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Welche Rohstoffaktien sind Gold wert?

Die Experten der Universal Investment GmbH halten große Stücke auf Rohstoffaktien. Für die Assetklasse würden in erster Linie das immer knapper werdende Angebot und die steigende Nachfrage in den Emerging Markets sprechen. Funds | 01.10.2009 04:40 Uhr
Wohlstand wird Rohstoffnachfrage anheizen Gravierende Umwälzungen sind in den nächsten Jahren vor allem in Asien zu erwarten, wie Joachim Berlenbach, Berater des Earth Exploration Fund UI, erklärt. „Rund eine Milliarde vormals arme Menschen werden hier zu Konsumenten werden“, so Berlenbach. Das Chinesische National Bureau of Statistics rechnet damit, dass bis 2018 350 Millionen Chinesen der Mittelklasse angehören werden. Laut Schätzungen von Merrill Lynch sollen in den Schwellenländern in den nächsten drei Jahren mehr als zwei Trillionen US-Dollar in die Infrastruktur investiert werden. Das wird nach Angaben des Experten zwangsläufig die Rohstoffnachfrage anheizen.

Rohstoffreserven werden knapper

Gleichzeitig werden – nicht nur aufgrund der zurückgehenden Produktion – die Rohstoffreserven immer knapper. „Bei den aktuellen Rohstoffpreisen kann die künftige Nachfrage nicht befriedigt werden“, bringt es Berlenbach auf den Punkt. Derzeit würde man bei der Universal Investment GmbH bevorzugt in unterbewertete Small – und Mid Cap Unternehmen investierten. Besonders interessant wären Small Cap-Produzenten, mit erstklassigen Projekten, kurzfristigen NAV-Wachstum und Übernahmepotenzial, deren Performance nicht von der Rohstoffpreisentwicklung abhängig ist. Im Mid Cap-Universum würde man Produzenten mit Explorationspotenzial und starken Cash-flows schätzen.

Nachfrage nach Energie wird stark steigen

Willem de Meyer, Berater des Earth Energy Fund UI, ist überzeugt davon, dass die Nachfrage nach Energie in den nächsten Jahren stark anwachsen wird. Der krisenbedingte Nachfragerückgang sei nur kurzfristiger Natur. Als Treiber dieser Entwicklung sieht er unter anderem die Urbanisierung in China. Laut Schätzungen des McKinsey Global Institute sollen dort bis 2025 zehn Städte entstehen, die so groß wie New York sind. Selbst in der Krise scheint der Rohstoffhunger der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt ungebrochen zu sein: Allein im Juli hat China 19,63 Millionen metrische Tonnen Rohöl importiert.

Öl, Gas, Kohle und Uranium im Fokus

Nach Angaben von de Meyer soll auch in Zukunft der Großteil der Energienachfrage auf Öl, Gas, Kohle und Uranium ausfallen wird. Problematisch findet er, dass aufgrund der niedrigen Ölpreise wichtige Investitionsprojekte zurückgefahren werden, was höchstwahrscheinlich in naher Zukunft zu Engpässen führen wird. „In Zukunft wird mehr Öl gebraucht werden, aber weniger Öl wird vorhanden sein“, so der Experte. Angesicht der immer knapper werdenden Vorkommnisse müsse in immer entlegenere Gebiete ausgewichen werden, wodurch die Kosten steigen. Seine Einschätzung unterstreichen die jüngsten Funde im Golf von Mexiko oder vor der Küste Brasiliens.

Sicherer Hafen Gold?

Von einer glitzernden Zukunft für Gold spricht Georges Lequime, Berater des Earth Gold Fund UI. Das Edelmetall habe zuletzt Rückenwind von mehreren Seiten bekommen. Einerseits habe sich die Investmentnachfrage stark entwickelt und den Rückgang der Industrienachfrage ausgeglichen. Außerdem würden zum vierten Jahr in Folge die Zentralbank-Verkäufe abnehmen. Dazu komme, dass das dramatische Geldmengenwachstum auf mittlere Sicht zu steigenden Inflationssorgen führen wird, weshalb der sichere Hafen Gold wieder ein Thema wird.

Goldaktien haben großes Aufholpotential

Trotz der guten Aussichten und der starken Performance in den letzten zehn Jahren spielt Gold als Assetklasse nach wie vor eine Nebenrolle. Goldaktien haben sich in den letzten Monaten stark entwickelt. Gegenüber ETFs haben Goldaktien laut Lequime den Vorteil, dass sie aufgrund der Panikverkäufe im Vorjahr ein großes Aufholpotenzial haben. „Sie werden auch von den steigenden Ölpreisen profitieren“, so der Experte. Das fundamentale Problem sei, dass die Minenproduktion nicht auf den höheren Goldpreis reagieren kann.

Silber-Nachfrage übersteigt Produktionskapazitäten

Lequime ist nach eigenen Angaben besonders auf Silber sehr „bullish“ eingestellt. Auch hier würde die weltweite Nachfrage über der Minenproduktion liegen. Zuletzt habe sich trotz Krise die Industrienachfrage erfreulich entwickelt. Eine zunehmende Rolle bei der Preisentwicklung würde auch hier die Investmentnachfrage spielen. Dazu komme, dass der Preis unelastisch ist. Positiv eingestellt ist der Experte auch für Platinmetalle. Hier konnten zuletzt die gestiegenen Autoverkäufe in China die schwächere Entwicklung in Europa und den USA abfangen.

Rohstoff-Manager brauchen fundiertes Wissen über Geologie und Potenzial

Laut Berlenbach, der auch als Berater des Earth Exploration Fund UI tätig ist, ist beim Investieren in Explorer-Unternehmen ein sehr wissenschaftlicher Ansatz gefragt. „Man muss die Geologie der Region und das Lagerstättenpotenzial genau einschätzen können. Die Reserven sitzen im Aktienpreis“, erklärt er. Nur der Teil der technisch und ökonomisch abgebaut werden kann würde sich auch im Preis der Aktien widerspiegeln. Erschwerend komme hinzu, dass nur sehr wenige Unternehmen erfolgreich Projekte realisieren. Als Schlüsselkriterium für Investments bezeichnet er den NAV.

Experten-Tipp: Stahl und Kupfer

Berlenbach rechnet mit einer stark steigenden Stahlnachfrage. „In den Schwellenländern zeigt sich eine gute Korrelation zwischen BIP-Wachstum und Stahlnachfrage“, so der Experte. Allein in Indien und China soll die Produktion von derzeit 550 Millionen Tonnen bis 2023 auf 1,6 Milliarden ansteigen. Eine positive Korrelation mit dem BIP gebe es auch beim Kupferpreis. „Bis 2023 werden wir so viel Kupfer benötigen wie in der gesamten Menschheitsgeschichte“, so Berlenbach. Dementsprechend würden erfolgreiche Minenunternehmen den Markt outperformen.

Engpass bei Rate Earth Elements absehbar

Viel verspricht sich der Experte auch von seltenen Erden (Englisch: „Rare Earth Elements“, Anmerkung). Diese würden für Mobiltelephone, Flatscreens oder Hybridautos benötigt werden. Problematisch sei, dass die Chinesen ihre eigenen Reserven zunehmend selber nutzen möchten, weshalb neue Vorkommnisse dringend gefragt sind. „Bei seltenen Erden droht ein Riesenengpass“, bringt es Berlenbach auf den Punkt. Im Rahmen des Investmentprozesses gehe es darum unterbewertete Unternehmen möglichst früh zu erkennen. Er sieht zurzeit eine Reihe von interessanten Aktien.


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