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Die besten globalen Anleihenfonds

Die Fondsmanager der besten globalen Anleihenfonds haben exklusiv fünf Fragen zu Ihrem Makro-Ausblick für 2011, den Beurteilungen an den Märkten und den Gewichtungen in den Fonds, sowie zu den großen Anlagethemen und Risikokennzahlen beantwortet. Funds | 17.01.2011 04:30 Uhr
e-fundresearch.com: "Wie ist Ihr globaler Makro-Ausblick für das Jahr 2011?"

Dr. Detlev Kleis, Portfoliomanager "UBS (D) Rent-International"  (11.01.2011): "Wir gehen für 2011 von weiter steigenden Unternehmensgewinnen und einem positiven Wirtschaftswachstum aus und schätzen das Risiko einer erneuten Rezession als gering ein. Wachstumstreiber bleiben die Emerging Markets. Wir rechnen jedoch mit einer volatilen Marktentwicklung, da mögliche Belastungsfaktoren wie z.B. eine Verschärfung der Krise in den Peripheriestaaten der Eurozone oder ein starker Inflationsanstieg in den Schwellenländern verbunden mit einer Wachstumsabschwächung nicht auszuschließen sind." Dr. Michael Hasenstab, Fondsmanager "Templeton Global Total Return A (Mdis) USD" & "Templeton Global Bond A (Mdis) USD“ (12.01.2011): "Die tieferen Ursachen der Finanzkrise lagen in vielen Schwellenmärkten gar nicht vor. Diese konnten infolgedessen rasch wieder Wachstumsraten wie vor der Krise erzielen, sobald die Kapitalmärkte wieder liquide waren. Zusätzlich unterstützt wurde die Erholung durch fiskal- und währungspolitische Anreize, die sich im Vergleich zu früheren globalen Einbrüchen als effektiver erwiesen, da die  Inlandsnachfrage in diesen Volkswirtschaften inzwischen eine größere Rolle spielt. Unseres Erachtens sind die fundamentalen langfristigen Wachstumstreiber in Schwellenmärkten nach wie vor intakt, wie die starke Erholung von Investitionen und Konsum im öffentlichen und privaten Sektor belegt. Verschärfte Fiskal- und Währungspolitik, die Beendigung des Aufstockens von Lagerbeständen und die schwache Exportnachfrage aus den G-3 könnte Anfang 2011 zu etwas geringeren Wachstumsraten führen als auf dem Höhepunkt des Aufschwungs von 2010. Wir halten eine Abschwächung des Wachstums auf ein nachhaltigeres Niveau aber langfristig für eine positive Entwicklung. Ängste vor einer unsanften Landung in China und anderen Schwellenmärkten, die in 2010 aufgekommen waren, erwiesen sich als stark übertrieben. Nach unseren Erwartungen dürften die Schwellenländer den globalen Aufschwung auch künftig anführen."

Dkfm. Klaus-Stephan Zeltner, Fondsmanager "Allianz Invest Defensiv T" (12.01.2011): "Die konjunkturelle Lage hat sich im letzten Quartal wieder verbessert. Die Befürchtungen eines Double Dips konnten zunächst ausgeräumt werden. Unsere Erwartungen für das globale GDP Wachstum für 2011 liegen im Bereich der Werte für 2010. Die Emerging Markets werden auch dieses Jahr deutlich stärker wachsen als die entwickelte Welt, wobei hier besonders Deutschland als „Star“ hervorsticht. Man könnte sagen, dass ein kleines zweites Wirtschaftswunder zu beobachten ist.
Zinserhöhungen seitens der US Notenbank bzw. der EZB erwarten wir bis auf Weiteres keine. Die FED dürfte bei weiterhin schwachem Arbeitsmarkt weitere Quantitative Easing Programme verabschieden. Diese fortgesetzte Verschuldungspolitik, deren Erfolg bisher fraglich ist, könnte die Diskussion um die Staatsschulden in Europa auf die USA verlagern. Einzelne Bundessstaaten wie Kalifornien oder Illinois stehen bereits am Abgrund zum Bankrott. Dieses Risiko erachten wir derzeit noch als gering, dennoch würde allein die vermehrte Diskussion über die Bonität der USA zu deutlichen Kursverlusten auf den US Treasuries führen.
Inflationsrisiken sehen wir in den entwickelten Ländern für 2011 wenige, da weder von Lohnseite oder durch die Kapazitätsauslastung Preisdruck besteht. Größere Schwierigkeiten mit Preisanstiegen werden eher die Schwellenländer haben, da die zuletzt massiv gestiegenen Rohstoffpreise, insbesondere Agrarprodukte, einen stärkeren Einfluss auf die Inflation haben. Mit Zinserhöhungen in Emerging Markets ist daher in 2011 zu rechnen."

