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Innovation immer schneller als Regulation

Wer ist schuld an der Finanzkrise? Nicht nur Investmentbanken und Hedge Fonds, sondern auch gierige und gutgläubige Anleger sowie Aufsichtsbehörden, Gesetzgeber und Ratingagenturen. Die Kontrolle von Finanzinnovationen ist fast unmöglich, erklärt Nobelpreisträger Myron Scholes in Wien. Funds | 19.05.2009 05:00 Uhr

"Eine vollständige Kontrolle von Finanzinstrumenten vor der Entwicklung neuer Finanzinnovationen einzurichten, wäre für den Markt viel zu teuer. Neue Finanzprodukte werden zuerst entwickelt und die Kontrolle ist immer erst in einem zweiten Schritt möglich", erklärt der amerikanische Nobelpreisträger Myron S. Scholes in seinem Vortrag im Rahmen der "Free Market Road Show" des Hayek Instituts in Wien (Autobiographie Myron Scholesberufliche Laufbahn). 

Krise noch nicht vorbei - Patient noch in der Klinik

Scholes: "Diese Krise ist noch nicht vorbei. Der Patient befindet sich noch in der Klinik." Auch in Zukunft könnten wieder Krisen entstehen und neue Schocks spürbar werden. Fatal ist im Zusammenhang mit Rezessionen und Krisen die Herausbildung einer Abwärtsspirale, die wie folgt entstehen kann. Im Rahmen von De-Leveraging Aktivitäten von Hedge Fonds und risikofreudigen Investoren müssen auch Vermögenswerte verkauft werden und dadurch komme die besagte Abwärtsspirale in Bewegung, die zu niedrigeren Vermögenswerten führen, und damit auch gesunkenen Sicherheiten und wieder zusätzlichem neuen Bedarf an Liquidationen führen kann. Dieser Prozess sei sehr gefährlich und schwer zu stoppen, vor allem, wenn dies auch noch mit steigender Arbeitslosigkeit und sinkendem Konsum zusammenfallen sollte. 

Und genau an diesem Punkt ist es besonders wichtig, dass genügend Liquidität am Markt verfügbar ist. Wenn allerdings Marktteilnehmer in ihrem eigenen Sektor Schocks erleben, reagieren sie oft mit dem Rückzug ihres Kapitals - genau in jener Phase, in der zusätzliches Kapital benötigt wird.

Zuviele Aufgaben mit nur einem Werkzeug unlösbar

Myron Scholes wies auf darauf hin, dass die internationalen Zentralbanken - und vor allem die Federal Reserve - im Zusammenhang mit der Stabilisierung des Bankensystems und der notwendigen Belebung der Wirtschaft zuviele unterschiedliche Aufgaben mit nur einem Instrument - dem Zins - lösen müßten. Zinssenkung als Waffe hat beinahe ausgedient. Zusätzliche Programme mußten entwickelt werden. Scholes: "Das Volumen an freien Reserven der Federal Reserve ist von USD 8 Mrd. im September 2008 auf aktuell über USD 850 Mrd. angestiegen. Es ist beängstigend, wie hoch die Geldmenge bereits gestiegen ist. Insgesamt umfassen die Programme rund USD 2.000 Mrd. Allerdings ist die Umlaufgeschwindigkeit derzeit noch sehr gering." Sollte diese jedoch ansteigen - beispielsweise durch verstärkte Kreditvergaben durch Banken - so könnte eine höhere Umlaufgeschwindigkeit sehr schnell zu Inflation führen.

Versuchten jedoch die Notenbanken nach den ersten Zeichen einer Erholung die Geldmenge rasch wieder zu reduzieren und die Zinsen zu erhöhen, dann riskierten sie auch wieder den Rückfall in die Rezession.

Mittelschicht muß Vermögen wieder aufbauen

Myron Scholes: "Faktum ist, dass viele Anleger einen bedeutenden Teil ihres Vermögens verloren haben. Sie müssen dieses Vermögen erst wieder aufbauen."

Einführung eines Goldstandards sinnvoll?

Angesprochen auf die Frage nach der möglichen Wiedereinführung eines Goldstandards für Währungen antwortete Scholes wie folgt: "Ich kann mir die Einführung eines Währungssystems auf Basis von Rohstoffen oder Waren (commodity-based) grundsätzlich vorstellen." Er vermied jedoch die Bezeichnung "Goldstandard". 

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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