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Hong Kong als Drehscheibe in Asien

Asien dominiert seit Jahren die Investmentthemen und Hong Kong ist mit seiner flexiblen Wirtschaftspolitik besonders gut positioniert. Mehr als 1.700 Teilnehmer des Asian Financial Forums 2011 aus 30 Ländern diskutierten die Herausforderungen und Chancen, die Asien bietet Funds | 25.01.2011 04:45 Uhr

Unter den mehr als 70 Vortragenden befanden sich Vertreter von Zentralbanken, Regierungen, Aufsichtsbehörden und Finanzinstitutionen.

 

Am Ort des Geschehens
Das diesjährige Asian Financial Forum (AFF) 2011 am 17. und 18. Januar in Hong Kong legte einen besonderen Schwerpunkt auf China. Das vom HKTDC (Hong Kong Trade Development Council) veranstaltete Forum bietet jedes Jahr Vertretern von Regierungen, Zentralbanken, Aufsichtsbehörden, Unternehmen und Investoren eine hochkarätig besetzte Agenda sowie eine internationale Plattform zum Gedanken- und Informationsaustausch.

Zum Unterschied von vergleichbaren Veranstaltungen in westlichen Industrieländern konnten Teilnehmer den Eindruck gewinnen, dass sie sich nicht nur als Teilnehmer einer Konferenz angemeldet hatten, sondern dass sie sich am Ort des Geschehens befinden und in zahlreichen Vorträgen und Präsentationen neue Informationen, Chancen, Herausforderungen, Zukunftspotenziale und Risiken kommuniziert wurden. Hong Kong scheint für die Entwicklung wirtschaftlicher Aktivitäten in Asien alleine aufgrund der flexiblen Wirtschaftspolitik, des einfachen Zugangs zu Informationen und Märkten sowie nicht zuletzt aufgrund der wachsenden Rolle als internationales Finanzzentrum für China eine Plattform zu sein. Gemeinsam mit Shanghai plant Hong Kong diese Rolle in den nächsten Jahren noch auszubauen.  

Das AFF 2011 wurde vom Chairman des HKTDC, Jack So, eröffnet, der auf die wachsende Rolle des AAF über die letzten Jahre hinwies.

Hong Kong als internationales Finanzzentrum

In seiner Keynote Speech betonte der Chief Executive der Hong Kong Special Administrative Region, The Hon. Donald Tsang, GBM, die zunehmende Bedeutung von Hong Kong als internationales Finanzzentrum von China. Unternehmen aus China würden verstärkt die Märkte in Hong Kong nutzen. Donald Tsang: "Hong Kong wird dadurch jedoch nicht mehr chinesisch, sondern noch globaler."

Ronald Arculli, Chairman der Hong Kong Exchanges & Clearing Ltd. wies u. a. auch darauf hin, dass im Zuge der Bewältigung der globalen Finanzkrise deutlich wurde, dass Unternehmen aus den westlichen Industriestaaten nicht unbedingt zu den ´sicheren Häfen´ zu zählen wären.

In diesem Zusammenhang wird auch von Fondsmanagern und Investoren immer wieder darauf Bezug genommen, in welchen Regionen die Unternehmen den größten Teil ihrer Umsätze erwirtschaften würden. Die klassischen Darstellungen in Fondsportfolios, die sich am Sitz des Unternehmens orientieren, sind aktuell sehr oft irreführend - mittelfristig kann sich dies jedoch durch verstärkte Notizen oder Zweitnotizen an asiatischen Börsen ändern.

Chen Siwei, Chairman des International Finance Forum in Peking, betonte die Bedeutung der weiteren positiven Wirtschaftsentwicklung in China und UK Secretary of State for Foreign and Commonwealth Affairs, William Hague, forderte Unternehmen im Westen und vor allem in Grossbritannien zum Ausbau der Handelsbeziehungen mit Asien auf.

Wu Dingfu, Chairman der China Insurance Regulatory Commission, geht von einem weiterhin stabilen Wachstum in China und einer Steigerung des Wohlstandes aus. Shang Fulin, Chairman der China Securities Regulatory Commission nahm auf die Möglichkeiten zur Entwicklung innovativer Finanzprodukte und -lösungen in Hong Kong Bezug.

Aus der Sicht der Regierungsvertreter und Notenbanken

Norman Chan, CEO der Hong Kong Monetary Authority, wies darauf hin, dass sich die globale Wirtschaft in den verschiedenen Regionen derzeit mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten entwickelt und dies eine große Herausforderungen für die Zentralbanken und die Wirtschaftspolitik darstelle. Cesar Purisima, Philippine Finance Secretary, betonte, dass die Aufsichtsbehörden soviel Informationen einfordern sollten, damit Fehlentwicklungen auf den Märkten möglichst früh ausgeschalten werden. Rintaro Tamaki, Japan´s Vize-Finanzminister, fügte hinzu, dass Krisen nicht nur gelöst, sondern auch möglichst frühzeitig verhindert werden sollten.

Bill Shorten, Assistant Treasurer Australia, hob hervor, dass Australien nicht nur auf den Rohstoffsektor reduziert werden könne, obwohl das Land mit einer relativ kleinen und zudem alternden Bevölkerung auch vor großen Herausforderungen steht. Ong Chong Tee, Managing Director, Singapore Monetary Authority, unterstrich die Bedeutung von Massnahmen, die die Entstehung von Spekulationsblasen verhindern - auch auf der fiskalischen Seite.

