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Schwellenländer Unternehmensanleihen: Ruhepol in einer Welt der Unsicherheit?

Rodica Glavan, Portfolio Managerin bei Insight (BNY Mellon) sieht die Aussichten für Schwellenländer Unternehmensanleihen nach wie vor vielversprechend, weil sich die Fundamentaldaten weiterhin stabilisieren und die Anlageklasse gleichzeitig durch technische Faktoren gestützt wird. BNY Mellon Investment Management | 15.11.2016 10:19 Uhr
Rodica Glavan, Portfolio Managerin, Insight (BNY Mellon)
Rodica Glavan, Portfolio Managerin, Insight (BNY Mellon)

4 Gründe, weshalb Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern immer noch unterbewertet sind

 

 
Laut Rodica Glavan von Insight (BNY Mellon), sind die weit verbreiteten Missverständnisse über diese Anlageklasse dafür verantwortlich, dass Investoren beträchtliche Anlagechancen verpassen:

1) Eine wachsende Anlageklasse

Das schiere Ausmass der sich bietenden Anlagechancen wird häufig unterschätzt. So ist das Volumen des Marktes für Schwellenländer-Unternehmensanleihen seit der globalen Finanzkrise kräftig angestiegen und beträgt mittlerweile rund 1,7 Bio. US-Dollar.1 Damit übertrifft diese Anlageklasse sowohl den europäischen als auch den US-amerikanischen Markt für Hochzinsanleihen. Darüber hinaus umfasst diese Anlageklasse über 970 Emittenten von Unternehmensanleihen aus vielen unterschiedlichen Branchen und mehr als 70 Staaten. Dieser Umstand unterstreicht den globalen Charakter sowie die Vielgestaltigkeit dieser Anlageklass

2) Ein besseres Liquiditäts- und Kreditrisiko-Profil

Trotz der Sorgen, die sich einige Anleger um die Bonitätsqualität von Schwellenländer-Unternehmensanleihen machen, ist ein beträchtlicher Teil dieser Anlageklasse ebenfalls mit Investmentstatus eingestuft. So weisen 63% des Marktes für Schwellenländer-Unternehmensanleihen aktuell Investmentstatus auf. Gleichzeitig verbessert sich die Liquidität an diesen Märkten dank wieder erfreulicherer Fundamentaldaten sowie einer immer globaleren Investorenbasis weiter. Die immer grössere Zahl von Schwellenländer-Investoren wiederum hat dazu geführt, dass Emittenten aus den Schwellenländern mehr Papiere in unterschiedlichen Tranchen emittiert haben. Da die Emissionsvolumina in der Folge ebenso angestiegen sind wie die Zahl der handelbaren Papiere, hat sich auch die Liquidität am Markt für Schwellenländer-Unternehmensanleihen verbessert.

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Schwellenländer-Unternehmensanleihen weisen in der Regel einen wesentlich geringeren finanziellen Hebel und höhere Renditen auf als ihre Pendants aus den Industriestaaten mit vergleichbarem Rating. Gleichzeitig bieten sie jedoch Zinsaufschläge. Darüber hinaus haben Unternehmen aus den Schwellen-ländern auf die konjunkturelle Unsicherheit weltweit reagiert, indem sie ihre Bilanzen durch Kosten-senkungen, eine Verringerung der Investitionsausgaben sowie den liquiditätsfördernden Verkauf von Unternehmenswerten geschützt haben. Dank dieser Massnahmen konnte verhindert werden, dass der Verschuldungsgrad erheblich ansteigt. Ausserdem hat sich dadurch auch das technische Umfeld für Anleiheninvestoren verbessert.

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Im Vergleich zu ihrer historischen Entwicklung seit 2002 liegen die Zinsdifferenzen von Schwellenländer-Unternehmensanleihen zurzeit im 50. Perzentil. Mit anderen Worten: Diese Anlageklasse ist aktuell höher bewertet als in 50% der Zeit während der letzten 14 Jahre.3 Unserer Meinung nach spiegelt sich darin aber eher die momentane Stimmungslage als die Fundamentaldaten wider.

