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Corporate Bonds attraktiv genug?

Seit Herbst letzten Jahres locken attraktive Spreads auf Unternehmensanleihen. Die impliziten Ausfallsraten scheinen Investoren zu hoch, weil allgemein nicht mit Ausfällen von rund 30 Prozent gerechnet wird. Einschätzungen, Meinungen und Kommentare von Fondsmanagern. Funds | 27.01.2009 05:05 Uhr

Im Dezember letzten Jahres war die Rezession bereits am Horizont sichtbar. Von einer Depression wie in den Dreissiger Jahren gingen Investoren weder im Herbst letzten Jahres noch wird dies zum aktuellen Zeitpunkt erwartet. 

Mike Zelouf, Spezialist für Unternehmensanleihen bei Western Asset Management, einer hunderprozentigen Tochtergesellschaft von Legg Mason zur angespannten Situation im Finanzsystem Anfang Dezember: „Natürlich sind Kreditklemme und Konjunkturabschwächung für Emittenten belastend. Bei den aktuellen Spread-Niveaus werden Investoren dafür allerdings mehr als angemessen entschädigt.“

Hoher Zinsabstand zu Staatsanleihen

Karl Brandstötter, Leiter des Anleihenfondsmanagements der ERSTE-SPARINVEST präsentierte im Rahmen der Jahres-Pressekonferenz Anfang Januar die Chancen auf den Anleihemärkten. Der Zinsabstand zu Euro-Staatsanleihen betrug zu diesem Zeitpunkt bei Unternehmensanleihen bester bis guter Bonität rund 4,0 %, bei Hochzinsanleihen sogar 20 %. Diese Risikoaufschläge drückten aus, dass in den nächsten fünf Jahren etwa zwei Drittel der Unternehmen in die Insolvenz rutschen könnten. Das wäre um ein Drittel mehr als in der schweren Rezession der 30-er Jahre tatsächlich eingetreten ist. Bei einer Marktberuhigung und einer Stabilisierung der Konjunktur könnten nach Einschätzung der ERSTE-SPARINVEST Fondsmanager daher Investoren von einer Annäherung an den fairen Preis profitieren.

Auswahl der Emittenten von entscheidender Bedeutung

Philippe Berthelot, Head of Fixed Income Euro Area bei AXA Investment Managers in Paris präsentierte letzte Woche die aktuellen Einschätzungen für die Eurozone: “Im aktuellen Umfeld ist die selektive Auswahl von Emittenten im Segment der Unternehmensanleihen von entscheidender Bedeutung. Wir fokussieren uns auf defensive Sektoren, wie bespielsweise Telekom, Versorger und nicht-zyklische Konsumgüter. Wir sind in kürzeren Laufzeiten übergewichtet. Wir gehen auch davon aus, dass zyklische Sektoren unter der Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage leiden werden. Im letzten Jahr sahen wir vier Downgrades pro Upgrade. Noch dazu erfolgten die Hälfte der Downgrades im 4. Quartal 2008. Die Ausfallsrate sollte ansteigen.“ Das Team von insgesamt 10 spezialisierten Fondsmanagern in Paris bietet seit 1997 unterschiedlichste Strategien im Euro Credit Markt an. AXA Investment Managers interpretiert die aktuellen Spreads als attraktive Möglichkeiten.

Principal Global Investors setzt auf Preferred Securities

Weniger bekannt, jedoch ebenso attraktiv, präsentieren sich aktuell Preferred Securities auf den Märkten. Diese Art von festverzinslichen Wertpapieren erfüllen folgende Merkmale: in der Kapitalstruktur des Unternehmens sind sie nachrangig gegenüber ´Senior Debt´ und besser gestellt als Aktien.

Preferred Securities sind festverzinsliche Wertpapiere, die im Allgemeinen anderen Formen von Industrieschuldverschreibungen untergeordnet sind, sich jedoch eher durch aktienähnliche Merkmale auszeichnen. Üblicherweise werden Preferred Securities mit Zins-Aufschlägen gehandelt, die weit über denen anderer Formen von Industrieschuldverschreibungen liegen. Ein wichtiges Detail ist auch das Kündigungsrecht des Emittenten. Tranchen für Privatanleger haben im Durchschnitt eine Restlaufzeit von 5 Jahren, institutionelle Tranchen eine Restlaufzeit von 10 Jahren, die jedoch jederzeit an der Börse gehandelt werden können. Im aktuellen Marktumfeld bieten Preferred Securities gegenüber klassischen Unternehmensanleihen deutliche Renditevorteile.

