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Klug diversifizieren und flexibel bleiben

Im Jahr 2009 prägten Rettungsmaßnahmen der Regierungen und Notenbanken das Bild. Nahezu alle Assetklassen erzielten Gewinne. Niedrige Zinsen und hohe Staatsschulden werden bei Inflationsgefahr zur Herausforderung. Für Dr. Bert Flossbach zählt kritisches, unabhängiges Denken sowie Diversifikation und Flexibilität. Funds | 12.01.2010 04:45 Uhr

“Too big to fail” oder doch "Too weak to rescue" ist eine der Fragestellungen von Dr. Bert Flossbach, die im Flossbach & von Storch-Jahresbericht für 2009 mit fundierten Argumenten ausführlich thematisiert werden.

Wer hätte vor einem Jahr damit gerechnet, dass das Jahr 2009, zumindest bei einigen Banken, zu einem Bonusrekordjahr werden würde? Die neue Gewinnwelle wäre ohne staatliche Rettungsmaßnahmen nicht möglich gewesen und basiert vor allem auf kostenloser Zentralbankliquidität sowie der zurückgewonnenen Risikofreudigkeit der Banker.

Rückblick auf das Jahr 2009

“Im Jahr 2009 haben praktisch alle Anlageformen eine positive Rendite erzielt. Besonders stark sind Unternehmens- und Wandelanleihen sowie die Aktienmärkte der Schwellenländer und der Goldpreis gestiegen. Allerdings zeigt erst eine Zweijahresbetrachtung, wie viel diese Gewinne wert sind.

Ausblick auf die Kapitalmärkte

Die tatsächliche Wirtschaftsentwicklung in Deutschland ist weitaus weniger dynamisch als die optimistische  Konjukturprognosen indizieren, wie z.B. die Auftragseingänge für Industriegüter in Deutschland zeigen. Der Auftragseingang in diesem stark vom Export abhängenden Sektor bewegt sich auch nach dem jüngsten Anstieg immer noch auf tiefem Niveau. Um auf den Stand von vor der Krise zu kommen, müssten die Aufträge um 34 Prozent zulegen, was noch einige Jahre dauern dürfte. Ganz anders sieht es dagegen in den Schwellenländern aus, die sich als Stütze der Weltwirtschaft erweisen und sich zunehmend zu deren zukünftigem Hoffnungsträger entwickeln”.

“Die abnehmende Bedeutung des Westens für die Weltwirtschaft war bis zum Beginn der Finanzkrise eine eher schleichende Entwicklung, die als logische Konsequenz des Wohlstandsstrebens in den Schwellenländern anzusehen war. Mit der Finanzkrise hat sich dieser Prozess allerdings beschleunigt. Alle Blicke richten sich nach Osten, wenn es um das Schicksal der Weltwirtschaft geht. Der Beinahekollaps des Finanzsystems hat im Westen nicht nur zu einer Konjunkturschwäche ungeahnten Ausmaßes geführt,  sondern auch die Staatsfinanzen zerrüttet. Damit dürfte der wirtschaftlichen Machtverschiebung bald eine politische folgen; der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao kann sich bei den Banken bedanken, so Flossbach”.

“Das Kartell der beiden großen amerikanischen Ratingagenturen, Moody`s und Standard & Poors, gilt als die größte unkontrollierte Macht im Weltfinanzsystem. Bezahlt werden diese Institute von den Schuldnern, deren Bonität sie zu beurteilen haben. Ihre ungerechtfertigt hohen Gütesiegel für toxische Kreditverbriefungen haben wesentlich zur Finanzkrise beigetragen”.

“Die für die Aktienmärkte belastenden Faktoren gewinnen an Bedeutung. Die Weltwirtschaft ist zwar durch den massiven Einsatz starker Medikamente auf dem Weg der Besserung; sie wird aber aufgrund der Fragilität des Finanzsystems und der explodierenden Staatsverschuldung kaum einen ähnlich starken Expansionspfad beschreiten, wie in den Jahren 2003 bis 2007. Die Probleme des Finanzsektors sind noch nicht gelöst, der Konsum in den westlichen Industrieländern bleibt schwach und die Staatsverschuldung führt mittelfristig im besten Fall zu einer starken Drosselung der Staatsausgaben und höheren Abgaben, die wiederum die Konsum- und Investitionsfähigkeit begrenzen. Als Lichtblick bleiben die wachstumsstarken Schwellenländer, die die Karre aus dem Dreck ziehen müssen und natürlich das extrem niedrige Zinsniveau, das kaum veritable Renditealternativen bietet.

Ähnlich wie bei Aktien liegen die Renditen von Wandel- und Unternehmensanleihen deutlich unter ihrem Vorjahresniveau. Der Renditeabstand zu Bundesanleihen ist zwar deutlich geschrumpft, liegt aber immer noch über den Durchschnittswerten früherer Jahre. Im Vordergrund steht eine sorgfältige Bilanz- und Ertragsanalyse statt blindem Vertrauen auf Bonitätsnoten der Ratingagenturen und ein Vergleich der von uns ermittelten Bonität mit der Marktrendite der Anleihen”.

“Der jüngste Rückgang des Goldpreises ist lediglich eine Korrektur in einem langfristig intakten Aufwärtstrend. Das gesamte Anlageumfeld spricht für eine Fortsetzung des Goldpreisanstiegs mit neuen  Höchstnotierungen im Jahr 2010. Explodierende Staatsschulden, ein immer noch fragiles Finanzsystem, das extrem niedrige Zinsniveau, der zunehmende Wohlstand in den goldaffinen Schwellenländern und deren enorme Währungsreserven sprechen für eine weiter steigende Nachfrage”.


Den gesamten Flossbach & von Storch-Jahresbericht für 2009 finden Sie als PDF-Download in unserem Info-Center!

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