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Der Nahe Osten und MENA im Blickpunkt

Die aufstrebenden Volkswirtschaften des Nahen Ostens und Nordafrikas bieten Anlegern nach Ansicht von Experten äußerst interessante Perspektiven. Neben dem langfristigen Wachstumspotenzial würden vor allem die günstigen Bewertungen für die Region sprechen. Funds | 05.03.2010 04:30 Uhr

Die Öl-Abhängigkeit sei weniger stark ausgeprägt als angenommen.

Wachstumstreiber Öl

Öl ist mit Sicherheit der größte Wachstumstreiber in der Region. „Doch es ist nicht der einzige“, erklärt Alex Tarver, Emerging Markets Product Specialist bei HSBC Global Asset Management. Die Wirtschaft der Region sei vielfältiger als viele annehmen. Die meisten Öl- und Energieunternehmen wären überhaupt nicht börsennotiert. „Eine besondere Bedeutung in der Region haben auch Banken, Immobilien und Industrieunternehmen “, so der HSBC-Experte weiter. Vor allem in den Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) werde das Wachstum durch Konsum und Infrastrukturinvestitionen getrieben.

Region mit attraktiven  Bewertungen

Eines der wesentlichen Argumente, für die Region sind die im Vergleich zu den Weltmärkten derzeit extrem attraktiven Bewertungen. „Was die Eigenkapitalrenditen betrifft, sind die arabischen Märkte günstigster als alle anderen Emerging Markets“, so Emad Mostaque, Manager des Pictet (LUX) Middle East and North Africa. Auch das durchschnittliche Gewinnwachstum pro Aktie haben im Vorjahr in Ländern wie Saudi Arabien, Abu Dhabi, Ägypten oder dem Oman über jenem der BRIC-Staaten gelegen – ganz zu schweigen von CEE-Ländern wie Polen, Tschechien und Ungarn.

Hohes BIP-Wachstum erwartet

Fadi Al Said, Manager des Ing (l) Invest Middle East & North Africa, sieht das KGV in der MENA-Region (für Middle East & North Africa, Anm.) heuer im einstelligen Bereich, das durchschnittliche KBV bei 1,6 und die Dividendenrendite bei 4,5 Prozent. Was das Wirtschaftswachstum betrifft, erwartet der ING-Experte Raten in der Bandbreite zwischen einem (Vereinigte Arabische Emirate) und sieben Prozent (Qatar). Das durchschnittliche BIP-Wachstum soll in der Region bei rund vier Prozent liegen, wovon man in der EU bekanntlich nur träumen kann.
 
Schwierigkeiten für ausländische Investoren

Nichtsdestotrotz müssen Anleger auch einige Schwierigkeiten in Kauf nehmen. Einige Länder haben sich schließlich erst vor kurzem für ausländische Investoren geöffnet. Viele Märkte sind für Ausländer nach wie vor nur schwer zugänglich. Auch was die Marktliquidität oder Abwicklung betrifft, steht es nicht überall zum Besten. Darüber hinaus berichten Experten von weit verbreiteten Managementproblemen oder schwer zu durchschaubaren Firmengeflechten. Dementsprechend hoch sei bei der Assetklasse – wie auch bei anderen Frontier - oder Emerging Markets - der Researchaufwand.

Drei wesentliche Risiken für die Assetklasse

Experten sprechen bei der Assetklasse von drei wesentlichen Risiken: Das Marktrisiko sei darauf zurückzuführen, dass die Demokratien in der Region relativ jung und weniger etabliert sind, weshalb sie auch besonders anfällig sind gegenüber geopolitischen Risiken. Das Investmentrisiko könne wiederum bis zu einem gewissen Grad durch strategische Portfoliokonstruktion – etwa durch das Definieren von Limits was Länder und einzelne Unternehmen betrifft – gemindert werden. Das operationelle Risiko könne durch die Zusammenarbeit mit Experten umgangen werden, die gute Beziehungen zu Brokern und anderen Dienstleistern vor Ort haben.
 
