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Aktien USA: Monatsbilanz nahezu unverändert

Die US-Aktienmärkte präsentierten sich im Juli in volatiler Verfassung. Kräftige Kursverluste, aber auch ebenso deutliche Erholungsbewegungen lösten dabei einander ab. Letztendlich konnte der Dow Jones Industrial Average bei einem Schlussstand von 11.378 Punkten ein marginales Plus von 0,3 Prozent ausweisen. Markets | 13.08.2008 15:22 Uhr

Neben Konjunkturnachrichten stand vor allem die Q2-Berichtssaison im Vordergrund des Interesses. Obwohl die Zahlen bislang per saldo recht ordentlich ausfielen, gab es doch kräftige Ertragsenttäuschungen. Insbesondere der Milliardenverlust bei dem Automobilbauer Ford schreckte die Gemüter. Hinter den Prognosen blieben auch der Softwareriese Microsoft, der Internetsuchmaschinenbetreiber Google, der iPod-Hersteller Apple, der Speicherkarten-Spezialist SanDisk, das Internetunternehmen Yahoo sowie der Chiphersteller Texas Instruments zurück. Darüber hinaus mahnen die von zahlreichen Unternehmen nach unten revidierten Gewinnprognosen zur Vorsicht.

Nach Aufatmen Ernüchterung

Mit Argusaugen wurden zudem die Ergebnisse aus dem Bankensektor verfolgt. Während zunächst ein Aufatmen durch Wall Street ging, als Wells Fargo, JP Morgan Chase, Citigroup und Bank of America bessere Resultate veröffentlichten als erwartet, kehrte im weiteren Verlauf wieder Ernüchterung an den Märkten ein. So schockte Washington Mutual, die größte US-Sparkasse, mit einem Q2-Verlust von 3,3 Milliarden US-Dollar. Und bei der viertgrößten US-Bank Wachovia waren die Zahlen noch schlechter ausgefallen, als nach der zuvor ausgesprochenen Gewinnwarnung zu erwarten war. Darüber hinaus hatte das auf wohlhabende Verbraucher spezialisierte Kreditkartenunternehmen American Express die Folgen der Konjunkturabschwächung und Finanzkrise für seine Kunden unterschätzt.

Gewinnrückgang  

Dieser Fehler musste mit einem empfindlichen Gewinnrückgang und der Aufgabe des für 2008 avisierten Wachstumsziels bezahlt werden. Belastungen kamen zudem von den beiden US-Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac, deren Marktanteil am US-Hypothekengeschäft bei knapp 50 Prozent liegt. Aufgrund der Schwäche des Immobilienmarktes waren sie in eine bedrohliche Schieflage geraten. Die US-Regierung zusammen mit der FED eilte mit einem Rettungspaket zu Hilfe. Darüber hinaus schlossen die Aufsichtsbehörden zwei Banken in Nevada und Kalifornien, was ebenfalls die Märkte verunsicherte.

Weiter schwieriges Umfeld

Insgesamt bleibt das Umfeld gerade auch mit einem geringer als erwarteten BIP-Anstieg im zweiten Quartal von 1,9 Prozent schwierig. Abgesehen von kurzfristigen Erholungsbewegungen dürfte deshalb so schnell wohl keine nachhaltige Erholung am US-Aktienmarkt zu erwarten sein. Auch beim Ölpreis, der sich zuletzt deutlich von seinem Rekordstand bei 147 US-Dollar entfernte, erscheint eine Entwarnung verfrüht. Gleichwohl bietet es sich für den längerfristig orientierten Investor durchaus an, Kurskorrekturen als günstige Einstiegsmöglichkeit zu nutzen. Attraktive Bewertungen, eine rege Nachfrage ausländischer Staatsfonds und die Möglichkeit, dass sich innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate eine konjunkturelle Verbesserung in den USA abzeichnet, dürften im weiteren Verlauf wieder für Aufwärtspotenzial sorgen.

Aktien Deutschland/Europa: Wechselvoll

Die europäischen Aktienmärkte durchliefen im Juli eine wechselvolle Entwicklung, wobei sie den Vorgaben aus den USA folgten. Neben Konjunkturdaten war es vor allem die Q2-Berichtssaison, die das Marktgeschehen prägte. Dabei waren die Blicke der hiesigen Anleger gerade auch auf die Ergebnisse der US-Banken gerichtet, von denen sie sich Aufschluss über die noch bestehenden Auswirkungen der US-Subprimekrise erhofften. Die Stimmung reichte dabei von Aufatmen bis hin zu herber Enttäuschung. Gleichzeitig wurde aber auch die im Monatsverlauf zunehmend an Schwung gewinnende Veröffentlichungsrunde der Ertragszahlen europäischer Unternehmen verfolgt.

Schockierende Gewinnwarnungen 

Hier schockierten Gewinnwarnungen von Daimler und Münchener Rück die Märkte. Letztere machte die Turbulenzen an den Aktienmärkten für die Senkung der Jahresprognose verantwortlich, denn hierdurch war es im ersten Halbjahr zu einem merklichen Rückgang des Kapitalanlageergebnisses gekommen. Darüber hinaus mussten auch die Billigflieger EasyJet und Ryanair empfindliche Ertragseinbußen hinnehmen. Die Gewinnprognosen wurden deutlich nach unten bis hin zu einem Verlustausweis revidiert. Konjunkturschwäche und hohe Kerosinpreise waren für die Misere verantwortlich.

Auch die Deutsche Bank enttäuschte mit einem sehr verhaltenen Ausblick. Hingegen konnten SAP, Siemens und ArcelorMittal über den Erwartungen liegende Q2-Zahlen vorlegen. Gleichermaßen erfreute der britische Konsumgüterhersteller Reckitt Benckiser, der unter anderem Calgon und Kukident in seinem Sortiment hat. Er erfüllte die Erwartungen der Analysten und gab einen positiven Ausblick. Mit dem französischen Lebensmittelkonzern Danone konnte ein weiteres Unternehmen die Anleger überzeugen. Des Weiteren sorgten die Bemühungen des Familienunternehmens Schaeffler, den Automobilzulieferer Continental zu übernehmen, für Aufmerksamkeit am Markt.

Rauere Zeiten in Europa?

Auf konjunktureller Seite deuten die Zahlen an, dass die Zeiten auch in Europa zunehmend rauer werden. Die Wachstumsverlangsamung greift um sich und die jüngsten Inflationszahlen für Juli zeigen eine weitere Beschleunigung der Teuerung im Euroraum auf 4,1 Prozent gegen Vorjahr. Dies zusammen mit einem eher verhaltenen Gewinnausblick der Unternehmen lässt erwarten, dass die Situation an den europäischen Aktienmärkten bei anhaltend hohen Volatilitäten zunächst schwierig bleiben wird.

Ein nach wie vor hoher Ölpreis - auch wenn sich dieser zuletzt deutlich von seinem Rekordstand bei 147 US-Dollar entfernte - sowie die Euro-Stärke drücken zudem auf die Stimmung der Marktteilnehmer. Insofern erscheint gegenwärtig eine abwartende Haltung ratsam. Alles in allem machten sich im Monatsvergleich die hohen Volatilitäten im Juli kaum bemerkbar. Der DJ Euro Stoxx 50 erzielte bei einem Schlussstand von 3.368 Punkten ein marginales Plus von 0,5 Prozent, der DAX bei zuletzt 6.480 Zählern einen leichten Zuwachs von einem Prozent. 

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