennung von Cord setzt Barings den Ausbau seiner Pr&auml;senz im deutschen Wealth-Management-Markt konsequent fort. Zugleich st&auml;rkt das Unternehmen damit seinen strategischen Fokus auf das weltweite Wachstum dieses Gesch&auml;ftsbereichs.<\/p><p>[webinar id=\"60238\" blank=\"0\"]<\/p><p>Cord verf&uuml;gt &uuml;ber mehr als 15 Jahre Erfahrung im Wealth Management und im Vertrieb von Asset-Management-L&ouml;sungen. Er wechselt von Invesco zu Barings, wo er zuletzt als Head of Wholesale &amp; ETFs Germany t&auml;tig war. Dort betreute er insbesondere Banken, Family Offices und Vertriebspartner.<\/p><p>Sascha Specketer, Managing Director und Co-Head of Europe der Global Client Group von Barings, sagt: &bdquo;Deutschland ist f&uuml;r Barings ein strategisch wichtiger Markt und spielt eine zentrale Rolle beim Ausbau unseres Wealth-Management-Gesch&auml;fts. Ulrich Cord verf&uuml;gt &uuml;ber umfassende Erfahrung, starke Kundenbeziehungen und eine nachweisliche Erfolgsbilanz beim Ausbau dieses Gesch&auml;ftsbereichs. W&auml;hrend wir den Zugang zu den Anlagekompetenzen von Barings f&uuml;r Privat- und Regionalbanken, Family Offices und Verm&ouml;gensverwalter weiter ausbauen, wird er eine wichtige Rolle dabei spielen, unsere Kundenbeziehungen zu vertiefen und die n&auml;chste Wachstumsphase in der Region voranzutreiben.&ldquo;<\/p><p>Ulrich Cord, Head of Wealth Management &amp; Family Offices Germany der Global Client Group von Barings, sagt: &bdquo;Der deutsche Wealth-Management-Markt entwickelt sich kontinuierlich weiter. Kunden suchen zunehmend Zugang zu einem breiteren Spektrum an Anlagem&ouml;glichkeiten in &ouml;ffentlichen und privaten M&auml;rkten. Ich freue mich sehr, Teil von Barings zu werden und k&uuml;nftig mit Kunden in ganz Deutschland zusammenzuarbeiten. Dabei m&ouml;chte ich ihnen Zugang zu den umfassenden Anlagekompetenzen des Unternehmens er&ouml;ffnen und sie bei der Verwirklichung ihrer langfristigen Anlageziele unterst&uuml;tzen.&ldquo;<\/p><p>[topArticles id=\"60238\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-08-03T10:11:59+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:09:29+02:00"},{"id":60236,"title":"Healthcare: Innovation als treibende Kraft","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/21-janus-henderson-investors\/artikel\/60236-healthcare-innovation-als-treibende-kraft","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/dh2BDEG1GJC4juAKsaiV0dXVquRGfwCP.png?s=bc361dc11b128fe07d21594e726c17e4","content_html":"<p>Aktien aus dem Gesundheitssektor legten im zweiten Quartal zu. Der Gro&szlig;teil der Kursgewinne entfiel auf den Juni, da Anleger nach Diversifizierungsm&ouml;glichkeiten abseits von Technologie- und KI-bezogenen Titeln suchten. Aufgrund mehrerer positiven Entwicklungen, die Pharma- und Biotechnologieaktien st&uuml;tzten, waren die Kursgewinne breit angelegt. Trotz des Fehlens einer festen Leitung bei der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) blieb die Zulassungsaktivit&auml;t rege, und es wurden Zulassungen in verschiedenen Therapiebereichen erteilt. Die FDA ver&ouml;ffentlichte zudem aktualisierte Leitlinien, die darauf abzielen, die Fristen f&uuml;r die Arzneimittelentwicklung und -zulassung zu verk&uuml;rzen. Dies k&ouml;nnte zu gr&ouml;&szlig;erer Flexibilit&auml;t bei bestimmten Studien in der Sp&auml;tphase f&uuml;hren und dazu beitragen, die Entwicklung in der Fr&uuml;hphase zu optimieren. Fusionen und &Uuml;bernahmen blieben auf hohem Niveau, da gro&szlig;e Pharmaunternehmen weiterhin Kapital in wachstumsstarke Therapiebereiche investierten. Liquidit&auml;tsstarke Arzneimittelhersteller setzen zunehmend auf &Uuml;bernahmen, um ihre Produktpipelines zu st&auml;rken und k&uuml;nftige Patentabl&auml;ufe auszugleichen.<\/p><p>[webinar id=\"60236\" blank=\"0\"]<\/p><p>Andy Acker, Portfoliomanager, Janus Henderson Investors, sagt: &bdquo;Aktien aus dem Gesundheitssektor werden weiterhin mit erheblichen Bewertungsabschl&auml;gen sowohl gegen&uuml;ber historischen Durchschnittswerten als auch gegen&uuml;ber dem breiter gefassten S&amp;P 500&reg;-Index gehandelt. Dies bietet unserer Ansicht nach g&uuml;nstige Rahmenbedingungen f&uuml;r eine aktive Aktienauswahl. Wir sind weiterhin von den Entwicklungen in der gesamten Gesundheitsbranche &uuml;berzeugt und glauben, dass der Sektor geduldigen Anlegern attraktive Chancen bietet. Wir rechnen in den kommenden Quartalen mit einer stetigen Ver&ouml;ffentlichung klinischer Daten und dem Erreichen regulatorischer Meilensteine, wobei sich bedeutende Chancen in den Bereichen Onkologie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Neurologie und seltene Krankheiten ergeben d&uuml;rften.&ldquo; Und weiter: &bdquo;Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, Unternehmen mit einzigartigen Produkten, soliden klinischen Daten und nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen zu identifizieren. Dar&uuml;ber hinaus sehen wir Potenzial sowohl bei Unternehmen in der fr&uuml;hen Kommerzialisierungsphase mit bahnbrechenden Produkten als auch bei risiko&auml;rmeren Unternehmen in der sp&auml;ten Entwicklungsphase, bei denen die klinischen Unsicherheiten geringer sind.&ldquo;<\/p><p>[topArticles id=\"60236\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-08-03T08:56:31+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:09:30+02:00"},{"id":60234,"title":"Ren\u00e9 Frick verst\u00e4rkt Lazard: Neuer Senior Vice President f\u00fcr den Drittvertrieb in Deutschland","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/managers\/artikel\/60234-rene-frick-verstaerkt-lazard-neuer-senior-vice-president-fuer-den-drittvertrieb-in-deutschland","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/OUrUyn63mbplXeWLZ861VGOju2CvTisS.png?s=af035313014807c9e51b8b53dc0045db","content_html":"<p>Lazard Asset Management Deutschland erweitert sein Team im Bereich Third Party Distribution. Seit 3. August 2026 ist Ren&eacute; Frick als Senior Vice President am Standort Frankfurt t&auml;tig. Er arbeitet im Team von Andreas Rau, Director und Head of Third Party Distribution. Gemeinsam verantworten beide k&uuml;nftig die Betreuung von Fund-of-Funds-Managern, Privatbanken, gro&szlig;en unabh&auml;ngigen Verm&ouml;gensverwaltern sowie Multi Family Offices.<\/p><p><strong>Rund 17 Jahre Vertriebserfahrung im deutschen Markt<\/strong><\/p><p>Frick verf&uuml;gt &uuml;ber rund 17 Jahre Erfahrung im Vertrieb von Investmentprodukten. Zuletzt betreute er bei der LAIQON AG Bestands- und Neukunden im Retail- und Wholesale-Segment in Zentral- und Westdeutschland. Davor war er bei FENTHUM, dem gemeinsamen Vertriebsverbund von MainFirst und Ethenea, mehrere Jahre im Wholesale-Vertrieb und in der Kundenbetreuung t&auml;tig. Weitere Stationen waren die MainFirst Bank AG sowie der Bereich Multi Asset Solutions der Deutschen Bank AG. Frick ist Dipl.-Betriebswirt (FH) mit Schwerpunkt Bank- und Finanzdienstleistungen (Hochschule Mainz).