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´Der Euro dürfte anfällig bleiben´

Daniela Steinbrink Mattei, Senior Analyst Fixed Income bei UBS Wealth Management Research, empfiehlt Anlegern im derzeitigen Umfeld auf Anleihen mit kurzen und mittleren Laufzeiten zu setzen. Funds | 18.03.2011 04:30 Uhr

Auf der Aktienseite schätzt sie die USA als attraktiv ein – aus taktischen Gesichtspunkten sei jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt. Da die zweite Jahreshälfte weniger gut ausfallen könnte, empfiehlt sie Anlegern sich auf kurzfristige Gewinnmitnahmen einzustellen.

Wirtschaftswachstum in den Industrienationen

Mit Blick auf vorlaufende Konjunkturindikatoren wie den Einkaufsmanagerindex (PMI) rechnet die UBS Wealth Management-Expertin 2011 mit weiterem Wirtschaftswachstum in den Industrienationen. Vor allem in Deutschland soll die Wirtschaft weiterhin solide wachsen. In Asien – allen voran in Ländern wie China, Indien und Indonesien – würde wiederum die hohe Inflation auf kurze Sicht ein Risiko darstellen.

Keine expansive Geldpolitik

Vorerst erwartet Steinbrink Mattei keine expansive Geldpolitik seitens der US-Fed. „Allerdings klang die EZB bei ihrer letzten geldpolitischen Lagebeurteilung sehr restriktiv, was unsere Ökonomen dazu veranlasste die Prognose für den ersten Zinsschritt zu ändern. Nun erwarten wir die erste Zinserhöhung seitens der EZB bereits im April“, so Steinbrink Mattei.

Schuldenkrise ist noch nicht vorbei

Die jüngste Entwicklung habe bereits zu einer Korrektur der Zinsen geführt. Zudem sei die Schuldenkrise noch nicht vorbei, weshalb auch eine Neubewertung der risikofreien Rendite notwendig sei. „Staatsanleihen sind nicht mehr durchwegs risikofrei. Die Anleihen gewisser Staaten müssen im Falle einer nicht nachhaltigen Verschuldungssituation eine gewisse Risikoprämie reflektieren“, meint sie.

Bei Staatsanleihen auf kurze bis mittlere Laufzeiten setzen

Da es sich bei der Neubewertung der Länderrisiken durch die Ratingagenturen um einen längerfristigen Prozess handelt, empfiehlt Steinbrink Mattei Investoren bei Staatsanleihen auf kurze bis mittlere Laufzeiten – bei Schweizer Anleihen etwa nicht mehr als vier Jahre – zu setzen. „Das Zinsniveau der meisten entwickelten Länder kompensiert nicht für das Risiko, das man eingeht.“

Neben Zinsrisiko auch Kreditrisiko berücksichtigen

„Investoren sollten bei Staatsanleihen berücksichtigen, dass in einigen Ländern zusätzlich zum Zinsrisiko auch noch das Kreditrisiko dazukommt“, so Steinbrink Mattei weiter. Im Vergleich zu Staatsanleihen – bis 2015 laufende österreichische und französische Anleihen rentieren aktuell mit 3,5 Prozent – sei es ingesamt besser auf ein Portfolio von internationalen Unternehmensanleihen mit der gleichen Duration zu setzen.

Kleinere Währungen sind attraktiv

Was Währungen betrifft, wären kleinere wie die Schwedische Krone, die Norwegische Krone oder der Kanadische Dollar noch attraktiv. „Sowohl der neuseeländische als auch der australische Dollar sind mittlerweile teuer geworden“, so die Expertin. Die Stärke des Schweizer Franken (CHF) würde wiederum den Risikoappetit sowie die geopolitischen Risiken wiederspiegeln. „Der CHF ist stark und wird auch in den nächsten Monaten stark bleiben.“

Aktienseite: USA attraktiv

Auf der Aktienseite findet die UBS-Expertin die USA attraktiv. Die Gewinnrevisionen würden in der größten Volkswirtschaft der Welt wieder anziehen. „Aus taktischen Gesichtspunkten ist jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt. Allerdings sollten Investoren bereit sein nach drei bis sechs Monaten Gewinne mitzunehmen. Die zweite Jahreshälfte könnte wieder weniger gut ausfallen.“ Auf der anderen Seite unterstütze die robuste Konjunkturentwicklung deutsche Aktien.

Verbesserung der Haushaltsdisziplin notwendig?

„Politiker tendieren dazu die Schuldenkrise in erster Linie als ein Problem zu sehen, das auf die fehlende fiskalpolitische Disziplin der öffentlichen Haushalte zurückzuführen ist, weshalb sich die meisten Lösungsvorschläge auf eine Verbesserung der Haushaltsdisziplin konzentrieren“, so Steinbruck Mattei. Dabei wären die Nettoersparnisse in einigen Ländern – wie Irland und Spanien – vor der Krise gestiegen.

Entwicklung der Nettoersparnisse

Die Entwicklung der Nettoersparnisse würde vielmehr darauf hindeuten, dass die Schuldenkrise vom Privatsektor ausging. „Zu niedrige Zinsen verleiteten den privaten Sektor dazu sich mehr zu verschulden“, meint Steinbruck Mattei. Das treffe primär auf Länder wie Griechenland, Spanien, Portugal und Irland zu. In den stärkeren Kernländern wären wiederum die Ersparnisse gestiegen.

Ausblick

„Für die nächsten Monate und Jahre glauben wir, dass die EU sich auf die laufende Bekämpfung der einzelnen Kriseneffekte konzentrieren wird und dabei das bestehende wirtschaftspolitische Instrumentarium ausreizt, aber eine Neuorientierung der Eurozone vermeidet“, so Steinbruck Mattei. Nachsatz der UBS Wealth Research-Expertin: „Der Euro dürfte anfällig bleiben.“

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