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Schwellenmärkte im April erneut mit Mittelabflüssen

Insgesamt blieben die Nettomittelzuflüsse in Schwellenländer für 2013 aber bis April mit knapp 30 Mrd. US-Dollar positiv. Dr. Mark Mobius, Executive Chairman, Templeton Emerging Markets Group, über die jüngsten Entwicklungen in den Emerging Markets. Franklin Templeton | 16.05.2013 14:08 Uhr

Überblick

Wichtige globale Ereignisse waren im April unter anderem Japans Pläne zur aggressiven Lockerung der Geldpolitik, Spannungen auf der koreanischen Halbinsel, Meldungen über unerwartet schwache Wirtschaftsdaten aus maßgeblichen globalen Volkswirtschaften wie den USA und China, die Bankenkrise in Zypern und der Rückgang der Rohstoffpreise. Vor diesem Hintergrund rentierte der MSCI Emerging Markets Index im Berichtsmonat in US-Dollar 0,8%. Per saldo verzeichneten die Schwellenmärkte im April im zweiten Monat in Folge Mittelabflüsse. Insgesamt blieben die Nettomittelzuflüsse in Schwellenländer für 2013 aber bis April mit knapp 30 Mrd. US-Dollar positiv. Im Vergleich zu den Schwellenländern schnitten die Grenzmärkte erneut besser ab. Sie reagieren im Einzelnen tendenziell nicht so empfindlich auf Entwicklungen in anderen Volkswirtschaften. Zu den Spitzenreitern zählten die Vereinigten Arabischen Emirate, Slowenien, Bulgarien, Kuwait und der Libanon.

Auch die meisten asiatischen Märkte beschlossen den April mit Gewinnen. Geopolitische Spannungen auf der koreanischen Halbinsel und Ängste vor möglichen Effekten eines schwächeren japanischen Yen auf die Wettbewerbsfähigkeit der südkoreanischen Exportwirtschaft brachten südkoreanische Aktien unter Druck, sodass der Markt den Monat mit Verlusten beendete. Bis auf Brasilien und Argentinien gaben die lateinamerikanischen Märkte generell nach. In Europa entwickelten sich russische Aktien unterdurchschnittlich und beschlossen den April bei nach wie vor geringem Vertrauen und rückläufigen Rohstoffpreisen im Minus. Der türkische Markt zeigte sich im Regionalvergleich dagegen überlegen.

Aktuelles aus den Regionen

Asien

In China verringerte sich das BIP-Wachstum im ersten Quartal 2013 gegenüber dem letzten Vorjahresquartal im Jahresvergleich von 7,9% auf 7,7%. Hauptgrund für das nachlassende Wachstum war Schwäche bei Industrieproduktion und Investitionen. Der Inlandskonsum blieb dagegen der stärkste Wachstumstreiber. Die Einzelhandelsumsätze legten gegenüber dem Vorjahr erneut kräftig zu – von 12,3% im Februar auf 12,6% im März. Der Handelssektor verbuchte weiter solides Wachstum. Exporte wie Importe verzeichneten zweistellige Zuwächse. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Exporte im März um 10,0%, die Importe stiegen um 14,1%. Für März wurde ein Handelsdefizit von insgesamt 884 Mio. US-Dollar verbucht. Der Inflationsdruck flaute im März ab. Der Verbraucherpreisindex ging im Jahresvergleich von 3,2% im Februar auf 2,1% zurück. Der Rückgang war hauptsächlich gesunkenen Nahrungsmittelpreisen zuzuschreiben. China bemühte sich weiter um die Intensivierung seiner Beziehungen zu Afrika. Sambias Präsident Michael Chilufya besuchte China und traf dort mit Präsident Xi Jinping zusammen. Beide Staatschefs bekannten sich zum weiteren Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit.

Durch höhere Investitionen und Exporte beschleunigte sich das BIP-Wachstum in Südkorea im ersten Quartal 2013 im Quartalsvergleich auf 0,9%. Im Schlussquartal 2012 hatte es 0,3% betragen. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Wirtschaft im ersten Quartal 1,5% und damit im selben Tempo wie in den letzten beiden Quartalen 2012. Die Regierung legte einen 15,4 Mrd. US-Dollar schweren Nachtragshaushalt vor, um Anreize zu finanzieren, die die Binnenwirtschaft ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen sollen. Der Vorschlag muss noch vom Parlament gebilligt werden. Die Inflation fiel im März auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten. Der Verbraucherpreisindex sank im Jahresvergleich von 1,4% im Februar auf 1,3%. Nach zwei Zinssenkungen im Jahr 2012 beließ die Bank of Korea ihren Leitzins im April unverändert bei 2,75%.

