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Fund Update: FvS - Wandelanleihen Global F

Das folgende Fund Update bietet einen Rückblick auf die Performance des Fonds über die letzten fünf Kalenderjahre sowie über die aktuelle Year-to-Date Entwicklung. Der Fondsmanager Thorsten Vetter zeigt die wichtigsten Punkte des Investmentprozesses auf und präsentiert einen Ausblick. Funds | 02.09.2010 04:30 Uhr

Performance Rückblick 2005

Thorsten Vetter: “Der FvS Portfolio Wandelanleihen konnte an dem allgemein freundlichen Börsenumfeld mit einem Wertzuwachs von 10,5 % partizipieren. Im Vergleich hierzu notierte der UBS Global Convertible Index (hedged) im gleichen Zeitraum um 7,1 % höher.

Der Wandelanleihenmarkt wurde im Zeitraum vom 1.10.2004 bis 30.9.2005 von mehreren Faktoren zum Teil deutlich beeinflußt:
Die Aktienvolatilitäten sanken von anfangs rund 17 auf bis zu 10,8 (VDAX) im Jahresverlauf ab. Dieses Volatilitätsniveau stellte ein langjähriges Tief dar und führte zu einem vergleichsweise niedrigen Bewertungsniveau für Wandelanleihen. Zu dieser Situation kam im Zeitraum April/Mai 2005 noch ein deutlicher Verkaufsdruck von Seiten der Hedgefonds, die große Positionen liquidieren mußten und somit für einen Angebotsdruck am Markt für Wandelanleihen sorgten. Diese Situation wurde im FvS Portfolio Wandelanleihen dazu genutzt, gezielt Positionen aufzubauen, um an der erwarteten Normalisierung der Bewertungsniveaus partizipieren zu können. Gegen Ende des Berichtszeitraumes stieg die Aktienvolatilität bereits wieder auf 15,4 (VDAX). Das Zinsniveau sank nochmals deutlich von 3,99 % auf 3,15 % ab (10-jährige Bundesanleihen). Die damit verbundenen Kursverluste für Anleihen schlugen sich im FvS Portfolio Wandelanleihen jedoch aufgrund der durchschnittlich relativ kurzen Restlaufzeit der Wandelanleihen von 3 Jahren bzw. einer Duration von 2,6 (per 30.9.05) nur geringfügig nieder.

Die Spreads blieben im Jahresvergleich nahezu unverändert, so daß dieser Einflußfaktor keine bedeutende Rolle für die Fondspreisentwicklung spielte.
Die Fondsstruktur änderte sich im Jahresverlauf spürbar. Sukzessive wurde der Anteil der außereuropäischen Wandelanleihen erhöht: Von Anfangs unter 10 % stieg deren Anteil auf fast 30 % des in Wandelanleihen investierten Kapitals zum Ende des Geschäftsjahres an. Zudem wurde der nicht in Wandelanleihen investierte Anteil von rund 16 % auf 29 % erhöht. Die Kasse stieg von ca. 2 % auf rund 5 % an. Die durchschnittlichen Kennzahlen der im Fonds enthaltenen Wandelanleihen änderten sich wie folgt: Die Prämie sank von 47 % auf 31 % ab. Das Delta stieg von 34 % auf 41 % an. Die Rendite sank von 1,4 % auf 0,1 % ab.”

Performance Rückblick 2006

Thorsten Vetter: „Der Fonds FvS Portfolio Wandelanleihen konnte an dem allgemein freundlichen Börsenumfeld mit einem Wertzuwachs von 4,4 % partizipieren. Im Vergleich hierzu notierte der UBS Global Convertible Index (hedged) im gleichen Zeitraum um 8,5 % höher.
Die Underperformance wurde überwiegend im ersten Semester des Berichtszeitraumes generiert. Zum einen resultierte diese aus der defensiveren Struktur des FvS Portfolio Wandelanleihen, welche sich in der vergleichsweise niedrigen Volatilität von 3,7 % niederschlug, zum anderen aus einer Untergewichtung der in den ersten 6 Monaten des Berichtszeitraumes deutlich angestiegenen zyklischen Sektoren wie Banken, Versicherungen, Rohstoffe und Investitionsgüter. Gleichzeitig verzeichneten die hoch gewichteten Sektoren Telekommunikation und Energie im Vergleich zu den Indizes eine Underperformance. Im zweiten Halbjahr entwickelten sich Aktienmärkte unterschiedlich: Während der MSCI Weltindex in Euro eine negative Entwicklung verzeichnete, stieg der EURO STOXX 50 Index um 1,2 % an. In diesem Umfeld konnte sich der Fonds mit einem Kursgewinn von 0,7 % gut behaupten.

