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Flexible Strategien sind gefragt

Die Marktbewegungen in den letzten Monaten stellten Fondsmanager vor große Herausforderungen. Warum in solchen Phasen dynamische Allokationen und der Einsatz flexibler Strategien und Instrumente entscheidend sind, erklärte Dr. Ulrich Kaffarnik, Leiter des Investmentfondsbereichs der DJE Kapital AG. Funds | 24.03.2009 05:00 Uhr

Die globalen Aktien- und Rentenmärkte werden vor allem von der Entwicklung der US Kapitalmärkte beeinflusst. Eine der Ursachen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Verschuldung der Haushalte und Unternehmen in den USA.

Historisch hohe Verschuldung der USA

Aktuell beträgt die Gesamtverschuldung der USA rund 350 Prozent des BIP. Dr. Ulrich Kaffarnik betont, dass diese Kennzahl jeweils im Zusammenhang mit dem Anstieg oder Absinken des absoluten BIPs zu betrachten ist. Kaffarnik: “In der Zeit zwischen 1929 bis 1932 ist das BIP der USA auch von 110 Mrd. US Dollar auf 65 Mrd. US Dollar gesunken. Im folgenden Jahr 1933 war die Gesamtverschuldung dann 260 Prozent des BIP. Danach erfolgte eine Entschuldung bis 1942.“ Kaffarnik erwartet keine schnelle Trendwende beim Schuldenstand und der Verschuldungsquote der USA: „Diese Schulden wurden über Jahrzehnte aufgebaut – und können auch nur über Jahrzehnte abgebaut werden.“

Die hohe Verschuldung und die steigende Unsicherheit bezüglich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung in den USA hat bereits Auswirkungen auf die Sparquote, die zuletzt von Null Prozent auf 4,4 Prozent angestiegen ist. Wenn deutlich mehr gespart wird, ist fraglich, ob sich die Konjunkturpakete überhaupt nachhaltig auswirken oder einfach verpuffen.

Arbeitslosigkeit in Europa kann noch steigen

Kaffarnik: „In Europa können wir uns durchaus zweistellige Arbeitslosenraten vorstellen.“ In Deutschland wirkten zuletzt zwei Sonderfaktoren. Erstens wurde das Pendlerpauschale zurückgezahlt und dann wirkte sich auch der gesunkene Ölpreis sehr positiv aus. Diesel kostete in Deutschland in der Spitze 1,55 Euro und liegt jetzt bei 0,98 Euro. Trotz dieser positiven Faktoren für die Konsumenten, droht Deutschland nach Prognosen einiger Analysten ein Rückgang des BIP im laufenden Jahr um 5 Prozent.

Sollten die Konjunkturpakete in Europa nicht funktionieren, dann könnten japanische Verhältnisse mit einer jahrelangen Flaute eintreten. Verhindert werden sollte der  wirtschaftliche Einbruch durch verstärkte Investitionen in Infrastruktur. Kaffarnik: „In Asien sind Investitionen in Infrastruktur vorteilhafter als in den USA.“ In Asien gäbe es auch mehr Multiplikatoreffekte bei Investitionen und damit nachhaltigere Effekte.

Kann China die Weltkonjunktur retten?

Zuletzt war auch immer wieder die Rede von der wichtigen Rolle Chinas als Konjunkturlokomotive der Weltwirtschaft. Analysten weisen jedoch auch darauf hin, dass China zwar die Möglichkeit hat, den Inlandsmarkt weiter zu entwickeln, jedoch noch nicht die Größe hat, um die Weltwirtschaft aus der Rezession zu heben.

US Dollar verbindet China mit den USA

Wie werden sich die Währungen entwickeln? Besteht das Risiko eines Dollar Absturzes? Kaffarnik: „Wir gehen davon aus, dass es eine einvernehmliche Lösung geben wird, den US Dollar nicht abstürzen zu lassen. Es ist aber eine Gratwanderung.“ Die chinesische Führung hatte zuletzt die USA gemahnt, den Wert der von China gehaltenen US Staatsanleihen aufrecht zu erhalten. Damit war auch die Erwartung verbunden, den US Dollar nicht stark abzuwerten.

