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Österreich Aktienfonds im Jahr 2008

2008 war ein Jahr der Herausforderungen für Österreich-Aktien Fondsmanager. Friedrich Erhart, Pioneer Investments (Austria) verlängerte die Outperformance Serie auf 19 Jahre, Peter Till, C-QUADRAT, hat das beste Jahresergebnis. Manfred Zourek, ERSTE-SPARINVEST, setzt auf das Rebound-Potenzial. Funds | 08.01.2009 05:35 Uhr

Performance der Österreich Aktienfonds im Überblick

Das beste Ergebnis im vergangenen Jahr erzielte der C-QUADRAT  Absolute Austrian Equity mit -44,38 Prozent, gefolgt vom Meinl Equity Austria mit -55,68 Prozent. An dritter Position im Ranking des Jahres 2008 lag der ESPA VINIS Stock Austria mit -56,62 Prozent Performance. Zum Vergleich: ATX -61,2 Prozent, ATX Prime -63,81 Prozent und MSCI Austria -66,58 Prozent. Der von Manfred Zourek, ERSTE-SPARINVEST verwaltete ESPA STOCK VIENNA erzielte im letzten Jahr eine Performance von -64,73 Prozent und Friedrich Erhart erreichte mit dem Pioneer Funds Austria - Austria Stock mit -62,60 Prozent ein besseres Ergebnis als der Vergleichsindex (weitere Daten siehe Tabelle rechts oben, Reihung nach 5-Jahresperformance).  

Highlight 2008: 19 Jahre Outperformance von Friedrich Erhart, Pioneer Investments (Austria)

Trotz schwieriger Marktbedingungen und starker Kursverlusten an der Wiener Börse gab es aus Sicht der Fondsmanager und Analysten auch ein besonders positives Highlight des Jahres 2008. Friedrich Erhart, Pioneer Investments (Austria) und Fondsmanager des Pioneer Funds Austria - Austria Stock A konnte zum wiederholten Mal die Benchmark, den ATX Prime, schlagen und somit die beindruckende Outperformance Serie auf 19 Jahre verlängern. Im vergangenen Jahr erzielte Erhart eine Performance von -62,6 Prozent gegenüber -63,81 Prozent für den Index. Aufgrund der hohen absoluten Zahlen erscheint die Outperformance von 1,21 Prozent als gering. Dies ist jedoch im Kontext des turbulenten Marktumfeldes zu sehen. In unruhigen Marktphasen kämpfen Fondsmanager nicht nur gegen den Markt, sondern auch gegen Mittelzu- und -abflüsse, die Anpassungen des Portfolios erfordern und die erfolgreiche Erfüllung der Hauptaufgabe des Fondsmanagers - die Outperformance des Index - deutlich erschweren.

Wiener Börse: Tor zum Osten für ausländische Investoren

Peter Till, Fondsmanager des C-QUADRAT Absolute Austrian Equity: "Die Bedeutung ausländischer Investoren an der Wiener Börse ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Während im Jahr 2003 noch 75 Prozent des Umsatzes von inländischen Investoren kam und nur 25 Prozent aus dem Ausland, lag der Anteil der inländischen Investoren im Dezember 2008 bei nur mehr einem Drittel. Zwei Drittel entfielen auf ausländische Investoren. Auch bereits im Jahr 2007 hatten wir diese Verteilung. Es könnte also sein, dass sich die Umsätze auf diesem Niveau und in dieser Struktur einpendeln."

Die Verankerung der Wiener Börse in Osteuropa wurde zuletzt auch durch die Beteiligungen an den Börsen in Budapest, Prag, Laibach und in kleineren Märkten unterstrichen. Peter Till: "Der österreichische Markt wird auch weiterhin als ´Tor zum Osten´ gesehen. Das wird ein zentrales Thema bleiben."

