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Nachhaltigkeit als wichtiger Baustein

Nachhaltige Investmentstrategien konnten sich zum festen Bestandteil von umfassenden Asset Management Konzepten entwickeln. Mag. Gerhard Tometschek, Mitglied der Geschäftsführung der Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG mit einem Update im Gespräch mit e-fundresearch.com. Funds | 30.07.2009 04:35 Uhr

Die Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG ist seit Jahren auf das Management von nachhaltigen und ethischen Investments spezialisiert. Der am 16. Oktober 2008 aufgelegte „SUPERIOR 6 – GlobalChallenges“ ist auf sieben globale Herausforderungen dieses Jahrtausends ausgerichtet, denen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft gegenüberstehen (siehe auch Artikel vom 12. 9. 2008). Mag. Gerhard Tometschek, Mitglied der Geschäftsführung der Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG im Gespräch mit e-fundresearch.com.  

e-fundresearch.com: "Im Bereich der nachhaltigen Investments gibt es nach wie vor sehr viele unterschiedliche Konzepte, Definitionen und auch Investmentansätze. Wie finden sich Investoren hier zurecht?"

Gerhard Tometschek: "Bei der Definition des Begriffs Nachhaltigkeit ist auch die Berücksichtigung der individuellen Wertvorstellungen von Bedeutung. Es ist auch nicht möglich, einen allgemein gültigen Standard einzuführen, der alle möglichen Gesinnungen, Wertvorstellungen und Bedürfnisse der Investoren umfaßt - vor allem wenn man diese Frage in einem globalen Kontext betrachtet. Man kann deshalb nicht einfach von einem ´nachhaltigen Fonds´ sprechen, sondern muß genau analysieren, welche Wertvorstellungen, Ideen und Anforderungen im jeweiligen Fonds umgesetzt werden."

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e-fundresearch.com: "Wie kann der Anleger diese Unterscheidungen treffen und die Produkte differenzieren?"

Gerhard Tometschek: "Hier ist in erster Linie der Produktanbieter gefordert, der die entsprechende Transparenz bieten muß und natürlich auch der Berater, der die Anleger entsprechend informieren muß. Hier spielt die Ausbildung und Schulung der Kundenberater eine wichtige Rolle um eine kompetente und umfassende Beratung sicherzustellen."

e-fundresearch.com: "In den letzten Jahren hat sich das wirtschaftliche Umfeld stark verändert. Hat dies auch zu Änderungen des Investmentansatzes der ersten Fonds oder auch des SUPERIOR 6 – GlobalChallenges geführt?

Gerhard Tometschek: "Grundsätzlich wurde der Investmentansatz bereits vor der Auflegung des Fonds unter Einbeziehung von externen Experten genau überlegt. Aber die Bedürfnisse und Anforderungen ändern sich auch. Wir haben im Zuge der Umstellung der ersten Fonds im Jahr 2002 mit dem Ziel eines möglichst umfassenden Nachhaltigkeitskonzeptes versucht durch Berücksichtigung von Ausschlußkriterien, positiven Selektionskriterien und auch Elementen des "Engagement" Ansatzes möglichst viele Bedürfnisse abdecken zu können. Wir haben dann aber auch im Lauf der Zeit gesehen, dass viele Investoren möglichst einfache Produkte zur Ergänzung ihrer Veranlagung suchen - vor allem im Bereich der Themenfonds. Das hat uns dann im Jahr 2008 dazu bewegt, das Konzept zu ergänzen und zu bestimmten Themen, von denen wir ausgehen, dass sie die Entwicklung des 21. Jahrhunderts bestimmen werden, in einen Fonds zu integrieren. Das war eben dann der SUPERIOR 6 – GlobalChallenges. Ziel des Fonds ist es, durch Veranlagungen in Unternehmen gegen die im Rahmen der Strategie definierten sieben globalen Herausforderungen anzukämpfen. Grundsätzlich bleibt unser Investmentansatz, den wir 2002 aufgestellt hatten, unverändert. Es gibt nur geringe Änderungen bei Ausschlußkriterien. Wir haben beispielsweise auch gesehen, dass einige Ausschlußkriterien weniger relevant wurden. Beispielsweise könnte man das Ausschlußkriterium ´Drogen´ löschen, da eigentlich keine Unternehmen dagegen verstossen. Dazu gekommen ist beispielsweise das Auschlußkriterium ´Tabak´ und die Todesstrafe. Wir setzen weiterhin am ´best-in-class Ansatz und am ´Engagement Prozess´ fest."