<\/p><p>[webinar id=\"60234\" blank=\"0\"]<\/p><p><strong>Drittvertrieb als strategischer Schwerpunkt<\/strong><\/p><p>Laut Rau hat der deutsche Markt im Drittvertrieb f&uuml;r Lazard Asset Management &bdquo;von gro&szlig;er strategischer Bedeutung&ldquo;. Gro&szlig;e Asset Allokatoren und Private-Wealth-Management-Einheiten fragten zunehmend differenzierte Anlagel&ouml;sungen und einen engeren fachlichen Austausch mit Asset Managern nach. Die Personalie ziele darauf ab, diese Kundengruppen intensiver zu betreuen.<\/p><p>Frick selbst verweist auf das Produktspektrum des Hauses: Lazard stehe f&uuml;r &bdquo;ein breites Spektrum aktiver Anlagel&ouml;sungen und eine enge, fachlich gepr&auml;gte Betreuung professioneller Investoren&ldquo;.<\/p><p>[topArticles id=\"60234\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-08-03T07:52:29+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:09:23+02:00"},{"id":60233,"title":"Hohe Volatilit\u00e4t im Kospi: Wird sich das s\u00fcdkoreanische Wunder fortsetzen?","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/149-natixis-investment-managers\/artikel\/60233-hohe-volatilitaet-im-kospi-wird-sich-das-suedkoreanische-wunder-fortsetzen","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/yClO34RC8eodincEP5guRawYOxcRDgZ3.png?s=8ced12f3106812bea82f428ab2d03f1c","content_html":"<p>Erst Absturz, jetzt Comeback: S&uuml;dkoreas Aktienindex Kospi war binnen f&uuml;nf Wochen wegen Bef&uuml;rchtungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Investitionen der Hyperscaler in Verbindung mit der Glattstellung hochspekulativer Positionen um knapp 50 Prozent abgest&uuml;rzt. Mit der Erholung der Chipriesen Samsung und Sk Hynix legt nun auch der Leitindex wieder kr&auml;ftig zu &ndash; Phasen der Volatilit&auml;t, die mit Anzeichen von &Uuml;berhitzung einhergehen.<\/p><p>Samsung und SK Hynix profitieren von einer Knappheit an Speicher-Mikrokomponenten auf dem Weltmarkt. Angesichts eines starren Angebots und einer stetig wachsenden Nachfrage verf&uuml;gt das Duopol &uuml;ber Preissetzungsmacht, wodurch sich seine Margen erh&ouml;hen. Dieser technologische Engpass ist jedoch weiterhin sporadischen Unsicherheiten seitens der Anleger hinsichtlich des Investitionsverlaufs in die KI-Revolution, ihrer Zirkularit&auml;t und Konzentration, ihrer Finanzierungsweise sowie ihrer zuk&uuml;nftigen Rendite ausgesetzt.<\/p><p>Dennoch zeigt sich die Auswirkung dieses globalen Investitionszyklus in Rechen- und Speicherkapazit&auml;ten in der erheblichen Beschleunigung der Handelsbilanz S&uuml;dkoreas. Die Exporte stiegen im Vergleich zum Juni des Vorjahres um 71 % und beliefen sich auf 100 Milliarden Dollar, wodurch sich der Handels&uuml;berschuss auf 36 Milliarden Dollar erh&ouml;hte. Die Exporte von Halbleitern erreichten 45 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 200 % im Jahresvergleich entspricht. Die Handelsbilanz ist einer der Motoren des j&uuml;ngsten Wachstums in S&uuml;dkorea.<\/p><p>Die Binnennachfrage, die vom privaten Konsum und den Unternehmensinvestitionen getragen wird, steht dem in nichts nach, da diese Akteure von einem kontinuierlichen Anstieg ihrer Realeinkommen profitieren. Die Wachstumsprognose S&uuml;dkoreas f&uuml;r 2026 liegt bereits bei 2,8 % und ist damit doppelt so hoch wie die der Vereinigten Staaten.<\/p><p>Die j&uuml;ngsten Bonuszahlungen von Samsung an seine Mitarbeiter geben der Zentralbank zudem Anlass zur Sorge. Sie beobachtet einen unaufh&ouml;rlichen Anstieg der L&ouml;hne und Produktionspreise, der sie dazu zwingt, entschlossener auf die Gl&auml;ttung des aktuellen Konjunkturzyklus hinzuwirken. Aufgrund der Entwicklungen im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf die Preise f&uuml;r Rohstoffe und Energietr&auml;ger sowie angesichts einer steigenden Nachfrage hat die Bank von Korea daher beschlossen, ihre Leitzinsen im Juli um 25 Basispunkte anzuheben, wodurch der Leitzins auf 2,75 % stieg.<\/p><p>Das &bdquo;koreanische Wirtschaftswunder&ldquo; &ndash; also der Anstieg der B&ouml;rsenkurse als Folge der Investitionen von Technologieunternehmen &ndash; d&uuml;rfte sich fortsetzen. Diese werden ihre Investitionsbem&uuml;hungen bis 2027 fortsetzen, was das Gewinnwachstum koreanischer Unternehmen st&uuml;tzen, die makro&ouml;konomischen Ungleichgewichte sowohl im Inland als auch im Ausland verst&auml;rken und zu weiterer Volatilit&auml;t f&uuml;hren wird. Die Reaktion der Politik wird dann entscheidend sein, um sicherzustellen, dass dieses Wunder nicht au&szlig;er Kontrolle ger&auml;t.<\/p><p><strong><em>Von Mabrouk Chetouane, Chefstratege <strong><em>Investment Managers<\/em><\/strong> <br><\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"60233\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-08-03T07:41:07+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:09:18+02:00"},{"id":60232,"title":"Substanzaktien: Das Cashflow-Argument f\u00fcr ein anhaltendes Comeback","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/180-alliancebernstein\/artikel\/60232-substanzaktien-das-cashflow-argument-fuer-ein-anhaltendes-comeback","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/jIn8xwRBKKAZHPtNa8fWGpYGKl1sDHbJ.png?s=bb6d98aaae06f290817d7b22b76cb8c6","content_html":"<p>Es ist leicht zu verstehen, warum Anleger gegen&uuml;ber Value-Aktien skeptisch sind. Nach fast zwei Jahrzehnten chronischer Schw&auml;che hat die starke Erholung von Substanztiteln seit Anfang 2025 nicht gen&uuml;gend Beweise daf&uuml;r geliefert, dass die Trendwende von Dauer ist. Doch aus unserer Sicht ver&auml;ndert sich das Marktumfeld &ndash; und erste Anzeichen sprechen verst&auml;rkt daf&uuml;r, das Engagement in Value wieder auszubauen.<\/p><p>Value-Investing hat eine stolze Historie vorzuweisen, aber der Ruf hat zuletzt gelitten. Erstmals vor fast einem Jahrhundert von Benjamin Graham und David Dodd formuliert, beruht die Value-Philosophie auf einer einfachen Erkenntnis: M&auml;rkte &uuml;berreagieren oft auf Unsicherheit oder Entt&auml;uschung. Mithilfe von Fundamentalanalysen versuchen Substanzanleger, falsch bewertete Unternehmen zu identifizieren und das Erholungspotenzial zu nutzen, wenn sich die Marktwahrnehmung zu &auml;ndern beginnt.&nbsp;<\/p><p>In den letzten 20 Jahren wurde diese Disziplin auf die Probe gestellt. Substanzaktien florierten von 1980 bis 2007, aber nach der globalen Finanzkrise (GFC) haben Wachstumsaktien die F&uuml;hrung &uuml;bernommen, unterst&uuml;tzt durch niedrige Zinsen, reichliche Liquidit&auml;t und technologiegetriebenes Gewinnwachstum. Die Abschl&auml;ge von Value-Aktien kehrten nicht wie erwartet zum Mittelwert zur&uuml;ck. Abgesehen von einer kurzen Erholung nach der COVID-19-Pandemie blieb Value best&auml;ndig hinter Growth zur&uuml;ck (<em>Abbildung<\/em>), und viele aktiv verwaltete Substanzstrategien hatten M&uuml;he, Schritt zu halten.