Ressourceneffizienz – zentrales Thema für Nachhaltigkeitsfonds

Gerhard Wagner, Manager des Swisscanto (LU) Equity Fund Global Climate Invest, über die Notwendigkeit der Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom Ressourcenverbrauch im Sinne einer nachhaltigen Zukunftsentwicklung. Swisscanto Invest | 17.08.2015 10:06 Uhr
Gerhard Wagner, Swisscanto
Gerhard Wagner, Swisscanto
Archiv-Beitrag: Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Das Wirtschaftswachstum ist in modernen Gesellschaften zur Universallösung aller wirtschaftlichen, sozialen und politischen Probleme geworden: von der Verbesserung der Lebensqualität und der Verringerung der Armut bis hin zur Rettung überschuldeter Unternehmen und Staaten. Hinsichtlich der ökologischen Herausforderungen ist das Wirtschaftswachstum in seiner heutigen Ausprägung aber Teil des Problems. Denn solange sich die Ressourceneffizienz nicht deutlich verbessert, wächst entsprechend auch die Umweltbelastung. Falls die globale Wirtschaftsleistung weiterhin mit rund 3,5 Prozent pro Jahr wächst, verdoppelt sich auch der Ressourcenverbrauch alle 20 Jahre.

"Die Welt befindet sich in einem Wachstumsdilemma. Wächst die Wirtschaft nicht, drohen aufgrund steigender Arbeitslosigkeit soziale Unruhen und aufgrund nicht tilgbarer Schulden ökonomische Verwerfungen. Die gegenwärtige Krise in Griechenland ist ein Vorgeschmack darauf. Entwickelt sich die Weltwirtschaft aber weiter wie bisher, stehen ganze Regionen der Erde aufgrund der zunehmenden Umweltzerstörung vor dem ökologischen Kollaps. Beide Szenarien stehen im Widersinn zu einer nachhaltigen Entwicklung", sagt Gerhard Wagner, Manager des Swisscanto (LU) Equity Fund Global Climate Invest.

Ausweg aus dem Wachstumsdilemma

Der einzige sich abzeichnende Ausweg aus dem Wachstumsdilemma ist die absolute Entkopplung von Wirtschaftsleistung und Ressourcenverbrauch. Denn die Wirtschaft soll weiter wachsen können, ohne dass ökologische Grenzen erreicht werden. "Gemäß dem Think Tank 'Global Footprint Network' nutzt die Menschheit heute Ressourcen von 1,5 Planeten. Bei einem Business-as-usual-Szenario geht der Verbrauch der Menschheit im Jahr 2050 in Richtung drei Erden - obwohl logischerweise für einen Jahresverbrauch nur eine Erde vorhanden ist. Um die Ökosphäre nicht über Gebühr zu belasten und zu schädigen, muss der globale Ressourcenverbrauch bis 2050 um 30 bis 50 Prozent reduziert werden", so Wagner.

Kriterium für nachhaltige Investmentfonds

Das Wirtschaftswachstum gilt als vom Ressourcenverbrauch entkoppelt, wenn die Steigerung der Ressourceneffizienz größer ist als das Wirtschaftswachstum. "Folgerichtig ist die Ressourceneffizienz ein zentrales ökologisches Kriterium bei der Selektion von Titeln für nachhaltige Investmentfonds. Attraktiv sind beispielsweise Unternehmen, die durch Substitute oder Recycling den Ressourcenverbrauch minimieren. Nur so lassen sich die notwendigen Effizienzsteigerungen von mehr als drei bis vier Prozent im Jahr erzielen", sagt Wagner. Der Swisscanto (LU) Equity Fund Global Climate Invest bietet Anlegern die Möglichkeit, den Prozess der Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch nachhaltig zu unterstützen und an den Entwicklungen zu partizipieren. Das primäre Ziel des Fonds ist die Investition in Unternehmen, die einen Beitrag dazu leisten, den globalen CO2-Ausstoß zu senken.

Zur momentanen Positionierung äußert sich Wagner: "Wir investieren in rund 50 Unternehmen, die die besten Lösungen und Technologien zur CO2-Einsparung anbieten. Die meisten Unternehmen finden sich hier in den Bereichen Industriegüter, Technologie sowie erneuerbare Stromversorger und haben eine kleine bis mittelgroße Marktkapitalisierung. Zurzeit berücksichtigt etwa ein Drittel des Fondsportfolios Hersteller sowie Produzenten von erneuerbaren Energien. Wir behalten dieses Gewicht bei, da wir überzeugt sind, dass der tiefere Ölpreis nur einen marginalen Effekt auf die Gewinnaussichten dieser Unternehmen hat. Weltweit werden lediglich zwei Prozent des Stroms aus Öl produziert - somit sollte der negative Effekt auf die Unternehmensgewinne minimal sein. Viel wichtiger für eine gedeihliche Entwicklung sind hier der Zugang zu günstigem Kapital sowie ein gutes regulatorisches Umfeld. Beide Faktoren wirken zurzeit unterstützend."

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen. Das NewsCenter ist eine kostenpflichtige Sonderwerbeform der e-fundresearch.com AG für Asset Management Unternehmen. Copyright und ausschließliche inhaltliche Verantwortung liegt beim Asset Management Unternehmen als Nutzer der NewsCenter Sonderwerbeform. Alle NewsCenter Meldungen stellen Presseinformationen oder Marketingmitteilungen dar.
Klimabewusste Website

AXA Investment Managers unterstützt e-fundresearch.com auf dem Weg zur Klimaneutralität. Erfahren Sie mehr.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.