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BNY Mellon IM zur Brexit-Abstimmung in London

Howard Cunningham, Portfolio Manager im Anleiheteam von Newton IM, einer Boutique von BNY Mellon IM, äußert sich zur Brexit-Abstimmung im britischen Unterhaus: BNY Mellon Investment Management | 16.01.2019 14:58 Uhr
Howard Cunningham, Portfolio Manager Anleiheteam, Newton IM / © Newton Investment Management
Howard Cunningham, Portfolio Manager Anleiheteam, Newton IM / © Newton Investment Management

„Theresa Mays schwere Niederlage ist keine Überraschung. Das zeigt schon die Reaktion der Devisenmärkte: Das Pfund schwankte gestern und über Nacht nur leicht. Nach dem Abstimmungsergebnis wurde die Währung etwas stärker, blieb aber im bisherigen Korridor.

Die EU hat Recht mit der Feststellung, dass das Risiko eines ungeordneten Brexits gestiegen ist. Gleichzeitig hat sich aber auch das Risiko eines weicheren oder "no Brexits" erhöht, und derzeit weisen die Märkte einer der letztgenannten Optionen eine größere Wahrscheinlichkeit zu. Das einzige Ergebnis, dessen Wahrscheinlichkeit gesunken ist, ist die Verabschiedung des Deals von May.

Zunächst wird es in Großbritannien aber eine bedeutungslose Abstimmung geben: ein Misstrauensvotum gegenüber der Regierung. Die Democratic Unionist Party (DUP) hat bereits gesagt, dass sie die Regierung unterstützen wird. So wird noch mehr Zeit verschwendet. Ein Misstrauensvotum zu überstehen, wäre gut für das Pfund und wahrscheinlich leicht positiv für die britischen Staatsanleihen (Gilts) – daher der Aufschwung des Pfunds nach dem ersten Rückgang gestern. 

Neutrale Position gegenüber Pfund Sterling

Da das Pfund Sterling aus unserer Sicht unterbewertet ist und die Bilanz der bisherigen Ergebnisse wohl am ehesten gemischt ausfällt, nehmen wir gegenüber der Währung eine neutrale Position ein.

Im unwahrscheinlichen Fall, dass der Misstrauensantrag angenommen wird, wird dies nur zu Verwirrung und Unsicherheit führen (das Pfund schwächen, aber kurzfristig britische Staatsanleihen unterstützen). Es gibt weder die Gewissheit, dass eine der großen Parteien eine Mehrheit gewinnt, noch gibt es Klarheit darüber, was die Brexit-Politik einer der Parteien wäre oder wie realistisch sie wäre. Großbritannien mag 60 Millionen Bürger haben, aber die 27 Mitgliedstaaten der EU haben 400 Millionen mehr, und auch ihre Ansichten zählen. 

Theresa Mays Angebot, eine breitere Gruppe von Abgeordneten zu konsultieren, könnte positiv aufgefasst werden und zu einer weichen Version des Brexit führen, die erneut das Pfund unterstützen würde. Gut möglich allerdings, dass der Markt diese Chance überschätzt. Unvermeidlich erscheint, dass Großbritannien einen Aufschub des Austrittsdatums beantragt, um Zeit für ein weniger chaotisches Ergebnis zu gewinnen. Eine Brexit-Verzögerung gilt seit einigen Wochen als wahrscheinlich und sollte daher die Märkte nicht unbedingt in Aufruhr versetzen. Unterdessen wird sich in der britischen Wirtschaft bestenfalls nicht viel bewegen, bis Klarheit besteht.

Vielleicht erkennt die EU an, dass der bedrohliche und potenziell endlose Charakter des "Irish Backstop" das Einzige ist, was Brexit-Anhänger und -Gegner vereint und stimmt einem zeitlich begrenzten Backstop zu. Das könnte genügend Abgeordnete davon überzeugen, ein überarbeitetes Abkommen zu unterstützen anstatt einen No-Deal-Austritt zu riskieren. Durch das Ausmaß von Mays Niederlage dürften die Chancen hierfür jedoch geringer geworden sein.

Darüber hinaus müssen die britischen Bürger über eine realisierbare Vorgehensweise entscheiden, zum Beispiel: 

  1. Die eigenen roten Linien aufzugeben und statt des Modells "Kanada plus" auch das Modell "Norwegen plus" (oder "EU minus") in Erwägung ziehen.
  2. Ein zweites Referendum durchzuführen – vielleicht Plan B von Labour, falls sie das Misstrauensvotum verlieren.
  3. Die Vorbereitung auf einen "sauberen Bruch" mit unserem wichtigsten Handelspartner – wohl wissend, dass dies kurzfristig erhebliche Schäden verursachen wird.
  4. Einen Regierungswechsel und eine radikal andere Wirtschaftspolitik, auch in Verbindung mit einer der anderen Varianten.

Kurzfristig in sichere Währungshäfen segeln

Die Möglichkeiten 1 und 2 werden wahrscheinlich positiv für das Pfund und negativ für Gilts sein. Variante 3 hätte den gegenteiligen Effekt. Die vierte schafft mehr Unsicherheit und wäre wahrscheinlich sowohl für Währung als auch Anleihen negativ.

Kurzfristig erwarten wir eine etwas steilere Zinskurve, da der Zeitpunkt etwaiger Zinserhöhungen in weitere Ferne rückt, während die Risikoprämien aufgrund der Unsicherheit weiter nach oben steigen werden.

In der Zwischenzeit kann sich die Unsicherheit über den Euro – aufgrund des verlangsamten Wirtschaftswachstums sowie politischen Drucks in Frankreich und Italien – verstärken und Nachfrage nach Bundesanleihen aufrechterhalten. 

Wir haben unsere Allokation in europäischen Währungen daher vom Euro weg und hin zu den „sicheren Häfen“ Schweizer Franken und norwegischen Kronen diversifiziert.“

Howard Cunningham, Portfolio Manager Anleiheteam, Newton IM

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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