<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/287cdfee3eaffa091d60728a755f8622.png?s=8ecd174117e8026cf8768db877896c13\" style=\"width: 840px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p><strong>Die j&uuml;ngsten Anzeichen sind ermutigend<\/strong><\/p><p>Von 2025 bis Mai 2026 feierte Value ein beeindruckendes globales Comeback, auch w&auml;hrend volatiler Marktphasen. Die Erholung verlief nicht linear &ndash; und Wachstum hat sich zeitweise wieder nach vorne geschoben &ndash;, aber das Muster deutet unserer Ansicht nach darauf hin, dass die F&uuml;hrungsrolle von Value dauerhafter werden k&ouml;nnte.<\/p><p>Wir glauben, dass mehrere Ausl&ouml;ser die Erholung unterst&uuml;tzt haben (Abbildung). Das Gewinnwachstum hat die Erwartungen &uuml;bertroffen, w&auml;hrend ausgew&auml;hlte Substanzunternehmen von europ&auml;ischen Verteidigungsausgaben, der steigenden Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen und einer Erholung der Agrarrohstoffpreise profitiert haben. Verbesserungen der Unternehmensf&uuml;hrung in Japan und China haben f&uuml;r zus&auml;tzliche Unterst&uuml;tzung gesorgt. Unterdessen k&ouml;nnten steigende Zinsen als Reaktion auf h&ouml;here Inflationserwartungen auch Substanzaktien befl&uuml;geln, indem sie deren Risikopr&auml;mie im Vergleich zu Wachstumswerten verringern.<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/76c2a2de9ce7984ca342db5840d06b2a.png?s=27a94656fc638af4067662926d645429\" style=\"width: 840px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p>Der KI-Boom wird oft als Wachstumsaktien-Story betrachtet. Die KI-Investitionsausgaben haben jedoch auch anlageintensive Branchen wie Halbleiterhersteller und Anbieter von Energieinfrastruktur befl&uuml;gelt, zu denen viele substanzorientierte Unternehmen geh&ouml;ren.&nbsp;<\/p><p><strong>Haben Anleger die Erholung verpasst?<\/strong><\/p><p>Nach einem derart starken Aufschwung fragen sich Anleger m&ouml;glicherweise, ob es zu sp&auml;t ist, ihr Engagement in Substanzwerten zu erh&ouml;hen.&nbsp;<\/p><p>Das glauben wir nicht. Ja, die Erholung hat den traditionellen Bewertungsabschlag beim erwarteten Kurs-Gewinn-Verh&auml;ltnis (P\/FE) zwischen globalen Value- und Growth-Aktien auf 41 % verringert (Abbildung). Allein nach diesem Ma&szlig;stab k&ouml;nnte die Substanzchance weniger attraktiv erscheinen als vor der Erholung.&nbsp;<\/p><p>Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, sind wir jedoch der Ansicht, dass die Bewertungsl&uuml;cke weiterhin &uuml;berzeugend bleibt. Unsere Untersuchungen zeigen, dass das Kurs-Cashflow-Verh&auml;ltnis globaler Substanzaktien 57 % niedriger ist als das von Wachstumsaktien &ndash; ein deutlicher Abschlag von 14 Prozentpunkten gegen&uuml;ber dem historischen Durchschnitt.&nbsp;<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/0ac0afa1e03414f8c1a5b8acc454e6f5.png?s=1dc9a08db9f538583f4bf3ebbedb8820\" style=\"width: 840px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p><strong>Mehrwert &uuml;ber freie Cashflows finden<\/strong><\/p><p>Diese Kennzahlen untermauern, warum wir glauben, dass Anleger heute m&ouml;glicherweise ein breiteres Instrumentarium zur Identifizierung von Value ben&ouml;tigen. Wir glauben, dass der freie Cashflow (FCF) ein effektiverer Ma&szlig;stab f&uuml;r das Wertpotenzial ist als traditionelle Bewertungskennzahlen wie das Kurs-Buchwert-Verh&auml;ltnis (P\/B) und P\/FE-Verh&auml;ltnisse.&nbsp;<\/p><p>Seit der GFC hat sich der traditionelle Zusammenhang zwischen niedrigen P\/B-Multiplikatoren und einer sp&auml;teren Gewinnerholung abgeschw&auml;cht, was es f&uuml;r Anleger schwieriger macht, sich allein auf den Buchwert als Signal f&uuml;r zuk&uuml;nftiges Aufw&auml;rtspotenzial zu verlassen. Da sich die Gesch&auml;ftsmodelle weiterentwickelten &ndash; insbesondere mit dem Aufstieg kapitalarmer Unternehmen im Technologie- und Dienstleistungssektor &ndash;, wurde der Buchwert zu einem weniger verl&auml;sslichen Indikator f&uuml;r den inneren Wert.&nbsp;<\/p><p>Warum also sind Cashflow-basierte Kennzahlen effektiver? Weil die Cashflows von Unternehmen nicht so leicht manipuliert werden k&ouml;nnen wie ihre ausgewiesenen Gewinnzahlen. Dar&uuml;ber hinaus bietet die F&auml;higkeit eines Unternehmens, Barmittel zu erwirtschaften, ein klareres Bild seines zugrunde liegenden wirtschaftlichen Wertes. Starke Cashflows sind ein Zeichen f&uuml;r eine gesunde Gesch&auml;ftsdynamik, die es einem Unternehmen erm&ouml;glicht, in seine Gesch&auml;ftsbereiche zu reinvestieren und dadurch das Gewinnpotenzial zu steigern. Im Gegensatz dazu k&ouml;nnten Unternehmen mit einem schwachen FCF im Laufe der Zeit Schwierigkeiten haben, das Gewinnwachstum aufrechtzuerhalten.<\/p><p>Diese Unterscheidung hat die Chancen f&uuml;r Substanzanleger neu gestaltet. Viele verm&ouml;gensextensive Unternehmen, die sich in der Vergangenheit anhand von Kurs-Buchwert-Verh&auml;ltnissen nicht als Value-Aktien qualifiziert h&auml;tten, sind basierend auf ihren FCF-Prognosen attraktive Substanzanlagen. Unserer Ansicht nach erfassen FCF-Kennzahlen die F&auml;higkeit eines Unternehmens, im Laufe der Zeit Ertr&auml;ge zu erwirtschaften, besser und helfen Investoren dabei, Unternehmen zu identifizieren, deren Marktpreise unterbewertet sind.&nbsp;<\/p><p><strong>In einer unsicheren Welt kommt es auf die Duration an&nbsp;<\/strong><\/p><p>Die aktuellen Marktbedingungen erfordern ein besonderes Augenmerk auf die Duration der Zahlungsstr&ouml;me. Die heutige Debatte &uuml;ber KI ist an eine einfache Frage gekn&uuml;pft: &Uuml;bersch&auml;tzen die aktuellen Bewertungen der Hyperskalierer ihre F&auml;higkeit, k&uuml;nftige Gewinna aus KI zu generieren, insbesondere da die massiven Investitionsausgaben f&uuml;r den Infrastrukturausbau ihren FCF aufzehren?&nbsp;<\/p><p>Wenn wir nach Substanzchancen suchen, stellen wir diese Frage bei allen potenziellen Portfoliokandidaten. Unternehmen, deren Bewertungen stark von weit in der Zukunft liegenden Gewinnen abh&auml;ngen, sind m&ouml;glicherweise anf&auml;lliger, wenn sich Zinsen, Kapitalkosten oder technologische Annahmen verschieben. Im Gegensatz dazu beziehen viele Value-Unternehmen einen gr&ouml;&szlig;eren Teil ihres Wertes aus besser vorhersehbaren Cashflows, die f&uuml;r die n&auml;chsten drei bis f&uuml;nf Jahre erwartet werden. Mit anderen Worten: Ihre Bewertungen h&auml;ngen weniger von weit in der Zukunft liegenden Wachstumsprognosen ab.<\/p><p>Im untenstehenden veranschaulichenden Beispiel (Abbildung) erwirtschaften zwei Unternehmen &uuml;ber einen Zeitraum von f&uuml;nf Jahren 500 US-Dollar an Barmitteln. Unternehmen A hat stetige Cashflows von 100 $ pro Jahr, w&auml;hrend Unternehmen B den Gro&szlig;teil seiner Barmittel in f&uuml;nf Jahren erhalten wird. Investoren verwenden einen Abzinsungssatz, um den Barwert von Cashflows zu berechnen, da ein heute erhaltener Dollar mehr wert ist als ein in der Zukunft erhaltener Dollar. Die Anwendung einer abgezinsten Cashflow-Analyse zeigt, dass der Barwert der Cashflows von Unternehmen A 410 $ betr&auml;gt, was 40 % mehr ist als der von Unternehmen B.