Dynamische Allokation und die FMM-Methode

Im letzten Jahr hatten nahezu alle Assetklassen, Sektoren und Regionen unter den volatilen Marktbewegungen gelitten. Auch für das aktuelle Jahr werden starke Schwankungen erwartet. Kaffarnik: „Gefragt sind dynamische Allokationen und flexible Strategien und Instrumente. Bei einem Rebound von 10 Prozent ist es bereits ein Erfolg, wenn man fünf Prozent davon als Kursgewinn mitnehmen kann.“

DJE geht dabei nach der von Dr. Jens Ehrhart entwickelten FMM-Methode vor, deren Grundlage seine Dissertation aus dem Jahre 1973 ("Kursbestimmungsfaktoren am Aktienmarkt unter besonderer Berücksichtigung monetärer Determinanten") war. Kaffarnik: „Wir berücksichtigen dabei fundamentale Faktoren, monetäre Faktoren und markttechnische Faktoren (FMM).“ Diese Faktoren werden wie folgt beschrieben (Quelle: DJE Kapital AG):

• Das fundamentale Research ist entscheidend in der langfristigen Asset Allocation, es betrachtet das einzelne Unternehmen und seine Kennzahlen. Dabei richten die Analysten der DJE Kapital AG ihr Augenmerk nicht nur auf die Ertragskennzahlen, sie beziehen auch Substanzkennziffern ein und wählen so besonders solide, bilanzstarke Unternehmen aus.

• Mit monetärem Blick auf Indikatoren wie Kreditvergabe der Banken, Zinsen, Geldmenge und Überschussliquidität prognostizieren die Analysten die Liquiditätssituation und leiten ein monetäres Gesamtbild mit Blick auf das weitere Potential der Aktienmärkte ab.

• Den "homo oeconomicus" gibt es in der Theorie, aber nicht an der Börse. Die Anleger – professionelle Finanzinvestoren eingeschlossen – reagieren emotional. Vor diesem Hintergrund messen die Analysten der DJE Kapital AG die Stimmung an der Börse anhand ausgewählter Indikatoren. So wissen sie oft schon im Voraus, wohin der Trend geht, und können rechtzeitig agieren.

Diese Faktoren werden im Asset Management für alle DJE Fonds und Mandate berücksichtigt.

Drohen höhere Inflationsraten?

Inflationsraten von 5 Prozent sind für die DJE Analysten durchaus möglich. Die EZB sei zwar unabhängig in ihren Handlungen und Strategien, hätte jedoch mit einer Inflationsrate von 5 Prozent sicher ein Problem. Droht auch die Gefahr noch höherer Inflationsraten?

Kaffarnik: „Die Inflation geht nur dann durch die Decke, wenn die Konjunktur anziehen sollte.“ Interessant zu beobachten ist auch, dass Politiker in Europa jetzt schon vorsorglich über das „Einfangen“ der Defizite und über die Reduzierung der Schuldenstände nach der Krise sprechen. Dies sei nach Ansicht von Kaffarnik auch notwendig, um bereits jetzt die potenzielle Gefahr bzw. Angst vor einer Hyperinflation in der Bevölkerung abzuschwächen.

Den fairen Ölpreis sieht Kaffarnik in einer Bandbreite zwischen 60 und 80 US Dollar. Die Konsensus-Gewinnschätzungen der Analysten für das Jahr 2009 und 2010 in Europa und vor allem in den USA sieht Kaffarnik zu optimistisch und unrealistisch. „Ein KGV im S&P von 7 oder 8 wäre wirklich günstig. Wir erhalten auch immer wieder günstige Kaufsignale, jedoch ist unsere fundamentale Beurteilung nicht positiv. Der ‚final shake-out’ fehlt noch“, erklärt Kaffarnik.

Gold

DJE war einer der wenigen Vermögensverwalter, der seinen Investoren bereits bei einem Goldpreis von weniger als USD 300,- das Edelmetall empfohlen hatte. Mittlerweile hat Gold wieder einen Platz in den Portfolios der Kunden erhalten – entweder als Fonds oder als ETF bzw. auch in Form von Goldminenaktien, die sich im letzten Jahr zum Teil negativ entwickelt hatten, weil manche Minenunternehmen Teile der Produktion bereits zu einem niedrigeren Goldpreis auf Termin verkauft hatten. Für DJE ist die Beimischung von Gold in einem Portfolio auf jeden Fall sinnvoll.


Dr. Ulrich Kaffarnik ist Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung der DJE Kapital AG und leitet den Bereich Investmentfonds und institutionelle Investoren. Außerdem ist er Geschäftsführer der Luxemburger Kapitalanlagegesellschaft, der DJE Investment S.A.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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