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Die erste Runde ist bezahlbar

Die aktuelle Finanzkrise erfordert aktive Schritte zur Krisenbekämpfung seitens Zentralbanken und Politik und die Stabilisierung des Bankensektors. Warum die Maßnahmen bereits in der ersten Runde greifen müssten, erklärte Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, bei einem „Katerfrühstück“ am Aschermittwoch in Wien. Funds | 26.02.2009 04:58 Uhr
Neue Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Märkte Die Weltwirtschaft und die internationalen Kapitalmärkte befinden sich seit Monaten in einem völlig neuen Umfeld. Es ist auch schwieriger geworden, mit Modellen aus der Vergangenheit die aktuellen Entwicklungen abzubilden und Prognosen zu stellen. Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, bezieht sich auf das sehr oft in diesem Zusammenhang zitierte "Black Swan" Phänomen und betont, dass derart extreme Bewegungen nur in den 30er Jahren zu beobachten gewesen wären. Kater: "Wir können jedoch aus den Bankenkrisen der Vergangenheit sehr brauchbare Lehren für die heutige Zeit ziehen und entsprechende Maßnahmen setzen."

Österreich und die Finanzkrise

Die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise haben auch Österreich fest im Griff. Negativ wirkt sich hierzulande vor allem die hohe Bindung an die Volkswirtschaften Osteuropas aus. Droht mit der Krise bei den östlichen Nachbarn auch in Österreich bald der Staatsbankrott? Der Untertitel des Vortrags von Dr. Kater lautete "Österreich in Not?", eine Frage die von lokalen Marktteilnehmern aktuell noch stark verneint wird und eher Assoziationen zur 1992 vom Roten Kreuz, ORF und der Caritas ins Leben gerufenen Hilfsaktion "Nachbar in Not" weckt.

Kater warnt, trotz der Probleme, vor Hysterie: „Die Abhängigkeit von Osteuropa ist in Österreich hoch. Aber die jetzt laufende Welle von Stabilisierungsmaßnahmen kann sich das Land durchaus leisten“, so der Experte des zentralen Asset Managers der deutschen Sparkassen. Erst eine Krise, die sich über Jahre hinziehe und immer neue Hilfspakete nötig mache, könne Österreich, wie auch viele andere Länder, langfristig überfordern. Kater: "Wichtig ist vor allem, dass die bisher beschlossenen Massnahmen auch in einem europäischen Kontext bezahlbar sind. Die Staaten können sich diese Unterstützungspakete auch leisten." Innerhalb von drei Jahren sollten jedoch die Maßnahmen greifen und positive Ergebnisse erzielt werden. Mehrere Runden könnten auch nach Ansicht von Kater für die europäischen Staaten ernste Probleme darstellen. Japan hatte beispielsweise aufgrund zahlreicher Konjunkturpakete über viele Jahre hindurch die Gesamtverschuldung von 100 Prozent des BIP auf rund 180 Prozent ansteigen lassen. Europa könne die Verschuldung durchaus von 60 Prozent auf 100 Prozent erhöhen. Nach Bewältigung der Krise müssten jedoch die Schulden auch wieder zurückgefahren werden - wie dies beispielsweise Belgien auch schaffte, deren Gesamtverschuldung in Prozent des BIP von mehr als 100 Prozent auf weniger als 80 Prozent gesunken war.

Japan Szenario soll verhindert werden

Gegenwärtig käme es darauf an, Sicherheitsnetze aufzuspannen, damit Kreditausfälle aufgefangen und die Unsicherheit an den Finanzmärkten eingedämmt werden könne. Daran müssten sich auch die internationalen Institutionen beteiligen, wenn einzelne Länder damit überfordert seien. „Sollte der Bankensektor sich selbst überlassen werden, kann sich die Krise über Jahre hinziehen“, so Kater. Dies würde das Risiko einer längerfristigen Krise, wie sie in Japan zu beobachten ist, deutlich erhöhen. Dies müsse nach Einschätzung der Dekabank Experten auf jeden Fall verhindert werden. Kater: "Die Stabilisierung der Banken kostet Geld - aber ohne Stabilisierung entstehen wahrscheinlich sogar höhere Kosten. Man sollte auch berücksichtigen, dass die Staaten zum Teil Wertpapiere von Banken kaufen und Beteiligungen eingehen, die Zinsen und Erträge erwirtschaften." Dies bedeute auch Einnahmen für den Staat.

Unterschiedliche Wachstumsraten in Österreich und Osteuropa

Kater plädiert vor allem für eine differenzierte Betrachtungsweise. Denn auch wenn die Krise negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum Österreichs und seiner Nachbarländer haben wird, fallen die Konsequenzen im Detail durchaus unterschiedlich aus. „Während wir in der Ukraine oder den baltischen Staaten in diesem Jahr einen Einbruch des Bruttoinlandsproduktes von bis zu acht Prozent sowie Probleme auf der Währungsseite erwarten, dürfte Polen 2009 ein leicht positives Wirtschaftswachstum verzeichnen. Auch Tschechien präsentiert sich vergleichsweise stabil.“

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Österreich ist stark vom Export abhängig

Damit droht auch nicht automatisch dem gesamten Kreditexposure österreichischer Banken ein Totalausfall. Allerdings bleibt die Krise auch in Österreich nicht ohne Folgen: „Mit einer Exportquote von 60 Prozent, einem Viertel davon Richtung Osteuropa, ist Österreich extrem außenabhängig“, konstatiert der DekaBank-Experte. Das schlägt sich in den Wachstumserwartungen nieder. In diesem Jahr rechnen die Volkswirte der DekaBank für Österreich mit einem Rückgang von 1,4 Prozent, 2010 aber bereits wieder mit einem Zuwachs von 0,5 Prozent.

„Die österreichische Volkswirtschaft ist gut aufgestellt. Von den Wachstumszahlen sollten wir das Schlimmste in diesem Jahr sehen“, resümiert Ulrich Kater. „Die Anbindung an Osteuropa hat bereits in der Vergangenheit für ein hohes Wirtschaftswachstum gesorgt. Wenn wir die Asienkrise als Parallele heranziehen, so haben wir dort gesehen, dass die Staaten nach der Krise wieder ein hohes Wachstum verzeichnen konnten. Diese Chance besteht mittelfristig auch in Osteuropa, wenn strukturelle Mängel beseitigt sind.“

EU: Krise als Chance?

Die aktuelle Finanzkrise wird von EU Beobachtern auch als Chance zur weitergehenden Integration der Mitgliedsländern gesehen. In der Krise könnten die Staaten näher zusammenrücken und gegenseitig unterstützen. Diese optimistische Ansicht kann Kater nur mit Einschränkungen teilen: "In dieser Hinsicht gibt es noch sehr viel Diskussionsbedarf innerhalb der EU. Wenn die Währungsunion diese Krise gut übersteht, wird sie auf jeden Fall gestärkt." Im Zusammenhang mit Plänen zur Emission von EU-Anleihen weist Kater auf den Umstand der gesamt-
schuldnerischen Haftung jedes einzelnen Landes hin.

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