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Zunehmende Inflationssorgen in USA und Europa

Da die Teuerungsraten bereits in den letzten Monaten weltweit deutlich angezogen sind, konnte es nicht verwundern, dass diese Entwicklung die Märkte aufschreckte. Zunehmend wurden Befürchtungen laut, dass die Verbraucher angesichts der kräftig anziehenden Benzinpreise merklich auf die Ausgabenbremse treten werden. Markets | 12.06.2008 14:15 Uhr

Für die bereits angeschlagene US-Konjunktur hätte dies fatale Folgen, denn der private Konsum trägt rund zwei Drittel zum Bruttoinlandsprodukt bei.

Noch immer Kreditkrise?  

Als Belastungsfaktor erwies sich zuletzt auch wieder der Finanzsektor. So hatte sich die seit dem Finanzdebakel bekannte Bankanalystin Meredith Whitney dahingehend geäußert, dass die Kreditkrise bei weitem noch nicht ausgestanden ist und dass den Banken drei Jahre mit sinkenden Einnahmen in Milliardenhöhe bevorstehen. Auch Warnungen von KeyCorp, einer großen Bank im Mittleren Westen der USA, dass ihre Abschreibungen wahrscheinlich zweimal so hoch sein werden wie zunächst gedacht, verunsicherte Investoren. Hinsichtlich der Unternehmensergebnisse wurde im Mai die Q1-Berichtssaison nahezu abgeschlossen. Die Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen, was allerdings bedeutet, dass sie die Gewinne des entsprechenden Vorjahresquartals um rund 17 Prozent unterschritten.

Auf konjunktureller Seite gab es einige ermutigende Meldungen. So etwa der überraschende Anstieg der Auftragseingänge für langlebige Güter im April oder der nach oben revidierte BIP-Zuwachs für das erste Quartal 2008. Von den positiven Wirtschaftsnachrichten konnte vor allem der technologieorientierte NASDAQ Index profitieren, der im Monatsvergleich einen Zuwachs von knapp fünf Prozent verbuchte. Auch der S&P 500 wies mit rund einem Prozent ein Plus aus, während der Dow Jones Industrial Average einen Rückgang um gut ein Prozent hinnehmen musste.

Kursrückschläge bieten Chancen

Vor dem Hintergrund rezessiver Tendenzen in den USA, einer noch nicht überwundenen Finanzmarktkrise sowie weiteren negativen Gewinnrevisionen auf Unternehmensseite wird die Situation am amerikanischen Aktienmarkt zunächst schwierig bleiben. Auch der hohe Ölpreis stellt einen Belastungsfaktor dar. In diesem Umfeld dürfte die Unsicherheit und Vorsicht unter den Marktteilnehmern anhalten.

Andererseits jedoch kommt dem Markt eine ausgesprochen lockere Fiskalpolitik zugute, mit der die amerikanische Notenbank der angeschlagenen Konjunktur unter die Arme greift. Darüber hinaus herrschen attraktive Bewertungen vor. "Alles in allem sind in nächster Zeit nochmalige Korrekturbewegungen zwar nicht auszuschließen, doch eröffnen sie unseres Erachtens dem langfristig orientierten Anleger günstige Einstiegsmöglichkeiten in den US-Aktienmarkt. Da wir davon ausgehen, dass sich im späteren Jahresverlauf 2008 die konjunkturelle Situation in den USA wieder bessert, sollten derartige Kaufgelegenheiten mit Blick auf kommendes Kurspotenzial genutzt werden", so die Experten von Union Investment dazu.

Inflation auch in Europa ein Thema

Das Geschehen an den europäischen Aktienmärkten stand im Mai überwiegend im Zeichen von Inflationsängsten. Entsprechend kam es nach zunächst gerade auch an der deutschen Börse freundlichem Verlauf zu kräftigen Kursrückschlägen. Drastische Ölpreissteigerungen auf in der Spitze gut 135 USD pro Barrel WTI hatten Befürchtungen vor stark anziehenden Teuerungsraten geschürt. In den letzten Monaten war die Inflationsrate im Euroraum bereits deutlich über den Zielwert der EZB geklettert. Sorgen, dass durch ein merkliches Nachlassen des privaten Konsums das Wirtschaftswachstum in erhöhtem Maße beeinträchtigt wird, trübten die Stimmung ein. Allerdings ist bislang die Konjunktur im Euroraum per saldo verhältnismäßig robust. Dabei zählt Deutschland mit einem BIP-Zuwachs im ersten Quartal 2008 von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu den Wachstumslokomotiven.

Auf Unternehmensebene neigte sich die Q1-Berichtssaison ihrem Ende zu. Insgesamt fielen die Ergebnisse leicht schwächer aus als erwartet. Mit Erleichterung hingegen verfolgten Anleger die wieder aufflammenden Aktivitäten bzw. Spekulationen im M&A-Bereich. So wollen Finanzkreise wissen, dass Allianz und Dresdner Bank-Tochter gemeinsam mit der Commerzbank eine Übernahme der Postbank ausloten. Auch die Aussicht auf zwei transatlantische Fusionen sorgte für Gesprächsstoff. So soll die belgische Brauerei InBev an dem US-Konkurrenten Anheuser Busch interessiert sein, während der britische Dienstleister für die Ölindustrie Expro International eine Offerte von Halliburton über 1,7 Mrd. Pfund erhalten hat. Darüber hinaus ließ die geplante Übernahme des deutschen Hypothekenvermittlers Interhyp durch den niederländischen Finanzkonzern ING Groep Marktteilnehmer aufhorchen.

Diese positiven Entwicklungen verblassten jedoch letztendlich hinter den Inflationssorgen. Der DJ Euro Stoxx 50 musste mit einem Rückgang von mehr als einem Prozent eine negative Monatsbilanz ziehen. Der DAX hingegen, der zuletzt wieder über die 7.000er Marke kletterte, konnte mit einem Plus von gut zwei Prozent aufwarten.

Rückschläge bieten auch Chancen in Europa

An den europäischen Aktienmärkten werden die Zeiten bei anhaltend hohen Volatilitäten zunächst schwierig bleiben. Eine auch hier zu erwartende Konjunkturabschwächung - wenngleich nicht so deutlich wie in den USA -, anziehende Inflationsraten sowie nach unten revidierte Gewinnschätzungen gelten dabei als größte Belastungsfaktoren. Aber auch der gegenwärtig hohe Ölpreis sowie die Euro-Stärke drücken auf die Stimmung der Marktteilnehmer. "Nichtsdestotrotz bieten Phasen erneuter Kursschwäche langfristig orientierten Anlegern günstige Einstiegschancen. Die Bewertungen sind moderat und ein Großteil der Negativnachrichten dürfte bereits in den Kursen eingepreist sein. Auch wird mit einer im späteren Jahresverlauf zu erwartenden Erholung der US-Konjunktur die europäische Wirtschaft wieder Rückenwind bekommen", so die Union Investment-Experten abschließend.  

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