<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/38b6cbda203dfef383cd6e2565b0290b.png?s=1795f36b4a6bcc4673768fea67ae73f8\" style=\"width: 840px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p>Unsere Untersuchungen zeigen, dass das g&uuml;nstigste Quintil globaler Aktien auf P\/FCF-Basis den Markt seit 1990 &uuml;bertroffen hat (<em>Abbildung, oben<\/em>). Aber ein einfaches Screening reicht nicht aus; einige g&uuml;nstige Cashflow-Aktien sind Value-Fallen. Daher glauben wir, dass aktives Research und eine entsprechende Positionierung erforderlich sind, um die Best&auml;ndigkeit, den zeitlichen Ablauf und das Reinvestitionspotenzial dieser Cashflows zu bewerten &ndash; ebenso wie f&uuml;r das Risikomanagement.<\/p><p>Wo k&ouml;nnen Anleger Cashflows mit k&uuml;rzerer Duration finden? Beispiele finden sich in Branchen wie den Zulieferern von Halbleiterausr&uuml;stung, die von KI-Ausgaben profitieren. Wir glauben, dass auch der Bergbau Aufmerksamkeit verdient, als eine anlageintensive Branche, in der intelligente Kapitalausgaben Wertpotenziale freisetzen k&ouml;nnen. Viele Substanzaktien in diesen Branchen finden sich au&szlig;erhalb der USA, was Anlegern eine M&ouml;glichkeit bietet, Portfolios breiter aufzustellen, die im letzten Jahrzehnt m&ouml;glicherweise stark auf US-Wachstumsaktien ausgerichtet waren.<\/p><p>Das bedeutet nicht, dass Anleger Wachstumstitel aufgeben sollten; vielmehr denken wir, dass sie ihr Chancenspektrum erweitern sollten. In einer Zeit h&ouml;herer Kapitalkosten, technologischer Umbr&uuml;che und geopolitischer Unsicherheit glauben wir, dass ein selektives Engagement in Unternehmen mit besser vorhersehbaren Cashflows und untersch&auml;tzter Widerstandsf&auml;higkeit dazu beitragen kann, Portfolios zu diversifizieren und Allokationen auszugleichen. Die ersten Anzeichen eines neuen Kapitels f&uuml;r Value sind immer schwerer zu ignorieren.<\/p><p><strong><em>Von Avi Lavi, Chief Investment Officer&mdash;Global and International Value Equities bei AllianceBernstein<\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"60232\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-07-31T14:56:47+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:09:31+02:00"},{"id":60231,"title":"Immer mehr US-Aktien gehen einen eigenen Weg","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/180-alliancebernstein\/artikel\/60231-immer-mehr-us-aktien-gehen-einen-eigenen-weg","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/K0Ws6k3Ey7yPQ9qLl3HrBOPJJQIsyZiN.png?s=dc2c15e0d9e7f24a7aa1b021c369d216","content_html":"<p>Auf dem US-Aktienmarkt geschieht etwas Ungew&ouml;hnliches. Die Gewinner im Bereich KI-Infrastruktur treiben weiterhin die US-Marktgewinne an, doch immer mehr Aktien bewegen sich gegen den S&amp;P 500. Das signalisiert nicht zwangsl&auml;ufig eine weitreichende fundamentale Schw&auml;che, obwohl es KI-bedingte Marktungleichgewichte widerspiegeln k&ouml;nnte, die Chancen abseits der aktuellen Marktf&uuml;hrer er&ouml;ffnen.<\/p><p>In jedem Jahr gibt es an den M&auml;rkten Spitzenreiter und Nachz&uuml;gler. Aber die derzeitige Kluft zwischen KI-bezogenen Gewinnern und dem restlichen Markt ist besonders gro&szlig;. Ein beispielloser Anteil von US-Aktien hat ein negatives Beta gegen&uuml;ber dem S&amp;P 500 aufgewiesen, was bedeutet, dass sie dazu tendierten, sich in die entgegengesetzte Richtung des Index zu bewegen (<em>Abbildung<\/em>). Das ist das j&uuml;ngste Anzeichen f&uuml;r eine au&szlig;ergew&ouml;hnlich konzentrierte Marktf&uuml;hrerschaft.<\/p><p><img src=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/media\/a042ad2f9f497e8909c8e576f474384a.png?s=e83e428137a785d1a9281729fd3a0a8d\" style=\"width: 840px;\" class=\"fr-fil fr-dib\"><\/p><p><strong>Ein durch KI gespaltener Markt&nbsp;<\/strong><\/p><p>An der Spitze ist die Aufteilung leicht zu verstehen. Halbleiterhersteller, Hardwareanbieter, Unternehmen aus dem Energiebereich und andere Unternehmen der KI-Infrastruktur profitieren von enormen Investitionsausgaben. In vielen F&auml;llen ist die Nachfrage stark, das Gewinnwachstum &uuml;berzeugend und die Bewertungen erscheinen im Verh&auml;ltnis zum Wachstum weiterhin angemessen. Wir sind der Ansicht, dass Anleger weiterhin ein selektives Engagement bei diesen Profiteuren in Betracht ziehen sollten.<\/p><p>Aber ein enger Markt kann auch das Signal verzerren, das Anleger aus Indexertr&auml;gen erhalten. Wenn eine Handvoll Unternehmen die Performance dominiert, k&ouml;nnen viele finanziell solide Unternehmen zur&uuml;ckbleiben &ndash; oder sogar an Wert verlieren, nur weil sie nicht direkt mit der dominierenden Marktstory verkn&uuml;pft sind.<\/p><p>[webinar id=\"60231\" blank=\"0\"]<\/p><p><strong>Lehren aus der Dotcom-&Auml;ra&nbsp;<\/strong><\/p><p>Die KI-Kluft erinnert an die sp&auml;ten 1990er Jahre, als Internetunternehmen boomten und Blue-Chip-Aktien aus Sorge abgestraft wurden, dass die digitale Wirtschaft die alte Wirtschaft untergraben w&uuml;rde. Einige dieser Bef&uuml;rchtungen haben sich bewahrheitet: Amazon revolutionierte den Einzelhandel, Netflix revolutionierte die Unterhaltungsbranche und Alphabet (Google) und Meta (Facebook) gestalteten die Medien neu. Doch das Narrativ der Disruption ging zu weit. Letztendlich kamen viele angehende Disruptoren ins Straucheln, w&auml;hrend etablierte Unternehmen das Internet nutzten, um zu expandieren und ihre Margen zu verbessern.<\/p><p>Spulen wir vor in die Gegenwart. Die KI-Stars erfreuen sich explosiver Wachstumsprognosen und einige Profiteure bieten attraktives langfristiges Ertragspotenzial. Dennoch l&auml;sst unserer Ansicht nach die KI-Begeisterung wenig Fehlertoleranz, und Anleger sollten bei anf&auml;lligen Gesch&auml;ftsmodellen wachsam sein.&nbsp;<\/p><p><strong>Schw&auml;che ist nicht immer ein Warnsignal&nbsp;<\/strong><\/p><p>Warum also brechen so viele Aktien gleichzeitig ein? In einigen F&auml;llen preisen Anleger m&ouml;glicherweise das Disruptionsrisiko ein. Zum Beispiel k&ouml;nnten traditionelle Softwareunternehmen und einige digitale Unternehmen unter echten Druck geraten, wenn KI die Preissetzungsmacht ver&auml;ndert oder den Wert bestehender Produkte verringert. Aber viele der heute abgewerteten Unternehmen scheinen keiner offensichtlichen KI-Disruption ausgesetzt zu sein. In einigen F&auml;llen ist das Gewinnwachstum im Vergleich zu den KI-Gewinnern einfach zu langsam. Wenn die prominentesten Aktuere ein explosives Wachstum verzeichnen, k&ouml;nnen selbst stabile Unternehmen glanzlos wirken.<\/p><p>Das schafft Chancen f&uuml;r Fundamentalanleger. Unserer Ansicht nach &uuml;bersieht der Markt m&ouml;glicherweise Unternehmen mit robusten Gesch&auml;ftsmodellen, soliden Bilanzen, sich verbessernden Gewinnentwicklungen und angemessenen Bewertungen. Diese Unternehmen finden sich in Sektoren wie Finanzen, Gesundheitswesen und Industrie, wo viele Unternehmen weniger anf&auml;llig f&uuml;r KI-getriebene Disruption zu sein scheinen, als es die allgemeine Wertentwicklung vermuten l&auml;sst.