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Inflationsanleihen im Vergleich

Dass Inflation derzeit kein Thema ist, steht für Experten fest. Auf längere Sicht könnte jedoch eine Reihe von Faktoren für steigenden Inflationsdruck sorgen. Dementsprechend sollten Inflationsanleihen in keinem ausgewogenen Investmentportfolio fehlen. Funds | 01.12.2009 04:45 Uhr
Ungereimtheiten bei Frage nach Deflation oder Inflation Ob in den nächsten Jahren mit Inflation oder Deflation zu rechnen sein wird, darüber scheiden sich die Geister. „Die Deflationsrisiken wiegen in den meisten großen Volkswirtschaften auf Sicht von ein bis zwei Jahren schwerer als die Inflationsrisiken“, findet etwa John Greenwood, Chefvolkswirt bei Invesco. Nicht wenige Beobachter halten es auch für möglich, dass sich die deflationären Tendenzen über mehrere Jahre hinausziehen. Als Beispiel wird immer wieder auf Japan verwiesen. Das Land hatte bekanntlich in den letzten 20 Jahren immer wieder mit Deflation zu kämpfen.

Quantitative Easing könnte Deflation verhindern

„Was gegen ein Deflationsszenario spricht ist das Quantitative Easing und die massive Liquiditätsmengen, die die Zentralbanken auf der ganzen Welt in die Wirtschaft und das Finanzsystem gepumpt haben“, so Andy Weir, Manager des Fidelity Funds – Global Inflation-Linked Bond Fund. „Langfristig könnte eine Reihe von Faktoren für Inflationsdruck sorgen – vor allem starkes Wachstum in den Emerging Markets und steigende Rohstoffpreise“, so Laurent Gonon, Manager des CAAM Funds Global Inflation Bonds und des Spaengler BondPortfolio Inflation Protect. Nicht zuletzt würde Inflation vielen Ländern helfen ihre massiven Schulden zu reduzieren.

Politik und Medien ignorieren Inflationsgefahr

Laut Andy Weir prognostizieren die quantitativen Fixed Income-Modelle von Fidelity für die großen Volkswirtschaften ein schnelles Wiederaufflammen der Inflation in den nächsten sechs Monaten. Von Politik und Medien würde diese Gefahr jedoch völlig ignoriert werden. Auch Axel Blase, Manager des Invesco Euro Inflation Linked Bond, glaubt, dass die Inflationsentwicklung vom Markt derzeit unterschätzt wird. Er rechnet damit, dass Inflation erst mittelfristig wieder ein Thema sein wird. Allerdings würde die Inflationsrate in den nächsten Jahren deutlich über zwei Prozent betragen. Der Markt würde hingegen von nicht mehr als zwei Prozent ausgehen.

Europa als interessanter Markt für Inflationsanleihen

Der Invesco Euro Inflation Linked Bond Fund ist nach Angaben von Axel Blase derzeit ausschließlich im Euroraum investiert. Europa bezeichnet er als interessanteren und aussichtsreicheren Markt für Inflationsanleihen. Seit Ende Oktober habe er die Duration des Fonds deutlich erhöht. „Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass wir eine stabile Renditeentwicklung erwarten. Wir machen uns derzeit keine Sorgen, dass der Rentenmarkt unter Druck kommt“, so der Experte.

Laufzeit ist bei der Titelselektion entscheidend

Laurent Gonon bevorzugt nach eigenen Angaben in der Eurozone Anleihen mit einer Laufzeit zwischen sieben und zehn Jahren. Sie wären angesichts einer Inflationserwartung von 1,35 Prozent über die nächsten drei Jahre fair bewertet. Neben der Entscheidung für die richtigen Laufzeiten wäre bei der Titelselektion vor allem die Wahl der interessantesten Emittentenländer wichtig. „Entsprechend mehrere Anleihen unseren Kriterien versuchen wir über eine relative Value-Analyse zu ermitteln welche die günstigsten sind“, so der Fondsmanager.

Inflationsabsicherung hat seinen Preis

Experten weisen darauf hin, dass die Inflationsabsicherung seinen Preis hat – die Renditen sind deutlich geringer als bei Nominalanleihen. Daher sei es für Anleger empfehlenswert ihre Investmententscheidungen von ihrer Inflationserwartung abhängig zu machen. Die so genannte Break-Even-Inflation liegt derzeit bei rund zwei Prozent. Sie entspricht der durchschnittlich erwarteten Inflation über die gesamte Restlaufzeit, so, dass der Erwerb einer inflationsgeschützten Anleihe im Vergleich zu einer nominalverzinsten Anleihe zum gleichen Ergebnis führen würde. Demnach rentiert sich die Assetklasse bei einer Inflation jenseits der zwei Prozent.

Inflationsanleihen verzeichneten gute Performance

Seit Jahresbeginn können Inflationsanleihen eine ansehnliche Performance aufweisen. So hat der Fidelity Global Inflation Linked Fund etwa ein Plus von 15,5 Prozent erzielt. Der Invesco Euro Inflation Linked Bond kam über den gleichen Zeitraum auf +6,22 Prozent. Auf Einjahressicht steht ein Plus von 10,24 Prozent zu Buche. „Wir sehen Potenzial für weitere Kursgewinne“, gibt sich Blase optimistisch. Der vom CAAM-Fondsmanager Gonon verwaltete BondPortfolio Inflation Protect hat seinen Wert seit Jahresbeginn um +7,13 Prozent gesteigert.

Einsatz verschiedener Instrumente bei Inflationsanleihen

Ein Merkmal der Assetklasse ist, dass je nach Fonds unterschiedliche Instrumente eingesetzt werden dürfen. Andy Weir kann beim Global Inflation Linked Fund neben Inflationsanleihen, Nominalanleihen und anderen Schuldtiteln etwa auch in Derivative investieren. Konkret können bis zu 30 Prozent des Fondsvolumens in Geldmarktinstrumente und Bankeinlagen, bis zu 25 Prozent in Wandelanleihen und bis zu 10 Prozent in Partizipationspapiere investiert werden.

Ursprung und Geschichte der Inflationsanleihen

Die ersten Inflationsanleihen wurden 1981 in Großbritannien emittiert. 1997 folgte die erste US-Emission. Ein Jahr später zeichnete sich Frankreich für die erste Ausgabe in der Eurozone verantwortlich. Es folgten Emissionen von Deutschland, Italien und Griechenland. Mittlerweile liegt das Gesamtvolumen inflationsindexierter Anleihen im Euroraum bei rund 300 Milliarden Euro. In einer ähnlichen Bandbreite soll sich auch das Volumen in den USA belaufen. Kaum ein Thema sind hingegen inflationsgeschützte Unternehmensanleihen.


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