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Afrikafonds: Chance oder Risiko?

Auch die afrikanischen Volkswirtschaften konnten sich von der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise nicht gänzlich abkoppeln und mussten in den vergangenen Monaten Wachstumseinbußen hinnehmen – wenn auch in geringerem Ausmaß als die entwickelten Länder und andere Emerging Marktes. Funds | 10.04.2009 05:00 Uhr

So entwickelte sich der MSCI EFM Africa Index auf US-Dollar Basis in den vergangenen sechs Monaten mit minus 26,8 Prozent etwas besser als der MSCI Emerging Markets mit minus 27,2 Prozent. Positiv: Die Binnennachfrage hat krisenbedingt in Afrika nur leicht nachgelassen. Sie ist auch als der treibende Faktor des Wirtschaftswachstums. Konsumiert wird ausschließlich in Cash – Leverage gilt nahezu als Fremdwort.

Investition in verschiedene Länder

Für ein Investment in Afrikafonds spricht nach Ansicht von Experten neben der Wachstumstory und der vergleichsweise geringeren Volatilität vor allem, dass in viele verschiedene Länder investiert werden kann – sowohl in rohstoffarme als auch in rohstoffreiche. „Dadurch kann etwa indirekt auch vom steigenden Goldpreis profitiert werden“, erklärt Jens Schleuniger, Manager des DWS Invest Africa.

Langfristige Veranlagungen werden profitieren

Aktuell zeichnet sich Afrika nur für ein Prozent der weltweiten Börsenkapitalisierung verantwortlich. „Wir glauben, dass dieser Prozentsatz in Zukunft zunehmen wird, weshalb vor allem Anleger mit langfristigen Veranlagungshorizont von Afrikafonds profitieren werden“, so Richard Middleton Manager des Nordea 1 – African Equity Fund. Derzeit wären die Bewertungen geradezu unverschämt niedrig.

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Was spricht für Afrikafonds?

Als Argument für Afrikafonds führen Experten gerne die Tatsache an, dass die einzelnen Länder des Kontinents zueinander weitgehend nicht korrelieren. Dies traf zumindest vor der Krise zu. Damals lag die Korrelation zwischen Ägypten und Marokko etwa bei minus 0,8 Prozent, jene zwischen Kenia und Nigeria bei minus 0,6 Prozent. Das hat sich inzwischen geändert. Besonders im August und im September des Vorjahres korrelierten einige Länder stark positiv zueinander.

Besonders gut hat sich zuletzt Südafrika entwickelt – sowohl im Vergleich zu den globalen Schwellenländern als auch innerhalb des Afrika-Index. „Viele Investoren nutzen den südafrikanischen Markt, um von der dort bereits gut entwickelten Liquidität des Aktienmarkts profitieren zu können“, so Bernd May Österreich-Chef von JPMorgan Asset Management. Über Südafrika könne man zudem in Unternehmen investieren, die vom Binnenwirtschaftswachstum in der Sub-Sahara-Region profitieren.

Afrikas größter Investor

Zu den größten und wichtigsten Investoren in Afrika zählt China. Dass die chinesischen Investitionen wegen der Krise zurückgefahren werden, glauben Experten nicht. Im Gegenteil: Middleton geht eher davon aus, dass die Investitionstätigkeit angesichts der niedrigen Rohstoffpreise zunehmen wird. China sei sich über die strategische Notwendigkeit bewusst, langfristige Reserven vieler Rohstoffe aufbauen zu müssen. „Ein zyklischer Rückgang in den Rohstoffpreisen erleichtert dieses Vorhaben. Dazu kommt, dass China zweifellos über die Fremdwährungsreserven verfügt um diese Strategie in die Tat umzusetzen“, so Middleton. Nach Angaben von May werden davon vor allem die rohstoffreichen Länder Zentralafrikas profitieren.

Was spricht gegen Afrikafonds?