Der Zinsanstieg von 3,15 % auf 3,71 % (zehnjährige Bundesanleihen) führte im ersten Halbjahr zu deutlichen Kursverlusten bei Anleihen (RexP-Index -1,9 %), im zweiten Halbjahr konnte dieser Kursverlust jedoch vollständig aufgeholt werden und der RexP-Index schloß mit einem leichten Anstieg von 0,3 % im Jahresvergleich. Die vergleichsweise geringe Restlaufzeit der im Fonds enthaltenen Wandelanleihen reduzierte den Einfluß der Rentenmarktschwankungen auf die Fondspreisentwicklung.

Die Spreads stiegen im Berichtszeitraum zwar leicht an, hatten aber insgesamt keinen nennenswerten Einfluß auf die Fondsperformance.

Die Fondstruktur änderte sich im Berichtszeitraum wie folgt:
Der Anteil der US-Underlyings wurde spürbar von 4 % auf 10 % erhöht. Der Anteil Japans stieg von 4 % auf 6 %, Asien ex Japan sank dagegen von 16 % auf 10 % ab. Der Anteil der europäischen Underlyings stieg von 70 auf 73 %. Der nicht in Wandelanleihen investierte Anteil (Anleihen & Optionen) sank von 22 % auf 5 %. Die Kasse reduzierte sich von 4 % auf 3 %. Die durchschnittlichen Kennzahlen der investierten Wandelanleihen änderten sich wie folgt: Die Prämie sank von 31 % auf 27 % ab. Das Delta stieg von 41 % auf 52 % an. Die Rendite sank von 0,1 % auf 0,0 % ab. Die durchschnittliche Restlaufzeit stieg von 3,0 auf 3,3 Jahre an. Das Risk-to-Bondfloor stieg von 7,5 % auf 11,9 % an.“

Performance Rückblick 2007

Thorsten Vetter: „Der Fonds FvS Portfolio Wandelanleihen konnte an dem allgemein freundlichen Börsenumfeld mit einem Wertzuwachs von 8,05 % partizipieren. Im Vergleich hierzu stiegen der Weltaktienindex MSCI (in Euro) nur um 5,95 % und der Rentenindex RexP um 0,9 % an. Mit 6,25 % wurde der überwiegende Teil der Performance im 1. Semester erzielt. Aufgrund der hohen Gewichtung europäischer Werte im Fonds orientierte sich die Performance im 2. Semester stärker an der Entwicklung europäischer Aktien, die mit 3,1 % (Europa Stoxx) im Vergleich zu 8,4 % bei US-Aktien (S&P Index) einen geringeren Kursanstieg verzeichneten.

Im Berichtszeitraum wirkte sich der Zinsanstieg von 3,71 % auf 4,33 % (10-jährige Bundesanleihen) belastend auf die Performance der Wandelanleihen aus. Die Renditeaufschläge (Spreads) für Unternehmensanleihen stiegen durch die Finanzmarktturbulenzen im 2. Semester auch bei Anleihen mit guter Bonität spürbar an. Daraus resultierte ein entsprechend negativer Performancebeitrag. Im Gegenzug führten die Finanzmarkturbulenzen zu einem deutlichen Anstieg der Volatilität mit einem positiven Effekt auf die Bewertung der Wandelanleihen.

Die Fondstruktur änderte sich im Berichtszeitraum wie folgt: Der Anteil der europäischen Underlyings sank von 73 auf 66 %, US-Underlyings von 10 auf 9 % und Asien ex Japan von 10 % auf 7 % ab. Im Gegenzug stieg der Anteil Japans von 6 % auf 8 % an. Neu hinzu kamen die „Sonstigen Regionen“ (Australien & Afrika) mit rund 3 % Gewichtung. Die Kasse stieg von 1 auf 6 % an.

