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Tiefes Verständnis ist der Schlüssel zum Erfolg

Dr. Michael Fischer, Fondsberater des FCP OP MEDICAL BioHealth-Trends Fonds, spricht exklusiv mit e-fundresearch über die Performance und die bisherigen Leistungen sowie seine Strategie Mehrwert für die Anleger zu generieren. Funds | 12.01.2011 04:30 Uhr
e-fundresearch: Herr Dr. Fischer, Sie sind Fondsberater des FCP OP MEDICAL BioHealth-Trends (ISIN: LU0119891520) Fonds. Seit wann sind Sie für diesen Fonds verantwortlich? Fischer: Unser Unternehmen Medical Strategy ist Initiator des Fonds und betreut ihn seit Auflegung am 30.10.00 ununterbrochen als Advisor.

e-fundresearch: Orientieren Sie sich an einer Benchmark? Wenn ja, an welcher?

Fischer: Wir agieren völlig unabhängig von einer Benchmark. Dies ist unserer Ansicht nach eine der  Voraussetzungen, um in diesem Segment langfristig erfolgreich zu sein. Da Investoren jedoch immer gerne einen Vergleich ziehen möchten, könnte man zur Beurteilung unserer Performanceleistung den Nasdaq Biotech Index oder evtl. den Amex Pharma Index dafür heranziehen.

e-fundresearch: Managen Sie aktuell auch noch andere Fonds oder Mandate?

Fischer: Wir sind einer der Manager bei den beiden Multimanagerfonds PHARMA w/Health  und apo Medical Opportunities.

e-fundresearch: Wie hoch ist das Gesamtvolumen, das Sie derzeit verwalten?

Fischer: Stand 16.12.10 betreuen wir 140 Mio. €.

e-fundresearch: Zur Performance: welche Ergebnisse konnten Sie seit Auflegung des Fonds, seit Beginn des Jahres und in den letzten fünf Kalenderjahren, d.h. 2005, 2006 und 2007, 2008, 2009 erzielen? Sowohl absolut als auch relativ gegenüber der relevanten Benchmark.

Fischer: Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick zu den erzielten Ergebnissen. Eine offizielle Benchmark besteht nicht, zum Vergleich wird die Performance des Nasdaq Biotech Index (NBI) und des Amex Pharma Index (DRG) angegeben.

e-fundresearch: Wie sind Sie selbst mit Ihrer Leistung in den Vorjahren und in diesem Jahr zufrieden?

Fischer: Unsere Strategie ist primär auf Small und Mid Cap-Werte ausgerichtet. Dadurch kann es sein, dass wir in Abwärtsphasen mehr verlieren als die relevanten Healthcareindizes, die ja in der Regel durch höher kapitalisierte Werte dominiert sind. Deshalb waren – vor dem Hintergrund des krisenbedingten Marktumfeldes – 2007 und 2008 eher schwierige Jahre. Entscheidend war dann aber sicherlich, die Ausrichtung unverändert beizubehalten. Dies hat in 2009 dazu geführt, dass wir die Verluste der beiden Vorjahre weit überkompensiert haben und damit deutlich outperformen konnten. Auch in diesem Jahr haben wir mit + 13% gut performt (Stand: 30.11.10), liegen aber im Vergleich zum NBI etwas zurück, vs. DRG aber fast 10% in Front. Da aber Investments in junge, aufstrebende Firmen aus dem Gesundheitsbereich immer unter längerfristigen Aspekten gesehen werden sollten, ist eigentlich unsere 10-Jahres-Performance am aussagekräftigsten: Hier hat der Medical BioHealth Trends als einziger Fonds aus den beiden Peergroups Biotechnologie und Gesundheit  – mit  +12,4% - eine positive Performance erreicht. Und über diesen Zeitraum beträgt der Vorsprung beispielsweise gegenüber dem zweitplazierten Fonds aus der Gruppe Biotechnologie 28,6% (Stand: 30.11.10, Quelle Morningstar). Ich denke, damit können wir voll und ganz zufrieden sein.

e-fundresearch: Welche Ergebnisse würden Sie in diesem Zusammenhang als sehr gut, mittelmäßig und enttäuschend bezeichnen?