<\/p><p>Der Schl&uuml;ssel liegt darin, eine echte Wertminderung von vor&uuml;bergehender Vernachl&auml;ssigung zu unterscheiden. Ein wachstumsschwaches Unternehmen mit schwacher Wettbewerbsposition verdient m&ouml;glicherweise eine niedrigere Bewertung. Aber ein Qualit&auml;tsunternehmen, dessen Aktien haupts&auml;chlich deshalb abgestraft werden, weil es nicht Teil des KI-Booms ist, k&ouml;nnte unserer Ansicht nach einen attraktiveren Einstiegspunkt bieten.<\/p><p><strong>Vorteile von KI k&ouml;nnten sich breiter verteilen<\/strong><\/p><p>Anleger sollten sich auch an eine weitere Lektion aus der Internet-&Auml;ra erinnern: Die Vorteile transformativer Technologien reichen oft weit &uuml;ber jene Unternehmen hinaus, die die Infrastruktur aufbauen. KI-Wegbereiter k&ouml;nnten wichtige Gewinner bleiben. Die entscheidende Frage ist jedoch: Werden die KI-Produktivit&auml;tsgewinne einer breiteren Palette von Branchen zugutekommen?<\/p><p>Im Laufe der Zeit erwarten wir, dass KI vielen Unternehmen helfen wird, die Effizienz zu steigern, die Entscheidungsfindung zu verbessern und die Gewinnmargen auszuweiten. Einige dieser Gewinne k&ouml;nnten in Sektoren mit geringer Preissetzungsmacht durch den Wettbewerb wieder verloren gehen, was KI in Teilen der Wirtschaft disinflation&auml;r wirken l&auml;sst. Unternehmen mit starken Wettbewerbsvorteilen, Preisdisziplin und f&auml;higen Managementteams hingegen k&ouml;nnten besser positioniert sein, um einen bedeutenden Teil der Vorteile einzubehalten.<\/p><p><strong>K&ouml;nnte ein negatives Beta zu einem Puffer werden?<\/strong><\/p><p>Es gibt einen weiteren Grund, sich Aktien genauer anzusehen, die sich gegenl&auml;ufig zum Markt bewegt haben. Sollte der S&amp;P 500 nach mehreren Jahren starker Gewinne korrigieren, glauben wir, dass sich die &uuml;berh&ouml;hte Positionierung bei f&uuml;hrenden KI-Werten schnell aufl&ouml;sen k&ouml;nnte. In diesem Umfeld k&ouml;nnte Minus mal Minus zu Plus werden. Mit anderen Worten: Einige Aktien mit negativem Beta k&ouml;nnten nicht nur weniger stark fallen; sie k&ouml;nnten potenziell steigen, wenn Anleger in vernachl&auml;ssigte Unternehmen mit attraktiven Bewertungen umschichten.<\/p><p>Nat&uuml;rlich ist dieses Ergebnis nicht garantiert, und wir glauben nicht, dass die gezielte Ausrichtung auf Aktien mit negativem Beta eine umsichtige Anlagestrategie ist. Aber es unterstreicht einen wichtigen Punkt: Das Marktrisiko liegt nicht immer dort, wo die Performance auf Indexebene es vermuten l&auml;sst.&nbsp;<\/p><p><strong>Blicken Sie &uuml;ber die Marktf&uuml;hrer hinaus<\/strong><\/p><p>Der KI-Boom ist real und sollte nicht ignoriert werden. Wir sind jedoch der Ansicht, dass aktive Anleger &uuml;ber die Index-Giganten hinaus nach Unternehmen mit glaubw&uuml;rdigem Gewinnwachstum, soliden Bilanzen, attraktiven Bewertungen und begrenztem Disruptionsrisiko suchen sollten.<\/p><p>Ein Markt, in dem sich mehr Aktien gegen den Index bewegen, kann unruhig wirken. Gleichzeitig kann er Anleger auch auf Unternehmen aufmerksam machen, die vom aktuellen Handel mit KI-Infrastruktur &uuml;berschattet werden. Wenn sich die Vorteile der KI ausweiten und sich die Fundamentaldaten wieder durchsetzen, k&ouml;nnten die heute &uuml;bersehenen Aktien zu einer wichtigen Quelle zuk&uuml;nftiger Ertr&auml;ge werden.<\/p><p><strong><em>Von Kurt Feuerman, Chief Investment Officer&mdash;Select US Equity Portfolios bei AllianceBernstein<\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"60231\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-07-31T14:47:33+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:08:28+02:00"},{"id":60224,"title":"Banken pr\u00e4sentieren sich in guter Form: Senior Bankanleihen bleiben attraktiv","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/217-eyb-wallwitz\/artikel\/60224-banken-praesentieren-sich-in-guter-form-senior-bankanleihen-bleiben-attraktiv","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/HIZtoO4SO932al1qEDCuMT4J4WfiBJY0.png?s=9501f8186da6cf0a6b42612e05b60692","content_html":"<p>In der laufenden Berichtssaison haben Banken weltweit positiv &uuml;berrascht und zum Teil Rekordergebnisse pr&auml;sentiert. Aus Investorensicht ist es sinnvoll, die Gewinnentwicklung im Bankensektor differenziert zu betrachten. Eine Bank mit gro&szlig;em Investmentbanking-Arm profitiert im aktuellen Umfeld deutlich von hoher Kapitalmarktvolatilit&auml;t im Handelsgesch&auml;ft sowie vom spezifischen Finanzierungsbedarf und der erh&ouml;hten M&amp;A-\/IPO-Aktivit&auml;t. Banken mit ausgepr&auml;gtem Kreditvergabe-Fokus profitieren dagegen von einem hohen Zinsniveau sowie einer steilen Zinskurve. Aktuell w&uuml;rden wir letzteren den Vorzug geben. Allerdings sind Anlagen in Bankaktien und -Anleihen nur dann sinnvoll, wenn das &ouml;konomische Umfeld stabil bleibt. Japanische Banken sind aufgrund ihrer Gr&ouml;&szlig;e und der lokalen Marktdynamik interessant. In Europa sind Banken aus der Peripherie oder mit &uuml;ber mehrere Gesch&auml;ftsbereiche diversifizierter Aufstellung einen Blick wert, ebenso die gro&szlig;en US-Banken.<\/p><p><strong>Regionale Differenzierung ist wichtig<\/strong><\/p><p>Japan ist aus Zinseinkommenssicht aussichtsreich, da die Bank of Japan die Zinsen am kurzen Ende relativ niedrig bel&auml;sst, w&auml;hrend Sorgen um die Staatsfinanzen sowie die Normalisierung der BoJ-Politik die Renditen am langen Ende stark nach oben treiben und somit die Kurve versteilern.<\/p><p>Die Entwicklung in Europa ist etwas nuancierter: Das erreichte Zinsniveau wirkt &uuml;ber das Repricing der Kreditb&uuml;cher weiterhin positiv, wobei die Dauer dieses Effekts fraglich ist. Ferner ist die Steilheit der Zinskurve sehr relevant: Entscheidend ist dabei, woraus sie sich speist. Die aktuelle Versteilung geht von einem festen kurzen Ende bei gleichzeitig durch Fiskalsorgen getriebenen langen Renditen aus und wirkt damit margenst&uuml;tzend; verlagerte sie sich k&uuml;nftig auf ein fallendes kurzes Ende, kehrte sich dieser Effekt kurzfristig eher um. Die entscheidende Frage in Europa ist jedoch die Einlagenseite auf Ebene der einzelnen Bank &ndash; sprich, wie stark sich die Verzinsung der Einlagen relativ zum Kreditbuch anpasst. Franz&ouml;sische Banken sind hier durch regulierte, staatlich gesetzte Sparzinsen benachteiligt, w&auml;hrend spanische und italienische Banken profitieren, da weniger Relativ-Wettbewerb um Einlagen besteht und sie diese nicht so schnell an die EZB-Leitzinsen anpassen m&uuml;ssen. Viele Banken k&ouml;nnen ihr Zinseinkommen zudem &uuml;ber gesundes Kreditwachstum gut steuern.<\/p><p>In den USA ist die Einlagendynamik st&auml;rker vom Wettbewerb gepr&auml;gt, der trotz kr&auml;ftigen Kreditwachstums auf die Zinsmargen dr&uuml;ckt. Es lohnt sich hier, &uuml;ber eine bedeutende Gr&ouml;&szlig;e zu verf&uuml;gen, um nicht zu stark von lokalem Wettbewerb abh&auml;ngig zu sein.