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Mit Wellenreiten zurück zur Normalität

Während die Realwirtschaft 2009 mit den Auswirkungen einer Rezession zu kämpfen hatte, konnten die Börsen mit teilweise hohen Wachstumsraten zulegen. Für das Jahr 2010 erwarten die Allianz Experten einen realwirtschaftlichen Erholung sowie eine Rückkehr zur Normalität an den Kapitalmärkten. Funds | 17.12.2009 05:00 Uhr

„2009 war ein sehr gutes Jahr für die Kapitalmärkte. Die Rezession liegt hinter uns, 2010 erwarten wir eine Rückkehr zur Normalität“, erklärte Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank AG. Grund für diese Einschätzung seien insbesondere die aktuellen überwiegend erfreulichen Wirtschaftsindikatoren sowie die Perspektiven an den Finanzmärkten. Die wirtschaftliche Erholung setze sich fort – das Momentum ließe jedoch nach. Unternehmensergebnisse sollten in 2010 positiv ausfallen und könnten darüber hinaus angenehm überraschen.

Rezessionsjahre im historischen Vergleich

„Wir haben nach einem schwierigen Start letztlich ein sehr gutes Aktienjahr 2009 gesehen, allen voran die Emerging Markets mit 70 Prozent Performance“, betont Mag. Christian Ramberger, Geschäftsführer der Allianz Invest KAG. Auch auf der Anleihenseite konnten überdurchschnittliche Erträge erzielt werden.

Die Börse antizipiert

Wirft man einen Blick auf die Geschichte von Rezessionsjahren seit 1967 am Beispiel von Deutschland, so zeigt sich, dass die Kapitalmärkte eine positive Entwicklung aufwiesen: In den Rezessionsjahren 1967, 1975, 1982, 1993 und 2003, in denen das BIP zwischen 0,2 und 0,9 Prozent schrumpfte, kam es zu einer durchgängig positiven Performance des DAX, die zwischen 14,4 Prozent und 49,2 Prozent lag. Diese Entwicklungen lassen sich auch für das aktuelle Rezessionsjahr beobachten: Schätzungen gehen davon aus, dass das BIP-Wachstum für 2009 in Deutschland nahezu 5 Prozent zurückgeht, wobei der DAX bis Ende des Jahres mit knapp 20 Prozent Plus die freundliche Entwicklung an den Aktienmärkten widerspiegelt. In der Vergangenheit war deutlich erkennbar, dass die Börse jeweils die realwirtschaftlichen Entwicklungen antizpiert.

Was kommt nach der Rezession?

Wirft man einen Blick auf die jeweiligen Folgejahre der Rezessionen, waren diese durchwegs von einem positiven Wirtschaftswachstum gekennzeichnet – an den Kapitalmärkten zeigte sich ein ambivalentes Bild: 1968, 1983 und 2004 kam es zu einer positiven Performance, 1976 und 1994 zu einer negativen. „Eine genaue Renditeprognose ist daher schwierig für das Gesamtjahr 2010“, so Ramberger.

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Grundsätzlich wird das Szenario eines "Double-Dip", d. h. eines Rückfalls der Konjunktur in die Rezession nicht ausgeschlossen, jedoch für sehr unwahrscheinlich gehalten.

3-Phasen-Modell: Von der Bärenmarktrallye zur Normalität

Aus der historischen Analyse der Performance von Aktienmärkten im Umfeld von Rezessionsjahren lässt sich ein 3-Phasen-Modell ableiten: In der ersten Phase kommt es nach dem Erreichen des Lows zu einem deutlichen Aufwärtstrend mit zweistelliger Performance an den Aktienmärkten. Die zweite Phase ist durch ein volatiles Umfeld mit vielen Unsicherheiten gekennzeichnet, was sich oftmals in Seitwärtsbewegungen manifestiert. In der dritten Phase kommt es zu einem weiteren Anstieg an den Aktienmärkten sowie zu einer Rückkehr zur Normalität.

Diese Analyse bestätigt sich auch für das Rezessionsjahr 2009: Das Low an den Aktienmärkten wurde am 6. März 2009 erreicht, bis Ende des Jahres wird der DAX nach Schätzungen eine Performance von knapp 20 Prozent aufweisen. „Aktuell stehen wir an der Schwelle zur zweiten Phase: Die Skepsis am Markt ist hoch, das Momentum ist positiv. Wir sehen daher durchaus Potenzial für positive Überraschungen im Jahr 2010“, so Ramberger. Die hohen Zuwachsraten an den Kapitalmärkten, die im zweiten Halbjahr 2009 erreicht wurden, können allerdings nicht in diesem Ausmaß in das Jahr 2010 fortgeschrieben werden. „Wachstum unter dem Trend gilt als wahrscheinlich, ein Rückfall in eine Rezession wird aber nicht erwartet“, so Ramberger. Im Jahr 2010 werde ein großer Teil des globalen Wirtschaftswachstums wieder von den Emerging Markets ausgehen. Die Inflationsgefahren seien weiterhin sehr gering. Leitzinserhöhungen werden frühestens für das zweite Halbjahr 2010 erwartet, wobei ein Auflösen des quantitative easing voranschreiten werde.

