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Osteuropa gestärkt aus der Krise

Die Rezession in Osteuropa wird länger als im Jahr 1998 werden und die Erholung wird für einige Länder eine große Herausforderung sein. Marcus Svedberg, Chief Economist von East Capital, erklärt im Gespräch mit e-fundresearch.com warum Osteuropa schlanker und stärker aus der Krise herauskommen wird. Funds | 25.09.2009 04:45 Uhr

e-fundresearch traf Marcus Svedberg beim jährlichen East Capital Seminar zum Thema "Osteuropa" im Hilton Plaza in Wien. Im Folgenden ein Interview mit dem Chef-Ökonom.

Rückblick auf 20 Jahre

Die politischen und ökonomischen Freiheiten, die Bürger aus zentral- und osteuropäischen Ländern heute geniessen, sind Welten entfernt von der Situation im Jahr 1989. Der politische Fortschritt war jedoch nicht gleichförmig und auch nicht ohne Rückschläge. Trotzdem hat sich dieser Prozess immer fortgesetzt und es gab keine Unterbrechung. Die Region ist heute deutlich wohlhabender als vor 20 Jahren. Slowenien hat mit einem BIP/Kopf pro Jahr in der Höhe von über USD 27.000 breits 90 Prozent des schwedischen BIP erreicht. Die tschechische Republik liegt mit über USD 20.000 an zweiter Stelle. Die Ukraine liegt mit über USD 4.000 am unteren Ende des Rankings.

Marcus Svedberg, Chief Economist von East Capital im Gespräch:

e-fundresearch: "Wie beurteilen Sie die bisherige Marktentwicklung in diesem Jahr?"

Svedberg: "Im ersten Halbjahr sahen wir deutliche Kursgewinne in einer Reihe von Aktienmärkten, besonders in Russland, während sich die Fundamentaldaten in den einzelnen Volkswirtschaften noch verschlechtert hatten. Wenn man berücksichtigt, dass Aktienmärkte die Erholung der Wirtschaft ungefähr sechs Monate vorher antizipieren, dann müsste man bereits Zeichen für eine fundamentale Erholung sehen. Nachdem das nicht der Fall war, kann man daraus schließen, dass die Märkte einfach extrem überverkauft waren und im ersten Halbjahr zum Teil wieder korrigiert hatten."

e-fundresearch: "Rechnen Sie mit einer fortschreitenden Erholung in der CEE Region?"

Svedberg: "Die Wirtschaftsdaten verbessern sich wieder und wir werden eine Erholung sehen - evt. sogar etwas schneller als erwartet. Diese Erholung wird jedoch etwas ungleich über die verschiedenen Länder sein. Allerdings gibt es auch die Befürchtung, dass es einen weiteren Rückschlag - ein double-dip - geben könnte, wenn die Stimulierungspakete vorüber sind. Dann kommt es auf echtes Wachstum an. Es gibt Bedenken und diese sind auch berechtigt. Die Kernfrage ist, wie die Regulatoren und Politiker jetzt reagieren werden und deswegen ist der G20-Gipfel in Pittsburg sehr wichtig."

e-fundresearch: "Welche Aktivitäten erwarten Sie hier?"

Svedberg: "Aktuell geht man davon aus, dass Zentralbanken die Zinsen noch länger auf niedrigem Niveau halten werden. Obwohl es bereits die ersten Anzeichen einer Erholung gibt, gehe ich davon aus, dass die Zentralbanken die Zinsen eher länger niedrig halten werden als zu kurz. Man geht davon aus, dass die Zinsen in der zweiten Jahreshälfte 2010 wieder erhöht werden. In einigen Ländern könnten die Zinsen auch bereits früher erhöht werden. Es hängt vor allem vom Grad der Erholung der Wirtschaft ab."

e-fundresearch: "In den westlichen Industrieländern steigt die Staatsverschuldung derzeit stark an. Wie ist die Lage hier in Osteuropa?"

Svedberg: "Das ist ein interessanter Punkt, weil wir in Osteuropa weniger ein Schuldenproblem, sondern ein Refinanzierungsproblem gesehen haben. Die Staatsschulden betragen nur rund die Hälfte des Durchschnitts der Eurozone. Die Schulden privater Kreditnehmer sind jedoch in den letzten Jahren zu stark gestiegen - zum Teil noch dazu in Fremdwährung. Positiv ist jedoch, dass der IMF den schwächeren Ländern bislang USD 82 Mrd. zur Verfügung gestellt hatte. Ein Vorteil ist auch, dass die Gesamtverschuldung der osteuropäischen Ländern sehr gering und der Anteil der kurzfristigen Schulden sehr gering ist."

e-fundresearch: "Wie sieht Ihr Ausblick für die CEE Region aus?"

Svedberg: "Ich gehe davon aus, dass die aktuelle Rezession in Osteruropa länger und tiefer sein wird als jene im Jahr 1998. In einigen Ländern wird es schmerzhafte Anpassungprozesse geben. Der IMF wird jedoch sicherstellen, dass die Krise auch genutzt wird, um sich neu aufzustellen und dafür sorgen, dass die Krise keine verlorene Zeit war. Die ersten Anzeichen sprechen auch schon für eine Erholung und ich gehe davon aus, dass die CEE Region stärker wachsen kann als entwickelte europäische Länder, da es kein strukturelles Problem mit den Staatsschulden gibt. Letztendlich gehe ich davon aus, dass die CEE Region schlanker und besser aufgestellt aus der Krise kommen wird."

e-fundresearch: "Vielen Dank für das Gespräch!"

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