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Geduldsprobe für europäische Aktienfonds

Für 2009 rechnen die Manager der besten europäischen Aktienfonds mit einer anhaltend stark volatilen Entwicklung an Europas Börsen, die von schwachen Konjunkturdaten und enttäuschenden Unternehmenszahlen geprägt sein wird. Funds | 23.03.2009 05:00 Uhr

Zu einer Trendwende könne es erst dann kommen, wenn die staatlichen Konjunkturprogramme greifen und das Bankensystem stabilisiert ist, so der Grundtenor unter den Experten. Eine Erholung der Realwirtschaft sei frühestens 2010 zu erwarten, bis dahin wird die Rezession das Geschehen bestimmen.

Auch die besten Fonds sind von der Krise stark gezeichnet

Im Vorjahr haben europäische Aktienfonds quer durch die Reihe eine negative Performance verzeichnet. Bei den besten Fonds der Assetklasse bewegen sich die Verluste in einer Größenordnung zwischen minus acht Prozent und minus 18 Prozent. Bester Fonds nach dem Kriterium risikoadjustierte Rendite ist derzeit der Invesco Pan European Structured Equity. In den letzten fünf Jahren brachte er Anlegern eine durchschnittliche jährliche Performance von 0,76 Prozent – ein Wert der freilich durch die Krise stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Zum Vergleich: Im Oktober des Vorjahres betrug die Performance noch 5,4 Prozent. „Positive Beiträge kamen zuletzt aus der Einzeltitelauswahl und strenger Risikokontrolle mit Fokus auf schwankungsärmere Titel“, so Fondsmanager Thorsten Paarmann.

„Das Chaos an den Märkten hat auch den Fonds geprägt, wenn auch nicht so stark wie andere“, versucht sich Tim Stevenson, Manager des Henderson HF Pan European Equity, angesichts einer Performance von minus 10,64 Prozent im Vorjahr in Zweckoptimismus. Immerhin konnte über die letzten 36 Monate die Benchmark FTSE Europe Index deutlich geschlagen werden. Hier habe sich nach Angaben von Stevenson das Bekenntnis zu mittleren bis größeren Qualitätsunternehmen, die bei einem vernünftigen Preis ein gesundes Wachstumspotenzial versprechen, bestätigt.

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Längerfristig gute Investitionsmöglichkeiten finden

Der Experte für europäische Aktien warnt davor den momentan äußerst attraktiven Bewertungen zuviel Bedeutung zuzumessen. „Niedrige Bewertungen werden nicht ausreichen um einen Aufschwung in Gang zu setzen“, so Stevenson. Nur fundamental gut aufgestellte Unternehmen, die gleichzeitig über gute Geschäftsmodelle verfügen, hätten auch das Potenzial diese schwierige Zeit gut  zu überstehen. Oberstes Ziel sei es diese Unternehmen zu finden um sie langfristig zu halten.

Für Matthew Benkendorf, Manager des Vontobel Fund – European Value Equity zählen bei Investmententscheidungen vor allem nachhaltige und gut einschätzbare Gewinne. „Um ein Unternehmen richtig einschäzen zu können sollte man sich immer zuerst an seiner Ertragskraft orientieren“, so Benkendorf. Vor allem Qualitätsunternehmen – in die der Fonds vorwiegend investiert – würden diese Eigenschaft mit sich bringen.

Einen ähnliche Philosophie pflegt auch Franz Weis von Comgest, Manager des Spängler European Growth Trust. „Wir investeren nur in Unternehmen von deren Qualität wir überzeugt sind“, so Weis. Diese würden dynamisch und gut vorhersehbar wachsen. Diesen Kriterien entsprechen weder Banken, Versicherungen noch zyklische Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Rohstoffe oder Automobil, die dementsprechend auch im Fonds durch Abwesenheit glänzen. 

Wie die Portfolios derzeit zusammengesetzt werden

Philippe Brugere-Trelat, Manager des Franklin Mutual European Fund setzt derzeit vorwiegend auf nicht-zyklische, defensive Sektoren wie Healthcare, Versorger, Basiskonsumgüter und Telekommunikation. Ähnlich schaut auch die Ausrichtung des Portfolios von Invesco-Experten Paarmann aus. Obwohl Weis Wert auf die Feststellung legt, dass er weder auf Länder- noch auf Branchengewichtung Wert legt, sondern ausschließlich auf Unternehmen „die beständiges, überdurchschnittliches Gewinnwachstum generieren“, finden sich im Spängler European Growth Trust mit Roche, Danone oder Reckitt Benckiser ähnliche Werte. Eine Ausnahme stellt der Industriegasproduzent Linde dar, der jedoch einen wesentlichen Teil seines Umsatzes und seiner Preise durch langfristige Lieferverträge abgesichert hat. Dementsprechend kann das Unternehmen auch in Jahren mit weniger Umsatzwachstum die Gewinnmarge erhöhen. Auffallend ist, dass derzeit keiner der führenden Fondsmanager Financials im Portfolio übergewichtet hat. Auch Aktien Investments in Rohstofftitel werden hier wie da gemieden.