Fischer: Sehr gut ist sicher die langfristige Outperformance seit Auflegung gegenüber den Indizes. So beträgt diese über die letzten 10 Jahre beispielsweise gegenüber NBI 59,8% und vs. DRG 68,0% (Stand 30.11.10). Auf den ersten Blick enttäuschend mag dabei vielleicht erscheinen, dass über diese Zeit nur eine absolute Wertentwicklung von 12,4% erzielt wurde. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass sich die Mehrzahl der Fonds-Investments in den USA befindet und in diesem Zeitraum der USD ca. 40% gegenüber dem Euro verloren hat. Dieses Währungsrisiko lässt  sich jetzt mit der inzwischen zusätzlich verfügbaren währungsgesicherten Tranche des Medical BioHealth Trends (WKN A0F69B) ausschalten.

e-fundresearch: Wie können Sie durch Ihre Leistung Mehrwert für Ihre Anleger schaffen?

Fischer: Unser Vorteil ist die große Erfahrung und das tiefe Verständnis für die Besonderheiten in diesem Segment. Mein Kollege Harald Schwarz und ich verfügen beide über eine langjährige Erfahrung im Gesundheitsbereich. Als Mediziner kann ich, gegebenenfalls unter Hinzuziehung externer Experten, den relevanten wissenschaftlichen Hintergrund um die Produktentwicklungen der Firmen verstehen und beurteilen. Herr Schwarz war viele Jahre in führender Position in der Pharmaindustrie tätig, er kennt die Branche deshalb sehr genau und weiß an welchen Stellen man genau hinsehen muss. Wir setzen diese Erfahrung in der Portfolioauswahl konsequent um und selektieren, auf der Basis einer intern aufgebauten Datenbank mit aktuell über 750 Firmen, unter fundamentalen Gesichtspunkten Unternehmen die durch innovative Produktentwicklungen überdurchschnittliches Wachstum erzielen können. Den Schwerpunkt setzten wir hierbei bei Mid- und Small Caps, deren Chancen vom breiten Markt noch nicht erkannt worden sind. Nicht Markttiming, sondern das tiefe Verständnis der Funktionsweise der Medikamenten– und Produktwickler sind der Schlüssel zum Erfolg.
 
e-fundresearch: Wie lange sind Sie schon Fondsmanager?

Fischer: Ich manage seit 1992 (in diesem Jahr wurde Medical Strategy gegründet) Portfolios im Healthcarebereich – und zwar ursprünglich in der Vermögensverwaltung für Privatkunden. Das erste Fondsmandat hat Medical Strategy im Jahr 1998 übernommen.

e-fundresearch: Was waren bisher Ihre größten Erfolge und Misserfolge in Ihrer Fondsmanager Karriere?

Fischer: Der größte Erfolg war, sich in Krisenzeiten nicht vom Kapitalmarkt beeinflussen zu lassen. Man muss hier das heftige Rauschen und die Störgeräusche ausblenden und sich nur auf die Beurteilung der einzelnen Unternehmen im Portfolio konzentrieren. Erfolgreiche Unternehmen werden auch in Krisenzeiten wachsen, man sollte sie nicht aufgrund eines panischen Marktumfeldes opfern!

Enttäuschungen kommen immer wieder in unserem Segment vor, der Erfolg in der Medikamenten-Entwicklung lässt sich nicht exakt vorher sagen. Wir müssen mit einer bestimmten Anzahl von Fehlschlägen rechnen und kalkulieren diese auch ein. Da unter dem Strich aber mehr Ideen aufgegangen als fehlgeschlagen sind, haben wir langfristige Outperformance geschaffen.

e-fundresearch: In welchem Kapitalmarktumfeld bewegen wir uns Ihrer Ansicht nach derzeit?

Fischer: Der Kapitalmarkt hat noch keine eindeutige Richtung gefunden, die ganz große Unsicherheit scheint jedoch aus dem Markt gewichen. Aktuell befindet sich der Healthcare-Sektor im Transformationsprozess. Insbesondere die großen Pharmaunternehmen stehen, aufgrund der in den nächsten Jahren bevorstehenden Patentabläufe von umsatzstarken Produkten, unter erheblichem Handlungsdruck. Deshalb suchen die Pharma-, aber auch die großen Biotechfirmen, heute verstärkt nach einzulizensierenden Produkten oder streben Firmenübernahmen an. Davon profitieren vor allem Mid- und Small Caps mit innovativen Präparaten.

e-fundresearch: Wie agieren Sie in diesem Umfeld?