Karl Loher, Fondsmanager "RVT Ertrag Fund"  (10.01.2011): "Die Auswirkungen der auferlegten drastischen Sparmassnahmen in den überschuldeten Ländern Europas durch den IWF lassen keine Zinserhöhungen zu. Die immer noch hohe Arbeitslosigkeit sowie die wachsenden Staatsschulden schmälern die Konsumbereitschaft und somit scheint die Gefahr einer Inflation nicht gegeben. Die konjunkturelle Entwicklung teilt die Welt in zwei Lager, deren wirtschaftliche Zukunft sehr unterschiedlich verlaufen wird."

Peter E. Huber, Fondsmanager "STARCAP – Argos A - EUR" (12.01.2011): "Wir haben in letzter Zeit mehrfach auf die Gefahr steigender Zinsen hingewiesen. Steigende Zinsen führen einerseits natürlich zu Kursverlusten bei Anleihen. Es gibt aber auch positive Effekte. So können fällig werdende Papiere zu höheren Renditen wieder angelegt werden. Dies verbessert auf längere Sicht die Rentabilität eines Rentenportfolios deutlich. Dies soll an einem Beispiel verdeutlicht werden: Von 1988 bis 1991 sind die Zinsen in Deutschland deutlich gestiegen, d.h. der REX-Index ist gefallen. Trotzdem konnte man mit einer Anlage in festverzinslichen Wertpapieren einen deutlichen Wertzuwachs erwirtschaften, was durch den Anstieg des REXP-Index zum Ausdruck kommt.
Schichtet man zudem bei einem höheren Zinsniveau seine Anleihebestände schrittweise in Papiere mit längeren Laufzeiten um, kann eine weitere Renditesteigerung erzielt werden. Dieser Effekt ist umso größer, je steiler die Zinsstrukturkurve verläuft. Unsere Rentenfonds bleiben daher ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Vermögens-Diversifikation!"

John Stopford, Co-Head of Global Fixed Income "Investec Global Bond A GBP Inc Net"  (10.01.2011): "The global economy has entered 2011 on a strong note, with signs that the recovery is broadening from an inventory led rebound into one driven by improving demand. Leading indicators have generally picked up and are consistent with above trend growth this year. Policy is loose with the exception of peripheral Europe, where fiscal tightening is struggling to gain traction. Emerging economies should do particularly well, at least initially. Inflation is likely to become more of an issue with commodity prices, in particular, pushing up headlines rates, especially across the developing world. Monetary policy should be gradually tightened as a result, with the major economies lagging behind, given cautious central banks. The UK may needed to tighten sooner than the US or Europe, given poor inflation performance. Higher commodity prices, rising interest rates and some tightening of fiscal policy suggest that growth will slow later this year and into 2012."

Regula Schaub, Portfoliomanagerin "ZKB Fonds Zinsertrag" (12.01.2011): "Die Aussichten für die Kapitalmärkte und für die Realwirtschaft im kommenden Jahr sind mit überdurchschnittlicher Unsicherheit belastet. Starke Währungsschwankungen und die weiter ungelösten strukturellen Probleme der Staatsverschuldung vieler westlicher Länder sowie Sanierungen und Regulierung von Banken erschweren die Prognosen. Insgesamt rechnen wir mit einem anhaltenden Wachstum der Weltwirtschaft, welches zum Abbau der bestehenden Ungleichgewichte dringend benötigt wird und deshalb vorerst nur mit wenig Inflationsdruck verbunden sein dürfte.
Momentan nimmt die US-Konjunktur wieder Fahrt auf. Für das neue Jahr rechnen wir für die USA mit einem Wachstum von rund 3%. In China dürften die Realzinsen trotz weiteren Zinserhöhungen der Zentralbank noch einige Zeit negativ bleiben. Das monetäre Umfeld dürfte sich langsam normalisieren, aber noch nicht als restriktiv zu bezeichnen sein. Damit hielte sich der negative Einfluss auf das Wirtschaftswachstum vorerst in Grenzen. Europa bleibt weiterhin zweigeteilt. Während die Länder im Süden des Kontinents mit den hohen Refinanzierungskosten ihrer Schulden zu kämpfen haben und sich zu weiteren Sparmassnahmen gezwungen sehen, profitiert Deutschland von den sehr tiefen Zinsen und dem schwachen Euro. Aus Schweizer Sicht bleibt die Stärke des Schweizer Frankens bzw. die Schwäche der beiden wichtigsten Weltwährungen US-Dollar und Euro ein dominierendes Thema."