Als größtes Risiko für ein Afrikaengagement führen Beobachter gerne die politische Instabilität an. Hier ist es nach Angaben von Stephane Bwakira, Co-Manager des Nordea 1 - African Equity Fund, im Vorjahr zu deutlichen Fortschritten gekommen. So wären etwa die Präsidentschaftswahlen in Nigeria und Angola erfolgreich und weitgehend friedlich über die Bühne gegangen. Auch in Kenia konnte – trotz der blutigen Unruhen – der Übergang zu einem Mehrparteiensystem gemeistert werden. Selbst in Simbabwe waren zuletzt erste zarte Anzeichen für eine Beruhigung der Lage zu vernehmen. „Trotzdem darf das politische Risiko bei Afrikainvestments nie unterschätzt werden“, so Bwakira.

Neben dem politischen Risiko bezeichnet DWS-Fondsmanager Schleuniger die mangelnde Transparenz als größten Unsicherheitsfaktor bei afrikanischen Aktien. „In vielen Fällen ist sie nicht so gegeben, wie wir das gerne hätten“, so der Experte. Treffe das zu, dann wird ganz einfach auf ein Investment verzichtet. Andererseits sieht er diesbezüglich auch gewaltige Fortschritte. Während etwa nigerianische Banken in der Vergangenheit höchstens ein Mal im Jahr ihre Unternehmenszahlen kommunizierten, würde das nun zuverlässig quartalsweise erfolgen.

Positionierung und Gewichtung bei JPMorgan

Beim JPM Africa Equity Fund sind derzeit Aktien aus defensiven Sektoren wie nicht-zyklische Konsumgüter und Telekommunikation übergewichtet. Versorger sind dagegen nahezu neutral gewichtet. „Untergewichtet sind insbesondere Finanzwerte durch die Refinanzierungsproblematik sowie die hohe Inflation in manchen Ländern und sehr zyklische Konsumgüter, die vom Wirtschaftsabschwung negativ beeinflusst wären“, erklärt May.

Hinsichtlich der Länderallokation haben die Experten von JPMorgan eine starke Präferenz  für die Region Sub-Sahara mit Übergewichten in Nigeria, Kenia und dem Kongo. Diese so genannten „Frontier Märkte“ würden auf Basis des Bevölkerungswachstums, der Entwicklung der Binnenwirtschaft sowie des Rohstoffreichtums als positiv eingeschätzt werden. Stark untergewichtet ist hingegen Südafrika. Nach Angaben von May könnten in anderen afrikanischen Märkten größere Chancen wahrgenommen werden.

Zusammensetzung des Portfolios bei Nordea

Im Portfolio des Nordea 1 - African Equity Fund ist Südafrika hingegen derzeit völlig übergewichtet – laut Fondsmanager Middleton nicht ausschließlich aus Liquiditätsgründen. Vielmehr wären die Bewertungen am Johannesburger Stock Exchange (JSE) erst zwei Mal in der Geschichte so niedrig gewesen wie derzeit: Erstmals 1974 als während des Höhepunkts des Apartheid-Regimes internationale Investoren das Land mieden. Ein zweites Mal 1994 als vor den ersten freien Wahlen Befürchtungen aufkamen, dass Nelson Mandela’s ANC eine kommunistische Wirtschaftspolitik verfolgen könnte.

Punkto Sektoren haben Middleton und Bwakira Financials übergewichtet, während Rohstoff- und Tourismusaktien eher untergewichtet sind. DWS-Fondsmanager Schleuniger bevorzugt derzeit, wie auch die Experten von JPMorgan, defensive Titel aus den Sektoren Telekommunikation und Energie. Als eine der größten Positionen im Fonds bezeichnet er auch Konsumgüter. Bei Financials – vor allem südafrikanischen – und Werten mit hohem Metall-Exposure ist er hingegen nach eigenen Angaben eher vorsichtig ausgerichtet.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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