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Die besten Russland Aktienfonds

Die Rückkehr des Risikoappetits unter Investoren hat in den letzten Monaten zu starken Zukäufen bei Emerging Markets Aktien und Rohstoffen geführt. Besonders profitiert von dieser Entwicklung hat der russische Aktienmarkt und damit auch Russlandfonds. Funds | 13.07.2009 04:45 Uhr

Die Manager der besten Russlandfonds im Gespräch mit e-fundresearch über ihren Ausblick für die russische Wirtschaft und Börse, die Entwicklung des Ölpreises und was für Über- bzw. Untergewichtungen sie derzeit in ihren Portfolios umgesetzt haben.

Die Top Russland Aktienfonds

Nach schweren Verlusten im Vorjahr sind russische Aktienfonds seit Jahresbeginn eindeutig wieder auf der Überholspur. Sämtliche Fonds im aktuellen e-fundresearch-Ranking auf Basis der Dreijahresperformance haben seit Jahresbeginn eine starke Performance im hohen zweistelligen Bereich hingelegt. Die Bandbreite liegt zwischen 48,51 und 78,31 Prozent. Der aktuelle Rankingsieger UBS (Lux) Eq S – Russia (USD) P-acc (3-Jahres Performance: minus 9,12 Prozent p. a.) hat etwa im ersten Halbjahr 2009 ein Performanceplus von 67,24 Prozent hingelegt. Zu den größten Performancetreibern im Fonds zählten nach Angaben der Fondsmanager Urs Antonioli und Gabriel Csendes zuletzt Werte wie Polyus Gold, Surgutneftegaz, Rosneft oder MTS.

Die stärkste Performance seit Jahresbeginn hat der Zweitplatzierte Pioneer Funds Austria – Russia Stock T mit einem Plus von 78,31 Prozent geliefert. Die Umstrukturierung des Fonds im vierten Quartal hat sich anscheinend ausgezahlt. „Wir haben Nebenwerte verkauft und uns auf Blue Chips konzentriert“, erklärt  Fondsmanager Péter Bódis gegenüber e-fundresearch. Auf einzelne Sektoren hat er keine Wetten laufen, beobachtet derzeit aber Financials sehr genau, denen er ein Comeback in den nächsten zwölf Monaten zutraut. „Wir konzentrieren uns zurzeit in erster Linie auf einzelne Aktien, da wir noch unterbewertete Titel sehen“, so Bódis. Auf Dreijahressicht hat der Fonds Anlegern eine durchschnittliche jährliche Performance von minus 12,16 Prozent gebracht.

Drittbester Fonds ist derzeit der von Ghardir Abu Leil Cooper gemanagte Baring Russia C. Auf Dreijahressicht wies der Fonds ein Minus von 13,18 Prozent p. a. auf. Seit Jahresbeginn wurden die Anleger dafür mit einer starken Wertentwicklung von 66,89 Prozent entschädigt. „Die Entscheidung Basiskonsumgüter über zu gewichten hat der Performance geholfen“, erklärt die Fondsmanagerin im Gespräch mit e-fundresearch. Zu den Faktoren die den russischen Aktienmarkt in den letzten Monaten am meisten geprägt haben zählt sie neben der Rückkehr des Risikoappetits unter Investoren die beträchtlichen Konjunkturpakete. Das habe vor allem in China wieder den Hunger auf Rohstoffe entfacht.

Bestimmender Faktor Öl

„Das Wachstum in China spielt eine immer wichtigere Rolle bei der Rohstoffpreisbildung und hat daher die Profitabilität der russischen Exportsektoren unterstützt“, so auch Tim McCarthy, Manager des MC Russian Market Fund A Share. Bis sich die russische Wirtschaft mehr diversifiziert und auch öffnet würden Rohstoffexporte – und hier vor allem Öl – weiterhin der bestimmende Faktor an der russischen Börse bleiben. Dementsprechend wichtig sei der Ölpreis für das Land. Auf kurze Sicht fällt sein Ausblick für den Ölpreis allerdings weniger gut aus. „Die Lagerbestände sind derzeit so hoch wie zuletzt in den späten 80er Jahren“, so McCarthy. Bis zum Winteranfang im späten dritten Quartal könne der Ölpreis auf unter 70 Dollar pro Barrel fallen.