<\/p><p>Insgesamt d&uuml;rfte die Regulatorik zus&auml;tzlich unterst&uuml;tzend wirken: Sowohl in den USA als auch in Europa zeichnet sich eine Entlastung bei den Leverage-Ratio-Anforderungen und Kapitalpuffern ab, die den Banken zus&auml;tzliche Bilanzkapazit&auml;t verschafft. In den USA erleichtert die rekalibrierte Leverage Ratio zudem das Halten von Staatsanleihen und die Intermediation im Treasury-Markt, was in h&ouml;heren Ertr&auml;gen m&uuml;nden kann.<\/p><p><strong>Bankenanleihen bleiben interessant<\/strong><\/p><p>Mit Blick von der Anleiheseite bleiben Banken weiterhin interessant, da sie fundamental so solide aufgestellt sind wie seit Jahren nicht mehr. Die Profitabilit&auml;t hat sich stark verbessert, die Kapitalisierungsmetriken sind solide, und Asset-Qualit&auml;t sowie Risikovorsorgetendenzen sind nicht besorgniserregend. Dabei bieten Senior-Bankanleihen weiterhin einen interessanten Renditeaufschlag gegen&uuml;ber Staatsanleihen oder &auml;hnlich gerateten Unternehmensanleihen bei moderaten Laufzeiten. Nachranganleihen bzw. AT1-Papiere k&ouml;nnen angesichts der soliden Bilanzen ebenfalls interessant sein; allerdings sind die Renditeniveaus hier relativ zu den historischen Niveaus bereits sehr niedrig, was sie insbesondere im Falle von Kapitalmarktverwerfungen anf&auml;llig macht.<\/p><p><strong><em>Von <strong>John Petersen, Portfoliomanager bei Eyb &amp; Wallwitz<\/strong><\/em><\/strong><\/p>[infoBox]<p><strong>&Uuml;ber den Autor:&nbsp;<\/strong>John Petersen, CFA arbeitet seit 2023 als Portfoliomanager bei Eyb &amp; Wallwitz. Er ist auf die fundamentale Anleihenselektion- und allokation spezialisiert und verantwortet als Co-Manager den Phaidros Funds Kairos Anleihen sowie individuelle Kundenmandate. Zuvor war Herr Petersen von 2019 bis 2022 bei der MEAG Munich ERGO Asset Management GmbH (MEAG) und von 2022 bis 2023 bei der Helaba Invest im Bereich Credit jeweils als Portfoliomanager t&auml;tig. Herr Petersen besitzt einen Master of Science in Financial Analysis von der J&ouml;nk&ouml;ping International Business School in Schweden. Zudem ist er CFA Charterholder.<\/p><p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/QHNxW7U1U0\" target=\"_blank\">Weitere Beitr&auml;ge von John Petersen auf e-fundresearch.com<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/LxGBGLiOw3\" target=\"_blank\">Mit John Petersen auf LinkedIn vernetzen<\/a><\/p>[\/infoBox]<p>[topArticles id=\"60224\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-07-31T11:53:27+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:09:20+02:00"},{"id":60223,"title":"Deutsches Wunderkind im Zwangsverkauf: 67 % Minus f\u00fcr Aschenbrenners AI-Fonds","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/managers\/artikel\/60223-deutsches-wunderkind-im-zwangsverkauf-67-minus-fuer-aschenbrenners-ai-fonds","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/wnSaZ5W3Qeosmnu7x4uGHQ0PXRDejd1y.png?s=abe0d435d69169cd39dd1ab227067500","content_html":"<p>[infoBox]<\/p><p><em><sub>AI-generierte Zusammenfassung&nbsp;<\/sub><\/em><\/p><p><strong>&#9749; e-fundresearch.com Espresso, die Meldung in 30 Sekunden:&nbsp;<\/strong><\/p><p>Der in Deutschland geborene Ex-OpenAI-Forscher Leopold Aschenbrenner, 25, galt als prominentester Kopf des AI-Investmenttrades. Sein 2024 gegr&uuml;ndeter Hedgefonds Situational Awareness erzielte von Jahresbeginn bis Ende Juni 2026 netto einen Return von 439 %. Im Juli kippte der Trade: Long-Positionen in AI-Infrastruktur wie SK Hynix, Micron, SanDisk, CoreWeave und Nebius brachen ein, Short-Positionen in Software-Titeln liefen gegen den Fonds. Bei rund vierfacher Hebelung war die Position nicht zu halten. Die Prime Broker Goldman Sachs, JPMorgan, Bank of America und Citigroup wirkten an der Abwicklung mit, Ken Griffins Citadel &uuml;bernahm den fremdfinanzierten Teil des Public-Equity-Portfolios. Nach dem Deal verbleiben laut Reuters rund 10 Mrd. USD, darunter die nicht verkaufte Anthropic-Beteiligung.<\/p>[\/infoBox]<p>Es ist einer der schnellsten Aufstiege und Abst&uuml;rze, den der Hedgefonds-Markt seit Jahren gesehen hat. Leopold Aschenbrenner kam mit 15 Jahren aus Deutschland an die Columbia University und graduierte 2021 mit 19 Jahren als Valedictorian seines Jahrgangs.<sup>1<\/sup> Danach arbeitete er im Superalignment-Team von OpenAI, das ihn 2024 entlie&szlig;. Im Juni desselben Jahres ver&ouml;ffentlichte er einen 165-seitigen Essay mit dem Titel &bdquo;Situational Awareness&ldquo;, der die Skalierung von Rechenleistung, Halbleitern, Memory und Energieinfrastruktur zur zentralen Investmentfrage der Dekade erkl&auml;rte. Kurz darauf machte er daraus einen Hedgefonds, ohne jede vorherige Investmenterfahrung.<\/p><p><strong>439 % in sechs Monaten, dann der Bruch<\/strong><\/p><p>Von Jahresbeginn bis Ende Juni 2026 erzielte Situational Awareness laut <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/O9TUWhOuBt\" target=\"_blank\">Reuters<\/a> netto einen Return von 439 %.<sup>2<\/sup> Die Zahl stammt aus einem Investorenbrief, ein gepr&uuml;fter Track Record liegt nicht vor. Aschenbrenner wurde zu einer Kultfigur des AI-Trades, der Podcaster Tim Ferriss nannte ihn den &bdquo;Nostradamus of AI&ldquo;.<sup>1<\/sup> Zu den Investoren z&auml;hlten Jane Street, die Stripe-Gr&uuml;nder Patrick und John Collison sowie Nat Friedman und Daniel Gross.<sup>2<\/sup><\/p><p>[advertorial]<\/p><p>Zur Dimension: Auf dem H&ouml;hepunkt Anfang Juli f&uuml;hrte <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/v911f1M1mD\" target=\"_blank\">CNBC<\/a> den Fonds mit bis zu 45 Mrd. USD,<sup>3<\/sup> Reuters und Bloomberg nennen rund 20 Mrd. USD.<sup>2,<\/sup><sup>4<\/sup> Die Differenz l&auml;sst sich plausibel &uuml;ber Brutto-Exposure inklusive Leverage gegen&uuml;ber Netto-Assets erkl&auml;ren, offiziell aufgel&ouml;st ist sie nicht.<\/p><p>[webinar id=\"60223\" blank=\"0\"]<\/p><p>Im Juli drehte alles zugleich. Die gr&ouml;&szlig;ten Long-Positionen des Fonds, unter anderem Nebius Group, SanDisk, Micron und CoreWeave, verloren im Monatsverlauf jeweils mehr als 35 %, wie CNBC unter Verweis auf Filings berichtet.<sup><a href=\"#user-content-fn-3\">3<\/a><\/sup> Parallel liefen Short-Positionen in Software-Namen wie Adobe scharf gegen das Portfolio.<sup>3<\/sup> Bei einer kolportierten vierfachen Hebelung des Aktienbuchs war das nicht mehr auszusitzen.<sup>5<\/sup><\/p><p><strong>Die Prime Broker zogen die Rei&szlig;leine<\/strong><\/p><p>Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Bank of America und Citigroup wirkten laut <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/O9TUWhOuBt\" target=\"_blank\">Reuters<\/a> an einer geordneten Reduktion der Positionen mit, bevor Citadel den fremdfinanzierten Teil des Portfolios &uuml;bernahm.<sup>2<\/sup> Der Fonds stand vor der Wahl, frisches Kapital einzusammeln oder das Buch abzugeben, und entschied sich f&uuml;r Letzteres.<sup>2<\/sup> Ob formale Margin Calls vorausgingen, ist nicht abschlie&szlig;end best&auml;tigt.<sup>3<\/sup> Laut <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/Zg6oCGtFfp\" target=\"_blank\">Bloomberg<\/a> schrumpften die Assets auf rund 10 Mrd. USD.