Frage 2:

e-fundresearch: "Welche Faktoren sind für die Beurteilung der globalen Anleihenmärkte derzeit am wichtigsten?"

Dr. Detlev Kleis, Portfoliomanager "UBS (D) Rent-International" (11.01.2011): "Aktuell stehen die Peripheriestaaten der Eurozone und die mögliche Ausgestaltung eines permanenten Krisenmechanismus für Staaten innerhalb der Eurozone im Fokus der Rentenanleger. Die Frage ist, ob überzeugende Pläne umgesetzt werden können, die Budgetdefizite zu reduzieren und somit die öffentliche Verschuldung nachhaltig und langfristig finanzierbar zu gestalten.
Eine weitere zentrale Frage ist, wie lange die Zentralbanken ihre extrem lockere Geldpolitik weiterverfolgen und welche Konsequenzen diese Geldpolitik auf die mittelfristigen Inflationsrisiken hat."

Dr. Michael Hasenstab, Fondsmanager "Templeton Global Total Return A (Mdis) USD" & "Templeton Global Bond A (Mdis) USD“ (12.01.2011): "Die letzten zwei Jahre waren für viele Anlagekategorien ungewöhnlich. Viele Investoren wurden dafür belohnt, dass sie auf krisenbedingtem Niveau Risiken eingingen. Obwohl sich viele Bewertungen von gedrückter Höhe erholt haben, erkennen wir nach wie vor etliche ausgesprochen reizvolle Chancen auf Währungs- und Rentenmärkten in aller Welt, die von der relativen Stärke bestimmter Volkswirtschaften zehren. Wir halten die Anleger dazu an, sich auf die ihren Risiken zugrunde liegenden Fundamentaldaten zu konzentrieren und künftig noch wählerischer zu sein. Dennoch halten wir einen gesunden Risikoappetit angesichts der globalen Konjunkturerholung, die im Gange ist, für angebracht."

Dkfm. Klaus-Stephan Zeltner, Fondsmanager "Allianz Invest Defensiv T" (12.01.2011): "Die globalen Anleihenmärkte erscheinen derzeit etwas besser bewertet als noch vor einem Quartal. Die realen Renditen in den USA und Europa sind wieder etwas interessanter, wobei auf mittlere Sicht eher mit weiteren Renditeanstiegen zu rechnen ist.
Die Sentiment Indikatoren sind zuletzt deutlich angestiegen, die Investoren sind bullish wie lange nicht. Dies könnte kurzfristig Druck auf die Kreditmärkte bringen, wenn das Sentiment getrieben durch einige negative Nachrichten wieder schwächer wird. Kurzfristige Rückschläge in den nächsten Wochen stellen attraktive Einstiegsmöglichkeiten für Unternehmens- und High Yield Anleihen dar.
Die europäische Verschuldungskrise und die daraus abgeleiteten Reaktionen der Politik werden auch 2011 dominant sein. Nachdem der Markt die kleineren Länder mit deutlich höheren Zinsen bestraft hat, muss man in den nächsten Wochen genauer auf die bisher relativ sicheren Länder wie Italien und Frankreich achten. Die EU kann sich nicht leisten, diese beiden Länder im Fall des Falles zu retten."

Karl Loher, Fondsmanager "RVT Ertrag Fund" (10.01.2011): "Das grösste Risiko für die europäischen Bondmärkte bleibt auch 2011 die Schuldenproblematik der europäischen Südstaaten. Im Jahre 2011 steht in vielen Ländern die Refinanzierung grösserer Fälligkeiten an. Die Zinsentwicklung wird weniger aufgrund des Wirtschaftsumfelds getrieben, sondern vielmehr von Risikoüberlegungen geprägt."

Peter E. Huber, Fondsmanager "STARCAP – Argos A - EUR" (12.01.2011): "Zinsspreads und Bonitäten. Die Verschuldungssituation der Krisenstaaten sollte eng gemonitort werden!"