MENA-Region bald auf dem Niveau der Emerging Markets?

„Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Korrelation zu anderen Regionen und Märkten vergleichsweise niedrig ist – über manche Zeitfenster sogar negativ“, so Al Said. Auf der anderen Seite würde die Region starke interne Wachstumstreiber aufweisen und dementsprechend auch über das Potenzial verfügen bald zu den Emerging Markets zu stossen. Wer rechtzeitig auf die Assetklasse setzt, könne unter Umständen mit ähnlichen Renditen rechnen wie die Anleger, die in der Vergangenheit frühzeitig in die jetzigen Emerging Markets investiert haben.

Überzeugende demographische Faktoren

Die in der ganzen MENA-Region überzeugenden demographischen Faktoren sind nach Angaben von Experten vor allem in den bevölkerungsreichen nordafrikanischen Staaten Ägypten und Marokko vielversprechend. Die Hälfte der Bevölkerung sei hier jünger als 25 und dementsprechend auch konsumwillig, was sich bekanntlich in der Regel auch positiv auf das Börsenumfeld auswirkt. Für Jens Schleuniger, Manager des DWS Invest Africa, hat Ägypten mit Sicherheit von der Dubai-Krise profitiert. „Die Investoren haben sich nach Alternativen umgeschaut“, so der Experte.
 
Gut aufgestellte Bankwerte

Schleuniger ist mit seinem Fonds derzeit in rund zehn ägyptische Werte investiert. An der größten Börse Nordafrikas schätzt der DWS-Experte die gute Liquidität sowie die erfolgreiche  Abwicklung. Interessant wären hier besonders die im internationalen Vergleich gut aufgestellten Bankwerte. „Sie haben ein geringes Leverage. Das Risikomanagement hat anscheinend funktioniert“, so Schleuniger.

Das Nachbarland Marokko verfügt laut dem DWS-Experten wiederum über eine Reihe von gut gemanagten Unternehmen. Nichtsdestotrotz ist der DWS Invest Africa derzeit in dem Maghreb-Staat untergewichtet. „Das liegt zum einen daran, dass die Liquidität hier geringer ist als etwa in Ägypten und zum anderen, dass die Bewertungen nicht so attraktiv sind“, erklärt Schleuniger. Unterm Strich gebe es nicht viele investierbare marokkanische Werte.

Neue Märkte im Fokus

Experten wie Mostaque haben in der MENA-Region bereits eine Reihe von neuen Märkten auf der Rechnung. Dazu zählt der Pictet-Fondsmanager auf kurze Sicht etwa Syrien und den Libanon. „Bei Ländern wie dem Irak oder Iran, die beide funktionierende und organisierte Börsen haben, wird es wiederum etwas länger dauern“, so Mostaque. Er rechnet damit, dass sich in den kommenden Jahren mehr und mehr Investoren für die Region interessieren werden – vorausgesetzt es kommt zu einer Outperformance.

Wird die Abhängigkeit vom Ölpreis überschätzt?

Laut Mostaque wird die Abhängigkeit vom Ölpreis mitunter auch überschätzt. So könnten Länder wie Saudi Arabien und Qatar dank ihrer gewaltigen Liquiditätsreserven selbst dann Geld in die Wirtschaft pumpen, wenn der Ölpreis auf unter 50 USD pro Barrel einbricht.

Die Performancedaten der Fonds

Der Ing (l) Invest Middle East & North Africa hat seit seiner Auflage im März 2009 eine Performance von +43,91 Prozent zu Buche stehen. Ende Juli des Vorjahres ist der Pictet (Lux) – Middle East and North Africa an den Start gegangen. Er hat bis dato ein Performanceplus von +4,201 Prozent vorzuweisen. Der HSBC GIF Middle East and North Africa Equity hat Anlegern auf Einjahressicht eine Performance von rund neun Prozent gebracht.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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