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Der Fonds-Binnenmarkt wird 2011 Realität

Mit der UCITS IV Richtlinie kommt die Schaffung eines pan-europäischen Binnenmarktes für Investmentfonds innerhalb der EU ein sehr großes Stück näher. Bis Juli 2011 muss die Richtlinie in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. Funds | 12.10.2009 08:54 Uhr

Doch auch über UCITS IV hinaus stehen Aufsichtsbehörden und Marktteilnehmer vor großen Herausforderungen und Projekten.

UCITS IV ermöglicht pan-europäischen Vertrieb

In Zukunft wird die Zulassung von Investmentfonds zum Vertrieb in den EU Mitgliedsstaaten deutlich vereinfacht. "Künftig reicht eine elektronische Mitteilung zwischen den Regulierungsbehörden. Sobald diese erfolgt ist, kann unmittelbar mit dem Vertrieb begonnen werden", erklären Vertreter der VÖIG (Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften) im Rahmen der 4. VÖIG Fondstage in Waidhofen/Ybbs. "Gerade die heimische Fondsindustrie wird davon besonders profitieren. Erfolgte die Zulassung von ausländischen Fonds in Österreich bereits in der Vergangenheit durch die FMA sehr rasch, dauerte die Zulassung österreichischer Fonds im Ausland - und nicht nur in Zentral- und Osteuropa - ´quälend´ lang", betonte die VÖIG in einer Aussendung.

KID folgt Vereinfachtem Prospekt

Ursprünglich wurde der sogenannte "vereinfachte Prospekt" im Rahmen der Umsetzung von UCITS III als Basisinformation für Anleger geschaffen. Es war jedoch nicht möglich, ein standardisiertes Format zu finden, das von allen europäischen Ländern akzeptiert worden wäre. "Neben den bereits oben erwähnten Zugangsbeschränkungen haben viele ausländische Behörden über die nationale Umgestaltung des vereinfachten Prospektes noch eine weitere Hürde aufgebaut", kritisieren VÖIG Vertreter und Marktteilnehmer. Ein echter Fortschritt ist jedoch nun auch, dass dieses neu gestaltete Informationsdokument - KID (Key Investor Document) - den EU-Behörden als Basis für Definition von einheitlichen Transparenzvorschriften am Point-of-Sale für alle Kleinanlegerprodukte dienen wird. Dies bezieht sich auf das bereits viel zitierte "Level Playing Field" im Vertrieb von Fonds-, Bank- und Versicherungsprodukten.

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Die wichtigsten Komponenten von UCITS IV wurden bereits mehrmals beschrieben. Im Wesentlichen geht es um den Management Company Passport, die Schaffung der Möglichkeit zur grenzüberschreitenden Fusion und die Schaffung von Master-Feeder-Strukturen.

"Die VÖIG, die bereits am EU-Konsultationsverfahren aktiv teilgenommen hat, wird auch im Rahmen der Abstimmung der zahlreichen Details auf EU-Ebene die Interessen Ihrer Mitglieder nachhaltig vertreten", unterstreicht VÖIG Generalsekretär Mag. Dietmar Rupar.

UCITS als globaler Standard

Peter De Proft, Generaldirektor der EFAMA (European Fund and Asset Management Association): "Nach Abschluß der wichtigsten Vorbereitungen für UCITS IV müssen wir uns auf jeden Fall auf den Weg nach Asien machen und unseren Kollegen in der Fondsindustrie genau erklären, welche Vorteile der UCITS Standard bietet. wir müssen sicherstellen, dass asiatische Regulatoren, Fondsanbieter und Investoren optimal informiert sind."

Investmentfondsgesetz: Novelle 2010

Auf nationaler Ebene wird es voraussichtlich im kommenden Jahr eine Neufassung des Investmentfondsgesetzes geben. Für Frau Mag. Andrea Mörtl, Leiterin der Abteilung "Aufsicht über Veranlagungsgemeinschaften" (Abteilung III/4) in der Finanzmarktaufsicht (FMA), stehen Aufsichtsbehörden vor umfangreichen Herausforderungen. Beispielsweise hatte die Krise gezeigt, dass es im Zusammenhang mit der Suspendierung von Fonds kein harmonisiertes Vorgehen in Europa gibt. Die Basis dafür zu schaffen ist Aufgabe der CESR (Committee of European Securities Regulators). Wichtig seien in diesem Zusammenhang auch die Behandlung von "side pockets", d. h. der temporären Abspaltung von illiquiden Teilen des Fonds. Die Definition von "illiquid" ist jedoch auch auf internationaler Ebene abzustimmen. Wichtig wird auch eine genaue Analyse der Rolle der Depotbank. "Der Fall Madoff hat unterschiedliche Haftungsregelungen in der EU aufgezeigt", erklärt Frau Mag. Mörtl. In diesem Bereich ist auch der neue Entwurf der AIFM-Richtlinie (Alternative Investment Fund Manager) von Bedeutung, die den Begriff der Depotbank auch regelt, und grundsätzlich für alle nicht UCITS-Produkte anzuwenden sein wird - und zwar unabhängig von der Rechtsform und dem Sitz (auch außerhalb der EU). "Ziel ist jedenfalls die Schaffung einer einheitlichen Regelung in der EU", betont Mörtl, deren Präsentation auch in diesem Jahr wieder zu den wichtigsten inhaltlichen Beiträgen im Rahmen der VÖIG Fondstage zählte. Die Bedeutung der richtigen Beratung - v. a. auch bei Garantieprodukten - nimmt zu. Praktische Bedeutung im Vertrieb werden vor allem auch die neuen Vorschriften zur Notifikation bekommen. In Zukunft wird es möglich sein, dass ein innerhalb der EU domizilierter Fonds sehr rasch in Österreich zum Vertrieb zugelassen werden kann, da die Aufsichtsbehörde des Gastlandes (in diesem Fall die österreichische FMA) nur mehr ex-post prüft, der Fonds jedoch sofort nach Erhalt der elektronischen Übermittlung der Anzeige in Österreich verkauft werden kann. Diese Regelungen gelten natürlich auch für österreichische Kapitalanlagegesellschaften, die Fonds im Ausland zum Vertrieb anmelden. 