 

John Stopford, Co-Head of Global Fixed Income "Investec Global Bond A GBP Inc Net" (10.01.2011): "There are a variety of factors we consider currently when assessing global bond markets:
a) The outlook for inflation expectations and interest rates is likely to drive bond markets this year. We see scope for both to rise in 2011.
b) We feel Peripheral European financing needs are likely to remain problematic, and should keep yield spreads wide and volatile, but we expect euro zone policymakers to continue to support the weakest markets, probably providing funding for Portugal and even Spain if needed.
c) The over-borrowing of recent years is not just a problem for southern Europe, but may gradually cause investors to differentiate between other sovereigns, favouring minor developed countries and emerging market issuers over the US, Europe and Japan. We feel this is likely to keep bank bond spreads under pressure, given heavy financing needs.
d) The US dollar and the euro both have major structural issues. We think they should both underperform sounder, better managed currencies. For now, we feel the euro looks weakest as peripheral problems dog the currency."

Regula Schaub, Portfoliomanagerin "ZKB Fonds Zinsertrag" (12.01.2011): "Während traditionell der Makro-Ausblick Ausgangspunkt für die Positionierung eines globalen Anleihenportfolios darstellt, sind derzeit die politischen Rahmenbedingungen zum treibenden Faktor mutiert. Die konzertierten Bemühungen um die Finanzierung der Budgetdefizite der verschuldeten Euroländer und eng damit verbunden die Diskussion um eine zukünftige Beteiligung der Anleihen bei Kapitalisierungsengpässen von Banken führen zu anhaltender Volatilität am Kapitalmarkt.
Das regional unterschiedliche Wachstum und die Anpassung der politischen Rahmenbedingungen werden die Wechselkursbewegungen massgebend bestimmen. Die Entwicklung der überbewerteten Währungen wie der Schweizer Franken, in die sicherheitsbewusste Investoren auswichen, bleibt zentral für die Positionierung eines globalen Anleihenpotfolios. Wir gehen davon aus, dass der Schweizer Franken langsam seinen Boden gefunden hat."

Frage 3:

e-fundresearch: "Welche Regionen und/oder Sektoren sind derzeit in globalen Anleihenfonds übergewichtet? Was sind die Gründe dafür?"

Dr. Detlev Kleis, Portfoliomanager "UBS (D) Rent-International" (11.01.2011): "In unseren globalen Anleihenfonds haben wir derzeit Unternehmensanleihen übergewichtet. Die Risikoaufschläge gegenüber Staatsanleihen erachten wir noch immer für attraktiv. Der Fonds UBS(D) Rent International hält zudem weiterhin eine Beimischung von Anleihen aus Schwellenländern, die sich im letzten Jahr sehr gut entwickelt haben."

Dr. Michael Hasenstab, Fondsmanager "Templeton Global Total Return A (Mdis) USD" & "Templeton Global Bond A (Mdis) USD“ (12.01.2011): "Aktiv gemanagte globale Rentenpositionen können unseres Erachtens in einem von steigenden Zinsen geprägten Umfeld auch Chancen zur Erzielung verhältnismäßig hoher Renditen bieten, ohne dabei nach unserem Dafürhalten hohe Durations- oder Kreditrisiken einzugehen. Wir favorisieren nach wie vor Anleihen mit kurzen Laufzeiten aus Ländern wie Australien, Israel und Südkorea. Diese Positionen sind zwar Währungsrisiken ausgesetzt, doch diese könnten das Ertragspotenzial unseres Erachtens positiv beeinflussen. Wir rechnen damit, dass die Währungen von im Verhältnis wachstumsstarken Volkswirtschaften, die ihre Politik kurzfristig eher verschärfen dürften, gegenüber den Währungen der G-3 steigen werden, wo die Währungspolitik noch länger locker bleiben sollte."

Dkfm. Klaus-Stephan Zeltner, Fondsmanager "Allianz Invest Defensiv T" (12.01.2011): "Übergewichtet sind nach wie vor High Yield Anleihen, die bei attraktiven Fundamentaldaten immer noch einen ausreichend hohen Spread bieten. Unternehmen werden zunehmend im Rating hochgestuft, S&P rechnet für 2011 nur mit ca. 2% Ausfällen. Im dritten Jahr der Erholung an den Kreditmärkten ist jedoch vermehrt Einzeltitelauswahl gefragt, da nicht mehr alle Segmente bei Unternehmensanleihen günstig bewertet sind.
In der relativen Bewertung erscheinen die europäischen Staatsanleihen etwas attraktiver als die US Pendants, so dass der Allianz Invest Defensiv US Anleihen untergewichtet hat.
Auf Sicht der nächsten Monate erwarten wir einen volatilen Seitwärtsverlauf bei US und europäischen Staatsanleihen. Die Duration Positionierung ist damit nahezu neutral und wird eher kurzfristig an die Marktgegebenheiten adaptiert."

