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Eaton Vance: Ein Plädoyer für neue Fixed Income-Strategien

Bewährte Regeln funktionieren nicht mehr, das Eaton Vance Diversified Fixed Income Team rät Rentenanlegern daher zum Umdenken. Die Märkte erleben einen tiefgreifenden Umbruch, oder besser gesagt: mehrere kurz-, mittel- und langfristige Umbrüche. Eaton Vance | 09.07.2018 11:20 Uhr
© Pixabay.com
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Einige Aspekte dieses Wandels stellen wir hier vor, bevor wir in nachfolgenden Beiträgen auf konkrete Themen eingehen, die auf eine neue Ordnung an den Rentenmärkten hindeuten. Dabei erklärt unser Diversified Fixed Income Team auch, warum ein massiver Zinsanstieg für Anleger kein unüberwindbares Hindernis sein muss.

Tatsächlich stehen Rentenanleger vor großen Herausforderungen. Insbesondere müssen sie eine Strategie für steigende Zinsen entwickeln und ausloten, wie wechselnde Korrelationen die Rolle von Anleihen in ihrem Portfolio verändern könnten. Zweifellos ist das Marktumfeld, wie es uns jetzt bevorstehen könnte, für viele Portfoliomanager Neuland.

Die Geldpolitik tritt ab, ab jetzt bestimmen Regierungen den Kurs

Der Übergang von Geld- zu Fiskalpolitik gehört zu den kurzfristigen Umbrüchen am Rentenmarkt.

Anleger müssen sich ab sofort darauf einstellen, dass die monetären Impulse der Zentralbanken schon bald ausbleiben werden. Zehn Jahre haben die Federal Reserve und andere Notenbanken Märkte und Wirtschaft durch Wertpapierkäufe (Quantitative Easing) gestützt, jetzt wollen sie ihre Politik wieder normalisieren.

Das bedeutet steigende Zinsen und eine Verkürzung der Zentralbankbilanzen. In diesem selbstgewissen Markt kann man sich zwar etwas anderes als sehr gemächlich steigende Zinsen kaum vorstellen, allerdings sind Anleihen gleichzeitig sehr teuer bewertet. Nach den alten Regeln müssten Anleger jetzt ihre Duration verlängern und in der Kreditqualität weiter nach unten gehen. In dem heutigen Marktumfeld könnte sich diese Strategie jedoch als weniger effizient erweisen als früher.

Durch steuerliche Anreize und Infrastrukturinvestitionen versuchen Regierungen, die Lücke zu schließen. Wir rechnen daher mit mehr Volatilität und Unsicherheit, denn Politiker sind weit weniger berechenbar als Zentralbanken, die die Märkte klar über ihren Kurs informieren. Für Steueranreize in diesem Spätstadium des Konjunkturzyklus gibt es außerdem kein Handbuch.

Steuersenkungen in einem derart fortgeschrittenen Zyklus und unter relativ robusten wirtschaftlichen Bedingungen gab es bisher nicht. Notwendig sind sie dennoch, um das Wachstum anzukurbeln und Ungleichheit zu reduzieren. Die Frage ist, welche unbeabsichtigten Folgen diese Politik haben wird. Noch ist unklar, ob die Politik Steuersenkungen überhaupt durchsetzen kann. Allerdings, so viel ist sicher, fürchten sie Inflation im Allgemeinen weniger als die Notenbanken.

Gift für Rentenanleger: Die Inflation versickert

Viele Anleger scheinen in Anbetracht der schwachen Preisanstiege in der Wirtschaft überzeugt, dass der Kampf gegen die Inflation bereits gewonnen ist. Wir glauben etwas anderes: Die Inflation versickert und bedroht die Renditen von Rentenanlegern insbesondere in Industrieländern.