Die durchschnittlichen Kennzahlen des Portfolios änderten sich wie folgt: Die Prämie stieg von 27 auf 29 % an. Das Fondsdelta sank leicht auf 50 gegenüber 52 % im Vorjahr ab. Die Schwankungsbandbreite im Laufe des Berichtszeitraumes lag bei 44 bis 60 %. Die durchschnittliche Rendite sank von 0,0 % auf -0,7 % ab. Die durchschnittliche Restlaufzeit blieb mit 3,2 Jahren, genau wie das Risk-to-Bondfloor mit 11,8, nahezu unverändert. Die Konvexität für eine Aktienmarktbewegung von +/- 20 % lag zum Geschäftsjahresende bei +9,8/-6,9 %.“

Performance Rückblick 2008

Thorsten Vetter: „Der Betrachtungszeitraum war geprägt durch die bisher größte Bankenkrise seit dem Bankencrash 1929/1930. Während in der ersten Hälfte der Berichtsperiode die Kursrückgänge bei Wandelanleihen noch im erwarteten Umfang erfolgten, kam es in der zweiten Hälfte zu einem massiven Ausverkauf. Wandelanleihen fielen zum Teil stärker als die zugrunde liegenden Aktien. Diese atypische Reaktion der Wandelanleihen war das Ergebnis von massiven Positionsreduzierungen bei Wandelanleihenportfolios aufgrund von Rückflüssen und deutlich geringerem Einsatz von Fremdkapital (Deleveraging von Banken und Fonds, insbesondere Hedgefonds). Hinzu kam, dass die auf den Wandelanleihenmarkt spezialisierten Handelshäuser keine Position mehr auf das eigene Bankhandelsbuch nehmen konnten bzw. die bestehenden Positionen ebenfalls liquidierten. Einen vorübergehenden Höhepunkt stellte die Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers dar. Im Zuge der Liquidierung wurden große Wandelanleihen-Positionen über den bereits ausgetrockneten Markt verkauft und führten zu einem weiteren Kursrutsch. Alleine im Monat September fiel der globale Wandelanleihenindex um 14,6%.

Durch den einseitigen Verkaufsdruck fielen die Kurse von Wandelanleihen auf bisher nicht gekannte Niveaus. In Teilbereichen kam der Handel sogar zum Erliegen. Die marktausgleichende Funktion von Brokern und Hedgefonds fehlt, wodurch die An- und Verkaufsspreads eine massive Ausweitung erfuhren. In der Folge haben derzeit die klassischen Kennzahlen für Wandelanleihen, wie Bondfloor, Konvexität oder Delta, nur noch theoretische Bedeutung. In der Praxis ergab sich eine Abkopplung von der fundamentalen Entwicklung der Emittenten bzw. den zugrunde liegenden Aktien.

Die Renditeaufschläge (Credit Spreads) bei Wandelanleihen stiegen in der Folge deutlich stärker an, als bei vergleichbaren Unternehmensanleihen. Teilweise erreichten sie sogar ein Vielfaches davon. Der Anstieg der Volatilität wirkte sich nicht in erwartetem Umfang positiv auf die Bewertung der Wandelanleihen aus. Tatsächlich fiel die implizite Volatilität sogar spürbar. Dies ist ein deutliches Anzeichen für den Verkaufsdruck am Markt. Gemessen an der impliziten Volatilität der Wandelanleihen im Vergleich zu am Markt verfügbaren Optionen wurden diese somit ebenfalls preiswerter.

Zu Beginn des Jahres 2008 wurden konsequent alle synthetischen Wandelanleihen (Schuldverschreibungen von Banken) verkauft und in Wandelanleihen mit attraktiveren Spreads getauscht. Dadurch wurde das Exposure zum gefährdeten Bankensektor substanziell reduziert. Allerdings konnte sich der Fonds dem "Finanztsunami" nicht entziehen, da Wandelanleihen, wie kaum eine andere Assetklasse, vom Verkaufsdruck institutioneller Investoren wie Banken und Hedgefonds getroffen wurden.

Die Kursentwicklung verlief völlig losgelöst von der fundamentalen Entwicklung des Emittenten bzw. der zugrunde liegenden Aktien. Die Performance lag in der Berichtsperiode bei minus 20,44% (F-Tranche). Der globale UBS Wandelanleihenindex verlor im gleichen Zeitraum 24,59%, der europäische UBS Wandelanleihenindex 24,87%.