USA mit niedrigerem Trendwachstum

Die mittelfristigen Prognosen des Allianz Economic Research für das reale Wirtschaftswachstum im Zeitraum 2011-2015 zeigen noch keine eindeutigen Trends, sondern vorerst noch ein relativ ausgewogenes Bild in den entwickelten Volkswirtschaften mit prognostizierten Wachstumsraten zwischen 1,7 und 1,9 Prozent für alle Regionen, wobei vor allem die Prognose von 1,8 Prozent für die USA und Japan überrascht. Darin sollte zum Ausdruck kommen, dass das Trendwachstum in den USA in Zukunft sicherlich geringer sein wird und andererseits Japan von der Nähe zu dynamischen Wachstumsregionen in Asien (China, Indien, etc.) profitieren kann.

Chancen für Anleger

„Wir empfehlen, Aktien gegenüber Anleihen überzugewichten“, erklärte Bruckner die Anlagestrategie der Allianz für das kommende Quartal. Auf der Aktienseite rät die Allianz, Emerging Markets überzugewichten und Japan unterzugewichten. Die wirtschaftliche Situation in den Emerging Markets erscheine weiterhin sehr robust und unterstütze somit die Aktienmärkte. In Japan lässt sich die Binnenwirtschaft als äußerst schwach charakterisieren, der Yen erscheint überbewertet. In den USA und Europa ist die Allianz neutral gewichtet: In den USA winkt 2010 das stärkste Wachstum der entwickelten Länder. In Europa sind die Bewertungen relativ zu anderen Regionen günstig. Als Risken lassen sich laut Bruckner neben verfrühten Zinserhöhungen auch die Maßnahmen zur Staatsschuldenbekämpfung sowie Protektionismus charakterisieren.

Staatsanleihen untergewichten

Auf der Anleihenseite empfiehlt die Allianz, Staatsanleihen unterzugewichten sowie Unternehmensanleihen überzugewichten. „Die Zinskurve ist weiterhin sehr steil, die Risikospreads bei Anleihen haben sich weiter eingeengt“, zeigte Bruckner auf. In den USA und in Japan ist die Allianz untergewichtet: In den USA hat die Inflation gedreht, der Dollarausblick bleibt negativ, eine erste Zinserhöhung wird mittelfristig erwartet. In Japan sei das absolute Zinsniveau weiterhin unattraktiv. Für Europa sowie die Emerging Markets lautet das Anlagevotum „übergewichten“: In Europa ist die Inflation weiter negativ und der Wirtschaftsausblick schwächer als in den USA. Anleihen aus den Emerging Markets verzeichneten höhere Renditen trotz besserer Qualität der Staatsbilanzen. Dabei seien Länder mit hoher Bonität zu bevorzugen. Ebenso empfiehlt die Allianz Unternehmensanleihen überzugewichten. „Das Potenzial zur Spreadeinengung bei hohen Bonitäten ist mittlerweile fast ausgeschöpft – der absolute Ertrag liegt jedoch höher“, so Bruckner. Niedrigere Bonitäten weisen jedoch einen höheren laufenden Ertrag sowie weiter Potenzial für Spreadeinengung auf.

Im Segment der Emerging Markets Anleihen wird sowohl in USD- bzw. EUR-Emissionen als auch in Lokalwährungen investiert.

Gold und Rohstoffe als Alternative?

Der Fokus der Darstellung des Modellportfolios auf Quartalsbasis ist die Abbildung der Strategie eines Investors, dessen strategische Asset Allocation jeweils 50 Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen umfasst. Alternative Assets, Gold und Edelmetalle sowie Rohstoffe und Immobilien spielen dabei keine besondere Rolle. Zum Teil sind diese Assetklassen auch im Aktiensegment abgebildet. "Gold ist von Bedeutung in Zeiten der Deflation sowie in Zeiten einer Hyperinflation", erklärt Ramberger. Da es derzeit keines von beiden gibt, sei Gold weniger interessant, zumal der Goldpreis mittlerweile sehr hoch sei. Ein Direktinvestment in Rohstoffe sei auch nicht sehr zielführend und auf den Futures Märkten in Rohstoffkontrakte zu investieren kann Investoren zusätzlich zum Basiswert noch weiteren Markteinflüssen aussetzen.

Marktausblick: weiterhin Chancen mit Vorsicht nutzen

Für den Gesamtausblick auf das nächste Quartal rät die Allianz trotz allem weiterhin zur Vorsicht: „Für das Verhalten des einzelnen Anlegers empfehlen wir, sich auf die neuen Rahmenbedingungen einzustellen und die Ertragserwartungen zurückzuschrauben. Die Märkte werden sich wieder einpendeln, allerdings nicht auf dem Niveau der letzten Jahre“, so Bruckner abschließend.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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