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Wachstumspotenzial ist gegeben

Anders Svendsen, Head of Emerging Markets Research bei Nordea Markets in Kopenhagen, über seinen Ausblick für die baltischen Staaten, strukturelle Probleme in der Region sowie gute Argumente für baltische Aktien. Funds | 01.03.2011 04:30 Uhr

e-fundresearch: "Die Krise hat bekanntlich Estland, Lettland und Lithauen besonders hart getroffen, was war rückblickend ausschlaggebend für diese Entwicklung?"

Svendsen: "Das größte Problem war, dass die balitschen Staaten allesamt auf ausländisches Kapital angewiesen sind. Während der Krise, als die Märkte einbrachen, hatten sie bekanntlich keinen Zugang zu diesem Kapital, was letztlich dazu führte, dass sie ihre Aktivitäten einschränken mussten. Jetzt ist die Situation allerdings anders – die Wirtschaft beginnt wieder an Fahrt aufzunehmen. "

e-fundresearch: "Ihr Ausblick für die baltischen Staaten?"

Svendsen: "Insgesamt habe ich einen positiven Ausblick, da ich der Meinung bin, dass der Risikoappetit noch für einige Zeit stark bleibt. Dazu kommt das positive Momentum der Weltwirtschaft und die hohe Liquidität. Das BIP-Wachstum wird voraussichtlich zwischen drei und vier Prozent ausmachen – am stärksten wird sich 2011 Estland entwickeln, da es leichter Investoren anlocken kann."

e-fundresearch: "Wo sollte man zurzeit investiert sein?"

Svendsen: "Der Exportsektor entwickelt sich in den drei Ländern derzeit sehr gut. Die Unternehmen profitieren vom starken Wachstum in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Es gibt auch Anzeichen dafür, dass die Inlandsmärkte langsam aufwachen, die Arbeitslosenzahlen gehen wieder zurück."

e-fundresearch: "Die für Sie größten Probleme in der Region?"

Svendsen: "Eines der Schlüsselprobleme in der Region ist die hohe strukturelle Arbeitslosigkeit. So hat sich etwa die Bauindustrie – die vor der Krise der größte Wachstumssektor war – noch immer nicht erholt. Vor allem unter der jungen Bevölkerung ist die Arbeitslosigkeit hoch. Ebenfalls hoch ist die Abwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte. Für diese Probleme scheint es keine wirklichen Lösungen zu geben. Daran wird auch eine Erholung nichts ändern. Ein großes Fragezeichen ist weiters, ob sich Lettland im Dezember – wenn das IWF-Rettungspaket ausläuft – über die Kapitalmärkte finanzieren kann. Hat das Land Schwierigkeiten, so könnte das an den Märkten Panik auslösen."

e-fundresearch: "Haben sich die Befürchtungen vieler Esten bestätigt, dass nach dem Euro-Beitritt die Preise drastisch steigen werden?"

Svendsen: "Die Sorgen waren tatsächlich groß, dass die Einzelhandelspreise steigen werden. Die Regierung hat allerdings eine Reihe von Absprachen getroffen, um gerade das zu verhindern. Bislang hat das jedenfalls gut funktioniert."

e-fundresearch: "Was sind die grundlegenden Unterschiede zwischen den drei Volkswirtschaften?"

Svendsen: "Alle drei Länder sind stark exportorientiert, konzentrieren sich jedoch auf jeweils andere Märkte. So sind für Estland etwa die skandinavischen Länder wichtig. Lithauen exportiert in erster Linie nach Russland und Lettland wiederum in die beiden baltischen Nachbarstaaten."

e-fundresearch: "Was sind abschließend die treffendsten Argumente für ein Investment in baltische Aktien?"

Svendsen: "Die Volkswirtschaften gewinnen zwar langsam wieder an Fahrt, die Vorkrisenniveaus liegen jedoch noch in weiter Ferne, das Wachstumspotenzial ist also gegeben. Dazu kommt, dass noch reichlich freie Kapazitäten vorhanden sind, was Arbeitskräfte und Produktion betrifft."

e-fundresearch: "Herr Svendsen, wir bedanken uns für das Gespräch."

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