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Achtung – Goldblase voraus im Jahr 2016!

Vor kurzem Übersprang der Goldpreis die wichtige Hürde von 1.000 USD und schreitet beinahe täglich zu neuen Höchstständen, aktuell schon über 1.200 USD die Unze. Aber auch in anderen Papierwährungen legt das Feinmetall zu. Funds | 08.12.2009 04:30 Uhr

Vor einigen Tagen setzte Gold auch in Eurowährung sein Reise gegen Norden fort und überwand die kleine Hürde von 800 € die Unze scheinbar mühelos.

Bereits als Gold im September und Oktober die 1.000er Marke durchbrach, machten wir unsere Investoren und Kunden auf die Parallelen zum Dow Jones Index im Jahre 1982 aufmerksam. Unsere Ankündigung, dass Gold, nach einem nochmaligen möglichen Test der 1.000er Marke, so wie der Dow Jones damals im Jahre 1982, die 1.000er Marke nach oben verlassen wird und nie mehr in seinem Leben nochmals dreistellig zu bekommen sein wird. Für den Dow Jones  war diese Aussage für die letzten 27 Jahre korrekt, und für Gold bis dato auch. Nachfolgende Graphik zeigt den Dow Jones Index von 1981 bis Mitte 1983 (weiß) und den Goldpreis (orange) seit Anfang 2008 bis heute (3.12.2009) übereinander gelegt. Quelle: Bloomberg

Es gibt jetzt schon erste Befürchtungen von einer Goldblase, u.a. warnt selbst China davor, welches erst noch in diesem Jahr seine eigenen Goldreserven jenseits der offiziellen Statistiken um ca. 14,6 Mio. Unzen (454 Tonnen) aufgestockt hatte. Allerdings muss man wissen, dass es in China (noch) kein offizielles staatliches Fürsorgeprogramm für die alternde Bevölkerung gibt, und China seinem Volk offiziell empfiehlt, Gold und Silber zur Vorsorge zu horten. Das heißt doch nur, China will keine schnelle Spekulanten im Gold, aber ist absolut vom Glanz dieser Edelmetalle überzeugt und an einem langfristigen Anstieg interessiert. Mittlerweile natürlich auch als größtes Gold produzierendes Land dieser Erde.

China hat erkannt, wer Gold kauft, kauft ein Versprechen,  dass bereits gehalten wurde. Gold ist nichts anderes, als eine kleinstmögliche Einheit von sehr viel bereits erbrachter Arbeit (suchen, finden, testen, bohren, ausgraben, waschen, schmelzen, reinigen, prägen etc.). Das Gegenteil davon ist Papiergeld, keine erbrachte Arbeit, lediglich ein Versprechen in die Zukunft mit sehr vagem Ausgang. In der Geschichte der vergangenen 2000 Jahre bis dato war es nie ein guter Ausgang für die Gläubiger des Papiergeldes, für die Schuldner aber manchmal schon. Momentan ersetzen wir die privaten Schulden durch Öffentliche, lassen das Krebsgeschwür im Banken- und Finanzsystem unbehandelt und belohnen alle jene, die uns zu diesem Abgrund geführt haben. Doch der Tag wird kommen, an dem auch der kleine Mann auf der Straße und der Bankdirektor nebenan dem  Black Swan unseres aktuellen Papiergeld-Finanzsystems in die schwarzen Augen sehen muss.

In den vergangenen Tagen haben im Goldmarkt meiner Meinung nach drei bedeutende Ereignisse stattgefunden, die den Markt in Zukunft weiter unterstützen sollten:

1. Der weltgrößte Goldproduzent und Preisdrücker Nummer 1 am Markt – Barrick Gold – hat sein Hedgebuch geschlossen, 5.7 Mrd. USD an Verlusten in Kauf genommen, und seine letzten 3 Mio. Unzen zurück gekauft. Es gibt Gerüchte am Markt, dass Barrick auch an den IMF 400 Tonnen Gold interessiert gewesen war, um von Short auf Long zu drehen, aber der ‚Inder‘ war eben schneller. Die Beratung durch JP Morgan kam Barrick Gold teuer zu stehen, die Netto Einkünfte seit dem Jahre 1990 in Summe waren nicht mal die Hälfte, was dieses viel gepriesene Hedgebuch Barrick Gold gekostet hat.

2. Erstmals seit Verlassen des Quasi Goldstandards 1971 treten die Notenbanken in Summe wieder als Goldkäufer auf, wie z.B. Indien, Mauritius oder Sri Lanka, welche bereits mehr als die Hälfte der angebotenen 403.3 Tonnen Gold des IMF übernommen haben. Wenn man bedenkt, dass China aktuell nur knapp 2% seiner Reserven in Gold hält, und westliche Notenbanken zwischen 50-75% liegen, dürfte die Richtung des Goldpreises vorgegeben sein. Die jährliche, seit Jahren stagnierende Goldproduktion, beträgt ca. 2.500 Tonnen pro Jahr.  Auch hier sprechen Insider schon von Peak-Gold, analog des Hubbert-Peak Oil in den USA Anfang der 70er Jahre, welches dann auch tatsächlich eintrat. Die jährliche Goldproduktion entspricht etwa 80 Mio. Unzen und entsprechen beim aktuellen Goldpreis etwa 100 Mrd. USD. Das würde bedeuten, falls China seinen Goldanteil von den derzeitigen Reserven sagen wir von 2 auf 25% anheben möchte, sie ca. 6 Jahre lange die gesamte globale Goldproduktion aufkaufen müssten. Und neben China gibt es noch zahlreiche andere Notenbanken, wie z.B. Brasilien oder nach wie vor Indien, welche kaum oder nur marginal Gold besitzen.

