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BLOG - Nicht jeder Index taugt als Basiswert für ETFs

Viele Marktteilnehmer glauben, dass wir die Vielfalt der börsengehandelten Indexfonds (ETFs) nur der Kreativität der Produktentwickler bei den Emittenten zu verdanken haben. Dies entspricht jedoch nicht ganz der Wahrheit. Funds | 16.03.2010 09:05 Uhr

Derzeit sind weltweit über 100 Anbieter in der Indexkonstruktion aktiv, wobei Barclays Capital Indices, MSCI Barra und S&P den Markt beherrschen. Viele dieser Indexanbieter haben gezeigt, dass sich mit dem Verkauf von Indexlizenzen für börsengehandelte Produkte viel Geld verdienen lässt. Daher ist anzunehmen, dass sich die Anzahl der Indexanbieter und der verfügbaren Indizes schon allein auf Grund des Wachstums des ETF-Segmentes weiter erhöhen wird. Zudem dürfte die weitere Erschließung von neuen Anlageklassen und der Ausbau der bestehenden dazu führen, dass die Anzahl der verfügbaren Indizes deutlich ansteigt.

In Europa können ETF-Anbieter Swap-Terminkontrakte einsetzen, um die Wertentwicklung von Indizes nachzubilden. Diese Möglichkeit wird dafür sorgen, dass die Nachfrage nach neuen Indizes hoch bleibt. Investoren sollten allerdings darauf achten, zu welchem Zweck der jeweils als Basis für das börsengehandelte Produkt dienende Index erstellt wurde. Während derzeit die meisten Indizes für Investmentzwecke entwickelt werden, wurden früher viele Indizes als Marktbarometer konstruiert. Das bedeutet jedoch, dass diese - auch wenn sie in investierbare Hüllen gepackt werden - nicht unbedingt für Investments geeignet sind. Das gilt zum Beispiel für Indizes mit hohen Konzentrationen in bestimmten Einzelwerten, Sektoren oder Ländern.

Die Indexentwickler wollen mit Basiswerten für börsengehandelte Produkte neue Geschäftsfelder erschließen, um ihre Einkommensströme zu diversifizieren. Während Indexanbieter ihre Einkommen früher aus dem Verkauf von Indexdaten und von Lizenzen für Derivate erzielten, erhalten sie bei börsengehandelten Produkten Teile der Managementvergütungen als Lizenzgebühren. Diese Einnahmen hängen zwar direkt von den Erfolgen der Produktanbieter und der Entwicklungen der unterliegenden Märkte ab. Sie sind für die Anbieter aber dennoch sehr attraktiv, wie ein Blick in den Geschäftsbericht von FTSE für 2009 zeigt: Demnach haben sich die Einkünfte des britischen Unternehmens aus dem ETF-Geschäft in den vergangenen fünf Jahren versechsfacht.

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Die Kosten für die einzelnen Indizes sind unter anderem vom Marktsegment und der Komplexität sowie der Berechnungsfrequenz abhängig. Hinzu kommt die Frage der Exklusivität. Denn je weniger Lizenzen ein Anbieter für einen Index vergibt, desto teurer sind die Gebühren für die einzelnen Lizenznehmer. Die Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten dieser verschiedenen Faktoren macht die Preisgestaltung für Indexlizenzen sehr intransparent.

Insgesamt betrachtet, dürfte das Wachstum des ETF-Segmentes weitere Indexanbieter hervorbringen. Diese werden versuchen, bei den Emittenten mit neuen Indexkonzepten für börsengehandelte Produkte zu punkten. Somit wird wahrscheinlich nicht nur die Anzahl der investierbaren Indizes weiter steigen. Auch die Kreativität in Bezug auf neue Anlagesegmente wird zunehmen. Diese Entwicklung muss aber nicht bedeuten, dass die Anzahl der Indexanbieter unterm Strich steigt. Denn auf der anderen Seite gibt es Tendenzen hin zu einer Konsolidierung, wie die Übernahme von iBoxx durch Markit oder der Ausstieg von Dow Jones bei STOXX zeigt.

 


Für den Inhalt der Kolumne ist allein der Verfasser verantwortlich. Der Inhalt gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder, nicht die von Thomson Reuters.

 


Über den Autor Detlef Glow, MBA (UoW):
 
Detlef Glow begann im Jahr 2005 als Leiter der Fondsanalyse für Deutschland und Österreich bei Thomson Reuters - Lipper. Seit Anfang 2007 ist er dort Leiter der Fondsanalyse für Zentral-, Nord- und Osteuropa. Zuvor war er als Direktor Portfoliomanagement bei der Feri Wealth Management GmbH in Bad Homburg als Portfoliomanger für vermögende Privatkunden tätig. Seine Karriere begann Glow neun Jahre zuvor bei der tecis Holding AG in Hamburg, wo er zuletzt als Leiter der Fondsanalyse sowohl für das quantitative als auch das qualitative Fondsresearch der tecis Asset Management AG verantwortlich war.

 


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