<sup>4<\/sup> Die Beteiligung an Anthropic wurde nicht verkauft, ein Sprecher dementierte entsprechende Marktger&uuml;chte ausdr&uuml;cklich.<sup>3<\/sup><\/p><p>Aschenbrenner selbst machte in einem Investorenbrief laut Wall Street Journal Short-Seller verantwortlich, die die Positionen des Fonds gezielt attackiert und die Verluste verst&auml;rkt h&auml;tten.<sup>2<\/sup> Bemerkenswert: Genau jene Titel, die den Fonds gerissen haben, zogen am 30. und 31. Juli kr&auml;ftig an. SK Hynix legte in Seoul zweistellig zu, wie <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/0JDECM4Y5X\" target=\"_blank\">CNBC<\/a> berichtet,<sup>6<\/sup> Micron gewann in den USA rund 18 %.<sup>7<\/sup><\/p><p><strong>Was Allokatoren aus dem Fall mitnehmen<\/strong><\/p><p>Der Einzelfall steht f&uuml;r ein Strukturproblem. Globale Hedgefonds verzeichnen laut <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/O9TUWhOuBt\" target=\"_blank\">Reuters<\/a> den gr&ouml;&szlig;ten monatlichen Drawdown ihrer Erhebungshistorie.<sup>2<\/sup> Am h&auml;rtesten traf es Asien: Asien-fokussierte Aktien-Hedgefonds steuern laut einer Prime-Brokerage-Notiz von <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/Gq1CroH4ls\" target=\"_blank\">Goldman Sachs<\/a> auf den gr&ouml;&szlig;ten Monatsverlust ihrer Erhebungshistorie zu, fundamentale Long\/Short-Fonds der Region lagen bis zum 28. Juli im Schnitt 18,6 % im Minus.<sup>8<\/sup> Von ihrem H&ouml;chststand am 22. Juli, als sie im Jahresverlauf noch 40 % vorne lagen, gaben sie rund 21 Prozentpunkte ab.<sup>8<\/sup> Der Philadelphia Semiconductor Index gab vom Juni-Hoch 28,6 % ab.<sup>5<\/sup> Wenn dieselbe These von zu vielen Adressen mit zu viel Leverage gespielt wird, wird der Exit selbst zum Kursrisiko.<\/p><p>[topArticles id=\"60223\" blank=\"0\"]<\/p><p><sub>1 Alice Tecotzky, &bdquo;Meet the Gen Z AI whiz at the center of a hedge fund meltdown&ldquo;, Business Insider, 31. Juli 2026. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/1GdzAUIh42\" target=\"_blank\">https:\/\/www.businessinsider.com\/situational-awareness-keeps-anthropic-stake-portfolio-sale-citadel-2026-7<\/a><\/sub><\/p><p><sub>2 Anirban Sen und Manya Saini, &bdquo;Citadel buys most of Situational's stock holdings after AI share rout, sources say&ldquo;, Reuters, 30. Juli 2026. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/O9TUWhOuBt\" target=\"_blank\">https:\/\/www.reuters.com\/technology\/citadel-buys-most-situationals-stock-holdings-after-ai-share-rout-sources-say-2026-07-30\/<\/a><\/sub><\/p><p><sub>3 David Faber, &bdquo;AI investor Leopold Aschenbrenner forced to unwind all public stock positions after steep losses, sources say&ldquo;, CNBC, 30. Juli 2026. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/v911f1M1mD\" target=\"_blank\">https:\/\/www.cnbc.com\/2026\/07\/30\/leopold-aschenbrenners-hedge-fund-is-facing-steep-ai-losses.html<\/a><\/sub><\/p><p><sub>4 &bdquo;Situational Awareness Drops to $10 Billion on Citadel Pact&ldquo;, Bloomberg, 30. Juli 2026. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/Zg6oCGtFfp\" target=\"_blank\">https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2026-07-30\/situational-awareness-assets-fall-to-10-billion-after-losses<\/a><\/sub><\/p><p><sub>5 &bdquo;Citadel Buys Situational Awareness Portfolio as 4x Leverage Ends AI Fund's 1,000% Run&ldquo;, Tech Times, 30. Juli 2026. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/uEmUIKIHmC\" target=\"_blank\">https:\/\/www.techtimes.com\/articles\/322285\/20260730\/citadel-buys-situational-awareness-portfolio-4x-leverage-ends-ai-funds-1000-run.htm<\/a><\/sub><\/p><p><sub>6 &bdquo;SK Hynix shares surge 25%, while Samsung soars over 20% as AI rally roars back&ldquo;, CNBC, 31. Juli 2026. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/0JDECM4Y5X\" target=\"_blank\">https:\/\/www.cnbc.com\/2026\/07\/31\/sk-hynix-samsung-ai-rally-chipmakers.html<\/a><\/sub><\/p><p><sub>7 &bdquo;Memory Stocks Blast Off: Micron, SK Hynix, SanDisk, Western Digital, and Seagate All Rally Double-Digits&ldquo;, 24\/7 Wall St., 30. Juli 2026. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/l49Acd4KMj\" target=\"_blank\">https:\/\/247wallst.com\/investing\/2026\/07\/30\/memory-stocks-blast-off-micron-sk-hynix-sandisk-western-digital-and-seagate-all-rally-double-digits\/<\/a><\/sub><\/p><p><sub>8 &bdquo;Asia stock-picking hedge funds set for record monthly loss, Goldman says&ldquo;, Reuters, 30. Juli 2026. <a href=\"https:\/\/e-fundresearch.com\/c\/Gq1CroH4ls\" target=\"_blank\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/china\/asia-stock-picking-hedge-funds-set-record-monthly-loss-goldman-says-2026-07-30\/<\/a><\/sub><\/p>","date_created":"2026-07-31T10:23:25+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:09:18+02:00"},{"id":60222,"title":"\u00d6l, Gas und Zinsen: Die Folgen der erneuten Hormus-Krise","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/149-natixis-investment-managers\/artikel\/60222-oel-gas-und-zinsen-die-folgen-der-erneuten-hormus-krise","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/p7ENQYaX9rELU191agUn3QFjNKA3pC6y.png?s=fe138a6d2dba5114f0f4c672336d9a55","content_html":"<p>Pincemaille: &bdquo;Nicht einmal einen Monat! So kurz hatte das nun geplatzte Rahmenabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran Bestand. Nun verkl&auml;ren sich die beiden Kriegsparteien jeweils zu den H&uuml;tern der Meerenge von Hormus, die erneut weitgehend unpassierbar ist. Diese zweite Blockade ereignet sich zu einem Zeitpunkt, zu dem die amerikanischen &Ouml;lvorr&auml;te auf den niedrigsten Stand seit 45 Jahren gesunken sind<sup>1<\/sup>, sodass die Folgen gravierender ausfallen k&ouml;nnten als im zweiten Quartal. Es bedarf also einer neuen Einsch&auml;tzung der Lage, w&auml;hrend die Aktienm&auml;rkte frische Allzeithochs erklimmen.<\/p><p>Der erstaunlich reibungslosen Erholung des Schiffsverkehrs nach der Unterzeichnung des Abkommens und dem gleichzeitigen Preissturz am Roh&ouml;lmarkt liegt dieselbe Ursache zugrunde: der Wunsch der Golfstaaten, sich der &Ouml;lf&auml;sser, die sich seit der ersten Konfliktphase bei ihnen stauen, m&ouml;glichst schnell zu entledigen. Diese L&auml;nder haben einen Abschlag auf den Referenzpreis in Kauf genommen, um ihre &uuml;bersch&uuml;ssige Produktion zu Geld zu machen, bevor ihre Lagerkapazit&auml;ten g&auml;nzlich zu Neige gehen. Hierzu konnten sie die seit Beginn des Konflikts im Nadel&ouml;hr von Hormus feststeckenden Tanker nutzen. Fazit: In Windeseile sind die Roh&ouml;lexporte wieder auf 80&nbsp;% des Niveaus vor Ausbruch des Konflikts angestiegen. Seit die &Ouml;llieferungen wieder stocken, hat erwartungsgem&auml;&szlig; der &Ouml;lpreis wieder angezogen.