Dr. Wolf Klinz, MdEP, ordentliches Mitglied im Wirtschafts- und Währungsausschuss (ECON) sowie designierter Vorsitzender des Sonderausschusses zur Finanz- und Wirtschaftskrise, gab in seinem Vortrag bei den diesjährigen VÖIG Fondstagen einen Einblick in die legistischen Abläufe auf europäischer Ebene und betonte auch, wie sehr oft die Interessen einzelner Länder die politischen Prozesse beeinflussen können - dargestellt am Beispiel der Hedgefondsindustrie in London, die sich intensiv mit den möglichen Auswirkungen der neuen AIFM-RL beschäftigt und ganze Horden von Lobbyisten nach Brüssel und Straßburg entsenden, obwohl Hedgefonds nur rund EUR 300 Mrd. der EUR 2.015 Mrd. großen Alternative Investments Industrie repräsentieren. Weitere große Themen sind: neue Vorschriften für die Eigenkapitalausstattung von Banken, Bewertung der staatlichen Unterstützungsprogramme, Basel II, Managervergütung, das Problemfeld der Fair Value Bewertung, Einlagensicherung, etc. Zusätzlich werden noch folgende Themenbereiche behandelt: OTC Derivate Clearing, Market Abuse bzw. Marktmanipulation, Prospektrichtlinie, Basel III und Basel IV, Solvency II (Level 2), Aufsichtsstruktur in Europa, etc.

Marktumfeld in Österreich seit März 2009 verbessert

"Mittlerweile sehen wir eine Rückkehr des Vertrauens und gleichzeitig nimmt im Niedrigzinsumfeld der Performance-Druck bei jenen Investoren zu, die nicht auf den Märkten investiert sind", analysiert Heinz Bednar, Vorsitzender der Geschäftsführung der ERSTE-SPARINVEST KAG und Präsident der VÖIG, die aktuelle Marktsituation. Das Fondsvolumen hatte sich von Jahresbeginn bis Ende August 2009 um rund 6,3 Prozent auf EUR 133,9 Mrd. erhöht. In einem schwierigen Marktumfeld wird Produktqualität noch stärker im Vordergrund stehen und zum wichtigsten Erfolgsfaktor werden. "Wir sind überzeugt, dass die Nachfrage von aktiv gemanagten Fonds mit einem integrierten Risikosystem in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird", so Bednar. "Den Mutigen gehört die Welt und das ist gut so", ergänzt Generalsekretär Rupar.

Marktanteilsführer im Wettbewerb

Das Volumen der 25 in Österreich tätigen Kapitalanlagegesellschaften betrug per 31. August 2009 insgesamt EUR 133,9 Mrd. Davon entfallen 46,9 Prozent auf Publikumsfonds, 38,6 Prozent auf Spezialfonds und 14,5 Prozent auf Publikumsfonds für Großanleger. Marktführer ist weiterhin die Raiffeisen KAG mit einem Gesamtvolumen von EUR 26,42 Mrd. oder 19,73 Prozent Marktanteil, dicht gefolgt von der ERSTE-SPARINVEST KAG, die bereits ein Volumen von EUR 25,61 Mrd. verwaltet (19,13 Prozent Marktanteil) und den Abstand zum langjährigen Marktführer zuletzt stetig verringern konnte. Beobachter gehen davon aus, dass es in den nächsten Monaten zu einem Führungswechsel an der Spitze des Marktanteilsrankings kommen könnte. Die Bedeutung des Rankings wird von Vertretern beider Fondsgesellschaften relativiert. Obwohl das verwaltete Volumen alleine nicht als Erfolgsfaktor zählt, ist es ein wichtiger Gradmesser, der auch im Vertrieb von Bedeutung sein kann. Längerfristig entscheidet die Produktqualität über den Erfolg oder Misserfolg und die Struktur des Fondsvermögens und der Verwaltungsgebühren über die Profitabilität der Fondsgesellschaft. Auf der dritten Position im Ranking liegt die Pioneer Investments Austria mit einem Volumen von EUR 20,01 Mrd. bzw. 14,95 Prozent Marktanteil. Auf den weiteren Rängen folgen Allianz Invest KAG (7,11 Prozent Marktanteil) und die KEPLER-FONDS KAG (6,55 Prozent).

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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