Seit Anfang 2016 steigen Markterwartungen an die US-Inflation der kommenden fünf Jahre. Die Break-even-Inflationsrate auf fünf Jahre (gemessen an der Renditedifferenz zwischen nominalen und inflationsgeschützten Treasuries) ist auf 2% gestiegen und entspricht damit dem Inflationsziel der Fed. Kann sie weiter steigen? Wir glauben: ja.

Der Druck am US-Arbeitsmarkt ist so hoch wie seit fast zwanzig Jahren nicht mehr. Die Arbeitslosenquote liegt heute bei 3,8%, mittlerweile übersteigt die Zahl der offenen Stellen die der Arbeitssuchenden. Sowohl bei gering- als auch bei hochqualifizierten Arbeitskräften gibt es Engpässe. Unternehmen haben eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder können sie ihren Arbeitern höhere Löhne zahlen und dafür sinkende Gewinne in Kauf nehmen, oder sie können die Preise erhöhen und damit die steigenden Löhne ausgleichen. Ist die wirtschaftliche Lage stabil, können die meisten Unternehmen ihre Preise in der Regel erhöhen, denn wegen des positiven Rückkopplungseffekts steigt bei höheren Einkommen auch die Nachfrage. Das Ergebnis ist Inflation.

Inflation ist jedoch Gift für Rentenanleger, denn sie kann die Realrenditen einer Anleihe unter null drücken, wie in den Siebzigerjahren geschehen (Abbildung unten). Die absoluten Zinsen sind heute so niedrig, dass steigende Inflation die Realrenditen aufzehrt. Dabei sind diese bereits ohne Inflation für die langfristigen Ziele vieler Anleger schon zu niedrig.

zum Vergrößern bitte auf den Chart klicken
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Sichere Häfen?

Steigende Inflation, eine Normalisierung der Zinsen und extreme Bewertungen werden aus unserer Sicht den Weg für neue Strategien frei machen, die Anleger vor dem schwierigen Umfeld schützen könnten. „Sichere Häfen“, die in turbulenten Zeiten gerne von internationalen Anlegern angesteuert werden, sind der US Dollar und US Treasuries. Der Dollar profitiert von seinem Status als Reservewährung der Welt, seine Herrschaft ist heute jedoch so bedroht wie nie zuvor.

Die USA scheinen zunehmend mit sich selbst beschäftigt, und auch die lockere Fiskalpolitik, politische Unsicherheit und steigende Inflation könnten den Dollar belasten. Gleichzeitig wachsen die Volkswirtschaften in anderen Teilen der Welt und konkurrieren um das Vermögen der Anleger. (Auch aus diesem Grund sind wir optimistisch für Schwellenländer.) Wir sehen Potenzial in Anleihen, die nicht in US Dollar notiert sind. Wachsende Schwellenländer werden mehr Staats- und Unternehmensanleihen ausgeben, um ihre Kapitalmärkte auszubauen. Das globale Anlageuniversum der Rentenmärkte wird dadurch größer.

Die langfristige Rendite auf US Treasuries liegt voraussichtlich bei 2%, die Risiken sind relativ eindeutig: steigende Zinsen. Vor allem könnten Treasuries als Stabilitätsanker ausfallen, wenn Risikoaktiva in Turbulenzen geraten. Dies lässt sich besonders gut am 1. Quartal 2018 ablesen, als sowohl Treasuries als auch US-Aktien nachgaben.

Fazit: Wenn wir tatsächlich einen tiefgreifenden Umbruch erleben, müssen Anleger unter Umständen ihre Strategie anpassen und die Rolle von Anleihen in ihrem Portfolio überdenken. Ein Beispiel: Früher haben Anleger in Anleihen investiert, um das Risiko von Aktien zu reduzieren. Diese Diversifikationsrolle können Anleihen in Zukunft möglicherweise nicht mehr spielen. Um steigende Inflation auszugleichen, sollten Anleger außerdem zusätzliche Renditequellen erschließen. In einem Marktumfeld, wie wir es seit Langem nicht gesehen haben, benötigen Fixed Income-Manager aus unserer Sicht vor allem Flexibilität und Erfahrung.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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