Der Fondsschwerpunkt liegt mit einem Anteil von 62% nach wie vor bei europäischen Wandelanleihen, gefolgt von 14% Asien ex Japan, 12% Japan und 9% USA. Die Sonstigen lagen bei 2%. Das Aktiendelta lag zum Ende des Berichtszeitraumes bei 30,5%. Die durchschnittliche Restlaufzeit bei 3,0 Jahren, die Duration bei 2,7 Jahren. Als Ergebnis der deutlichen Kursrückgänge stieg die durchschnittliche Rendite der Wandelanleihen im Fonds auf ein Rekordniveau von 8,4% p.a. an. Die Wechselkursveränderungen hatten aufgrund der weitgehenden Sicherung keinen signifikanten Einfluss auf die Fondsperformance. Mit einer Kasse von knapp 1,5% war der Fonds zum Stichtag weitgehend investiert.“

Performance Rückblick 2009

Thorsten Vetter: “Der im September 2008 in Folge der Lehman-Pleite begonnene Kollaps des Wandelanleihenmarktes setzte sich im Oktober 2008 unvermindert fort. Erst als die in Bedrängnis geratenen Hedgefonds zum Teil die Anteilsrückgaben aussetzten und den Verkauf zu jedem Preis stoppten, endete der freie Fall der Wandelanleihen. In der Folge notierten Wandelanleihen Ende Oktober auf bisher nicht gekannten Niveaus. Selbst auf Indexebene waren zweistellige Renditen zu erzielen. Kurse, die 15% bis 20% unter dem reinen Anleihewert (Bondfloor) lagen, waren keine Seltenheit. Das Wandlungsrecht wurde vielfach nicht mehr adäquat bewertet.

Diese attraktive Marktsituation lockte ab November 2008 verstärkt Investoren an, was zu einer Stabilisierung und letztendlich zu einer Erholung des Marktsegmentes führte. Ab dem Frühjahr 2009 taute auch der zwischen Ende September 2008 und Anfang März 2009 weitgehend eingefrorene Neuemissionsmarkt auf und belebte den Markt deutlich. Der Monatsverlust des UBS Global Investment grade Convertible Index (Euro hedged) von 10,85% im Oktober 2008 konnte bis Juni 2009 wieder aufgeholt werden. Im gesamten Berichtszeitraum stieg der Index um 10,6%. Somit entwickelte sich der Wandelanleihenmarkt besser als die Renten- und Aktienmärkte im gleichen Zeitraum (RexP-Index +8,51%, MSCI Welt in Euro -8,41%).

Der FvS-Wandelanleihen Global konnte sich den massiven Kursverwerfungen nicht entziehen. Während der Anteilspreis im Oktober 2008 noch überproportional fiel, konnte er in jedem der darauf folgenden Monaten ein positives Ergebnis erzielen und beendete den Berichtszeitraum mit einem Anstieg des Anteilspreises (Tranche F) von 19,35%. Die Outperformance gegenüber den Wandelanleihenindices resultierte aus der Fokussierung auf unterbewertete Wandelanleihen. Während des gesamten Anlagezeitraums wurden fällige Anleihen und die Zuflüsse in unterbewertete Wandelanleihen reinvestiert. Angesichts der Finanzmarkt- und Konjunkturkrise blieb die Aktiensensitivität des Fonds im Marktvergleich eher defensiv ausgerichtet. Trotzdem konnte der Fonds während der Markterholung aufgrund der Wertaufholung der unterbewerteten Wandelanleihen besser als der Markt abschneiden. Zudem partizipierte der Fonds im zweiten Halbjahr an einer Vielzahl attraktiver Neuemissionen, die sich positiv auf die Performance auswirkten.

Der Fondsschwerpunkt liegt mit einem Anteil von rund 66% nach wie vor bei europäischen Wandelanleihen (Vorjahr 62%), gefolgt von 12% USA (Vorjahr 9%), 11% Asien ex Japan (Vorjahr 14%), und 2% Japan (Vorjahr 12%). Die Sonstigen lagen konstant bei 2%. Das Aktiendelta lag zum Ende des Berichtszeitraumes bei 27,9%. Die durchschnittliche Restlaufzeit bei 2,9 Jahren, die Duration bei 2,8 Jahren. Die durchschnittliche Rendite liegt zum Ende des Berichtszeitraums bei 5,4%, welches im historischen Vergleich nach wie vor einen hohen Wert darstellt. Die Wechselkursveränderungen hatten aufgrund der weitgehenden Sicherung keinen signifikanten Einfluss auf die Fondsperformance. Mit einer Kasse von knapp 1,0% war der Fonds zum Stichtag weitgehend investiert.“

Performance Rückblick 2010 - Year-to-Date

Thorsten Vetter: “Von Mitte April bis Ende Mai erlebten die Wandelanleihenmärkte eine deutliche Korrektur. Auslöser waren die Schockwellen, die die Schuldenkrise in Griechenland und später Portugal sowie Spanien auslösten. In der Folge weiteten sich die Renditeaufschläge bei Unternehmens- und Wandelanleihen deutlich aus.