Die indische Regierung lockerte die Auflagen für den Zufluss von Anlagekapital in das Land weiter, um das anschwellende Leistungsbilanzdefizit einzudämmen. Zuletzt erleichterte die Regierung ausländischen institutionellen Investoren (FII) die Investition in Staats- und Unternehmensanleihen. Die FII-Nettozuflüsse schnellten in den ersten elf Monaten des im März 2013 abgelaufenen Haushaltsjahrs im Jahresvergleich um über 60% in die Höhe – auf rund 28,4 Mrd. US-Dollar. Das Handelsdefizit verringerte sich von Februar bis März von 14,9 Mrd. auf 10,3 Mrd. US-Dollar, da die Exporte im dritten aufeinanderfolgenden Monat anzogen, während die Importe zurückgingen. Im Haushaltsjahr zum März 2013 vergrößerte sich das Handelsdefizit um 4% – von 183,4 Mrd. US-Dollar im vorausgegangenen Zwölfmonatszeitraum auf 190,9 Mrd. US-Dollar. Der Inflationsdruck ließ im März nach. Der Großhandelspreisindex sank im Jahresvergleich von 6,8% im Februar auf 6,0% und der Verbraucherpreisindex von 10,9% auf 10,4%.

Lateinamerika

Die ausländischen Direktinvestitionen in Brasilien fielen im März mit einem Anstieg auf 5,7 Mrd. US-Dollar gegenüber 3,8 Mrd. US-Dollar im Februar unerwartet hoch aus. Fürs erste Quartal beliefen sich die Zuflüsse damit auf 13,2 Mrd. US-Dollar. Die Zentralbank erhöhte die Zinsen im April um 25 Basispunkte (0,25%) auf 7,5%, um den Inflationsdruck zu dämpfen. Der Verbraucherpreisindex zog im März im Jahresvergleich auf 6,6% an und überstieg damit den oberen Zielwert der Bank von 6,5%. Die Einzelhandelsumsätze verringerten sich im Februar gegenüber dem Vorjahr um 0,2%. Dieser erste Rückgang seit November 2003 erfolgte, weil die anziehende Inflation den Binnenkonsum belastete. Im Januar war der Wert im Jahresvergleich noch um 5,9% gestiegen. Die Industrieproduktion schrumpfte im März im zweiten Monat in Folge, da der Output gegenüber dem Vorjahr mit 3,3% unerwartet stark zurückging.

Afrika

Südafrika vereinnahmte mit insgesamt 95,7 Mrd. US-Dollar für das im März 2013 beendete Haushaltsjahr mehr Steuern als zuvor geschätzt. Infolgedessen wurde das auf 5,2% des BIP angesetzte Haushaltsdefizit auf 5,0% herunterkorrigiert. Der Verbraucherpreisindex legte im März im Jahresvergleich um 5,9% zu. Das entsprach dem Februarwert und lag gerade noch im Zielkorridor der Zentralbank für die Inflationsrate von 3% bis 6%. Die Einzelhandelsumsätze steigerten sich im Februar mit 3,8% im Jahresvergleich deutlich schneller als im Vormonat. Die Januarrate wurde auf 2,2% revidiert. Der Minen-Output erhöhte sich im Februar gegenüber dem Vorjahr um 7,0% und damit stärker als im Januar mit einem auf 6,7% korrigierten Zuwachs. Im verarbeitenden Gewerbe war die Produktion im Februar jedoch erstmals seit fünf Monaten rückläufig, was vor allem auf Schwäche im Erdöl- und Chemiesektor zurückzuführen war.

Osteuropa

Die russische Regierung senkte ihre BIP-Wachstumsprognosen für 2013 von 3,6% auf 2,4% im Jahresvergleich und berief sich dabei auf schlechtere Aussichten für Investitionen und Exporte. Die Wirtschaft wuchs 2013 in den ersten drei Monaten im Jahresvergleich um 1,1%. Im letzten Quartal 2012 waren es 2,1% gewesen. Das lag unter anderem an der hohen Ausgangsbasis des ersten Vorjahresquartals, als das Wirtschaftswachstum im Vorfeld der Präsidentenwahl von Staatsausgaben in die Höhe getrieben wurde. Schwäche bei Exporten, Investitionen und Industrieproduktion beeinträchtigte die Wachstumsrate ebenfalls. Im März steigerte sich die Industrieproduktion im Jahresvergleich um 2,6%, die höchste Rate seit acht Monaten – getragen von Wachstum im Bergbau und im verarbeitenden Gewerbe. Das Finanzministerium revidierte seine Prognosen für das Haushaltsdefizit für 2013 von 0,8% auf 0,6% des BIP, was vor allem auf die prognostizierten höheren Ölpreise zurückzuführen war.

Um die Binnenwirtschaft anzukurbeln, senkte die türkische Zentralbank alle Leitsätze im April um 50 Basispunkte (0,5%). Der einwöchige Reposatz wurde auf eine Rekordtief von 5,0% reduziert, während der Tagesgeldsatz und die Kreditzinsen jeweils auf 7,0% bzw. 4,0% zurückgesetzt wurden. Der Inflationsdruck verringerte sich im April. Der Verbraucherpreisindex fiel von März bis April im Jahresvergleich von 7,3% auf 6,1%. Exporte wie Importe sanken im März, sodass das Handelsdefizit im Jahresvergleich um 1,1% auf 7,4 Mrd. US-Dollar abnahm. Die Exporte verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3% auf 13,2 Mrd. US-Dollar, die Importe um 0,6% auf 20,6 Mrd. US-Dollar.

Dr. Mark Mobius,Executive Chairman, Templeton Emerging Markets Group

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