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Mehr Wachstum in Osteuropa

Für Peter Till bleibt der wirtschaftliche Trend in Osteuropa intakt. "Osteuropa hat weiterhin ein höheres Wachstum und auch in Zeiten einer Finanzkrise wird dies so bleiben. Wenn CEE nicht mehr fünf Prozent, sondern nur mehr 1,3 Prozent wachsen sollte, liegt dies immer noch weit über dem erwarteten, negativen Wachstum im EU-Durchschnitt für 2009. Das Wachstum geht - wenn auch geringer - weiterhin von dieser Region aus. Auch in Rezessionszeiten werden in Osteuropa Konsumgüter gekauft, Autoversicherungen abgeschlossen, Wohneigentum erworben um den Lebensstandard zu verbessern. Die Nachbarländer sind extrem am Aufholen. In Rezessionszeiten natürlich etwas schaumgebremster."

Auch Manfred Zourek ist vom Wachstumspotenzial Osteuropas überzeugt: "Das Ausmaß der realwirtschaftlichen Auswirkungen der Finanzkrise sind aktuell noch schwer abschätzbar. Dies ist auch daraus ersichtlich, dass die Schätzungen für das Wirtschaftswachstum 2009 laufend nach unten revidiert werden. Davon sind die osteuropäischen Staaten nicht ausgenommen. Selbst bei weiteren Revisionen gehen wir jedoch davon aus, dass Osteuropa 2009 höhere Wachstumsraten als Westeuropa aufweisen wird."

Risiko einer Abschwächung des Wachstums?

Peter Till, C-QUADRAT, zum Risiko einer Abschwächung des Wachstums in Osteuropa: "Ich glaube schon, dass dieses Risiko besteht. Ich glaube aber nicht, dass dies ein unverhältnismäßig höheres Risiko ist als in Zentral- oder Westeuropa."

Friedrich Erhart, Pioneer, sieht Chancen, jedoch auch Risiken in Osteuropa: "Das Risiko einer Abschwächung des Wachstums in Osteuropa ist meiner Ansicht nach gegeben. Vor allem in der Autoindustrie sind die Auswirkungen sichtbar." Weiters könnten Währungsturbulenzen in Osteuropa zu (Fremdwährungs)Kreditausfällen westlicher Banken führen. Diese Entwicklung würde vor allem auch die österreichischen Banken treffen."

Jahrelang war Osteuropa die Triebfeder für die Wiener Börse, bis im vergangenen Jahr der Appetit auf Investments in Wachstumsmärkten stark zurückgefahren wurde und ausländische institutionelle Investoren auch in Wien von der Käufer- auf die Verkäuferseite wechselten. "Für österreichische Unternehmen wurde der Osteuropa-Bonus zum Teil zu einem Osteuropa-Malus", erklärt Fritz Erhart im Gespräch mit e-fundresearch.com.

Aktive Positionierungen der Fondsmanager

Peter Till konnte im letzten Jahr mit -44,38 Prozent das beste aller Österreich-Aktienfonds erzielen. Dies stellt zwar einen deutlichen Verlust dar, zeigt jedoch auch, dass durch aktives Management - auch der Cash-Quote - Anleger vor größeren Kursverlusten geschützt werden können und dies auch schätzen.

Die folgende Strategie hat für Peter Till zum Erfolg 2008 geführt. Im vergangenen Jahr wurden zyklische Aktien vermieden, Bank- und Versicherungsaktien untergewichtet und die Cash-Quote erhöht. Dies hat zu einer deutlichen Outperformance gegenüber dem ATX und der Konkurrenz geführt.

Weiterhin volatile Märkte erwartet 

In den kommenden Monaten rechnet Peter Till mit weiterhin stark schwankenden Kursen: "Ich gehe weiterhin von extrem volatilen Märkten aus. Es kann durchaus sein, dass wir einen sehr, sehr festen Januar sehen, der dann von zwei, drei schwachen Monaten gefolgt wird. Das ist nicht auszuschließen. Ich glaube aber schon an eine positive Performance der Aktien in diesem Jahr."

Die Strategien und Positionierungen

In einem Punkt sind sich Fondsmanager derzeit relativ einig: Banken werden noch untergewichtet und zyklische Aktien sind bereits wieder einen Kauf wert. Friedrich Erhart ist im Bankensektor und auch bei Versorgern und im Telekomsektor untergewichtet. Der Energiesektor ist übergewichtet und auch zyklische Unternehmen sind stärker im Portfolio positioniert. Erhart: "In manchen zyklischen Werten waren bereits worst-case Szenarien eingepreist."