Sarasin: Erholung bis Ende des Jahres erwartet

Die Bank Sarasin & Cie AG prognostizierte im Januar, dass diese Rezession ihren Tiefststand im zweiten Quartal 2009 erreichen sollte, obwohl die US-Wirtschaft voraussichtlich in den nächsten vier Quartalen schrumpfen wird. Das Weltwirtschaftswachstum soll sich nach Einschätzung von Sarasin bis Ende 2009 erholen. Unternehmen werden in den nächsten Monaten massiv tiefere Gewinne ausweisen und die Ausfallraten werden ansteigen. Für die Anleger ergeben sich aus dieser Flut von negativen Nachrichten gleichwohl einmalige Investitionsgelegenheiten. Die Bank Sarasin erwartet zunächst eine Rallye bei den historisch günstig bewerteten Unternehmensanleihen. Anschließend wird die Lockerung der Kreditklemme auch die Aktienmärkte beflügeln.

KBC: Wandelanleihen und Unternehmensanleihen attraktiv

Das niedrige Delta, das hohe Renditeniveau in Folge von hohen Creditspreads des Convertibles stellen einen außergewöhnlich attraktiven Einstiegspunkt dar. Angesichts der erreichten Renditen dürften nach Einschätzung von KBC die Wertentwicklungen der Wandelanleihen vergleichbar mit denen von Unternehmensanleihen sein. "Wir gehen davon aus, dass das Jahr 2009 von der Abnahme des weltweiten Wirtschaftswachstums geprägt sein wird, so dass die Wandelanleihen ihre Vorzüge spielen lassen können", so die KBC Asset Management Experten.

HSBC setzt auch auf Unternehmensanleihen

Die aussichtsreichste Assetklasse für 2009 sind für Heger, Geschäftsführer von HSBC Global Asset Management, Unternehmensanleihen: „Die Spreads sind hier so hoch wie in den 30er Jahren.“ Zuletzt seien die Spreads zwar leicht zurückgegangen, was aber nicht als schlechtes Zeichen zu deuten ist, sondern vielmer zeigt, dass die Leute wieder Corporate Bonds kaufen. Als idealen Veranlagungszeitraum empfiehlt er Laufzeiten zwischen fünf und sieben Jahren. Wichtig wäre es auf Unternehmen mit akzeptablen Geschäftsmodellen zu setzen, die Cash generieren können wie etwa Versorger. Dabei würden ausschließlich erstklassige Bonitäten in Frage kommen – egal ob der Emittent aus den USA oder dem Euroraum kommt. Nachsatz: „In diesem Umfeld sollte man wegen der drohenden Ausfälle keine High Yield-Anleihen kaufen.“

Hundertjährige Renditechancen

Christian Nemeth, CIO, Sal. Oppenheim Wien schätzt die Entwicklung am Anleihenmarkt positiv ein. Interessant wären besonders Unternehmensanleihen, wo ein Ertragspotenzial möglich ist, das in der Vergangenheit ausschließlich Aktien vorbehalten war. „Hier bieten sich derzeit hundertjährige Renditechancen“, so der Experte. Konkret sind die Renditeaufschläge für Industrieanleihen – bei bereits eingepreister Rezession –derzeit achtmal so hoch wie noch vor einem Jahr. Alles in allem soll die Risikoaversion am Anleihenmarkt hoch bleiben. So implizieren die Spreads Ausfallsraten, die im historischen Rückblick als wenig wahrscheinlich erscheinen.

Unternehmensanleihen und Wandelanleihen

Philipp Vorndran, Finanzmarkt-Stratege bei Flossbach & von Storch AG, präsentiert zum Jahresbeginn seinen Ausblick auf den Rentenmarkt: "Ein Blick auf die Verzinsung von Staatsanleihen gleicht einem Blick ins Leere. US-Treasuries rentieren zwischen 0,4 (ein Jahr) und 2,4% (zehn Jahre). Deutsche Bundesanleihen bringen bei diesen Laufzeiten mit 1,7 bzw. 2,9% kaum mehr auf die Waage. Auch die Verzinsung von Bankeinlagen, über deren tatsächliche Sicherheit man trefflich streiten kann, liegt bei täglicher Verfügbarkeit inzwischen unter 3%. Deutlich attraktiver erscheinen da schon Unternehmensanleihen. Anleihen erstklassiger Schuldner rentieren inzwischen je nach Laufzeit zwischen 3 und 5%. Anleihen der von der Krise stark getroffenen Autohersteller BMW und Daimler bringen immerhin noch 6 bis 7%. Noch attraktiver sind die Renditen von Wandelanleihen. Die aus Notliquidationen resultierenden Kurseinbrüche haben Wandelanleihen mit Kursverlusten von durchschnittlich 30% ein „annus horribilis“ beschert. Als Konsequenz sind aber auch die per Endfälligkeit erzielbaren Renditen auf absolute Spitzenniveaus gestiegen. Auch nach der leichten Kurserholung seit Ende Oktober rentieren die im FvS-WandelanleiheWandelanleihefonds enthaltenen Anleihen zum Ultimo Dezember 2008 im Durchschnitt noch bei rund 14%."

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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