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Asiatische Anleihen als Alternative

Auf der Suche nach breiterer Diversifizierung der auf Euro und US Dollar konzentrierten Anleihenportfolios institutioneller Investoren bieten asiatische Anleihen nicht nur die Streuung des Emittentenrisikos sondern auch attraktive Renditen und Chancen auf Währungsgewinne. Funds | 19.11.2010 04:44 Uhr
Asiatischer Anleihenmarkt wächst zur Core-Assetklasse In den letzten Jahren konnten sich die asiatischen Anleihenmärkte zum insgesamt viertgrößten globalen Staatsanleihensegment entwickeln - nach den USA und Japan mit jeweils rund 29 Prozent Anteil liegen die europäischen Anleihenmärkte mit 22 Prozent an dritter Position. Asien ex-Japan repräsentieren rund 9 Prozent des weltweiten Marktes für Staatsanleihen. "Die Größe der asiatischen Staatsanleihenmärkte ist jedoch im Citi World Government Bond Index nicht abgebildet, wo der Anteil von Asien ex-Japan nur 0,7 Prozent beträgt", erklärt Rajeev De Mello, Fondsmanager des Legg Mason Western Asset Asian Opportunities Bond Fund, der in den Jahren 2007 und 2008 in Singapur jeweils mit dem Award für den besten asiatischen Anleihenfonds ausgezeichnet wurde. Während das gesamte Volumen der asiatischen Anleihenmärkte USD 5,5 Billionen umfasst, entfallen auf Südkorea USD 1 Billion, auf Indien USD 650 Mrd. und auf China USD 2,9 Billionen.

Eine wichtige Basis für die Entwicklung der Anleihenmärkte in Asien ist auch der Anstieg der asiatischen Währungsreserven in den letzten zehn Jahren, da diese den asiatischen Ländern Stabilität geben. Ende September lag das Gesamtvolumen bei USD 4,3 Billionen, wovon USD 2,7 Billionen auf China entfallen

Längerfristiges Wachstum in Asien

Rajeev De Mello: "Hohe Sparquoten in Asien und günstige demographische Entwicklungen werden zum langfristigen Wachstum in Asien beitragen - zumindest für die nächsten 10-15 Jahre. In Asien wird in Infrastruktur investiert und damit wird das zukünftige Wachstum gestützt. Ein weiterer positiver Faktor für das Wachstum ist die zunehmende Urbanisierung in Asien. Aktuell leben noch 55 Prozent der Bevölkerung in China auf dem Land und sind vor allem mit Landwirtschaft beschäftigt. Im Vergleich dazu liegt dieser Wert in westlichen Industrieländern im einstelligen Bereich. Der Umzug in die Städte erhöht den Druck zur Steigerung der Produktivität und beflügelt den Dienstleistungs- und Service-Sektor."

Der Performance-Anteil der Währungen in Prozent vom Gesamtertrag des Fonds ist von Land zu Land unterschiedlich. Während der Anteil bei indonesischen Anleihen sogar negativ war, lag der Anteil bei Anleihen von den Philippinen bei knapp 30 Prozent und bei Anleihen aus Thailand knapp 20 Prozent.

Investmentprozess bei asiatischen Anleihen

Rajeev De Mello: "Wir sind langfristig fundamental orientiert und unser Ziel ist die Erwirtschaftung eines Ertrags durch eine Kombination unterschiedlicher Strategien. Das Wichtigste ist die Länderallokation, auf die rund 30 Prozent entfallen. Die aktive Positionierung der Währungskomponente repräsentiert rund 25 Prozent und zusätzlich wird noch nach Sektoren investiert. Die wichtigsten Alpha Quellen sind somit die Länderallokation mit 25 Prozent, die Währungsallokation mit 25 Prozent, die Yield-Curve Positionierung mit 15 Prozent und die Sektor, Sub-Sektor und individuelle Allokation in Anleihen mit jeweils 10 Prozent Anteil."

Währungsreserven sind wichtig

In den letzten Wochen und Monaten war auch zu beobachten, dass sich die Geldpolitik der asiatischen Zentralbanken geändert hatte. Während in der Vergangenheit die Schritte der Federal Reserve nachvollzogen wurden, erfolgen die Schritte heute pro-aktiv. Die indische Zentralbank hatte zuletzt die Zinsen mehrmals erhöht und auch Thailand und Taiwan hatten leichte Zinserhöhungen durchgeführt. Höhere Zinsen würden in einem offenen Kapitalmarkt massive Kapitalzuflüsse in die asiatischen Volkswirtschaften bewirken, betont De Mello. Aus diesem Grund bleiben asiatische Zentralbanken weiterhin vorsichtig und die Kontrolle der Kapitalflüsse bleibt aufrecht - nicht unbedingt wegen der Kapitalzuflüsse, die zwar auch die Währung nach oben treiben würden, sondern vor allem wegen der Gefahr von kurzfristig massiven Kapitalabflüssen. "Die hohen Reserven in Asien geben den Anleihenmärkten sehr viel Vertrauen", erklärt De Mello. Die Wirtschafts- und Währungspolitik in den einzelnen Ländern in Asien ist jedoch sehr unterschiedlich, beispielsweise fokussiert sich Singapur vor allem auf die Währungspolitik und hat keine eigenständige Zinspolitik.