Manfred Zourek: "Die Cashquote des Fonds belief sich im vergangenen Jahr auf maximal 10 Prozent. Diese wurde opportunistisch, abhängig von der Marktdynamik, gehalten - nicht jedoch durchgehend über einen längeren Zeitraum. Als Publikums-Aktienfonds sehen wir hohe Cashhaltung nicht als einen wesentlichen Bestandteil der Veranlagung. Kunden können den ESPA STOCK VIENNA täglich kaufen und erwarten dann auch einen Aktienfonds zu besitzen und keinen Cashfonds! Aktuell ist der Fonds voll investiert."

ERSTE-SPARINVEST setzt auf Rebound

Manfred Zourek setzt auf die Erholung des Marktes: "Die aktuelle Positionierung setzt zum einen auf überverkaufte Titel mit Rebound-Potenzial und zum anderen auf ein solides Basisinvestment. Defensive Sektoren finden sich tendenziell nicht auf der Seite der Übergewichte."

Erhart setzt kurzfristig auf Offensive und plant mit einer Investitionsquote von 106 Prozent von einer Bärenmarkt-Rally zu profitieren. Diese Positionierung mit Futures läßt sich sehr flexibel wieder ändern.

Auch Peter Till erhöht den Investitionsgrad wieder: "Aktuell ist es so, dass ich in den letzten Tagen bereits die Cash-Position reduziert habe und auch der eine oder andere Zykliker schon wieder ein Kaufsignal gegeben hat. Fundamental waren die Unternehmen auch schon in den letzten Quartalen sehr günstig. Nur hat uns der Markt eines Besseren belehrt und hat diese fundamental günstig bewerteten Titeln noch günstiger gemacht. Man muß sich in einem zweiten Schritt sicherlich auch ansehen, wie sich die Unternehmensnachrichten entwickeln und sich hier eine Trendumkehr ergeben kann. Wenn die Unternehmen melden, dass sie z. Bsp. Kapazitäten hochfahren, neues Personal einstellen, etc. wären das Indikationen, dass die Unternehmen davon ausgehen, dass die gröbste Krise vorbei zu sein scheint."

Die maximale Cash-Quote im letzten Jahr betrug im Oktober 2008 knapp 50 Prozent und wurde bis Dezember auf 35 Prozent reduziert. Derzeit beträgt die Cash-Quote rund zehn Prozent.

Das beste Jahresergebnis aller Österreich-Aktienfonds im letzten Jahr lag auch in der defensiven Ausrichtung des C-QUADRAT Fonds. "Wir haben diverse Sektoren, vor allem Zykliker und Finanzwerte, vermieden und dafür Cash gehalten. Wir haben auch einige defensive Titel wie Intercell und Rosenbauer ins Portfolio aufgenommen. In Summe waren es vier bis fünf gute Entscheidungen, die dafür verantwortlich waren, dass wir gegenüber dem ATX deutlich weniger verloren hatten", beschreibt Peter Till das Erfolgsrezept 2008.

Ausblick 2009: Performance der österreichischen Aktien wird global bestimmt

Wie bereits oben erwähnt, waren die Umsätze in den letzten Jahren verstärkt von den Aktivitäten ausländischer Marktteilnehmer abhängig. Manfred Zourek, ERSTE-SPARINVEST: "Die Entwicklung des Österreichischen Aktienmarktes wird aktuell - und wahrscheinlich auch noch für den Rest des Jahres - auf globaler Ebene entschieden. Wien wird sich dem internationalen Trend nicht entziehen können. Lokale Faktoren spielen daher derzeit nur eine untergeordnete Rolle. Die hohe Gewichtung der Bankwerte im ATX und deren Geschäftstätigkeit in Osteuropa verlangt jedoch sicher eine genaue Beobachtung der weiteren Entwicklung der dortigen Aktivitäten."

Alle Daten per 31.12.2008 in Euro
Quelle: 

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