3. Als der Goldpreis im September dieses Jahr sich daran machte, die magische Marke von 1.000 USD zu durchbrechen, gab es von der ‚Preisdrückerbande‘ der Gold Buillion Banks nochmals ein Aufbäumen diesen wichtigen Durchbruch zu verhindern. Gerüchteweise kam dieses Mal die Strategie über Futures Leerverkäufe zum Tragen. Allerdings akzeptierte der Käufer in London keinen Barausgleich mit Papiergeld, obwohl die in der Klemme sitzenden Bullion Banks statt 1.000 USD  einen Preis von über 1.200 USD anboten, bestand der Käufer auf  physische Lieferung des Goldes. Die Bank von England half den beiden naked short Banken aus der Patsche und stellte ihnen das benötigte physische Gold zur Lieferung zur Verfügung, welches zwar nicht 100% den Börsenspezifikationen entsprach, aber half, dieses riesen Malheur von der Öffentlichkeit fern zu halten. Ich nehme an, der Käufer, wer immer es war, wollte den Bullion Banken eine Lehre erteilen, dass sie in Zukunft bei ihren Goldpreismanipulationen etwas vorsichtiger sein sollten.  Das Beispiel zeigt auch, für den Laien kommt nur physisches Gold im Zweifel in Frage, der Profi kann sich auch an Goldaktien heranwagen, was aber mit wesentlich mehr Volatilität, sprich Risiko, verbunden ist, dafür aber auch auf beide Seiten!

Sie verstehen jetzt vielleicht, warum wir bei Gold noch sehr weit weg sind von einer Blasenbildung sind. Der Goldpreis steigt zwar schon seit ca. 10 Jahren, also seit dem Tief Ende 1999, aber die langen Zyklen im Gold dauern meist um die 17 Jahre.  Das ergibt Daumen mal Pi das Jahr 2016, wobei Insider möglicherweise die Bedeutung der Zahl Pi in dieser Zeitprognose erkennen? Wann genau diese zukünftige mögliche Blase platzen wird, werden wir unseren Kunden verraten, wann es dann soweit ist. Wo der Preis dann liegen wird, ist schwer zu beantworten, hauptsächlich abhängig davon, wie schnell die Gelddruckmaschinen weiterlaufen, möglich sind 5.000, 10.000 oder noch mehr Greenbacks. Die zeitliche und zyklische Komponente der Prognose ist aber bedeutender, wie die quantitative Ausdehnung des Goldpreises, da die Zeit unseres Sonnensystems Gott sei Dank (noch?) nicht manipulierbar ist.

Bis dahin, sollten sie den Goldbullen reiten, versuchen oben zu bleiben und nicht mehr absteigen oder versuchen zu traden.  Hierzu fällt mir nur ein Spruch des wohl berühmtesten Börsenspekulanten Jesse Livermore ein: "It never was my thinking that made the big money for me. It always was my sitting."

Die Staats- oder Bankenpropaganda wird ihnen zwar was anderes erzählen, aber der Preis des Goldes erzählt eine andere Geschichte und unsere Zukunft welche zunehmend von West nach Ost schwenkt, hat eine andere Einstellung zu Gold. So wie sich aktuell Senior Banker von Goldman mit Handfeuerwaffen ausstatten um ihr Leben und ihre Bonuszahlungen zu schützen, empfehle ich ihnen, tun sie das gleiche, aber kaufen sie keine guns sondern physisches Gold, um sich vor kalter Enteignung durch den Staat zu schützen. Schön nachzulesen aus dem Munde von Ex-FED Chef Alan Greenspan in seinem Aufsatz von 1966 ‚Gold and Economic Freedom, bevor er zum Papiergeld Überläufer wurde.

Und zum Thema US-Dollar Abwertung kann ich nur sagen, Sie sollten die Zeit nur noch in Wochen und Monaten zählen, um sich vor einem fallenden US-Dollar zu schützen. Gestern wurden weitere 30.000 US Soldaten für einen sinnlosen und nicht zu gewinnenden Krieg in Afghanistan beschlossen, weitere 75 Mrd. USD Verschuldung, zu einem bereits ausufernden US-Defizit von aktuell ca. 1.7 Billionen USD. Alleine dieses Defizit der USA wäre aktuell etwa das 7. größte Land der Erde gemessen am Bruttosozialprodukt. Die USA befinden sich praktisch seit den Anschlägen 2001 im Krieg und mir fällt dazu nur der berühmte Spruch von Bismarck ein: ‚Es wird nie soviel gelogen wir vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd‘.

