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So sparten die Österreicher im Jahr 2010

Sparbuch fällt dramatisch in Beliebtheit; Comeback des Bausparers; Versicherungen ziehen an; Wertpapiere: erster Hoffnungsschimmer, aber auch Gold legt nochmals zu Funds | 14.02.2011 10:41 Uhr

Seit den 80er-Jahren erhebt die GfK Austria, welche Anlageformen für die Österreicherinnen und Österreicher über 15 Jahre - unabhängig von der Nutzung - am interessantesten sind. Jährlich werden dazu 20.000 persönliche Interviews durchgeführt, die Auswertung erfolgt quartalsweise.

 

Das Sicherheitsdenken überwiegt grundsätzlich bei der Geldanlage. Bei Herr und Frau Österreicher gilt im Zusammenhang mit Sparen generell: „Absicherung geht vor Risiko“. Gerade in und nach turbulenten Zeiten auf den Kapitalmärkten sind konservative Sparformen üblicherweise auf dem Vormarsch.

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Sparbuch fällt dramatisch in Beliebtheit

Eine Renaissance feierte seit Anfang des Jahrtausends das Sparbuch. Jedoch verlierte es bei den Österreichern im Jahr 2010 kontinuierlich an Beliebtheit (von 52% auf 44%) gegenüber dem Bausparvertrag (49%). Die Gründe dafür liegen für Alexander Zeh, Client Services Director bei der GfK, klar auf der Hand: „Die Unsicherheit der letzten 2 Jahre in breiten Teilen der Bevölkerung ist defacto verschwunden. Man traut sich wieder mittel- bis längerfristig Geld anzulegen. Darüber hinaus sind die derzeitigen Sparbuchzinsen kaum interessant für breite Teile der Bevölkerung.“

Comeback des Bausparers

Konnte der bei den Österreichern sehr beliebte Bausparvertrag bis Anfang des Jahres 2010 von der Krise nicht wirklich profitieren, so zeigte sich seit Mitte 2010 ein eindrucksvolles Comeback. Im vergangen Jahr war es knapp die Hälfte (49%) der Bevölkerung, die dieses Traditionsprodukt interessant fanden. Das Match Bausparer gegen Sparbuch hat wieder der Bausparvertrag gewonnen und liegt damit an Nummer 1 in der Beliebtheit.

Versicherungen ziehen an

Vom wiedergewonnenen Vertrauen in mittel- bis längerfristige Veranlagungen konnten auch Versicherungen profitieren. So legte die klassische Lebensversicherung deutlich zu (19% auf 23%) und liegt damit wieder auf dem Wert von 2008. Auch die Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung konnte im Jahr 2010 an Beliebtheit wieder zulegen (19%). „Lebensversicherungen sind seit jeher die Vorsorgeprodukte Nummer 1 für die Österreicher. Es überrascht überhaupt nicht, dass wenn jetzt wieder längerfristig veranlagt wird, diese Produkte davon profitieren können.“ kommentiert Zeh.

Wertpapiere: erster Hoffnungsschimmer

Das Interesse an Anlage in Wertpapiere ging bis zum Frühjahr des vergangenen Jahres zurück. Es folgte ein erster Hoffnungsschimmer, denn auch das Interesse an einer Veranlagung in Aktien, Anleihen und Investmentfonds stieg wieder tendenziell an. Alexander Zeh: „Zwar können wir nicht davon ausgehen, dass die Topwerte aus 2007 oder früher so schnell wieder erreicht werden, aber es zeigt sich auch hier wieder eine Aufwärtsbewegung im Vertrauen der Bevölkerung.“

Gold legt nochmals zu

Überraschend: Auch das Interesse an der Veranlagung in Gold blieb auch hohem Niveau: Waren es 2007 nur 7% der Österreicherinnen und Österreicher, die die Veranlagung in Gold interessant fanden, so sind es im Jahr 2010 beachtliche 19% geworden. „Fast ein Fünftel der Österreicher findet die Veranlagung in Gold interessant. Das ist insofern überraschend, da sich das Interesse an Gold üblicherweise diametral zum Interesse an Wertpapieren entwickelt. Die Österreicher scheinen mehr denn je zur Seite legen zu wollen, selbst wenn die Kosten dafür hoch sind.“

Fazit: Klassische Anlageformen werden von Österreichern zwar nach wie vor bevorzugt, aber auch mittel- bis längerfristige Veranlagungsformen rücken wieder in den Fokus. Die Rangliste der beliebtesten Sparformen im Jahr 2010 lautet wie folgt: Bausparvertrag (49%), Sparbuch (44%), Eigentumswohnung/Haus (29%), Grundstücke (26%), Lebensversicherung (23%), Pensionsvorsorge mit staatlicher Prämie (19%) und Gold (19%).

Das Stimmungsbarometer Spar- und Anlageformen ermöglicht aufgrund der Stichprobengröße zum einen eine umfassende Subgruppenanalyse nach soziodemografischen Merkmalen wie Bildungs-, Berufs- und Kaufkraftmilieu, zum anderen aufgrund der kontinuierlichen Durchführung eine mehrjährige Trendanalyse. Aktuell erhältlich: 4. Quartal 2010 und Jahresbericht 2010 (20.000 Interviews)

Prok. Mag. Alexander ZehLeiter Client Services

 


 

Zur GfK Gruppe

Die GfK Gruppe bietet das grundlegende Wissen, das Industrie, Handel, Dienstleistungsunternehmen und Medien benötigen, um Marktentscheidungen zu treffen. Ihr umfassendes Angebot beinhaltet Informations- und Beratungsservices in den drei Sektoren Custom Research, Retail and Technology und Media. Weltweit ist die Nummer 4 der Marktforschungsunternehmen in mehr als 100 Ländern aktiv und beschäftigt über 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2009 betrug der Umsatz der GfK Gruppe 1,16 Milliarden Euro.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.at oder www.gfk.com.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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