Renminbi die D-Mark von Asien?

Wenn die chinesische Währung in einem höheren Ausmass als bisher aufwerten würde, könnten andere asiatische Währungen folgen. "Der Renminbi könnte eine Rolle ähnlich der D-Mark in Europa übernehmen, sozusagen eine Ankerwährung", analysiert De Mello. Danach würden asiatische Zentralbanken die Währungsentwicklung stärker an der chinesischen Währung ausrichten. Der Kontakt zwischen den asiatischen Zentralbanken untereinander hatte zuletzt stark zugenommen.

Sektoren-Allocation: Investment Grade oder High Yield?

"Im Rahmen der Sektoren-Allokation kombinieren wir eine Top-Down mit einer Bottom-Up Sichtweise. Wir berücksichtigen dabei sowohl die makroökonomischen Trends, ein sehr wichtiger Input kommt jedoch von den Portfoliomanagern, die einzelne Emissionen genau analysieren und die Attraktivität bestimmen. Zuletzt hatten wir den Anteil der Investment Grade Anleihen stark und jenen der High Yield Anleihen zu einem geringeren Teil reduziert, weil die Emissionen zu teuer wurden. Wir kommunizieren auch mit den anderen Spezialisten in unserem globalen Investment-Team, das rund 70 Senior Investment Manager umfasst."

Ex-Ante Tracking Error zählt

De Mello erklärt, dass zwar der Ex-Ante Tracking Error als Risk Management und Portfoliokonstruktions-Tool verwendet wird. "Wir führen jedoch sehr umfangreiche Stress-Tests in unserem Portfolio durch - und zwar in alle Richtungen. Dabei werden Zinsen, Währungen und Spreads mit Extremwerten simuliert und die möglichen Portfoliowerte werden berechnet und analysiert", führt De Mello weiter aus.

Portfolio Charakteristik des Fonds

Die Performance des Legg Mason Western Asset Asian Opportunities Bond Fund wird gegenüber dem HSBC Asian Local Bond Index gemessen. Die Abweichungen der Duration in den einzelnen Ländern gegenüber der Benchmark werden aktuell sehr niedrig gehalten, die aktiven Positionen auf der Währungsseite sind jedoch von größerer Bedeutung, beispielsweise -12,4 Prozent Gewichtung im Hong Kong Dollar, +2,1 Prozent Gewichtung in Renminbi und auch +7,5 Prozent im US Dollar. Bei der Konstruktion des Portfolios werden zusätzlich zu Staatsanleihen auch Unternehmensanleihen einbezogen.

Ziel ist die Outperformance der Benchmark über einen Konjunkturzyklus um 100 bis 150 Basispunkte. Über die letzten zwei Jahre (per 30. 9. 2010) wurde eine Performance von insgesamt +31,9 Prozent erzielt und damit die Benchmark mit einer Performance von +24,9 Prozent und der Sektordurchschnitt mit einem Ergebnis von +26,3 Prozent deutlich übertroffen.

Die breite Diversifikation über die gesamte Region ist für De Mello ein wichtiger Faktor um insgesamt ein attraktives Rendite/Risikoverhältnis zu schaffen.

Regionaler Ausblick in Asien

"Der zyklische Aufschwung in den wichtigsten Volkswirtschaften wird moderater. Die asiatischen Kapitalmärkte und Volkswirtschaften sollten von einer weiterhin lockeren Geldpolitik in den USA, Europa und Japan profitieren. Restriktive Massnahmen der Notenbanken sind aktuell nicht zu erwarten. Die asiatischen Währungen werden in einer moderaten Tendenz aufwerten", erklärt De Mello.

In China haben die Massnahmen zur Abkühlung des Immobilienmarktes erste Effekte gezeigt. Die Inflation aufgrund steigender Nahrungsmittelpreise sollte sich stabilisieren. Der Handelsbilanzüberschuss und die Reserven sollten weiter ansteigen. In Hong Kong ist eine steilere Zinskurve zu beobachten, wo die kurzen Zinsen sich an den US Zinsen orientieren. In Indien wurden restriktivere Massnahmen gesetzt, die weiteres Wachstum ermöglichen. Eine Gefahr könnte zu hohes Wachstum sein, v. a. wenn es über dem Potentialwachstum liegt. In Indonesien war die Zentralbank bislang eher verhalten bei restriktiven Massnahmen. In Südkorea wurden die Zinsen trotz starkem Wachstum erst einmal erhöht. In Singapur gibt es nicht nur starkes Wachstum, sondern auch Potential für deutliche Gewinne auf der Währungsseite.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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