<\/p><p>V&ouml;llig anders sieht es bei Raffinerieerzeugnissen aus, die bekanntlich zur Berechnung der gesamtwirtschaftlichen Preisindizes herangezogen werden. Anders als bei Roh&ouml;l gibt es hier keine strategischen Reserven oder Akteure mit &Uuml;bersch&uuml;ssen, die bereit w&auml;ren, diese zu Schleuderpreisen an den Markt zu bringen. Aus diesem Grund wurden Raffinerieprodukte wie Diesel und Benzin schon vor Wiederaufnahme der Kampfhandlungen zu einem Preis von 90 bis 100 US-Dollar je Barrel Roh&ouml;leinheiten gehandelt. Ber&uuml;cksichtigt man &uuml;berdies die Sch&auml;den an der russischen F&ouml;rderinfrastruktur, so ist diese Zahl dem CEO von TotalEnergies zufolge derzeit in der N&auml;he von 130&nbsp;US-Dollar anzusetzen. Die gro&szlig;en Gewinner der jetzigen Situation sind angesichts ihrer historisch hohen Margen somit die Raffinerien.<\/p><p>[webinar id=\"60222\" blank=\"0\"]<\/p><p>Eine weitere Situation, die es zu beobachten gilt: die des europ&auml;ischen Gasmarkts. Obschon Katar nicht der Hauptlieferant der europ&auml;ischen L&auml;nder ist, f&auml;llt auf, dass die Neuausrichtung der Gasstr&ouml;me seit Beginn des Konflikts auf Kosten unserer Region erfolgt ist. So zeigen sich in Europa bereits Schwierigkeiten, die Reserven mit Blick auf den Winter wieder aufzubauen. Glaubt man dem norwegischen Energiekonzern Statoil, so sind die europ&auml;ischen Gasspeicher derzeit nur zu 53&nbsp;% gef&uuml;llt, w&auml;hrend es vor einem Jahr 61&nbsp;% waren und der Durchschnittswert bei 66&nbsp;% liegt. Der Statoil-CEO bezeichnet die Lage denn auch als &bdquo;prek&auml;r&ldquo;. Noch dazu hat die j&uuml;ngste Hitzewelle aufgrund der vermehrten Klimatisierung insbesondere die Gaskraftwerke in Anspruch genommen, da eine Windflaute herrschte und die Stromproduktion der Kernkraftwerke gedrosselt werden musste. So erkl&auml;rt sich der diesj&auml;hrige Anstieg des europ&auml;ischen Referenzpreises TTF: Dieser ist um +120&nbsp;% auf 62&nbsp;&euro;\/MWh geschnellt.<\/p><p>Weiter s&uuml;dlich sind nunmehr gro&szlig;e Man&ouml;ver im Gang, um zur Umgehung der Meerenge alternative Routen auszubauen. Die probateste L&ouml;sung scheint im Pipeline-Transport von Erd&ouml;lprodukten zu bestehen, wie das Vorhaben der Vereinigten Arabischen Emirate zur Verdoppelung der Exportkapazit&auml;ten &uuml;ber den Hafen Fudschaira oder auch die vom Irak geplante Pipeline bis zum Mittelmeer beweisen. Das Thema besch&auml;ftigt auch die Analysten der US-Bank Goldman Sachs: Sie gehen davon aus, dass die Erweiterung oder der Bau von &Ouml;lpipelines eine Erh&ouml;hung der Transitkapazit&auml;t um 3,8&nbsp;Mio.&nbsp;Barrel\/Tag bis Ende 2027 und um 7,3&nbsp;Mio.&nbsp;Barrel\/Tag bis 2028 erm&ouml;glichen d&uuml;rften, bei einer Gesamtkapazit&auml;t von 14&nbsp;Mio.&nbsp;Barrel\/Tag.<\/p><p>Trotz dieser ermutigenden Zahlen k&ouml;nnen diese Projekte auf kurzer Sicht jedoch nichts gegen eine m&ouml;gliche operative Stressphase ausrichten. Aus diesem Grund sollten Anleger die weitere Entwicklung genau im Auge behalten, zumal eine historisch eher ung&uuml;nstige Saison auf die Aktienm&auml;rkte zukommt.<\/p><p>An den Anleihem&auml;rkten d&uuml;rfte dieses Wiederaufflammen der Teuerung die gro&szlig;en Zentralbanken in ihrem Straffungskurs best&auml;tigen, allen voran die amerikanische, die sich einer besonders deutlichen KI-bedingten Inflation gegen&uuml;bergestellt sieht. Bedenkt man &uuml;berdies die flache Zinsstrukturkurve, so spricht wenig daf&uuml;r, Durationsrisiken einzugehen, bevor das &Ouml;l wieder &ndash; um den US-Pr&auml;sidenten zu zitieren &ndash; &bdquo;flie&szlig;t wie nie zuvor&ldquo; &hellip;<\/p><p>Patrick Sobotta, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Natixis IM f&uuml;r Mittel- und Osteuropa. erg&auml;nzt: &bdquo;Trotz dieser ermutigenden Zahlen k&ouml;nnen diese Projekte auf kurzer Sicht jedoch nichts gegen eine m&ouml;gliche operative Stressphase ausrichten. Aus diesem Grund sollten Anleger die weitere Entwicklung genau im Auge behalten, zumal eine historisch eher ung&uuml;nstige Saison auf die Aktienm&auml;rkte zukommt.<\/p><p>An den Anleihem&auml;rkten d&uuml;rfte dieses Wiederaufflammen der Teuerung die gro&szlig;en Zentralbanken in ihrem Straffungskurs best&auml;tigen, allen voran die amerikanische, die sich einer besonders deutlichen KI-bedingten Inflation gegen&uuml;bergestellt sieht. Bedenkt man &uuml;berdies die flache Zinsstrukturkurve, so spricht wenig daf&uuml;r, Durationsrisiken einzugehen, bevor das &Ouml;l wieder &ndash; um den US-Pr&auml;sidenten zu zitieren &ndash; &bdquo;flie&szlig;t wie nie zuvor&ldquo; &hellip;&ldquo;<\/p><p>[topArticles id=\"60222\" blank=\"0\"]<\/p><p><sub>1 Auf das 43-Fache des Tagesverbrauchs.<\/sub><\/p><p><sub>2 Zwischen dem 10. und dem 12. Juli betr&auml;gt der R&uuml;ckgang laut der Website <em>Marine Traffic<\/em> 52 %.<\/sub><\/p>","date_created":"2026-07-31T08:35:05+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:08:29+02:00"},{"id":60221,"title":"US-Inflation sendet vorsichtiges Entspannungssignal","url":"https:\/\/e-fundresearch.com\/newscenter\/21-janus-henderson-investors\/artikel\/60221-us-inflation-sendet-vorsichtiges-entspannungssignal","image":"https:\/\/e-fundresearch.com\/img\/files\/iXZpIdUHqjYZUDUMQURqNAwsmgvw8tIC.png?s=31b138880f5f870bb4cec363d810785f","content_html":"<p>Die PCE-Zahlen lagen leicht unter den Erwartungen: Der Gesamtindex lag bei -0,1 % im Monatsvergleich bzw. +3,7 % im Jahresvergleich, w&auml;hrend der wichtigere Kernindex bei +0,1 % im Monatsvergleich bzw. +3,3 % im Jahresvergleich lag. Dies ist der erste R&uuml;ckgang des Gesamtindex im Monatsvergleich seit Juli 2022. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass der WTI (haupts&auml;chlich in den USA gef&ouml;rderte &Ouml;lsorte West Texas Intermediate) im Juni um 20 % gefallen war (und im Juli nun wieder um 21 % gestiegen ist). Zwar legt die Fed gro&szlig;en Wert auf den Kern-PCE und strebt ausdr&uuml;cklich eine Gesamt-PCE-Inflationsrate von 2 % an, doch da ein Gro&szlig;teil der PCE-Zahlen im Grunde bereits feststeht, sobald die CPI- und PPI-Zahlen f&uuml;r Juni zu Monatsbeginn vorlagen, ist die eigentliche Ver&ouml;ffentlichung des PCE in der Regel ein &bdquo;Non-Event&ldquo;. Dies gilt heute umso mehr, nachdem Warsh auf der gestrigen Pressekonferenz angedeutet hat, dass er &bdquo;ein breiteres Spektrum an Inflationsdaten als nur die PCE-Zahlen im Blick hat&ldquo;. Warsh hat betont, dass es der Fed &bdquo;auf die Trends in den Daten ankommt&ldquo; und sie sich nicht &uuml;berm&auml;&szlig;ig auf einzelne Datenpunkte konzentriert. Dies ist ein Datenpunkt, der in die richtige Richtung weist. Zwar gibt es Anzeichen daf&uuml;r, dass der Trend ab jetzt etwas positiver ausfallen k&ouml;nnte, da wir den Zolleffekt aus dem letzten Jahr langsam hinter uns lassen, doch bleibt der &Ouml;lpreis volatil und der Ausbau der KI schreitet z&uuml;gig voran.&nbsp;<\/p><p><strong><em>Von Addison Maier, Portfoliomanager, Janus Henderson Investors <br><\/em><\/strong><\/p><p>[topArticles id=\"60221\" blank=\"0\"][webinar id=\"60221\" blank=\"0\"]<\/p>","date_created":"2026-07-31T08:07:50+02:00","date_modified":"2026-08-05T03:08:30+02:00"}]}