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BLOG - Die Reise geht Richtung paneurop. ETF-Segment

Mit einer Kampfansage in Sachen Kosten will die Credit Agricole Structured Asset Management (CASAM) künftig als Player im deutschen ETF-Markt mitmischen. Das setzt die Wettbewerber unter Druck, stärkt durch neue Produkte und höhere Handelsvoumina allerdings insgesamt das ganze Segment. Funds | 22.01.2010 11:45 Uhr

Ab dem im ersten Quartal 2010 wollen die Franzosen ihre 65 ETFs in Deutschland zulassen und an der Frankfurter Börse listen und dabei mit der Gesamtkostenquote ihrer Fonds 20 Prozent unter dem Marktdurchschnitt liegen. Das setzt die Wettbewerber natürlich unter Druck. Investoren sollten sich von den niedrigeren Kosten aber nicht blenden lassen: Diese sind zwar grundsätzlich positiv, allerdings sollten Käufer von ETFs nicht nur auf die ohnehin schon geringen Kosten achten, sondern auch immer die Qualität des Indextrackings beurteilen.

Aber der der Eintritt von etablierten ETF-Anbietern wie CASAM in den deutschen Markt birgt noch einen anderen Aspekt: er wird dazu beitragen, das es im ETF-Handel zu einer weiteren Konzentration kommt und die führenden Marktplätze ihre Position wahrscheinlich weiter ausbauen können. Schon jetzt werden über 80 Prozent des börslichen ETF-Handels über die fünf Platzhirsche Deutsche Börse, Euronext Paris, Borsa Italiana, London Stock Exchange und SIX Swiss Exchanges abgewickelt.
 
Eine stärkere Konzentration der Handelsvolumen könnte dann aufgrund der höheren Liquidität in den einzelnen Produkten das ETF-Segment insgesamt attraktiver machen und so zum Beispiel auch das Volumen der außerbörslich (OTC) getätigten Transaktionen reduzieren. Ein im Verhältnis zum Börsenhandel niedrigeres OTC-Volumen bedeutet bei einem gleichen Gesamthandelsvolumen im Umkehrschluss eine höhere Transparenz im Handel, die ihrerseits dann wieder die Attraktivität des ETF-Segments erhöht.
 
Der Weg zu einem einzigen europäischen ETF-Segment nach amerikanischen Vorbild ist zwar noch weit, aber die steigende Marktkonzentration zeigt, dass sich auch der ETF-Handel in Europa in Richtung eines paneuropäischen Handelsplatzes bewegt. Diese Tendenz wird auch von den Initiativen einiger lokaler Börsen im In- und Ausland, die von dem allgemeinen Trend in Richtung Exchange Traded Funds profitieren wollen, nicht gebremst werden können. Denn diese Betreiber werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht genügend Volumen auf sich vereinen können, um auch für große institutionelle Anleger oder Hedge Fonds attraktiv zu sein. Allerdings könnte sich der ETF-Handel durch diese Bestrebungen in ein Segment für Privatanleger sowie ein institutionelles Marktsegement aufteilen.
 
Fakt ist, dass die Zahl der im vollautomatischen Xetra-Handel der Deutschen Börse gelisteten Fonds wohl auch im  Jahr 2010 wie schon in den vergangenen Jahren wieder um deutlich mehr als 100 ETFs wachsen wird, und dass durch den Eintritt neuer Marktteilnehmer sowie durch neue Produkte der bestehenden Anbieter. Die Deutsche Börse wird es freuen, denn sie sollte mit diesem Schub an neuen Produkten und dem damit verbundenen Handelsvolumen ihre führende Position im europäischen ETF-Handel weiter ausbauen können.

 


 

Für den Inhalt der Kolumne ist allein der Verfasser verantwortlich. Der Inhalt gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder, nicht die von Thomson Reuters.

 


 

Über den Autor Detlef Glow, MBA (UoW):

Detlef Glow begann im Jahr 2005 als Leiter der Fondsanalyse für Deutschland und Österreich bei Thomson Reuters - Lipper. Seit Anfang 2007 ist er dort Leiter der Fondsanalyse für Zentral-, Nord- und Osteuropa. Zuvor war er als Direktor Portfoliomanagement bei der Feri Wealth Management GmbH in Bad Homburg als Portfoliomanger für vermögende Privatkunden tätig. Seine Karriere begann Glow neun Jahre zuvor bei der tecis Holding AG in Hamburg, wo er zuletzt als Leiter der Fondsanalyse sowohl für das quantitative als auch das qualitative Fondsresearch der tecis Asset Management AG verantwortlich war.

 


 

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