USA
Die Debatte über die Verschuldungsproblematik diverser Staaten rückte zuletzt etwas in den Hintergrund. Folglich können die US-Aktienmärkte ihre Erholung fortsetzen. Die in Summe sehr soliden Unternehmensmeldungen der letzten Zeit bekräftigen die Erwartungen in klar zweistellige Gewinnanstiege 2010 und lassen den breiten Markt aus Bewertungssicht wieder zunehmend günstig erscheinen. Dies spricht zwar mittelfristig für ein Anhalten des Aufwärtstrends, vorerst werden unserer Meinung nach aber noch einmal Belastungsfaktoren (Staatsschuldenproblematik, Exit-Szenario der Notenbank, erodierende Konjunktur-Vorlaufindikatoren) US-Aktien auf tiefere Niveaus führen.
Europa
Die erfolgreiche Platzierung der griechischen Staatsanleihe sowie die Präzisierung der Maßnahmen zur Budgetsanierung konnten den europäischen Aktienmärkten zuletzt wieder Halt geben. Die Zinsentscheidung der EZB hatte im Großen und Ganzen keine Auswirkungen, obwohl nunmehr davon ausgegangen werden muss, dass die üppige Liquiditätsversorgung ab Jahresmitte behutsam zurückgefahren wird. Alles in allem bleiben wir bei unserer Meinung, dass die derzeit vorherrschende Verunsicherung hinsichtlich der Staatsverschuldung etlicher europäischer Länder die Investoren weiterhin vorsichtig agieren lassen wird und erwarten daher einen nochmaligen Rückschlag an den europäischen Aktienmärkten. Längerfristig sehen wir unser durchaus zuversichtliches Szenario aber weiterhin intakt. Hierfür sprechen vor allem die von uns für 2010 erwarteten Gewinnanstiege, eine moderate Bewertung sowie eine nicht unbedingt niedrige Dividendenrendite.
Japan
Medienberichte brachten auf, dass die japanische Zentralbank eine weitere Lockerung ihrer ohnehin schon expansiven Geldpolitik prüfe. Diese Nachricht trug jüngst wieder zu einer leichten Abschwächung des Yen bei und sorgte speziell bei Exportwerten für Zugewinne.
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