Wandelanleihen verloren in der Korrektur etwas mehr als die Ausweitung der Renditeaufschläge und die Aktiensensitivität der Anleihen hätte vermuten lassen. Hintergrund waren parallel stattfindende Verkäufe von Brokern, die Ihre Handelsbücher reduzierten. Dies schürte Befürchtungen, eine Situation wie in 2008 könne sich wiederholen. Damals begann die Krise der Wandelanleihen mit einem Abbau der Bestände bei klassischen Wandelanleiheninvestoren. Die Krise der Hedgefonds und der Abverkauf der Brokerhandelsbücher in Folge der Lehman-Pleite hatte damals zu dem massiven Einbruch der Wandelanleihennotierungen geführt. Die derzeitige Situation erscheint ähnlich, die Ausgangslage ist jedoch trotzdem eine andere. In 2008 agierten die Hedgefonds mit hohem Fremdkapitaleinsatz, der teilweise dem 15- bis 20-fachen des Eigenkapitals entsprach. Der Fremdkapitaleinsatz ist heute mit einem Hebel von 3 bis 4 deutlich geringer. Auch das Volumen der Brokerhandelsbücher ist in ähnlichem Maße zurück gegangen. Im Zuge der Bankenkrise wurde Eigenkapital knapp, weshalb das eigenkapitalintensive Eigengeschäft deutlich zurück gefahren wurde. Die Handelsbücher wurden nach der 2008er Krise nie wieder auf die ursprünglichen Volumina aufgebaut. Die Gewichte am Wandelanleihenmarkt haben sich von ehemals Hedgefonds-dominiert hin zu den klassischen Wandelanleiheninvestoren verschoben. Der in den letzten Wochen beobachtete Abverkauf resultierte eher aus Befürchtungen vor einer härteren Bankenregulierung mit höheren Eigenkapitalanforderungen und einer geringeren Liquidität im Bankensektor, weshalb vorsichtshalber Kasse geschaffen wurde.

Dies war auch am deutlichen Anstieg der Interbankenswapsätze zu erkennen. Die tatsächlich gehandelten Volumina waren aber nicht außerordentlich hoch. Im Gegenzug zu den sinkenden Wandelanleihennotierungen stiegen die Renditen auf Indexebene deutlich an. So stieg die Rendite beim europäischen Index vom Tief bei -0,3% um 4,0 Prozentpunkte auf +3,7% in der Spitze an. Dies bietet dem Wandelanleiheninvestor nun eine ganz andere Perspektive: Während bei einer negativen Rendite die Performance mehr oder minder komplett aus der Aktienperformance kommen muss, kann man bei 3,7% durchschnittlicher Rendite auch ohne eine positive Entwicklung der Aktienmärkte ein gutes Ergebnis erzielen.

Insbesondere im Vergleich zu den derzeit sehr niedrigen Renditen von Staats- und Unternehmensanleihen. Das heißt nach vorne blickend bieten Wandelanleihen wieder eine attraktive Kombination aus Chance und Risiko. In den letzten Tagen stabilisierten sich die Wandelanleihennotierungen wieder. Auch einige Manager von klassischen Rentenfonds die normalerweise nicht in Wandelanleihen investieren, kauften Wandelanleihen, da hier die Renditeaufschläge höher als bei vergleichbaren Anleihen liegen. Ein Beispiel für die Kursrückgänge bei den Wandelanleihen bzw. deren Renditeaufschlag zu normalen Anleihen ist die KfW / Dt. Telekom Anleihe bis 06/2013. Diese verfügt zur Zeit über eine Rendite i.H.v. 1,99% und damit deutlich mehr als eine KfW-Anleihe mit gleicher Laufzeit und ohne Wandlungsrecht (1,27%). Hier erkennt man, dass die jüngsten Marktbewegungen die Wandelanleihe überproportional unter Druck gebracht haben. Das Wandlungsrecht spielt in diesem Fall kaum eine Rolle (Die Option hat kaum noch Wert).

Absolut betrachtet waren die Kursrückgänge aufgrund der breiten Marktbewegung deutlich: Der Flossbach von Storch Wandelanleihen Global verlor im Mai 4,1%. Relativ zu den Indices schnitt der Fonds damit jedoch besser ab. Dies lag vorwiegend an der geringeren Aktiensensitivität des Fonds. Negativ wirkte sich dagegen die Ausweitung der Renditeaufschläge auf die Performance aus.

