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Magna New Frontiers Fund: Argentinien und Vietnam im Mai mit negativem Einfluss

Der Magna New Frontiers Fund musste im Mai einen Verlust hinnehmen. In Mitleidenschaft gezogen wurde der Fund von ungünstigen Entwicklungen in Argentinien und Vietnam. Detailliertere Ergebnisse hat das Fondsmanagement-Team des Magna New Frontiers Fund (Fiera Capital) zusammengefasst. Fiera Capital | 19.06.2018 10:35 Uhr
© Pixabay.com
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Im Mai wies der Fonds einen Verlust von 5,3% (vor Gebühren) gegenüber einem Rückgang von 6,0% beim MSCI Frontier Markets Index auf. Dieses Jahr ist der Fonds bisher um 1,5% gefallen, der Index dagegen um 4,9%. Der Fonds wurde im Mai ganz beträchtlich durch die Performance zwei seiner größten Märkte, Argentinien und Vietnam, in Mitleidenschaft gezogen. Obgleich Emerging und Frontier Markets aufgrund der Stärke des Dollars allgemein schwächelten, sind wir nicht der Meinung, dass es zwischen der Performance dieser zwei Märkte irgendeinen Zusammenhang gab, sondern dass es sich hier lediglich um zufälliges gleichzeitiges Timing handelte. 

In Argentinien übernahm Präsident Macri im November 2015 ein Land, das kurz vor einer Finanzkatastrophe stand. Zehn Jahre volkswirtschaftliches Missmanagement unter einer populistischen Regierung hinterließen ein Erbe einer extrem hohen Inflation, einer schrumpfenden Volkswirtschaft und säumigen Schuldnern. Der von Macri in seinem Wahlprogramm vorgestellte Reformprozess war gut konzipiert und ging auf alle wichtigen ökonomischen Herausforderungen ein, was langfristig ungemein wichtig ist. Die Einigung mit ausländischen Gläubigern, Subventionskürzungen, Exportbewilligungen für landwirtschaftliche Produkte, die Abwertung der Währung und eine strikte Ausgabenkontrolle, all das waren wichtige Erfolge der ersten sechs Monate der neuen Regierung unter Macri. Die hohen Inflationswerte, Subventionskürzungen und Einschnitte bei Gehältern und Pensionen im öffentlichen Dienst führten dann allerdings bei manchen Bevölkerungsgruppen zu schmäleren Einkommen. 

Die jüngste Währungsschwäche war das Resultat eines Zusammentreffens verschiedener Faktoren, die, wenn sie einzeln aufgetreten wären, leicht als ganz normale Nebeneffekte der Reformen bewältigt werden hätten können; da sie aber gemeinsam auftraten, führten sie zu einer Vertrauenskrise. Zum Ersten blieben die Inflationswerte im ersten Quartal 2018 hartnäckig hoch. Einer der Hauptgründe dafür ist das rasche Tempo des Subventionsabbaus. Das müsste als positiver Aspekt gewertet werden, da darin der Reformwille der Regierung deutlich wird. Dazu kommt, dass Argentinien die schlimmste Dürreperiode seit 50 Jahren durchmacht, was zu höheren Lebensmittelpreisen führt. Zum Zweiten führte die Verhängung einer 5%igen Kapitalertragssteuer auf von der Zentralbank herausgegebenes Geld dazu, dass ausländische Investoren nicht besteuerte Gewinne sicherten, indem sie die Noten zeitweilig verkauften und Dollar erstanden. Das passierte genau dann, als der Dollar anzog und die Währungen der Emerging Markets schwächelten, was eine weitere Volatilitätsquelle für den argentinischen Peso darstellte.

Ein Land wie Argentinien, das Hyperinflation und Währungsabwertung nur zu gut kennt, ist anfällig, wenn die Menschen das Vertrauen verlieren, ihr Geld in Pesos zu halten. Während die letzten zweieinhalb, von Stabilität und Reformen geprägten Jahre, wieder einiges an Vertrauen herstellen konnten, führte die jüngste mangelnde Stabilität des Peso zu Befürchtungen, dass es zu einer Kapitalflucht kommen könnte. Die Reaktion der Zentralbank, den Tagesgeldsatz innerhalb einiger weniger Tage von 28% auf 40% zu erhöhen, hat diese Befürchtungen lediglich noch verstärkt. Die Absicht, beim IWF um eine riesige Standby-Fazilität in Höhe von 40 Mrd. US-Dollar anzusuchen, ist ein klarer Hinweis darauf, dass sich die Regierung im Klaren darüber ist, dass es sich hier um eine Vertrauenskrise handelt, und dass sie, was auch immer nötig ist, tun wird, um das Vertrauen wiederherzustellen. Die bereits seit Langem erwartete Verabschiedung des Kapitalmarktgesetzes letzten Monat sollte ebenfalls als Bekräftigung des Reformwillens der Regierung gesehen werden. 