Karl Loher, Fondsmanager "RVT Ertrag Fund" (10.01.2011): "Die Währungsaufteilung eines Fonds erachten wir als essentiell. Eine objektive Analyse der währungspolitischen Situation führt zu einem ernüchternden Fazit. Es finden sich kaum Indizien, die auf eine nachhaltige Gesundung des Euro hoffen lassen. Als Hauptwährung sollte unbedingt der Schweizer Franken gewählt werden. Als Beimischung erachten wir Bondinvestitionen in Norwegischen Kronen sowie Australischen Dollars, Länder welche als Rohstoffwährungen gelten, als attraktive Alternative. Ganz gemieden sollten Staatsanleihen von verschuldeten Staaten, da ein Kapitalschnitt in der Zukunft durchaus für möglich erachtet werden kann."

Peter E. Huber, Fondsmanager "STARCAP – Argos A - EUR" (12.01.2011): "Anlage in Währungen aus gering verschuldeten Ländern mit positiver demographischer Entwicklung sind als Beimischung interessant (Mex Peso, NOK. TRL, NOK, CAD, NZD, AUD). Außerdem gibt es im Segment der B-gerateten Unternehmensanleihen noch vereinzelt interessante Anlagemöglichkeiten."

John Stopford, Co-Head of Global Fixed Income "Investec Global Bond A GBP Inc Net" (10.01.2011): "Our main duration underweight is in the UK, where poor inflation performance and reasonable growth is not fully reflected in the price. We think the Monetary Policy Committee may tighten later this year. We are also short Treasuries on loose monetary and fiscal policy, despite a strengthening economy. We prefer Scandinavia and Australia, given their sounder fiscal standing and higher real yields, as well as selected emerging countries. We remain exposed to corporate debt, albeit less so, on reasonable value against the backdrop of improving company fundamentals. We are underweight the three major currencies on loose policy, poor fundamentals and debt positions, especially the euro, given peripheral pressures. We prefer other developed currencies and especially emerging currencies, where growth and interest rate developments are more favourable, especially those that are not yet expensive."

Regula Schaub, Portfoliomanagerin "ZKB Fonds Zinsertrag" (12.01.2011): "Die Suche nach Rendite im Umfeld rekordtiefer Zinsen und eingeengter Risikoprämien für Unternehmensanleihen entscheiden über die Portfolioallokation. Während die Emerging Markets zunehmend in den Fokus des Anlegerinteresses gekommen sind, werden auch weiterhin die als „sicherer Hafen“ geschätzten Währungen und Sektoren übergewichtet. Die Übergewichtung der Rohstoffwährungen und des Schweizer Frankens haben sich in diesem Zusammenhang als wichtiger Renditetreiber herauskristallisiert. Des Weiteren bleibt in vielen Anleihenfonds – trotz zunehmenden Spreadunterschieden – der Unternehmens- gegenüber dem Finanzsektor übergewichtet."

Frage 4

e-fundresearch: "Was sind die großen Anlagethemen für globale Anleihen 2011? Wo ergeben sich Chancen und wo liegen die Risiken?"

Dr. Detlev Kleis, Portfoliomanager "UBS (D) Rent-International" (11.01.2011): "Die Entwicklung der Situation in den Peripheriestaaten der Eurozone wird ein großes Thema für globale Anleihen in 2011 sein. Hier lauern sowohl große Chancen als auch Risiken. Aus unserer Sicht wird bei dieser Diskussion von vielen Marktteilnehmern die politische Komponente unterschätzt. Der politische Wille zur Unterstützung der Euro-Mitgliedsstaaten ist sehr groß.
Daneben liegen mögliche Risiken in einem deutlichen Inflationsanstieg in den Schwellenländern und damit verbunden steigenden Zinsen für Emerging Market – Anleihen.
Auf Sicht der nächsten Monate rechnen wir mit stabilen Rentenmärkten. Auf etwas längere Sicht ist bei sich abzeichnenden höheren Zentralbankzinsen wieder mit einer flacheren Zinskurve und einem Anstieg des Zinsniveaus zu rechnen. In diesem Szenario werden sich vor allem Staatsanleihen schwächer entwickeln. Besseres Ertragspotenzial sehen wir weiterhin bei Unternehmensanleihen von guter Kreditqualität und bei Anleihen aus Schwellenländern."