Idiosynkratische Risiken, die traditionell mit Schwellenländer-Investments in Verbindung gebracht werden, entwickeln sich zusehends zu einem globalen Phänomen. Obwohl uns der jüngste Putschversuch in der Türkei noch einmal vor Augen geführt hat, welche politischen Risiken die Schwellenländermärkte mit sich bringen können, handelte es sich dabei jedoch um ein regional relativ begrenztes Ereignis, das nur wenige andere Schwellenländer-Volkswirtschaften in Mitleidenschaft gezogen hat. Gleichzeitig haben auch die politischen Turbulenzen in Staaten wie Brasilien, Russland und Südafrika mittlerweile deutlich nachgelassen.

Parallel dazu zeigen die denkwürdige Entscheidung Grossbritanniens für den Austritt aus der Europäischen Union, der Aufwind, den populistische Partien derzeit in ganz Europa verzeichnen, sowie die politischen Turbulenzen rund um die US-Präsidentschaftswahl, dass derartige Risiken auch in den etablierten Volkswirtschaften existieren.

Investmentargumente

  • Unserer Meinung nach sprechen die sinkenden Renditen in den Industrienationen (in denen inzwischen Papiere mit immer längeren Laufzeiten sogar negativ verzinst werden) für Investments in Schwellenländer-Unternehmensanleihen. Zwar akzeptieren Anleger, denen die Vielzahl von Risiken weltweit Sorgen bereitet, die damit einhergehenden Kapitalverluste, übersehen dabei unserer Einschätzung nach jedoch die Risiken, die momentan auch in den etablierten Volkswirtschaften drohen. Dieser Umstand fördert die Verbreitung negativer Zinsen nur noch.
  • Darüber hinaus vertreten wir die Auffassung, dass die Schwellenländermärkte in diesem Jahr auf einen konjunkturellen Wendepunkt zusteuern, weil sich die Fundamentaldaten weiter verbessern. So haben die Wachstumsindikatoren für die Schwellenländer (wie etwa der Welthandel, die Zahlungsbilanzen und die Einkaufsmanager-Indizes) inzwischen wieder angezogen. Diese Entwicklung spricht für sich ausweitende Wachstumsdifferenzen gegenüber den Industriestaaten.
  • Unserer Einschätzung nach geht es bei Investments in Schwellenländer-Unternehmensanleihen darum, von dem strukturellen Aufgeld, das diese Papiere gegenüber ihren Pendants aus den Industrienationen bieten, zu profitieren. Den Schwellenländern kommt nämlich ihr steigender Anteil am weltweiten BIP zugute. Ausserdem bieten sie Anlegern die Möglichkeit in Volkswirtschaften zu investieren, die sich in unterschiedlichen Stadien der wirtschaftlichen und strukturellen Entwicklung befinden, und somit von den damit einhergehenden Ertragschancen und Diversifikationsvorteilen zu profitieren.
  • Anders ausgedrückt bietet das aktive Management von Schwellenländer-Unternehmensanleihen Investoren die Möglichkeit, sich unter Berücksichtigung ihrer individuellen Anlageziele in Papieren mit sehr unterschiedlichen Risiko- und Ertragsmerkmalen zu engagieren. Darüber hinaus werden diese Anleihen, die bei Mainstream-Anlegern nicht gerade beliebt sind, vom Research vernachlässigt und sind in den Portfolios der Investoren unterrepräsentiert. Obwohl der Reifeprozess der Anlageklasse Schwellenländer-Unternehmensanleihen zurzeit rasant voranschreitet, hat dies Fehlbewertungen zur Folge und eröffnet deshalb viel versprechende Anlagechancen.

Rodica Glavan, Portfolio Managerin, Insight (BNY Mellon) 

    Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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