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Schutz vor Staatsschuldenkrise

Vor dem Hintergrund der angespannten Budgetsituation und hoher Staatsschulden in westlichen Industrieländern sind Anleger auf der Suche nach Alternativen. Kathrein & Co. sowie Flossbach & von Storch präsentierten Bausteine für Portfolios, die gegen eine Staatschuldenkrise gewappnet sein sollten. Funds | 30.07.2010 04:30 Uhr

Historische Analysen haben gezeigt, dass nach einer Kredit- und Bankenkrise zumeist auch eine Staatsschuldenkrise folgte. Kenneth S. Rogoff und Carmen M. Reinhart hatten u. a. in ihrem kürzlich veröffentlichten Buch mit den Titel "This Time is Different" eine umfangreiche Analyse solcher Krisen in den letzten achthundert Jahren erstellt.

Die hohe Staatsverschuldung in einigen europäischen Ländern und in den USA treibt Anlegern die Sorgenfalten auf die Stirn und führt zu großer Unsicherheit. "Laut wissenschaftlichen Untersuchungen ist eine Schuldenkrise dann erreicht, wenn die Nettoverschuldung auf mehr als 90 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigt, was heute schon in einigen europäischen Ländern der Fall ist," erklärte Harald Holzer, Vorstand und Chief Investment Officer der Privatbank Kathrein & Co. 

„Viele Anleger fragen sich, wie groß die Wahrscheinlichkeit einer spürbaren Geldentwertung ist und ab welchem Zeitpunkt ein empfindlicher Wertverlust ihres Vermögens eintreten könnte,“ erläutert Christoph Kraus, Vorsitzender des Kathrein-Vorstandes.

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Kathrein & Co. hat – angeregt durch zahlreiche Kundengespräche – nach eigenen Angaben - als erstes österreichisches Geldinstitut eine innovative und kompakte Produktlösung entwickelt, mit der man sich vor den potentiellen Folgen eines derartigen Szenarios schützen kann. 
 
Wie risikolos ist der Zins?

„Wir erleben derzeit eine besonders große Unsicherheit, da wir mit Entwicklungen konfrontiert sind, die grundlegende Überzeugungen der Vergangenheit in Frage stellen, wie etwa, dass Staatspapiere im Allgemeinen die risikolosen Anlagen per excellence darstellen. Obwohl wir in unserem Basisszenario immer noch davon ausgehen, dass die Euro-Zone nicht auseinander brechen wird und die hoch verschuldeten Staaten ihre Schuldenlast durch radikale Maßnahmen reduzieren werden, ist unserer Meinung nach die Wahrscheinlichkeit einer ernsteren Schuldenkrise in Europa angestiegen und Überlegungen angebracht, wie Vermögen geschützt werden können,“ so Kraus.

Banken müssen Staatsanleihen halten

Schon jetzt weise das Vorgehen der Europäischen Union einige typische Merkmale einer ernsten Schuldenkrise auf. „Im Rahmen des Griechenland-Rettungspaketes wurden die großen Banken in Österreich, Deutschland und Frankreich verpflichtet, griechische Anleihen zu halten und zweitens hat die Europäische Zentralbank selbst Euro-Staatsanleihen gekauft, obwohl es nicht eindeutig in den eigenen Statuten geregelt ist,“ sagte Holzer. Weitere eventuelle politische Schritte wären etwa eine Einschränkung des Kapitalverkehrs oder tatsächliche Zahlungsausfälle.

Wege aus der Schuldenfalle

Ein möglicher Weg aus der Schuldenfalle liegt nahe: Eine Eindämmung der Schuldenlast kann durch höheres Wirtschaftswachstum erzielt werden, wodurch wieder mehr Steuereinnahmen sprudeln würden. Die Altersstruktur der Bevölkerungen Westeuropas und Japans bietet dafür allerdings nicht die besten Voraussetzungen und der politische Widerstand gegen radikale wachstumsfördernde Strukturreformen – die etwa 1983 Neuseeland beispielhaft implementiert hat – ist groß.

Auch Rettungspakete oder Steuererhöhungen bei gleichzeitigen Sparmaßnahmen führen oft zum Ziel. Wie sehr jedoch Staaten ihre Schulden in Griff bekommen, hängt vor allem auch vom Ausmaß der Sozialleistungen ab: „Wenn in einer Demokratie die Mehrheit der Wähler Empfänger von Staatsleistungen und weniger als die Hälfte direkte Steuerzahler sind, ist eine Umkehr politisch schwierig, da sich die Mehrheit gegen die Minderheit durchsetzt,“ erklärte Harald Holzer.

„Arche Noah" für besorgte Anleger

Kathrein & Co. hat für Kunden, die ihr Vermögen vor einem „worst case“ einer durch die hohen Staatsschulden ausgelösten, empfindlichen Geldentwertung schützen wollen, eine innovative Produktlösung entwickelt: „Arche Noah“ heißt der Produktkorb, in den Anleger angepasst einen Teil Ihres Portefeuille investieren sollten.

