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First State Investments: Chinesische Unternehmen trotzen dem Handelskrieg

Gemessen am nominalen BIP ist China die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Im Laufe des kommenden Jahrzehntes soll das Land die Vereinigten Staaten überholt haben. Bezogen auf die Kaufkraft hat China die USA sogar bereits übertroffen. Im Vergleich zwischen den relativen Bevölkerungsgrößen der beiden Länder scheint dies jedoch selbstverständlich. Das Ertragsniveau chinesischer Konsumenten steigt weiter an, was ihnen erlaubt mehr Geld ausgeben zu können - sowohl im In- als auch Ausland. Im Jahr 2018 dürfte das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik primär durch das Einkommenswachstum und dem Wunsch nach hochwertigen Qualitätsprodukten angetrieben werden. Die Angst vor einer möglichen Abkühlung des Marktes spielt dabei gegenwärtig keine Rolle. Dies spiegelt sich derzeit auch in den chinesischen Aktien von gelisteten Unternehmen wider, die momentan zu den beliebteren Investitionsobjekten zählen. First State Investments | 20.09.2018 10:04 Uhr
© Pixabay.com
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„Trotz der Fortschritte Chinas auf dem Weg zu einer marktorientierten Wirtschaft werden Unternehmen oder Sektoren, die im Zentrum der nationalen Wirtschaftssicherheit stehen oder von nationaler Bedeutung sind, weiterhin unter staatliche Kontrolle gestellt,“ sagt Martin Lau, Managing Partner bei First State Stewart Asia. „Auch in Zukunft wird die chinesische Regierung eine größere Rolle bei wirtschaftlichen Entscheidungen des Landes spielen. Das Ziel: Die Marktmacht soll in einigen wenigen einheimischen Unternehmen gebündelt werden, damit diese ‚Mega-Firmen‘ in der Lage sind, mit internationalen Wettbewerbern zu konkurrieren. 

Auf den ersten Blick sieht dies nach einem Rückschritt aus. Jedoch ist das Durchsetzen marktorientierter Reformen im staatlichen Sektor durch gemischte Eigentumsverhältnisse eine positive Entwicklung. Auf diesem Weg kann der Privatsektor bewährte Praktiken der Unternehmensführung etablieren, die Entscheidungsfindung beeinflussen, die Effizienz steigern und die Erträge der Aktionäre verbessern. Gleichzeitig erhält der Staat nützliche Zinsen. 

Erste Resultate zeigen sich bereits: Die Marktkonsolidierung hat zu Kosteneinsparungen und weiteren Synergien geführt, während die Verkäufe von Assets die Produktivität erhöht haben. Im vergangenen Jahr meldeten Chinas bedeutendste Staatsunternehmen, welche ein geschätztes Gesamtvermögen von rund 9 Billionen US-Dollar haben, Profite in Rekordhöhe und ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 15 Prozent – das höchste in fünf Jahren.  

Zum Jahresbeginn wurde es aus unserer Sicht zunehmend schwieriger Qualitätsunternehmen zu einem angemessenen Kurs zu kaufen, da die Marktrally chinesische Aktienbewertungen angetrieben hat. An der Börse in Shanghai gelistete Blue-Chips waren besonders gefragt. Insbesondere die augenscheinliche wirtschaftliche Erholung und die Aussicht auf eine Aufnahme von auf Renminbi lautende Aktien in MSCI-Indizes haben die Situation begünstigt. Wir profitierten derzeit von Gewinnen aus vorteilhaft bewerteten Aktien und verwenden liquide Mittel für Investitionen in qualitativ hochwertige und gut geführte Unternehmen, die an den Börsen in Hongkong und Taiwan notiert sind. 

Der Margendruck auf Mid- und Downstream-Unternehmen hat sich unseres Erachtens aufgrund eines starken Anstiegs der Rohstoffpreise intensiviert. Vor diesem Hintergrund zeigen vor allem Unternehmen mit starken Marken eine gute Entwicklung, die diese Kosten verkraften. 

An der Oberfläche sieht es so aus, als wäre China durch einen Handelskrieg stärker gefährdet als die USA. Heute ist die chinesische Wirtschaft jedoch weniger abhängig von Exporten. Infolge steigender Einkommen und dem Bestreben, die Wirtschaft wieder ins Gleichgewicht zu bringen, trägt der Binnenkonsum derzeit am stärksten zum chinesischen Wirtschaftswachstum bei. Die von den USA erlassenen Einfuhrzölle auf über 800 chinesische Waren (Bloomberg, 06.07.2018), die bereits Anfang Juli in Kraft getreten sind, machen allerdings nur einen Bruchteil des chinesischen BIP und wenige Prozent des Gesamtexportes des Landes aus. Unserer Ansicht nach könnten amerikanische Strafzölle gegen China – und umgekehrt – das weltweite Handelsvolumen senken. Dies gilt nicht nur für China, sondern würde auch zu einem gedämpften Geschäftsklima und Investitionen auf den globalen Märkten führen.“ 

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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