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Soziale und ökologische Herausforderungen

Nachhaltige Investments haben Hochkonjunktur – immer mehr Banken setzen gezielt auf Nachhaltigkeit. Eine aktuelle Studie der Bank Sarasin zur Nachhaltigkeit von Banken zeigt allerdings, dass von 14 Großbanken weltweit lediglich vier bewertete Banken überdurchschnittliche Werte erzielen. Die britische HBOS führt das Ranking an. Research | 16.11.2006 12:01 Uhr

Soziale und ökologische Nachhaltigkeit rückt in der Finanzwirtschaft immer mehr in den Mittelpunkt. Neben vielen anderen Wirtschaftsbereichen legen daher auch Banken stärkeren Wert auf eine nachhaltige Unternehmensführung.

Die neue Studie der Bank Sarasin „Ist Ihre Bankverbindung nachhaltig? – Eine Analyse von Umwelt- und Sozialaspekten bei Großbanken“ untersucht, inwiefern dieser nachhaltige Ansatz tatsächlich umgesetzt wird. Die britische HBOS erzielt hierbei herausragende Ergebnisse, auch ABN Amro, HSBC und UBS erhalten positive Bewertungen. Die Deutsche Bank hingegen kann sich nur im unteren Drittel platzieren.

In der Studie werden 14 internationale Großbanken danach bewertet, inwiefern sie Kunden über Risiken und Kosten aufklären, Interessenskonflikten begegnen und negative Umwelt- und soziale Auswirkungen bei Finanzierungen von Unternehmen vermeiden. Darüber hinaus überprüft die Studie, ob alle Vorschriften für das Bankgeschäft eingehalten werden und wie es um die Sicherung der Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter steht. Die tatsächliche Umsetzung der Kriterien scheint bei vielen Banken noch in weiter Ferne zu liegen. So ist die Diskrepanz zwischen reinen Lippenbekenntnissen und einer nachhaltigen Unternehmensführung trotz deutlicher Fortschritte bei den meisten Banken weiterhin vorhanden.

Deutsche Bank fällt zurück

Aufgrund der unterdurchschnittlichen Werte im Unternehmensranking verpasst die Deutsche Bank knapp die Aufnahme in das nachhaltige Anlageuniversum von Sarasin. Die Bewertung der Bank beruht unter anderem auf Defiziten bei der Umsetzung ihrer an sich guten Nachhaltigkeitsstrategie. Seit 2001 wurde ein Viertel der Stellen abgebaut, außerdem weist sie Verbesserungspotential beim Risiko- und Reputationsmanagement auf, wie eine Reihe von Bußgeldern und Vergleichszahlungen zeigen. Hervorragend hingegen fällt die britische HBOS auf. Ihr Einsatz für kleine und mittelständische Unternehmen und die Finanzierung des sozialen Wohnungsbaus führen zu diesem Ergebnis. Positiv bewertet werden ebenso ihr etabliertes Nachhaltigkeitsmanagement, die Förderung von Projekten im Bereich Erneuerbare Energien sowie ihre Maxime, in potentiell kritischen Bereichen keine Kredite zu vergeben. ABN AMRO, HSBC und UBS liegen unter anderem deshalb knapp hinter dem Gewinner der Studie HBOS, da sie nicht in jeder Hinsicht überdurchschnittlich abschneiden.

Obwohl sich Bank of America, BNP Paribas, Credit Suisse und Santander Central Hispano im Mittelfeld bewegen, fallen sie durch vielversprechende Konzepte auf – die Credit Suisse etwa will durch Vergleiche der Gehälter die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen kompensieren. Die übrigen sechs Banken können sich nur im unteren Drittel des Rankings positionieren, darunter die Deutsche Bank, Citigroup und UniCredito. Allerdings betont die Studie, dass sich auch die letztplatzierten Banken in den vergangenen Jahren hinsichtlich der Nachhaltigkeit positiv entwickelt haben.

Der Bankensektor ist die größte Branche am Aktienmarkt, Investoren kommen daher um Bankaktien kaum herum und prüfen diese auch auf Nachhaltigkeit. Vertrauen gilt hierbei als Voraussetzung, allerdings fiel besonders die Bankenbranche in den vergangenen Jahren durch negative Schlagzeilen wie Filialschließungen oder massive Stellenstreichungen auf. Um ihr Image nicht weiter zu schädigen, hat die Entwicklung im Bankenbereich hinsichtlich einer nachhaltigen Ausrichtung zugenommen. Die frühzeitige Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Aspekten ist dabei nicht nur für die Reputation, sondern auch finanziell sinnvoll. Dieses zeigt sich auch am Aktienkurs: Banken, die im Nachhaltigkeitsrating sehr gut abschneiden, haben sich in den vergangenen Jahren auch besser entwickelt. Darüber hinaus sichert eine nachhaltige Personalführung langfristig die Mitarbeiterbindung und die Attraktivität der Bank als Arbeitgeber.

Risiken erkennen und vermeiden

Der falsche Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit kann Risiken bergen. So ist es finanziell problematisch, wenn Umweltprobleme bei Projekten zu spät erkannt werden oder Kunden abwandern, weil sie sich schlecht beraten fühlen. Auch kann sich aufgrund von schlechter Reputation die Neukundenakquisition kompliziert gestalten. Nachhaltigkeit bedeutet, so zeigt die Studie, nicht nur gute Konzepte vorzulegen, sondern diese auch umzusetzen. Zwar ist die Umsetzung immer mit Aufwand verbunden, jedoch wiegt der wirtschaftliche Erfolg den verantwortungsvollen Umgang mit Umwelt- und sozialen Risiken deutlich auf. Gezieltes Nachhaltigkeitsmanagement, wie es die HBOS schon betreibt, sorgt demnach einerseits sowohl bei der Bank als auch bei ihren Investoren für einen hervorragenden Ruf und stärkt so die Bank langfristig.


Die Sarasin-Studie „Ist Ihre Bankverbindung nachhaltig? – Eine Analyse von Umwelt- und Sozialaspekten bei Großbanken“ ist erhältlich bei:

Marion Brink, fischerAppelt Kommunikation München GmbH Tel. +49 89 74 74 66 15, E-Mail: [email protected]

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