e-fundresearch.com: "Viele Unternehmen müssen sich im Zuge der Krise mit starken Änderungen der Marktverhältnisse beschäftigen. Wie wirkt sich das auf die Analyse dieser Unternehmen aus?

Gerhard Tometschek: "Ziel aller Investoren in nachhaltigen Investments ist es, auch Änderungen in den Unternehmen zu bewirken. Und zwar so, dass sich Unternehmen den sich laufend ändernden Umständen anpassen und auch soziale, ethische und ökologische Aspekte berücksichtigen. Wichtig ist auch, dass man auch immer wieder Unternehmen, die man seinerzeit ausgeschlossen hatte, in regelmäßigen Abständen wieder zu analysieren und es kommt auch oft vor, dass Unternehmen, die vor fünf Jahren nicht berücksichtigt wurden, nach Änderungen der Unternehmensphilosophie oder -strategie zu einem späteren Zeitpunkt in Frage kommen."

e-fundresearch.com: "Halten Sie weiter am best-in-class Ansatz fest?

Gerhard Tometschek: "Ja, im Rahmen dieses best-in-class Ansatzes werden die besten Unternehmen innerhalb einer bestimmten Branche im Wettbewerb zueinander analysiert und jene mit einer optimalen Berücksichtigung nachhaltiger Ziele werden dann ausgewählt."

e-fundresearch.com: "Gelten die Nachhaltigkeitsprinzipien auch in Krisenzeiten?"

Gerhard Tometschek: "Grundsätzlich sollten sich Unternehmen, die sich nachhaltig ausrichten, auch auf dem Markt gut durchsetzen können. Im Falle von Restrukturierungen und Anpassungen ist es beispielsweise auch entscheidend, wie nachhaltig die Personalpolitik der Unternehmen ist. Wettbewerbsvorteile entstehen auch durch langfristige Personalplanung und nicht durch kurzfristige Entlassungen, da zu einem späteren Zeitpunkt die gut ausgebildeten Mitarbeiter oft nicht mehr gefunden werden können." 

e-fundresearch.com: "Was waren die bisher größten Herausforderungen im Management nachhaltiger Investments."

Gerhard Tometschek: "Grundsätzlich ist das Ziel der nachhaltigen Investments auch die Erzielung einer möglichst hohen Rendite - jedoch nicht auf der Grundlage der kurzfristigen Gewinnmaximierung der Unternehmen, sondern der langfristigen Unternehmensentwicklung. In diesem Punkt unterscheiden sich die Herausforderungen der Fondsmanager nicht so stark von jenen, die klassische Fonds verwalten. Die größten Herausforderungen waren sicherlich im Zuge der Grundsteinlegung bei der Auflegung des Fonds. Der Investmentansatz mußte definiert werden und die geeigneten externen Partner mußten ausgewählt werden. Es wurde auch ein Ethik-Beirat zusammengesetzt, der uns beim Management unterstützt. Dies waren die wichtigsten Herausforderungen zu Beginn. Danach stand die Ausbildung und Schulung der Mitarbeiter und Berater im Vordergrund - eine zu Beginn sehr intensive Aufgabe bis zur Einführung der wichtigsten Begriffe und Konzepte rund um das Thema Nachhaltigkeit."

e-fundresearch.com: "Wie wird der gesamte Themenbereich Nachhaltigkeit die aktuelle Krise meistern?"

