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DWS Chart der Woche: Weiteres Wertwachstum für Wachstumswerte?

DWS "Chart der Woche": Wachstumswerte wachsen weiter, Substanzwerte gewinnen an Substanz, wenn diese als Abschlag zum Markt definiert wird. Das kann nicht ewig so weitergehen. Aber noch eine Weile. DWS | 26.07.2019 12:43 Uhr
© Pexels.com
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"Short covering" muss in der laufenden Berichtssaison als Erklärung für manch verwunderliche Kursreaktion herhalten. Wenn nämlich einmal mehr ein zyklischer Industriewert enttäuschende Ergebnisse liefert und die Aktie trotzdem kräftig zulegt. "Short covering" beschreibt das panische Eindecken mit Aktien von Investoren, die diese Aktie in Erwartungen auf fallende Kurse zuvor leerverkauft haben. Es reicht dann oft, wenn die Firma mit Zahlen aufwartet, die weniger schlecht als befürchtet ausfallen, um die Eindeckung durch Leerverkäufer hervorzurufen. 

Ein anderer Erklärungsansatz für überraschende Kurssprünge - etwa von Aktien aus dem deutschen Automobilsektor diese Woche - könnte lauten: die Markterwartungen können nicht mehr enttäuscht werden, da sie bereits vom Schlimmsten ausgehen, was sich auch an den Bewertungen zeigt. Insbesondere die relative Bewertung spiegelt die geringe Erwartungshaltung gegenüber Substanzwerten. Wie unser "Chart der Woche" zeigt, liegt die Bewertungsprämie von Wachstums- gegenüber Substanzwerten (MSCI ACWI Growth und Value Index) auf Rekordniveau. Am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) gemessen kosten Wachstumswerte 70 Prozent mehr als Substanzwerte.

"Wir beobachten schon länger, dass Teures immer teurer und Billiges immer billiger wird", konstatiert Thomas Schüssler, Co-Head Equities bei der DWS. Dafür sehen wir im Wesentlichen zwei Gründe: Der Wirtschaftsaufschwung läuft zwar schon lange, aber mit unterdurchschnittlichen Wachstumsraten. Und je länger er andauert, umso größer wird die Sorge, er könnte bald enden. In so einem Umfeld suchen Anleger Unternehmen, die weitgehend losgelöst vom Wirtschaftsumfeld Wachstum erzielen können (historisch haben Wachstumswerte kurz vor einem Bärenmarkt besonders gut abgeschnitten). Der zweite Grund ist das Niedrigzinsumfeld, welches die Zentralbanken einmal mehr verlängert haben. Damit werden zukünftige Gewinne, die naturgemäß bei Wachstumswerten stärker ins Gewicht fallen, mit einem geringeren Faktor abgezinst, was ihren Gegenwartswert erhöht. "Sollten die Zinsen niedrig bleiben und die Rezession ausbleiben, erwarten wir kein Ende des Trends. Gleichzeitig gehen wir nicht davon aus, dass er sich mit der jüngsten Dynamik fortsetzen wird. Doch etablierte Wachstumstitel werden in einem Niedrigzins- und Niedrigwachstumsumfeld weiterhin ihre Käufer finden", meint Schüssler.  

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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