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Was steht Europa noch bevor?

Neil Dwane, CIO Europe bei RCM, analysierte im Gespräch mit e-fundresearch mögliche Ausfallszenarien in Europa, das brisante Thema Exit-Strategien und wieso er für Aktien optimistisch gestimmt ist. Funds | 23.07.2010 04:30 Uhr
Großes Thema Wachstum

Zu den größten Herausforderungen der nächsten 20 bis 30 Jahre zählt Dwane Urbanisierung und demographische Entwicklung. „Ein bestimmendes Thema wird auch das Wachstum in den BRIC-Staaten sein. Kleinere Schwellenländer werden zunehmend in die Fußstapfen der großen treten“, so der Experte. Erschwerend komme in diesem Zusammenhang dazu, dass der Aufholprozess der Emerging Markets sehr rohstoffintensiv sei. Gleichzeitig sei das Rohstoffangebot knapp. Viele Minenunternehmen hätten krisenbedingt Projekte aufgeschoben.

Kann sich die industrielle Produktion stabilisieren?

Weitaus interessanter sind laut Dwane die Fragen, die die unmittelbare Zukunft betreffen – etwa ob sich die industrielle Produktion weiter stabilisieren kann. Trotz des starken Wachstums der letzten Wochen in Deutschland und China, liege es noch immer rund zehn Prozent unter dem Vorkrisenniveau. „Faktoren wie die hohe Arbeitslosigkeit drücken auf den Konsum in den entwickelten Ländern“, meint Dwane. Weitaus positiver sei die Ausgangslage in den Emerging Markets.

Befinden wir uns in einer Exit-Phase?

Ein besonders brisantes Thema wären die Exit-Strategien nach den milliardenschweren Konjunkturpaketen. „Die Frage ist, ob wir uns bereits in einer Exit-Phase befinden oder diese unmittelbar bevorsteht“, so Dwane. Auffallend sei, dass sich in den letzten Monaten in politischer Hinsicht viel geändert habe. So habe sich Deutschland einen strengen Sparkurs auferlegt. In den USA würde man dagegen eine pro-keynesianische Politik verfolgen. In China gebe es wiederum Bestrebungen das zu schnelle Wachstum einzudämmen.

Inflation ist kein Thema

Inflation ist nach Angaben des RCM-Experten derzeit noch kein Thema – allerdings ist sie zuletzt stärker gestiegen als vorausgesagt. Deflation sei ein weitaus größeres Risiko. Zur Absicherung empfiehlt er auf der Anleihenseite auf Qualitätswerte wie etwa deutsche Anleihen zu setzen. Insgesamt wären Investoren bei Aktien stark unter- und bei Anleihen stark übergewichtet. Langsam ändere sich die Risikoeinschätzung unter Investoren. „Sehen wir derzeit das Ende des seit 30 Jahren anhaltenden Bullenmarkts für Anleihen?“, stellt Dwane in den Raum.

Ausfall von Staatsanleihen ist unwahrscheinlich

 Zuletzt haben sich Anleger bekanntlich zunehmend Sorgen um das mit Staatsanleihen verbundene Risiko gemacht – laut Dwane zu Unrecht: „Ein Ausfall ist sehr unwahrscheinlich.“ Nichtsdestotrotz würden alle großen Volkswirtschaften vor großen Herausforderungen stehen. Auch Griechenland könne seine Probleme in den Griff bekommen, allerdings würde das nicht von heute auf morgen gelingen, sondern bis zu fünf Jahre dauern. Durchschnittlich ein bis zwei Jahre würden die fiskalpolitischen Anpassungen in anderen europäischen Ländern in Anspruch nehmen.

Aktien werden interessanter

Dwane glaubt, dass sich die Aktienerträge im nächsten konjunkturellen Zyklus als robuster erweisen könnten, da die Bewertungen weniger ausgereizt sind als bei anderen Assetklassen. „Aktien werden eindeutig interessanter“, so der Experte. Für Aktienmarktrallyes könnten auch in Zukunft Bestrebungen der Regierungen sein die Wirtschaft zu stimulieren. „Das sind die Momente wo man Geld machen kann“, so Dwane weiter. Um auf das Umfeld reagieren zu können sei aktives Management gefragt.

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