Angesichts dieser Entwicklungen haben wir uns entschlossen, unser Engagement im Portfolio bei heimischen Wachstumstiteln einzuschränken, vor allem bei Banken- und Telekomtiteln. Exportunternehmen in Sektoren wie Zement werden von einer schwächeren Währung profitieren, und Stromunternehmen sind im Wesentlichen entweder durch eine Rendite in US-Dollar auf neue Investitionen bzw. durch an Inflationswerte gebundene Tariferhöhungen geschützt. Es ist zwar so, dass alle Aktien bei durch die Marktstimmung verursachten Verkaufstendenzen gleichermaßen leiden, unserer Erfahrung nach lässt sich durch ein Engagement bei günstigen Titeln in den richtigen Unternehmen und Sektoren aber durchaus Geld machen, wenn der Markt sich wieder auf Fundamentalwerte und entsprechende Impulse besinnt. 

Solange der politische Wille und die Reformunterstützung seitens der Bevölkerung bestehen bleiben, und angesichts einer wahrscheinlichen Verbesserung der ökonomischen Kennzahlen (die Inflation wird nachlassen, wenn die Subventionskürzungen erst einmal abflauen und der hohe Basiseffekt greift, und wenn die Devisenzuflüsse in die Landwirtschaft wieder besser werden, da die Maiernte beginnt), bleiben wir in Argentinien weiterhin in Unternehmen engagiert, die unter den gegenwärtigen Umständen weiter robust bleiben. Falls Veränderungen beim politischen Ausblick wahrscheinlich zu einem Abweichen vom Reformpfad führten, würden wir unser Engagement zurückfahren bzw. den Markt ganz verlassen.

Der zweite bedeutende Negativeinfluss auf die absolute Performance waren die vietnamesischen Beteiligungen im Portfolio. Das Ausmaß des Rückziehers in Vietnam im letzten Monat spiegelte lediglich die vielen Investoren wider, die dort auf nicht im Index enthaltene Positionen gesetzt hatten, die sie aber nicht brauchten. Vietnam ist die größte Gewichtung im Fonds, und wir bleiben in Bezug auf die Titel, die wir besitzen, weiterhin zuversichtlich. Im ersten Quartal stiegen die Erträge um 26% im Jahresvergleich, und wir sehen auch keinen Grund, warum die BIP-Wachstumsrate von 7% schmäler werden sollte. Ohne Investments in die teureren größeren Index-Titel schnitt das Portfolio bequem besser ab als der vietnamesische Markt insgesamt, allerdings war es gegenüber den vorherrschenden Verkaufstendenzen keinesfalls immun. 

Da wir unsere Beteiligungen in Pakistan im Wesentlichen veräußert und unser Engagement in Argentinien reduziert haben, wurden vorhandene Mittel hauptsächlich erneut in Nahost angelegt. Wir schätzen die Region und die Märkte weiterhin als sehr konstruktiv ein, und wir halten weiterhin an der Überzeugung fest, dass die geopolitischen Risiken von Kommentatoren übertrieben dargestellt werden, und dass die jüngsten Neuigkeiten zum iranischen Atomabkommen sich potentiell sehr positiv auf Saudi-Arabien auswirken könnten, da iranische Ölexporte wahrscheinlich durch in Saudi-Arabien geförderte Mengen ersetzt werden.  

Wenn wir uns das Reformtempo in der gesamten Region ansehen, können wir lediglich gute Kunde wahrnehmen. Die VAE haben vor kurzem neue Visa für ausländische Beschäftigte angekündigt und Eigentumsregeln für Ausländer, die eine weitere Öffnung der Volkswirtschaft darstellen und zu mehr Investments führen werden sowie gerade ganz frisch, dass ein neues Investitionsprogramm in Höhe von 13 Mrd. US-Dollar aufgelegt wird. Saudi-Arabien setzt seinen äußerst aggressiven Subventionskürzungskurs fort, was auch die jüngsten Haushaltsdefizitzahlen belegen. Das Haushaltsdefizit für das erste Quartal belief sich auf 4,8% vom BIP, im Vergleich zur Zielvorgabe der Regierung von 6,8%. Außerdem erwarten wir am 20. Juni eine positive Ankündigung seitens MSCI, die unserer Ansicht nach über die nächsten 18 Monate zu bedeuten Portfoliozuflüssen auf den saudischen Markt führen wird. Gegenwärtig befinden sich lediglich 1,7% der Aktien des saudischen Markts im Besitz internationaler Investoren.

In der Vergangenheit konnten wir schon oft beobachten, dass unsere Performance viel besser ausfällt, wenn wir mit Fokus auf Fundamentaldaten und günstigen Bewertungen investieren. Daher nutzen wir jüngst einige der zum Teil heftigen Kursbewegungen, um sicherzustellen, dass das Portfolio für den Zeitpunkt gut positioniert ist, wenn die gegenwärtige globale Makrovolatilität wieder abflaut. Das Portfolio wird derzeit zu einem Multiplikator von 11,4x der Gewinne für die nächsten zwölf Monate gehandelt, und das bei starken Ertragswachstumsimpulsen, und wir bleiben in Bezug auf die Aussichten für das restliche Jahr äußerst positiv eingestellt.   

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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