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BLOG - Neue Vertriebswege reloaded

Um das Wachstum des Marktes für börsennotierte Indexfonds (ETFs) anzutreiben, suchen die Anbieter dieser Produkte nach neuen Vertriebswegen. Funds | 24.11.2010 09:15 Uhr

Den ersten Schritt in diese Richtung hat dabei die zur Deutschen Bank gehörende db x-trackers gemacht, in dem sie ihre Produkte den Investoren über zwei Banken in kostenfreien Sparplänen anbietet. Genau hier zeigt sich aber auch das Problem der ETF-Anbieter. Da ETFs nur eine sehr niedrige Kostenbelastung aufweisen, haben die Anbieter keine Möglichkeit, die Kundenberater durch die Weitergabe von Provisionen zu bezahlen.

Aus diesem Grund geht die Commerzbank nun einen neuen Weg und bietet Dachfonds an, die in ETFs verschiedener Anbieter investieren, um Privatanleger für Investitionen in ETFs zu gewinnen. Diese Idee ist zwar grundsätzlich nicht neu, da es schon einige Anbieter am Markt gibt, dennoch ist die Commerzbank der erste ETF-Anbieter, der den Vertrieb über ein eigenes Filialnetz steuern kann.

Zudem bietet das Zusammenfassen von ETFs in einen Dachfonds der Bank die Möglichkeit, eine Vertriebsgebühr (Ausgabeaufschlag) und eine Managementgebühr zu vereinnahmen, die für die Bezahlung des Vertriebes genutzt werden kann. Der Erfolg dieses Ansatzes wird hierbei sicherlich von der Höhe der anfallenden Provisionen und den Ergebnissen abhängen, die das aktive Management des Dachfonds erzielt.

ECHTER MEHRWERT DURCH NICHTS ZU ERSETZEN

Ein nicht zu vernachlässigender Punkt ist der mögliche Nutzen eines solchen Produktes für die gesamte Branche. Denn werden alle Transaktionen des Dachfonds börslich über die Handelsabteilung der Commerzbank abgewickelt, könnte dies bei einem entsprechenden Vertriebserfolg des Fonds zu einem sichtbaren Anstieg der Handelsumsätze in den entsprechenden Zielfonds führen - und so den Markt für ETFs insgesamt beleben.

Neue Kundengruppen zu erschließen ist sicher eine der wichtigsten Aufgaben, die die Branche bewältigen muss, wenn sie ihr Wachstum sichern will. Allerdings ist fraglich, ob das Einziehen einer Managementebene und damit auch einer weiteren Kostenebene der richtige Weg ist. Auf der anderen Seite sind viele Privatanleger auf professionelle Hilfe angewiesen, um ihr Vermögen zu verwalten. Sie suchen nach kosteneffizienten Lösungen für ihr Depot. Somit könnte der Vertrieb von ETFs durch deren Einsatz in Dachfonds eine gute Möglichkeit sein, um sich neue Kundengruppen für diese Produkte zu erschließen. Nur dürfen diese Produkte, wenn sie langfristig erfolgreich sein sollen, nicht übermäßig teuer sein. Sie müssen dem Kunden einen echten Mehrwert liefern - eine höhere Rendite oder ein geringeres Risiko. 

 


Für den Inhalt der Kolumne ist allein der Verfasser verantwortlich. Der Inhalt gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder, nicht die von Thomson Reuters.

 


Über den Autor Detlef Glow, MBA (UoW):
 
Glow begann im Jahr 2005 als Leiter der Fondsanalyse für Deutschland und Österreich bei Thomson Reuters - Lipper. Seit Anfang 2007 war er dort Leiter der Fondsanalyse für Zentral-, Nord- und Osteuropa. Seit Herbst 2010 ist Herr Glow Head of Lipper EMEA Research und damit Head of Lipper EMEA Research. Zuvor war er als Direktor Portfoliomanagement bei der Feri Wealth Management GmbH in Bad Homburg als Portfoliomanger für vermögende Privatkunden tätig. Seine Karriere begann Glow neun Jahre zuvor bei der tecis Holding AG in Hamburg, wo er zuletzt als Leiter der Fondsanalyse sowohl für das quantitative als auch das qualitative Fondsresearch der tecis Asset Management AG verantwortlich war.

 


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