Dr. Michael Hasenstab, Fondsmanager "Templeton Global Total Return A (Mdis) USD" & "Templeton Global Bond A (Mdis) USD“ (12.01.2011): "Große Chancen sehen wir bei Währungen: Die Spannungen um die Bewertung von Währungen haben zugenommen und wir rechnen für 2011 mit einer Fortsetzung dieses Trends. Ungeachtet der Darstellungen der Politiker erwarten wir einen stärkeren Anstieg von Schwellenländerwährungen gegenüber dem Japanischen Yen, dem Euro und dem US-Dollar, denn das scheint im Interesse der Entwicklungsländer zu liegen. Politische Aspekte können diesen Prozess sehr geräuschvoll gestalten und wir dürften einen verstärkten Einsatz unkonventioneller Mittel erleben, um das Tempo der Währungsaufwertung zu begrenzen oder zumindest zu steuern. Am Ende wird sich die Politik unserer Erwartung nach vermutlich für einen allmählichen und ausgewogenen Ansatz zur Straffung der Finanzbedingungen im Inland entscheiden, der einen Anstieg der Währungen beinhaltet.
Unseres Erachtens kann ein weltweit unterschiedlich schnell verlaufender Aufschwung über Währungen hinaus auch reizvolle Chancen auf dem Rentenmarkt eröffnen. Starke relative Fundamentaldaten stützen außerdem bestimmte Staatsanleihen und auch manche Durationsengagements in Volkswirtschaften, wo das Ausmaß der erwarteten Verschärfung der Währungspolitik bereits eingepreist ist und die langfristigen Anleiherenditen mittelfristig von besserer Politik und niedrigeren Risikoaufschlägen profitieren dürften."

Dkfm. Klaus-Stephan Zeltner, Fondsmanager "Allianz Invest Defensiv T" (12.01.2011): "Unternehmensanleihen, insbesondere High Yield Anleihen, stehen auch 2011 im Fokus. Bei Schwellenländeranleihen sehen wir zunehmend ambitionierte Bewertungen, da die Assetklasse wie kaum eine andere 2010 massive Mittelzuflüsse erlebte. Vor dem Hintergrund von Zinserhöhungen bieten sich so eher Lokalwährungsanleihen oder Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets an. Die klassischen Hartwährungsanleihen erscheinen derzeit nicht attraktiv genug bewertet.
Größtes Risiko für globale Anleihen in 2011 wäre ein Überschwappen der Staatenkrise auf die USA, sowie Inflationsanstiege, die durch steigende Rohstoffpreise ausgelöst werden. Auf der Corporate Seite sollte man ein Auge auf das anziehende M&A Geschäft machen, das zwar positiv für die Aktienmärkte, aber nachteilig für Unternehmensanleihen sein könnte. Zu viele, zu teure M&A Deals wären ein deutliches Warnsignal für die Kreditmärkte."

Karl Loher, Fondsmanager "RVT Ertrag Fund"  (10.01.2011): "Das fundamentale Umfeld spricht weiterhin für Unternehmensanleihen und klar gegen Staatsanleihen. Die europäische Schuldenproblematik wird auch im Jahre 2011 das dominierende Thema sein. Für uns erscheint es klar, dass Länder wie Griechenland oder Irland ihre Schulden nicht vollständig zurückzahlen können. Mit den immensen Rettungsschirmen kauft sich die Politik nur etwas Zeit. Von Rettung kann dabei aber keine Rede sein."