Als Timing-Schlüssel für die US-Dollarabwertung hilft die Greenspan-Guidotti Regel, eines der bestgehüteten Geheimnisse der internationalen Finanzwelt. Sie wird an keiner Uni und wahrscheinlich bei keinem CFA oder anderem ähnlichen Kurs gelehrt. Sie war die Grundlage für den Erfolg von George Soros als er im Jahre 1992 die Bank von England mittels Pfundabwertung in die Knie zwang. Genauso erklärt sie auch die Defaults und Abwertungen von Russland, Argentinien oder des thailändischen Baht Ende des letzten Jahrzehnts. Ich nehme an, 300 Mio. USD Kunden bei Goldman dürften auch von diesem gut gehüteten Geheimnis profitieren, aber in Zukunft hoffentlich auch unser Kunden und SUNARES-Investoren.

Zum Abschluss noch für alle jene, die Gold ‚nur‘ als Inflationsschutz sehen und nicht verstehen können, warum bei aktueller staatlich berechneter 0-1 % Inflation, die Goldpreise so steigen können?

Gold ist so wie die Treasury Bonds oder das Sparbuch ein Safe Haven Instrument und soll gegen zunehmende Staatsdefizite und staatliche Verschuldung schützen, welche das staatliche Papiergeldsystem decken. Der Grafik unten zeigt deutlich, welches der beiden ‚safety‘ Instrumente -Gold versus US-Treasuries Bonds - das bessere ist. Quelle: Trader Dan Norcini

Weltweit ist zu beobachten, wie die staatlichen Ausgaben komplett aus dem Ruder laufen und vor allem in der westlichen Welt, das vorweihnachtliche Motto herrscht: ‚Wünsch Dir was, der Staat wird’s schon richten‘.

Im Prinzip ist physisches (!) Gold viel mehr als nur ein Inflationsschutz, es ist im Endeffekt ein Schutz gegen den Staats- Papiergeld- und Bankenbankrott. (Jeder Isländer wird ihnen das zu 100% bestätigen!)

Hier möchte ich mit dem Satz von Ex-US Präsident Gerald Ford enden, welcher mir netter Weise, mein Fondspartner Colin Moor aus London zur Verfügung stellte:

A government big enough to give you everything you want, is strong enough to take everything you have.

Zum Abschluss noch ein paar Worte über uns:

Ein für unser junges Fonds- und Asset Management Unternehmen sehr erfolgreiches Jahr geht zu Ende. Unser konservativster Vermögensverwaltungskunde (max. 25 % Aktienquote) kann sich per Ende November über eine Performance von +17 % Zuwachs freuen, von den aggressiveren Mandaten möchte ich gar nicht reden, um nicht anderen Vermögensverwaltern den Rest des Jahres zu verderben. Was haben wir neben erfolgreicher Asset Allocation in Gold & Silber, dem SUNARES-Fonds, Emerging Markets, Corporates und High Yields richtig gemacht?

Ich sage es Ihnen ganz einfach und simpel – wir waren mutig, als andere den Kopf eingezogen haben. Wir sind beim größten ‚Gefechtslärm‘ im 1. Quartal dieses Jahres raus aus dem Schützengraben und haben bei Kugelhagel eingesammelt, was viele Ängstliche zu Schleuderpreisen weggeworfen haben, um sich im Cash-Schützengraben zu verschanzen. Sowohl in der Vermögensverwaltung, als auch im SUNARES-Fonds, sind wir dieses Risiko eingegangen und es hat sich mehrfach ausgezahlt, wie unsere Kunden und Investoren sehen können.

Für die Zukunft habe ich nur einen Rat für Sie, das jüngste Ereignis in Dubai Ende November, als einige schon wieder zittrig wurden,  ist ein gutes Beispiel dafür: Dubai ist meiner Meinung nach ein kleiner Vorgeschmack darauf, was an zukünftiger Volatilität auf uns zukommen wird.

Orientieren Sie sich daher an den Mutigen und Tapferen, für den Überlebenskampf ihres Vermögens für die kommenden Jahre wird das von zentraler Bedeutung sein!
Nur zur Info: Die Kardinaltugend Fortitudo – Tapferkeit -  wird innerhalb des Bankensystems nicht belohnt, ganz im Gegenteil. Wie es dort mit den anderen drei Kardinaltugenden ausschaut – Mäßigung, Weisheit und Gerechtigkeit – überlasse ich dem Leser.

Informationen zu uns,  monatlichen Updates und aktuelle Themen finden Sie auf unserer Homepage (www.sutterluety-invest.at).  Informationen und Philosophie unseres Fonds SUNARES – Sustainable Natural Resources  - mit einer Jahresperformance von + 73,16% ytd (Ultimo November) finden Sie unter www.sunares.com.

Ich wünsche Ihnen allen noch ein schönen Advent, eine Frohe Weihnachtszeit und einen erfolgreichen Start in das neue Jahrzehnt.

Herzlichst
Udo Sutterlüty


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