Der Fonds hatte aufgrund der Positionierung mit einem Fokus auf geringe Aktiensensitivität und hohe Renditen bereits vor dem Kursrückgang noch deutlich positive Renditen. Im Monatsverlauf stiegen die Renditen des Fonds um ca. 2% an. Im Flossbach von Storch Wandelanleihen Global liegt diese zur zeit bei 4,7%. Die vergleichsweise niedrige Aktiensensitivität werden wir aufgrund der labilen
Kapitalmarktsituation weiterhin beibehalten. Die Emittenten der im Fonds gehaltenen Anleihen erscheinen uns solide genug, um auch noch kommende Turbulenzen zu überstehen. Bei den in 2008 am stärksten gefallenen Titeln wie z.B. Immofinanz ist die Restlaufzeit inzwischen überschaubar und die Rückzahlungsfähigkeit erscheint gesichert.

Wandelanleihen können im Vergleich zum restlichen Kapitalmarkt durchaus temporär eine gewisse Eigendynamik entwickeln, wie das Beispiel der KfW Wandelanleihe zeigt. Wichtiger Unterschied zu 2008 ist jedoch die veränderte Marktzusammensetzung. Die damals für den massiven Verkaufsdruck verantwortlichen Marktteilnehmer haben in den letzten zwei Jahren nicht wieder zu ihrer alten Bedeutung zurück gefunden. Entsprechend erscheint ein Verkaufsdruck wie in 2008 von dieser Seite wenig wahrscheinlich. Mit den derzeitigen Unsicherheiten am Markt, insbesondere am Anleihemarkt, muss der Investor aber mit einer erhöhten Volatilität rechnen. Diese birgt allerdings nicht nur Risiken, sondern kann auch Chancen bedeuten. Das Chance Risikoverhältnis erscheint im Vergleich zu anderen Assetklassen bereits jetzt attraktiv.“

Performance Rückblick seit 2005

Investmentprozess und Strategie - Wie investiert der Fondsmanager?

Thorsten Vetter: “Der Fonds Flossbach von Storch Wandelanleihen Global investiert überwiegend in weltweite Wandelanleihen. Der Fonds hat traditionell einen Schwerpunkt in Europa. Ziel ist es, eine defensive Alternative zu einem Aktieninvestment darzustellen. Das konvexe Profil der Wandelanleihen soll dem Investor ermöglichen, an einer Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte in stärkerem Maße zu partizipieren als an negativen Marktentwicklungen. Fremdwährungsrisiken werden weitgehend abgesichert. Die Titelselektion erfolgt auf Basis eines fundamentalen Analyseprozesses, welcher vorwiegend auf eigenem Research basiert. Ist für einen attraktiv erscheinenden Basiswert keine Wandelanleihe verfügbar oder entspricht deren Struktur nicht dem gewünschten Profil, kann alternativ eine Anleihe mit einer Call-Option kombiniert werden, um eine attraktive Struktur darzustellen.“

Investment Ausblick

Thorsten Vetter: „Wandelanleihen sind Nominalwerte mit fester Laufzeit und Verzinsung, die dem Inhaber aber die Möglichkeit bieten, in Sachwerte – sprich die zugrundeliegende Aktie – zu tauschen. Sie kombinieren also die Renditeplanbarkeit von Anleihen mit den Chancen von Aktien.

In unserem Pyramideninflationsszenario liegt ihr Renditepotenzial deutlich über dem normaler Anleihen, aber unter dem von Aktien. Derzeit liegen die Renditen bis Endfälligkeit der Wandelanleihen zwischen 2 und 3 Prozent (gemessen an den Wandelanleihenindizes). Die von uns gemanagten Fonds weisen Fälligkeitsrenditen von 4 bis 6 Prozent auf. Diese Basisverzinsung erhöht sich, wenn die zugrundeliegenden Aktien steigen. Auch im eher unwahrscheinlichen Wachstumsszenario profitieren Wandelanleihen von steigenden Aktienkursen.

Sollte es dagegen zu einer Deflation mit Staatsinsolvenzen kommen, ist die Entwicklung vom jeweiligen Einzeltitel- bzw. der Währung abhängig. So dürften sich Wandelanleihen von Goldminen und stabilen Konsumgüterherstellern weitaus besser entwickeln als Wandelanleihen zyklischer Unternehmen oder Anleihen insolventer Staaten.“

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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