Empfehlung von Fondsmanagern: konjunkturunabhängige Unternehmen

Anlegern empfehlen die Fondsmanager zur Bewertung von europäischen Aktien sich neben großen starken Namen an Faktoren wie Gewinnrevisionen, Kursmomentum oder Managementverhalten – dazu zählen unter anderem Aktienrückkaufprogramme, Kapitalerhöhungen sowie eine Veränderung der Bilanzstruktur oder des Verschuldungsgrades – zu orientieren. Bei der Frage was für Branchen oder Titeln der Vorzug zu geben ist, herrscht ebenfalls ein breiter Konsens: Unternehmen, die weitgehend von der Konjunktur unabhängig sind.

Droht eine Deflation?

Eine unmittelbare Inflationsgefahr besteht angesichts der düsteren Konjunkturaussichten nach Ansicht der Experten in den nächsten sechs bis zwölf Monaten nicht. „Wir rechnen schon eher mit einer Deflation“, so etwa Paarmann. Früher oder später würde jedoch auch der Inflationsdruck wieder zunehmen. „Sobald die Kreditkrise einigermaßen überstanden ist, wird man sich die Frage stellen müssen, ob die massiven staalichen Finanzspritzen und die enorme Lockerung der Geldpolitik der letzten Monate eine schwer kontrollierbare Inflation mit sich bringen werden“, so Weis. Darauf würde nicht zuletzt der Anstieg des Goldpreises hindeuten. 

Benkendorf gibt sich angesichts einer möglichen Deflationsgefahr gelassen. „Egal was kommt, wir werden es mit einem anderen Umfeld zu tun haben wie jetzt“, so der Manager des Vontobel Fund – European Value Equity. Viele der jetzt gängigen Mythen und Ansichten würden in den kommenden Jahren herausgefordert werden  und die einzige Wahl die Anleger am Ende des Tages haben würden, ist sich anzupassen und zu reagieren. Nachsatz: „Trotzdem hat man die Chance erfolgreich zu sein.“

Europa droht kein japanisches Schicksal

Obwohl es offensichtliche Parallelen zur japanischen Krise zu Beginn der neunziger Jahre gibt, wie eine schwere Bankenkrise mit anschließender Rezession, glaubt Weis nicht, dass Europa ein ähnliches Schicksal bevorsteht. „In Europa wurden die Gefahren dieser Situation schnell erkannt. Die Banken geben das Ausmaß ihrer Probleme bekannt und versuchen die Bilanzen etwa durch Kapitalerhöhungen zu korrigieren“, so der Comgest-Fondsmanager. Gleichzeitig würden Regierungen und Zentralbanken enorme Mengen an Liquidität und Kapital zur Verfügung stellen um einen Kollaps zu verhindern. Für Franklin Templeton-Manager Brugere-Trelat spricht nicht zuletzt auch die globale Dimension der momentanen Krise gegen einen Vergleich mit dem japanischen „verlorenenen Jahrzehnt“.

Auch Benkendorf hält eine jahrzehntelange Stagnation wie in Japan für wenig wahrscheinlich. Schon eher könne mit negativen Folgen für das Konjunkturwachstum gerechnet werden. Für den Experten kommt mit dem Abschwung in Osteuropa eine entscheidende Komponente hinzu. „Viel wird davon abhängen wie schwer dieser Konjunktureinbruch ausfällt und was dagegen unternommen wird“, so Benkendorf. Das sei nicht ausschließlich ein wirtschaftliches Problem, sondern ein grenzübergreifendes geopolitisches, dem auch in einer einzigartigen Art und Weise entgegengetreten werden muss.

Wann geht es wieder aufwärts?

Mit einem Aufwärtstrend – wenn auch nur mit einem kleinen – rechnen die Manager der besten europäischen Aktienfonds frühestens 2010. Ganz auszuschließen sei eine längere schwere Rezession jedenfalls nicht. Schließlich handelt es sich bei der derzeitigen Krise um den schlimmsten und längten Konjunkturabschwung der letzten 50 Jahre. „Geduld ist jetzt der Schlüssel“, bringt es Stevenson auf den Punkt. Diese dürfe jedoch nicht mit Gleichgültigkeit verwechselt werden. Schließlich würden viele Anleger nach Jahren mit schönen Renditen vergessen, dass ein Investment in ein Unternehmen bedeutet an dessen Zukunft zu Partizipieren. Diese sei nun mal mit Höhen und Tiefen verbunden.

Alle Daten per 06.03.2009 in Euro:

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