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BNY Mellon IM Marktstrategin Akoner zur angespannten Lage in der Türkei

Lale Akoner, Marktstrategin bei BNY Mellon Investment Management, kommentiert die Krise in der Türkei und die Ansteckungsgefahr für Schwellenländer und die weltweite Wirtschaft: Obwohl die Schwäche der Türkei die allgemeine Skepsis gegenüber der Schwellenländer-Anlageklasse wieder vergrößert, hält Lale Akoner die Ansteckungsgefahr für begrenzt. BNY Mellon Investment Management | 14.08.2018 15:51 Uhr
Lale Akoner, Marktstrategin, BNY Mellon Investment Management / © BNY Mellon
Lale Akoner, Marktstrategin, BNY Mellon Investment Management / © BNY Mellon

Fundamentaldaten verbessert – Stimmung verschlechtert

Länder wie Brasilien, Indien, Indonesien und Südafrika, die ähnlich wie die Türkei große Leistungsbilanzdefizite hatten und während des Taper Tantrum im Mai 2013 die größten Währungseinbrüche erlitten, haben ihre Fundamentaldaten seitdem verbessert. Aus unserer Sicht ist die Türkei daher die Ausnahme und nicht die Regel. Dennoch hat die Krise in der Türkei die negative Stimmung von Anlegern gegenüber Schwellenländern im Allgemeinen wieder verstärkt. So ist die Sorge groß, dass sich Schwellenländer im Zuge der weltweiten Liquiditätsverknappung durch die Zentralbanken der westlichen Welt schlechter finanzieren können. Hinzu kommt die Frage, in welche Richtung sich die US-Handelspolitik von Donald Trump entwickelt, wenn die USA einem NATO-Verbündeten Zölle auferlegen?

Türkische Banken auf der Kippe?

Die Inflation in der Türkei wird wahrscheinlich weiter steigen und die Wirtschaft in eine Rezession und damit verbunden möglicherweise in eine Bankenkrise treiben. Unserer Einschätzung nach sind die türkischen Banken große Sorgenkinder, da sie verstärkt auf ausländische Finanzierung zurückgegriffen haben, um inländische Kredite bereitzustellen. Etwa ein Drittel der Bankkredite erfolgte in Fremdwährungen, die hauptsächlich an Unternehmen vergeben wurden.

Ansteckungsgefahr für europäische Banken begrenzt

Auch wenn ein gewisses Ansteckungsrisiko für ausländische Banken besteht, vor allem in Europa, halten wir dieses für begrenzt. Denn die Beteiligung spanischer Banken in der Türkei liegt bei rund 6% des spanischen Bruttoinlandprodukts, die von Italien und Frankreich ist noch geringer und jene von Großbritannien und den USA zu vernachlässigen (siehe Grafik 1).

Auch die Handelsvolumina mit Westeuropa sind auf einem geringen Niveau. Die meisten Importe kommen aus den ost-europäischen Nachbarstaaten (siehe Grafik 2). Das Kreditausfallrisiko ist auf nur wenige Banken konzentriert: Die spanische BBVA mit rund 14% der türkischen Kredite und die italienische UniCredit SPA mit rund 4% sind am stärksten gefährdet. Allerdings stammen diese aus den europäischen Peripherie-Staaten. Bei einer Schieflage könnte eine europäische Finanzkrise wieder aufflammen.

Fazit: Insgesamt sind wir der Meinung, dass die Probleme, mit denen die Türkei konfrontiert ist, nicht schnell gelöst werden können. Zwar erwarten wir, dass die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen auf Europa und andere Schwellenländer begrenzt sein werden. Allerdings erhöhen sich damit die Risiken im Umfeld der Schwellenländer, zu denen bereits das Wachstum in China, die Handelsunsicherheiten und die globale Liquiditätsverknappung zählen.

Lale Akoner, Marktstratege, BNY Mellon Investment Management

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