Die „Arche Noah“ enthält Staatsanleihen von Ländern ohne hohe Verschuldung – etwa der „core“-Euro-Länder, Norwegen, Schweden, der Schweiz, Australien, Neuseeland oder auch Bonds der Entwicklungsländer. Reale Werte wie Rohstoffe, Gold und andere Edelmetalle, Diamanten und Edelsteine, Immobilien, Unternehmensanleihen, „Blue Chip“-Aktien und Aktien von Unternehmen in Entwicklungsländern sowie „Blue Chips“ mit starkem Emerging-Markets-Bezug sind weitere Bestandteile des Produkts. „Mit der Arche Noah bieten wir unseren Kunden und jenen, die es gerne werden wollen, eine umsichtige Vermögensverwaltung mit einem ultimativen Sicherheitsnetz,“ betonte Christoph Kraus, Vorstandsvorsitzender von Kathrein & Co.

Flossbach & von Storch: Unternehmen besser aufgestellt als Staaten

Philipp Vorndran, Investmentstratege beim deutschen Vermögensverwalter Flossbach & von Storch: "Nach einem kräftigen Kursrutsch – ausgelöst durch zunehmende Wachstumsängste in den USA und China – konnte sich der Markt wieder berappeln, nachdem sich abzeichnete, dass die wirtschaftliche Dynamik in den Schwellenländern doch nicht so stark einbrechen dürfte und speziell die Veröffentlichungen der Unternehmensergebnisse für bessere Stimmung sorgten. Diese Zahlen bestätigten auch eindrücklich, dass die meisten Unternehmen ihren ´Laden´ deutlich besser im Griff haben, als viele Politiker ihre Staatshaushalte."

Hinsichtlich der Einschätzung der Währungen erklärt Vorndran: "Wir bleiben hier bei unserer Kernaussage, dass sowohl der Euro wie auch der US-Dollar alles andere als langfristig überzeugende Investments darstellen."

Langfristig ist Inflation und nicht Deflation das Problem

Obwohl zuletzt eine zunehmende Zahl von Fondsmanagern, Analysten und Ökonomen auf das Risiko einer Deflation hingewiesen hatten, sieht Vorndran langfristig eher ein Inflations- und weniger ein Deflationsrisiko. Durch die starke Nachfrage nach Sachwerten könnte bei einem niedrigen Zinsniveau die Kreditnachfrage stark steigen und letztendlich sogar in Deutschland eine Blase bei Wohnimmobilien erzeugen.

Die Investmentexperten bei Flossbach & von Storch haben drei Szenarien für einen Weg aus der Schuldenkrise entwickelt:

1. Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Schuldenabbau
2. Staatsinsolvenz
3. Inflation

"Nach Abwägung aller Alternativen und Analyse der politischen Denk- und Handlungsmuster erscheint uns die Inflation als wahrscheinlichster Weg, die Schuldenquoten der Staaten zu reduzieren", erklärt Vorndran. Selbst die Hardliner unter den Geldhütern müssten sich indirekt mit diesem Szenario anfreunden, da niemand in Europa Interesse daran hätte, den Kontinent in eine deflationäre Falle stürzen zu lassen. 

"Hier wird die Rolle der EZB als Kreditgeber und Retter der letzten Instanz betont. Lösung eins wird angestrebt, um Lösung zwei zu vermeiden, wobei Lösung drei in Kauf genommen werden muss", erläutert Vorndran die wahrscheinlichsten Szenarien.

Länderanalyse mit mehr Faktoren

Flossbach & von Storch hatte im Zuge der Analyse von 26 wichtigen Volkswirtschaften ein eigenes Länder-Rating entwickelt, das einerseits die wichtigsten makroökonomischen Fundamentaldaten berücksichtigt und andererseits auch die folgenden Faktoren zusätzlich noch einbezieht: Wettbewerbsfähigkeit, Lage am Arbeitsmarkt, Verschuldung privater Haushalte und demographische Entwicklung.

Rückzahlungsfähigkeit und -willigkeit

Im Hinblick auf die Rückzahlungsfähigkeit der Volkswirtschaften schneiden die Emerging Markets, China und Russland am besten ab. Australien und Norwegen rangieren als die stärksten Industrieländer ebenfalls ganz vorne. Deutschland liegt noch vor den USA auf einem Mittelfeldplatz, während die Staaten der südlichen Euro-Peripherie weit abgeschlagen am Ende der Rangliste anzutreffen sind. Nicht vernachlässigen sollte jedoch auch die Rückzahlungswilligkeit der Regierungen werden. Zur Kategorisierung wurden u. a. Korruptionsindizes von Transparency International herangezogen.

Unter Berücksichtigung der politischen Stabilität haben sich Australien, Finnland, Norwegen, die Schweiz und Singapur als die solidesten volkswirtschaften herauskristallisiert.

Portfolio: breite Diversifikation in Krisenzeiten

Eine stärkere Diversifikation in Anleihen der oben genanten Staaten erscheint nach Ansicht der Strategen bein Flossbach & von Storch sinnvoll.

Im aktuellen Modellportfolio entfällt jedoch nur ein Anteil von 10 Prozent auf Staatsanleihen, während 20 Prozent in Wandelanleihen, 10 Prozent in Hedge Fonds, 13 Prozent in Gold, 33 Prozent in defensive Qualitätsaktien, 2 Prozent in zyklische Aktien und Nebenwerte und 12 Prozent in Cash investiert sind. 50 Prozent des Währungsrisikos werden abgesichert. Die Duration der Staatsanleihen und der Unternehmensanleihen liegt beim 3 Jahren.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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