K C Chan, Hong Kong Financial Services Secretary erklärte, dass immer wieder Antworten auf die Herausforderungen, die das Wirtschaftswachstum in Asien mit sich bringt, gefunden werden müssen. Mittelfristig kann auch davon ausgegangen werden, dass aufgrund der besseren fundamentalen Verfassung der asiatischen Volkswirtschaften weiterhin eine gute Basis für Wachstum gegeben ist. 

Chongqing auf der Weltbühne

Ein besonderes Highlight des diesjährigen AFF war die Präsentation von Huang Qifan, Bürgermeister von Chongqing, der größten Stadt der Welt. Er erwähnte, dass HP und Acer in den letzten beiden Jahren bereits Aufträge von mehr als Hundert Millionen Einheiten aus Produktionen in Chongqing platziert hatten. Weiters befinden sich aktuell sechs bis sieben renommierte Computerhersteller und 200 Zulieferbetriebe in der Stadt. Somit ist nach Aussage von Huang Qifan Chongqing die größte Computer-Produktionsplattform. Interessant waren auch seine Hinweise auf die Notwendigkeit zur Schaffung von Wohnraum für Bürger der Stadt, den diese sich auch leisten könnten.

Made in China - Owned by China - Paid in RMB

John Peace, Chairman, Standard Chartered PLC: "Das letzte Jahrzehnt war durch die Bezeichnung ´Produziert in China´ gekennzeichnet, im nächsten Jahrzehnt könnte es heissen ´Im Eigentum von China´ und danach vielleicht sogar ´In RMB bezahlt´". Anthony Bolton, Fidelity International, Hong Kong: "Hier an dieser Stelle verschieben sich die zwei tektonischen Platten - einerseits jene der langsam wachsenden westlichen Industrieländer und andererseits der rasch wachsenden asiatischen Schwellenländern." Doch Hong Kong ist auch für Unternehmen aus anderen Regionen eine interessante Plattform für eine Börsennotiz geworden - beispielsweise Rohstoffunternehmen aus Südamerika oder Russland.

Levin Zhu, President, China International Capital Corporation Ltd.: "In 2009 sank der Anteil des Handels mit USA und Europa auf unter 50 Prozent und in Zukunft gibt es noch mehr Potenzial für die Entwicklung des Handels innerhalb der asiatischen Region. Victor Chu, Chairman, First Eastern Investment Group: "Kapital ist aktuell knapp. Die Rekapitalisierung des internationalen Bankensektors nach Basel III und weiteren Compliance Vorschriften erfordert sehr viel Kapital - jedoch auch der Ausbau der Infrastruktur." Sameer Al Ansari, CEO, Shuaa Capital betonte, dass der Fokus seines Unternehmens, einer Investmentbank, immer ´East´ und nicht ´West´ war.

Interessant waren auch die Ausführungen von Patrick Raaflaub, CEO der Swiss Financial Market Supervisory Authority, zu Basel III und zusätzlichen Anforderungen für Schweizer Banken. Er nahm auch Bezug auf die Notwendigkeit zur Schaffung eines geordneten Ausstiegs von Banken aus dem Markt.

Aufstieg des RMB

Eine der Kernfragen des AFF war natürlich jene mit Bezug zur Internationalisierung des RMB. John Peace sieht den RMB mittelfristig bis langfristig als wichtige Währung neben dem USD.

Eine der Aussagen im Verlauf des AFF war auch jene, dass Shanghai das On-shore Financial Center für RMB werden könnte und Hong Kong das Off-shore Financial Center - mit allen notwendigen Clearing-Einrichtungen.

In Zukunft werden RMB basierte Finanzprodukte für Anleger in Hong Kong entwickelt. Wichtig ist auch die Schaffung von Liquidität für RMB Produkte und die Sicherstellung eines entsprechenden Risikomanagements.

Nobelpreisträger Robert Mundell, Professor an der Columbia University in New York warnte vor einer starken Aufwertung des RMB gegenüber dem USD und empfahl die weitere Entwicklung des Inlandskonsums zum teilweisen Ausgleich der Spannungen im Zeitablauf.

Aus Kreisen taiwanesischer Unternehmer war zu vernehmen, dass Hong Kong als Center für Off-shore RMB Transaktionen genutzt werden kann.

Obwohl die Währungsfrage sehr oft im Mittelpunkt der Diskussion steht, sei dies nach Ansicht von Teilnehmern am AFF nicht unbedingt entscheidend. Noch wichtiger sei die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft selbst. Die Währung würde der Wirtschaftskraft ohnehin folgen.

Erfahrungen von Unternehmen

In einer Reihe von Workshops wurden Erfahrungsberichte von chinesischen und internationalen Unternehmen präsentiert.

Bezeichnend für die aktuelle Investmentlandschaft war einer der wenigen direkten Bezüge zu Europa, und zwar ein Workshop über M&A Potenziale im deutschen Small- und Mid-Cap Segment. Unter den Vortragenden, Ausstellern und Teilnehmern befanden sich jedoch auch zahlreiche Vertreter aus europäischen Ländern.

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