Gerhard Tometschek: "Ich gehe davon aus, dass der Bereich Nachhaltigkeit gestärkt aus der Krise hervorgehen wird. In den Gesprächen mit Investoren und potenziellen Kunden haben u. a. auch die aktuellen Probleme auf den Finanzmärkten zu einem stärkeren Bewußtsein geführt. Heute werden andere Fragen gestellt. Es wird nachgefragt, womit der Fondsmanager die Rendite erwirtschaftet. Das ist auch eine Herausforderung für das Berichtswesen und das Fondscontrolling. Wir stellen beispielsweise monatlich das gesamte Portfolio auf unserer Website zur Verfügung. Wir sind in dieser Hinsicht sehr transparent und offen gegenüber unseren Investoren. Wir sind auch einer der ersten Unterzeichner der Eurosif Transparenzleitlinien, wo wir unsere Investmentphilosophie, unsere Anlagestrategie und unsere Research-Tätigkeit sehr genau dokumentieren müssen, damit der Anleger versteht, wie wir investieren."

e-fundresearch.com: "Wenn man über den Mehrwert von nachhaltigen Veranlagungen spricht. Welche Faktoren zählen in der Praxis mehr - die quantitativen hard-facts wie Performancezahlen, Risikokennzahlen, etc. oder eher die qualitativen soft-facts?" 

Gerhard Tometschek: "Ein Großteil der Investoren konzentriert sich immer noch auf die Renditezahlen. Es ist zweifelsohne so, dass man ein Nachhaltigkeitsprodukt nicht nur auf Basis der extra-finanziellen Motive verkaufen kann. Es gibt natürlich auch einen Teil der Investoren, die bestimmte Produkte als Spende betrachten - aber das sind unsere Produkte eindeutig nicht. Unsere Produkte sollten durchaus auch Renditen wie ein konventioneller Investmentfonds erwirtschaften, darüberhinaus jedoch einen Mehrwert bieten, der in der Steigerung von Umwelt- oder Sozialstandards, in einer verbesserten Corporate Governance oder in einer erhöhten Innovationskraft bzw. der Förderung von Zukunftsthemen in der Wirtschaft liegt. Es wird auch von vielen Investoren sehr hoch geschätzt, dass trotz der Krise nachhaltig orientierte Investmentfonds weniger Volatilität bei den Zu- und Abflüssen verzeichnen. Nachhaltig orientierte Investoren veranlagen einfach längerfristiger und sind somit auch in Krisensituationen ein stabilerer Investor, weil er sich in der Regel auch im Rahmen der Veranlagung stärker mit dem Investmentprodukt beschäftigt hat."

e-fundresearch.com: "Welches Potenzial sehen Sie noch bei nachhaltigen Investments?"

Gerhard Tometschek: "Im Jahr 2008 wurden im deutschsprachigen Raum rund 50 Nachhaltigkeitsfonds mit einem Startvolumen von 900 Millionen Euro aufgelegt. Auch wir hatten im letzten Jahr einen neuen Fonds aufgelegt, der gut angenommen wurde. In den nächsten fünf Jahren kann ich mir in Österreich eine Verdoppelung des aktuellen Volumens in der Höhe von 1,2 bis 1,3 Prozent auf rund 2,5 Prozent vorstellen. International liegen diese Werte deutlich höher bei über 10 Prozent bis über 20 Prozent in manchen Ländern oder Sektoren."

e-fundresearch.com: "Zum Abschluß noch eine Frage zur Beurteilung von nachhaltigen Investmentfonds. Wie sollten diese mit anderen Fonds verglichen werden?

Gerhard Tometschek: "Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass nachhaltige Investmentfonds auch in klassischen Peergroup-Vergleichen aufscheinen sollten. Positiv sind nachhaltige Investmentfonds dann, wenn sie nicht schlechter als traditionelle Fonds sind und eben zusätzlich noch einen qualitativen Mehrwert liefern."

 


Per 30. 6. 2009 erzielte der SUPERIOR 6 – GlobalChallenges eine Performance von 7,37 Prozent seit Jahresbeginn.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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