Fischer: Wir setzen unseren Schwerpunkt in genau diese Unternehmen. Ein Anhaltspunkt für die Attraktivität dieser Firmen sind die wieder zunehmenden Übernahmeaktivitäten. Nach dem Übernahmeangebot von Sanofi für Genzyme folgten weitere Offerten: Bristol Myers Squibb übernimmt Zymogenetics und Johnson & Johnson bietet für die noch ausstehenden Aktien von Crucell. Die drei Übernahmeangebote implizieren Prämien zwischen 28% und 84% (gerechnet von den Kursen am Vortag der Veröffentlichung erster Übernahmegerüchte bzw. -offerten). Von diesen Übernahmeaktivitäten profitierte auch der MEDICAL BioHealth-Trends, da alle genannten Unternehmen unter den Top Ten vertreten waren. Wir erwarten eine Fortsetzung der M & A Aktivitäten auch im nächsten Jahr.

e-fundresearch: Was sind die speziellen Herausforderungen in der aktuellen Situation?

Fischer: Ich sehe aktuell keine besonderen Herausforderungen. Man muss  jedoch das Fondsvolumen im Auge behalten. Unseren speziellen Ansatz im Mid- und Small Cap-Bereich kann man nur bis zu einem bestimmten Volumen erfolgreich umsetzen. Sollten wir hier im Medical BioHealth-Trends an eine kritische Volumengröße gelangen,  würden wir Maßnahmen ergreifen um das Performance-potenzial nicht zu verwässern

e-fundresearch: Welche Ziele haben Sie kurzfristig bis zum Ende des Jahres und mittelfristig für die kommenden 3-5 Jahre?

Fischer: Wir verfolgen eine langfristige Anlagestrategie, deshalb sind Prognosen über die nächsten Monate nur schwer möglich. Längerfristig streben wir an, die relevanten Indizes – wie bereits in der Vergangenheit – deutlich outzuperformen. Man muss jedoch realistisch bleiben, das wird nicht linear in jedem Jahr möglich sein, sondern eben nur längerfristig.

e-fundresearch: Welche Ergebnisse würden Sie in drei Jahren als sehr gut, neutral und enttäuschend empfinden?

Fischer: Ob wir – und damit auch die Anleger – zufrieden sein werden, wird von unserer Performance in Relation zu den relevanten Indizes abhängen.

e-fundresearch: Gibt es für Sie Vorbilder?

Fischer: Meine Vorbilder sind unabhängige Portfoliomanager, die sich nicht durch kurzfristige Trends von Ihrer strategischen Ausrichtung abbringen lassen und denen es als Stockpicker immer wieder gelingt, unabhängig von Marktphasen, Erfolg versprechende Werte zu finden.

e-fundresearch: Was motiviert Sie als Fondsmanager in Ihrem Job?

Fischer: Mich treibt die Herausforderung an, unentdeckte Unternehmen zu finden und diese auf dem Weg zum Erfolg zu begleiten.

e-fundresearch: Was wollen Sie noch erreichen bzw. was sind Ihre weiteren Ziele als Fondsmanager?

Fischer: Ich möchte gerne noch mehr Investoren davon überzeugen, dass unser Ansatz im Healthcarebereich bei den Small und Mid Caps - den wir jetzt immerhin schon 10 Jahre erfolgreich umsetzen – den ansonsten meistens eingesetzten Strategien, nämlich bevorzugt in Large Caps zu investieren, längerfristig überlegen ist.

e-fundresearch: Welchen Beruf würden Sie gerne ausüben, wenn Sie nicht Fondsmanager wären?

Fischer: Von meiner Ausbildung her bin ich ja Mediziner. Deshalb könnte ich mir auch eine medizinische Tätigkeit, beispielsweise als Psychiater, vorstellen. Die Komplexität und Hintergründigkeit dieses Bereiches hat mich schon immer fasziniert.

e-fundresearch: Herzlichen Dank für das Interview!

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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