Peter E. Huber, Fondsmanager "STARCAP – Argos A - EUR" (12.01.2011): "Wir leben weiter in einer instabilen Welt. Während sich in den traditionellen Industriestaaten die Schuldenkrise weiter verschärft, droht in vielen Emerging Markets eine konjunkturelle Überhitzung und Inflationsgefahren. In Indien liegt die Preissteigerungsrate bereits über 10% p.a.  Auch gegen die durch die unterschiedliche Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit ausgelöste Euro-Krise fehlen bisher Lösungsansätze. Der Kampf um Rohstoffreserven ist in vollem Gang und beginnt wie im Fall der ‚seltenen Erden‘ bereits zu eskalieren. 
Tatsache ist, dass die wachsende Kluft zwischen den Gläubiger- und Schuldnernationen sowie die divergierende Entwicklung in den Handels- und Leistungsbilanzen und in der internationalen Wettbewerbsfähigkeit so nicht aufrechterhalten werden können. Und klar ist auch, dass der Abbau der Ungleichgewichte schmerzhaft werden wird. Wohin die Reise geht, lässt sich allerdings noch nicht so klar bestimmen. Scheitert die Reflationspolitik der amerikanischen Notenbank und sollten andere hochverschuldete Staaten dem Beispiel Griechenlands und Irlands folgen und versuchen, mit drastischen Sparprogrammen und höheren Steuern und Abgaben ihre Defizite in den Griff zu bekommen, könnte es temporär durchaus zu einem deflationären Schock kommen. Dieser könnte verstärkt werden, wenn es China und anderen boomenden Schwellenländern gelingt, ihre Konjunktur deutlich abzukühlen."

John Stopford, Co-Head of Global Fixed Income "Investec Global Bond A GBP Inc Net" (10.01.2011): "Looking at the year ahead, we expect the underlying environment to remain reasonably supportive, but see a number of challenges that are likely to prompt bouts of risk aversion and profit-taking in pro-cyclical assets and currencies. In particular, we believe that interest rate expectations may begin to price in a turn in the global interest rate cycle this year. Central bankers remain very cautious about tightening policy too quickly, but rising commodity prices and outperformance by inflation-linked bonds suggest that investors increasingly believe that policymakers are behind the curve. Emerging markets should lead the way, with developed markets increasingly priced to follow. In addition, we expect European sovereign financing needs to be an ongoing source of concern for markets. As such, we expect markets to be volatile with sentiment swinging between optimism and pessimism and believe a somewhat contrarian approach to risk management should pay dividends.
In terms of underlying trends, we expect government bond yields to rise further and we prefer inflation-linked bonds as an inflation hedge despite their recent outperformance. We still see value in corporate bonds against the backdrop of improving company operating conditions, but some reduction in exposure is prudent given less compelling value. We are cautious towards duration in emerging bond markets, but see opportunities in countries where rates are unlikely to rise as much as is priced in, and to some extent in inflation-linked issues. We continue to expect volatile range trading between the US dollar and the euro. We believe emerging market currencies should outperform on better growth, pressure to tighten and problems in developed markets. Valuations are not stretched as central banks have kept their currencies at competitive levels through heavy intervention."

Regula Schaub, Portfoliomanagerin "ZKB Fonds Zinsertrag" (12.01.2011): "Das regional unterschiedliche Wachstum und Anpassungen der politischen Rahmenbedingungen bieten Chancen für eine erfolgreiche Positionierung eines globalen Anleihenfonds. Bereits im letzten Jahr wurde die Trennlinie zwischen Anleihen von Industrie- und Entwicklungsländern eindrücklich abgebaut. Auch im 2011 wird bei der Suche nach Rendite die selektive Investition in Anleihen von Entwicklungsländern und von Emittenten mit Exposition in diese Länder im Fokus stehen. Neben den offensichtlichen Risiken, die momentan von der Krise in der Eurozone ausgehen, eröffnet die Ausweitung der Kreditaufschläge für Staatsanleihen der betroffenen Länder auch zunehmend ein ansprechendes Renditepotential.
Im Jahresverlauf wird zudem die Frage nach der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung bei gradueller Abkehr von der expansiven Geldpolitik im Zentrum stehen. Das Potenzial für einen Zinsanstieg ist und bleibt entsprechend gross."     

Frage 5

e-fundresearch: "Bitte kommentieren Sie die Performance- und Risikokennzahlen Ihres Fonds im laufenden Jahr und in den letzten 3 bzw. 5 Jahren."
 
Dr. Detlev Kleis, Portfoliomanager "UBS (D) Rent-International" (11.01.2011): "Die Wertentwicklung des UBS (D) Rent International betrug im Jahr 2010 5,8%, in den vergangenen drei Jahren 7,4% p.a. und in den letzten fünf Jahren 5,1% p.a. Die Volatilität lag in 2010 bei 3,9% und über 5 Jahre 3,4%. Durch eine breite Diversifikation und aktives Management ist es gelungen, eine attraktive Rendite bei moderatem Risiko zu erzielen. Über den langen Zeitraum konnte der Fonds von der guten Entwicklung der globalen Rentenmärkte profitieren. Der Schwerpunkt der Anlagen war in Anleihen mit Investmentgrade in den USA und Europa. Die Beimischung von Schwellenländeranleihen und das aktive Währungsmanagement haben sich zudem positiv ausgewirkt."