Ölpreis wird sich bis 2010 wieder einpendeln

Früher oder später rechnet der Experte mit einer Rückkehr des Ölpreises auf seinen langfristigen Wachstumspfad. Bis 2010 könnte er wieder bei über 80 Dollar liegen. In die gleiche Kerbe schlägt auch Abu Leil-Cooper. „Infolge der Kreditklemme und des Einbruchs des Ölpreises haben viele Ölunternehmen im vergangenen Jahr große Projekte aufgeschoben, weshalb es in Zukunft zu Angebotsengpässen kommen könnte“, so die Fondsmanagerin. Auf längere Sicht würde die stark steigende Nachfrage in den Schwellenländern den Ölpreis anhaltend treiben.

UBS achtet auf Stimmung bei den Investoren

Für die beiden UBS Fondsmanager Antonioli und Csendes sind vor allem die Stimmung unter Investoren und die Aussichten für die Weltwirtschaft Voraussetzung für eine Erholung der russischen Wirtschaft. Dazu gehören die Erholung der Unternehmensgewinne sowie das Wiederaufleben des Banksystems. Sie haben ihren Fonds punkto Sektoren breit diversifiziert und auch das Öl-Exposure so gering wie möglich gehalten. Zu den fünf größten Positionen zählen derzeit Sberbank, MTS, Gazprom, Lukoil und Tatneft.

Clariden Leu setzt auf Blue Chips

Auch das Fondsmanagement des Clariden Leu Russland Aktienfonds setzt derzeit auf Blue Chips. Im Vorjahr war das Portfolio noch so aufgebaut um von der aufkeimenden russischen Mittelklasse zu profitieren und war dementsprechend in mittleren und kleineren Unternehmen investiert. Nach Angaben der Experten hat sich der Inlandsmarkt jedoch leider als nicht stark genug erwiesen um die Wirtschaft in der Krise zu stützen. Das habe schließlich zum Umbau des Fonds geführt.
 
Derzeit haben die Experten von Clariden Leu Large Caps gegenüber Small Caps und Wachstums- gegenüber Value-Titeln übergewichtet. Je nachdem wie sich die Gewinne im ersten Halbjahr 2009 entwickeln, könnte der Anteil an Wachstumstiteln weiter erhöht werden. McCarthy, Valartis Bank,  hat derzeit im MC Russian Market Fund A Share Gold, Elektrizität und Telekom übergewichtet. „Wir sind bei Banken, Stahl, Öl und Gas untergewichtet, werden diese Gewichtung aber überarbeiten falls der Markt korrigiert“, erklärt er.

Gewichtung bei Barings

Abu Leil-Cooper bei Barings sucht in erster Linie nach Unternehmen die einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil in einem globalen Kontext haben. Das erklärt das bedeutende Exposure zum Öl- und Gassektor. Zuletzt hat die Baring-Fondsmanagerin Stahlaktien gekauft. „Sie könnten profitieren, falls die veraltete Infrastruktur erneuert wird und die Weltwirtschaft wieder wächst“, so Cooper. Ihr Ausblick für den Inlandskonsum ist aufgrund der relativen Schuldenfreiheit der Russen positiv. Davon könnten ausgewählte Einzelhändler und Telekomunternehmen profitieren.

Fokus bei Pioneer

Der Pioneer Fondsmanager Peter Bódis hat das Jahr mit einer untergewichteten Position bei Unternehmen mit starkem Inlandsfokus begonnen diese aber im März geschlossen als Financials den Markt nicht mehr underperformten. Exportunternehmen hat er nach wie vor übergewichtet. Nach der starken Rallyes bei Energiewerten hat er nach eigenen Angaben damit begonnen diese unter zu gewichten und in andere unterbewertete Sektoren zu investieren. Diese Entscheidung sei richtig gewesen. Nach dem der Markt im Juni um 20 Prozent korrigiert hat, hat er die zuletzt aufgebaute Cash-Position investiert. „Diese Entscheidung kam etwas zu früh“, so Bódis.

Alle Daten per 03.07.2009 in Euro:

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