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Auf langen Wellen reiten

John Bennett, Fondsmanager des Henderson Gartmore Continental European Fund, erzielt seit mehr als zehn Jahren Outperformance durch den Fokus auf langfristige Sektortrends. Seit 2006 sind europäische Bank- und Finanzwerte deutlich untergewichtet. Funds | 15.09.2011 16:05 Uhr

Aktuell setzt Bennett mehr auf Pharma/Healtcare und weniger auf Telekom und Versorger. Warum es schwierig, aber sehr lohnend ist, die Party auf den Märkten frühzeitiger zu verlassen, erklärte er kürzlich in Wien.

Europäische Aktien günstig bewertet

Als Indikator für die Bestimmung der aktuellen Bewertungsniveaus auf den Märkten zieht Bennett vor allem den mittelfristigen Trend der KGVs heran. Bennett: "Mit einem aktuellen Wert von 7,9X Trend-KGV befinden wir uns bei europäischen Aktien schon fast wieder auf dem Tiefststand des Jahres 2008 und deutlich außerhalb der längerfristigen Bandbreiten, die bei 10x und 16x liegen (Mittelwert bei 13x). Der Höchststand lag bei knapp 30x (TMT-Bubble.)

Bennett: "Blue Chip Aktien sind derzeit günstig bewertet." Vieles spreche dafür, dass die aktuellen Kursniveaus sehr gute Kaufkurse sind. Nur im Falle einer deflationären Entwicklung und einer schweren Rezession wären Aktien nach Ansicht von Bennett zu meiden. "Wir sind weiterhin sehr vorsichtig bei der Auswahl der Aktien, wobei wir Unternehmen mit soliden Finanzen bevorzugen. Wichtig ist auch, dass wir Makro-Wetten absolut vermeiden", betont Bennett.

Warum Banken untergewichtet wurden

John Bennett: "Der wichtigste Grund, warum wir Banken in den letzten fünf Jahren deutlich untergewichtet hatten, war eindeutig der hohe Leverage. In den frühen 90er Jahren erwirtschafteten französische Banken einen ROE von 5 Prozent, amerikanische 15-20 Prozent und einige wenige Banken in UK ebenfalls 20 Prozent. Im Jahr 2006 erzielten fast alle europäischen Banken bis zu 20 Prozent ROE. Wurden diese Banken soviel besser? Nein, eindeutig nicht. Die meisten waren operativ immer noch schwach. Der ROA (Return on Assets) lag nur bei 0,49 Prozent. Nur durch Leverage war es möglich, von ROA 0,49 Prozent auf 20 Prozent ROE zu kommen." Für Bennett war dies eindeutig zuviel Leverage und Banken wurden untergewichtet. In den letzten zwei Wochen wurde jedoch das Sektor-Untergewicht mit Futures etwas reduziert (von 65 Prozent auf 50 Prozent), weil aktuell zu viele Investoren stark untergewichtet sind und das Risiko einer starken Gegenbewegung existiert und bei 19 Prozent Gewichtung des Sektors in der Benchmark sei dieses Risiko nicht zu unterschätzen. Zu schnell könnte die Outperformance eines Jahres zerstört werden. Bennett würde jedoch zum aktuellen Zeitpunkt kein aktienspezifisches Risiko eingehen.

Bennett zum Ausblick für Banken: "Banken werden bestenfalls wie Versorger - reguliert - und mit einem ROE von 10-12 Prozent aufwarten können. Auf Sicht der nächsten zehn Jahre setze ich nicht auf Banken, aber zeitweise muss man taktisch die Untergewichtung reduzieren und auch Outperformance sichern."

Pharma/Healthcare übergewichtet

Bennett: "Unsere größte Übergewichtung auf Sektorebene ist aktuell der Pharma/Healthcare Sektor mit +8,9 Prozent Übergewicht vs. MSCI Europe ex UK Index (TR). Pharma ist deswegen interessant, weil diese Unternehmen Kostensenkungspotenziale haben und zum Teil mehr als die Hälfte des Umsatzes bereits aus dem Non-Pharma Bereich kommen. Die Bewertungen liegen mit 7-8x KGV deutlich günstiger als früher bei 20x. Gutes Management, Gewinndynamik und Momentum sind weitere, positive Faktoren. Dagegen wurden Industriewerte deutlich reduziert. Im Fondsmanagement zählt nicht nur die Fähigkeit, die besten Titel auszuwählen, sondern auch die Disziplin beim Verkauf von schlechten Aktien. Finanzwerte bleiben mit -7,6 Prozent vs. Index deutlich untergewichtet." Auch der defensive Telekomsektor (-6,2 Prozent vs. Index) als auch Versorger (-4,3 Prozent vs. Index) sind im derzeitigen Marktumfeld sehr aktive Positionierungen. Bennett rechnet mit einem Anstieg der Investitionskosten im Telekomsektor und sinkenden Margen.

Leaving the party early

Eine der Kernphilosophien im Fondsmanagement ist für John Bennett die Vermeidung von Bubbles, die dadurch entstehen, dass zuviele Investoren auf ein Thema aufspringen und dies zu massiven Überbewertungen und darauffolgenden Abstürzen führt. Bennett: "Wir verlassen die Party meistens frühzeitig. Wenn Erwartungen in bestimmten Marktsegmenten zu hoch sind, dann ist das Risiko einer Enttäuschung auch sehr hoch. Bei niedrigen Erwartungen sind zumeist weniger Investoren veranlagt und das Potenzial für positive Überraschungen und gute Erträge ist größer. Beispielsweise hatten wir auch im letzten Dezember die Bestände in Luxusgüterproduzenten deutlich reduziert - dies war zwar etwas zu früh, im Nachhinein jedoch sehr richtig." Für Bennett zählen nicht die kurzfristigen Trends, sondern die längeren Wellen auf den Märkten. "Man muss als Fondsmanager auch mutig genug sein, denn mit einer konträren Meinung kann man oft sehr allein sein", erklärkt Bennett.

Zyklen und Mean Reversion

Bennett baut auf seine Erfahrung aus 23 Jahren Fondsmanagement und setzt auf Zyklen und ´Mean Reversion´, d. h. die Rückkehr zum ursprünglichen Gleichgewicht bzw. die Bewegung rundum einen Mittelwert. Seiner Ansicht nach bewegt sich die ganze Welt in Zyklen. Sowohl die Gewinnentwicklung von Unternehmen als auch der Output von R&D-Abteilungen in Pharma-Unternehmen bis hin zu Erwartungen von Investoren (Angst & Gier) seien zyklisch - und auch die Bewertungen von Unternehmen schwankten in Zyklen rundum den Mittelwert.

Outperformance über 10 Jahre

John Bennett erzielte mit dem Henderson Gartmore Continental Europan Fund (70-90 Titel im Portfolio) über die letzten Jahre eine deutliche Outperformance gegenüber dem MSCI Europe ex UK Index (TR). In den ersten acht Monaten des Jahres lag der Fonds mit -10,8 Prozent vor dem Index mit -12,4 Prozent, über ein Jahr betrug die Outperformance jeweils per 31. 8. 2011 +2,9 Prozent, über fünf Jahre +3,9 Prozent und über die letzten 10 Jahre +10,3 Prozent.

Zum Stichtag 9. 9. 2011 lag der Fonds über die letzten fünf Jahre um +4,93 besser als der Index.

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