Dkfm. Klaus-Stephan Zeltner, Fondsmanager "Allianz Invest Defensiv T" (12.01.2011): "Der Allianz Invest Defensiv erzielte in den vergangenen Jahren folgende Performanceergebnisse:

2010: 4,35%
3 Jahre: 5,96% p.a.
5 Jahre: 4,20% p.a.

Die hervorragende Wertentwicklung des Allianz Invest Defensiv resultierte vor allem aus dem Übergewicht in Unternehmensanleihen, High Yields und Emerging Markets in den Jahren 2009/2010. Davor profitierte man von einer defensiven Positionierung, da Kursverluste bei Assetklassen wie ABS, Emerging Markets Bonds in den Krisenmonaten 2008 und 2009 vermieden wurden.
Taktische Duration Positionierungen erbrachten ebenfalls einen deutlichen Mehrwert in den vergangenen Jahren."

Karl Loher, Fondsmanager "RVT Ertrag Fund"  (10.01.2011): "Der RVT Ertrag Fund hat seine strategische Ausrichtung seit mehreren Jahren vor allem auf zwei Haupthemen beschränkt. Als wichtigste Entscheidung erachten wir die klare Übergewichtung von Investitionen in Schweizer Franken und der gleichzeitigen kompletten Meidung des Euros. Die Duration des Funds halten wir extrem tief, da wir das kleine Risiko einer schnellen Zinserhöhung nicht tragen wollen. Aus unserer nachhaltigen Philosophie geht hervor, dass wir an einer hohen Qualität der Anlagen interessiert sind. Der Verführung von hochverzinslichen Staatsanleihen haben wir uns stets entzogen."

Peter E. Huber, Fondsmanager "STARCAP – Argos A - EUR" (12.01.2011): "Der Argos hat das Jahr 2010 mit einer Performance von 11,1% abgeschlossen, nach 28,9% im Jahr 2009. Daraus ergibt sich eine Gesamtperformance über 3 Jahre von 29,7% und über 5 Jahre von 35,4%. Damit zählt der Argos kurz- mittel- und langfristig zu den erfolgreichsten Fonds in seiner Peergroup. Lediglich im Jahr 2008 gab es mit einer Performance von -9,5% eine unbefriedigende Wertentwicklung. Diese war auf ein zu frühes Umschichten in Unternehmensanleihen zurück zu führen. Diese waren dann im Herbst 2008 von einem beispiellosen (und wie wir heute wissen übertriebenen) Wertverfall betroffen. Zu dieser Zeit hatte der Argos eine Rendite auf Verfall von >10%!"

John Stopford, Co-Head of Global Fixed Income "Investec Global Bond A GBP Inc Net" (10.01.2011): "The Fund has significantly outperformed its benchmark and the average of its peer group over the last one and three years, and somewhat less over five years. Tracking error has been higher than normal over the most recent period, but this reflects extreme market volatility resulting from the credit crisis. Over the long run, tracking error is more moderate. The Fund is not run with tight tracking error constraints, but is benchmark aware and looks to outperform over time by a reasonable margin, but with a similar level of absolute volatility. Most drivers of return, including interest rate and currency management have driven outperformance over both periods, with the effective management of credit exposure through the crisis and since adding to returns."

Regula Schaub, Portfoliomanagerin "ZKB Fonds Zinsertrag" (12.01.2011): "Der ZKB Fonds Zinsertrag konnte 2010 eine Performance von –1.89% realisieren (in CHF, entspricht 16.7% in EUR). Die deutliche Untergewichtung von EUR und USD ggü. CHF sowie, in geringerem Ausmass, AUD und CAD erwies sich als wichtiger positiver Renditetreiber. Innerhalb der letzten drei Jahre konnte eine Performance von 1.2% (bzw. 34% in EUR) realisiert werden, während im Fünfjahresvergleich eine Performance von 2.2% (26.5% in EUR) verbucht wurde. Dies bei regelmässig geringen annualisierten Volatilitäten von etwa 3.5 bis 4%, welche nur im sehr schwierigen 4. Quartal 2008 deutlich höher lagen."

Alle Daten per 04.01.2011 in Euro:

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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