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Werden die Lehren aus der Krise vergessen?

Der in London veröffentlichte jährliche "Responsible Investment Report 2009" des britischen Asset Managers F&C Investments zeigt noch beachtliche Defizite im Bereich Corporate Governance in Unternehmen auf. F&C nimmt die Aktionärsrolle sehr aktiv wahr. Bilanz 2009: 58.000 Abstimmungen in 5.225 Hauptversammlungen in 66 Ländern. Funds | 15.04.2010 04:30 Uhr
Hohe Managergehälter ohne Bezug zur Leistung Die Jahre 2008 und 2009 waren für viele Branchen und Sektoren sehr hart. Eine Reihe von Unternehmen litten stark unter der Krise und schmerzhafte Anpassungsprozesse waren notwendig. Die Verfechter einer unregulierten, freien Marktwirtschaft sehen das Scheitern von Unternehmen auch als "kreativen Zerstörungsprozess" (nach Schumpeter), der Raum für Neues schafft. Die Proponenten einer stärker regulierten Wirtschaft unter Einbeziehung des Staates, der Gewerkschaften und anderer Kräfte sehen in der Krise die Notwendigkeit, Unternehmen zu stützen und größere Pleiten zu verhindern. Welche Wirtschaftspolitik auch verfolgt wird, sie muß auf der Basis von fairen und einfachen Regeln aufgebaut sein. Dazu gehören auch die Regelung der Aufgabenverteilung und der Entlohnung des Managements von börsennotierten Unternehmen - vor allem dann, wenn diese auch einen größeren Anteil von Minderheitsaktionären haben. "Während sich die Unternehmen von der Rezession wieder erholen konnten, wurde die Geduld der Aktionäre auf eine sehr harte Probe gestellt, wenn gleichzeitig den Managern der Unternehmen hohe Gehälter und Boni ohne direkten Bezug zur langfristigen Leistung gewährt werden", wird im aktuellen Bericht von F&C festgestellt. Damit würden die elementaren Rechte der Minderheitsaktionäre angegriffen, die in vielen Fällen zu hohe "agency cost" zu tragen haben."

58.000 Abstimmungen im Jahr 2009

F&C zählt zu jenen wenigen Asset Management Unternehmen, die als Aktionäre eine aktive Rolle einnehmen und im letzten Jahr bei  insgesamt 5.225 Hauptversammlungen in 66 Ländern knapp 58.000 Mal im Interesse ihrer Investoren die Stimme abgegeben hatten. Dies bedeutete fast eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr, vor allem aufgrund der wachsenden Zahl von Kunden, die F&C im Rahmen ihrer "Responsible Engagement Overlay" Dienstleistung vertritt. Dies inkludiert auch institutionelle Investoren, für die F&C nicht als Asset Manager aktiv ist.

Neben dem Themenbereich der Managergehälter und der Kontrolle der Manager zählten auch die Expansion der Öl- und Gasindustrie in Länder, in denen schwierige politische Verhältnisse und bedeutende Umweltprobleme herrschen. Weiters wurde auch jeweils die Rolle der Unternehmen in den Bereichen Gesundheit, Arbeitsstandards und -bedingungen und Nachhaltigkeit - vor allem auch im Immobilienbereich - untersucht.

78 Prozent Zustimmung für das Management

Im letzten Jahr stimmten die Vertreter von F&C in 78 Prozent der Fälle den Vorschlägen des Managements zu - ein Rückgang von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Grund dafür waren vor allem die Zurückweisung bzw. Ablehnung von 25 Prozent der Entlohnungsanträge und -vorschläge (2008: 15 Prozent). Auch im Bereich der Restrukturierung der Kapitalbasis der Unternehmen gab es nach Angaben von F&C kontroversielle Abstimmungen.

In UK wurden nach vielen Jahren sehr konstruktiver Kooperation der Aktionäre mit den Unternehmen im vergangenen Jahr auch verstärkt Kontroversen und wieder mehr Konfrontation beobachtet. Die Dienstleistungsplalette in den Emerging Markets wurde ausgeweitet und die Zahl der Unternehmensbesuche am Sitz des Unternehmens wurde deutlich erhöht.

Ein weiteres wichtiges Ziel im letzten Jahr war für F&C die Kooperation mit anderen, gleichgesinnten Investoren. Im letzten Jahr dominierten die Reformen der Aufsichtsregeln und die aktive Rolle im Bereich Klimawandel und auch am Klimagipfel in Kopenhagen.

Ausblick für 2010

Eine große Überraschung im letzten Jahr war die rasche Erholung. Der aktuelle Report von F&C warnt jedoch davor, dass ein nachhaltiges Wachstum noch nicht gesichert sei. Die Reformen der Aufsichtsregeln sind in vielen Ländern immer noch nicht abgeschlossen. Das Jahr 2010 sollte hier mehr Klarheit bringen und auch in den Schwellenländern kann davon ausgegangen werden, dass sich ESG-Prinzipien (Environmental, Social and Governance) durchsetzen werden.

Karina Litvack, Head of Governance & Sustainable Investments bei F&C: "2009 war ein extrem aktives Jahr für aktive Aktionäre, da die Finanzkrise die Risiken schwacher Corporate Governance aufgezeigt hat und man sehen konnte, wie einfache Leute, die nicht direkt am Finanzmarkt tätig sind, auch davon getroffen wurden. Wenn nun die Zeichen der Erholung sichtbar werden, besteht die Gefahr, dass die Lehren aus der Krise wieder vergessen werden und Politik und Investoren wieder zur Tagesordnung zurückkehren. Um zu verhindern, dass der systemische Zusammenbruch sich wiederholt, ist es notwendig, dass Reformen umgesetzt werden, die eine bessere Corporate Governance und eine bessere Aufsicht durch Investoren ermöglichen."

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