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Deflation als Gefahr für die Wirtschaft

Vor einem Jahr wurde vor allem vor den negativen Auswirkungen der Inflation gewarnt. Weitaus gefährlicher sind jedoch die Folgen einer deflationären Entwicklung. Wie schätzen Fondsmanager und Ökonomen die Risiken ein? Ein kurzer Rückblick.

Funds | 14.04.2009 05:51 Uhr

Christian von Hiller beschrieb in seinem Artikel in der FAZ am 17. Oktober 2008 die Gefahr der Deflation wie folgt: "Zunehmend befürchten Marktbeobachter, dass die Weltwirtschaft nicht nur in eine Rezession, sondern sogar in eine Deflation abstürzen könnte. Im Gegensatz zur Inflation ist die Deflation durch ein allgemeines Sinken der Preise gekennzeichnet - die Verbraucher halten dabei ihr Geld zurück, weil sie darauf hoffen, morgen die Güter noch billiger kaufen zu können, die sie heute gesehen haben. Dieser Effekt würde auch die Finanzmärkte erfassen und beispielsweise schwer auf den Aktienkursen lasten, langlaufende Anleihen jedoch interessanter für die Anleger machen."

Weiters geht der Artikel auch auf die Theorie der Verschuldungs-Deflation des amerikanischen Ökonomen Irving Fischer aus den 30er Jahren ein. Dabei ist von Bedeutung, dass in einem deflationären Umfeld die Rückzahlung und Tilgung von Schulden zu einer Verstärkung der Deflation und damit einer Erhöhung der verbleibenden Restschuld führen kann.

Christian von Hiller (FAZ):"Das Vertrackte an der Deflation ist, dass niemand so recht weiß, wie sich eine Volkswirtschaft wieder daraus befreien kann. Denn die sich selbst verstärkenden Tendenzen sind in einer Deflation besonders groß. So wurde in den Vereinigten Staaten die Große Depression der dreißiger Jahren erst mit dem Eintritt in den Zweiten Weltkrieg überwunden. So kann zwar die Notenbank ihren Leitzins so weit senken und damit Kredite verbilligen, dass es für Verbraucher und Unternehmen wieder interessant wird sich zu verschulden. Doch dieser Zinssenkungspolitik sind Grenzen gesetzt. In Japan beispielsweise hatte die Notenbank nach Ausbruch der Rezession 1993 ihren Leitzins über die Jahre hinweg bis auf 0,5 Prozent heruntergefahren, ohne dass die Wirtschaft wieder angesprungen wäre."

Mit Bezug auf die umfassenden Rettungspakete der Regierungen und Zentralbanken könnte dies bedeuten, dass diese Massnahmen die Wirtschaft nicht in Schwung, sondern nur unter Kontrolle bringen können.

Einschätzungen der Fondsmanager und Analysten zum Thema Deflation

Eine interessante Analyse zum Thema Inflation und Deflation liefert Dr. Martin Hüfner, volkswirtschaftlicher Berater der direktanlage.at (Link zum Artikel).

Nach Ansicht der Experten im Gespräch mit e-fundresearch.com steht die Europäische Zentralbank derzeit vor der größten Herausforderung ihrer zehnjährigen Geschichte. Einerseits gelte es zu verhindern, dass die stärkste Rezession seit langen in eine Deflation mündet. Andererseits muss sie bei der Anwendung ihrer Maßnahmen auch auf die Zeit nach der Krise achten. „Aufgrund des großen Umfangs der staatlichen Ausgabenprogramme und der sehr expansiv ausgerichteten Geldpolitik besteht nämlich die Gefahr, dass im Rahmen des zu erwartenden Aufschwungs die Preise recht schnell ins Laufen geraten“, so Martin Schleibinger von der cominvest. Um dies zu verhindern müsse die EZB rechtzeitig damit beginnen, das geldpolitische Ruder herumzureissen und auf einen Gegenkurs einzuschwenken (Link zum Artikel).

Sinkende Preise bieten auch Vorteile

William de Vijlder, Global CIO von Fortis: "Die Effekte fallender Preise - vor allem der Energiepreise und der Rohstoffe - sind grundsätzlich positiv, da die Kaufkraft der Konsumenten steigt. In den USA gab es im 4. Quartal 2008 allerdings keine Änderungen beim allgemeinen Preisniveau - mit Ausnahme der Kosten für Energie. Aktuell besteht sicher das Risiko einer Deflation. Die Gründe dafür sind hohe Überkapazitäten in Europa und den USA, stagnierende Löhne sowie Preisnachlässe im Handel und in der Industrie (Link zum Artikel)."

Aktive Problemlösungen

Ad van Tiggelen, Senior Strategist bei ING Investment Management Europe: "Jetzt müssen Investoren allmählich wieder das Vertrauen in die Fähigkeit der politischen Entscheidungsträger gewinnen, um eine destruktive deflationäre Spirale abzuwenden. Im Gegensatz zu Ende 2008 können Investoren jetzt wenigstens darauf vertrauen, dass die Probleme bei Konjunktur und Finanzmärkten aktiv angegangen werden – gegebenenfalls auch mit unkonventionellen Methoden (Link zum Artikel)."

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