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Europäische Wirtschaft am Rande einer Rezession

Die deutsche und europäische Wirtschaft verzeichneten im zweiten Jahresviertel einen Wachstumsrückgang von 0,5% bzw. 0,2% im Vergleich zum Vorquartal. Auch für die kommenden Monate ist mit einer anhaltenden Konjunkturschwäche zu rechnen. Markets | 10.11.2008 05:30 Uhr

Darauf deuten sowohl eine schwache Auftragslage im Industriesektor als auch eine unverändert hohe Konsumzurückhaltung bei den europäischen Verbrauchern hin. Der deutliche Einbruch zahlreicher europäischer Stimmungsindikatoren untermauert die Erwartung einer Rezession, die sich bis in das kommende Jahr hinziehen wird.

Moderate Inflationsentwicklung

Der deutliche Rückgang des Ölpreises trug in den vergangenen Monaten zu einer moderateren Inflationsentwicklung bei. So wiesen die europäischen Verbraucherpreise im Oktober vorläufigen Daten zufolge nur noch einen Anstieg um 3,2% gegenüber dem Vorjahr aus, nachdem im Juni und Juli noch jeweils 4% beobachtet worden waren. Die deutschen Konsumentenpreise starteten nach 4% im Juni mit einem Anstieg um nur noch 2,4% in das vierte Quartal.

Die langfristigen Zinsen setzten ab Ende August zu einem Abwärtstrend an, der die Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen von rund 4,68% bis auf 3,75% führte. Ursachen waren die immer weitere Kreise ziehende Finanzkrise und die sich mehrenden Anzeichen für eine Rezession in Europa und den USA, die zur verstärkten Flucht internationaler Anleger in den sicheren Hafen festverzinslicher Staatsanleihen führte. Das kurzfristige Zinsniveau zog dagegen deutlich an: So stieg der 3-Monats-Euribor von 5,7% im September auf 6,3% Anfang Oktober an.

Ursachen für diesen sprunghaften Anstieg waren der Konkurs von Lehman Brothers und das Übergreifen der Krise auf den europäischen Bankensektor (Fortis, Hypo Real Estate), die das Vertrauen der Finanzinstitute untereinander erschütterte, so dass der Interbankenmarkt austrocknete. Die großen Zentralbanken sahen sich deshalb zu einer konzertierten Leitzinssenkung gezwungen, so dass auch die Europäische Zentralbank ihren Refinanzierungssatz um 50 Basispunkte auf 3,75% reduzierte.

Abwertung des Euro

Anfang August wertete der Euro gegenüber der US-Währung kontinuierlich von nahezu 1,60 bis auf 1,249 USD/EUR ab. Ursachen hierfür waren ein Übergreifen der Finanzkrise auf den europäischen Bankensektor sowie die zunehmenden Rezessionsrisiken in Europa. Außerdem wirkte sich die Tatsache, dass die EZB im Unterschied zur US-Notenbank erst am Anfang eines Leitzinssenkungszyklus steht, zusätzlich schwächend auf die europäische Gemeinschaftswährung aus. Gleichzeitig erwies sich die US-Währung in Zeiten der Krise immer noch als wichtigste Reservewährung.

Im Strudel der Finanzkrise verzeichneten die internationalen Börsen in den vergangenen Monaten deutliche Kurseinbrüche. Der Konkurs von Lehman Brothers, die Zahlungsschwierigkeiten des US-Versicherers AIG und das Übergreifen der Krise auf europäische Banken trugen dazu bei, dass der DJ Euro STOXX 50 bis auf ein Jahrestief 2.293 Punkte einbrach und damit von seinem diesjährigen Hoch im Mai rund 41% verlor. Zusätzlich belasteten enttäuschende Konjunkturdaten die Stimmung der Anleger.


Die umfangreiche Komplettversion des Kapitalmarktberichtes für Euroland finden Sie als PDF - zum Download im Info-Center. 

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