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BLOG - Gute Vertriebswege bleiben ungenutzt

Aus meiner Sicht gehören börsennotierte Indexfonds (ETFs) wegen ihrer geringen Managementgebühren zu den geeignetsten Produkten für die private Altersvorsorge. Denn gerade bei langfristigen Kapitalanlagen fallen die Kosten stark ins Gewicht. Funds | 05.10.2010 09:04 Uhr

Trotzdem nutzen bislang nur wenige Anleger ETFs im Rahmen von Sparplänen - und bringen sich damit häufig um den einen oder anderen Renditepunkt. Der Grund dafür sind meiner Meinung nach die hohen Transaktionskosten.
 
Das betrifft vor allem Sparpläne mit geringen Einzahlungen, wie auch die neueste Studie des Instituts für Vermögensaufbau (IVA) AG zeigt. Demnach fallen bei einem ETF-Sparplan über 50 Euro bei Direktbanken in Deutschland durchschnittlich 4,7 Prozent Transaktionskosten an. Die hohen Kosten machen ETF-Sparpläne erst bei größeren Sparbeträgen interessant. Diese können sich aber wiederum nur wenige Kunden erlauben.

Genau an diesem Punkt setzt eine neue Kooperation zwischen der Deutschen Bank und der DAB Bank an. Dabei können Sparplan-Anleger dauerhaft ohne Transaktionskosten - mit Ausnahme der Xetra-Gebühr - in eine Auswahl von ETFs der Deutschen Bank investieren.

Ich wundere mich, dass es solche Angebote nicht schon eher gegeben hat. Denn Sparpläne sind für Fondsanbieter sehr attraktiv, weil sie normalerweise für beständige Mittelzuflüsse sorgen. In diesem Sinne ist die oben beschriebene Kooperation sicherlich ein richtiger Schritt, um neue Kundengruppen für ETFs zu erschließen. Ich denke, dass weitere ETF-Sparplanangebote ohne Transaktionskosten nur eine Frage der Zeit sein werden.

Die ETF-Anbieter sollten darüber nachdenken, ihre Fonds neben den Direktbanken auch über die gängigen Fondsplattformen anzubieten. Diese haben zwar meistens keine Börsenzugänge. Aber da sie die Transaktionen zu den Nettoinventarwerten abwickeln können, den die Anbieter einmal täglich berechnen, sollte das kein Problem sein. Wären die ETFs auf Fondsplattformen gelistet, könnten sie auch von unabhängigen Finanzberatern vermittelt werden, die in der Regel mit diesen Plattformen zusammenarbeiten. Die Berater scheuen sich wegen des gängigen Vergütungsmodells zwar meist noch, provisionsarme Produkte wie ETFs zu verkaufen. Aber die Zahl der Honorarberater, die nicht von Provisionen leben, wächst stetig.

Wie gesagt: Aus meiner Sicht eignen sich ETFs ideal für die private Altersvorsorge, weil die geringen Kosten die Renditen kaum schmälern. Damit die Anleger davon profitieren können, müssen sie aber offener für neue Vergütungsmodelle werden. Sie müssen begreifen, dass Finanzberatungen Dienstleistungen sind, für die sie zahlen müssen. Dann wäre der Weg in Deutschland frei für eine flächendeckende Honorarberatung. Und die Anleger könnten sich im Schnitt sehr wahrscheinlich über höhere Kapitalerträge im Rahmen ihrer Altersvorsorge freuen.

 


Für den Inhalt der Kolumne ist allein der Verfasser verantwortlich. Der Inhalt gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder, nicht die von Thomson Reuters.

 

 


Über den Autor Detlef Glow, MBA (UoW):
 
Glow begann im Jahr 2005 als Leiter der Fondsanalyse für Deutschland und Österreich bei Thomson Reuters - Lipper. Seit Anfang 2007 ist er dort Leiter der Fondsanalyse für Zentral-, Nord- und Osteuropa. Zuvor war er als Direktor Portfoliomanagement bei der Feri Wealth Management GmbH in Bad Homburg als Portfoliomanger für vermögende Privatkunden tätig. Seine Karriere begann Glow neun Jahre zuvor bei der tecis Holding AG in Hamburg, wo er zuletzt als Leiter der Fondsanalyse sowohl für das quantitative als auch das qualitative Fondsresearch der tecis Asset Management AG verantwortlich war.

 


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